Erneuerbare Energie wäre großartig – wenn sie denn funktionieren würde

Trump: Schlimm für die Welt, schlimm für das Klima, schlimm für saubere Energie

Nichtsdestotrotz sieht es nicht gut aus. Und hinsichtlich jedweder konventionellen Einschätzung ist es eine Katastrophe auf vielen Ebenen – vor allem für die Bemühungen, gegen den Klimawandel vorzugehen und für die Industrie sauberer Energie in den USA.

Die Energie-Transition hin zu billigerer und sauberer Energie findet in jedem Falle statt. Trump kann den Vorgang in den USA verlangsamen, aber anderswo wird er sich beschleunigen, was den USA einen bedeutenden Nachteil verschafft; obwohl man sagen muss, dass US-Investitionen in Erneuerbare in großem Umfang von staatlich festgelegten Zielen getrieben werden.

HSBC hat angemerkt, dass Trumps Politik die Dekarbonisierung und die Zuwendung zu sauberer Energie in Frage stellt, welche während Präsident Obamas Amtszeit betrieben worden ist, mit dem Potential, sowohl die Transition des US-Energiesystems als auch Maßnahmen zur Abschwächung des Klimawandels zu verlangsamen.

Aber gleichzeitig übt Trump keine Kontrolle über den Solar-Markt aus, der sich auf 2c/kWh zubewegt, und er hat keinen Einfluss auf Batterie-Speicherung, welche sich auf weniger als 400/kWh zubewegt.

Dies ist grundlegend. Wind und Solar und die sie ermöglichenden Technologien werden mit oder ohne Amerikaner billiger, und die fossile Industrie wird beendet.

Mehr: http://reneweconomy.com.au/trump-ugly-for-world-ugly-for-climate-ugly-for-clean-energy-37088/

[Diesen Unsinn zu übersetzen hat schon wieder Überwindung gekostet. Anm. d. Übers.]

Der gewählte Präsident Trump hat „Energie-Unabhängigkeit“ als sein Kernziel benannt. Er hat kein Problem mit Erneuerbaren, er möchte lediglich politische Hindernisse für andere Energieformen aus dem Weg räumen.

Von der Website der Trump-Kampagne:

Energie-Unabhängigkeit

Die Trump-Regierung wird Amerika energie-unabhängig machen. Unsere Energiepolitik wird sich voll auf unsere heimischen Energiequellen stützen, einschließlich traditioneller und erneuerbarer Energiequellen. Amerika wird eine Energie-Revolution lostreten, die uns zu einem Energie-Exporteur macht, was zur Schaffung Millionen neuer Arbeitsplätze führt, während die wertvollsten Ressourcen der Nation geschont werden – als da wären unsere saubere Luft, sauberes Wasser und Naturschutzgebiete. Amerika sitzt auf einer Schatztruhe unangetasteter Energie. Tatsächlich gibt es in den USA in Kombination mehr Kohle-, Erdgas- und Ölreserven als in jeder anderen Nation auf der Erde. Diese Ressourcen repräsentieren Billionen Dollar an ökonomischem Gewinn und zahllose amerikanische Arbeitsplätze, besonders für die ärmsten Amerikaner.

Mehr: https://www.greatagain.gov/policy/energy-independence.html

Die Aussage, dass Skeptiker den Gedanken an Erneuerbare verwerfen, ist Unsinn. Ich und, wie ich glaube, auch viele andere Skeptiker würden lokalen Stromversorgern nur zu gerne unterstützen. Es gibt viele Unterstützer von Trump in Amerika, die die OPEC nur zu gerne stützen würden. Aber es gibt eine riesige Lücke zwischen der Idee der Erneuerbaren und dem Glauben, dass sie praktisch anwendbar ist.

Das Problem ist, dass viele Bequemlichkeiten in Haushalten in Gestalt von Elektrogeräten (Heizung, Waschmaschine, Kühlschränke usw. usf.) alle von der Lieferung von Energie in einer Größenordnung abhängen, die mit ein paar Solarpaneelen auf dem Dach zu erzeugen ich niemals hoffen könnte.

Meiner Ansicht nach sind Menschen, die glauben, dass Erneuerbare derzeit ein wertvoller allgemeiner Ersatz für fossile Treibstoffe sind, mathematisch herausgefordert. Ich bin nicht der Einzige, der denkt, dass es ungelöste Probleme gibt – was führende Grüne wie David Attenborough und Bill Gates dazu brachte, nach „Apollo-Projekten“ und „Energie-Wundern“ zu rufen, um Erneuerbare zu einer echten Energie-Option zu machen.

Aber auf dem freien Markt muss man jemandes Meinung nicht übernehmen, man kann seine eigene Wahl treffen.

Falls Erneuerbare wirklich die geniale bessere Lösung sind, falls sie eine spaltende Technologie sind, die fossile Treibstoffe in den Papierkorb der Geschichte werfen, dann bräuchten sie keinerlei Hilfen seitens der Regierung.

Der gewählte Präsident Trump will Erneuerbaren eine Chance geben. Er hat mit Sicherheit keine Pläne zur Verbannung oder zur Restriktion Erneuerbarer, aber er hat in seinen politischen Aussagen sehr deutlich gemacht, dass er keinerlei Gründe erkennen kann, Kohlebergleute zu ruinieren.

Die Historie des Aufstiegs neuer Technologien ist eindeutig. Handys, Staubsauger, Autos, Heimcomputer, Mikrowellen-Öfen – sie alle haben eines gemeinsam: niemand hat sie subventioniert. Eine geniale neue Technologie braucht keine Subventionen oder politische Gegnerschaft gegen Technologien, die im Wettbewerb miteinander stehen. Die Vorteile sprechen für sich.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/11/12/renewable-energy-would-be-great-if-it-worked/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




US-Wahlen erschüttern die Welt der Klimapolitik

Trump, der die vermeintliche, vom Menschen verursachte Klimakatastrophe einen „Schwindel“ nennt, sprach sich dafür aus, die Teilnahme der USA an den Klima-Vereinbarungen von Paris zu „kündigen“ [cancel]. Trump hat sich auch verpflichtet, den Clean Power Plan außer Kraft zu setzen. Dieser war die Signatur der Obama-Regierung zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Trump sagte, dass er die Festlegung der EPA, dass Kohlendioxid ein Verschmutzer sei, welches Umwelt und Gesundheit bedroht, überarbeiten und möglicherweise ins Gegenteil verkehren werde (das „endangerment finding“). Trump kann dies mit einem Strich seines Füllers aufheben, aber er befindet sich in einer Position, die ihm dafür noch Zeit lässt. Die Umkehrung des ,Endangerment Finding‘ würde die legale Rechtfertigung für eine ganze Reihe von Klima-Vorschriften beenden. Im Verlauf dieses Vorgangs würde den radikalen Umweltaktivisten auch die Fähigkeit genommen, die Gerichte zu bemühen, der unwilligen Öffentlichkeit eine Klimapolitik aufzudrücken, deren gewählte Repräsentanten wiederholt diese Klimapolitik abgelehnt hatten.

Vor der Wahl sagte Trump, er würde die Vorschriften der Obama-Regierung rückgängig machen, die die Industrien unnötig belasten. Im besonderen werde er, Trump, das Budget der EPA drastisch kürzen und es praktisch zu einer Beratungsagentur degradieren. Außerdem werde er alle EPA-Vorschriften unter die Lupe nehmen und viele davon eliminieren, weil „die Über-Regulierung eine der größten Barrieren darstellt für den Eintritt in Märkte und für Industrien, die sich bemühen, wettbewerbsfähig zu bleiben, eine der größten Kostenfaktoren sei“.

Trump sagte weiter, dass er mehr Land in öffentlichem Besitz für Öl- und Gasbohrungen zur Verfügung stellen sowie Vorschriften aufheben wolle, die zur Schwächung der Kohleindustrie geführt haben.

Die Washington Post berichtet: „Scott Segal, Ko-Vorsitzender für Regierungs-Angelegenheiten [government relations] bei der legalen und Lobbyarbeit betreibenden Firma Bracewell, schrieb in einer E-Mail, dass eine Trump-Regierung ,eindeutig für eine erweiterte Erkundung und Erzeugung von Öl und Gas als ein Grundsatz für Energie, Ökonomie und nationale Sicherheitspolitik stehe’“.

Umweltaktivisten und einige ausländische Honoratioren fürchten das, was Trumps Wahl für die Klimaverpflichtungen Amerikas und die Umweltpolitik bedeutet. „Wir sind wütend und traurig und nachdenklich“, sagte der geschäftsführende Direktor des Sierra Clubs Michael Brune.

Die Post befragte auch Bill McKibben, Gründer Klima-Aktionsgruppe 350.org, „wie die Umweltbewegung mit Präsident Trump umgehen wolle“. Seine Antwort: „Ich weiß es wirklich nicht!“.

Der Guardian berichtet, dass internationale Unterhändler bei den UN-Klimagesprächen in Marokko gesagt hätten: „Es wäre eine Katastrophe, wenn Trump seinen Worten, die USA aus dem Abkommen zurückziehen zu wollen, auch Taten folgen lassen würde – obwohl diesem Deal 20 Jahre der Verhandlungen vorausgegangen waren – und wenn er öffentliches Land für die Ausbeutung von Kohle, Öl und Gas hergeben würde“.

Ségolène Royal, die französische Umweltministerin, erklärte vor Reportern in Marokko, die zentral in die Verhandlungen vor Paris eingebunden war, dass „Trump nicht einfach so die USA aus dem Vertrag zurückziehen könne. Das Paris-Abkommen verbietet jedweden Austritt für mindestens drei Jahre plus einem Jahr Kündigungsfrist, so dass vier stabile Jahre folgen würden“.

An diesem Punkt pfeift Royale einem toten Hund nach. Trump kann die Teilnahme der USA am Pariser Klimaabkommen entweder direkt oder indirekt sofort beenden. Direkt kann er „seine Unterschrift zurückziehen“ [unsign]. Egal was im Text des Abkommens steht – weil das Abkommen nicht vom US-Senat ratifiziert worden ist, wie es die Verfassung vorschreibt, hat es in den USA keine Gesetzeskraft. Und weil der Vertrag nur freiwillige Ziele festschreibt ohne jedes juristische Erzwingungs-Verfahren, gibt es für andere Länder keine Möglichkeit, gerichtlich zu erzwingen, dass die USA den Klauseln in dem Vertrag genügen.

Indirekt kann Trump die Teilnahme seines Landes torpedieren, indem er Obamas Klima-Maßnahmen aufhebt und sie nicht durch eine alternative Klimapolitik ersetzt. Falls Trump dies tut, endet die US-Teilnahme am Pariser Klimaabkommen durch Gleichgültigkeit [neglect].

SOURCES: Climate Change Weekly; Washington Post; and The Guardian

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/elections-shake-up-climate-policy-picture

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Philipp Lengsfeld MdB (CDU) würdigt Engagement des Europäischen Instituts für Klima und Energie (Jena) als „Dienst an Wissenschaft und Demokratie“

Die massive Ablehnung weniger alarmistischer Auffassungen in der Kli-mawissenschaft trage bisweilen „autokratische Züge“. Geschlossene Denksysteme und ewige Wahrheiten paßten hingegen weder zu Demokratie, noch zu ergebnisoffener Wissenschaft. Falsch sei es auch, wissenschaftliche Handlungsempfehlungen moralisch aufzuladen.

Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz, an der mehr als 100 Gäste teilnahmen, war eine Live-Schaltung nach Washington D.C. Von dort aus berichtete Myron Ebell, frisch ernannter Klimaberater des neu gewählten Präsidenten Donald Trump, über die Chancen einer Neuorientierung der globalen Klimapolitik der neuen Administration. 

Weitere Themen der Referenten aus 11 Ländern betrafen die Einflüsse des Vulkanismus auf klimatische Entwicklungen, die Rolle des Kohlendioxid, die Rolle der Wasserdampfverstärkung, die Veränderungen des Meeresspiegels und institutseigene Forschungsergebnisse zu Klimazyklen. Der norwegische Klimawissenschaftler Prof. Dr. Jan-Erik Solheim konnte durch ein öffentliches Experiment zeigen, daß ein wichtiges Element des prominenten Films „Climate 101“ gefälscht war. Dieser Film bildete 2015 ein zentrales Element der alarmistischen Kampagne im Vorfeld des Pariser Klimaschutzabkommens. 

Die Internationale Klima- und Energiekonferenz findet jährlich statt und gilt als eines der weltweit wichtigsten Treffen der wissenschaftlichen Gegner der UN-Klimapolitik.




Angesichts jüngster Ereignisse – ein möglicher Klima-Aktionsplan der USA

Der Plan von Christopher Monckton of Brenchley

1. Rückzug der USA aus dem UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), vom Pariser Klimaabkommen und aus dem IPCC: Der Präsident der Vereinigten Staaten sollte den Außenminister auffordern, den UN-Generalsekretär sozusagen als Treuhänder sofort davon in Kenntnis zu setzen, dass man sich aus dem FCCC zurückziehen sowie von allen darunter fallenden Protokollen oder Abkommen zurücktreten werde, einschließlich des Pariser Klimaabkommens, und zwar im Rahmen von Artikel 25 (Rückzug) der Convention, welchem zufolge ein Jahr Zeit bleibt, bevor der Rückzug in Kraft tritt. Unter Artikel 28 (Rückzug) des Pariser Klimaabkommens enthält die Bekanntmachung des Rückzugs aus der Framework Convention automatisch den Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommens sowie aus sämtlichen, darunter fallenden Verpflichtungen. Der Höflichkeit halber sollte auch die Regierung von Frankreich, quasi als Treuhänder des Abkommens, sofort von diesem Rückzug in Kenntnis gesetzt werden. Unabhängig hiervon sollte auch der IPCC-Generalsekretär davon unterrichtet werden.

2. Sofortige Beendigung aller Zahlungen der [US-]Bundesregierung aus umweltlichen und humanitären Gründen an Unternehmungen im Ausland im Zusammenhang mit Klimawandel: Der Präsident sollte den Außen- und den Finanzminister auffordern, alle Zahlungen an auswärtige Unternehmungen im Zusammenhang mit Klimawandel zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzustellen. Über die hieraus folgenden Einsparungen sollte der Stabschef [Chief of Staff] des Weißen Hauses monatlich unterrichtet werden, bis alle diese Zahlungen eingestellt sind.

3. Aus umweltlichen Gründen sofortige Beendigung aller Subventionen der US-Regierung für die Klimawandel-Forschung und für „erneuerbare“ Energie: Der Präsident sollte den Finanzminister auffordern, alle Klima-Subventionen zu streichen zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Auch über die hieraus folgenden Einsparungen sollte der Stabschef [Chief of Staff] des Weißen Hauses monatlich unterrichtet werden, bis alle diese Zahlungen eingestellt sind.

4. Annullierung sämtlicher früheren gesetzlichen Anordnungen zur Förderung von Maßnahmen gegen Klimawandel: Der Präsident sollte den Stabschef auffordern, einen Entwurf vorzulegen, wie alle Anordnungen hinsichtlich Klimawandel und damit zusammenhängender Dinge annulliert werden können.

5. Ausführung eines humanitären US-Hilfsprogramms mit der Errichtung von Kohlekraftwerken und Strom-Infrastruktur in Regionen ohne elektrischen Strom: Der Präsident sollte zusammen mit den Ministern für Äußeres, Finanzen und Energie ein US-Hilfsprogramm für humanitäre Hilfe ankündigen mit dem Ziel, jedes Jahr Millionen Todesfälle unter den 1,2 Milliarden Menschen zu verhindern, denen nicht die lebensrettenden Vorteile elektrischen Stromes zur Verfügung stehen. Kohlestrom ist dabei zu bevorzugen, weil er pro erzeugter Terawattstunde billiger ist als jede andere Energieform, weil die Kohlevorräte noch reichlich sind und weil die saubere Erzeugung durch derzeitige Kraftwerke für Dritte-Welt-Länder einfacher zu betreiben ist als jede andere Energieform.

6. Unabhängige Untersuchung der Klimawandel-Wissenschaft: Der Präsident sollte den Energieminister auffordern, sofort eine unabhängige Untersuchungskommission ins Leben zu rufen, die folgenden Fragen nachgehen soll: 1) Bis zu welchem Grad wird die Anreicherung unserer Atmosphäre mit CO2 und anderen Treibhausgasen die Welt erwärmen? 2)Ist die Abschwächung der globalen Erwärmung kosteneffektiver im Vergleich zur Anpassung an deren Konsequenzen übermorgen? Wissenschaftler und Ökonomen, die die Meinung des Präsidenten teilen, sollten in diese Kommission berufen werden, deren Ziel es sein soll, eine umfassende Rechtfertigung für frühere Entscheidungen des Präsidenten zu liefern, sich aus internationalen Klimaabkommen zurückzuziehen und für die Beendigung aller Zahlungen und Subventionen mit Klimabezug.

7. Abschaffung der Environmental Protection Agency: Der Präsident sollte seinen Einfluss auf den Kongress geltend machen, um bei frühestmöglicher Gelegenheit ein Gesetz zur Abschaffung der Environmental Protection Agency in Kraft zu setzen. Die EPA-Aktivitäten laufen der US-Verfassung zuwider, und deren Funktionen wäre besser gedient mit der Übertragung an die einzelnen Staaten.

8. Genehmigung der Keystone XL-Pipeline: Der Präsident sollte nach Beratungen mit seinem Kabinett bei frühestmöglicher Gelegenheit die Genehmigung zum Bau der Keystone-XL-Pipeline erteilen.

9. Aufhebung von wissenschaftlich nicht zu rechtfertigenden Maßnahmen wie etwa die Eisbären als vom Aussterben bedroht zu listen. Dies sollte bei frühestmöglicher Gelegenheit erfolgen.

10. Ermittlungen gegen wissenschaftlichen und ökonomischen Betrug im Zusammenhang mit Klimawandel-Wissenschaft und -ökonomie sowie mit erneuerbarer Energie sollten umgehend beginnen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/11/09/in-light-of-recent-events-a-possible-united-states-climate-change-action-plan/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Die Relevanz der von Lord Monckton genannten Punkte für uns in Deutschland ist sicherlich nicht bei allen gegeben, bei Einigen aber ziemlich hoch.




Was der aussetzende Klimawandel für Folgen haben kann: Gendergerechtes Schneeräumen versagt in Stockholm

(Bild 1 rechts: Früher Wintereinbruch im Allgäu. Quelle: BR-Homepage (Stand 13.11.2016)
meteo.plus: Die Schneefläche in der Nordhemisphäre ändert sich infolge der Jahreszeiten gravierend. Während sie im Sommer nahezu verschwinden kann, nimmt sie im Winter in weiten Teilen Nordamerikas, Grönlands, Europas und Asiens auf mehr als 45 Millionen Quadratkilometer zu. Infolge der Klimaerwärmung hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch kaum etwas an der Ausdehnung der Schneefläche geändert. Die Trends deuten seit den 1990er Jahren eher wieder auf eine Zunahme der Schneebedeckung hin.


Bild 2 Jährliche Schneebedeckung der Nordhemisphäre Quelle: meteo.plus (Datenquelle: Rutgers University Global Snow Lab (NOAA)

Das ist nichts Neues, auch wenn es nach Grüner Überzeugung eigentlich nicht mehr wirklich vorkommen sollte. Aber dieser Wintereinbruch offenbarte auch ein bisher eher unbekanntes Beispiel, wie beim Lösen eines Klimaproblems (eigentlich ist es ja Wetter) nicht nur Grüne Ideologie, sondern auch Grüne Lösungen versagen. Es kam dem Autor zu Ohren und da man sich gut vorstellen kann, dass so etwas auch einmal in Deutschland verordnet wird, soll es den EIKE-Lesern nicht vorenthalten werden.

Die Vorgeschichte:
In Stockholm wurde angeordnet, dass bei Schneefall nicht die Straßen, sondern zuerst die Gehwege geräumt werden. Der Grund ist, dass die Räumung der Straßen die Männer als Haupt-Autofahrer bevorzugt, was als nach Gender-Gesichtspunkten nicht zulässige Benachteiligung der eher zu Fuß gehenden weiblichen Personen angesehen wurde. Allerdings hatte man – neben vielem Anderen – übersehen, dass zum Räumen der Gehwege die Räumdienste geräumte Straßen zum Hinkommen benötigen.

Wie immer, wenn Politiker etwas beschließen (es erinnert so stark an das EEG), darf allerdings nicht der Beschluss der Grund des Übels sein…
(Auszug)[1] Nach Wetterchaos: Stockholm verteidigt gendergerechtes Schneeräumen
STOCKHOLM. Der Vizebürgermeister und Verkehrsminister von Stockholm, Daniel Helldén, hat nach dem Wetterchaos in der schwedischen Hauptstadt die Kritik am gendergerechten Schneeschippen zurückgewiesen. „Die gendergerechte Schneebeseitigung ist nicht schuld“, sagte er der Tageszeitung Expressen.
„Es gibt derzeit einen Mangel an gendergerechter Schneebeseitigung“, unterstrich der Politiker. „Es ist immer noch schwierig, auf den Gehsteigen zu gehen.
Gehwege zuerst geräumt
Weil aus Gründen der angeblichen Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit Gehwege zuerst geräumt wurden, waren die nach einem unerwartet hohen Schneeaufkommen zugeschneiten Straßen weder für Einsatzkräfte noch für Berufstätige nutzbar.
In der Folge blieben Firmen, Schulen, Kindergärten und Geschäfte geschlossen, Zugstrecken und Autobahnen konnten nicht mehr befahren werden. Auf den glattgeschaufelten Gehsteigen häuften sich indes die Unfälle. „Ja, es ist offensichtlich, dass es nicht funktioniert hat.
Mangel an „geschlechtergerechter Schneeräumung“
Die rot-grüne Stadtkoalition in Stockholm hatte im Vorjahr beschlossen, künftig beim Schneeräumen feministische Aspekte zu berücksichtigen. Eine Untersuchung hätte ergeben, daß Männer auf dem Weg zur Arbeit eher das Auto nutzen als Frauen. Diese seien zwar seltener berufstätig, nutzen aber häufiger die Gehsteige mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
Sozialdemokraten und Grüne stellten daraufhin einen „Mangel an geschlechtergerechter Schneeräumung“ fest und ordneten an, Gehsteige zuerst zu räumen.

Hoffen wir, dass die Münchner Rückversicherung (MuRe) dies nicht als klimabedingtes Extrem-Wetterereignis in ihre Schadensstatistik-Datenbank einträgt, denn Grün-Linke Dummheit lässt sich an deren Daten nicht nachträglich herausrechnen.

Quellen

[1] JUNGE FREIHEIT: Nach Wetterchaos: Stockholm verteidigt gendergerechtes Schneeräumen