„Energiewende und Atom Ausstieg, Chance oder Irrweg“ von Dr. Willy Marth – eine Buchrezension

Zweifellos ist die Materie "Energiewende / Atomausstieg" zu komplex und umfangreich, um sie in einem Buch bescheidenen Umfangs in allen Facetten unterzubringen. Außerdem werden heute dicke Bücher nicht mehr so gerne gelesen. Das Buch von Willy Marth – Umfang nur knapp 200 Seiten und als "Book on Demand" verlegt – geht daher den Weg der nüchternen Berichterstattung mit fast ausschließlicher Betonung auf den historischen Hergang der Energiewende und die dazu gehörenden Hintergründe. Es beschränkt sich damit auf eine besonders wichtige Facette.

Dieser Aufgabe wird W. Marth auf Grund seiner Vita besonders gut gerecht. Man kann sogar ohne zu übertreiben feststellen, dass er hier ein Alleinstellungsmerkmal unter allen anderen Autoren aufweist. Kein Wunder. W. Marth ist promovierter Physiker und zugleich Diplomkaufmann. Er war vier Jahrzehnte im Umfeld der Stromwirtschaft tätig und Projektleiter für mehrere Kernkraftwerke. Ferner leitete er als "Executive Director" große internationale Vorhaben in Forschung und Entwicklung.

Man braucht danach kaum noch zu betonen, dass sich mit solch einem beruflichen Werdegang mehr als nur Faktenwissen ansammelt. W. Marth hat mit allen politischen Gruppierungen, die an Energiewende und Atomausstieg als "Freund und Feind" maßgebend beteiligt waren, persönlich zu tun gehabt. Er kennt nicht nur die betreffenden Akteure, sondern auch oft die Hintergründe Ihres Handelns. Unter diesem Gesichtspunkt dürfte sich sein Buch als eine wertvolle Quelle für spätere Historiker der betreffenden Epoche erweisen.

Seine betriebwirtschaftlichen Kenntnissen fügen den Buchkapiteln "1 Der Aufstieg der deutschen Stromkonzerne", "7 Energiewirtschaftliche Probleme der abrupten Energiewende", "8 Boom und Crash der EE-Firmen" und "9 Der Niedergang der deutschen Stromkonzerne" neben den historischen Fakten auch noch die wichtigen betriebswirtschaftlichen Hintergründe hinzu.

"Das Kapitel "6 Der abrupte Atomausstieg in Deutschland (2011)" lässt erkennen, dass W. Marth neben den eigenen Detailkenntnissen dieses Vorgangs auch auf die Schilderungen von befreundeten Fachleuten zurückgreifen konnte. Zusammen mit den Ergebnissen der Reaktorsicherheitskommission, deren Votum den Ausstieg keinesfalls rechtfertigte und einen knappen Überblick über die Ausstiegsgesetze erhält man ein erschreckendes Bild vom Dilettantismus der politischen Führung Deutschlands. Rationale Gründe, welche der Entscheidung der Ethikkommission hätten zu Grunde liegen müssen, waren Fehlanzeige. Die Ethikkommission war ein religiöses Kränzchen von fachlichen Vollidioten mit nur wenigen anwesenden Fachleuten. Diese hätten sich zwar schon laut und deutlich regen können, ja sich sogar massiv gegen den geballten Unsinn der Kommission wehren müssen, sie taten es aber nicht – ein ekelhaft/feiger Beigeschmack bleibt beim Leser zurück.

Das Kapitel "5 Fukushima" geht weit über diesen Unfall hinaus, indem es ganz allgemein die Sicherheitskonzepte heutiger Kernenergieanlagen umreißt und sogar noch auf die japanische Atompolitik nach Fukushima mit einschließt. 

Wenn es überhaupt einen gewissen Schwachpunkt im Buch gibt, so ist es Kapitel "4 Der umstrittene Klimawandel". W. Marth schildert korrekt die allgemein akzeptierte Hypothese von der erwärmenden Wirkung der sogenannten Treibhausgase. Insbesondere das Unterkapitel "4.3 Kontroversen um den Klimawandel" macht es sich aber mit den dort aufgeführten Gegenüberstellungen von Alarmisten- und Skeptikerargumenten zu einfach. Dies ist verzeihlich, denn anderenfalls hätte das Kapitel wohl unverhältnismäßig viel Platz beansprucht. Immerhin betont W. Marth die völlige Unzulänglichkeit von Klima-Computermodellen und spricht auch vom noch unverstandenen Einfluss der Wolken.

Vielleicht wäre es besser gewesen, auf dieses Kapitel gänzlich zu verzichten. Schließlich schreibt W. Marth zutreffend "Die Diskussion wird inzwischen so verbissen geführt, dass wenig Hoffnung auf einen baldigen Konsens besteht". Wie wahr! W. Marth hätte sich auf die folgende Kern-Fakten A, B, C beschränken können, der Buchumfang wäre dann noch handlicher geworden:

(A) Trotz einer weitgehend akzeptierten theoretischen Beschreibung des Treibhauseffekts ist der entsprechende Beitrag des menschgemachten CO2 in der Fachliteratur umstritten. Und direkt messbar ist er schon gar nicht. Die hier maßgebende Größe, die Klimasensitivität des CO2, sinkt in der Fachliteratur mit jedem Jahr (was nicht bedeuten muss, dass sie Null ist).

(B) Es gibt bis heute keine Publikation, die den vermuteten Einfluss des menschgemachten CO2 aus dem natürlichen Klimarauschen heraus zu destillieren vermag – was ebenfalls nicht bedeuten muss, dass es ihn nicht gibt.

(C) Sogar das IPCC – wohl in diesem Kontext absolut unverdächtig – kann nicht umhin explizit zuzugeben, dass seit es Beginn der Industrialisierung keine klimarelevanten Veränderungen gab, die den aus davor liegenden Zeiten bekannten natürlichen Rahmen gesprengt hätten. Dies gilt für Temperaturen, Extremwetter, Gletscher, Meeresspiegel usw. Die vorgenannten drei Punkte sind bestens ausreichend, um "Klimakatastrophe" als eine fiktive Apokalypse zu entlarven. Für Sachdiskussionen müssten sie reichen. 

Fazit zum Buch von Willy Marth: Es ist eine unbedingte Empfehlung für denjenigen, der zuförderst an der Historie der Entwicklung interessiert ist. Das Buch liest sich vor allem spannend, wozu auch noch der flüssige Stil des Autors beiträgt. Die katastrophalen Folgen und Begleiterscheinungen der Energiewende und des Atomausstiegs werden zwar knapp aber kundig und übersichtlich ebenfalls behandelt.

Wer freilich mehr Details wie z.B. über die geringen Leistungsdichten der neuen Energien, ihre Umweltschäden, die Probleme infolge ihrer Flatterstromlieferung usw. lesen möchte, sollte auf die hier zahlreich vorliegende Sachbuch-Literatur zurückgreifen.




Neue Studie enthüllt: Die Energiewende wird uns bis 2025 rd. 520 Mrd € kosten

In der Pressemitteilung lesen wir: 

Die Gesamtkosten der Energiewende allein im Strombereich belaufen sich auf über 520 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomik (DICE) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Mit Abstand größter Kostentreiber mit insgesamt rund 408 Milliarden ist die Umlage zur Finanzierung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage). Der Ausbau der Strom- und Verteilernetze schlägt mit 55,3 Milliarden Euro zu Buche. Mit der Studie liegt zum ersten Mal eine Kostenschätzung vor, die sämtliche Kosten der Energiewende im Stromsektor berücksichtigt. Neben den direkten Kosten zur Förderung der erneuerbaren Energien wurden auch die indirekten Folgekosten, wie zum Beispiel für den Ausbau der Übertragungs- und Verteilungsnetze, Off-Shore Haftungsumlage oder Kosten für die Netz-, Kapazitäts- und Klimareservekosten mit in die Berechnungen einbezogen.

Bis Ende 2015 sind für die Energiewende bereits 150 Milliarden Euro ausgegeben worden, die Kosten für den notwendig gewordenen Netzausbau noch nicht mit einberechnet. Das zeigt: Der Großteil der Kosten wird noch zu bezahlen sein. „Wir wollen, dass die Energiewende ein Erfolg wird. Eine vierköpfige Familie bezahlt rechnerisch über 25.000 Euro bis 2025. Der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin hatte versprochen, dass die Kosten der Strompreissteigerung einer Kugel Eis im Monat entsprächen. Damit die Energiewende gelingt, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien kosteneffizient erfolgen. Dazu brauchen wir Rahmenbedingungen, die auf marktwirtschaftliche Prinzipen setzen“, erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Soweit die Pressemitteilung

EIKE hatte auf Grund der vorhandenen EEG Werte die folgenden Zahlen ermittelt (siehe auch Grafik Bild rechts, zum Vergrößern klicken -Hinweis – in der Grafik werden die Ausschüttungen der Netzbetreiber an die EE Besitzer gezeigt. Die Kosten der Verbraucher ermitteln sich indem man von den Werten rd. 10 – 15 % abzieht, das ist der wahre Wert des EE Stromes wie er an der EEX ermittelt wird):

In 2015 wurden rd. 27,5 Mrd € von den Netzbetreibern an die EE Besitzer ausgeschüttet. Per EEG Umlage wurden davon rd.  23,3 Mrd € an die Verbraucher weiter gereicht. Die Differenz bildeten die EE Erlöse an der Strombörse

Bis Ende 2015 kumulierten Gelder die von den Netzbetreibern an die EE Besitzer seit 2000 ausgeschüttet worden waren auf 183 Mrd €. Davon trugen die Verbraucher ca. 155 Mrd €. Die Differenz bildeten die EE Erlöse an der Strombörse.

Video von 2012: Die Energiewende macht Strom grün und billig(mit Dank an ACHGUT):

Welchen totalen Realitätsverlust die Protagonisten der Klimakirche und der Energiewende, C. Kemfert, S. Plöger, Minister Altmeier und Dieter Gewies – „wir müssen noch viel schneller auf Erneuerbare umstellen“ schon 2012 durchlitten und von dem man glaubte, dass der nicht mehr steigerbar wäre, wird erneut eines besseren belehrt. Vier Befürworter der Energiewende… – Peter Altmaier – EnergieWende [0:00] – Gefriertruheparadox [9:29]- Claudia Kemfert – wichtige Zahl [3:15] – Braunkohlelüge [12:33]- Sven Plöger – EEG-Umlage [2:49] – Subvensionen [4:31]- Dieter Gewies – steigende Grundstoffpreise [1:35]

Was die Studie nach erster Sichtung völlig außen vorlässt, ist die langfristige Zahlungsverpflichtung in den kommenden 20 Jahren (in Einzelbereichen inzwischen etwas weniger), die sich auf Grund des EEG für die Netzbetreiber ergibt und die sie abzüglich der Börsenerlöse an die Verbraucher weiter reichen (dürfen).

Diese belief sich bereits 2015 600 Mrd €, welche noch zu zahlen sind. Sie steigt auf rd. 1.280 Mrd € bis 2022 an, wenn nicht schnellstens die Notbremse gezogen wird. Und danach sieht es leider nicht aus.

Betont werden mus auch, und das tat der Studien – und Institutsleiter Justus Hacap dann auch, dass die 150 Mrd € die bis Ende 2015 bereits von den Verbrauchern zwanghaft bezahlt werden mussten nicht zu einer Reduktion der CO2 Emissionen geführt haben.

Grafik CO2 Emissionen durch Stromerzeugung vs. EE Stromerzeugung von 2000 bis 2015. Sie zeigt deutlich, dass bisher 150 Mrd € nur umverteilt wurden, bzw. der Kircher der glovalen Erwärmung geopfert wurden. Grafik M. Limburg

Ohne den Autoren mangelnde Kompetenz unterstellen zu wollen, hat sich bisher jedes mal gezeigt, dass Studien dieser Art immer zu optimistisch ausfielen. Es ist zu daher befürchten, dass wohl eher die etwas höheren EIKE Zahlen zutreffen (werden) als die der Studie.

Die Studie kann




Septemberrückschau die 2.: Weil Deutschland sich nach seinem schlechten Wetter sehnt, war der September extrem

Temperaturen Deutschland

Dies beginnt mit dem langfristigen Temperaturverlauf des Septembers in Deutschland seit 1750 (Bild 1). Im Kern sind es die gleichen Daten wie im Bild 1 der Septemberrücksschau 1, nur etwas anders dargestellt.

Bild 1 Globale September-Jahrestemperaturen Deutschland von 1750 – 2016. Jahreswerte und 30-Jahre-Mittelwert. Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.

Deutlich ist zu erkennen, dass man am wichtigen 30 Jahre-Mittel nichts erkennt, zumindest keinen Klimawandel. Der meteorologisch wichtige 30-Jahre Mittelwert hat genau den Wert des Jahres 1960 und vor allem, er war nie darüber.
Unbesehen ist der September an der oberen Spanne der Septembertemperaturen gewesen, aber die gab es schon im Jahr 1947 und wie man deutlich sieht, „liebt“ der September sprunghafte Temperatur-Veränderungen, denn im letzen Hitzejahr war er verblüffend kühl.

Das kann man natürlich auch anders darstellen, wie es wetteronline zeigt. Dabei sind die Angaben nicht falsch; es wird nur nicht gesagt und gezeigt,dass es diese Wärme bereits im Jahr 1947 gab:

Septemberrückblick: … Mit einer Durchschnittstemperatur von 16,8 Grad war der September 3,5 Grad wärmer als im Klimamittel der letzten 30 Jahre. Damit gehört er zu den vier wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Bild 2 Septembertemperaturen. Quelle: wetteronline

Nicht so ganz der AGW-Theorie scheint es zu entsprechen, dass die gesamte Temperaturerhöhung des Septembermonats von 1912 bis 1947 statt fand und seitdem stagniert, wie auch, dass die niedrigen Temperaturen geblieben sind und sich nur die hohen verändert haben, also eine starke Asymmetrie vorliegt, die das CO2 sicher nicht erzeugen kann. Aber es wird bestimmt genügend Studien geben, die belegen, dass es sich dabei um eine Fehlinterpretation der alleine gültigen AGW-Theorie handelt.

Nun heist es, die Extreme würden immer mehr zunehmen. Dazu eine Grafik der Differenztemperatur zum Vorjahr. Zumindest der September hat (wie bei der Temperatur) noch nichts von zunehmenden Extremen „mitbekommen“.

Bild 3 September-Temperaturdifferenz zum Vorjahr (Deutschland von 1750 – 2016). Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.

Die folgenden Langzeit-Temperaturverläufe von Deutschland sind informell, um es jedem zu ermöglichen, den „Deutschland bereits schlimm heimsuchenden Klimawandel“ zu suchen.

Bild 4  Zeitreihe der Lufttemperaturen in Deutschland 1750 – 2015 mit 30-Jahre gleitendem Mittelwert. Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

Bild 5 Jahreszeitliche Temperaturverläufe von Deutschland 1750 – 2016, Jahreswerte und 30 Jahre gleitender Mittelwert. Der Sommer hat einen Offset von +2 Grad, der Herbst von +4 Grad (aber alle Differenzen sind im gleichen Maßstab). Die kleinen, roten Rechtecke am rechten Rand kennzeichnen +0,5 Grad zum Mittelwert. Die rote, gestrichelte Linie kennzeichnet den (wahrscheinlichen) Beginn des Klimawandel-Mittelwertes im Jahr 1909. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten erstellt .

Temperaturen Welt

Einige wissen es nicht, es gibt zwei „konkurrierende“ Temperaturen der Erde. Wie sich diese aktuell unterscheiden, zeigt Bild 6.

Bild 6 Globale Temperatur-Anomalien GISS und HadCRUT 1990 – Sept. 2016, jeweils mit 30-Jahre Mittelwert. Anhand der Originaldaten vom Autor erstellt.

Interessant ist natürlich immer, wie es mit dem „Hiatus“ aussieht, deshalb dieser anhand der zwei Datensätze in den folgenden Grafiken gezeigt.

Der GISS-Datensatz zeigt aktuell gegenüber dem Jahr 1998 eine (nicht messbare) Erhöhung von +0,1 °C,

Bild 7 GISS Globaltemperatur mit 30-Jahre Mittelwert. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt.

Der HadCRUT-Datensatz zeigt praktisch den Wert direkten Wert vom Jahr 1998. Dafür war dem vom Jahr 2007 darüber. Im September hatte die Erde damit genau die Gleiche Temperatur wie im Jahr 1998. Wenn man davon ausgeht (was allgemeiner Konsens ist), dass die Spitzen der letzten Jahre einem sehr starken El Nino geschuldet sind, kann man weiterhin von einer „Erwärmungsunterbrechung“ sprechen. Übrigens ist der HadCRUT-Datensatz der vom IPCC verwendete und damit (nach Prof. Rahmstorf, PIK) der „offizielle“ dieser Erde.

Bild 8 HadCRUT Globaltemperatur mit 30-Jahre Mittelwert. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt.

Wesentlich deutlicher wird dies anhand von Satellitendaten. Der UAH-Satellitendatensatz der unteren Troposphäre zeigt seit 1998 keinerlei „Klimawandel-stetige“ Erwärmung. Das ist deshalb interessant, da dieser keine Wärmeinseleffekte aufweisen kann (Anm.: Der RSS-Datensatz zeigt ein praktisch identisches Bild).

Bild 9 UAH Satellitenmessung, Globaltemperatur der unteren Troposphäre. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt.

Niederschlag im September

wetteronline meldete mit dem Bild 10 über den September: In den letzten 30 Jahren waren nur die Septembermonate 2006 und 1997 noch trockener,

Bild 10 Niederschlag September seit 1986, Quelle: wetteronline

Wie der Septemberniederschlag allerdings wirklich aussieht, wenn man es ehrlich darstellen wollte, zeigt die folgende Grafik des langfristigen September-Niederschlagsverlaufs von Deutschland.

Bild 11 September-Niederschlagsverlauf von Deutschland seit 1881, mit überlagertem Bild 10. Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

Auf einmal sieht man, dass die Angaben von wetteronline nicht falsch sind, aber sicher nicht die richtige Information bieten.
Unabhängig davon, lässt sich auch am September-Niederschlagsverlauf kein Klimawandel erkennen.

Stürme

Erwähnt sei eine aktuelle Studie des PIK. Dieses Institut „musste“ herausfinden, dass die vorhersimulierten, immer häufigeren und schlimmeren Stürme zumindest auf der Nordhalbkugel nicht zu finden sind:
kaltesonne: PIK endlich einmal mit guten Nachrichten: Sturmaktivität der nördlichen mittleren Breiten hat signifikant abgenommen

Zum Abschluss noch ein Blick zu den „Klima-rettenden“ Neuen Energien

Im vergangenen September haben die Neuen Energien ihre absolute Nutzlosigkeit demonstrativ unter Beweis gestellt. Angeblich liefern diese bereits 35 % des Strombedarfes – allerdings eben nur nicht dann, wenn daran Bedarf ist. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis das, was ein Australischer Bundesstaat gerade erlebte auch in Deutschland Wirklichkeit wird: Ursache für einen Blackout in einem ganzen Bundesstaat in Südaustralien: völlig verfehlte Klimawandel-Energie-Politik.

Jedenfalls ist von „sicherer“ Versorgung und der angeblichen „Grundlastfähigkeit“ keine Spur zu sehen, was unsere Politikkaste in Berlin (sie werden ja unter anderem von Frau Kemfert beraten und hören auch auf viele NGOs, die Deutschland mit Begeisterung vorschreiben, wie es sich zu verhalten hat) nicht davon abhält, ein grundlastfähiges Kraftwerk nach dem anderen zur Erfüllung ihrer ideologischen Ziele zwangs-abzuschalten.
Frankfurter Allgemeine 02.07.2015: Koalition beschließt Abschaltung von Kohlekraftwerken

Bild 12 Septemberganglinien der Neuen Energien (ohne Biogas) und Verbrauch. Quelle: Agora

Fazit

Auch im September nichts Neues im Klimawandel-Zirkus. Er ist immer noch nicht angekommen, wird dafür aber um so eifriger bekämpft.

Wurde etwas vergessen – zum Beispiel die 100 % Zustimmung zum Klimavertrag im Bundestag? Nein – siehe hier!

Nachtrag

Klimaretter.Info, die Seite für konsequente Desinformation meldete gerade: „Wärmster September in Deutschland“, obwohl das Jahr 2006 genau die gleiche Temperatur von 16,9 Grad hatte.
Klimaretter.Info hat „übersehen“, dass der DWD den September 2016 zusammen mit dem Jahr 2006 listete und lies das Jahr 2006 in seiner Überschrift einfach weg.
DWD-Meldung: September 2016
Der September 2016 war ein ausgesprochen warmer, trockener und sonnenscheinreicher Herbstbeginn (meteorologischer Herbst: September bis November). Zusammen mit 2006 war es der bisher wärmste Septembermonat seit dem Beginn der flächendeckenden Messung im Jahr 1881.

Die Septembertemperatur:
Der DWD hat seit der Editierung meines Artikels den Septemberwert 2016 von ursprünglich 16,8 Grad (so stand er am 2.10.) nachträglich auf 16,9 Grad erhöht. Damit ist es gelungen, einen höheren Wert als 1947 mit 16,8 Grad zu „erzeugen“.
Doch es bleibt dabei: Seit 1947 gibt es keinen messbaren Unterschied des September-Spitzenwertes (eine moderne, sorgfältig geeichte Messstation hat eine Ungenauigkeit von +-0,2 Grad).




Eine schlechte Nachricht: Ausgerechnet die einzigen, derzeit verfügbaren Großspeicher der Energiewende – Stauseen – verschlimmern massiv das Klima

Klimaretter.Info, die (Des-)Informationsseite unserer Klimaberaterin berichtete sofort darüber: [1] Klimagas staut sich in Stauseen

Die weltweiten Treibhausgasemissionen könnten deutlich höher sein als bisher angenommen. Ein internationales Team aus Wissenschaftlern hat herausgefunden, dass in Staudämmen Unmengen an Methan und weiteren klimaschädlichen Gasen in Form von Blättern und weiterem organischen Material lagern.
Das klimaschädliche Gas entsteht nicht nur in Kühen, sondern auch als Produkt von chemischen Prozessen am Grund der zahlreichen Stauseen überall auf der Welt, wo sich unter anderem Blätter ansammeln und verrotten.

Zum Glück strotz der Artikel von „Wenn und Abers“. Und er hat nicht selbst geforscht, sondern nur Studien gesichtet: „ … Nach ihren Angaben fasst die Studie die Untersuchungen zum Vorkommen von Methan und weiteren Gasen aus den vergangenen 15 Jahren zusammen“,

Ausgerechnet Methan, welches bis zu 35 Mal schlimmer auf das Klima wirkt, als das dagegen eher „beschauliche“ CO2, wie es eine Fachfrau des WWF vor Jahren gerade noch rechtzeitig vor einem Klimagipfel dem Spiegel berichten konnte [3].
Das ist natürlich eine glatte Erkenntnis-Bombe auf die Verniedlicher des schon immer währenden, sich wandelnden Klimas, welche sich doch immer wieder erdreisten, auch die Methangefahren aus der Natur zu verniedlichen [7].

Wie so etwas fundamental Wichtiges vom IPCC 15 lange Jahre übersehen werden konnte, obwohl es in Studien bereits hinterlegt war und das weltweite IPCC-Team alleine zum 5. Sachstandbericht 9.200 peer-reviewte Studien (Quelle: WIKIPEDIA) genauestens sichtete, bleibt wohl ein Rätsel der (AGW-)Klimageschichte. Aber ganz gleich, wer an diesem desaströsen Übersehen Schuld hat, die zukünftige Klimageschichte muss nun ganz klar schon wieder, und wieder viel apokalyptischer umgeschrieben werden. Ein dickes „Lob“ geht an das emsige Rund-um die-Welt-Team – nicht zu vergessen Klimaretter.Info – , welche dies gerade noch rechtzeitig vor dem Klimatreffen in Marokko zu publizieren geschafft haben.

Was machen nun die Neuen Energien mit ihrem Grundlast- und Speicherproblem?

Greenpeace, WWF, BUND, eigentlich alle um das Klima wirklich Besorgte, werden auf diese grausame Erkenntnis hin nun im Eisbärenkostüm vor den vielen Staumauern der Alpen demonstrieren und den sofortigen Rückbau fordern (müssen). Nichts mehr mit dem Speichern hinter Staumauern in Norwegen, nicht einmal mehr über Zertifikate rund um die Welt.
Damit stirbt das einzige, bisher existierende und funktionierende System zur Stromspeicherung im großen Maßstab und natürlich auch das bisher einzige mit größerem Grundlastvolumen im EEG-Umfeld.
Konsequenz: Das EEG steht mit dieser Entdeckung der Washington State University und von Klimaretter.Info vor einem technischen Desaster, für das nur noch eine Hoffnung bleibt: Man kann man davon ausgehen, dass die Fachfrau für Klima und EEG, Frau. C. Kemfert, auch dafür eine erlösende Rettung finden wird.

Für den kleinen, vom EEG schon arg getroffenen Bürger kann es trotzdem auch ein Vorteil sein, den er vorher nie geahnt hätte – einen EEG-Kostenrückscheck an jedem Weihnachtsabend.

Ein Verein „Bürgerlobby Klimaschutz“ hat ein Modell entwickelt, welches vorsieht, dass der brav CO2 minder-verbrauchende Bürger für seinen Sparfleiß eine CO2-Rückzahlung erhält:
Bürgerlobby Klimaschutz, Informationsbroschüre: [4] „Die ärmeren Haushalte, die im Schnitt weniger Energie verbrauchen und folglich weniger für CO2-Emissionen zahlen müssten als andere, würden dabei gewinnen. Denkbar wäre sogar, dass jeder Bürger etwa vor Weihnachten einen Scheck bekommt – klar, dass davon nicht nur das Klima, sondern auch die Stimmung im Land profitieren würden.“

Bei diesem CO2-Perpetum Mobile würde der Bürger von der zusätzlichen Methanausgasung, die die bösen Staumauer-Rückhaltebecken-Betreiber nun ja (bestimmt) mit massiven CO2 x Methan-Verstärkungsfaktor-Strafsteuern bezahlen müssen, sogar profitieren.
Dem grünen Vordenker in der CSU, Abgeordneter J. Göppel und DEN LINKEN jedenfalls gefällt dieses Konzept[4] [6]. Da es sich bei beiden um immer wichtiger werdende Randparteien handelt, werden sie diese Idee selbstverständlich auch umsetzen.
Also freue man sich schon einmal auf die zukünftigen, jedes Weihnachten automatisch eintrudelnden 400 EUR [6].

Bisher fehlt noch die Information, was man mit den weltweit im Überfluss vorhandenen Seen macht, in denen die gleiche – bisher übersehene – „Methanbombe“ lauert. Bekommt Russland noch rückwirkend einen Klimapreis, weil es gezeigt hat wie man so etwas vorbeugend lösen kann, als es den Aralsee austrocknete?
Fragen über Fragen. Sobald Klimaretter.Info die erlösenden Antworten publiziert, wird weiter berichtet.

Quellen

[1] Klimaretter.Info 30.09.2016: Klimagas staut sich in Stauseen
http://www.klimaretter.info/forschung/nachricht/22011-klimagas-staut-sich-in-stauseen

[2] Washinton State University September 28, 2016: Reservoirs play substantial role in global warming
https://news.wsu.edu/2016/09/28/reservoirs-play-substantial-role-global-warming/

[3] SPIEGEL ONLINE 01.11.2009: Methan wirkt gefährlicher als angenommen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltklima-methan-wirkt-gefaehrlicher-als-angenommen-a-658141.html

[4] Bürgerlobby Klimaschutz, Informationsbroschüre: Hintergrundinfos zu CO2 -Preis und Klimadividende
http://www.goeppel.de/fileadmin/template/goeppel/user_upload/Texte/2016/CCL_D_Handout_CO2-Peis-Klimadividende.pdf?PHPSESSID=bdba87a48086fbeefec1f732c2ad69d7

[5] DIE LINKE: Eva empfängt neue Bürgerlobby für Klimaschutz
http://www.bulling-schroeter.de/eva-empfaengt-neue-buergerlobby-fuer-klimaschutz/

[6] Homepage CSU-Bundestagsabgeordneter J. Göppel: Wer Energie spart, soll belohnt werden, Göppel unterstützt Klimadividende
http://www.goeppel.de/neuigkeiten/nachricht/article//wer-energie.html

[7] kaltesonne: In der Fachwelt durchgefallen: Fragwürdige arktische Methan-Schadensstudie ohne robuste wissenschaftliche Grundlage




Ganz Asien investiert in die Zukunft ! Deutschland dekarbonisiert und ———zerstört sich selbst.

Man mag diesen Auftritt als irrsinnige Übertreibung abtun. Man sollte sich jedoch genauestens ansehen, in welchem Zusammenhang diese neuerliche Attacke steht, und man sollte nicht vergessen, dass die offiziellen Ziele der sogenannten Klima-Politik der Bundesregierung dieser Radikalität nicht nachstehen. Der angepeilte Klimaschutzplan 2050, der bis zu diesem Datum eine 95% ige Dekarbonisierung der Wirtschaft vorsieht, wurde jetzt selbst vom Wirtschaftsrat als ein Horrorkatalog für die Industrie bezeichnet und rundweg abgelehnt. Nachdem die Vorgaben für die Agora-Energiewende bisher leider weitestgehend von allen Teilen der Industrie akzeptiert wurden, fängt man jetzt offenbar an zu begreifen, dass das lediglich ein bescheidener Anfang war und dass weitere Wellen sogenannter Dekarbonisierung vor uns liegen, was, sollten diese Pläne vollzogen werden, nichts weniger bedeuten würde als das Ende Deutschlands als Industrienation. Der Agora- Energiewende soll jetzt die Agora- Verkehrswende folgen. Dem Ausstieg aus der Kernenergie  soll der Ausstieg aus konventionellen Kraftwerken folgen. Gleichzeitig soll der Verkehrssektor in naher Zukunft auf Verbrennungsmotoren verzichten, dann sollen Gas – und Ölheizungen in Neubauten verboten werden. Darüber hinaus wird die Halbierung des Fleischkonsums gefordert und die Einstellung jeglichen Exports von Nahrungsmitteln.

Zum Bild rechts findet man auf der Seite "Die große Transformation"

Das UfU (Unabhängiges Institut für Umweltfragen) empfiehlt unser Buch als Ressource für das Schul-Rahmenthema  Erneuerbare Energien in der Schule,insb. für das Querschnittsthema"Ende des fossilen Energiezeitalters und Transformationserfordernisse" und sieht  Ethik/Umweltethik, Natur und Technik, Wirtschaft, Politische Bildung, Englisch, Philosophie und Sozialkunde als mögliche Fächer, dies mit Hilfe unseres Buchs zu behandeln: 
(siehe hier, UfU-Unterrichtsmaterialien pdf S. 31) 

Man fühlt sich unwiderstehlich an das Zitat Jean Claude Junckers vom 27. Dezember 1999 erinnert: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter—Schritt für Schritt, bis es kein zurück mehr gibt.“

Deswegen ist es lebenswichtig zu begreifen :  wer will das, wer plant das, wer finanziert das?

Die große Transformation—wer will das ?

Was die Ministerin des entsprechenden Ressorts, Frau Barbara Hendricks davon versteht und was nicht, lässt sich schwer sagen. Sie sagt, andere hätten das nicht kapiert. Sie jedenfalls verbreitet, man müsse sowohl den Verkehrssektor als auch den Heizungsbereich einfach elektrifizieren. Das sei zwar anders aber genauso gut. Wie das mit wetterabhängiger Technik, die nicht nur vom Wetter, sondern auch von Subventionen abhängig ist, finanziert werden kann, hat sie noch nicht vorgerechnet. Die naive Schönfärberei der Ministerin bekommt jedoch schlagartig eine ganz andere Färbung, wenn man sich erinnert, was die Professoren Schellnhuber und Messner, die Vorsitzenden des „Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen“ (WBGU), in ihrem Bericht von 2011 mit der Überschrift „ Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ beschrieben haben: Das Ausmaß des geplanten Umbaus sei kaum zu überschätzen und verlange in absehbarer Zukunft nicht weniger als eine globale Ökodiktatur.

Leicht vorstellbar, denn das Rad der Geschichte soll radikal zurückgedreht werden. Zitat aus der Zusammenfassung des Berichts für Entscheidungsträger: “Das Wirtschaftsmodell der vergangenen 250 Jahre mit seinen Regelwerken, Forschungslandschaften, Ausbildungssystemen, gesellschaftlichen Leitbildern sowie Außen-, Sicherheits-, Entwicklungs-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Innovationspolitiken war nahezu alternativlos auf die Nutzung fossiler Energieträger zugeschnitten. Dieses komplexe System muss nun grundlegend umgebaut und auf die Dekarbonisierung der Energiesysteme sowie radikale Energieeffizienzsteigerungen ausgerichtet werden.“ Verständlich, dass auf den folgenden Seiten mehrfach davon die Rede ist, dass diese Transformation einen starken Staat fordere, der gesetzgeberisch und durch Bonus Malus-Lösungen diesen radikalen Umbau durchsetze. Ziel sei eine grundsätzliche Umerziehung, eine Neuordnung der Vereinten Nationen und eine entsprechende „Führerschaft etwa im Weltsicherheitsrat“, aber dazu sei die Zeit noch nicht reif.

All das aber gelte nicht nur für die reichen Länder. Nein, der WBGU fordert genau das gleiche selbst für Entwicklungsländer, dazu auch dort den Verzicht auf Kernenergie und nimmt ihnen damit, sollten sie diesen Ratschlägen folgen, jegliches Recht auf Entwicklung. Zitat: „Auch arme Entwicklungsländer müssen mittelfristig auf einen emissionsarmen Entwicklungspfad einschwenken. Das Zeitalter des auf der Nutzung fossiler Energieträger basierenden Wirtschaftswachstums muss beendet werden…..In einer Reihe von Ländern ist derzeit ein Ausbau der Kernenergie geplant. Davon rät der WBGU dringend ab.“

Natürlich basierte der Fortschritt der letzten 250 Jahre auf Erfindungen, welche die Nutzung fossiler Energiequellen ermöglichten und auf die wir auch zukünftig noch angewiesen sein werden. Dieser Nutzung wiederum verdanken wir, dass längst das Tor zu neuen Erfindungen aufgetan wurde, nämlich dem zukünftigen Bereich der Kerntechnik, einschließlich der noch zu entwickelnden Fusionstechnik. Was würde denn passieren, wenn man jetzt beides, sowohl den Gebrauch fossiler Mittel, als auch den der zukünftigen Technik einfach untersagt, wie der WBGU diktatorisch durchzusetzen wünscht?

Vielen fällt es schwer, das Undenkbare zu denken. Aber der Club of Rome hält den Menschen, wie Jörgen Randers betonte, für ein gefährliches Raubtier, dessen Vermehrung schnellstmöglich rückgängig gemacht werden müsse, weil es unseren Planeten bedrohe.

Agora –Verkehrswende– wer will es, wer finanziert es?

Deutschland scheint zum Versuchsfeld für das „Experiment Transformation“, geworden zu sein wie es vom  WBGU beschrieben wurde. Deshalb gibt es nach der Agora- Energiewende nun die kürzlich gegründete Agora-Verkehrswende. In der Verlautbarung dazu heißt es: „ Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit zentralen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die notwendigen Grundlagen für eine umfassende Klimaschutzstrategie für den Verkehrssektor in Deutschland bis hin zu seiner vollständigen Dekarbonisierung zu erarbeiten.“

Zum Ratsvorsitzenden ernannte man Achim Steiner, einen Mann mit Verbindungen zu entsprechenden diplomatischen Kreisen und zur Finanzwelt der Milliardärs-Stiftungen und Hedgefonds, die, wie eine offizielle Untersuchung des amerikanischen Senats im Juli 2014 darlegte, alle möglichen Umweltschutzaktionen weltweit finanzieren. Dazu gehören in Deutschland auch die Mercator-Stiftung und vor allem die dafür schon bekannte European Climate Foundation, die jetzt gemeinsam das Projekt Agora-Verkehrswende tragen. Schon 2009, als noch wenige überhaupt eine Vorstellung des monströsen Begriffs „Dekarbonisierung“ hatten, finanzierte die European Climate Foundation schon ( nach eigenen Angaben) Aktionen von BUND, Klima-Allianz, Deutsche Umwelthilfe und Campact eV. gegen konventionelle Kohlekraftwerke in Deutschland. Um sich seiner neuen Aufgabe widmen zu können, gab Achim Steiner seinen Posten als Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen in Nairobi auf. Dort hatte er 2006 dieses Amt als Nachfolger von Dr.Töpfer übernommen und zehn Jahre geleitet. Zuvor hatte er von Maritta Rogalla von Bieberstein Koch-Weser für fünf Jahre den Direktorposten des legendären britischen Umweltclubs IUCN übernommen ( International Union for the Conservation of Nature) aus dessen Schoß einst der WWF hervorging. Ein vielleicht nebensächliches aber pikantes Detail ist die Tatsache, dass Frau von Bieberstein Koch-Weser in der Gründungsphase des radikal-ökologischen Vereins Campact.de eine Beraterfunktion inne hatte und verheiratet ist mit Kaio Koch-Weser, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der European Climate Foundation, Berater der Deutschen Bank und ehemaliger Vize und geschäftsführender Direktor der Weltbank. Wie Caio Koch-Weser ist auch Steiner ein Experte für „Green Economy“ and „Green Finance“ und wird als solcher ab 1. September außerdem den Posten des Direktors der Oxford Martin School einnehmen, aus deren Reihen auch der berüchtigte „ Stern-Report“ des Lord Nicholas Stern kam.

Wieso nun ist gerade Deutschland die Zielscheibe? Erstens wohl, weil die Energiewende trotz  unüberwindlicher Probleme widerspruchslos geschluckt wurde. Zweitens aber, weil eine Dekarbonisierung ( sprich Deindustrialisierung ) Deutschlands dem von der Deutschen Bank, der Weltbank und anderen Institutionen schon lange verfolgten Plan zum Umbau der Weltwirtschaft in eine „ Green Economy“ als Beispiel dient.

Ein Blick auf die vom WBGU entworfene Ökodiktatur als auch ein Blick auf den traurigen Zustand der Deutschen Bank wirft die Frage auf: Wieso wollen wir unbedingt auf der Seite der Barbaren und der Verlierer sein? Die Deutsche Bank ist, seit sie die Industrieorientierung zugunsten reiner Geldmacherei aufgab, mit ihrer „ Green Economy“ auf dem besten Weg, zum Notfall zu werden.

 Angesichts des enormen Entwicklungswillens, der besonders durch Chinas Konzept einer „Win Win“-Strategie im Rahmen des „ One Belt-one Road“-Konzepts weltweite Anziehungskraft ausübt, ist schwer vorstellbar, dass dieser Nullwachstumsunsinn außerhalb der Grenzen Deutschlands irgendeine Attraktivität genießt. Schließen wir uns lieber rechtzeitig diesem Ruf nach Entwicklung und Wachstum an. Nur so können wir sicher stellen, dass nicht auch die deutsche Wirtschaft zum Notfall wird.