E-Mobile, Autos für Dummies?! Das 1×1 der Elektromobilität

Der Energieinhalt von Benzin und Dieselkraftstoff liegt bei 10 kWh/l. Kleinwagen haben ein Tankvolumen um 40 Liter. Damit kommt man bis zu 800 km weit. Ein 40-l-Tank enthält 400 kWh. Der Wirkungsgrad eines modernen Verbrennungsmotors im praktischen Betrieb liegt bei 30%. Gesteht man dem Elektromotor einschließlich der Verluste im Umrichter und dem Lade-Entlade-Wirkungsgrad des Akkus dagegen großzügige 90% zu, so ergibt sich ein rundes Verhältnis von 1:3 zwischen Verbrenner und E-Mobil. Ein Elektroauto müsste also 133 kWh elektrischer Energie mit sich führen, um die gleiche Fahrleistung und Reichweite aufzuweisen und somit das mit einem Verbrennungsmotor getriebene Fahrzeug vollumfänglich ersetzen zu können.

Das entspricht etwa 220 herkömmlicher Autobatterien/ Starter-Batterien mit 50 Ah und einer Masse von zusammen 3 Tonnen. Mit dem Gewicht erhöht sich aber der Energie-Bedarf des Fahrzeugs entsprechend und der Hund beißt sich so in den eigenen Schwanz.

Mit modernen Lithium-Akkus sieht es nicht besser aus. Der Renault Zoe kommt mit einer 22-kWh-Batterie daher. Die Reichweite beträgt bei kalten Temperaturen nur 100 km. Also in etwa nur 1/8 der Reichweite eines vergleichbaren Verbrenners. Der Akku wiegt allerdings rund 300 kg. Man benötigt 6 dieser Akkus mit knapp 2 Tonnen Gesamtgewicht, um auf die 133 kWh zu kommen. Mit dem Gewicht erhöht sich auch hier der Energie-Bedarf des Fahrzeugs und der Hund beißt sich wieder in den eigenen Schwanz.

Der Vergleich: Das Leergewicht eines alten Renault Twingos beträgt um die 1.000 kg, während das Leergewicht eines neuen Renault Zoe mit 1.500 kg mal eben 500 kg mehr betragt. Man kutschiert also schwere Batterien mit sich umher. Bei E-Fahrzeugen gilt, umso weiter man mit dem E-Mobil kommen will, umso mehr Akkus muss man zuladen. Die Zuladung erhöht wiederum den Energie-Bedarf des Fahrzeugs und damit reduziert sich wiederum die Reichweite des E-Mobils. Eine Spirale ohne Ende.

Im praktischen Test habe ich das mal mit meinen E-Quadrokopter ausprobiert. Ein 700 mAh LiPo-Akku mit ca. 19 g reicht für ca. 10 Minuten Flugzeit. Ein 2.000 mAh LiPo-Akku mit ca. 45g Gewicht reicht auch nur für ca. 10 Minuten Flugzeit. Der leistungsfähigere Akku bringt also aufgrund des Mehrgewichtes nichts.

Das Fazit: E-Mobile sind ein teuer Spaß, die allenfalls für den Nahverkehr und Stadtverkehr geeignet sind, aber nicht für lange Strecken und ausdauernde Leistungen.

Der Beitrag erschien zuerst bei Science Sceptical hier




Kognitive Dissonanz wird wiederkehren, wenn sich der Stillstand wieder einstellt – aber wird es zu spät sein?

Die ersten Bemühungen, dieser Tatsache Rechnung zu tragen war es, die Datensätze zu modifizieren (Messungen sowie Ballon- und Satellitendaten), um die Daten in bessere Übereinstimmung mit den Modellen zu bringen (anstatt über die Theorie und die Modelle noch einmal nachzudenken). Dann bekamen sie Unterstützung vom El Nino. Eine schwache La Nina und die abnehmende Sonnenaktivität sollte zu einem Rückgang der Temperaturen führen und zur Wiederkehr des Stillstandes, aber der Zug kann nach dem Paris-Abkommen schon abgefahren sein.

Diese im Widerspruch stehenden Daten haben vielen Gläubigen viele Jahre lang ein ungutes Gefühl vermittelt, was man ,kognitive Dissonanz‘ nennt. Aber die meisten waren in der Lage, dieses Gefühl abzuschütteln, sind doch so viele Kollegen auf den gleichen Zug sprudelnder Finanzierung aufgesprungen. Sie haben einfach die Vorteile der scheiternden Theorie abgesahnt oder haben geschäftliche, finanzielle und potentielle Interessen und/oder persönliche politische Ideologien, was so wunderbar zu den Plänen passt, gegen die so genannte katastrophale anthropogene globale Erwärmung vorzugehen.

In einer guten Arbeit von vor 50 Jahren erklärte Leon Festinger, ein Sozialpsychologe, wie sie das tun konnten und warum wir keine verbreitete rasche Rückkehr zu geistiger Gesundheit bzgl. des globalen Klimawandels erleben werden, sogar wenn sich der Stillstand wieder einstellt und immer neue Beweise auftauchen, dass die vorherrschenden Treibhaus-Theorien falsch sind, sich die globale Erwärmung verflüchtigt hat und jedweder Klimawandel weitgehend der natürlichen Variabilität geschuldet ist.

Werden gegenteilige Beweise präsentiert, stellte Festinger fest, dann gibt es eine Bedingung, die oftmals darüber bestimmt, ob der Glaube aufgegeben wird oder weiter mit neuer Leidenschaft bestehen bleibt. Diese Bedingung ist, ob der individuelle Gläubige sozialen Rückhalt hat oder nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass ein isolierter Gläubiger starken, seiner Ansicht widersprechenden Beweisen auf Dauer widerstehen kann. Falls jedoch der Gläubige Mitglied in einer Gruppe überzeugter Personen ist, von denen jede einzelne die andere unterstützen kann, kann man erwarten, dass der Glaube erhalten bleibt und die Gläubigen versuchen, Außenstehende zu bekehren oder zu überreden, dass der Glaube korrekt ist selbst angesichts von Daten, die das Gegenteil zeigen.

Heutzutage gibt es eine gewaltige ,soziale Unterstützung‘ von Zuwendungen einheimsenden Modellierern und Forschern; von Journalisten, die von Agenden oder Verkaufszahlen getrieben werden; von Umweltaktivisten und Unternehmen, die erkannt haben, dass grün ihre Lieblingsfarbe ist und die dies als einen Weg ansehen, grüne Gelder in ihre Koffer und Taschen fließen zu lassen. Zu dieser Gruppe gehören auch Landwirte, die von dem falsch gesetzten Mittelpunkt von Treibstoffherstellung aus Pflanzen profitieren, was die Einnahmen für ihre Ernteerträge auf ein Rekordniveau gehoben hat; Händler und große Marktunternehmen, die sich an den Aussichten von Big Money aus dem Kohlenstoff-Handel ergötzen; große Öl- und alternative-Energien-Unternehmen, die erkannt haben, dass dies der Weg zu größeren Profiten ist; und die Politiker und politischen Aktivisten, die es als einen Weg ansehen, heimliche Ziele zu erreichen hinsichtlich Änderung der Gesellschaftsordnung und Ausweitung ihrer Machtbasis.

In der Realität sind Wissenschaftler und die Öffentlichkeit aber trotz eines proklamierten Konsens‘ nicht so überzeugt. Wenn die Öffentlichkeit erst einmal erkannt hat, das sie hintergangen worden ist oder sie wie in UK erkennt, dass die Belastungen für die Menschheit durch die Anpassung an die grünen Übergriffe unerträglich sind (ein Hauptgrund für den Brexit), dann wird sich die Lage gegen sie wenden. Wir können nur hoffen, dass die angerichteten Schäden bis dahin nicht allzu groß oder gar irreparabel sind, wenn dieser Tag schließlich anbricht. Darum sollte man sich auch bei der Wahl sorgfältig überlegen, wo man sein Kreuzchen setzt.

Vielleicht ist es so, dass sich die Grünen und die Regierung und die nicht vertrauenswürdigen Medien mit den hanebüchenen Behauptungen ,die globale Erwärmung ist die größte Gefahr, vor der die Menschheit steht‘, in eine Lage wie Quacksalber-Verkäufer manövrieren.

Der große Michael Crichton, Autor von State of Fear zu diesem Thema, sagte: „Historisch ist die Behauptung eines Konsens‘ der erste Rückzugsraum für Halunken; es ist ein Weg, eine Debatte zu vermeiden, indem behauptet wird, dass das Ganze bereits settled ist“. Und: „Immer wenn man hört, dass sich die Wissenschaftler bei etwas einig sind, befingere man seine Brieftasche, weil man danach greifen will“.

Crichton weiter: „Reden wir Klartext: Die Arbeit der Wissenschaft hat nichts, aber auch gar nichts mit Konsens zu tun. Konsens ist Sache der Politik. In der Wissenschaft ist Konsens irrelevant. Relevant sind einzig reproduzierbare Ergebnisse. Die größten Wissenschaftler jemals sind genau deswegen groß, weil sie mit dem Konsens gebrochen haben (Galilei, Newton, Einstein usw.)“

Sein Fazit: „So etwas wie Konsens gibt es in der Wissenschaft nicht. Falls es Konsens ist, ist es keine Wissenschaft. Falls es Wissenschaft ist, ist es kein Konsens. Punkt!“

Uns allen wird dieser Mann und seine Arbeit fehlen. Mehr zur ,kognitiven Dissonanz‘ und zur Arbeit von Festinger „wenn Prophezeiungen scheitern“ gibt es hier.

Link: http://icecap.us/index.php/go/political-climate

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Kosmische Strahlen und Wolken anno 2016

Es ist wichtig anzumerken, dass die neue CLOUD-Studie kein experimentelles Ergebnis präsentiert hinsichtlich der Auswirkung kosmischer Strahlen, die Ionen in Wolken erzeugen, sondern das Ergebnis numerischer Modellierung sind. CLOUD verwendet deren experimentelle Messungen, um die typische Kernbildung [nucleation] verschiedener Aerosole geringer Größe (1 bis 3 nm) abzuschätzen. Allerdings muss ein Aerosol erst auf eine Größe von 50 bis 100 nm wachsen, um Wolken (und das Klima) beeinflussen zu können und zu einem Wolken-Kondensationskern (CCN) zu werden. Dann verwendet CLOUD ein numerisches Modell, um die Auswirkung kosmischer Strahlen auf diesen Wachstumsprozess zu schätzen. Dabei kommt man zu dem Ergebnis, dass kosmische Strahlen hinsichtlich der Anzahl von CCN über einen Solarzyklus unbedeutend ist.

Diese Art der numerischen Modellierung ist keineswegs neu, ebensowenig wie das Ergebnis, dass Ionen in diesen Modellen offenbar keine Auswirkung auf die Wolkenbildung haben. Wir wussten das seit 7 Jahren. Zum Beispiel sind die CLOUD-Ergebnisse hinsichtlich kosmischer Strahlung und Wolken sehr ähnlich den Schlussfolgerungen von Pierce und Adams 2009 (2), die ebenfalls ein numerisches Modell herangezogen hatten, um das Wachstum kleiner Aerosole auf CCN-Größe zu modellieren. Auch sie finden nur eine geringe CCN-Änderung als Funktion von Ionen-Änderungen. Tatsächlich kamen ähnliche Modelle mehrfach zu diesem Ergebnis. Die Erklärung für die fehlenden Auswirkungen auf Ionen ist Folgende: Beim Vorhandensein von Ionen bilden sich zusätzlich kleine Aerosole, aber mit zunehmender Menge der Anzahl der Aerosole gibt es weniger Gas für jedes Partikel, weshalb sie langsamer wachsen. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für größere Partikel abnimmt.

Warum also denke ich im Gegensatz zu dem oben Gesagten, dass der Gedanke kosmische Strahlung vs. Wolken immer noch gültig ist? Der Grund ist, dass wir versucht haben, die gleiche Frage (ob ion-nucleated Aerosole auf CCN-Größe wachsen) ohne den Gebrauch von Modellen zu beantworten – und völlig andere Ergebnisse erhalten haben.

Im Jahre 2012 testeten wir das Wachstum von geschlossenen Aerosolen auf CCN-Größe in unserem Labor und fanden Folgendes: ohne die Anwesenheit von Ionen war die Reaktion auf verstärkte Kernbildung deutlich gedämpft, was in Übereinstimmung ist mit den oben erwähnten Modellen. Sind jedoch Ionen präsent, wuchsen alle Partikel auf CCN-Größe, in krassem Gegensatz zu den Ergebnissen der numerischen Modelle (3). Nun kann es sein, dass unsere Bedingungen bei dem Experiment nicht so sind wie in der realen Atmosphäre. Es gibt komplexe Prozesse in der realen Atmosphäre, die wir nicht mit erfassen können und deren Auswirkung das experimentelle Ergebnis verändern könnte, wie man uns schon oft gesagt hat.

Es ist daher ein Glücksumstand, dass unsere Sonne natürliche Experimente mit der ganzen Erde durchführt. In seltenen Ereignissen führen „Explosionen“ auf der Sonne (koronale Massen-Ejektion genannt) dazu, dass eine Plasmawolke die Erde passiert mit der Folge, dass der Fluss kosmischer Strahlen plötzlich abnimmt und eine oder zwei Wochen lang niedrig bleibt. Derartige Ereignisse mit einer signifikanten Abnahme des Flusses kosmischer Strahlen nennt man Forbush-Abnahmen [Forbush decrease]. Sie sind ideal geeignet, um die Beziehung zwischen kosmischen Strahlen und Wolken zu testen. Wir zogen die stärksten Forbush-Abnahmen heran und verwendeten 3 unabhängige Satellitendatensätze bzgl. Wolken (ISCCP, MODIS und SSM/I) sowie einen Datensatz bzgl. Aerosole (AERONET). Da erkennen wir eindeutig eine Reaktion auf Forbush-Abnahmen. Dieser Ergebnisse zeigen, dass die gesamte Kette von Sonnenaktivität über kosmische Strahlung und Aerosolen bis zu Wolken in der Erdatmosphäre aktiv ist. Aus den MODIS-Daten erkennen wir sogar, dass sich die Wolken-Mikrophysik genau den Erwartungen gemäß verhält.

Die folgende Abbildung zeigt das überlagerte Signal der Wolken (blaue Kurve) auf der Grundlage von drei Satelliten-Datensätzen während der Tage, die einem Minimum der kosmischen Strahlung nach 5 der stärksten Forbush-Abnahmen folgten (rote Kurve). Die Verzögerung hinsichtlich des Minimums der beiden Kurven ist der Zeit geschuldet, die vergeht, um Aerosole auf CCN-Größe anwachsen zu lassen. Eine Monte-Carlo-Simulation wurde herangezogen, um die Deutlichkeit des Signals zu schätzen, und keines der 104 Zufalls-Realisationen ergab ein Signal ähnlicher Größe. Man betrachte unsere jüngste Studie aus diesem Jahr 2016 für weitere Beweise (4).

Abbildung: Statistische allgemeine Störung in Wolken (1 prinzipielle Komponente) auf der Grundlage von drei Wolken-Satellitendatensätzen (ISCCP, MODIS and SSM/I) überlagert für die fünf stärksten Forbush-Abnahmen (blaue Kurve). Die rote Kurve ist die Änderung (in Prozent) der kosmischen Strahlen für die gleichen fünf Ereignisse. Die dünnen Linien sind 1 bis 3 Standard-Abweichungen. Übernommen aus (4).

Und schließlich gibt es eine große Anzahl von Studien, die zeigen, dass Klimaänderungen der Vergangenheit eng korreliert sind mit Variationen der kosmischen Strahlung. Beispiel: Die Energie, die über einen 11 Jahre langen solaren Zyklus in die Ozeane geht, beträgt größenordnungsmäßig 1 bis 1,5 W/m². Das ist 5 bis 7 mal zu viel, um allein durch Variationen der Sonneneinstrahlung erklärt werden zu können (5). Daher wird der solare Zyklus durch irgendetwas verstärkt, und „kosmische Strahlen und Wolken“ ist ein guter Kandidat zur Erklärung des beobachteten Antriebs.

Schlussfolgerung: Beobachtungen und Experimente stehen gegen die oben erwähnten Ergebnisse numerischer Modelle [na, woran erinnert mich denn das? Anm. d. Übers.]. Meiner Einschätzung nach fehlt etwas in der vorherrschenden Theorie. Eine Lösung dieses Problems ist des Nachgehens wert.

References

[1] E. M. Dunne et al., Global atmospheric particle formation from CERN CLOUD measurements, (2016), DOI: 10.1126/science.aaf2649

[2] J. R. Pierce, P. J. Adams, Can cosmic rays affect cloud condensation nuclei by altering new particle formation rates? Geophys. Res. Lett. 36, L09820 (2009).

[3] H. Svensmark, M. B. Enghoff, and J. O. P. Pedersen, Response of Cloud Con­densation Nuclei (> 50 nm) to changes in ion-nucleation, Physics Letters A, 377, 2343–2347, (2012). https://dl.dropboxusercontent.com/u/51188502/CCN_Svensmark_PhysicsLettersA.pdf

[4] J. Svensmark,M. B. Enghoff, N. J. Shaviv, and H. Svensmark, The response of clouds and aerosols to cosmic ray decreases, J. Geophys. Res. Space Physics, 121, 8152–8181, (2016), doi:10.1002/2016JA022689. https://dl.dropboxusercontent.com/u/51188502/Forbush_long_JGR_rev3_nored.pdf

[5] N. J. Shaviv, ‘Using the oceans as a calorimeter to quantify the solar radiative forcing’ J. Geophys.Res., 113, 2156 (2008)

Link: http://www.thegwpf.com/henrik-svensmark-cosmic-rays-and-clouds-anno-2016/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Was wäre … wenn die USA gezwungen wären Energiepreise wie in der EU zu zahlen?

Europa wuchs während des 20. Jahrhunderts zu einem Moloch im produzierenden Gewerbe, wobei technische Raffinesse ebenso wie die dort zur Verfügung stehenden Energieressourcen zum Einsatz kamen. Aber das produzierende Gewerbe verbraucht riesige Mengen Energie, und während der Kontinent mit vielen Weltwundern gesegnet war, war es nicht mit den größten Energieressourcen gesegnet, was den Kontinent zunehmend abhängig von Importen machte. Außerdem sind die Europäische Union und viele seiner Mitgliedsstaaten während der letzten beiden Jahrzehnte auf einem experimentellen Weg entlang gestolpert, um Energie weniger verfügbar und teurer zu machen. Indem der Energieverbrauch verteuert wurde, ist der einst mächtige produzierende Sektor in Europa schwer beeinträchtigt worden.

Inzwischen hat uns die Energie-Revolution in den USA während des vorigen Jahrzehnts mit die niedrigsten Energiepreise weltweit beschert, mit der Konsequenz einer folgenden Renaissance des produzierenden Gewerbes. Wir haben bereits erlebt, wie Zehner-Milliarden Dollar in die US-Produktion investiert worden sind, und mehr ist unterwegs. Aber – und dies ist ein sehr dickes Aber – es ist keine vollendete Tatsache. Tatsächlich ist es in gewissen Kreisen von Extremisten für Politiker und spezielle Interessengruppen zur Mode geworden, die Energiepolitik der EU auf den Schild zu heben und zu unterstützen, die sie mitsamt den Preisen auch in Amerika sehen wollen.

In der jüngsten Fortsetzung unserer Energy Accountability Series wird die Frage gestellt: Was ist … wenn die USA gezwungen wären, Energiepreise wie in der EU zu zahlen? (hier, PDF). Im Geist von Halloween kam unsere Analyse zu der Antwort, die reichlich grauenhaft ist. Die Übernahme der EU-Energiepreise würde unsere Wirtschaft mit etwa 700 Milliarden Dollar zu stehen kommen, zusammen mit einem Verlust von fast 8 Millionen Arbeitsplätzen. Vom Standpunkt der Verbraucher müsste jeder Haushalt 4800 Dollar pro Jahr zusätzlich zahlen.

Einige US-Staaten wären besonders hart betroffen. Mit seinem hohen Niveau an Einwohnern mit festem Einkommen würde Florida fast 30 Milliarden Dollar aus seiner Ökonomie verlieren. Andere, mit robusten produzierenden Bereichen würden echt verkrüppelt werden. In Ohio würden fast 190.000 Arbeitsplätze verloren gehen, in Michigan etwa 160.000. Michigan würde 12 Milliarden Dollar aus seiner Ökonomie verlieren, Illinois über 17 Milliarden Dollar und Ohio fast 15 Milliarden Dollar. Unsere Analyse ergab massive Schrumpfungen in Industrien, die von Geflügel über die Papierherstellung bis zur Erzeugung von Nahrungsmitteln reichen.

Unter dem Strich: Die EU-Energiepreise wären für die USA katastrophal. Importieren wir also weiterhin die leckere Schokolade – aber lassen wir die schlechte Politik jenseits des Atlantiks.

Mehr: http://www.energyxxi.org/what-if%E2%80%A6-us-was-forced-pay-eu-energy-prices

Link: http://www.energyxxi.org/what-if%E2%80%A6-us-was-forced-pay-eu-energy-prices via ICECAP

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Oktoberrückschau die 2.: Klimawandel, wohin bist du verschwunden

Temperatur Welt

Zuerst muss man heutzutage immer nachsehen, wie und ob die Weltüberhitzung voranschreitet. Während unsere Umweltministerin, Frau Hedricks fast den Herzkasper bekommt, weil „Ihr“ Klimaschutzplan nun doch etwas in Oppositionsquerelen gerät, siehe klimaretter.Info: Merkel lässt Hendricks hängen,
und damit die ominöse Klimarettung durch Deutschland ins Stocken kommt, sieht der Autor dem gelassen entgegen. Er sinniert, ob Frau Merkelin die Überschrift politisch wörtlich nehmen könnte und was der Grund ist. Vielleicht hat sie einfach Einsicht über das wahre Klima gefunden, oder noch schlimmer, heimlich bei EIKE vorbei geschaut und versteht nun nicht mehr, warum ihre Umweltministerin nur immer an den Lippen eines Herrn Schellnhuber und einer Frau Kemfert hängt, antelle einmal aus dem Fenster nach dem wirklichen Wetter zu sehen.
Jedenfalls zeigen die Daten der NASA, dass irgend etwas mit dem Klimawandel nicht mehr stimmen kann. Oder sind viele Leser der Überzeugung, dass eine Temperaturerhöhung von 0,26 °C seit dem Jahr 1885 oder 0,13 °C seit 1917eine explosive Überhitzung anzeigen (Bild 1). Im Zoom zeigt sich ebenfalls der schöne Hiatus seit dem Jahr 1997, in den die Temperatur seit der kurzen Spitze wieder zurück gerutscht ist. Leider sind die NASA-Daten aktuell nur mit dem Septemberwert versehen, der Oktober fehlt also. Aber heißer dürfte der Oktober nicht unbedingt werden.

Bild 1 Giss Globaltemperatur-Anomalie von 1880 – Oktober 2016 (Monatsauflösung), Grafik vom Autor aus den am 02.11.2016 geladenen Daten erstellt

Bild 2 Giss Globaltemperatur-Anomalie gezoomt von 1995 – Oktober 2016 (Daten von Bild 1)

Nun erinnere man sich an den Videovortrag des neuen, selbsternannten Klimahysterie-Gurus Prof. H. Lesch. Diese einsame Spitze in den Giss-Daten wurde von ihm als DER Beleg für die Erdüberhitzung angeführt (Bild 3). Kaum sind wenige Monate vergangen, ist dieser „sichere“ Beleg“ zerschmolzen. Und ob sich dieses in hohem Maß wahrscheinlich auf einem Ozeanzyklus beruhende Ereignis so schnell wiederholt, wird man sehen.

Bild 3 Prof. Lesch zeigt im Video die Daten der NASA mit einer drastischen „Überhitzung“

Passend dazu kam eine Meldung, welche laut dem Klimawissenschaftler, Herrn Mojib Latif doch längst der Klimavergangenheit angehören sollte:
wetteronline, 02.11.2016: Eis und Schnee breiten sich aus

Schneebedeckung auf Rekordhoch. Die Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel hat den zweithöchsten Wert seit rund 50 Jahren erreicht. Nur im Jahr 1976 lag nach Satellitenbeobachtungen zu dieser Jahreszeit mehr Schnee.

Der Oktober in Deutschland

Temperaturverlauf

In Deutschland gibt es Personen – vor allem Umweltministerinnen -, die können den Klimawandel „täglich spüren“ (zum Beispiel Frau Hendricks). Doch weiterhin behauptet der Autor, dass das reine Einbildung ist und nur daran liegt, weil man das zu spüren meint, was man in den Zeitungen eben täglich liest, in Wirklichkeit in Deutschland jedoch nicht gefunden werden kann. Und die Oktoberdaten bestätigen (wieder) diese Einschätzung.
Die Temperatur des gerade vergangenen Oktobers hatte den Wert der Jahre 1752 … 1753, zudem liegt sie ziemlich gut in der Mitte der Temperaturspanne der vergangenen 264 Jahre. Eine Überhitzung ist nicht erkennbar. Bei solchen „Hitzekurven“, wo alles drin steckt, nur kein Hitzetrend, darf man schon einmal fragen, wo der in allen Klimasimulationen berechnete, „überhitzende“ Einfluss des CO2 bleibt.

Bild 4 DWD-Oktobertemperaturen Deutschland seit 1750 – Okt. 2016 (blau), 30-Jahre Mittelwert( braun). Grafik vom Autor aus den Daten erstellt.

Und auch wieder die Darstellung, was aus den „immer schlimmeren“ Extremen wird (Bild 5). Die Differenz zum Oktoberwert des Vorjahres liegt genau im Mittel des Trendkanals. Eine Erhöhung der „Ausschläge“ oder „Extreme“ lassen sich selbst gegenüber den Jahren nach 1750 nirgends detektieren.

Bild 5 DWD-Oktoberwerte Deutschland seit 1750. Differenz zum Oktoberwert des Vorjahres. Grafik vom Autor aus den Daten erstellt.

Niederschlag

Beim Niederschlagsverlauf genau das gleiche Bild: Der Oktoberwert liegt fast im Mittel der seit 1881 gemessenen Spanne. Es ist keinerlei Tendenz zu Trendänderungen erkennbar. Noch besser als bei der Temperatur zeigt sich, welch enorme Variabilität unser Wetterparameter haben und wie schwierig es ist, daraus Trendaussagen abzuleiten.

Bild 6 DWD-Niederschlags-Daten Deutschland 1750 – Okt. 2016. Grafik vom Autor aus den Daten erstellt.

Zum Abschluss noch ein Blick zu den „Klima-rettenden“ Neuen Energien

Der Text bleibt fast der Gleiche wie zum September: Auch im Oktober haben die Neuen Energien ihre Nutzlosigkeit unter Beweis gestellt. Angeblich liefern diese bereits 35 % des Strombedarfes – allerdings eben nur nicht dann, wenn daran Bedarf ist. Jedenfalls ist von „sicherer“ Versorgung und der angeblichen „Grundlastfähigkeit“ weiterhin keine Spur zu sehen.
Im September wurde berichtet, was unsere Politikkaste in Berlin dazu als Lösung vorhat:
Frankfurter Allgemeine 02.07.2015: Koalition beschließt Abschaltung von Kohlekraftwerken

Für die Oktoberrückschau lässt sich zufügen, dass Frau Hendricks diesem Wahnsinn noch ein i-Tüpfelchen drauf setzt. Sie will in Deutschland auch das Gas verbieten. Damit will sie die Neuen Energien wohl beschwören, sich endlich politisch korrekt zu verhalten. Sollte dieser EEG-esoterische Beschwörungsversuch allerdings schief gehen, sitzt Deutschland immer sicherer bald im Dunkeln.
FAZ: Neubauten ohne Gas- und Ölheizung
Vom Jahr 2030 an sollen Autos ohne Benzin und Diesel fahren, alte und neue Häuser besser gedämmt und Gas- und Ölheizungen für Neubauten verboten werden. Das alles und noch viel mehr steht im Entwurf des Klimaschutzplans 2050

Es lässt sich daraus nur folgern: Wenn jemand genügend vom Wahnsinn getrieben ist, bekommt so eine Person in Deutschland zumindest in der Politik anscheinend wiederholend völlige Narrenfreiheit – und immer auch beklatscht von der angeblichen „Intelligenz“: Klimaretter.Info: Eine Welt ohne Kohle, Öl und Gas

Bild 7 Deutschland Oktoberganglinien der Neuen Energien und Verbrauch. Quelle: Agora

Fazit

Gerade der Oktober zeigt eine unglaubliche Normalität gegenüber dem Klima. Der überall in Simulationen hereinbrechende Wandel ist immer noch nicht angekommen, oder hat sich längst verabschiedet, wird dafür aber weiterhin um so eifriger bekämpft.