Subventions-Unwesen unterminiert die grüne Industrie in UK

Der Stachel im Fleisch dieser Vorteile ist jedoch, dass die britische Öffentlichkeit zuerst die Industrie eimerweise mit Subventionen zu überschütten, welche sich auf 9 Milliarden Pfund bis zum Jahr 2020 belaufen werden. Jüngste Vorkommnisse im Bereich der Erneuerbaren – einschließlich der Versuche, die Last dieser Unterstützung abzumildern – haben unter den Teilnehmern Sorgen ausgelöst, dass der Wille der Verbraucher, diese gewaltige Praxis der Schaffung von Arbeitsplätzen zu finanzieren, abnimmt.

Das ist der Grund, warum die Industrie so stark danach trachtet, sich in die neue – jedoch bisher nicht offen gelegte – industrielle Strategie von Theresa May einzubringen. Befürworter sehen dies als einen Weg sicherzustellen, dass der Geldfluss nicht austrocknet.

Die Minister sollten diese Erzählungen unerklärter industrieller Vorteile mit großer Vorsicht behandeln.

Niemand leugnet, dass grüne Technologien Arbeit schaffen. Zahlen der Renewable Energy Association, einer Handelsagentur, zeigen, dass 117.000 Menschen schon jetzt in dem Bereich und dessen Produktionskette schuften. Aber Schaffung von Arbeitsplätzen allein ist nicht gleich einem Vorteil für die Ökonomie. Was ultimativ zählt, ist der zusätzliche Output, der von diesen Arbeitern produziert wird. Wenn sich diese Praxis bewähren soll, muss dessen Wert über die umfangreicheren Kosten hinausgehen, einschließlich der Auswirkung auf alternative Produktion und Beschäftigung.

Aber das Problem bei grünen Arbeitsplätzen ist, dass sie nicht wertschaffend sind. Man betrachte die 17.000 Menschen, von denen eine andere Handelsagentur, nämlich Renewable UK sagt, dass sie im Jahre 2013 in der Windindustrie beschäftigt waren. Diese Arbeitsplätze existieren nicht, weil die Industrie wettbewerbsfähig ist mit konventionellen Energieversorgern, sondern weil die Öffentlichkeit deren Unfähigkeit, wettbewerbsfähig zu sein, ausgeglichen hat in Gestalt großer Subventionen. Im Endeffekt ist jeder einzelne dieser Wind-Arbeitsplätze allein in jenem Jahr 2013 mit Subventionskosten in Höhe von 98.000 Pfund gestützt worden. Dies lässt die Kosten für jedermann steigen, was die Finanzkraft der Verbraucher und die Unternehmensgewinne überall in UK schwächt.

Natürlich ist Beschäftigung nicht die einzige Behauptung der grünen Befürworter. Sie argumentieren außerdem, dass Umweltpolitik die Entwicklung neuer Industrien anschieben wird, die stetig effizienter werden. Indem UK hier eine Vorreiterrolle einnimmt, kann es eine technologische Erfahrung gewinnen, die zu wertvollen Exportaufträgen führt, wenn andere langsamer vorankommende Länder Mühe haben, ihre eigenen Emissionen zu reduzieren.

Aber noch einmal: Diese Behauptungen lösen sich bei näherer Betrachtung in Nichts auf. Sie sind schwer abhängig von der Prämisse, dass Verkäufe dieser Produkte von technologischer Innovation getrieben werden und dass Länder wie UK in der Lage sein werden, hohe Marktanteile einzunehmen mittels ihres Know-How. Tatsächlich zeigen die verfügbaren Beweise jedoch in die entgegen gesetzte Richtung.

Link: http://www.thegwpf.com/subsidy-culture-undermines-uks-green-industry/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Nützliches CO2 für Gewächshäuser und die Chemische Industrie

1. Nutzung des CO2 durch Photosynthese     

Die Photosynthese ist die natürliche Erzeugung von energiereichen Biomolekülen aus energieärmeren Stoffen mithilfe von Lichtenergie. Sie wird von Pflanzen, Algen und einigen Bakterien betrieben. Bei diesem biochemischen Vorgang wird zunächst mit Hilfe des lichtabsorbierenden Farbstoffes ( Chlorophyll) Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt. Diese wird dann unter anderem zum Aufbau energiereicher organischer Verbindungen – sehr oft Kohlenhydrate (Summenformel CH2O) genutzt. Die Gesamtreaktion der Photosynthese mit Wasser als Reduktionsmittel kann durch die folgende allgemeine, vereinfachte Summengleichung formuliert werden:

C O 2 + 2 H 2 A   → L i c h t < C H 2 O > +   2 A + H 2 O {displaystyle mathrm {CO_{2}+2;H_{2}A {xrightarrow {Licht}}{}<!CH_{2}O!>+ 2;A+H_{2}O} }      CO2 + H2O   =  <CH2O> + O2.        Reaktion unter Einfluß von Licht  oder:

           6 CO2 + 6 H2O = C6H12O6 + 6 O2    + 2870 KJ/mol

Oder in Worten:

 Aus Kohlenstoffdioxid und Wasser entsteht – durch Energiezufuhr (Licht; Chlorophyll) – Traubenzucker (Glucose) – C6H12O6  und Sauerstoff. 3)

Alle Algen und grünen Landpflanzen verwenden ausschließlich Wasser (H2O) als Reduktionsmittel.  Der im Wasser gebundenen Sauerstoff wird als Oxidationsprodukt des Wassers bei der sogenannten oxygenen Photosynthese als  molekularer Sauerstoff (O2) freigesetzt. Der gesamte in der Erdatmosphäre und Hydrosphäre vorkommende Sauerstoff wird durch oxygene Photosynthese gebildet.

2. CO2-Inventar in der Atmosphäre 2)

Auf der Erde gibt etwa 75 Billiarden (=Millionen Milliarden) Tonnen Kohlenstoff.            99,8 % davon befindet sich im Gestein, fast alles als Karbonate im Kalkstein.                        Weiterer Kohlenstoff befindet sich in fossilen Brennstoffen( Kohle, Erdöl, Erdgas):         4.100 Mrd. t  Kohlenstoff.                                                                                                                       Im Wasser: 38.000  Mrd. t Kohlenstoff    = 0,05 % des gesamten Vorkommens                       Im Boden: 1.580 Mrd. t Kohlenstoff  = 0,002 % des gesamten Vorkommens.                                          In Lebewesen: 800 Mrd. t Kohlenstoff = 0,001 % des gesamten Vorkommens.                         In der Luft:  820 Mrd: t Kohlenstoff = 0,001 % des gesamten Vorkommens.

In der Atmosphäre sind somit insgesamt etwa 3.000 Mrd. t CO2 enthalten.

3. Wirkungsgrad  und Produktivität der Photosynthese.3)

  • Die für die Synthese von einem Mol Glucose benötigte Lichtenergie beträgt je nach Wellenlänge zwischen 1430 kJ (Blau) und 8064 kJ (Rot)
  • Die Freie Reaktionsenthalpie für die Bildung von Glucose aus CO2 und H2O beträgt unter Standardbedingungen 2862 kJ/mol.
  • Das ergibt einen Wirkungsgrad von 20,0 Prozent für blaues und 35,5 Prozent für rotes Licht.

gesamte Erde        Fläche 0,51 x 1015 m2        80  x 109 t pro Jahr (100 %)

 

 

davon Ozeane       Fläche 0,36 x 1015 m2             28  x 109 t pro Jahr (35,4 %)

 

 

davon Land            Fläche 0,15 x 1015 m2        52 x 109 t pro Jahr (64,6 %)             

4. Anwendung von CO2 in Gewächshäusern 4)

Der normale CO2-Gehalt der Luft von 320 bis 360 vpm CO2 stellt für viele Pflanzen keinen optimalen Wert für die Photosynthese dar. Als für die Pflanzen optimale Werte werden CO2-Konzentrationen zwischen 600 bis 1600 vpm CO2 angegeben. Gemüsepflanzen verlangen tendenziell etwas höherer Werte als Zierpflanzen [

Sofern für die jeweilige Kultur keine Angaben zu optimalen CO2-Konzentrationen vorhanden sind, wird als Faustzahl ein Wert von 600 vpm CO2 angegeben, mit dem der Gärtner zunächst beginnen sollte. Begrenzt wird die maximal einstellbare CO2-Konzentration auch durch die maximale Konzentration am Arbeitsplatz, die zum Schutz der Arbeitskräfte eingehalten werden muss. Diese liegt bei 5000 vpm CO2.

5.Großtechnische Anwendung von CO2 in  Gewächshäusern 5,6)

5.1. Raffinerie- CO2 für 550 Gewächshäuser in den Niederlanden 5,)

CO2CCCO2 für Gewächshäuser: 350.000 t CO2 strömen in den Niederlanden von der Shell-

ÖlraffÖlRaffinerie bei Rotterdam über eine 85 km lange Transport-Pipeline und ein 300 km            langesVlanges Verteilungsnetz an mehr als 550 Gewächshäuser. CO2 wird für die Photosynthese der

Pflanzeder Pflanzen benötigt. Mit dem CO2 wird das Wachstum von Tomaten, Gurken und Salaten gefördert.

1.C5.O2

1.CO5.25.2. Luther-Tomate Wittenberg 6)

Im Jahre 2014  entstand in Wittenberg eine einzigartige Komposition – die Luther-Tomate. Die      Idee, die  Idee,die  Gewächshäuser direkt neben die SKW Stickstoffwerke Piesteritz zu platzieren,       entstammt einem effizienten Gedanken: Bei der Produktion im Werk entstehen wichtige      Abfallprodukte, wie CO2 und Wärme, die sonst ungenutzt  in die Umwelt abgeschieden werden würden können  jetzt genutzt werden.. Diese werden über Pipelines zu den Gewächshäusern               transportiert. Ende des Jahres 2013  wurden fast 600.000 Tomatenstauden gepflanzt. /

6. Beispiele für die CO2-Nutzung in der Chemischen Industrie 

 

6.1. Harnstoffsynthese: 7)

2 Stufen – Reaktion:  2 NH3 + CO2   =  NH2– CO-NH+H2O  (Harnstoff + Wasser)

Die industrielle Produktion von Harnstoff in einem Hochdruckverfahren geht auf Carl  Bosch und Wilhelm Meiser zurück. Die BASF nahm 1922 die erste Produktionsanlage in Betrieb, bei der sich in einem Hochdruckreaktor im ersten Schritt bei 150 bar aus Ammoniak und Kohlenstoffdioxid in einer mit −117 kJ/mol exothermen Reaktion Ammoniumcarbamat (NH4CO2NH2) bildete, das in einer endothermen Reaktion mit +15,5 kJ/mol weiter zu Harnstoff und Wasser reagiert.

Eine industrielle Verwendungsmöglichkeit von Harnstoff ist die Herstellung von Melamin, das z. B. mit Formaldehyd zu Kunstharzen verarbeitet wird, und von Harnstoff-Formaldehyd-Harzen (Harnstoffharz, so genannte UF-Harze), die z. B. zur Produktion von Spanplatten eingesetzt werden. Harnstoff ist ein viel genutzter Stickstoffdünger und Ausgangsstoff für die chemische Industrie, etwa für die Herstellung von Harnstoffharzen, die als Klebstoff, zur Imprägnierung oder Isolierung eingesetzt werden. Harnstoff dient als Grundlage für die Synthese von Barbitursäure, Koffein, Hydrazin und weiteren Chemikalien.                                                                                                                                         Mit einem Produktionsvolumen von etwa 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist Harnstoff eine der meisthergestellten Chemikalien.

6.2.  Salicylsäure 8)9)

Durch Umsetzung von CO2 mit Natrium-Phenolat wird mit der Kolbe-Schmitt-Reaktion Salicylsäure gewonnen.[

       Salicylsäure

 

Durch Umsetzung von Salicylsäure mit Essigsäureanhydrid wird Aspirin erhalten.

        Aspirin                                                                           

Salicylsäure dient zur Herstellung von Farb- und Riechstoffen und der Acetylsalicylsäure (ASS, besser bekannt unter dem Markennamen Aspirin), die als schmerzstillender, entzündungshemmender und gerinnungshemmender Arzneistoff Verwendung findet.

6.3. Methanol   aus Synthesegas10)

Die Dampfreformierung von Erdgas und die partielle Oxydation sind  der Hauptlieferant für Synthesegas (CO,CO2 + H2 ).In Nordamerika und Europa wird meist Erdgas als Rohmaterial genutzt, in China und Südafrika basiert die Synthesegasherstellung auf Kohle oder Braunkohle. 2005 hat China 5,4 Millionen Tonnen Methanol erzeugt, davon 65 % oder 3,5 Millionen Tonnen auf Kohle basierend. Für die Bildung von Methanol aus Synthesegas können die folgenden Gleichungen formuliert werden:

CO + 2 H2  = CH3OH     und      CO2 + 3 H2  = CH3OH + H2O  C O 2 + 3 H 2 ⇌   C H 3 O H + H 2 O ;   Δ H ( 300 K ) = − 49 , 5 k J / m o l {displaystyle mathrm {CO} _{2}+3;mathrm {H} _{2}rightleftharpoons mathrm {CH} _{3}mathrm {OH} +mathrm {H} _{2}mathrm {O} ; Delta H(300;mathrm {K} )=-49{,}5;mathrm {kJ} /mathrm {mol} }  SHAPE  * MERGEFORMAT

Wegen ökonomischer Vorteile bei niedrigen Synthesedrücken und niedrigen Temperaturen wird Methanol größtenteils im Niederdruck-Verfahren produziert.

Methanol hat einen großen Anwendungsbereich.. Mit 45 Millionen Tonnen Jahresproduktion (Stand: 2008) ist Methanol eine der meisthergestellten organischen Chemikalien. In der chemischen Industrie dient es insbesondere als Ausgangsstoff bei der Produktion von Formaldehyd (HCHO), Ameisensäure (HCOOH) und Essigsäure. (CH3COOH) Methanol und seine Folgeprodukte werden neben der stofflichen Verwendung auch als Energieträger eingesetzt. Mit der Technologie Methanol to Gasoline wird aus Methanol Kraftstoff. Methanol wird auch bei der Synthese von Biodiesel und dem Anti-Klopfschutzmittel  MTBE (Methyl-t butylether, hergestellt aus Methanol + Isobuten) benötigt. In Brennstoffzellen kann Methanol als Wasserstofflieferant dienen.

6.4. Carbon2Chem von Evonik 11)

Evonik zusammen mit mit 7 Partnern aus Industrie , Wissenschaft und Forschung  wollen 20 Mio. t CO2 aus der Stahlbranche wirtschaftlich nutzbar machen für  Dünger , Kraft- und Kunststoffe. Evonik bringt seine Katalysekompetenz in das Projekt ein, das vom Bundeswirtschaftsministerium mit über 60 Mio € gefördert wird.

6.5. Klimagas CO2 wird zu Weichschaum 12)13)

In Dormagen wurde eine Anlage der Firma Covestro  in Betrieb genommen, die rund 20 Gew.% CO2 aus Abgasen des Chemieparkes in ein Vorprodukt von Polyurethan-Weichschaum einbaut. Die 15 Mio € teure Prototyp-Anlage ist für  5000t Polyöl pro Jahr ausgelegt. Bereits 2010 hat das Bundesforschungsministerium ein Projekt mit 4,5 Mio € gefördert  für die Nutzung von CO2 aus dem Rauchgas der Braunkohlekraftwerke.. Im Innovationszentrum beim Braunkohlekraftwerk Niederaußem  betreibt RWE eine Pilotanlage zur CO2-Wäsche ,die das Kohlendioxid aus dem Rauchgas abtrennt. 

Mit diesen Ausführungen ist dargelegt,  daß die Verteufelung von CO2 als Klimagas falsch und eine Lüge ist. COist vielmehr ein wichtiger Rohstoff für die Pflanzen, die Landwirtschaft und auch für die Chemie . Deshalb ist es zu begrüßen, daß es jetzt mehrere Initiativen zur CO2-Anwendung mit staatlicher Unterstützung gibt.

Literatur

1.https://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese 

2.http://www.oekosystem-erde.de/html/kohlenstoffkreislauf.html 

3. http://.chemie.de/lexikon/Photosynthese.html 

4.www.hortipendium.de/CO2-Düngung  Nov.2013

5. http://www.the-linde-     group.com/de/clean_technology/clean_technology_portfolio/co2_applications/greenhouse_supply/index.html

6.http://wittenberg-gemuese.de/unternehmen/  

7. https://de.wikipedia.org/wiki/Harnstoff#Herstellung

8. https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid#Verwendung

9.  https://de.wikipedia.org/wiki/Salicyls%C3%A4ure#Eigenschaften_und_Verwendung

10.. https://de.wikipedia.org/wiki/Methanol                                                                                                                                                       

11.Zeitschrift Folio (Evonik) Sept.2016, S.7

12.. Klimagas CO2 wird zu Weichschaum VDI-Nachr. 17.6.2016, S.16

13 www.rwe.com Pressemitteilung 15.9.2010..




Kurzbericht über die 10. Internationale Klima- und Energiekonferenz des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) in Berlin vom 11./12. Nov. 2016

Weil deutscher Wahnsinn – historisch bekannt – keine Grenzen kennt, ist die Selbstzerstörung der deutschen Industrie nun sogar ohne die moralische Mithilfe des großen US-Bruders geplant.

Bild rechts: Neue Transition Direktor EPA des künftigen US Präsidenten Donald Trump Myron Ebell beim Skype Interview anlässlich der 10. IKEK vom 11. und 12.11.16 in Berlin

Das EIKE Konferenzprogramm war gespickt mit nicht nur interessanten sondern auch hochaktuellen Vorträgen, die teilweise die oben erwähnten Ereignisse thematisierten. Redner waren wie immer international renommierte Experten (Programm anbei). Im Fokus des Klimateils stand die wissenschaftliche Diskussion über die natürlichen Klimaeinflüsse von Sonnenmagnetfeld oder gar  Vulkanen auf der einen und des anthropogenen CO2 auf der anderen Seite. Als Ergebnis aller Vorträge kann festgehalten werden, dass ein Klimaeinfluss des Menschen aus den Messdaten nicht zu entnehmen ist. Er ist nur in Klimamodellen aufzufinden, die bekanntlich die Realität noch nie wiedergeben konnten und in ihren Aussagen bis zur Unkenntlichkeit streuen. Dementsprechend lautete auch das Motto dieses Vortragsteils „Messen statt Modellieren“. Besonders heftig diskutiert wurde der scherzhaft „Al Gore Experiment „ genannte (Life-) Versuch dreier norwegischer Forscher unter Leitung des Physikers und Prof. em Jan Eric Solheim von der Universität Oslo, mittels mehrerer identischer Boxen die Treibhauswirkung des CO2 zu messen. Der erste Versuch diente der Wiederholung des bereits von R. Wood 1909 in den USA durchgeführten Versuches  der darin nachwies, dass die Erwärmung eines Treibhauses nicht von der Rückhaltung infraroter -also Wärmestrahlung- durch die das Treibhaus  umgebenden Glasscheiben (Glas ist für infrarote Strahlung undurchlässig) abhängt, wie es immer noch in allen Schulbüchern steht, sondern allein von der Unterdrückung der Konvektion. Die vom Boden über die Sonne erwärmte Luft wird am Entweichen gehindert und heizt deswegen – notgedrungen- das Treibhaus auf. Werden Fenster oder Türen geöffnet, dann gleicht sich die Innentemperatur sehr schnell der Außentemperatur an.

Der zweite und dritte Teil des Versuches diente der Klärung der Frage ob mehr CO2 (bei sonst gleichen Bedingungen) zu mehr Erwärmung führt. Zum Erstaunen der Anwesenden muss diese Frage zumindest für diese Versuchsanordnung glatt verneint werden, denn im Vergleich Kasten mit normaler Luft zu Kasten mit 100 % CO2 – blieb die Erwärmung, bei sonst identischen Bedingungen-  immer unter der des mit Luft gefüllten Kastens. Zwar nur um 0,4 °C, aber deutlich erkennbar.

Bild 1: Ergebnis der Versuche zur Bestimmung der Klimasensitivität ECS des CO2 im Solheim Versuch anlässlich der 10. IKEK in Berlin. In wieweit die Ergebnisse auf die Atmosphäre übertragbar sind, werden die kommenden Experimente zeigen.*

Der abschließende  Versuch diente der Bestimmung der sogenannten Equilibrium Climate Sensitivity (ECS), das ist die (nur gedachte) Erhöhung der Temperatur bei Verdopplung des CO2 Gehaltes nach Erreichen des neuen Gleichgewichtzustandes. Vom IPCC wird er mit +  3 °C angenommen, und führt deswegen zu den bekannten Restriktionen in Bezug auf die nach dem 2 ° Ziel noch zulässigen Emissionen. Da dieser Gleichgewichtszustand sich in den kleinen Kästen im Gegensatz zur Erde sehr schnell (in einigen 10 Minuten) einstellt, war dieser Versuch besonders interessant. Er ergab einen Wert von – 0,5 °C. (Statt + 3 °C beim IPCC). Da war die Verblüffung der Teilnehmer wie der Experimentatoren groß. Denn er bedeutet, wenn sich das Ergebnis auf die Erde übertragen ließe (was viele Teilnehmer sofort und mit tlw. guter Begründung anzweifelten), dass die Erde sich mit zunehmender CO2 Konzentration abkühlt, statt sich zu erwärmen. Wie so oft führt daher ein Experiment zu neuen, manchmal unerwarteten Erkenntnissen und es bleibt nun Aufgabe der beteiligten Wissenschaftler diese mit den Naturgesetzen in Übereinstimmung zu bringen.

Bild 2: Prof. Jan Eric Solheim (Astrophysiker) bei der Vorstellung der Experimentalergebnisse zu CO2 Versuchen 


In der anschließenden Fachdiskussion zum Solheim Experiment äußerten sich einige Teilnehmer auch zum Experiment selber kritisch, u.a. Prof. N. Scafetta, Prof. F. Gervais, Prof. H.-J. Lüdecke. Ihre Kritik bezog sich im Wesentlichen auf die Versuchs-Anordnung und -Durchführung, die keine Unterscheidung von Nebeneffekten mit dem zu zeigenden spektralen Mechanismus zuließ. Separate Versuche zur Trennung solcher Effekte (CO2 weist ein anderes spezifisches Gewicht, ein anderes Wärmeleitvermögen, eine andere Wärmeleitfähigkeit und eine andere Kontaktleitung mit den Holzwänden der Versuchskästen auf als Luft) waren von Solheim nicht vorgenommen worden. Die CO2 Gegenstrahlung in seinem Experiment wurde ebenfalls nicht gemessen, so wie es in der realen Atmosphäre als Standardmessung bereits lange erfolgt.

Im Energieteil lag der Schwerpunkt auf den klima- und energiepolitischen Konsequenzen des US Wahlergebnisses aus europäischer und insbesondere deutscher Sicht. Via Skype wurde eine Verbindung zu Myron Ebell aus den USA hergestellt. Myron Ebell, ein guter Bekannter und langjähriger Mitstreiter von EIKE in Fragen der sog. Klimaschutzpolitik mit ihrem Ableger „Energiewende“ und Direktor des US Thinktanks Competitive Enterprise Institutes in Washington DC wurde von soeben gewählten neuen US Präsidenten Donald Trump zurm Direktor der Transition Group zur Umwandlung der US Umweltbehörde EPA ernannt. Die EPA ist auf Direktive von Obama besonders aktiv in „Klimaschutzfragen“ und war bisher äußerst repressiv in Bezug auf die Verwendung fossiler Energieträger.  

Bild 3. Prof. Dr. Kerber bei seinem Vortrag anlässlich der 10. IKEK zu Fragen des Einflusses grüner Politik auf die EU Klima- und Energiepolitik *

Fragen des Sitzungsleiters Wolfgang Müller und aus dem Publikum die sich mit den genannten Konsequenzen beschäftigten, wurden von Ebell beantwortete.

Höhepunkt des Energieteils war zweifellos der Vortrag von Prof. Markus Kerber. Er analysierte in freier und fesselnder Rede die Verzahnung und Etablierung deutscher grüner Klimalobbyisten in Brüssel, die sich daraus ergebenden EU-Gesetze und -Vorschriften, die den EU-Verträgen zuwiderlaufende Kompetenzanmaßungen dieser Gruppierung und die Konsequenzen für unsere Industrie. Kerbers Résumé: Ohne eine massive Kehrtwende der deutschen Politik ist dem Brüsseler Grün-Filz nicht mehr beizukommen. Dass sich die betroffenen deutschen Unternehmen widerstands- und willenslos der grünen Zerstörung unterwerfen, die sie schließlich selber zu vernichten trachtet, ist ein bislang ungelöstes Rätsel.

Eingerahmt wurde die Konferenz von der Tischrede des bekannten Publizisten Günther Ederer „Auf dem Weg in die Ökoplanwirtschaft“. Das Veranstaltungsgebäude der Konferenz war das Berliner Marriot Hotel, das sich durch sehr guten Räumlichkeiten und Verköstigungen auszeichnete.

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Solares Paradoxon Deutschlands Teil III: Freispruch für CO2

Einleitung

Mit Mittelwerten können ähnliche Datengruppen schnell beschrieben und verglichen werden. Der Mittelwert ist aber bedeutungslos und wenig hilfreich, wenn man Ursachenforschung betreiben möchte.

Stellen Sie sich vor: Zwei Menschen haben im Mittel einen Puls von 70 Hz. Beide scheinen danach kerngesund zu sein. Allerdings treibt der eine gerade Sport und hat einen Puls von 140 Hz. Der Puls des anderen liegt dann bedauerlicherweise bei 0 Hz. Die Aussage, er hätte doch zusammen mit dem anderen einen mittleren Puls von 70 Hz ist für die Hinterbliebenen wenig hilfreich.

Dieses einfache Beispiel verdeutlicht die geringe Aussagekraft von Mittelwerten in bestimmten Fällen. Die Aussage, dass die deutsche Mitteltemperatur seit vielen Jahren angestiegen ist, fällt in die gleiche Kategorie. Denn die einzelnen Monate im Jahresablauf verhalten sich extrem unterschiedlich. Dadurch liefern die deutschen Temperaturdaten umfangreiche Fakten, die vor einem objektiven Gericht die Schuld des CO2, Haupttäter am Klimawandel zu sein, stark anzweifeln lassen.

Die Beweisführung wird gestartet bei dem Problem der Skalierung von graphisch dargestellten Daten, steigert sich weiter über die Aussagekraft von Mittelwerten und vergleicht dann die für Deutschland in den einzelnen Monaten gemessenen Temperaturtrends. Neben Hinweisen auf die Ursache der Hitzerekorde z.B. in Kitzingen erfolgt eine neue Sichtweise des Einflusses der Sonne auf die Temperatur Deutschlands, vielen in anderer Form bekannt. Am Ende der Ausführungen erfolgt ein Plädoyer zum Freispruch des CO2 von der Anklage das Weltklima als Haupttäter in katastrophaler Weise zu überhitzen.

Tricksen mit Skalierungseffekten

Bei der graphischen Darstellung von Daten kann allein über die Wahl der Skalierung eine extrem dramatische oder eher unbedeutende Wirkung erzielt werden, je nach dem, welchen psychologischen Effekt man erzielen möchte. Es ist daher immer ratsam, vermeintlich abhängige Datenmengen in einem ersten Schritt zunächst aus dem Blickwinkel des Nullwertes zu betrachten.

Abbildung 1 zeigt dazu den Verlauf der Jahresmitteltemperatur Deutschlands seit 1761, die Entwicklung der Sonnenaktivität ebenfalls seit 1761 und den Anstieg der globalen CO2-Werte seit 1830. Die Konzentration des CO2 steigt ab 1830 leicht, ab Mitte des 20. Jahrhunderts dann markant an. Trägt man die Temperatur ebenfalls über dem absoluten Nullwert auf, dann kann man überraschenderweise kaum einen Anstieg erkennen. Der wahre Nullpunkt der Temperatur ist eben Null Kelvin und nicht Null Grad Celsius. Die deutsche Mitteltemperatur beträgt deshalb ca. 281 K. Abweichungen von 1 K entsprechend 1 °C entsprechen dann geringen 0,36% vom Mittelwert. Auch ein Anstieg der Sonnenaktivität ist in Abbildung 1 kaum zu erkennen.

Die Anhänger des vom Menschen verursachten katastrophalen Klimawandels (AGW) postulieren, dass der Anstieg der Sonnenaktivität so vernachlässigbar gering wäre, dass nur das CO2 die Ursache des Klimawandels der letzten Jahrzehnte sein könnte. Wie könnte ein kaum erkennbarer Anstieg der Sonnenaktivität jemals das Klima in allen Regionen der Erde beeinflussen? Ist die Sonne aber tatsächlich wirkungslos?

Abbildung 1: Die langjährige Entwicklung der Jahresmitteltemperatur Deutschlands, der Solarstrahlung und des Kohlenstoffdioxids bezogen auf den jeweiligen Nullwert.

Beim Blick auf die drei Messgrößen in Abbildung 1, gerät man in Zweifel. Verschiedenen Personen wurde diese Graphik vorgelegt. Spontan entschieden sich alle für die “orangefarbene“ und die „blaue“ Kurve. „Diese beiden hängen doch miteinander zusammen!“, so ihre Interpretation. Ein wesentlicher Einfluss des CO2 auf die Temperatur erscheint nach der spontanen Beurteilung von „Laien“ dagegen kaum wahrscheinlich zu sein.

Die Frage des Klimatrends

Den nächsten Hinweis zur Abhängigkeit der drei Messgrößen erhält man aus den Steigungen ihrer Trendgeraden. Die Trendgerade der Sonnenaktivität hat ab 1761 eine Steigung von 0,0066. Die Steigung des Temperaturtrends hat die gleiche Größenordnung und ist mit 0,0057 nur geringfügig schwächer. Es wird festgestellt: Die Sonnenaktivität ist im langjährigen Trend etwas stärker angestiegen als die Jahresmitteltemperatur Deutschlands!

Beim CO2 dagegen hat die Trendgerade über den Betrachtungszeitraum von 1830 bis 2010 eine Steigung von 0,4939, das ist das 88-fache(!) des Temperaturtrends. Im Zeitraum ab 1950 erhöht sich die Steigung des CO2-Trends nochmals enorm. Wenn CO2 schon früher ein wichtiger Klimaparameter gewesen wäre, dann müsste doch mit diesem vermeintlich „gravierenden“ Anstieg seiner Konzentration auch die Temperatur deutlich und wahrhaft zerstörerisch nach oben abdriften. Wie man beruhigend sieht, ist bei dieser objektiven Darstellung eine Wirkung des CO2 auf die Temperatur eigentlich nicht erkennbar!

Mit der Wahl einer sehr engen Skalierung, erkennt man, dass seit 1761 tatsächlich ein Anstieg der Temperatur erfolgte, siehe Abbildung 2. Es ist unzweifelhaft, dass über 250 Jahre die mittlere Temperatur Deutschlands angestiegen ist. Dem allgemeinen Temperaturanstieg, insbesondere der „Klimaerwärmung“ im 20. Jahrhundert, wurde von Realisten der Klimaforschung ja nie widersprochen. Allerdings bei der Frage nach der Ursache driftet die Diskussion weit auseinander.

In Abbildung 2 ist auch die Entwicklung der Sonnenaktivität aufgetragen. Es ist gut zu erkennen, dass der langfristige Anstieg der Temperatur von einem langfristigen Anstieg der Sonnenaktivität begleitet wird. Der Trend der Solarstrahlung hat eine Steigung von 0,0066, derjenige der Temperatur 0,0057. Natürlich zeigen beide Variablen ihre eigene „Mikrodynamik“, ihre langfristige Entwicklung verläuft aber eindeutig mit ähnlicher Steigung nach oben. Die Sonnenaktivität ist dabei etwas stärker angestiegen als die Temperatur. Dies ist zu erwarten, da ja die Temperatur der Erde und hier von Deutschland zweifelsfrei von der Strahlungsaktivität der Sonne abhängt, und nicht umgekehrt. Dreht man im Winter die Heizung nur ein bestimmtes Maß auf, erwartet man ja auch eine bestimmte Temperaturerhöhung, auch wenn es nur ein „kleines bisschen“ wäre! Offenkundig hängt langfristig die Temperatur in Deutschland doch vom Einfluss der Sonne ab!

Abbildung 2: Einfluss der ansteigenden Sonnenaktivität auf die Entwicklung der Jahresmitteltemperatur Deutschlands.

Mittelwerte verschleiern das wahre Klimageschehen

Zum Vergleich ähnlicher Datengruppen sind Mittelwerte zweckmäßig. Das gilt für die Verwendung von Temperaturmittelwerten, wenn z.B. Gebiete und Regionen miteinander verglichen werden sollen. Das arithmetische Mittel ist aber ganz und gar nicht dafür tauglich, wenn man Ursachenforschung betreiben möchte. Denn mit der Mittelwertberechnung erfolgt gleichzeitig ein sehr großer Informationsverlust. Der deutsche Jahresmittelwert besteht aus Monats- und Tagesmittelwerten, Tagesmaxima und Minima und letztlich jedem einzelnen Messwert. Außerdem beinhaltet das Jahresmittel die Wettergeschichte und die Variation der Örtlichkeiten in Zeit und Raum jeder einzelnen Messstation. Löst man sich vom Jahresmittelwert, dann bietet der deutsche Temperaturdatensatz einige große Überraschungen zum Thema Klimawandel.

In Abbildung 3 ist der Monat Januar zusammen mit dem Monat Juni aufgetragen. Zur besseren Übersicht sind alle Daten des Januar blau gefärbt, die Messwerte sind als Punkte dargestellt. Alle Angaben zum Monat Juni sind orange gekennzeichnet. Die Messwerte sind bis 2001 als orange Linie aufgetragen, danach als rote.

Abbildung 3: Vergleich der unterschiedlichen langjährigen Temperaturentwicklung der Monate Januar und Juni in Deutschland.

Bei den Monatsmitteln der Temperatur für den Januar (blaue Punkte) ist zu erkennen, dass die Werte viel extremer ausfallen, als es im Juni der Fall ist. Im Januar beträgt die Spanne zwischen höchstem und niedrigstem Wert ca. 13 °C, im Juni mit ca. 6 °C etwa nur die Hälfte, wenn man den kalten Juni 1923 nicht berücksichtigt. Weiter fällt auf, dass die kälteren Winter unter -4 °C nach 1900 deutlich seltener werden. Dafür nimmt ab diesem Zeitraum die Häufigkeit die milderen Temperaturen mit mehr als 2 °C zu. Insgesamt ergibt sich für die lange Messreihe von über 250 Jahren ein ansteigender Trend der Januartemperatur, siehe dunkelblaue, ansteigende Trendlinie. So war vor ca. 250 Jahren der Januar mit – 2,75 °C im Durchschnitt noch richtig kalt, heute liegen die Durchschnittswerte bei milden +0,37 °C. Das ist insgesamt eine Erwärmung um ca. drei Grad.

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Die Redaktion

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Trump wird wahrscheinlich Obamas Klimapolitik in die Tonne treten und verbrennen

Das Problem bei Obamas Strategie für sein politisches Vermächtnis ist, dass „Maßnahmen“, die ihr Leben dem Stift verdanken, auch durch den Stift sterben können. Offenbar wird es genauso auch kommen hinsichtlich der Klima- und Umweltpolitik der Obama-Regierung, die auf bestem Wege sind, von der Regierung Donald Trumps größtenteils ad acta gelegt zu werden, nachdem der Immobilien-Magnat die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte.

Klimaaktivisten aus den USA und aus der ganzen Welt werden versuchen, dies zu verhindern, werden Zeter und Mordio schreien um der großen Klima-Maßnahmen Obamas willen. Unglücklicherweise scheint es so zu sein – falls ein Präsident sich entschließt, die gesetzlichen Anordnungen eines Vorgängers oder Unterschriften unter internationale Abkommen zu annullieren, kann er das tun. Darum könnte das Zeter-und-Mordio-Geschrei bereits alles einer effektiven Reaktion auf Donald Trump sein, die Klimaagenda seines Vorgängers aufzuheben.

Zum größten Teil war die Klimapolitik des scheidenden Präsidenten gekennzeichnet durch Anordnungen und nicht durch Gesetze oder Verträge, die vom Senat ratifiziert worden waren. Zu seiner Zeit schien das eine gute Idee zu sein. Nach den Wahlen im Jahre 2010 waren Klimaskeptiker unter den Republikanern und fossil-freundliche Demokraten in der Lage, eine kontroverse Umwelt-Gesetzgebung zu blockieren.

Beispielsweise waren bedeutende Klima-Maßnahmen der Regierung, der Clean Power Plan der EPA und die Verhandlungen des State Departments in Paris ohne die Beteiligung des Kongresses durchgeführt worden.

Das Paris-Abkommen von Paris im November des vorigen Jahres war den US-Gesetzen zufolge eher eine Ausführungs-Vorschrift als ein Vertrag. Nach der US-Verfassung muss der Senat Verträgen mit Zweidrittel-Mehrheit zustimmen, was selbst in besten Zeiten ein äußerst schwieriges Unterfangen ist.

Der Vorteil eines Vertrages ist, dass es gesetzlich höher gestellt ist als gesetzliche Maßnahmen, die den Kongress oder staatliche Regierungen passiert haben. Diese wieder aufzuheben ist schwieriger.

Die Unterhändler des Pariser Abkommens haben gedacht, dieses Problem umgangen zu haben, indem sie in die Klauseln einen umständlichen Drei-Jahre-Prozess eingebaut haben, dem jede unterzeichnende Nation folgen müsste, um dessen Zustimmung zurückzunehmen. Folglich machte diese Klausel das Abkommen „gesetzlich bindend“, was jeder damit Befasste seinerzeit sagte.

Allerdings haben die Menschen, die seinerzeit nichts zu sagen hatten, gerade einen neuen US-Präsidenten gewählt, der Kohlebergleuten, Bergbau-Unternehmen und Kohle verbrennenden Einrichtungen versprochen hat, „Paris“ zu zerfetzen. Diese Menschen haben das vergangene Jahr damit zugebracht herauszufinden, wie man sich mit Mr. Trumps Versprechen anfreunden könnte.

Sie bemerkten, dass das Paris-Abkommen in Wirklichkeit ein ergänzendes Abkommen für eine andere internationale Einrichtung ist, nämlich der UN Framework Convention on Climate Change UNFCCC aus dem Jahre 1992. Diese Institution hat alle jährlichen Treffen zum Thema Klimawandel seitdem gesteuert. Jeder Unterzeichner, wie das von Trump geführte Amerika, kann sich innerhalb eines Jahres aus der UNFCCC zurückziehen.

Rechtsexperten von US-Umweltorganisationen weisen darauf hin, dass unter dem „üblichen internationalen Gesetz“ das Land verpflichtet ist, internationale Exekutiv-Abkommen zu respektieren, die nicht vom Senat ratifizierte Verträge sind. Da haben sie recht.

Unglücklicherweise gibt es zu diesem Punkt einen Konflikt zwischen dem üblichen internationalen Gesetz und der US-Verfassung, und zwar einen, der noch nie wirklich ausgetestet worden ist. Am Ende kann sich ein Präsident möglicherweise einfach aus einem Exekutiv-Abkommen zurückziehen, wenn er sich entschließt, dies zu tun. Er könnte dann durch die internationale Gemeinschaft angegriffen werden, durch den Kongress und sogar die Öffentlichkeit, aber es ist nahezu sicher, dass er das tun kann.

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Übersetzt von Chris Frey EIKE