Profit-Probleme: Solar kann immer noch kein Geld verdienen

Musk war noch nie um eine Vision verlegen, und seine ,Roadmap‘, um sowohl Solarstrom-Erzeugung als auch die Fähigkeit, Strom im Haus (und auf dem Haus) zu speichern, ist sicher ambitioniert. Aber während es das mögliche Ziel sein kann, jedes neu gebaute Haus in Amerika mit Solar-Dachziegeln zu decken, spiegeln Musks erste Schritte jene, die er mit Elektroautos bei Tesla gemacht hatte: Die waren charakterisiert durch eine starke Konzentration auf die Erzeugung eines Luxusgutes, dass Leute mit dem nötigen Kleingeld kaufen wollen.

Der normale Grüne wird sagen, dass der Solartag in der Sonne [solar’s day in the sun] bereits angebrochen ist, und er wird auf die Tatsache verweisen, dass Solar-Installationen während der letzten Jahre stark zugenommen haben, sind doch die Vorlaufkosten gefallen und haben doch Subventionen der Regierung diese Paneele ökonomisch attraktiver gemacht. Aber diese Periode raschen Wachstums könnte zu Ende sein, prophezeien doch Analysten, dass 2017 das Jahr des Solar-Niedergangs sein wird.

Noch wichtiger aber ist, dass es beim wirklichen Test für Musk und der übrigen Solarindustrie nicht darum geht, ob man die Menschen davon überzeugen kann, Solarpaneele zu installieren oder nicht. Sondern es geht darum, ob sie damit Geld machen können. Unglücklicherweise scheint aber Profitabilität immer noch ein ferner Traum zu sein, wie die FI berichtet:

Paneele tauchen auf den Dächern aller Häuser in den USA auf, und etwa 1 Million haben jetzt Solarsysteme. Aber die Industrie ist ein weiteres Opfer des beständigen Fluches erneuerbarer Energie: Obwohl der Markt rasant wächst, erweist es sich als sehr schwierig für Unternehmen, einen zuverlässigen Weg zur Erzielung von Profiten zu finden. …

Der Aktienkurs von Sunrun ist seit Jahresbeginn um 54 Prozent gesunken, der des zweitgrößten heimischen Solar-Unternehmens in den USA Vivint sogar um 67 Prozent. Der Aktienkurs von SolarCity, dem größten US-Lieferanten für häusliche Solarsysteme, sank zwischen Jahresbeginn und Juni um etwa 60 Cent, als der Hersteller von Elektroautos Tesla Pläne bekannt gab, dieses Unternehmen in einem All-Share-Deal im Wert von 2,3 Milliarden Dollar zu kaufen. Anteilseigner der beiden Unternehmen werden am 18. November über die Übernahme abstimmen. …

Berichte über Gewinne von SolarCity und anderen heimischen Solar-Unternehmen in diesem Jahr haben klar gemacht, dass sie vor noch schwierigeren Zeiten stehen … die Barmittelabflüsse der Unternehmen sind gestiegen. Sunrun berichtete von Ausgaben in Höhe von 159 Millionen Dollar durch Aktivitäten in der ersten Jahreshälfte, verglichen mit einem Defizit von 105 Millionen Dollar im Gesamtjahr 2015. Die Barmittelabflüsse von SolarCity waren von 790 Millionen Dollar im vorigen Jahr auf 867 Millionen Dollar in der ersten Hälfte dieses Jahres 2016 gestiegen.

Falls Geld verdienen das Ziel ist – und man mache sich nichts vor, damit Solar einen Einfluss bekommt, muss dies absolut das Ziel sein – dann scheint Musk zumindest auf dem richtigen Weg zu sein. Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und preisgünstige Solarpaneele von zweifelhafter Qualität am Fließband herzustellen und diese dann Verbrauchern der Mittelklasse anzudrehen, wird einen nicht sehr weit bringen (und hinterlässt einen anfällig für die Launen der Politiker, die über die Subventionen zur Stützung dieses Geschäftsmodells befinden). Es gibt Grenzen, wie viel Geld man verdienen kann mit dem Ausnutzen des Appetits von Verbrauchern auf virtuelle grüne Signale.

Angesichts des derzeitigen Standes der Solartechnologie wäre es vernünftiger, die Dollars der Regierung umzuleiten, weg von der Subventionierung der gegenwärtigen Herstellung von Paneelen hin zu Forschung und Entwicklung besserer Systeme, die tatsächlich in der Lage sein könnten, mit anderen, schmutzigeren Energiequellen im Wettbewerb zu stehen ohne großzügige Unterstützung seitens der Regierung. Inzwischen könnten Unternehmen wie SolarCity und Tesla weiterhin jene umwerben, die jetzt nach dieser Art von Produkten fragen und bereit sind, dafür zu zahlen.

Link: http://www.thegwpf.com/solar-still-cant-make-money/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Back to Black

Ich hatte mit Absicht einen Aufruf in meinen ketzerischen Artikel eingebaut, um die Experten aus Umwelt- und Wirtschaftsministerium oder vielleicht sogar Jürgen Trittin oder Claudia Roth persönlich dazu aufzufordern, mir meine frechen Rechnungen um die Ohren zu hauen und mich wieder auf das ökologisch decarbonisierte Gleis zu setzen. Denn wenn meine Regierung etwas beschließt, kann es doch nicht sein, dass ich in einer laienhaften Rechnung zu dem Ergebnis kommen kann, dass der Beschluss in die Katastrophe führt – es muss ein Fehler in meiner Rechnung sein! Aber alle Nachrichten, die mich nach meinem Artikel erreichten (und es waren so einige), gingen in genau dieselbe Richtung – nur fiel in den Rechnungen meiner Kommentatoren die Katastrophe noch größer, schneller und umfassender aus.

Meine Angaben des Wirkungsgrades von E-Autos sei zu hoch, es gäbe noch nicht einmal belastbare Studien zum Einsatz von E-LKW’s, der Wind würde nicht mal halb so zuverlässig wehen, wie ich in meinen Berechnungen angenommen hatte und viele Bürger würden vor allem auch noch Energie zum Heizen ihrer Häuser benötigen…puh! Überall nur negativen Schwingungen. Geht nicht, klappt nicht, können wir nicht…immer wieder diese „Klimaleugner“ und „Alles-genau-Ausrechner“ die so tun, als könne man nicht mal eben vom Dach eines Hochhauses springen und erwarten, gesund unten anzukommen. Doch, das kann man machen! Unsere Bundesregierung ist 2011 gesprungen und sie ist der Meinung, dass der Sturz bis jetzt nach Plan verläuft. Und bis zur Landung ist noch so viel Zeit… bis dahin muss man eigentlich nichts weiter tun, als fliegen zu lernen. Seit Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ wissen wir, das man fliegt, wenn man beim fallen den Boden absichtlich verfehlt – wie man sieht, liest die Bundesregierung wichtige Werke der Weltliteratur!

Dabei hatte ich wirklich auf die Hilfe der Klimaschutz-Elite gehofft. Ich meine, da erblicken ganze Parteien, Ministerien, Bundesregierungen und UN-Organisationen den Klimawandel und legen fest, dass der sich gefälligst verpissen muss und dann lassen die mich hier in meinem Blog argumentativ einfach so im Stich, wenn ich der skeptischen Welt zeigen will, dass es da einen Plan gibt! Den großen Plan, Sie wissen schon…Klimawandel, Erderwärmung, Eisbären, Tuvalu retten (schon wegen der Topleveldomain .tv), 2°-Ziel, Cumbaya! Aber niemand aus dem Elfenbeinturm der kindlichen Kaiserin Angela meldete sich bei mir, niemand erläuterte mir die Umbau-Pläne, zeigt mir die geplanten Energiespeicher oder beruhigt mich mit den Worten „die Regierung passt auf dich auf, die werden schon wissen, was sie tun“. Und nicht nur ich wartete vergeblich auf erleuchteten Energiewende-Sachverstand. In einem Internetforum für Elektroautos wurde mein Artikel den Lesern „zum Fraß“ vorgeworfen. Man solle doch bitte „den“ oder besser noch „die Fehler“ finden…doch niemand wollte zubeißen und es fand bisher auch niemand „den Fehler“.

Als im Jahr 2000 die UMTS-Frequenzen versteigert wurden, schwärmten ganze Heerscharen von „Beratern“ durch das Land, um den Menschen zu erklären, wie toll die Welt mit UMTS sein wird. Nur zur Erinnerung: UMTS ist ein heute veralteter 3G-Mobilfunk-Standard, nach dem heute, 16 Jahre später, kein Hahn mehr kräht. Und jetzt, wo es nicht nur um ein paar überteuerte Mobilfunkfrequenzen geht, sondern um den kompletten Umbau unserer Gesellschaft, gibt es solches Sendungsbewusstsein nicht? Gibt es nichts zu erklären? Ist allen Beteiligten wirklich klar, in welche Richtung die Reise geht?

Stumme Hilferufe der Automobilindustrie

Ob ich denn etwas gegen Elektroautos hätte, wurde ich nach meinem letzten Artikel auch gefragt. Nun, ich habe etwas gegen Grünkohl und bin ehrlich froh, dass dessen Anbau nicht stärker subventioniert wird, als der anderen Gemüses. Elektroautos sind für mich wie Grünkohl – reine Geschmackssache. Und mal ehrlich: wir können doch froh sein, dass Grünkohl noch nicht das einzige Gemüse ist, dessen Anbau und Verzehr in Deutschland zulässig ist, oder? Ich bin ja eher der Spargel-Typ – aber sagen Sie das bitte nicht weiter!

Die Firma Tesla meldet gerade, dass sie mit dem Verkauf ihrer teuren Spielsachen erstmals seit drei Jahren Gewinn gemacht hat. Dazu kann man Elon Musk nur gratulieren und jeder Tesla-Fahrer, der seinen Öko-Sportwagen neben Hummer und Lamborghini in der Garage stehen hat, wird sich auch freuen. Gleichzeitig meldete die Firma Audi, aus der le Mans-Rennserie auszusteigen, in der man jahrelang so große Erfolge feierte. Als Begründung gab Rupert Stadler, der Vorstandsvorsitzende von Audi an „Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus“. Das klang elektrisch, elektrisierend klang es nicht. Dabei kann der VW-Konzern eine Image-Verbesserung in Sachen Umwelt ganz gut brauchen, aber den Kunden deshalb gleich wichtiges Identifikationspotenzial zu entziehen…? Kein „Vorsprung durch Technik“ mehr? Ist es Resignation? Oder lief im Hintergrund ein Deal, der VW vor Schadensersatzansprüchen in Europa bewahrt, wenn man sich im Gegenzug als Zugpferd vor den Karren der Elektromobilität spannen lässt? Die rosigen Marktaussichten können es kaum sein, sprechen die stagnierenden Zulassungszahlen für E-Autos in Deutschland trotz staatlicher Fördermilliarden doch eine eindeutige Sprache. Noch nie hat eine deutsche Industrie freiwillig einen Weg eingeschlagen, der ihr nicht unmittelbar Vorteile brachte. Die heilige Kuh namens „Shareholder Value“ ließ das nicht zu. Vermutlich ist also wirklich Erpressung im Spiel – und der klammheimliche Umbau einer Markt- zu einer Planwirtschaft.

Die lautere Wahrheit

Jede Rechnung, die ich mit von Experten korrigierten Zahlen und realistischeren Annahmen anstelle, kommt noch weit unter meinem eigenen, katastrophalen Ergebnis heraus. Ich möchte diesmal nicht zu sehr ins Detail gehen, deshalb nur die wichtigsten Aspekte. Zunächst zum Wind, denn dort war ich wirklich besonders großzügig! Von 3000 Volllaststunden pro Jahr ging ich aus, dabei kommt das langjährige Mittel mit Mühe auf die Hälfte! Für Offshore sieht es natürlich etwas besser aus. Dann der Materialaufwand, die Anlagen zu bauen. Um etwa 100.000

Anlagen zu errichten, bräuchte es zwei Jahresproduktionen Kupfer, etwas mehr als eine halbe Jahresproduktion Stahl und eine Jahresproduktion Zement. Rechnet man dann zusammen, wieviel CO2 allein bei der Produktion und Errichtung der Windanlagen erzeugt wird, schiebt man einen gewaltigen Klimaschuldenberg vor sich her, der in keiner Berechnung der Ministerien vorkommt. Dann ist da noch die Effizienz und das Problem, dass wir Strom nicht in ausreichender Menge speichern können – und mit den vorhandenen Speicherverfahren so große Energieverluste haben, dass wir locker dreimal so viel Wind- oder Sonnenkraftwerke bauen müssten, um diese Verluste auszugleichen, als wir in meiner optimistischen Rechnung sowieso schon aufstellen müssten. Die mangelnde Effizienz bringt mich zu einer der größten Lüge der Energiewende.

Die Lüge von der veredelte Energie

Natürlich kommt auch in den Strategiepapieren des Umweltministeriums die zeitlich ungewisse Verfügbarkeit der erneuerbaren Energieträger Sonne und Wind vor. Deshalb mangelt es im Gesangsbuch der Kirche der unbefleckten Energieerzeugung auch nicht an Kampfbegriffen, die suggerieren sollen, dass es da schon etwas gäbe – man müsse es nur noch ein wenig verbessern, fest daran glauben und dann schnell mal eben so bauen. Zwei Begriffe stechen dabei hervor: Pumpspeicherkraftwerke und „Power to Gas“. Die Pumpspeicherkraftwerke sehen zunächst wie eine sinnvolle Maßnahme aus, zumal der Energieverlust nur 20-30% beträgt. Allerdings ist der Bau nur in bergigen Gegenden möglich (Herr Seehofer, aufgepasst), weil man ein möglichst großes Gefälle braucht. Der Flächenbedarf ist zudem so riesig, dass man mehrere solcher Anlagen von der Fläche des Bodensees bräuchte, um den Energiebedarf Deutschlands für mehrere windfreie Tage zu decken. Nicht durchsetzbar.

Das hipp klingende „Power to Gas“ ist eine noch verrücktere Sache. Kurz gesagt spaltet man dabei mit dem überschüssigen Strom aus der Windkraft Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff und erzeugt dann mithilfe von CO2 Methan, das man entweder in das ganz normale Stadtgasnetz einspeisen kann, oder an Ort und Stelle speichert und mittels Gasturbine wieder zu Strom verarbeitet, wenn es nötig ist. Der Prozess ist allerdings so energieaufwendig, dass etwa 75% der eingesetzten Energie verloren geht! Derzeit kostet eine kWh auf diese Weise erzeugten Stroms EINEN EURO! Im großen Maßstab also auch nicht durchsetzbar, das direkte Verbrennen von Geld wäre sicher effektiver!

Interessanterweise spricht man bei beiden Speichervarianten euphemistisch von „Stromveredelung“, ganz so, als würde hier aus schnödem Strom etwas Besseres, Reineres gemacht. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Jeder Physikstudent im Erstsemester kann Energieformen so einordnen, dass eine logische Rangfolge der Möglichkeiten entsteht, die Energie für Arbeit zu verwenden. Am unteren Ende logiert unumstritten die Wärmeenergie. Denn sie ist ungerichtet und chaotisch. Deutlich weiter oben in der Rangfolge haben wir die elektrische Energie. Gerichtet, vielseitig einsetzbar, geordnet. Von „Veredlung“ kann man sprechen, wenn man aus chemischer Energie (Gas) durch Verbrennung (Gasturbine) kinetische Energie macht (Antriebswelle) und diese in elektrische Energie (Generator) verwandelt. Der Wirkungsgrad der Prozesse nimmt dabei zu. Wenn man aber wie bei „Power to Gas“ elektrische Energie dafür verwendet, chemische Energie zu erzeugen, nur um diese dann wieder in Wärme umzuwandeln, die man dann wieder zu elektrischer Energie macht, kann man wohl kaum von „Veredelung“ sprechen – Energievernichtung trifft es eher (auch wenn das laut Energieerhaltungssatz natürlich unkorrekt ist). Mit Hilfe von Elektrizität Wärme zu erzeugen ist denn auch die denkbar dümmste Art, Strom zu verwenden. Das kann auf der Kostenseite jeder bestätigen, der im Winter elektrisch heizen muss – oder der Fahrer eines E-Autos, der es auch im Winter schön warm haben möchte in seinem Fahrzeug und dafür mit Reichweite bezahlt.

Ein weiteres Argument gegen meine Rechnung könnte sein, dass ich mich hier beispielhaft auf die Windenergie kapriziert habe, es aber noch so viele andere Möglichkeiten gibt, Strom aus erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen. Man könnte dieselbe Rechnung aber mit jedem anderen erneuerbaren Energieträger gleichermaßen anstellen, es käme nichts Anderes als Murks dabei heraus. Das bedeutet aber, dass auch jeder denkbare Mix aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse ebenfalls nicht funktionieren kann. Murks mal Murks plus Murks ist Murks!

Klimawandel – die neue, universelle Kirche für Christen und Atheisten

Vom 7.-18. November dieses Jahres kommen sie wieder alle zusammen, die Kirchenfürsten der Klimareligion, um sich dieses Mal in Marrakesch zu ihrem jährlichen Konzil zu treffen. Tausende Kleriker, Jünger und Bedienstete aus aller Herren Länder werden auf ihrem Weg dorthin mit Business-Class-Jets abertausende Tonnen CO2 in die Luft blasen, um in angenehmer Umgebung unter Gleichgesinnten zu sein, zu schlauen Reden zustimmend zu nicken und Pläne für das Leben nach dem Tod jenseits der Klimaerwärmung zu schmieden. Und weil eine gute Religion ohne Ablasshandel nicht funktioniert, bietet die Kirche auf der Webseite der COP22 auch gleich ein Tool an, mit dem man ermitteln kann, wieviel man in welche Projekte investieren soll, um diese Menge CO2 wieder abzugelten. Bei mehreren tausend Tonnen CO2 für eine Delegation mit langer Anreise wie z. B. aus Kanada, kommt schon eine Menge sündhaftes Reisen zusammen! Empfehlungen und Absolutionen gibt’s dann per Mail, wer sich also registrieren möchte…aber Vorsicht! Mit ein paar „Ave-Maria“ schaffen Sie Ihre Sünden nicht aus der Welt!

Zum festen Bestandteil dieses Klima-Wanderzirkus gehören übrigens jede Menge sogenannter „Journalisten“, die, entsprechend ihrer Berufsethik, „unvoreingenommen und neutral“ von den Vorgängen und Beschlüssen berichten. Allerdings werden nur Journalisten zur Hofberichterstattung akkreditiert, wenn sie „hilfreich“ sind. Hilfreich, werden Sie sich fragen? Seit wann ist es die Aufgabe eines Journalisten, „hilfreich“ zu sein? Und wer legt fest, ob jemand oder etwas hilfreich ist? Im deutschen Literaturbetrieb wäre die Antwort klar, dort legt die Kanzlerin fest, was hilfreich und welches Buch von Thilo Sarrazin es nicht ist. Aber wie ist das bei einer UN-Organisation wie der UNFCCC, der United Nations Framework Convention on Climate Change? Dort darf der Sprecher dieser UN-Organisation, Nick Nuttall, festlegen, welche Journalisten es einfach nicht wert sind, von einem heiligen Ereignis wie dem Klimakirchenkonzil zu berichten, wenn sie wie die Mitarbeiter von Rebel Media nicht zu den Gläubigen gehören. Kritische Berichterstattung? Zensiert! Welche Art Journalisten den Beschlüssen der UNFCC andächtig und unvoreingenommen lauschen dürfen, zeigt dieser kleine Videoausschnitt, der die Sekunden nach der Verkündung der Beschlüsse der 21. Klimakonferenz im Jahr 2015 in Paris einfängt. Zu sehen ist nicht die Zuschauertribüne, sondern der Presseraum! (Das ganze Video, zu dieser dreisten UN-Zensur hier)

 „Was man dem Unbewussten als wahr übermittelt, wird wahr.“ (vielleicht der eine, unbestreitbar klare Gedanke des Joseph Murphy. Philosoph, Hobbypsychologe, Spinner und nicht der Entdecker von Murphys Law)

Hilfreich sei der Mensch, ökologisch und gut

Die gute Absicht, nichts weniger als die Welt zu retten liegt wie eine karamellisierte Zuckerkruste auf einer Creme Brulee über den Handlungen der Klimaretter. Doch sie bekommt langsam Risse und weicht hier und da bereits auf. Darunter kommt die schaumig aufgeschlagene Substanz zu Tage. Und jede Menge Peinlichkeiten, wie zum Beispiel ein Video aus dem Jahr 2014, in dem ausgerechnet der Klima-Oberzensor der UN, Nick Nuttall mit Musik und nicht weniger peinlicher deutscher Begleitung das Weltklima retten wollte. Falls Sie das Video sehen und sich fragen, ob das ein Scherz sein soll…ist es nicht!

Das Weltklima ist ein dankbarer Gegner, gegen den man im Kampf nur gewinnen kann. Denn wenn im Jahr 2050 die Durchschnittstemperatur um 4° statt nur um 2° gestiegen sein wird, werden die Klimaretter voller Stolz verkünden, dass es nur dank ihrer unermüdlichen Konferenzen nicht 5° geworden sind. Es ist vollkommen egal, in welche Richtung sich das Erdklima entwickelt, die Klimaschützer sehen sich auf dem richtigen Weg. Ich frage mich allerdings, was wohl passieren würde, wenn die Klima-Auguren plötzlich eine Abkühlung des Klimas von drei Grad vorhersehen würden und eine Eiszeit Kanada, Norwegen und Russland bedrohte? Würden wir noch heute die Filter aus den Kraftwerksschloten entfernen, Mindestquoten für CO2-Ausstoß für jeden Bürger festlegen, eine Sondersteuer auf Emissionsfreie Elektroautos erheben und das Fahrradfahren verbieten? Eine Eiszeit ist laut 100.000-Jahre-Zyklus schließlich längst überfällig, was wäre also, wenn Kanada, Norwegen und Russland ihr Überleben nur der Tatsache verdanken, dass der CO2-Ausstoß ungebremst weitergeht? Man wird ja mal fragen dürfen…

Manche Medien, besonders die unabhängigen wie Rebel Media, wagen es immer häufiger, die aufgeregte Klimawandel- und Energiewendedebatte kritisch zu hinterfragen. Und Skepsis ist angebracht, wie eigentlich bei jedem Thema, das dem Bürger als „alternativlos“ verkauft wird. Wenn wir Denkverbote zulassen und uns an Zensur gewöhnen, wie die UN sie in der Klimadebatte ausübt, besteht die große Gefahr, dass Irrwege nicht rechtzeitig erkannt werden, weil alle Beobachter wie die Lemminge einem Dogma hinterherlaufen – auf einem Weg, der in den Abgrund führt. Und der Fall in Richtung „Boden der Tatsachen“ ist leider nicht lang genug, als dass die Evolution uns die nötigen Flügel wachsen lassen könnte.

Wenn die Lichter erst ausgegangen sind, ist es zu spät. Dann sitzen wir dauerhaft im Dunkeln.

Die passende Stimmung zum Text und zur Energiewende:
Amy Winehouse, Back to Blac

Übernommen von Roger Letsch´s Blog Unbesorgt hier 




Aus dem Lehrbuch zur Erzeugung von Klimaalarm Teil 2: So viel Meerespegel und Stürme hat es vor dem Klimawandel nie gegeben

Bild rechts: Klima-Lügendetektor auf den Klimaretter.Info verweist.
Im dpa-Artikel war ein Land „betroffen“, von dem die Hintergrundinformationen im Detail recherchierbar sind – und trotzdem weder die dpa, noch eines der publizierenden Medien interessierte -. Man kann ahnen, wie „wahrhaftig“ die (nicht recherchierbaren) Informationen aus den 3.Welt-Ländern sind und werden, wenn um die Verteilung der Milliarden aus dem Klimafonds gekämpft wird.
Wer annimmt, eine solch geballte Falschinformation wäre in Deutschland nicht möglich, wurde durch die jüngste Pressemeldung 27/2016 des Umweltbundesamtes vom 12.09.2016: „Globale Temperaturrekorde und Sturzfluten in Deutschland“ erneut eines Besseren belehrt. Allerdings übernehmen in Deutschland nicht wie in den USA oft lokale Politiker (um Projektgelder anzuzapfen) den des-Informationspart, während Regierungsstellen sehr wohl tatsachengetreu analysieren, sondern bei uns sind es Regierungs-Fachstellen selbst, welche solche Desinformationen aus politischen Gründen bewusst publizieren. Anmerkung: Die Rezension zu dieser Pressemeldung erscheint ebenfalls in Kürze auf EIKE (wahrscheinlich noch vor diesem Artikel).

Was kam im Teil 1

Im Teil 1 (den man vorher gelesen haben sollte) „Aus dem Lehrbuch zur Erzeugung von Klimaalarm Teil 1 Kapitel: Wie macht man 13,1 Millionen Amerikaner zu Klima-Betroffenen“ wurde gezeigt, wie man durch entsprechende, vollkommen unrealistische und hypothetische Annahmen 12,1 Millionen klimabedrohte US-Einwohner „zaubert“. In diesem Teil 2 geht es um die Hintergründe zu den weiteren Aussage der dpa-Zeitungsmeldung.

Die dpa-Zeitungsmeldung (Wiederholung von T1)

Zeitungsartikel (Auszüge): [2] Klimawandel bedroht US-Küsten: Millionen Menschen betroffen (dpa)
Anmerkung: Die (angeblich) betroffenen 13,1 Millionen US-Amerikaner wurden im Teil 1 analysiert.
Washington. Überflutungen, Küstenerosion, extreme Stürme – der Klimawandel kann zu einem ernsten Problem auch für die amerikanische Bevölkerung werden.
13,1 Millionen US-Amerikaner sollen bis Ende des Jahrhunderts unmittelbar vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein, prognostiziert Geograf Mathew Hauer von der Universität Georgia mit seiner Forschungsgruppe in einer aktuellen Studie. …

Anmerkung: Mit den nun folgenden Angaben befasst sich der vorliegende Teil 2:
Der Meeresspiegel werde bis dahin im Durchschnitt pro Jahr um 4,6 Millimeter steigen.
Ob zunehmende Dürren in Afrika, Hitzewellen in Südeuropa oder schwindendes Packeis in der Arktis – weltweit wirkt sich der Klimawandel in einer Vielzahl von Umweltveränderungen aus. Vor allem das drohende Versinken von Südseeinseln ist ein Symbol für die Folgen der globalen Erwärmung geworden.
Auch in den USA machen sich die Auswirkungen bemerkbar.
Im Bundesstaat Alaska hat das Government Accountability Office (GAO) 184 Dörfer bereits 2009 offiziell als überflutungsgefährdet eingestuft, 31 davon seien unmittelbar bedroht. Es bezieht sich in seinem Bericht ausdrücklich auf den Klimawandel.
Eines dieser Dörfer ist Shishmaref. Ein Großteil der Strände ist bereits überspült – es gibt kein neues Bauland mehr für die Bevölkerung. Vor kurzem hat das kleine Inuitdorf per Volksentscheid einen Komplettumzug von einer Insel aufs Festland beschlossen. Ob dieser Umzug tatsächlich realisiert werden kann, ist eine Frage des Geldes.
Viele Orte kämpfen mit Küstenerosionen, so auch das 500-Seelendorf Duck in North Carolina. Nicht nur die Erosionen, auch die Stürme seien zu einem ernsten Problem geworden, sagt Ducks Gemeindedirektor Christopher Layton am Telefon.
Anmerkung: Auf Klimaretter.Info wurde diese Meldung wiederholt[12].

Teil 2: Diskussion der weiteren, im Artikel gelisteten Klimawandel-Bedrohungsszenarien

Der Meeresspiegel werde bis dahin im Durchschnitt pro Jahr um 4,6 Millimeter steigen

Obwohl diese Angabe direkt im Anschluss der Studien-Erwähnung erscheint, findet sich in der angezogenen Studie von Herrn Hauer weder in [4] noch in [3] eine entsprechende Angabe. In beiden Unterlagen (der gleichen Autoren) wurde der Wert von 13,1 Millionen Betroffenen mit einem Pegelanstieg von 22 mm / pa simuliert (im Teil 1 beschrieben).
Der Anstieg von 4,6 mmm / pa ergäbe bis zum Jahr 2100 eine Pegelerhöhung von 39 cm, was weder apokalyptisch ist und genau dem mittleren IPCC-Wert der niedrigsten Simulationsstufe entspricht. Somit könnte man diese Angabe unberücksichtigt lassen. Weil man aber schon einmal beim Analysieren ist, anbei der Versuch, daraus doch noch einen „Sinn“ abzuleiten.
Ein solcher ergibt sich mit der Annahme, dass diese Angabe auf den im weiteren Verlauf des dpa-Artikels genannten Ort DUCK bezogen sein könnte, der angeblich so unter dem Klimawandel leidet.

Der Pegel-Sonderfall an der Küste von DUCK – North-Carolina

Der Ort DUCK (Bilder 1 und 2) in North-Carolina wird öfter in Verbindung mit (Klimawandel-bedingten) Pegelproblemen genannt. Der Grund ist, dass die Küste von North-Carolina eine Anomalie der Pegelanstiege aufweist und der Ort DUK genau an der Stelle mit der stärksten Anomalie liegt. In der Publikation: [7] Executive Summary: 2015 Science Panel Update to 2010 Report and 2012 Addendum sind Informationen dazu gelistet. Der Auszug daraus ist in Bild 9 tabellarisch dargestellt.

Während die Anstiegsrate für die Küsten der USA ca. 2 mm / pa beträgt, listet der Ort DUCK aufgrund mehrerer, lokal begrenzter Besonderheiten derzeit einen Anstieg von 4,57 mm / pa (Bild 3).

Die Gründe dafür kann man in einer Publikation nachlesen:
UNCW Okmyung Bin, Department of Economics, East Carolina University, Greenville, NC: Impacts of Global Warming on North Carolina’s Coastal Economy
The North Carolina coast is particularly vulnerable to sea-level rise for several reasons: the land has very little slope, meaning that even small increases in sea level result in a wide expanse of coastal land being inundated and lost. In addition, while sea level is rising globally due to warming, the coastal land in this area is slowly sinking due to tectonic forces, so the relative sealevel rise is larger here than in places where the coastline is stable or rising.Thus the current rate of sea-level rise in this area is about twice the global average.

[Übersetzung von Chris Frey: Die Küste von North Carolina ist besonders verwundbar bzgl. des Meeresspiegel-Anstiegs, und zwar aus verschiedenen Gründen: Das Land steigt kaum an, was bedeutet, dass sogar ein geringer Anstieg des Meeresspiegels zu großen Landverlusten führt. Außerdem sinkt das Land zusätzlich zu diesem Anstieg infolge der globalen Erwärmung aus tektonischen Gründen ab. Der relative Anstieg des Meeresspiegels ist hier also größer als an anderen Stellen, wo die Küstenlinie stabiler ist oder sich sogar hebt. Daher ist die gegenwärtige Rate des Meeresspiegel-Anstiegs in diesem Gebiet etwa doppelt so hoch wie im globalen Mittel.

[Ende Übersetzung]

Etwas von diesem Ort entfernt liegen die Werte sofort wieder in der Größenordnung des globalen Anstiegs (von Tidenpegeln) von ca. 2 mm / pa, also 17 cm bis zum Jahr 2100.


Bild 1 [7] Der Ort DUCK (rechts oben im Bild) und die umgebenden Pegelstationen


Bild 2 Der Ort DUCK im Kartenausschnitt. Quelle: google Maps

Dieser Ort liegt (wie Shishmaref) auf einer der Küste vorgelagerten Sandbank „Duck is a thin ribbon of sand surrounded by water on both sides”


Bild 3 [7] Pegel-Änderungs-Unterschiede in North-Carolina

Solche Fälle lokal sehr differierender Pegeländerungen lassen sich beliebig finden, da die Änderungsspanne an den Küsten der USA sehr groß ist.
Die NOAA gibt für die USA einen mittleren Pegelanstieg von 1,7 mm / pa an. Allerdings beträgt die Spannweite der Pegelanstiege -17.12 mm … +9.65 mm / pa (was man auch an den Änderungspegeln von Alaska im Bild 10 deutlich sieht), womit sich durch Wahl eines geeigneten Ortes wirklich jede beliebige Meldung generieren lässt.
NOAA: [8] The linear trends range from 9.65 mm/yr at Eugene Island to -17.12 at Skagway (Table 4, Figures 9-11). The calculated trends are relative trends which are comprised of the absolute change in the level of the ocean and the vertical motion of the land. The global rate of sea level rise in the 20th century was 1.7 +/- 0.5 mm/yr (Solomon 2007)
NOAA Tides and Currents: average global sea level rise rate of 1.7-1.8 mm/yr

[Übersetzung von Chris Frey: NOAA: Die linearen Trends bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 9,65 mm pro Jahr bei der Eugene Island bis zu -17,12 mm bei Skagway. Die berechneten Trends sind relative Trends, welche die absolute Änderung des Ozean-Levels umfassen sowie die vertikale Bewegung des Landes. Die globale Rate des Meeresspiegel-Anstiegs im 20.Jahrhundert betrug 1,7 ±0,5 mm pro Jahr.

NOAA Tides and Currents: Mittlere Rate des Meeresspiegel-Anstiegs von 1,7 bis 1,8 mm pro Jahr.

Ende Übersetzung]

Eine Angabe: [1] Der Meeresspiegel werde bis dahin im Durchschnitt pro Jahr um 4,6 Millimeter steigen
sagt somit überhaupt nichts aus. Bezieht sie sich – was man annehmen kann – auf den Ort DUK in North-Carolina, ist es sogar eine bewusste Irreführung. Darauf lässt auch die zusätzliche Angabe schließen:
[2]… sagt Ducks Gemeindedirektor Christopher Layton am Telefon
Es ist beim Klimawandel ganz typisch geworden, bei fehlenden (oder dem Gewünschten widersprechenden) Daten, Betroffene alternativ stattdessen Geschichten erzählen zu lassen.

Zudem ist es rätselhaft, wie “Klimawissenschaftler” darauf kommen, dass der Meerespegel sich nicht einmal mehr um Zentimeter verändern dürfe, nur weil inzwischen rigoros in die flachsten Küstenstreifen hinein gebaut wird. Der “horizontale” Verlauf seit ca. 5000 Jahren beinhaltet immer noch Veränderungen um Meter (Bilder 4 und 5). Warum soll die Natur dies in Zukunft nicht mehr machen (dürfen)?


Bild 4 [7] Meerespegel-Änderung der letzten 20.000 Jahre (Ende der Eiszeit)

Und ausgerechnet North-Carolina wies in der Historie starke Pegelschwankungen auf. Bild 5 zeigt, wie kontinuierlich der Pegel dort über die letzten 4.000 Jahre gestiegen ist. Der aktuelle Verlauf Bild 6) zeigt aber zum Glück einen vollkommen unspektakulären, normalen Anstieg, der keine Klimawandel-Beschleunigung erkennen lässt.


Bild 5 [16][17] Meerespegel-Proxis der letzten 4.000 Jahre. DUCK liegt in Region 1 (rote Proxis)

Wer den Verlautbarungen glaubt, dass man um zu wissen, es wäre nun der AGW-Klimawandel verantwortlich, genauere historische Proxidaten hätte, sollte im Artikel: „Der Verlauf des Meeresspiegels im Holozän und seit 2.000 Jahren„ nachsehen. In einem Kapitel darin mit den Bildern 24 und 25 ist die Rekonstruktionsproblematik dieser Gegend dargestellt. Danach kann der Pegel früher historisch sowohl niedriger, als auch höher gewesen sein.Für den aktuellen Zeitraum gibt es jedoch gemessene Verläufe.


Bild 6 Pegelverlauf von Wilmington, North Carolina 1935 … 2015 (längste Pegelreihe dieser Küstengegend)

Da diese Gegend zur Klimawandel-Belegung „auserkoren“ ist, gibt es immer wieder Studien, welche das Gegenteil zeigen. Kaltesonne hatte dazu bereits nachgesehen:
-kaltesonne 12. Juli 2012 : Senat von North Carolina erteilt Rahmstorfs beschleunigtem Meeresspiegel eine Absage

-kaltesonne 27. Juli 2015 : Neue Studie der Durham University verweist Rahmstorfs Sintflutszenarien für North Carolina in das Reich der Fabeln

Die Sturmhäufigkeit in North-Carolina nimmt leicht zu – weil besser beobachtet wird

Nun behauptet der Gemeindedirektor von DUCK zusätzlich, dass auch die Stürme immer schlimmer werden (denn er möchte Geld von der Lokalregierung).

[19] Nicht nur die Erosionen, auch die Stürme seien zu einem ernsten Problem geworden, sagt Ducks Gemeindedirektor Christopher Layton am Telefon

Allerdings weiß die amtlich dafür zuständige Institution davon nichts:
Climate Office of North Carolina: Hurricanes – Statistics [19] The right graph shows the trend of tropical systems affecting by decade. This chart shows the variability in tropical system numbers since the beginning of records in 1851. The first trend to notice is the natural up and down cycles marking extremely active decades versus tamer decades. Another trend to notice is the apparent overall upward trend in storm numbers. The overall upward trend, especially in the 1990s and 2000s is due to improvements in observational tools – especially satellites – and analysis techniques by the National Hurricane Center.
A recent study by the Hurricane Center has shown
that the higher numbers are attributable to better detection of short-lived systems and likely not the effect of greenhouse warming climate change.

[Übersetzung von Chris Frey: Hurrikan-Statistik des Climate Office of North Carolina: … Graphiken zeigen … die Variabilität der Anzahl tropischer Systeme seit Beginn von Aufzeichnungen im Jahre 1851. Der erste bemerkenswerte Trend sind die Höhen und Tiefen natürlicher Zyklen, wobei extrem aktive Dekaden mit schwächeren Dekaden wechseln. Ein weiterer bemerkenswerter Trend ist der insgesamt aufwärts gerichtete Trend der Anzahl der Stürme. Der Gesamttrend vor allem in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und zu Beginn des jetzigen ist Verbesserungen bei der Beobachtung geschuldet – vor allem Satelliten – sowie verbesserten Analyse-Verfahren des National Hurricane Center in Miami. Eine neue Studie des Hurricane Center hat ergeben, dass die höheren Zahlen der besseren Erkennung kurzlebiger Systeme zugeordnet werden kann und wahrscheinlich nicht dem Effekt der Treibhaus-Erwärmung.

Ende Übersetzung]

Eindeutig sagt diese, dass die (leicht) höhere Anzahl (Bild 7) nur aufgrund der verstärkten Beobachtung zustande kommt und vor allem nicht! ein Effekt eines Klimawandels darstellt. Eine Information, wie man sie sich von einer Administration in Deutschland nicht vorstellen kann.

Bild 7 [19] State Climate Office of North Carolina: Hurricanes – Statistics

Im Bundesstaat Alaska sind 184 Dörfer als überflutungsgefährdend eingestuft.

Zeitungsmeldung: [1] Im Bundesstaat Alaska hat das Government Accountability Office (GAO) 184 Dörfer bereits 2009 offiziell als überflutungsgefährdet eingestuft, 31 davon seien unmittelbar bedroht. Es bezieht sich in seinem Bericht ausdrücklich auf den Klimawandel.
Die im dpa-Zeitungsartikel angezogenen GOA-Meldungen kann man im Internet laden und nachlesen. Sie behandeln Anträge an die Regierung aufgrund verschiedener Probleme vieler Dörfer in Alaska, welche zu nah am Wasser gebaut sind. Viele der stark betroffenen liegen an Flüssen (nach Figure 4 [9] sind es 13 Dörfer von den 31 gemeldeten) und haben mit dem Meerespegel nichts zu tun.

Bezieht sich ausdrücklich auf den Klimawandel

… heißt es in der Zeitungsmeldung. Nicht erwähnt wird dabei jedoch, dass es sich dabei lediglich um gelistete Aussagen lokaler Vertreter handelt, diese aber nirgens mit konkreten Angaben versehen sind. Die Problembeschreibungen basieren auf Besichtigungen und Abfragen der lokalen Administrationen. Erstellt werden diese Anträge, um Gelder für verschiedenste, kommunale Maßnahmen zu bekommen.
GAO Report 2009: [9] Since 2003, state officials have identified the growing impacts of climate change, increasing the urgency of federal and state efforts to identify imminently threatened villages and assess their relocation options

Die Probleme gab es schon weit vorher, aber mit der Erwähnung „Klimawandel“ erhofft man sich mehr Geld

Der dabei zitierte GOA-Report vom Jahr 2009[9] ist nur eine Weiterführung des Reports vom Jahr 2003[10]. In diesem steht, dass die geschilderten Probleme seit Anfang des letzten Jahrhunderts bekannt sind. Warum sie aktuell „wie neu entstanden“ auftauchen, liegt nur daran, dass erst ungefähr seit dem Jahr 1980 die Probleme katalogisiert und fortgeschrieben werden:

GAO Report 2003: [10]Flooding and erosion are long-standing problems in Alaska. For example, these problems have been well documented in Bethel, Unalakleet, and Shishmaref dating back to the 1930s, 1940s, and 1950s, respectively. The state has made several efforts to identify communities affected by flooding and erosion over the past 30 years. In 1982, a state contractor developed alist of Alaska communities affected by flooding and erosion. 10 This list identified 169 of the 213 Alaska Native villages, virtually the same villages identified by federal and state officials that we consulted in 2003.
In its January 1984 final report, the task force identified a total of 30 priority communities with erosion problems.
While flooding and erosion is a long-standing problem that has been documented in Alaska for decades, various studies and reports indicate that coastal villages in Alaska are becoming more susceptible.

[Übersetzung von Chris Frey: Überschwemmungen und Erosion sind schon lange bestehende Probleme in Alaska. Beispielsweise wurden diese Probleme gut dokumentiert für die Orte Bethel, Unalakleet und Shishmaref bis zurück jeweils zu den dreißiger, vierziger und fünfziger Jahren. Der Staat hat während der letzten 30 Jahre vielfältige Anstrengungen unternommen, die durch Überschwemmung und Erosion besonders betroffenen Gemeinden zu identifizieren. Im Jahre 1982 erstellte ein staatlich Beauftragter eine Liste mit hiervon betroffenen gemeinden in Alaska. Auf dieser Liste finden sich 169 der 213 Indianerdörfer in Alaska, und zwar im Wesentlichen die gleichen Dörfer, die schon im Jahre 2003 erkannt worden waren. N seinem Schlussbericht 1984 erkannte die Task Force insgesamt 30 größere Gemeinden mit Erosions-Problemen. Während schon seit Jahrzehnten Überschwemmung und Erosion in Alaska dokumentiert worden waren, zeigen verschiedene Studien und Berichte, dass küstennahe Dörfer in Alaska dafür anfälliger werden.
Ende Übersetzung]

Warum die Probleme gerade in Alaska so groß sind, liegt auch nicht an einem Klimawandel, sondern daran, dass die Native-Einwohner – früher Nomaden – mit der (erzwungenen) Sesshaft-Werdung ihre festen Siedlungen oft einfach an ihren Sommer-Lagerplätzen und damit an vollkommen ungeeigneten Stellen, oft aus Bequemlichkeit direkt am Strand, errichtet haben.

Bild 8 [10] Eingeborenen-Siedlung Kivalina direkt auf einer schmalen Landzunge (stark gefährdet)

Obwohl die Probleme nach den Meldungen umfangreich sind, gelingt es selbst den dortigen Administrationen nicht, genaue Daten zu erhalten:

Quantifiable Data Are Not Available to Fully Assess the Severity of the Problem
State of Alaska officials also noted that there is a lack of standards and terms for measuring erosion. Erosion zone guidance and federal (or state) standards by which to judge erosion risks are needed. They noted that while national standards for designing, developing and siting for the “100- year flood” event exists and are quantifiable and measurable, a similar standard for erosion, such as a distance measurement needs to be established.

[Übersetzung von Chris Frey: Quantifizierbare Daten zur Bestimmung, wie ernst das Problem ist, sind nicht verfügbar. Bürokraten des Staates Alaska haben auch darauf hingewiesen, dass Standards fehlen und Einheiten zur Messung von Erosion. Es werden staatliche Standards gebraucht, mit Hilfe derer man Erosions-Risiken beurteilen kann. Während nationale Standards für das „100-Jahre-Überschwemmungs“-Ereignis existieren sowie quantifizierbar und messbar sind, muss ein ähnlicher Standard für Erosion wie etwa Messungen aus der Distanz noch eingerichtet werden.

Ende Übersetzung.]

Der offizielle Untersuchungsbericht kennt keine Ursache „Klimawandel“

Die GOA-Meldungen selbst beziehen sich – wenn es um Daten geht – auf einen Untersuchungsbericht der US-Armee[11]. In diesem Untersuchungsbericht der US-Armee kommt das Wort „Klimate Change“ nicht vor. Es wird aber beschrieben, warum das Problem aus anderen Gründen schlimmer wird:

U.S. Army Corps of Engineers Alaska District 2009: [11] 178 Alaska communities were found to have reported erosion problems. After subsequent investigation, the Corps designated 26 communities “Priority Action Communities”—indicating that they should be considered for immediate action by either initiating an evaluation of potential solutions or continuing with ongoing efforts to manage erosion. Sixty-nine communities where erosion problems are present but not significant enough to require immediate action were designated “Monitor Conditions Communities.” Eighty-three communities where minimal erosion-related damages were reported or would not be expected in the foreseeable future were designated “Minimal Erosion Communities.” The 26 Priority Action Communities are identified in Table ES-1.

The potential for erosion exists wherever land and water connect. Erosion, as part of a natural process, does not become a problem until it starts to affect something of intrinsic or quantifiable value. In the past, communities simply moved away from erosion sites as necessary. As communities became tied to the land through infrastructure development, it became more difficult to move away from erosion sites, and residents have tried to combat erosion on their own until the problem grew so severe that external assistance was needed.

[Übersetzung von Chris Frey: U.S. Army Corps of Engineers Alaska District 2009: 178 Gemeinden in Alaska berichteten von Erosions-Problemen. Nach einer anschließenden Untersuchung definierte das Corps 26 Gemeinden als „Priority Action Communities“ {also solche, in denen prioritär Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen} – in welchen entweder eine Evaluierung potentieller Lösungen durchgeführt wird, oder mit fortgesetzten Bemühungen, die Erosion zu managen. In 96 Gemeinden gibt es ebenfalls Erosions-Probleme, die aber nicht ernst genug sind, um sofortige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diese wurden als „Monitor Conditions Communities“ {also solche, wo die Erosion überwacht werden muss} definiert. 83 Gemeinden wiesen nur minimale, mit Erosion zusammenhängende Schäden auf. In diesen seien in absehbarer Zukunft keine Schäden erwartet. …

Das Potential für Erosion besteht überall, wo Land und Wasser zusammenstoßen. Erosion wird als Teil eines natürlichen Prozesses nicht zu einem Problem, solange keine wesentlichen Werte davon betroffen sind. In der Vergangenheit sind Gemeinden einfach von erosionsgefährdeten an sicherere Stellen gezogen. Da Gemeinden infolge der Entwicklung der Infrastruktur eher eingebunden sind, wurde es schwieriger, von Erosionsorten wegzukommen, und die Bewohner haben versucht, eigenständig gegen Erosion vorzugehen, bis das Problem so ernst wurde, dass man Hilfe von außen anfordern musste.

Ende Übersetzung]

Bild 13 aus diesem Bericht der US-Armee zeigt, dass Erosion und Flutprobleme praktisch überall bei den Siedlungen vorliegen. Grund ist, dass die Fischer und Jäger wohl aus Bequemlichkeit (und mangels Wissen) viel zu nahe an Strände und Flussbetten gebaut haben.

Bild 9 [11] Twenty-five percent of the 127 communities surveyed indicated that erosion is gradual and ongoing, as opposed to discrete events (19 percent), and 17 percent said they experience both kinds. Thirty-nine percent of respondents were unable to answer this question, highlighting the difficulty of describing the kinds of problems these communities experience.

[Übersetzung von Chris Frey: Bild 9: 25 Prozent der 127 beobachteten gemeinden zeigten, dass Erosion graduell vonstatten geht und sich fortsetzt, im Gegensatz zu separaten Ereignissen (19 Prozent), und 17% berichteten von beiden Arten. 39 Prozent der Antwortenden konnten diese Frage nicht beantworten, was die Schwierigkeiten beleuchtet, die Art von Problemen zu beschreiben, vor denen diese Gemeinden stehen.

Ende Übersetzung]

Auf WUWT kann man nachlesen und in Bildern sehen: [14] The Sixth First Climate Refugees, dass viele der höchst gefährdeten Dörfer in riesigen, extrem flachen Flussdeltas, direkt auf den Ablagerungsschlick am Rande schon immer mäandrierender Flussarme gebaut liegen. Macht der Fluss dann das, was er schon immer gemacht hat und verlagert sein Flussbett, fällt so ein Dorf dann ganz einfach ins Wasser.

Ein angeblicher Klimawandel-Einfluss ist auch auszuschließen, weil die Tidenpegel in Alaska vorwiegend eher fallen, als zunehmen. Der Grund ist, dass sich Alaska (wie auch der Raum um die Ostsee) weiterhin hebt:
[8] Satellite altimetry has also revealed large regional differences in the absolute sea level trends since 1993 (Cazenave and Nerem 2004), with some regions such as the western Pacific showing extremely rapid rises contrasted with negative trends along much of the U.S. west coast and Alaska.

[Übersetzung von Chris Frey: Altimeter-Messungen von Satelliten haben auch große regionale Unterschiede aufgezeigt bei den absoluten Meeresspiegel-Trends seit 1993. Dabei kontrastierten extrem rapide Anstiege in einigen Regionen wie dem Westpazifik mit negativen Trends entlang des größten Teils der US-Westküste und Alaska.

Ende Übersetzung]

Bild 10 zeigt dazu die aktuellen Pegeländerungen von Alaska. Die Meisten liegen im negativen Bereich.

Bild 10 Tidenpegel-Trends Alaska. Quelle: NOAA TIDES and CURRENTS (Screenshot vom 17.09.2016)

Das Dorf Shishmaref in Alaska – hat extra einen Klimaaktivisten, der um die Welt jettet

Zeitungsmeldung: [1] Eines dieser Dörfer ist Shishmaref. Ein Großteil der Strände ist bereits überspült – es gibt kein neues Bauland mehr für die Bevölkerung.

Nicht zufällig hat der Autor aufgrund früherer Meldungen bereits darüber berichtet:
EIKE: Ein Inuit-Inseldorf in Alaska beschloss aus Furcht vor dem Klimawandel aufs Festland zu ziehen – sofern es andere bezahlen
Dieser Bericht bezieht sich auf das Dorf Shishmaref, welches als ein „Vorzeigedorf“ des schlimmen Klimawandels gilt. Auch dies wieder nicht aufgrund von Daten, sondern weil die Bewohner besonders aktiv sind, es so zu erklären (es reist extra einer als Klimaaktivist durch die Welt) und weil sie regelmäßig darüber abstimmen, das Dorf „wegen Klimawandel“ zu verlagern, was unisono zu einer Klima-alarmistischen Meldung führt.
Und (der Bericht) zeigt, dass zuerst viele andere Gründe und dann erst in dieser Region typische Klimavariationen Ursache der Probleme sind. Vor allem ist die dem Klimawandel zugeschriebene Erosion bei diesem Dorf ein dort schon „ewig“ bestehendes Problem, welches sich durch den „Klimawandel“ nicht beschleunigt. Bild 11 zeigt, dass es kaum einen exponierteren und aufgrund des Sand-Untergrundes verletzlicheren Fleck in dieser Gegend gibt. Nur – zum Fischen und Robben jagen ist er super-bequem (als man noch halb-nomadisch lebte und dort nur im Sommer lagerte). An der Deutschen Nordseeküste oder vor Holland gelegen, hätte diese Insel die extremen Sturmfluten des Mittelalters nicht überlebt (bzw. sie war im Mittelalter deshalb viel größer).

Neben dem, dass Shishmaref bereits seit 1920 als gefährdet gemeldet ist, und bereits im Jahr 1893[13] von einer vollständigen Überflutung berichtet wird, fand die erste Abstimmung der Bewohner über eine Ortsverlagerung bereits im Jahr 1973 statt [13], als alle Klimawissenschaftler noch von einer kommenden Eiszeit sprachen.

Shishmaref gilt seit seiner Gründung als gefährdet und wollte schon 1975 umziehen

Dazu ein Bericht aus dem Jahr 1975:
Alaska Regional Profiles, Northwest Region, pp. 74-83:
The problem in Shishmaref has become so great that residents have considered relocating the entire community. An engineering study conducted by Dickinson-Oswald-Walch-Lee (April 1975) for the State Division of Community Planning stated:
The rate of erosion in recent times has not been well recorded, as only recently as it affected the developed areas of the village. However, it is the local consensus that the beach twenty to fifty years ago was much further toward the sea, and that the fall, onshore storms cause most of the damage.
In 1973 two unusually severe fall storms developed which resulted in severe erosion at the village and the undeveloped area to the west of the village. As a result of the attendant damage and potential future damage the village requested advice and aid. By October of 1974 about 65,000 sand bags were made available by the Corps of Engineers. Prior to the late fall storm and freeze up, 50,000 sand bags were filled and placed by the villagers. This was a remarkable feat, as no bagging equipment was available and the borrow source was at the west end of the island. The sand bags were placed about 14 bags wide and up to three bags deep in front of the village. The November 1974 storm, which damaged Nome and Unalakleet, came from the southwest at Shishmaref, causing early lagoon ice to pile up on the south beach.
On the second day the wind started to back around from the sea. Throughout the first day the bags held well. It is not known whether this initial protection survived the night intact, as by morning ice had been carried from the lagoon through the west channel and covered the beach to the wave line. Subsequently the protective wall was buried under ice.
The state of erosion at this time is such that the high ground, upon which the village sits, is vulnerable to future storms. The rate of erosion is a function of storm direction, intensity and duration, and may be expected to cut to the road in the portion more or less west of the school in a few years, that beyond the road and east of the school somewhat later. It is clear that erosion of these areas results in very little remaining high ground, mostly in the area of the church and cemetery.

[Übersetzung von Chris Frey: Das Problem in Shismaref ist inzwischen so ernst geworden, dass die Bewohner über die Verlagerung der gesamten Ortschaft nachgedacht haben. In einer Studie … wurde festgestellt:

Die Erosionsrate in jüngster Zeit ist nicht gut aufgezeichnet worden, hat sie doch erst vor Kurzem die bewohnten Gebiete des Dorfes betroffen. Allerdings gibt es einen lokalen Konsens, dem zufolge der Strand vor 50 Jahren viel weiter in das Meer hinein verschoben war als heute und dass die jährlichen Herbststürme den meisten Schaden angerichtet haben.

Im Jahre 1973 entwickelten sich zwei ungewöhnlich starke Herbststürme, was zu erheblicher Erosion bei der Ortschaft führte sowie der nicht bewohnten Gebiete westlich des Dorfes. Als Folge zugehörigen Schäden und potentieller Schäden in der Zukunft forderte das Dorf Hilfe und Beratung an. Bis Oktober 1974 wurden etwa 65.000 Sandsäcke bereit gestellt. Vor dem Sturm Ende Herbst und vor dem Zufrieren wurden 50.000 Sandsäcke von den Dorfbewohnern gefüllt und an opportunen Stellen abgelegt. Das war eine bemerkenswerte Leistung, gab es doch keine Gerätschaften zum Füllen der Säcke, und der Sand stammte vom westlichen Ende der Insel. Die Sandsäcke wurden etwa 14 Säcke breit und drei Säcke hoch vor dem Ort platziert. Der Sturm im November 1974, der in Nome und Undakleet Schäden verursacht hatte, war von Südwesten nach Shishmaref aufgezogen, was das bereits entstandene Eis zu Barrieren am Südstrand auftürmte.

Am zweiten Tag drehte der Wind wieder und kam vom Meer. Am ersten Tag hielten die Sandsäcke gut stand. Man weiß nicht, ob dieser initiale Schutz die Nacht überdauerte. Jedenfalls war das Eis bis zum Morgen aus der Lagune durch den West Channel getrieben und überdeckte jetzt den Strand bis zur Wellenlinie. In der Folge war der Schutzwall unter Eis begraben. Zu diesem Zeitpunkt war der Erosions-Zustand so geartet, dass das höher gelegene Terrain auf dem das Dorf steht, verwundbar gegenüber zukünftigen Stürmen ist. Die Erosions-Rate ist eine Funktion der Windrichtung, der Stärke und Dauer, und es kann sein, dass die Straße im Gebiet westlich der Schule in einigen Jahren unterbrochen wird. Es ist klar, dass die Erosion dieser gebiete dazu führt, dass im höheren Geländer kaum noch etwas verbleibt, meist im Gebiet des Friedhofes und der Kirche.

Ende Übersetzung]

Shishmaref liegt auf einer extrem exponierten “Barriereinsel” aus Treibsand

Die Insel ist Teil einer ca. 100 km langen, „Barrierenkette“, welche mit ihrem Sanduntergrund in der strömungs- und sturmreichen Gegend „wandert“ (wie viele solcher Inselketten rund um den Globus). Verstärkend liegt sie noch zwischen den zwei Haupt-Kanälen und wird so komplett umspült. Da der Ort fest steht, „fällt“ er dadurch fast zwanghaft langsam ins Meer. Verstärkt wird diese Erosion noch (lt. WUWT [14]) durch falsch durchgeführte Küstenschutzmaßnahmen im letzten Jahrhundert, welche die Erosion so umlenkten, dass sie schlimmere – weil konzentriertere Auswirkungen – als vorher hat. All das hat mit einem Klimawandel jedoch nichts zu tun.

Diese und viel zusätzliche Information lässt sich bei WUWT nachlesen:
WUWT:[13] ‘Climate change threatenedShishmaref town on Sarichef island: Lessons from Vlieland and Schokland in The Netherlands
und WUWT: [14] The Sixth First Climate Refugees
Erosion at Shishmaref is somewhat unique along the islands because of its fetch exposure and high tidal prism, relatively intense infrastructure development during the 20th century, and because of multiple shoreline defense structures emplaced since the 1970s.
Erosion rates along the island front exceed (and are not comparable with) those along adjacent sectors. Erosion is occurring along the entire island chain, but it is exacerbated at Sarichef Island [where Shishmaref is located] in part because of the hydrographic impacts of hard armoring of a sandy shoreface and permafrost degradation that is accelerated by infrastructure.

[Übersetzung von Chris Frey: WUWT (13) Climate change threatened {vom Klimawandel bedroht} Shishmaref auf der Sarichef-Insel: Lektionen aus Vlieland und Schokland in den Niederlanden

und WUWT (14): The Sixth First Climate Refugees:

Die Erosion bei Shishmaref ist irgendwie einmalig unter den Inseln wegen seiner Exposition gegenüber dem Windweg und wegen des hohen Tidenhubs, relativ dichter Infrastruktur-Emtwicklung während des 20.Jahrhunderts und wegen der Struktur der Küstenlinie seit den siebziger Jahren.

Die Erosionsraten an der Seefront der Insel gehen über jene entlang den benachbarten Sektoren hinaus (und sind mit diesen nicht vergleichbar). Erosion gibt es entlang der gesamten Inselkette, ist aber bei der Sarichef-Insel (auf der auch Shishmaref liegt) besonders stark infolge der hydrographischen Auswirkungen einer sandigen Küste und der Abnahme von Permafrost, was durch Infrastruktur beschleunigt wird.

Ende Übersetzung]

Anmerkung: WUWT gibt für die Gegend einen Pegelanstieg von +0,3 mm / pa an, also meilenweit entfernt von einem Klimawandel-alarmistischen Wert.

Bild 11 [14] Halbinsel Shishmaref
Auch der Meldungs-Zusatz im Zeitungsartikel: „ … es gibt kein neues Bauland mehr für die Bevölkerung.“,
welcher suggerieren soll, das läge an den Überflutungen ist bewusst irreführend: Es gibt kein neues Bauland, weil noch nie geeignetes für eine Bevölkerungsexpansion vorhanden war. Der Ort ist einfach kein Fleck für eine größere Dauersiedlung mit ausreichend Infrastruktur, wie Bild 11 deutlich zeigt.

Sogar Der Spiegel hat inzwischen erkannt, dass Shishmaref nicht für einen Klimawandel-Beleg geeignet ist.

SPIEGEL ONLINE 03.09.2016: Selbst der vermeintlich klare Fall der Insel Sarichef in Alaska erweist sich nach ein wenig Recherche als dubios: Die Bewohner haben soeben entschieden, aufs Festland ziehen zu wollen, weil immer wieder Teile der Küste ins Meer gestürzt sind. Die Anwohner flüchten angeblich vor dem Klimawandel – der steigende Meeresspiegel zerstöre ihre Insel.

Angeblich versinkende Inseln

Der Blick auf geologische Daten aber zeigt: Im Gegensatz zu vielen anderen Orten der Welt ist der Meeresspiegel in der Region seit mindestens 20 Jahren nicht gestiegen. Und systematische Daten aus der Zeit davor gibt es nicht, die Aufzeichnungen sind lückenhaft. Auch die Eisschollenmenge der Region ist den Messungen zufolge stabil – mithin scheint die Befürchtung unplausibel, dass schwindender Meereis-Schutz Fluten befördert hätte.

Vor allem aber ist die Insel eine sogenannte Barriereinsel, eine Art aus dem Wasser ragende Sandbank, die von Strömungen seit jeher verändert wird. Solche Orte, die an der Küste liegen, sind also von Natur aus in Gefahr; bereits vor einem halben Jahrhundert berieten die Bewohner deshalb über ihren Umzug. Der Einfluss des Klimawandels ist also zumindest infrage zu stellen.

Diskussion: Alaska und das Dorf Shishmaref sind ein Beispiel für den zerstörerischen Klimawandel

Gerade Alaska und auch das Dorf Shishmaref sind Beispiele, dass es mit der Natur schon immer Probleme gab, weil diese noch nie auf den Menschen Rücksicht genommen hat. Diese Probleme sind nicht größer geworden, aber erst neuerdings ist man darauf gekommen, dies einem Klimawandel in die Schuhe zu schieben.

Und überhaupt ist schon überall Klimawandel

Zeitungsmeldung N24 Welt: [1] Ob zunehmende Dürren in Afrika, Hitzewellen in Südeuropa oder schwindendes Packeis in der Arktis – weltweit wirkt sich der Klimawandel in einer Vielzahl von Umweltveränderungen aus. Vor allem das drohende Versinken von Südseeinseln ist ein Symbol für die Folgen der globalen Erwärmung geworden.

Solche globalen Ergänzungen gelten als Verstärkung zur Aussage „wie es doch allgemein bekannt ist“. Aber nicht einmal diese sind auch nur im Ansatz belegt:

IPCC Aussagen

Hinweis: Die übersetzten Detailtexte zu diesen IPCC-Aussagen sind vollständig im EIKE Artikel: „Frau Hendricks im Klimawahn“ enthalten, bei Interesse dort nachlesen.
– Tropische Stürme und Hurrikane: keine signifikanten Trends
– Tropische Zyklone: keine signifikanten Trends
– Außertropische Zyklonen: keine signifikanten Trends
– Dürren: keine signifikanten Trends
– Überflutungen: keine signifikanten Trends
– Hagel und Gewitter: keine signifikanten Trends
Zum „drohenden Versinken der Südsee-Inseln“:
Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

Schon fünf Salomonen-Inseln sind durch den Klimawandel versunken – obwohl der Pegel dort nicht gestiegen ist

Weitere Bestätigungen

-The Guardian, 10. May 2016: Headlines ‚exaggerated‘ climate link to sinking of Pacific islands
Report’s author says many media outlets have misinterpreted the science by conflating sea-level rise with climate change
-Enviroment Examiner:
Sinking Solomon Islands and climate link ‚exaggerated‘, admits study’s author
DONNER+doria: Inseln, die einfach nicht untergehen wollen
Zu den von Klimaretter.Info zusätzlich im Artikel extra angesprochenen Gegenden:
[12]„… Vor allem trifft es die Einwohner Floridas …
auch eine Ausarbeitung, welche den wirklichen Status und Ursachen in dieser Gegend zeigt:
-Florida Keys: Ein Paradies geht unter – wegen des Klimawandels?
Ein Beispiel, wie nicht nur wie im hier angezogenen Zeitungsartikel Pegelanstiege „ausgesucht“ werden, sondern wie man einen geeignet alarmistischen statistisch korrekt erzeugt:
Wie man den Meerespegel-Verlauf in die richtige Richtung dreht Aus dem Lehrbuch für (Klima-)Statistikbetrug

Resümee

Der dpa-Zeitungsartikel wurde im Teil 1 und Teil 2 so umfangreich und sorgfältig analysiert, um exemplarisch aufzuzeigen, wie bei der Deutschen Presseagentur für jeden mit dem Thema ein bisschen Vertrautem als zumindest höchst zweifelhaft erkennbare Informationen zum Klimawandel übernommen und falsch dargestellt werden und dass dabei (man ist geneigt zu vermuten: bewusst?) keinerlei Faktenkontrolle stattfindet. Die Medien kopieren dpa-Artikel in aller Regel und verändern häufig nur die Überschrift, da sie bei Informationen eines Presseinstitutes nicht mehr zur inhaltlichen Prüfung verpflichtet sind.

Was man von der dpa erwartet, muss man von der Informationsseite einer offiziellen Klimaberaterin einfach annehmen dürfen. Aber Klimaretter.Info zeigt auch bei diesem Beispiel (wieder), dass Frau Kemfert (und ihre weiteren Blogbetreiber) nicht entfernt daran denken, auf die Publikation einer vollkommen unseriösen Klima-Alarmmeldung zu „verzichten“, nur weil die Fakten eindeutig dagegen sprechen.

Wer nachlesen möchte, wie das gleiche Prinzip von bewusster Falschinformation bei den angeblich Klimawandel-bedingt „untergehenden“ Inseln angewandt wird – und dort ebenfalls niemanden stört, sondern von unserer Regierung unterstütz wird – schaue in die Artikelreihe:
EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

Quellen

[1] N24 Welt 12.09.2016: So stark wird der Klimawandel die US-Küsten treffen
http://www.n24.de/n24/Wissen/Mensch-Natur/d/9124902/so-stark-wird-der-klimawandel-die-us-kuesten-treffen.html

[2] Hamburger Abendblatt, 11.09.16: Klimawandel bedroht US-Küsten: Millionen Menschen betroffen
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article208220367/Klimawandel-bedroht-US-Kuesten-Millionen-Menschen-betroffen.html

[3] Mathew E. Hauer, Jason M. Evans: Millions projected at risk of displacement from sea level rise in the Continental United States (Anm.: Studie)

[4] Mathew E. Hauer, Jason M. Evans, Deepak Mishra: Population Projections and Risk of Inundation from SLR for the United States in 2100 (Anm.: Präsentationsdarstellung)

[5] Umwelt-Bundesamt: Kernbotschaften des Fünften Sachstandsberichts des IPCC Klimaänderung 2013: Naturwissenschaftliche Grundlagen (Teilbericht 1)

[6] Vermeer, M. & Rahmstorf, S. Global sea level linked to global temperature. Proceedings of the National Academy of Sciences 106, 21527-21532 (2009).
[7] Executive Summary: 2015 Science Panel Update to 2010 Report and 2012 Addendum
The Science Panel along with six additional contributors issued a report in March 2010 titled “North Carolina Sea Level Rise Assessment Report.”

[8] noaa National Oceanic and Atmospheric Administration December 2009 Technical Report NOS CO-OPS 053: SEA LEVEL VARIATIONS OF THE UNITED STATES 1854-2006

[9] GAO Report to Congressional Requesters June 2009 GAO-09-551: ALASKA NATIVE VILLAGES Limited Progress Has Been Made on Relocating Villages Threatened by Flooding and Erosion

[10] GAO Report to Congressional Requesters 2003

[11] U.S. Army Corps of Engineers Alaska District 2009: Alaska Baseline Erosion Assessment

[12] Klimaretter.Info 15. März 2016: USA: Meeresanstieg bedroht Millionen
http://www.klimaretter.info/forschung/nachricht/20851-usa-meeresspiegelanstieg-bedroht-millionen

[13] WUWT: ‘Climate change threatenedShishmaref town on Sarichef island: Lessons from Vlieland and Schokland in The Netherlands
[14] WUWT 02.07.2013: The Sixth First Climate Refugees
https://wattsupwiththat.com/2013/07/02/the-sixth-first-climate-refugees/

[15] PIC 2007, Wilfried Endlicher, Friedlich-Wilhelm Gerstengrabe: Der Klimawandel

[16] EIKE: PIK-Alarmmeldung: „Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen“, er könnte bis 2100 um 1,3 m steigen
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/pik-alarmmeldung-meeresspiegelanstieg-zu-gross-zum-wegpumpen-er-koennte-bis-2100-um-13-m-steigen/

[16] B.P. Horton at al.: Holocene sea-level changes along the North Carolina Coastline and their implications for glacial isostatic adjustment models

[17] B.P. Horton at al.: Modern saltmarsh diatom distributions of the Outer Banks, North Carolina, and the development of a transfer function for high resolution reconstructions of sea level

[18] NOAA Technical Report NOS CO-OPS 041, 2004: NORTH CAROLINA BATHYMETRY/TOPOGRAPHY SEA LEVEL RISE PROJECT: DETERMINATION OF SEA LEVEL TRENDS

[19] State Climate Office of North Carolina: Hurricanes – Statistics
http://climate.ncsu.edu/climate/hurricanes/statistics.php




Verkehrswende ins Nichts

Die umweltgerechtere Form der Fortbewegung zum E-PKW gibt es seit langem in Form von Eisen- und Straßenbahn, die insbesondere in Ballungsgebieten ökologisch erste Wahl sind. Obwohl bewährt und kostengünstig, werden beide politisch stiefmütterlich behandelt. Von der Straße auf die Schiene – das war einmal. Die Deutsche Bahn, wohlgemerkt ein Staatskonzern, schließt 215 Güterbahnhöfe. Die Bahn zahlt die volle EEG-Umlage, was auch zum Preisanstieg bei Bahntickets um fast 100 Prozent seit 2000 beitrug. Im Ergebnis sehen wir viele Fernbusse, auch der Deutschen Bahn. Sie wirbt für die Verbindung Berlin – Rostock für 9 Euro. Da kann der Kollege auf der Lok nur traurig hinterherschauen. Flixbus erhöht den Takt und fährt künftig alle 20 Minuten Berlin – Hamburg, insgesamt 50 Busse am Tag ohne Maut.

Zahlreiche Straßenbahnbetriebe in kommunaler Hand darben und können meist nur durch die Quersubventionierung und steigende Fahrpreise am Leben bleiben. Beim ÖPNV stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 73 Prozent, die Schuhpreise nur um 9 Prozent. Nur mal als Tipp.

Es bleibt einer offenbar desorientierten Regierung überlassen, das Steuersäckel aufzumachen, um dem besser gestellten Teil der Bevölkerung, der überhaupt die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs in Erwägung ziehen kann, unter die Arme zu greifen. Im Vergessen darüber, dass weder das Automobil selbst, noch die Braunsche Röhre oder der Transistor irgendwelcher Subventionen bedurften, um sich durchzusetzen, wird wieder mit administrativer Brachialgewalt und unter Verschwendung von Bürgergeld versucht, eine Wunschtechnologie zur Marktreife durchzusubventionieren.

Berta Benz holte bei ihrer ersten Überlandfahrt unterwegs das Benzin aus der Apotheke. Auf die Idee, über ein Henne/Ei-Problem beim Tanken zu schwadronieren, kam sie einfach nicht. Die Tankstellen kamen von allein, weil es sich rechnete. Aber aus Erfahrung ist in der Politik offenbar wenig Weisheit zu ziehen.

Nun hilft seit Anfang Juli die Bundesregierung kräftig mit Geld nach, das Millionenziel bis 2020 soll nicht ganz blamabel verfehlt werden. Für 300.000 bis 400.000 Stromer, die durchaus Fahrvergnügen bereiten, soll der Topf reichen. Auch aufwändige Fahrzeuge wie Stecker-Hybrid-Modelle werden gefördert. Beeilen muss man sich nicht, denn nach drei Monaten sind erst 4.551 Anträge gestellt, es ist noch genug Geld im Topf. Alle Auflagen an die Hersteller werden ins Leere laufen, wenn die Kunden nicht wollen.

Aber warum ist die Regierung so großzügig? Das Emissionsargument kann es nicht sein. Ja, die Stromer fahren örtlich emissionsfrei, in der Bilanz spielt jedoch der deutsche Strommix eine Rolle. Und der führt dazu, dass ein E-Smart mehr Emissionen verursacht als ein Diesel-Smart. Berücksichtigt man den höheren Energieaufwand für die Herstellung der Stromer, muss dieser erst mal hunderttausend Kilometer fahren, um das CO2-Äquivalent eines vergleichbaren Benziners zu erreichen. Sicher wird der Anteil des regenerativen Stroms im Netz zunehmen, aber zumindest nachts, wenn die Fahrzeuge üblicherweise geladen werden sollen, steht die Solarenergie nicht zur Verfügung.

Es wäre interessant zu erfahren, wie viele der 4.551 Anträge einen Zweitwagen zum Ziel haben und eher dem Renommee dienen sollen. Auch sie binden öffentlichen Verkehrsraum. Seit in Norwegen Elektro-PKW steuerfrei sind und obendrein gratis tanken dürfen, fahren weniger Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und die Straßen sind voller.

Die EU zieht auch mit und arbeitet an einer Verordnung, die jedem Bauherrn eine Ladesäule vorm Haus zwingend vorschreiben soll. Bei Mehrfamilienhäusern je eine Säule für zehn Mieter. War mal die Rede von Wohnungsmangel, zu hohen Baupreisen und zu viel Regulierung am Bau? Ministerin Hendricks bemerkt , dass für junge Leute 30 Quadratmeter Wohnfläche ausreichen, also alles halb so wild.

Der Bund und fast jedes Bundesland haben seit zirka 20 Jahren Geld für Forschung, Versuche und wissenschaftliche Begleitung ausgegeben. Auf der Insel Rügen zum Beispiel wurden bei einem Flottenversuch 1992 bis 1995 sechzig LKW, Busse, Transporter und PKW getestet, für schlappe 40 Millionen D-Mark. Zu dieser Zeit war die Euphorie groß. Zum Verbleib der Fahrzeuge gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.

Mercedes Benz kündigte an, 2003 den ersten reinen E-Wagen der A-Klasse zu präsentieren, allgemein ging man davon aus, dass Brennstoffzellenfahrzeuge etwa 2010 massentauglich sein würden. Viele Jahre und viele Millionen Subventionsgeld später nun erneut der Versuch, diesmal mit richtig viel Kohle, eine eben noch nicht marktgängige Technologie politisch zu pushen. Politik ist Tagesgeschäft und vorausschauendes Denken wird zugegebenermaßen vom Wähler schlecht honoriert.

Zeit und Geld sind relativ, wie wir jedes Jahr am BER erfahren. Und so schwanken die Entscheidungen von der (umweltschädlichen) Abwrackprämie 2009 über den Versuch der Ausländermaut und die Einführung der Gigaliner bis zur Subvention für die Stromer. Ergebnisse sind der Fernbusboom, die Verkehrsverlagerung von Schiene und Fluss auf die Straße, verfallende Straßen und Schienen und die augenfällige Zunahme an SUV im Straßenbild. Diese panzerähnlichen Fahrzeuge, die vor Jahren noch unter das Kriegswaffenkontrollgesetz gefallen wären, stehen symbolisch für  eine Verkehrswende in die falsche Richtung, hervorgerufen von einer politischen Laienspielgruppe, der der Wähler zu viel zutraute.

Und so stehen sie früher oder später alle im Stau: Der LKW, der Fernbus, der Gigaliner, der Benziner, der Diesel, der SUV und der Stromer.




Temperaturentwicklung des Monats Oktober über die letzten 75 Jahre in Deutschland

Bild rechts: Der Oktober zeigt sich jedes Jahr mit seiner goldenen Blätterfärbung. Doch dieses Jahr machte sich die Sonne rar. Der Oktober 2016 war extrem sonnenscheinarm. Das Leuchten der Farben war deshalb nicht so auffällig wie in sonnenreichen Jahren davor. Foto: Josef Kowatsch

Die Gründe für diesen relativ kühlen und sonnenscheinarmen Oktober 2016 sind bei den Großwetterlagen zu suchen und nicht bei den Treibhausgasen, die auch diesmal keine Erwärmung bewirken konnten. Diesmal kamen die Winde, manchmal auch Stürme vorwiegend aus nordwestlichen, nördlichen und östlichen Richtungen. Auch die Berge in mittlerer Höhe zeigten oftmals schon eine weiße Kuppe. Auf der Zugspitze war es bereits der erste sehr kalte Wintermonat mit Durchschnittstemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Doch wo ist dieser Oktober 2016 in Deutschland einzuordnen? Wir wählen zunächst einen längeren Betrachtungszeitraum und zwar ab Oktober 1942, das sind 75 Jahre, weil in der folgenden Grafik auch 75 Oktobermonate eingezeichnet sind. In allen Grafiken sind auf der linken y-Achse die Temperaturen aufgetragen, auf der horizontalen die Jahre seit Messbeginn.

Abb.1: Oktober 1942 bis 2016: Das sind 75 Betrachtungsjahre, weil 75 Oktobermonate. Die Grafik zeigt, dass der Oktober 2016 zu den kühleren gehört, jedoch war 1974 deutlich kälter. Die leicht steigende Trendlinie zeigt aber auch, dass in den letzten 75 Jahren keinerlei signifikante Erwärmung stattgefunden hat. Die Trendlinie ist nahezu die Temperaturdurchschnittslinie über die letzten 75 Jahre und liegt bei etwa 9°C.

Anmerkung: Die Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind nicht wärmeinselbereinigt, doch hat sich Deutschland in den letzten 75 Jahren gravierend verändert. Jeder menschliche Eingriff in die Landschaft führt zu einer schleichenden Erwärmung bei den Messstationen.

Bild dazu: Messstation, früher in der Natur, heute auf einem Parkplatz. Der Standort blieb gleich, nur dessen Umgebung hat sich wärmend durch menschliche Eingriffe verändert. Quelle: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/neue-usgs-studie-hitze-speichernder-beton-und-asphalt-beeintraechtigen-us-klimastationen-immer-mehr/

Das bedeutet letztlich, dass die Temperaturen des Monates Oktober über den Zeitraum der letzten 75 Jahre womöglich fallend wären, wäre Deutschland so geblieben wie es noch 1942 war. In diesem Zeitraum ist die CO2-Konzentration der Luft aber deutlich gestiegen und zwar von etwa 300 = 0,03% auf 400 ppm. Dieser rasante CO2-Anstieg konnte jedoch die deutschen Durchschnittstemperaturen des Oktobers nicht erhöhen, denn der leichte Trendlinienanstieg resultiert aus der Zunahme der Wärmeinseln in Deutschland.

Unsere Behauptung wird durch den Temperaturverlauf der sehr ländlichen Station Zwönitz im Erzgebirge bestätigt. Zwönitz hat sich in den letzten 75 Jahren weniger wärmend verändert als der Rest Deutschlands. Leider beginnen die Aufzeichnungen der Wetterstation Zwönitz erst ab 1944, so dass die beiden warmen Oktobermonate der Jahre davor nicht in die Trendlinie mit eingehen können.

Grafik 2: Bei der wärmeinselarmen Station Zwönitz in einem Tal im Erzgebirge haben sich die Temperaturen der Oktobermonate in den letzten 73 Jahren kaum verändert. Die Trendlinie ist nicht signifikant steigend. Die Messreihen beginnen leider erst 1944, somit entfallen im Vergleich zu Grafik 1 zwei relativ warme Oktobermonate gleich zu Beginn, Werte die über 9 und 10 liegen würden..

Natürlich ist der Ort Zwönitz im Erzgebirge nicht wärmeinselfrei. Denn auch in und um diesen Ort gab es Landschaftsveränderungen vor allem nach dem Kriege durch wärmende menschlichen Bebauungen, durch zunehmende Flächenversiegelungen und das vor allem in den letzten 10 Jahren, aber eben nicht so gravierend wie im restlichen DWD-Deutschland.

Der Temperaturverlauf in diesem langen Zeitraum war nicht immer gleich: Unterteilen wir im Folgenden die 75 Jahre der Grafik 1 (DWD-Deutschland) in zwei Hälften, dann sehen wir, dass es durchaus unterschiedliche Temperaturentwicklungen laut Deutschem Wetterdienst gab.

Grafik 3: Wie schon bei den anderen Monaten zeigt auch der Oktober eine deutliche Abkühlung zu Beginn der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er fiel am Ende dieser ersten Betrachtungsperiode in ein kleines Kälteloch, das um 1974 seinen Temperatur-Tiefpunkt hatte.

Ergebnis: Die Oktobermonate wurden in Deutschland zunächst kälter. Nach dem 2. Weltkrieg glaubten nicht wenige Meteorologen an eine bevorstehende kleine Eiszeit mit unangenehmen Folgen für den Traubenlesemonat Oktober, mit gravierenden Ernteeinbußen und eine Verschlechterung der Weinqualität.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Oktobermittelwerte in Deutschland haben die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen, die sich bis 1881 zurückverfolgen lassen. Weil der Oktober der erste Monat des Winterhalbjahres ist, wirken nicht nur die nördlichen Großwettertypen, sondern auch die Großwettertypen mit östlichem Strömungsanteil, darunter die berüchtigten Skandinavien- Hochs, meist schon deutlich kühlend, denn die Sonne schafft es nicht mehr, die in den immer längeren Herbstnächten erfolgende Ausstrahlung und die bei diesen Lagen oft erfolgende Kaltluftadvektion zu kompensieren:

Grafik 4: Tendenziell fällt der Oktober kühler aus, wenn er mehr Tage mit Nord- und Ostwetter aufweist. Der Zusammenhang erklärt mehr als ein Drittel der Variabilität der Oktobertemperaturen; der entsprechende Korrelationskoeffizient von 0,598 ist signifikant. Der kälteste Oktober (4,5°C) wurde 1905 beobachtet und wies 19 Tage mit dem Großwettertyp Nord und 3 Tage mit dem Großwettertyp Ost auf- insgesamt also 22 Tage mit stark kühlend wirkenden Lagen. Wetterlagenklassifikation nach HESS/BREZOWSKY.

Gehen wir zurück zur Abkühlungstendenz bei Grafik 3. Eine bevorstehende kleine Eiszeit? Die Grafik beweist eindeutig, dass die klimatischen Schwankungen nichts mit der Kohlendioxid-Konzentration zu tun haben können, denn auch in diesem ersten Betrachtungsabschnitt von 1942 bis 1979 ist die CO2-Konzentration in der Luft gestiegen. Führt ein Anstieg der CO2-Werte etwa zu einer Abkühlung? Man könnte es vorschnell meinen. Seriöse Klimawissenschaftler fragen nach den vielfältigen Gründen dieser Abkühlung im Zeitraum bis 1974. Nur die CO2-Erwärmungsgläubigen verschließen ihre Augen vor solchen Fragen, da sie nicht in das Schema ihres erwärmenden Treibhaus-Irrglaubens passen.

Die seinerzeit – vor 40 Jahren- prophezeite weitere Abkühlung setzte sich jedoch glücklicherweise nicht fort, der weitere Anstieg der CO2-Konzentration führte zu keiner weiteren Abkühlung. Ganz andere Gründe beeinflussen das Temperaturverhalten. Vor allem die Großwetterlagen haben sich ab 1978 geändert, anstatt mit Nordströmungen wurde Mitteleuropa wieder vermehrt mit West- und wärmenden Südwestströmungen im Oktober versorgt, die Sonnenscheindauer nahm zu, was zu deutlichen Tages- und Nachterwärmungen führte, wobei die vom Menschen seitdem durchgeführten Landschaftsveränderungen, großzügig geplante wärmende Urbansierungen in die freie Natur hinein, der zusätzliche Wärmeinseleffekt der Bebauung, diese wärmenden Änderungen der Großwetterlagen unterstützte. Das Ergebnis zeigt die nächste Grafik:

Grafik 5: Im Betrachtungsabschnitt 2, von 1979 bis heute ist der Oktober wieder etwas wärmer geworden, zugleich zeigt die Grafik aber auch, dass die Erwärmung um 2000 endete und seitdem stagnieren die Temperaturen auf einem hohen Niveau mit einer leichten Tendenz zur Abkühlung.

Oktober in der Gegenwart.

Als Gegenwart wählen wir die Oktobermonate seit 2000, das sind 17 Monate

Grafik 6: In der Gegenwart, also seit dem Jahre 2000 zeigt der Oktober wieder eine leichte, aber noch nicht signifikante Abkühlungstendenz. Der goldene Oktober scheint seinen goldenen Glanz in der Gegenwart eher zu verlieren.

Man beachte, in diesem Gegenwartszeitraum der Grafik 6 sind die CO2-Konzentrationen besonders gestiegen, die Oktobererwärmung hat sich jedoch nicht fortgesetzt. Ein leichter Anstieg CO2 hat aber auch keine abkühlende Wirkung, sondern die Sonnenscheindauer und die Großwetterlagen haben sich negativ verändert. Somit zeigen auch diese letzten Grafiken, dass Kohlendioxid und Temperaturentwicklung nichts oder kaum etwas miteinander zu tun haben können.

Zusammenfassung:

1) Der Monat Oktober hat sich in Deutschland dank Wärmeinseleffekt in den letzten 75 Jahren nur minimal erwärmt.

2) Nach 1945 sanken zunächst die Temperaturen bis 1975, um dann erneut bis zum Jahre 2000 wieder leicht anzusteigen. Seitdem scheint sich wieder ein leichter Rückgang anzudeuten.

3) Wärmeinselbereinigt – siehe Grafik 2 – ist derzeit wieder das Temperaturniveau wie vor 75 Jahren erreicht.

4) Im ganzen Zeitraum sind jedoch die Kohlendioxidkonzentrationen, insbesondere in den letzten 17 Jahren der Gegenwart, rasant gestiegen.

Merke: Das Temperaturverhalten des Monates Oktober über die letzten 75 Jahre zeigt erneut, dass Kohlendioxid keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben kann.

Der Mensch beeinflusst die Temperaturen natürlich wärmend mit über die täglich zunehmenden Wärmeinseleffekte bei den Messstationen, sowie über die weitere Urbanisierung der Landschaft. Die Grafik einer WI-armen Station wie Zwönitz oder wie Amtsberg-Dittersdorf in Sachsen zeigt seit über 20 Jahren bereits eine leichte Abkühlung, genauso wie Schneifelforsthaus ganz im Westen Deutschlands.

Fazit: Die im Artikel gezeigten Temperaturverläufe des Monates Oktober von Deutschland können die in den Medien ständig behauptete, menschengemachte CO2-Klimaerwärmung nicht bestätigen. Die CO2-Erwärmungstheorie ist deshalb ein wissenschaftlicher Irrglaube. Diesem Irr-Glauben fehlt zudem jedweder Versuchsbeweis.

Josef Kowatsch, unabhängiger Klimawissenschaftler und Naturbeobachter.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher.