Lässt Frau Merkel ihre Umweltministerin hängen? Barbara Hendricks reitet ein totes Pferd

Es geht um unsere Umweltministerin, Frau Dr. Hendricks, welche vollkommen unbeirrt – genauer, mit absoluter Sturheit – ihrer tiefen Klimaalarmgläubigkeit frönt und nicht im Entferntesten versteht, dass es Menschen gibt, welche dieser Glaubensangst nicht bedingungslos zustimmen.
Auf Klimaretter.Info, kam dazu ein entsprechender Artikel, aus dem die Überschrift entnommen wurde: [2] Merkel lässt Hendricks hängen. Kurz darauf brachte P. Heller aus einem anderen Anlass zum gleichen Thema einen interessanten Essay: [1] Klimaschutz? Hat sich erledigt, aus dem die die zweite Überschrift stammt.

Beide Publikationen nehmen mit ihrem zeitlichen Zusammentreffen symbolisch eine Kollision der offiziellen Klimaschutzpolitik mit der ökonomischen Wirklichkeit vorweg. Während der Artikel auf „Klimaretter“ nach dem Überfliegen ohne Gedächtnishaftung beim üblichen Klima-Propagandamüll verschwindet, bietet der von P. Heller jedoch lesenswerte Gedanken.

Ist CO2-Vermeidung billiger als direktes Handeln

Seit Jahren gilt beim Klimaschutz eine dogmatische “Wahrheit“ welche besagt, dass Handeln viel billiger wäre als nicht handeln, im Klartext: CO2-Vermeidung wäre immer billiger als direkter Schutz in mögliche Auswirkungen. „Belegt“ wurde dies im „Stern-Report“, der trotz enormer Kritiken immer noch als seriös gilt (danach kann man in 50 … 200 Jahren anfallende Kosten heute genau berechnen) und zum Beispiel von Frau Merkel in ihrer Rede zum VII. Petersberger Klimadialog am 5. Juli 2016 als richtungsweisend gelobt wurde.
Was die wenigsten Befürworter dieses Reports beachten ist, dass (neben Anderem) alleine durch Verändern der von Stern angenommenen Diskontierungsrate sein Ergebnis genau so leicht ins Gegenteil gerechnet werden kann: „Klimapolitische Beratung im Grenzbereich von Ethik und Ökonomie“.
Zwischenzeitlich sind ca. 10 Jahre vergangen und über den Umfang der (angeblich) notwendigen CO2-Vermeidung liegen neuere Studien vor. Eine solche wurde gerade von der Umweltbehörde der Vereinten Nationen veröffentlicht und Herr Heller nahm sich diese vor.

Klimaschutz? Hat sich erledigt

TYCHIS EINBLICK, 04.11.2016, Peter Heller (Auszüge, empfohlen wird das verlinkte Original zu lesen):

[1] Klimaschutz? Hat sich erledigt
Barbara Hendricks reitet ein totes Pferd. Schon, als die Bundesumweltministerin im vergangenen Jahr voller Enthusiasmus nach Paris aufbrach, um das im Nachhinein als “historischen Durchbruch” verklärte Klimaabkommen mitzuverhandeln, hätte sie es merken können. Denn keiner ihrer Kabinettskollegen, geschweige denn die Kanzlerin, hat sie begleitet. Auch die Verkündung der Ergebnisse in der Bundespressekonferenz blieb ihr allein überlassen.

… In ihrer neuen, am 3.11. nur wenige Tage vor Marrakesch veröffentlichten Studie, hat die Umweltbehörde der Vereinten Nationen (UNEP – United Nations Environmental Program) daher auf Basis von zehn Szenarien, vier Klimamodellen und eben der 66%-Grenze kalkuliert, wie groß das gesamte noch zur Verfügung stehende weltweite Budget an Kohlendioxid-Emissionen ist, will man die zwei Grad nicht reißen. Es beträgt 553 Gigatonnen. Im Jahr 2015 wurden 36,2 Gigatonnen in die Atmosphäre geblasen. Selbst wenn es gelingt, die Emissionen auf diesem Niveau einzufrieren, verblieben der Menschheit also nur noch fünfzehn Jahre. Danach wäre der Verbrauch fossiler Energierohstoffe auf null zu senken, weltweit und sofort.
Steigen die Emissionen weiter wie in den letzten Jahren an, verkürzt sich die verbleibende Zeitspanne für die vollständige Dekarbonisierung weiter.

Das ist der Hintergrund der Forderung der Grünen, ab 2030 die Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKW ab 2030 zu verbieten. Was natürlich bei weitem nicht ausreichen würde. Auch der Bestand müsste stillgelegt werden – und das im gesamten Automobilverkehr, eingeschlossen beispielsweise Busse und Lastkraftwagen. Eisenbahnen, Schiffe und Flugzeuge hätten ohne Diesel oder Kerosin auszukommen. Die Erdgasheizung wäre Geschichte, die Stromproduktion aus Kohle ebenfalls. Stahl, Zement, Keramik, Glas und viele Kunststoffe könnten nicht mehr hergestellt werden. Der gesamte Konsum hätte “klimaneutral” zu erfolgen, ab 2030 müssten alle Menschen Vegetarier werden. Um gemäß der Klimasimulationen zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% unter 1,5 Grad zu bleiben, dürfte man gar nur noch 217 Gigatonnen Kohlendioxid produzieren. Der vollständige, weltweite Rückfall ins Mittelalter wäre dann bis 2022 zu vollziehen.

Eine solche Politik ist natürlich nicht durchsetzbar, weder global, noch in einzelnen Ländern. … Mit der Einleitung, ja schon mit der ernsthaften Vorbereitung der oben geschilderten Maßnahmen, die übrigens in den ersten Entwürfen des Klimaschutzplans tatsächlich auftauchten, gäbe man den politischen Gegnern weit größere Mobilisierungsoptionen, als durch die konzeptionslose Flüchtlingspolitik. Nur Barbara Hendricks hat das noch nicht verstanden. Deswegen scheitert sie fortwährend.

zum Offenbarungseid
Die Botschaft des aktuellen UNEP-Reports ist klar. Wenn tatsächlich mit einer Erwärmung von zwei Grad im weltweiten Mittel apokalyptische Folgen verbunden sind und wenn die Klimamodelle wirklich stimmen, dann ist die Klimakatastrophe durch keine Macht der Welt mehr aufzuhalten. Also kann man die Klimaschutzpolitik in der gegenwärtigen Form, in der sie sich auf die Reduzierung und Vermeidung von Emissionen konzentriert, auch lassen.
Diese einfache Wahrheit nach Jahrzehnten der Propaganda einzuräumen, wäre aber politisch mindestens ebenso vernichtend, wie eine umfassende Dekarbonisierung. Daher öffnet die UNEP den Regierungen einen Fluchtweg: Wir machen einfach so weiter wie bisher, mit Appellen, Papieren, Verhandlungen und der ein oder anderen eher symbolischen Maßnahme, und verschieben die Lösung auf die nachkommende Generation. Die dann ab 2050 gezwungen sein wird, Kohlendioxid in großem Maßstab wieder aus der Atmosphäre zu entfernen. Mit Technologien und Verfahren, die es noch gar nicht gibt. Nur diese sogenannten “negativen Emissionen” schützen das Pariser Abkommen vor dem Papierkorb.
Der Glaube, auf diese Weise die Steuerzahler zur weiteren Alimentierung der Klimaschutzindustrie motivieren zu können, beweist einmal mehr den Mangel an Respekt, den Regierungen und Verwaltungen den Bürgern entgegenbringen.

Klimaschutz ist entweder nutzlos, weil die Natur doch macht, was sie will, oder er ist gefährlich, weil die Dekarbonisierung die Menschen in Armut und Verwundbarkeit stürzt, oder er ist sinnlos, weil die gesteckten Ziele nicht erreichbar sind. Für letzteres gibt es nun eine offizielle Bestätigung von höchster Stelle.

Quellen

[1] TYCHIS EINBLICK, 04.11.2016, Peter Heller: Klimaschutz? Hat sich erledigt
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/klimaschutz-hat-sich-erledigt/

[2] Klimaretter.Info, 02.11.2016: Merkel lässt Hendricks hängen
http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/22181-merkel-laesst-hendricks-haengen




Über das rechtzeitige Aufbauen von Sündenböcken „Klima-Risiken“: Mit Eleganz aus der Schusslinie

Wenn etwas „Mutti Merkel“ auszeichnet, dann ist es ein hochentwickeltes Gespür für politische Stimmungen und Strömungen. In ihrer Person scheint dieser Instinkt mit der sorgfältigen kommunistischen Agitprop-Ausbildung ihrer DDR-Jugend eine für ihre politische Karriere äußerst vorteilhafte Symbiose eingegangen zu sein. Hinzu kommt die Bereitschaft, getroffene Entscheidungen jederzeit umzustoßen, wenn Volkes Stimmung zu kippen scheint. Paradebeispiel hierfür ist die Bedenkenlosigkeit, mit der sie nach Fukushima die deutsche Kernenergie der Vernichtung preisgab, wofür sie die eigentlich zuständige Reaktorsicherheitskommission kaltstellte und durch eine ihr hörige Ethikkommission überging.

Dass bei solchen abrupten Manövern auch schon mal politische Weggefährten aus der Kurve getragen werden, ist selbst der ihr sehr zugetanen Presse aufgefallen. Dort hat man sich darauf eingestellt, dass die Aussage, die Kanzlerin stehe „voll hinter“ jemandem, durchaus den Auftakt zu einem jähen Karriereknick markieren kann. Hiervon können diverse Ex-Weggefährten und Koalitionspartner ein Lied singen.

Deutliche Signale für eine erneute Kanzlerkandidatur

Von daher gibt die Tatsache zu denken, dass sie, die früher eifrigst an ihrem Ruf als „Klimakanzlerin“ gefeilt hat, sich bei den großen UN-Klimakonferenzen auffällig zurückhält und ihre Koalitionspartnerin „Burning Barabara*)“ Hendricks selbst beim „Durchbruch von Paris“ allein auf die große Bühne treten lässt. Auch Gabriel, ebenfalls ein Mensch mit wachem Machtinstinkt, scheint es vorzuziehen, sich lieber nicht in Marrakech als Weltretter feiern zu lassen. Beide scheinen erkannt zu haben, dass die „Klimarettung durch Dekarbonisierung“ in absehbarer Zeit in einer Katastrophe münden wird. Da ist es besser, sich diesbezüglich vor der Kandidatur für die Wahl 2017 diskret im Hintergrund zu halten und geeignete Personen dazu zu ermuntern, sich dem künftigen Volkszorn auszusetzen. Umwelt-Barbara ist hierfür geradezu prädestiniert. Ihr fehlen augenscheinlich die Intelligenz und die Phantasie, um die unausweichlichen Folgen Ihres Tuns für Volkswirtschaft und Arbeitsplätze zu begreifen. Zugleich ist sie fanatisch genug, um unbeirrt gegen den immer deutlicher werdenden Widerstand anderer Ministerien sowie betroffener Industrieverbände anzuwüten. Ihre Weggenossen haben sie demnach da, wo man sie sie haben wollte: Als Köder für die Piranhas, sobald sich der Volkszorn genügend hoch aufgebaut hat. Diese raffiniert aufgestellte Falle ist ein deutliches Signal dafür, dass sowohl Merkel als auch Gabriel an ihrer jeweiligen Kanzlerkandidatur arbeiten. Für nachteilige Konsequenzen bringen sie zugleich eine sehr passende Sündenböckin mit.

Das Netz der Mutterspinne…

Während Siggi bereits vor einiger Zeit erkennen ließ, dass er die Klimarettung nicht ernst nimmt, scheint Merkel  weiter an die Richtigkeit ihrer Politik zu glauben und treibt diese unbeirrt voran. Sie hat sowohl auf europäischer als auch auf weltweiter Ebene über Jahre hinweg Netzwerke aufgebaut und Verbündete in entscheidende Positionen gehievt. So wurden Typen wie Prof. Schellnhuber vom PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung) zu internationalen Chefideologen mit direktem Einfluss auf UN-Gremien und kirchliche Beratungskommissionen gepusht.

Auf aktives Betreiben von Fr. Merkel wurden zahllose Bindungen und Zusicherungen festgeklopft, wofür zugleich eigene Souveränitätsrechte aufgegeben wurden. Dadurch wurde die Nation in ein dichtes Spinnennetz von Verpflichtungen eingesponnen. Bereits heute kann Deutschland z.B. von europäischen Institutionen nahezu nach Belieben in die Zange genommen werden, siehe das Gezerre um Themen wie die Pkw-Maut, nitrathaltige Gülle auf den Feldern oder Abgasvorschriften, mit denen die Autoindustrie vernichtet wird. Dabei darf Fr. Merkel darauf vertrauen, dass die Verantwortung für ihr Handeln nicht ihr angelastet wird, sondern dank der ihr hörigen Journaille den von ihr geschickt aufgebauten Popanzen zugeschoben wird.

Verbündete in Sicherheit bringen

Zu ihrer Strategie gehört auch, dass sie solche Verbündete, auf die sie Wert legt, rechtzeitig aus der direkten Verantwortung herauszieht. Paradebeispiele hierfür sind der ihr ergebene Minister Altmaier, den sie rechtzeitig aus der Verantwortung für die „Energiewende“ herauszog, bevor er politischen Schaden nehmen konnte. Als Chef des Bundeskanzleramts schwebt er jetzt nahezu unangreifbar über den Niederungen der Tagespolitik und den entsprechenden Risiken.

Weiteres typisches Beispiel für die clever und langfristig angelegte Merkelsche Politik des Fädenziehens im Hintergrund ist auch der Fall ihrer Busenfreundin Hildegard Müller. Diese übernahm 2008 die Aufgabe, Widerstände der deutschen Stromerzeuger gegen die „Energiewende“ zu brechen, indem sie den Chefposten im wichtigsten Branchenverband BDEW übernahm. Als Statthalterin Berlins gelang es Müller, den Verband konsequent „grün zu tönen“ [WELT], indem sie ihn so konsequent an den Bedürfnissen der „neuen Energiewelt“ ausrichtete, dass „mehr als 30 namhafte Ökostromunternehmen Mitglieder des BDEW wurden, darunter Branchengrößen wie Enertrag, Belectric, Grundgrün, Next Kraftwerke, First Solar sowie alle Offshore-Windpark-Betreiber…..Das Ergrünen des Verbandes zeigte sich auch in einer Reihe von Personalentscheidungen: So wurde der frühere Grünen-Politiker und Atomkraftgegner Johannes Kempmann zum Präsidenten des BDEW gewählt. Mit Tilmann Schwencke übernahm im Juli vergangenen Jahres ein Windkraftmanager die Position des Geschäftsbereichsleiters Strategie und Politik“.

Für ihren durchschlagenden Erfolg – am 9.11. musste E.ON bekanntgeben, dass nach einem erneuten Verlust von 9 Mrd. € das Eigenkapital faktisch aufgezehrt ist – wurde Fr. Müller üppig belohnt. Man holte sie rechtzeitig aus dem inzwischen kastrierten Verband heraus und brachte sie auf der RWE-Vorstandsetage unter. Dort gilt sie als künftige Vorstandsvorsitzende der neuen RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze. Wenn sie will, kann Mutti für die Ihren sehr fürsorglich sein, die Zeche zahlen eh die Opfer, in diesem Falle RWE und die per EE-Umlage ausgeplünderten Bürger.

Der clevere Siggi

Nachfolger von Altmeier wurde Gabriel, der jedoch zu schlau war, den ihm zugedachten „Dekarbonisierungsköder“ anzunehmen, und die Rolle des Blitzableiters seiner Parteigenossin vom Niederrhein zuschob. Mit einer bemerkenswerten Volte hat er ihr vorerst auch die Verabschiedung ihres „Klimaschutzplans“ vermasselt, so dass sie möglicherweise mit leeren Händen nach Marrakesch fliegen muss. Zwar ist jetzt wieder die Rede von Versöhnung und einer Einigung in letzter Minute, aber das Hin und Her zeigt überdeutlich, wie zerstritten die Politik in dieser Frage inzwischen ist. Mit seiner Blutgrätsche gegen Merkels EE-Politik präsentiert sich Siggi zugleich als alternativer Kanzlerkandidat für die Wahl 2017.

  

Geht die Schweiz volles Risiko?

Ebenso wie bei der deutschen Bundeskanzlerin scheint sich jetzt auch der Schweizer Bundesrätin Leuthard eine Möglichkeit zu eröffnen, die Risiken der „Klimarettung“ anderen anzuhängen. Sie verfolgt ihr Ziel „Energiestrategie 2050“, dessen Konsequenzen ebenso desaströs wären wie die des deutschen „Klimaschutzplans“, gerne mit Trippelschrittchen unter Wahrung von Rückzugsoptionen, so dass die wahren Konsequenzen erst spürbar werden, wenn sie selbst nicht mehr in Verantwortung genommen werden kann. Allerdings fehlte ihr bisher ein passender Blitzableiter. Da sich jetzt auch in der Schweiz langsam Widerstände aufbauen, ist es ganz opportun, dass ihre ungeduldigeren Verbündeten gerade jetzt massiv vorpreschen. Auf Initiative der Grünen soll die Schweiz am 27. November per Volksabstimmung die kurzfristige Stilllegung von drei Kernkraftwerken beschließen, die derzeit noch 15 % zur nationalen Stromproduktion beitragen.

Das künftige EE-Paradies Schweiz – garantiert touristen- und zugvogelfrei (mit freundlicher Genehmigung der Alliance Energie Schweiz) 

Bis 2029 sollen dann auch die beiden restlichen KKW abgeschaltet werden, wodurch insgesamt sogar 40 % der Schweizer Stromproduktion ausfallen würden. Von der langfristigen Zielsetzung her entspricht dies zwar durchaus Leuthards Plänen, engt jedoch ihren politischen und wirtschaftlichen Spielraum stark ein. Wird die Initiative angenommen – worauf derzeitige Umfrageergebnisse hindeuten -, so könnte es passieren, dass es nicht Deutschland sein wird, sondern die sonst so bedächtig agierende Schweiz, die der restlichen Welt den Beweis dafür liefert, dass die „Dekarbonisierung“ nichts weiter ist als ein extrem teurer Irrweg. Die Grünen bekämen den Volkszorn voll zu spüren und Leuthard hätte ein prima Schlupfloch zur Hand. Das könnte sich noch als sehr praktisch erweisen….

Und die Urgewalt aus den USA?

Eine ganz neue Dynamik dürfte die „Klimarettungspolitik“ der UN in nächster Zeit aufgrund des Wahlsiegs von Trump erhalten. Monatelange Hasskampagnen in Europas linksgrün dominierten Medien und seitens vieler Politiker und Intellektueller haben ihn nicht aufhalten können. Was von ihm letztlich zu halten sein wird, muss allerdings die Zukunft zeigen. Auch sein „Yes we can“-Vorgänger sprang als Tiger, bevor er in Windeseile alle Versprechen über Bord warf, um jetzt als abgetretener Bettvorleger vor die Tür des Oval Office gekehrt zu werden.

Vorschnelle Nobelpreise wird man Trump sicherlich nicht verleihen. Die schrankenlose Hexenverfolgung gegenüber „Skeptikern“, die sich in den USA bereits breitmachte, dürfte unter ihm jedoch erstmal gestoppt werden. Vieles spricht dafür, dass er Obamas Klimapolitik zurückstutzen wird, aber man sollte im Auge behalten, dass die Nation zutiefst gespalten ist und es gegen jede seiner Maßnahmen zu teils erbittertem Widerstand kommen wird. Zudem hat er weder eine ausformulierte politische Position noch eine erprobte Mannschaft vorzuweisen. Erste Stellungnahmen vom PIK aka Schellnhuber und von „Mutti“ lassen jedoch erkennen, dass er ihre Kreise bereits empfindlich gestört hat. Das macht zwar Hoffnung auf mehr, doch kann verfrühte Euphorie auch zu bitteren Enttäuschungen führen.

Fred F. Mueller

*) Der Spitzname bezieht sich auf einen länger zurückliegenden Vorfall, bei dem Fr. Hendricks bei einer hitzigen Diskussion mit einem oppositionellen Politiker ihre Zigarette auf dessen Hand ausgedrückt haben soll.

Quellen

[WELT] https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article150857574/Cheflobbyistin-der-Energiebranche-wechselt-zu-RWE.html#




Eine Wahlanalyse, die Sie nicht in den Mainstream Medien sehen

Als ich ein Kind war, waren die Demokraten die Partei der Armen und die Republikaner waren die Partei der Reichen. Irgendwie änderte sich das, als ich nicht hinsah und jetzt ist das nicht mehr der Fall. Siehe die Ergebnisse unten. Je wohlhabender der Staat, desto mehr Leute stimmten für Hillary.

[gefundene Schlagzeile auf The Guardian: Nie hat Amerika mehr als jetzt, furchtlose und unabhängige Medien gebraucht – dem kann ich mich für Deutschland anschließen, der Übersetzer]

Schließlich zeigt die Grafik unten auch den Grund, warum die meinungsmachenden Köpfe durch das Ergebnis so schockiert waren … sehen Sie den einen Bundesstaat mit 93% Stimmen für Hillary oben an der Spitze?

Grafik: Eschenbach – Stimmen für Clinton nach Wohlstand (Einkommen)

Das ist der District of Columbia, der mehr als 10 zu 1 liberal ist … und sie fragen sich, warum sie [dort] keine Trump-Anhänger kennen, warum sie keine Ahnung vom Puls der Leute haben und warum sie dachten, Trump könne nie gewinnen? Sie stecken in der Beltway Blase, mit der üblichen Realitätsverzerrung, die dort auftritt.

[Beltway –  der „Gürtel“ rund um Washington DC. Ausdruck für die Leute und Institutionen, die dort wohnen bzw. angesiedelt sind und mit dem Rest von Amerika politisch und sozial nicht in Kontakt sind, aber viel politischen Einfluss haben – der Übersetzer]

Mein besten Wünsche für alle auf beiden Seiten. Meine Hoffnung ist, dass wir alle das uns Trennende überwinden können und erkennen, dass dies eine riesige Chance für uns ist, eine Regierung zu ändern, die ehrlich gesagt nicht funktioniert. Wir werden uns nicht auf eine bestimmte vorgeschlagene Lösung einigen können, aber ich glaube, wir können zustimmen, dass der gegenwärtige Reformstau unerträglich ist.

Wie immer: Ich, wie die meisten Leute, kann meine eigenen Worte und Ansprüche verteidigen. Jedoch kann sich niemand gegen ein Missverständnis seiner eigenen Worte verteidigen. Um Missverständnisse zu vermeiden, geben Sie bitte genau die Wörter an, mit denen Sie nicht einverstanden sind. Auf diese Weise können wir alle den genauen Grund Ihres Einwandes klar erkennen.

Willis Eschenbach

Erschienen auf WUWT am 09.11.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2016/11/09/an-election-analysis-you-wont-see-in-the-msm/




Neuer US Präsident wird Obamas Klima- und Energiepolitk umkehren

1) Sieg von Trump signalisiert das Ende des Grünen Zeitalters

Der globale Kampf gegen Klimawandel wird durch den Wahlsieg von Donald Trump einen ernsthaften Dämpfer bekommen, was für die Industrien bedrohlich ist, die daran arbeiten, die Verschmutzung durch fossile Treibstoffe zu säubern. Der nächste Präsident hat die Wissenschaft vom Klimawandel in Frage gestellt [womit er nun wirklich nicht allein steht! Anm. d. Übers.], sich für den Rückzug aus dem Paris-Abkommen zur globalen Erwärmung ausgesprochen und versprochen, die Kohleerzeugung anzukurbeln, also den schmutzigsten fossilen Treibstoff. Grüne Campaigner und Politiker, von denen einige diese Woche in Marrakesch zusammengekommen waren, um das Paris-Abkommen mit Leben zu erfüllen, schlugen Alarm hinsichtlich des Umbruchs, welchen sie erwarten, wenn Trump im Januar in das Amt eingeführt wird. —Bloomberg News, 9 November 2016

2) Neuer US-Präsident wird Obamas Energie- und Klima-Prioritäten umkehren

Donald J. Trump tritt sein Amt an mit einem Plan, das meiste von dem zu verwerfen, was Präsident Obama hinsichtlich Energie und Umwelt erreicht hat. Er hat sich nicht nur für die „Kündigung“ der internationalen Klimavereinbarungen von Paris ausgesprochen, sondern will auch die heimischen Energie- und Umweltprioritäten neu setzen. Er möchte auf öffentlichem Land Öl- und Gasbohrungen sowie Kohlebergbau ermöglichen. Er möchte Vorschriften annullieren, die er unnötig nennt. Er wird zur Abstimmung anstehende Vorschriften für stärkere Methan-Kontrollen von heimischen Bohrunternehmen zurückziehen. Er möchte die Rolle der Environmental Protection Agency beschneiden und auf einen reinen Berater-Status zurückstufen. Außerdem will er den Clean Power Plan außer Kraft setzen, also die Verpflichtung von Unternehmen, für niedrigere Kohlenstoff-Emissionen zu sorgen. Obwohl Trump sich als der ultimative Außenseiter geriert bei der Zusammenstellung eines Transitions-Teams, hat er dafür Insider-Veteranen aus Washington gewählt, von denen viele Lobbyisten sind für fossile Energie-Unternehmen und für Skeptiker der Klimawissenschaft [das ist doch eine gute Nachricht, oder? Anm. d. Übers.]. –Steven Mufson and Brady Dennis, The Washington Post, 9 November 2016

3) Schlechte Laune in Brüssel: Präsident Trump kann das UN-Klimaabkommen töten, warnt der Leiter des EU-Kohlenstoffmarktes

Stephen Brown prophezeite, dass das Pariser Klimaabkommen „rasch ad acta gelegt wird“, dass Hindernisse und „verfahrenstechnische Hürden“ für Infrastrukturprojekten wie Pipelines neu überdacht werden, und Vorschriften über die sozialen Kosten von Kohlenstoff und anderen Umweltauswirkungen „verschwinden“ werden. „Der Clean Power Plan wird einen langsamen Tod erleiden“, sagte er und fügte hinzu, dass für Öl- und Gasbohrungen auf öffentlichem Land Tür und Tor geöffnet werden. –Steven Mufson and Brady Dennis, The Washington Post, 9 November 2016 

4) Der Stern des weltgrößten Herstellers von Windturbinen sinkt nach Trumps Sieg

Aktien des Unternehmens Vestas Wind Systems A/S stürzten ab, nachdem die US-Wähler unerwartet Donald Trump zum Präsidenten wählten. Dies nährte die Besorgnis, dass die Industrie erneuerbarer Energie in Zukunft politischem Gegenwind ausgesetzt sein wird. [Die Anteile des] weltgrößten Herstellers von Windturbinen fielen um bis zu 14% und wurden zu einem um 6,6% niedrigeren Preis in Kopenhagen gehandelt. Einer Umfrage von Ernst & Young LLP aus dem vorigen Monat zufolge droht den USA der Verlust der Position als bester Markt für erneuerbare Energien für Investoren unter einer Regierung Trump. Trump hat klargestellt, dass er „Windturbinen hasst und alles tun wird, sie zu bekämpfen“, sagte Jacob Pedersen, Leiter von Gerechtigkeits-Analyse [equity analysis] bei Sydbank Anfang dieses Monats. –Christian Wienberg, Bloomberg News, 9 November 2016


5) Was wird Präsident Trump hinsichtlich Klima und Energie tun?

Kaufen Sie keine Anteile von Air Canada, nur weil Donald Trump gewählt worden ist; die Sofort-Reaktion unterscheidet sich nicht allzu sehr von der nach den Wahlsiegen von Ronald Reagan und George W. Bush. Obwohl viele Liberale nicht glücklich mit ihrem Wahlerfolg sind, gab es danach nichts weniger als die prophezeite Apokalypse. Angesichts Donald Trumps Wesen kann man erwarten, dass auch er sich als moderater erweisen wird als er im Wahlkampf daher gekommen war; vor allem, wenn er immer mehr mit den Realitäten präsidialer Gewalt konfrontiert wird. Erstens, man erwarte nicht, dass er viele seiner Versprechungen erfüllen wird wie etwa die Wiederbelebung von Kohle-Arbeitsplätzen. Wie bei vielen Kandidaten zuvor wird die Realität des Amtes bald Einzug halten, und die Tatsache, dass der Präsident nicht die Energiemärkte beherrscht, wird überdeutlich und rasch klar werden. Während er zweifellos die Entwicklung von Petroleum fördern wird, sind Öl- und Gaspreise für jene Industrie wichtiger. Hinsichtlich Klimawandel wäre das Verwerfen des Paris-Vertrages primär von symbolischer Bedeutung, war doch dessen Inkrafttreten immer das größte Hindernis. Chinas Ankündigung einer Erhöhung der Kohle-Kapazität um 19% während der nächsten 5 Jahre demonstriert, wie wenig verpflichtet sich viele Unterzeichner fühlen. –Michael Lynch, Forbes, 9 November 2016 

Link: www.gwpf.com

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Sonne ist wieder ruhig, geht sie doch einem solaren Minimum entgegen

Bild rechts: Das aktuelle Bild der Sonne (vom 31. Oktober 2016) zeigt eine eingekreiste Sonnenfleck-Region. Bild: NASA

Zunächst wird sich die Fleckenfreiheit immer nur ein paar Tage lang zeigen, dann werden daraus Wochen und schließlich ganze Monate, wenn der Sonnenfleckenzyklus seinen Tiefstpunkt erreicht. Die nächste Phase des solaren Minimums wird für das Jahr 2019 oder 2020 erwartet. Der gegenwärtige Zyklus ist der 24. Zyklus seit 1755, zu welchem Zeitpunkt die extensive Beobachtung der Sonnenflecken-Aktivität begonnen hatte. Er ist der schwächste Zyklus seit über einem Jahrhundert mit der geringsten Anzahl von Sonnenflecken seit dem Zyklus 14 mit seinem Höhepunkt im Februar 1906. Und noch etwas: der schwache Solarzyklus und die Erwartung fortgesetzter geringer Sonnenaktivität im kommenden Winter ist ein wichtiger Faktor bei den Winter-Aussichten im Gebiet des mittleren Atlantik, die kälter als normal sind.

Sonnenfleckenzahlen der solaren Zyklen 22, 23 und 24, die einen klaren Abschwächungstrend zeigen; die derzeitige Sonnenfleckenzahl ist durch den Pfeil markiert. Bild: Dr. David Hathaway, NASA/MSFC

Solarzyklus 24

Die Sonne durchläuft etwa alle 11 Jahre einen natürlichen Zyklus. Dieser Vorgang ist gekennzeichnet durch die Zu- und Abnahme von Sonnenflecken, die sich als sichtbare dunkle Regionen auf der Sonnenoberfläche abzeichnen und in denen es kühler ist als in der Umgebung. Die größte Anzahl in jedem gegebenen Solarzyklus wird als das „solare Maximum“ bezeichnet und die niedrigste Zahl entsprechend als „solares Minimum“. Wir befinden uns jetzt seit über 7 Jahren im Zyklus 24, und es scheint, als wäre es bereits im April 2014 während einer Aktivitäts-Spitze zum Maximum gekommen (jetzige Stellung gekennzeichnet durch den weißen Pfeil).

Geht man zurück bis zum Jahr 1755, gab es nur wenige solare Zyklen unter den 23 vorangegangenen Zyklen, die während der Maximum-Phase eine noch geringere Sonnenfleckenzahl aufwiesen. Die Aktivitätsspitze im April 2014 war tatsächlich die zweite Spitze im Zyklus 24, die noch etwas höher ausgefallen war als die erste Spitze im März 2012. Während es in vielen solaren Zyklen zu einer Doppelspitze kommt, ist dies das erste Mal, bei dem die zweite Spitze der Sonnenfleckenzahl höher war als die erste. Der zeitlichen Verlauf der Sonnenfleckenzahl (oben) zeigt einen eindeutigen Abschwächungstrend der solaren Zyklen seit dem Zyklus 22 mit seiner Spitze um das Jahr 1990.

Während im Verlauf eines schwachen Solarzyklus‘ seltener starke Sonnenstürme auftreten als in starken und aktiveren Zyklen, bedeutet das aber nicht, dass überhaupt keine auftreten. Tatsächlich war es zu dem berühmten „Supersturm“, bekannt als das Carrington-Ereignis im Jahre 1859 während eines schwachen Solarzyklus‘ gekommen (Nummer 10). Außerdem gibt es einige Hinweise, dass die größten Ereignisse wie etwa starke Flares und bedeutende geomagnetische Stürme dazu tendieren, während der abnehmenden Phase des Solarzyklus‘ aufzutreten. Mit anderen Worten, nach wie vor besteht die Chance starker Sonnenaktivität während der nächsten Monate und Jahre. Die letzte solare Minimumphase dauerte von 2007 bis 2009 und war historisch schwach. Tatsächlich war es dabei zu drei Tagen mit der geringsten Fleckenzahl seit Mitte des 19. Jahrhunderts gekommen (siehe folgende Graphik).

Höchste Anzahl von Tagen ohne Sonnenflecken pro Jahr; während des letzten solaren Minimums waren sogar gleich drei Jahre vertreten.

Konsequenzen eines solaren Minimums

Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben ist ein solares Minimum keine Periode einer vollkommen ruhigen und inaktiven Sonne, ist dies doch mit zahlreichen interessanten Änderungen verbunden. Erstens, kosmische Strahlen können während solarer Minima relativ leicht bis in das innere Sonnensystem eindringen. Galaktische kosmische Strahlen von außerhalb des Sonnensystems müssen sich gegen den Sonnenwind und gegen ein ganzes Dickicht solarer Magnetfelder durchsetzen. Während solarer Minima schwächen sich sowohl der Sonnenwind als auch das Magnetfeld der Sonne ab, was es leichter für die kosmische Strahlung macht, die Erde zu erreichen. Für Astronauten ist dies eine gefährlichere Zeit, kann doch eine Zunahme kosmischer Strahlung menschliche DNA zertrümmern. Außerdem ist auch die extreme ultraviolette Strahlung der Sonne (EUV) in Jahren mit geringer Sonnenfleckenzahl geringer, wodurch sie die obere Atmosphäre der Erde abkühlt und zusammenzieht. Mit einem deutlich niedrigeren aerodynamischen Widerstand bleiben Satelliten leichter im Orbit – was gut ist. Andererseits tendiert Weltraummüll dazu, sich zu akkumulieren, was den Weltraum um die Erde zu einem gefährlicheren Gebiet für Astronauten werden lässt.

Meteorologe Paul Dorian, Vencore, Inc., vencoreweather.com 

Link: http://www.vencoreweather.com/blog/2016/10/31/1040-am-sun-quiet-again-as-it-heads-towards-solar-minimum

Übersetzt von Chris Frey EIKE