Aufruf nach Marrakesch: Warum der Mensch Kohlenstoff verbrennen MUSS!

  1. 1. Das Leben in seiner heutigen Form beruht auf drei tragenden Säulen: Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid in der Luft. Wenn nur eine dieser Säulen wegbricht, stirbt das Leben

  2. 2. Sonnenlicht gibt es jeden Tag neu, Wasser durchläuft einen Kreislauf und steht auch immer zur Verfügung. Und wie ist es mit Kohlendioxid?

  3. 3. Pflanzen spalten das Kohlendioxid mittels Sonnenlicht und Wasser auf in Kohlenstoff und Sauerstoff. Den Kohlenstoff behält die Pflanze für sich, den Sauerstoff setzt sie in der Atmosphäre frei.

  4. 4. Sonnenlicht ist für die Pflanzen „erneuerbar“, Wasser auch. Aber Kohlendioxid ist von Natur aus NICHT erneuerbar. Ist es als Kohlenstoff erst einmal in der Erde eingelagert (als Kohle, Öl oder Gas), ist er dem Leben entzogen.

  5. 5. Dauerhaft Nachschub für Pflanzen ist also nur für Sonnenlicht und Wasser gewährleistet. Ist dagegen das Kohlendioxid aufgebraucht, ist es für immer verschwunden. Zwar gibt es aus zahlreichen vulkanischen Quellen CO2-Nachschub (in einer Menge, die den menschlichen Beitrag völlig marginalisiert auf etwa 3%), doch reicht diese Menge zur dauerhaften Erhaltung des auf Kohlenstoff basierendem Lebens nicht aus. Und den bereits eingelagerten Kohlenstoff zu „recyceln“ ist die Natur allein nicht in der Lage.

  6. 6. Dieses kann nur der Mensch bewerkstelligen, indem er den Kohlenstoff verbrennt. Dann verbindet er sich mit dem Sauerstoff der Luft wieder zu Kohlendioxid. Die frei werdende Wärme entspricht eins zu eins der Wärme von der Sonne, die im Kohlenstoff gespeichert ist.

  7. 7. Wenn man die Masse der in der Erde liegenden Kohlenstoff-Formen bedenkt (und auch die noch viel größeren Kalkgesteinsmassen), dann muss es vor Beginn der Entwicklung des heutigen Lebens erheblich mehr Kohlendioxid in der Luft gegeben haben als heute. Die Erde ist damals natürlich nicht übergekocht, sondern das Leben hat sich in einer beispiellosen, üppigen Vielfalt ausgebreitet.

  8. 8. Heute ist der ehemals große Vorrat an Kohlendioxid weitgehend aufgebraucht. Vor allem die riesigen Wälder des Karbon haben ungeheure Mengen davon „vernascht“. Inzwischen steigt aber die Konzentration wieder – zum Glück für Natur und Mensch.

FAZIT: Es obliegt allein dem Menschen, den Kohlenstoff zu recyceln, weil die Natur von sich aus dazu nicht in der Lage ist. Es handelt sich in diesem Fall um eine klassische Win-Win-Situation, wobei der Gewinn für beide Seiten unabschätzbar ist.

Und was macht der Mensch stattdessen? Er bekämpft dieses Recycling – und macht daraus eine Loose-Loose-Situation, wobei der Verlust für beide Seiten auf mittlere Sicht maximal ist: Natur und Mensch sterben aus! Und natürlich auch alle Ideologen und SZ-Redakteure, die jetzt so laut Anti-CO2 schreien. Sie scheinen es kaum erwarten zu können, mit ihrem Aussterben die Erde zu retten!

Zum Glück dürfte aber in Marrakesch wieder alles nur Schall und Rauch sein. Jedes Scheitern ist eine gute Nachricht!

© Chris Frey November 2016




Atomausstieg: Deutschlands Alleingang

Niemand produziert so viele Solarzellen wie die Chinesen, allerdings fast nur für den Export. Ihr Anteil am Weltmarkt wird auf 80 Prozent geschätzt. Für die eigene Stromversorgung setzt China voll auf Kernenergie. 42 neue Atomreaktoren befinden sich dort zurzeit in Planung, 24 davon standen Ende letzten Jahres im Bau. Ähnlich sieht es in Russland (25 geplant, 8 im Bau), Indien (20 geplant, 6 im Bau) oder Südkorea (6 geplant, 4 im Bau) aus. In den USA werden zurzeit 5 neue Atomreaktoren aus dem Boden gestampft.

Die Liste der Länder, die trotz Fukushima weiter Kernkraftwerke bauen, ist lang und vielfältig. Sie reicht von Argentinien und Brasilien über Frankreich und Grossbritannien bis Pakistan und Tschechien. Vor allem aufstrebende Schwellenländer, aber auch die Ölscheichs im Mittleren Osten setzen auf Atomstrom.

Zwar gibt es eine Reihe von Ländern, die gar nie eingestiegen sind, etwa Australien oder Österreich. Andere, etwa Belgien und Spanien, lavieren seit Jahren an einem Ausstieg herum.

Mit der politisch motivierten Einmottung funktionstüchtiger Anlagen steht Deutschland allerdings ziemlich einsam da.

Ob die Schweiz in diesem Fahrwasser schwimmen will, wird sich am 27. November zeigen.

Die meisten Kernkraftwerke wurden in den achtziger Jahren gebaut. Nach 1995 flachte der Zuwachs markant ab. Da etliche Reaktoren der ersten und zweiten Generation durch grössere ersetzt wurden, nahm auch die nukleare Produktion stetig zu, sie deckt heute weltweit rund 12 Prozent des Strombedarfs. Dahinter stehen nicht nur wirtschaftliche und strategische (Versorgungssicherheit) Überlegungen, sondern auch ökologische.

Sollte eine weltweite Einigung zur Reduktion der CO2-Emissionen zustande kommen, ist die Kernenergie ­neben dem Wasser mit grossem Abstand die ­effizienteste und preisgünstigste Option.

Erfindungen lassen sich nicht wegdenken

Reaktoren der neusten Generation sind nach einem passiven Sicherheitskonzept ausgelegt, das eine Kernschmelze praktisch ausschliesst. Doch die Entwicklung steht erst an ihrem Anfang. Da die theoretischen Grundlagen gut erforscht sind, lässt sich das Potenzial ziemlich zuverlässig abschätzen. Es ist gewaltig. Die ­Palette reicht vom kleinen, inhärent sicheren Kugelhaufenreaktor, der auch in Ballungsgebieten oder etwa in der Schifffahrt eingesetzt werden könnte, bis hin zur Brütertechnologie. Diese – in der Fachwelt spricht man von Reaktoren der vierten Generation – würde das Entsorgungsproblem massiv entschärfen.

Und das ist keineswegs Zukunftsmusik. Im französischen Kernkraftwerk Creys-Malville wurde die Technologie bereits erprobt. Vor wenigen Monaten ging im russischen Belojarsk der schnelle Brüter BN-800 ans Netz, der nicht nur lang strahlende Abfälle in Strom verwandeln kann, sondern auch ausgemusterte Atomwaffen. Ähnliche Vorteile bietet der Ersatz des Brennstoffs Uran durch Thorium.

Der Nachteil: Mit dem Brüter kann im Prinzip auch waffenfähiges Plutonium hergestellt werden. Es ist kaum ein Zufall, dass die Atommacht Russland diese Technologie am intensivsten vorantreibt. Allerdings baute auch das friedliebende Deutschland während der achtziger Jahre in Kalkar einen schnellen Brüter. Dieser wurde 1991 aus politischen Gründen wieder eingemottet, bevor er richtig lief.

Doch das Rad der Geschichte liess sich damit nicht zurückdrehen. Schon 1961 legte Friedrich Dürrenmatt im Stück «Die Physiker» plastisch dar, warum eine Erfindung, die einmal gemacht worden ist, nicht mehr aus der Welt ­gedacht werden kann.

Wenn die Deutschen nicht mehr im Atombereich weiterforschen, dann tun es halt die Chinesen –
und verkaufen ihnen dafür Windräder und Sonnenfänger.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in WELTWOCHE Zürich:

Atomausstieg: Deutschlands Alleingang | Die Weltwoche, Ausgabe 44/2016 | Donnerstag, 3. November 2016

http://www.weltwoche.ch/

EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor Alex Baur für die Gestattung des ungekürzten Nachdrucks.

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Begutachtung: Warum Skeptizismus unabdingbar ist

Bild rechts: © Josh www.cartoonsbyjosh.com, gezeigt mit schriftlicher Erlaubnis von Josh

[Weitere Vorbemerkung: Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht ,Peer Reviewed‘. Der Einfachheit halber übersetze ich dies hier mit ,Begutachtung‘.]

Vorwort von Christopher Essex andMatt Ridley

Das IPCC hat wiederholt und fälschlich behauptet, dass es sich vollständig auf begutachtete Studien stützt. Donna Laframboise hat Freiwillige in Anspruch genommen, dieser Behauptung nachzugehen und fand heraus, dass ein erheblicher Teil der Literaturhinweise im 4. Zustandsbericht der ,grauen Literatur‘ zuzuordnen ist – das heißt, Presseerklärungen, ,Reportagen‘ von Interessengruppen und so weiter, welche nicht einmal entfernt die normale begutachtete wissenschaftliche Literatur ausmachen.

Selbst wenn alle vom IPCC verwendeten Referenzen begutachtet wären, würde dies nicht bedeuten, dass sie unfehlbar sind. Begutachtung ist kein allgemeiner Schutz gegen Vorurteile, Fehler oder irrige Ansichten, war es nie und wird es auch niemals sein. Dass es für Einige so aussieht, als sei das doch der Fall, ist ein Missverständnis ihrerseits, welches weit verbreitete Mythen spiegelt über die Realität der Untersuchungen von Menschen in der natürlichen Welt.

Für Nicht-Wissenschaftler, die zum ersten Mal in die Wurstfabrik der Wissenschaft schnuppern, ist dies überraschend. Dort erweist sich nämlich die Begutachtung als ein oftmals verzerrter, schädlicher und oberflächlicher Prozess, der in jeder Hinsicht den Erwartungen der Öffentlichkeit über Wissenschaft widerspricht. Aber Wissenschaftler wissen, dass verschärfte Vorschriften oder Standards niemals Dinge verbessern können, weil es keine höheren Kompetenzen gibt, an die man sich in einer Domäne menschlicher Unterfangen wenden könnte, in der niemand die Antworten kennt oder jemals kennen wird – daher die Bezeichnung ,Begutachtung‘ und nicht ,Korrektur von Experten‘ [expert correction].

Donna Laframboise erkennt, dass „es einen Grund gibt, warum unter veröffentlichenden Insidern die spöttischsten Kritiker von Begutachtung sind. Sie wissen, dass es meist nur ein Spiel ist. Jedermann tut so, als ob alles in Ordnung ist, trotz eines Berges von Beweisen für das Gegenteil“. Die meisten Wissenschaftler tolerieren die Begutachtung widerwillig, weil ihnen nichts Besseres einfällt. Erfahrene Personen erwarten nicht viel davon, selbst wenn sie mitspielen müssen, um unter den jetzigen Bedingungen erfolgreich zu sein (bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts war Begutachtung praktisch nicht existent).

Die meisten Wissenschaftler zucken zusammen, wenn sie andere Wissenschaftler behaupten hören, dass weil ihre Arbeit begutachtet ist, sie nicht auf Kritik reagieren müssen, selbst nicht auf solche von qualifizierten Kollegen, egal ob begutachtet oder nicht. Einige stellen sicher solche Behauptungen auf: „…viele Akademiker bestehen darauf, dass die Forschung, für die sie stehen, vollständig überprüft ist. Tatsächlich verhalten sie sich oft so, als ob sie einem Standard genügen, der anderswo einzigartig ist“, beobachtet Laframboise.

Außerdem ziehen sich diese gleichen Wissenschaftler von der Wahrheit über den menschlichen Wissensstand zurück, wenn Fakten ihren Behauptungen widersprechen. Laframboise weist darauf hin, dass „andererseits diese Herrschaften keine Verantwortung dafür übernehmen, wenn ihre erarbeiteten Informationen sich als falsch herausstellen. In solchen Fällen wird dann jeder daran erinnert, dass wissenschaftliche Veröffentlichungen in Wirklichkeit nichts anderes sind als ein Gedankenaustausch“. Nur wenige kompetente Wissenschaftler betrachten das gegenwärtige wissenschaftliche Denken als mehr als provisorisch. Es ist immer offen für Herausforderungen.

Begutachtung wird auch missbraucht als eine Form von Bewachung von Toren, um orthodoxe Gedanken vor Herausforderungen zu bewahren. Laframboise: „Alternative Denkschulen sind viel anfälliger für Verachtung als eine faire Anhörung, und die heimlichtuerische Natur von Begutachtung bietet reichlich Deckung für Intoleranz und Tribalismus … Sie macht unkonventionelle Denker abhängig von der Gnade ihrer konventioneller denkenden Kollegen. Tatsächlich scheint dieses Verfahren darauf ausgerichtet, das mutige originelle Denken, das zu wissenschaftlichen Durchbrüchen führt, auszulöschen – anstatt es zu befeuern“. Viele unorthodoxe Gedanken stellen sich als falsch heraus, aber sie sind das Lebenselixier wissenschaftlichen Fortschritts. Sie fordern unsere Orthodoxien heraus, schärfen sie entweder oder verwerfen sie. Folglich ist die Auffassung, das Orthodoxe herauszufordern, in der Wissenschaft als Notwendigkeit akzeptiert, wenn auch mitunter widerwillig.

Schranken gegen das Unorthodoxe sind in keiner Weise ein neues Problem. Niedere Geister haben zu jeder Zeit über die Jahrhunderte die Höhenflüge der Genies behindert. Das reicht von Galilei über Semmelweis bis zu Einstein, gilt aber auch für tausende andere Fälle, die nur die erfahrensten Wissenschafts-Historiker jemals erfahren werden. Spektakuläre Skandale kommen und gehen, aber Wissenschaft ist letztendlich ein langes Spiel der Generationen, und nicht etwas, das in Nachrichten-Zyklen gespielt wird. Warum aber ist dann die öffentliche Debatte über die oberflächlichen und vetternwirtschaftlichen Aspekte in den Medien volumenmäßig so stark gewachsen? Teilweise ist die Ursache dafür darin zu suchen, dass Wissenschaft ein ,größeres‘ und zentralisierteres Unterfangen geworden ist, bei dem massive Budgets in konventionelles Wissen gesteckt wurden, und mehr Politiker sind involviert bei der Anwendung bestimmter Schlussfolgerungen. Wie sonst kann man den Terminus ,orchestriert‘ beschreiben, der dazu erdacht worden ist, von politischen Entscheidungsträgern herangezogen zu werden?

Klar ist, dass Menschen, die sich niemals mit der Historie der Wissenschaft befasst haben oder niemals auf der unbequemen Seite einer wissenschaftlichen Debatte gestanden haben, einen Schock erleiden dürften, wenn sie zum ersten Mal mit dieser chaotischen und erbärmlichen Realität in Berührung kommen. Nicht im Mindesten schockanfällig sind die Medien, welche schnell und eifrig dabei sind, schwere Wissenschafts-Skandale in Medizin, Sozialwissenschaften, Neurowissenschaften und Wirtschaft anzuprangern. Aber komischerweise bieten sie nichts dergleichen beim Thema Klima, obwohl dies eines der stärksten Treiber der Politik ist und verschwenderisch finanzierte Bereiche der heutigen Wissenschaft umfasst.

Liegt es daran, dass es in der Klimatologie nur wenige Beispiele schlechter Anwendungen, Nicht-Reproduzierbarkeit, Widerrufungen, Begutachtungs-Kumpaneien und Türhüter gibt? Nichts dergleichen! Die Klimagate-E-Mails aus dem Jahr 2009 enthüllten Türhüter-Praktiken in höchster Vollendung. Wer kann Phil Jones vergessen, der am 8. Juli 2004 an Michael Mann geschrieben hat, dass er keine dieser Studien im nächsten IPCC-Bericht veröffentlicht sehen will. ,Kevin und ich werden sie irgendwie heraushalten – selbst wenn wir umdefinieren müssen, was begutachtete Literatur ist‘. Oder welche Mühe Steve McIntyre und Ross McKitrick hatten, ihre umfassende Dokumentation der statistischen Fehler und willkürlichen Datenselektion in der infamen ,Hockeyschläger-Studie‘ zu veröffentlichen (was aber dennoch zu einer Anhörung im Kongress führte). Oder wie Richard Tol die Verfahren von Cook et al. zur Produktion der ,97%-Studie‘ bloßgestellt hat. Wieder und immer wieder sind begutachtete Klimastudien nach ihrer Veröffentlichung in ihre Bestandteile zerfallen unter der Sorgfalt von Menschen wie McIntyre, Willis Eschenbach, Donna Laframboise, Judith Curry und Nic Lewis. Und diesen stehen nicht einmal ansatzweise die Maschinen und Ressourcen zur Verfügung für ihre unabhängigen Widerlegungen des Outputs der Klimamodelle. All dies beschreibt Laframboise zu recht in der folgenden Abhandlung.

Tatsächlich bietet schon dieser Bereich der Klimawissenschaft allein eine gut gefüllte Fundgrube dieser Krise der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit. Und doch ist es der Skandal, dessen Bezeichnung man nicht aussprechen darf. Die Diskussion der Krise von Begutachtung in Nature, Science, The Economist und Anderen ignorieren mit großem Eifer jedwedes Beispiel aus der Klimawissenschaft. Warum ist das so?

Es ist ein Artikel über Glaube unter bestimmten Wissenschaftlern und Wissenschafts-Journalisten, weil der Klima-Skeptizismus auch ein Standpunkt ist, der von den rechts stehenden Politikern geteilt wird, so dass niemand in der Wissenschaft den Skeptikern Futter geben darf.

Dies ist nichts weniger als die moderne Manifestation von Türhüterschaft, die dem historischen Vermächtnis folgt, getrieben von reiner Ignoranz und Selbsttäuschung, um die Kräfte, die tatsächlich die Wissenschaft voranbringen, außen vor zu halten. Wissenschaftliche Forschung bringt menschliche Fähigkeiten an ihre Grenzen, und es sind diese Grenzen, an denen menschliche Schwächen am prominentesten werden.

Menschen sind fehlbar. Das ist eine der wichtigsten Lektionen aus der Historie der Wissenschaft. Die Lehre aus diesen erschütternden wissenschaftlichen Skandalen und Absurditäten ist keine des Verdrusses und eine Versuchung, in Zynismus zu verfallen. Die wirklichen Autoren derartiger Skandale sind Laien, Akademiker, Journalisten und Politiker, die den vielen hoch erfahrenen, von alternativen Standpunkten motivierten Wissenschaftlern nicht ihr Ohr leihen, die solche dubiosen Behauptungen auf den Prüfstand stellen können. Ein allgegenwärtiger, unerzogener Aufruf an die Wissenschaft als monolithische, unergründliche Autorität, die man lediglich unter dem Gesichtspunkt moralischer Reinheit anstatt Fakten-Genauigkeit betrachtet, hat eine solche faire Anhörung fast unmöglich gemacht. Und der Aufruf ist sehr schädlich für die Wissenschaft und für uns alle.

Christopher Essex

Matt Ridley

September 2016

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Summary

Vor dem Klimagipfel in Kopenhagen im Jahre 2009 verteidigte der Medizin-Nobelpreisträger Peter Doherty das IPCC gegen seine Kritiker. Im IPCC arbeiten hunderte Wissenschaftler, die ,ihre Beweise exklusiv aus begutachteter, veröffentlichter wissenschaftlicher Literatur‘ gewinnen, schrieb er. Etwa zur gleichen Zeit wurde der IPCC-Vorsitzende gefragt, ob ein Report des indischen Umweltministeriums den pessimistischen Standpunkt des IPCC hinsichtlich der Gletscher des Himalaya ändern könnte. ;Die IPCC-Studien umfassen ausschließlich begutachtete Wissenschaft‘, erwiderte Rajendra Pachauri verächtlich. Solange die Daten in dem Bericht nicht in einer „vernünftigen glaubwürdigen Veröffentlichung erscheinen“, sagte er, „können wir sie einfach in den Papierkorb werfen“.

Begutachtete Forschung ist zuverlässig, heißt es. Nicht begutachtete Forschung ist es nicht. Das IPCC macht ausgiebig Gebrauch von Ersterem, daher kann man dessen Schlussfolgerungen trauen. Dieses Argument war lange Zeit angeführt worden, um Kritik abzuwehren und widersprechende Klima-Perspektiven zu zurückzuweisen.

Aber dahinter steckt eine zweifelhafte Annahme: dass nämlich akademische Veröffentlichungen eine solide Grundlage sind, auf der man Entscheidungen in der realen Welt treffen kann. Tatsächlich befindet sich die Wissenschaft gegenwärtig im Griff einer ,Reproduzierbarkeits-Krise‘, die so ernst ist, dass der Herausgeber eines prominenten Journals erklärt hat, dass ,Vieles in der wissenschaftlichen Literatur, vielleicht die Hälfte, einfach unwahr‘ ist. Die Berichterstattung in den Medien, die erklärt, dass die ,Wissenschaft gebrochen‘ ist, wurde Allgemeingut.

Im ersten Teil dieses Reports wird gezeigt, dass die Entscheidung eines Journals, eine Studie zu veröffentlichen, keine Garantie bietet, dass dessen Schlussfolgerungen solide sind. Große Teile der Begutachtungs-Arbeit enthalten Fehler. Betrügerischer Forschung gelingt selbst bei den prestigeträchtigsten Journalen der Sprung durch die Sperren. Und während die Wissenschaft eigentlich sich selbst korrigierend sein sollte, ist der Prozess dazu planlos und unflexibel.

Eine Politik kann nicht als auf Beweisen beruhend angesehen werden, falls die Beweise, auf der sie beruhen, niemals unabhängig verifiziert worden sind. Begutachtung erfüllt diese Funktion nicht.

Nachrichten aus den Bereichen Astrobiologie, Ökologie, Ökonomie, Chemie, Computer-Wissenschaft, Management-Studien, Medizin, Neurowissenschaft, Psychologie und Physik erzählen allesamt die gleiche Story: ,Begutachtet‘ heißt nicht ,Politik-geeignet‘ [Unübersetzbares Wortspiel: ’peer-reviewed’ does not equal ’policy-ready.’]

Im 2. Teil dieses Reports werden wir ersucht, alles zu überdenken, was wir glauben über das Klima zu wissen. Während gute Wissenschaftler immer verstanden haben, dass Begutachtung nicht Genauigkeit zertifiziert, glauben IPCC-Funktionäre – unterstützt durch Politiker, Aktivisten und Journalisten – dass politische Entscheidungen bzgl. des globalen Klimas auf dieser auf Sand gebauten Grundlage erfolgen sollten.

Falls auch nur die Hälfte aller begutachteten Forschungen ,einfach unwahr sein könnte‘, ist die Hälfte der gesamten Klimaforschung ebenfalls unwahr. Die politischen Implikationen dieses Gedankens sind immens.

2 Klima-Implikationen

Im Jahre 2008 hat der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri einem Komitee des Gesetzgebers in North Carolina gesagt, dass die seit Mitte des 20. Jahrhunderts stattfindende globale Erwärmung ,höchstwahrscheinlich‘ die Schuld der Menschen ist. Ein jüngst erschienener IPCC-Bericht war zu diesem Ergebnis gekommen, sagte er, und seine Zuhörer können sicher sein, dass der Bericht maßgeblich war, weil: Wir führen die Abschätzung des Klimawandels auf der Grundlage begutachteter Literatur durch. Darum muss alles, auf das wir schauen und das wir in Betracht ziehen für unsere Zustandsbeschreibungen die Glaubwürdigkeit begutachteter Veröffentlichungen haben muss; wir machen es für nichts weniger als das.

Pachauris Kausalkette ging so: Wissenschaftliche Literatur ist zuverlässig, weil sie begutachtet worden ist. IPCC-Schlussfolgerungen sind zuverlässig, weil sie auf dieser festen Grundlage ruhen.

Aber Begutachtung ist ein auf Sand gebautes Schloss. Pachauris Verbindung zwischen den Termini ,Glaubwürdigkeit‘ und ,begutachtet‘ beleuchtet die verstörende Tatsache, dass nicht verifizierte akademischen Forschungen häufig zur Grundlage werden für politische Entscheidungen in der realen Welt.

Dieser Report hat gezeigt, dass Akademiker in allen Disziplinen anfällig sind für ,kollektive Illusionen‘, die sie dazu bringen könnten, die Stichhaltigkeit bestimmter Beweise zu übertreiben. In ihm wurde erklärt, dass Wissenschaftler typischerweise weder Heilige noch Wegbereiter sind. Stattdessen sind sie beruflich der theoretischen Perspektive verpflichtet, auf der ihre Karrieren beruhen, und sie stehen häufig alternativen Standpunkten feindlich gegenüber. Wir haben auch gesehen, dass ein Viertel der Akademiker so verzweifelt danach trachtet, ihre Arbeiten in prestigeträchtigen Journalen zu veröffentlichen, dass sie eigensinnigen Beurteilern und Herausgebern erlauben, Fehler in ihre Arbeiten einzuführen.

Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass die politisch gekaperte Arena der Klimawissenschaft von diesen Problemen ausgenommen ist, oder dass sie nicht Anteil hat an den alarmierenden Raten der Nicht-Reproduzierbarkeit, wie sie in den Disziplinen Medizin, Ökonomie und Psychologie zutage tritt. Tatsächlich ist Nicht-Transparenz ein akutes Problem in der Klimawissenschaft infolge der Verwendung von Klimamodellierung mittels Supercomputern, die Zehner-Millionen Dollar kosten und Millionen Zeilen der Programmierung benötigen.

Außenstehende – seien das nun andere Wissenschaftler, Begutachter oder Journalisten – haben keinen Zugang zu dieser involvierten spezialisierten Software und Hardware, und es ist schwierig sich vorzustellen, wie ein solcher Zugang erfolgen könnte, um nicht die Personen und Jahre zu erwähnen, die es geben müsste, um die subtilen Computer- und Mathematik-Prozesse in einer solchen Modellierung vollständig zu erkunden, die für eine sorgfältige Prüfung des Modells erforderlich sind.

Reproduzierbarkeit ist das Rückgrat ordentlicher Wissenschaft. Falls es undurchführbar ist, die zahlreichen Hypothesen zu evaluieren, die in der Klimamodell-Software enthalten sind, und falls es Dritten an Computer-Erfahrung mangelt, würde ein großer Teil der Klimawissenschaft als inhärent nicht reproduzierbar daher kommen.

Die Welt gibt derzeit Milliarden aus für Maßnahmen, die die vermeintliche signifikante Rolle des Menschen hinsichtlich des Klimawandels bekämpfen sollen. Das IPCC sagt uns, dass dies umsichtig und notwendig ist. Aber IPCC-Berichte basieren auf Tausenden Forschungsstudien, deren Ergebnisse niemals unabhängig verifiziert worden sind. Falls auch nur die Hälfte aller begutachteten Forschungen ,einfach unwahr sein könnte‘, ist die Hälfte der gesamten Klimaforschung ebenfalls unwahr.

Wir müssen überdenken, was wir über das Klima zu wissen glauben. Als Reaktion auf die Reproduzierbarkeits-Krise in der Medizin werden jetzt die Anfänge eines Systems der Zuverlässigkeit eingerichtet. Forscher können vertrauensvoll ihre fertig gestellten Arbeiten vor der Veröffentlichung an ein unabhängiges Labor auf der Basis von Einzelleistungen schicken. Ergebnisse, die auf diese Art und Weise erfolgreich reproduziert werden können, verdienen die Bezeichnung ,unabhängig validiert‘. Die Laura-and-John-Arnold-Foundation fördert derzeit die Replikation von 50 wichtigen Krebs-Studien. Die Prostate Cancer Foundation hat sich zur Bewertung ausgewählter Forschungen gebildet. Und das Antibody Validation Project versucht, ,tausende kommerzieller Abwehrstoffe zu validieren‘, so dass Dollars für das Gesundheitswesen und Erfahrungen darin nicht durch eine Reihe von Forschern verschwendet werden, die blind den gleichen Wegen folgen.

Gegenwärtig ist Klimaforschung nicht Gegenstand bedeutender Sorgfalt, bevor das IPCC sie als ordentlich [sound] in seinen Berichten präsentiert. Wohlhabende grüne gemeinnützige Stiftungen und Agenturen der Regierung für Förderungen haben die Macht dies zu ändern, indem sie Maßnahmen ergreifen ähnlich denen, wie es derzeit im Bereich Medizin der Fall ist.

Solange grundlegende Klima-Ergebnisse nicht einen höheren Standard als bloße Begutachtung erreichen, können wir nicht behaupten, dass unsere Klimapolitik auf Beweisen beruht.

Link: http://www.thegwpf.org/content/uploads/2016/10/PeerReview.pdf

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Hier folgt der gesamte Beitrag (PDF) im Original:

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Bereit machen für den Kampf gegen Windräder

Die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten wiederholt häufig ihren Schwur, 500 Millionen Solarpaneele zu installieren. Auf ihrer Website verspricht sie: „Am Ende von Hillary Clintons erster Amtszeit werden über eine halbe Milliarde Solarpaneele verteilt über die ganze Nation installiert sein“. Und während wir wissen, dass sie Amerika zur „Supermacht für saubere Energie“ machen will, ist ihre Einstellung zu Windenergie nicht so offensichtlich. Grund hierfür ist vielleicht, dass deren Unterstützung in der Bevölkerung immer mehr schwindet, bekommen doch immer mehr Menschen mit, welche Auswirkungen Windräder auf ihr Leben haben.

Pragmatische Umweltaktivisten können kaum noch die Millionen Vögel ignorieren, die von den gigantische, sich drehenden Rotorblättern getötet werden – einschließlich Weißkopf- und Steinadler ebenso wie eine große Anzahl von Fledermäusen (welche so wichtig sind, die Insekten nicht überhand nehmen zu lassen), die zerschmettert werden. Einige haben sogar „erfolgreich auf einen Stopp der Konstruktion neuer Windräder geklagt“, berichtet **.

Immer mehr Gemeinden sagen: „Wir wollen hier keine Windturbinen!“. Zum Beispiel wurde in Ohio ein Windkraft-Projekt „versenkt“, als die Logan County [county = vergleichbar mit einem Landkreis bei uns. Anm. d. Übers.] einstimmig dafür votierte, die Forderung von EverPower nach einer Zahlung anstelle von Steuern für die Errichtung von 18 Windturbinen abzulehnen – obwohl seitdem der Entwickler versucht, auf anderem Wege an das Projekt zu kommen, und die Anwohner sind wütend. In Michigan ist der gesamte Lincoln Township Board gegen einen Plan von DTE Energy, 50 bis 70 weitere Windturbinen in die Gemeinde zu tragen – trotz der Tatsache, dass vier der fünf Mitglieder des Gremiums vom Nutzungsrecht profitieren würden, welches sie zuvor abgesegnet hatten.

Obwohl nicht oben auf der Prioritätenliste der von ihr angesprochenen Themen zu finden, wird eine Präsidentin Clinton den Fluss von Dollars der Steuerzahler an industrielle Wind-Entwickler stark ansteigen lassen. Auf einer ihrer Kampagnen in Iowa im Juli 2015 unterstützte sie Steuer-Anreize und sagte: „Wir müssen die Steuervorteile für die Erzeugung fortschreiben“. Zuvor behauptete sie, dass sie Steuererleichterungen für die Erzeugung von Wind- und Solarstrom [production tax credits (PTC)] für immer festschreiben wolle. (Anmerkung: ohne die PTC räumt sogar die Windindustrie ein (hier), dass „sie nicht einfach weitermachen könne“). Sie sagt häufig: „Ich will mehr Wind, mehr Solar, mehr Biotreibstoffe, mehr Energieeffizienz“. Man vergesse nicht, dass es auf der politischen Plattform ihrer Partei auch heißt: „Wir verpflichten uns, innerhalb eines Jahrzehnts unseren Strom zu 50 Prozent aus sauberen Energiequellen zu erzeugen“. Und: „Wir glauben, dass Amerika bis zur Mitte dieses Jahrhunderts vollständig mit sauberer Energie versorgt wird“.

Also, falls Ihr Wohngebiet nicht mit der Konstruktion schädlicher und gefährlicher Windräder konfrontiert ist, können Sie erwarten, dass das über kurz oder lang doch der Fall ist – selbst wenn Sie in einem Gebiet wohnen, das für seine Windarmut bekannt ist. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist: je mehr Windturbinen in die Höhe schießen, umso mehr Widerstand regt sich gegen sie – und desto mehr Möglichkeiten gibt es, das nächste Windprojekt zu Fall zu bringen.

Anstatt herauszufinden zu versuchen, was man selbst tun könnte, ermuntert John Droz Jr. Bürger, die ihre Gemeinde vor der Bedrohung eines neuen Windprojektes schützen wollen, die ihnen bereits zur Verfügung stehenden Ressourcen zu maximieren. Droz ist ein in North Carolina ansässiger Physiker und Bürgeranwalt, der bereits etwa 100 Gemeinden beraten hat.

Kevon Martis, der als ehrenamtlicher Direktor der Interstate Informed Citizens Coalition geholfen hat, Anwohner in 7 [US-] Staaten zu schützen, sagte mir : „Nicht ist schlimmer für einen Windkraft-Produzenten in einer Gemeinde, als wenn die Nachbargemeinde bereits ein Windkraftwerk in Betrieb hat. Kann man erst einmal die Auswirkungen selbst sehen, wenn man die gesamte Umgebung mit 50 Stockwerke hohen Kraftwerken bepflastert, können sie nicht länger dem mit Blumen geschmückten üblichen Pfad der Windunternehmen sowie deren Agenten folgen“. Das vernünftige Eintreten Martis‘ gegen Windpläne war extrem effektiv. In seinem Heimatstaat Michigan sollte Windkraft auf Landkreisebene seit dem Jahr 2009 11 mal Einzug halten – was in keinem Falle erfolgreich war. In Argyle Township in der Sanilac County gab Invenergy 164.000 Dollar für eine Kampagne in dem 36 Quadratmeilen [ca. 93 km²] Landkreis aus – und doch sprach sich die Mehrheit der Bürger dagegen aus.

Zwei Gemeinden in Vermont standen auf der Liste geplanter industrieller Windanlagen am 8. November. Dies spielt eine große Rolle bei den Gouverneurswahlen des Staates, wobei viele Demokraten sich dafür eingesetzt haben, für den Kandidaten der Republikaner zu stimmen, der sich deutlich gegen die weitere Entwicklung von Windkraft ausgesprochen hatte. Dort bietet der auswärtige Wind-Unternehmer im Wesentlichen den Wählern Schmiergeld an, damit diese das Projekt durchwinken.

Martis verwendet ein Konzept, das er „Trespass Zoning“ nennt [etwa: Eingrenzung von Eindringen] – von dem er sagt, dass es „de facto eine Subvention ist, die von den Nachbarn ohne jede Kompensation extrahiert worden ist“. Weil die Definition von trespassing [etwa: unbefugtes Eindringen] lautet: „Betreten der Ländereien des Eigentümers ohne Erlaubnis“ argumentiert Martis, dass die Begleitumstände der Winderzeugung – als da wären Lärm-Verschmutzung, explodierende Windturbinen und das damit verbundene Herumfliegen von Trümmern, Wertverluste des Eigentums und visuelle Beeinträchtigungen – die Wind-Unternehmer daran hindert, diese Grenze zu überschreiten. Er erklärt: „Wo der Windunternehmer diese nicht vermieteten Liegenschaften umsonst nutzen kann für störenden Lärm und Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen, hat er keinerlei Neigung, sich auch den benachbarten Wohnstätten zu nähern, um einen fairen Preis für deren Verluste an Attraktivität zu vereinbaren. Trespass Zoning hat den Nachbarn von Windkraftanlagen vor jeder ökonomischen Verhandlungsmacht bewahrt. …

[Diesen Absatz habe ich trotz intensiver gedanklicher Bearbeitung inhaltlich nicht verstanden und teilweise sehr frei übersetzt. Damit man die Übersetzung leichter auf Fehler abklopfen kann, folgt er hier im Original:

Martis uses a concept he calls “trespasseindringen zoning”—which he says is a “de facto subsidy extracted from neighbors without any compensation.” Because the definition of trespassing is: “to enter the owners land or property without permission,” Martis argues that wind turbine setbacks, that cross the property line and go to the dwelling, allows the externalities of wind development—noise pollution, turbine rotor failure and its attendant debris field, property value loss, and visual blight—to trespass. He explains: “Where the wind developer can use these unleased properties for nuisance noise and safety easements free of charge, they have no reason to approach the neighboring residents to negotiate a fair price for their loss of amenity. Trespass zoning has deprived wind plant neighbors of all economic bargaining power. It has donated their private property to the neighboring landowner’s wind developer tenant.”]

Droz stimmt zu, dass Zoning wichtig ist – ebenso wie Vorschriften. Er glaubt: da ein industrielles Windprojekt etwas ist, mit dem man über 20 Jahre lang oder so leben muss, scheint es klug zu sein, die Angelegenheit schon im Vorfeld sorgfältig, objektiv und mit Bedacht unter die Lupe zu nehmen. Droz sagt: „Die erste Verteidigungslinie ist unter den meisten Umständen ein gut formulierter und abwehrender Satz von Vorschriften, der sich auf Schutz der Gesundheit, auf Sicherheit und Wohlstand der Gemeinde konzentriert. Das kann ein eigenständiges Gesetz sein oder auch Teil eines umfassenderen Zoning-Dokumentes“.

Mary Kay Barton, eine Bürgerrechtsaktivistin aus New York State, begann schon vor über einem Dutzend Jahren, über das Thema industrielle Winderzeugung zu schreiben, als ihr Wohngebiet im Westen des Staates in das Visier von industriellen Wind-Unternehmern geraten war. Es war geplant, in Wyoming County über 2000 industrielle Windturbinen zu errichten, verteilt über alle 16 Gemeinden des Landkreises. Bisher haben die massiven Proteste der erbosten Anwohner dazu geführt, dass lediglich 308 Turbinen in fünf ländlichen Gebieten errichtet worden sind. Barton sagte mir: „Wir würden nicht einmal über industrielle Winderzeugung reden, wäre da nicht die Vetternwirtschaft ganz oben, welche den Betrug der Verbraucher erst möglich machte. Dieser Betrug war es zu verschweigen, dass industrielle Winderzeugung nur existieren kann mit reichlichen Subventionen, Anreizen und gesetzlicher Vorschriften bzgl. Erneuerbarer“.

Die Energie-Bürgeraktivistin Kristi Rosenquist weist auf Folgendes hin: „Von Wind wird propagiert, dass der Klimawandel abgeschwächt wird und lokale ländliche Gemeinden davon Profitieren – beides ist nicht der Fall“.

Mittels seiner unentgeltlichen Bürgerberatungsservices, der Alliance for Wise Energy Decisions, versucht Droz, es einfacher für die Gemeinden zu machen, erfolgreicher gegen die industrielle Windenergie aufzutreten, indem er die Erfahrungen aus einigen der anderen 250 Gemeinden erklärt – einschließlich der Wohnorte von Martis, Barton und Rosenquist – die sich bereits damit herumschlagen mussten.

Bei WiseEnergy.org bietet Droz umfangreiche Informationen, darunter ein Modell-Windenergie-Gesetz*, das abgeleitet ist aus bestehenden Verordnungen bzgl. Effektivität plus Einwürfen zahlreicher unabhängiger Experten. Er befürwortet ein Windenergie-Gesetz, dass sorgfältig ausgearbeitete Bedingungen für diese fünf Elemente enthält:

[*Dieser Link ist hoch interessant! Falls eine Übersetzung {auch auszugsweise} gewünscht wird, bitte an das EIKE schreiben via Kontaktformular ganz oben rechts auf der Homepage. Anm. d. Übers.]

1. Garantien für die Eigentumswerte;

2. Turbinen-Abregelungen;

3. Lärm-Standards;

4. Umweltschutz nebst Abwägung der Auswirkungen auf dieselbe; und

5. Stilllegung.

Droz, Martis, Barton und Rosenquist sind lediglich vier der vielen Bürgeranwälte, die zu Experten geworden sind im Bereich der nachteiligen Auswirkungen der Windenergie – welche vernachlässigbare Vorteile, aber gravierende Nachteile mit sich bringt, als da beispielsweise wären Steuererhöhungen und steigende Stromrechnungen. Wegen ihrer Erfahrungen sind viele willens, all jenen zu helfen, die jetzt mit dieser Bedrohung konfrontiert sind. [Wo gibt es die in D? WO?! Anm. d. Übers.]

Weil ich schon oft über Windenergie geschrieben habe und über die sie begünstigenden Steuern und Vorschriften, haben mich schon viele Menschen um Hilfe gebeten. Aber ich bin nicht die Expertin, sondern lediglich der Kurier. Diese Menschen dagegen befassen sich Tag für Tag damit.

Hier folgen einige zusätzliche Quellen, deren Anklicken sie empfehlen:

National Wind Watch;

Ontario Wind Resistance;

Stop These Things und

Master Resource.

Falls die Bedrohung der industriellen Entwicklung von Windenergie für Sie derzeit kein Problem ist, behalten Sie diese Informationen im Kopf, da es unter einer Präsidentschaft von Hillary Clinton sehr schnell dazu kommen kann, dass auch Sie und Ihre Umgebung Opfer dieser Entwicklung werden.

Barton erklärt: „Meine Heimatstadt war in der Lage, die irrsinnige Aufstellung dieser umweltlich destruktiven Einrichtungen in meiner Nähe zu stoppen, indem bereits im Jahre 2007 ein Gesetz zum Schutz der Bürger in Kraft gesetzt wurde. Seitdem jedoch setzte Gouverneur Cuomo etwas in Kraft, was ich als ,Power-Grab NY Act‚ bezeichne. Mit diesem Gesetz wurde den Gemeinden in New York State erklärt, dass ihre ,Home Rules‘ ungültig sind. Stattdessen wurde die Entscheidungsbefugnis von Energieerzeugungs-Einrichtungen über 25 MW (übersetzt: industrielle Windfabriken) in die Hände von fünf nicht gewählten Bürokraten in Albany gelegt. Andere Staaten werden Cuomos autoritärer Führung mit Sicherheit folgen. Ich dränge die Menschen, vorher aktiv zu werden! Schaffen Sie sich Schutzgesetze jetzt – bevor korrupte Beamte Ihnen ihre verfassungsgemäßen Rechte nehmen und an Ihrer Stelle die Entscheidungen für Sie treffen!

Man denke an seine Heimatgemeinde, wie sie in 20, 40 oder über 60 Jahren aussehen wird.

„Es gab einmal eine Zeit, als die Umweltbewegung gegen Lärmverschmutzung eingetreten war, Verschandelungen durch die Industrie bekämpfte und den ,kleinen Mann‘ unterstützte, dessen Lebensqualität bedroht war durch ,Habgier der Unternehmen’“, schreibt Martis. „Aber das war vor langer, langer Zeit – vor Aufkommen der Windenergie“.

Link: http://oilpro.com/post/28196/get-ready-to-break-wind

Übersetzt durch Chris Frey EIKE




Tuvalu versinkt mal wieder– rechtzeitig zum Klimagipfel in Marrakesch

Wie schon oft gezeigt, spielt die (Des-)Informationsplattform unserer Klimaberaterin C. Kemfert dabei eine konsequente, aber unrühmliche Vorreiterrolle.
Obwohl es langsam bekannt wird, dass keine Insel dieser Welt belegbar wegen eines Klimawandels unterzugehen droht, wird regelmäßig auch dieser Klimazombi aus der Schublade geholt und immer neu als rührende Geschichte präsentiert. Und genauso regelmäßig wird der wirkliche Sachstand vom Autor dazu recherchiert und auf EIKE präsentiert.
Diesmal stammt eine solche Untergangsgeschichte von einer Klimaexpertin der evangelischen Entwicklungsorganisation „Brot für die Welt“ und drei Mal darf man raten, welches Portal diese Geschichte bringt:

Klimaretter.Info, 01.11.2016: Wer Tuvalu aufgibt, gibt die Welt auf
… Das Land hat kein Geld und ist höchst verletzlich durch den Meeresspiegelanstieg und die Wucht und Häufigkeit von Zyklonen.
Wie macht sich der Klimawandel dort bemerkbar?
Vor allem durch den Anstieg des Meeresspiegels und die Überflutungen. Damit einher geht die Versalzung des Trinkwassers. Es gibt jetzt kein trinkbares Grundwasser mehr. Aber auch die Küsten erodieren, der Sand der Atolle wird abgetragen und die Küsten werden immer schmaler. Außerdem verschwinden die Korallen, weil die Meere versauern, damit verschwinden auch die Fischgründe. Das ist besonders bitter für den 26 Quadratkilometer kleinen Inselstaat. Die Ernährungssicherheit ist massiv gefährdet. Dort wächst so gut wie nichts, abgesehen von Kokosnüssen. Der Boden ist versalzen. Und der Fisch, also die Hauptnahrungsquelle, verschwindet.
Was hat Sie dort am meisten überrascht?
Wie fit die Leute sind, gut ausgebildet und über den Klimawandel informiert. Sie wissen bestens über ihre Zukunft Bescheid und sind dennoch entschlossen, auf ihren kleinen Atollen zu bleiben.

Bevor in Details der Argumentationen eingegangen wird, kann schon das Wesentliche „erklärt“ werden:
– Die Insel hat wie praktisch alle kein Geld (und will welches über den Klimahilfsfonds). BiP pro Kopf 3.880,35 USD ‎(2013)
– Die Bewohner sind „gut ausgebildet und über den Klimawandel informiert“ (weil westliche NGOs in Massen dort hin jetten und ihnen genau dies verkünden).
– Die Einwohnerzahl steigt stetig: 1960: 6.000 Bewohner; 2012: 10.400 Bewohner, Land wird immer knapper, und wegen des Lebensstandards wird mit Korallensand gebaut und immer mehr Süßwasser abgepumpt, so dass in das Grundwasser Meerwasser nachfließt.
– Ob der Fisch wegen des Klimawandels verschwindet, oder aus ganz anderen Gründen, wird (bewusst) nicht belegt.

Der nicht stattfindende „Untergang“ von Tuvalu und den umliegenden Inselgruppen wurde vom Autor bereits im Rahmen der Artikelreihe über die Südseeinseln im Teil 2 [2] dargestellt und kann von Interessierten dort nachgelesen werden. Auch auf kaltesonne kam bereits eine Rezension, in diesem Fall zu dem Klimawandel-Propagandafilm „Tule Tuvalu“: "Klimaalarm im Programmkino Faktencheck TuleTuvalu".

Die Pegelstation von Tuvalu (und andere) zeigen (weiterhin) keinen Anstieg

Anbei deshalb eine Kurzdarstellung aus den Publikationen und ganz aktuelle Pegelstände um zu zeigen, wie es um diese Insel(n) wirklich steht.

Zuerst der aktuelle Stand des Pegelverlaufs.

Bild 1 Sea-Level TUVALU. Quelle PSLSM Catalogue Viewer, Stand 11.2016


Bild 2 Sea-Level Salomon-Inseln. Quelle PSLSM Catalogue Viewer, Stand 11.2016

Sucht man einen Pegelverlauf vor dem Jahr 1990, muss man Pegelstationen von Australien ansehen, um fündig zu werden.


Bild 3 Sea-Level Australien Booby-Island (Queensland, genau gegenüber von Papua-Neuguinea). Quelle PSLSM Catalogue Viewer, Stand 11.2016


Bild 4 Sea-Level Australien Cairns (Queensland, Nord-Ost-Küste). Quelle PSLSM Catalogue Viewer, Stand 11.2016

Man möge damit versuchen, die Aussage: „Vor allem durch den Anstieg des Meeresspiegelszu verifizieren.

Im Gegenteil befinden sich diese Inseln in einer sehr „glücklichen Zeit“, denn früher lag der Pegel deutlich höher:

Aus [2]: … die Pegeländerungen liegen ebenfalls deutlich unter den als Durchschnitt genannten 3 mm / Jahr. Zudem befindet sich die Region historisch betrachtet eher in einer Pegel-ruhigen /-abnehmenden Zeitspanne, wie eine Studie ausweist „Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter

Bild5 [2] Meeresspiegelentwicklung auf den Marschallinseln während der vergangenen 6000 Jahre. Quelle: Kench et al. 2014.

Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass praktisch alle Pazifik-Atolle Vulkankegel entlang der aktivsten Kontinental-Bruchkante der Welt sind. Die vertikalen Schwankungen der Plattentektonik an diesen Stellen durch die häufigen Erdbeben stellt ein größeres Problem als die Meerespegel-Änderungen dar. Vor allem kommen diese extrem kurzzeitig. Bsp.: Japan (das auf der gleichen Plattentektonik liegt) soll durch das Fukushima-Erdbeben um fast 2 m versetzt worden sein. Andererseits wachsen die Koralleninseln mit Leichtigkeit bei den aktuellen geringen Pegeländerungen mit, wie sie es bei den um Dimensionen größeren Änderungen seit der letzten Eiszeit bewiesen haben.

Ü Im Pazifik nehmen die Zyklone (nicht) zu

Parallel zum angeblich stetig „übernatürlich“ steigenden Meeresspiegel gilt das Gleiche für die allseits als Klimawandel-Menetekel beschworenen Stürme: „ … und die Wucht und Häufigkeit von Zyklonen
Doch auch dazu gilt, dass dies nicht belegt werden kann. Dies gibt sogar der wirklich keinem Klimaalarm abgeneigte Kimaforscher Mojib Latif zu:

ZEIT ONLINE 17. März 2015: Nirgendwo lauert der Untergang wie in Vanuatu. Zyklone sind im Südpazifik keine Seltenheit

Dass der Klimawandel tatsächlich mit der Entstehung von Zyklonen zu tun hat, ist nicht ausreichend belegt. Zwar ergeben Hochrechnungen, dass die Stürme durch den Klimawandel verstärkt, jedoch nicht häufiger werden. "Ich wäre da aber vorsichtig", sagt der Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. "Die Datenlage ist noch ziemlich dünn."

wetter.tagesschau.de 27.09.2016: ARD-Wetterredaktion Taifune und Klimawandel

Im Zeitraum von 1965 bis 2015 wurden im Nordwestpazifik pro Saison durchschnittlich 26 Tropenstürme, davon 16 Taifune registriert. Dieses Jahr rechnet man insgesamt mit etwa 22 Tropenstürmen von denen etwa 13 Taifunstärke erreichen sollen. Auch wenn die Häufung schwerer Taifune bei Taiwan innerhalb der vergangene zwei Wochen bemerkenswert ist, scheint sich aber zumindest in diesem Jahr keine ungewöhnliche Häufung tropischer Wirbelstürme im Westpazifik abzuzeichnen.
kaltesonne 01.08.2012: Hurrikanen scheint die Erwärmung egal zu sein: Keine Zunahme der tropischen Wirbelstürme während der letzten Jahrzehnte

Fassen wir kurz zusammen: Hinweise auf eine stetige Zunahme der Hurrikantätigkeit gibt es keine, weder in ihrer Häufigkeit, noch in ihrer Intensität. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 0,8°C in den vergangenen 150 Jahren hat offensichtlich noch keine gravierenden Auswirkungen auf die Hurrikane gehabt. Eine Kopplung von Temperatur und Wirbelstürmen, wie sie von einigen Forschern in der Vergangenheit behauptet wurde, ist aus den historischen Daten nicht belegbar und sollte hinterfragt werden.

Fazit

Auch die aktuellsten Pegeldaten zeigen keinen Untergang von Tuvalu. Trotzdem erklären die Kirche und eine Klimaberaterin dass es anders wäre. Auch hier kann man fest davon ausgehen, dass das „Belegprinzip“ alleine darin besteht, anstelle der (die gewünschte Hypothese nicht bestätigenden) Daten, die von westlichen NGOs „zum Klimawandel geschulten“ Einheimischen (in der Regel Aktivisten) befragt zu haben.
Weiterhin stellt der Autor damit fest, dass er trotz wirklich umfangreichem Suchen bisher keine durch den Klimawandel untergehende Insel recherchieren konnte. Klimaretter.Info gelingt es jedoch sofort und immer wieder, weil die Redaktion dieser Plattform dabei vorsichtshalber nie nach Belegen fragt.

Fundstellen zum Nachlesen

[1] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
[2] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[3] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

EIKE: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
EIKE: Schon fünf Salomonen-Inseln sind durch den Klimawandel versunken – obwohl der Pegel dort nicht gestiegen ist
EIKE: Aus dem Lehrbuch für (Klima-)Statistikbetrug
EIKE: Löst sich das Rätsel versinkender Inseln? Dokumentarfilm Sandraub – das Ende der Strände
EIKE: Florida Keys: Ein Paradies geht unter – wegen des Klimawandels?
EIKE: Ist eine kleine Ratte das erste, unschuldige Opfer des Klimawandels?
EIKE: Als der Meeresspiegel doppelt so schnell anstieg – nur weil eine Studie nicht richtig gelesen wurde
EIKE 01.11.2016: Aus dem Lehrbuch zur Erzeugung von Klimaalarm Teil 2: So viel Meerespegel und Stürme hat es vor dem Klimawandel nie gegeben