Wir lassen uns die Erderwärmung nicht von Trump kaputtmachen

Der ließ keine Gelegenheit aus, den menschengemachten Klimawandel als einen ausgemachten Schwindel (hoax) zu bezeichnen. So schwebt die existenzbedrohende Frage über der Konferenz: Was wird aus dem mühsam erarbeiteten Pariser Übereinkommen, in dem sich die Staaten verpflichtet haben, alles zu unternehmen, um die Welttemperatur nicht mehr als 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ansteigen zu lassen.

Fast schon flehentlich bittet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Marrakesch, der neugewählte US-Präsident Donald Trump möge seine Haltung zum Klimaschutz doch noch einmal überdenken. Während in Marokko die meisten Propagandisten des menschengemachten Klimawandels mit einem trotzigen „Jetzt erst recht“ weitermachten, um den Amerikanern zu zeigen, dass sie alleine auf der Welt stehen, fragen sich die Politiker, was Trump wirklich machen wird, und hoffen im Stillen darauf, dass nicht alles von ihm umgesetzt wird, was er in seinen Wahlreden angekündigt hat.

In Marrakesch Palaver – in Berlin Fakten

3.600 Kilometer weiter nordöstlich von Marrakesch im Marriott Hotel am Potsdamer Platz in Berlin hätten Politiker und vor allem Journalisten die Gelegenheit gehabt, aus berufenem Munde in groben Zügen die Klima- und Energiepolitik der Trump-Administration zu erfahren. In einer Direktschaltung nach Washington skizzierte Myron Ebell,  Chef des „Competitive Enterprise Institute“ und auch Chef des Transition Teams, das die Veränderungen in der Administration in Klima- und Energiefragen von der jetzigen zur zukünftigen Regierung organisiert, die Grundzüge der künftigen Politik. Myron Ebell wird jedenfalls eine herausragende Position für Umwelt und Energiefragen unter Präsident Trump bekleiden.

Er könne natürlich jetzt nicht die Details der Vorgehensweise veröffentlichen, aber er sei bereit die entscheidenden Veränderungen zu skizzieren, begann Ebell in Berlin. Aber zwei Entscheidungen seien glasklar, erklärte er auf Nachfragen: Die Trump-Regierung werde sofort das Pariser Klimaabkommen kündigen und sie wird sofort alle Zahlungen an die UN-Klimaorganisationen einstellen, die Präsident Obama zugesagt hat. „We will turn the ship around 180 degrees.“ Diese beiden Maßnahmen habe Trump seinen Wählern ohne Wenn und Aber versprochen und wenn er jetzt eine Kehrtwendung machen würde, hätte er seine Wähler belogen. Trump habe auch nicht gesagt, er würde diese Entscheidungen noch einmal überprüfen oder hinterfragen.

Das ist klar und unmissverständlich. Ban Ki Moons Flehen in Marrakesch wurde in Berlin beantwortet. Bevor ich hier weitere Absichten und Erklärungen zur US-Klimapolitik von Myron Ebell aus Berlin  zitiere, dürfen Sie sich mit mir wundern, dass weder von der Live-Schaltung Ebells mit Berlin noch irgendeine seiner Äußerungen in irgendeiner deutschen Zeitung zu lesen war, auch nicht in den sogenannten Leitmedien. Hörfunk und Fernsehen haben die Veranstaltung ebenfalls ignoriert. Wohl aber waren die Medien voll von Meldungen über Marrakesch und nirgends fehlte der Hinweis, dass man noch nicht wisse, was der Klimaleugner Trump noch alles vorhabe.

Das Versagen der „Qualitätsmedien“ – wieder einmal

Die Live-Schaltung war von EIKE, dem Europäischen Institut für Klima und Energie organisiert, einem 2007 gegründeten gemeinnützigen Verein, der seine Aufgabe darin sieht, Klima- und Energiefakten ideologiefrei darzustellen. An den Kongressen, die EIKE veranstaltet, nehmen anerkannte Wissenschaftler aus aller Welt teil, die zu anderen Ergebnissen kommen als der „Mainstream“ des politisch-staatlich organisierten Wissenschaftskonglomerats, das die Klimadebatte beherrscht. Die Einstufung von EIKE als eine nicht seriöse, von Lobbyverbänden gesteuerte Klimaleugnertruppe hat dazu geführt, dass die Kongresse von den „Mainstream-Medien“ gemieden werden. So haben sie halt auch den Auftritt von Myron Ebell verpasst.

Nun ist es nicht so, dass Myron Ebell für unsere Leitmedien ein Unbekannter wäre. Sie haben seit dem Beginn der Marrakesch-Konferenz und dem Sieg von Donald Trump fast alle über ihn berichtet.. In der FAZ, der WELT und der Süddeutschen Zeitung, um nur drei zu nennen, wurde er als bekanntester Leugner des Klimawandels“ tituliert, die WELT schreibt: „Ein Leugner des Klimawandels soll die Umwelt hüten“ und die Qualitätszeitung FAZ weiß: „Der Leugner des Klimawandels setzt auf fossile Brennstoffe. Seine Geldgeber wird das freuen.“

Peinliche Entgleisungen einer überheblichen selbstgerechten Clique , die statt zu recherchieren mitten im Strom der korrekten regierungskonformen Berichterstattung schwimmt.  Das entscheidende und entlarvende Wort ist: „Klimaleugner“. Nicht nur, dass dieser Begriff eine gewisse Nähe zum „Holocaustleugner“ herstellt, einem ziemlich abartigen Zeitgenossen, sondern er unterstellt auch, dass der damit betitelte ein ziemlicher Ignorant ist.

USA: Vorrang für billige Energie

Doch Myron Ebell machte klar, dass er den menschengemachten Klimawandel für unbewiesen hält, wohl aber den ständigen Wandel des Klimas natürlich erlebt. Die Frage ist nur: „Welche Schlüsse ziehen wir daraus?“. Und schon gar nicht stimmt die Behauptung, er setze auf fossile Brennstoffe. In Berlin machte er deutlich, dass es darum gehe, die amerikanischen Haushalte und die US-Industrie mit der preiswertesten Energie zu versorgen, was gleichzeitig tausende gut bezahlte Jobs in der Wirtschaft entstehen lässt.

Völlig daneben ist der Satz in der FAZ: „Seine Finanziers wird das freuen.“   Sind die Finanziers der Solar- und Windkraftlobby moralisch höherwertig? Die Verantwortung des Staates liegt sicher nicht darin, zu entscheiden, welche Lobby moralischer ist, sondern, welche Politik er macht, um möglichst den Markt und nicht die Lobby entscheiden zu lassen. Die FAZ sollte über ihre Berichterstattung über die Klimapolitik nachdenken, solange sie Marktwirtschaft verteidigt.

Wenn Sie sich sonst schon nirgends über die Ziele der Trump-Administration im Bezug auf den Klimawandel in den Leitmedien informieren können, dann wenigsten hier in der Achse des Guten.

Ebell stellte als weiteres Ziel der Trump-Regierung die Unabhängigkeit der USA von Energieimporten vor, was zu einem Vorrang für neue Explorationen vor allem für Öl und Gas führen kann. Ebell sieht sich dabei von einer großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. In einer Gallup-Umfrage wurde deutlich, dass die Menschen in den USA vor allem preiswerte und sichere Energie wollen.

Ebell: „Wir werden uns dafür entscheiden, was die Bevölkerung will und nicht was die Eliten wollen. Im Moment kosten die Gesetze, die die grünen Sympathisanten durchgesetzt haben, die USA 1 Billion Dollar und die werden wir den Menschen zurückgeben. It`s huge – it´s huge“, kommentierte Ebell diese Summe. Im Bundesstaat Indiana kostet die Kilowattstunde Strom 9 cent, in Kalifornien 17 cent. Diese Kosten sollen mit der neuen Energiepolitik gesenkt werden. In Deutschland kostet die kW/h 27 Cent mit steigender Tendenz. Für unsere Parteien bisher kein Grund über die industriepolitischen Konsequenzen nachzudenken.

Deutschland: Wir retten die Welt

Während also die USA dabei sind, für ihr Land eine preiswerte und unabhängige Energiepolitik zu organisieren, wollen in Deutschland fast alle Parteien eine Energiepolitik durchsetzen, die hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland bedroht, aber dafür die Welt von einer Klimakatastrophe retten soll. Aber das ist eine große Illusion, selbst wenn die Behauptung, dass Treibhausgase die Menschheit bedrohen, zutreffen würde. Der Anteil der Bundesrepublik Deutschland am Welt-CO2-Ausstoss beträgt zwei Prozent. Das bedeutet: wenn wir es schaffen würden, diese Summe auf Null zu drücken, wenn also Deutschland industriell und physisch von der Landkarte verschwinden würde, würde sich nichts ändern. Was wir einsparen, blasen Indien oder China oder die USA oder der Zuwachs an Menschen auf 10 Milliarden locker wieder zusätzlich in die Atmosphäre.

Nach der Direktschaltung mit Myron Ebell, der sich auch die Zeit nahm, Fragen zu beantworten solange sie gestellt wurden, habe ich mich gefragt: Muss erst ein solcher Kotzbrocken wie Donald Trump Präsident der USA werden, damit wir eine offene und journalistisch unvoreingenommene Auseinandersetzung über die Ursachen und Folgen des Klimawandels bekommen?

Zuerst erschienen bei ACHGUT hier




CFACT präsentiert einen „Klimazustands“-Bericht bei COP 22

Cathie Adams vom Eagle Forum ist mit CFACT in Marokko. Ihre Beobachtungen über den „gigantischen Schatten“, den der Sieg von Donald Trump auf die UN-Konferenz wirft, haben wir bei CFACT.org gepostet [auf Deutsch beim EIKE hier]. Cathie berichtet: „Repräsentanten der Europäischen Union proklamierten, dass sie nicht darauf warten würden, dass die USA sich anschließen. Dies enthält jedoch die Frage, an was wir uns anschließen sollen. Unsere Wirtschaft ist stärker und unser Lebensstandard höher als in den meisten EU-Ländern. Warum also sollten sich die Amerikaner der radikalen EU-Umweltagenda zuwenden?“

CFACT nahm an einem einführenden Treffen unter Leitung von Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Lalla Hasnaa von Marokko teil (Bild). Dabei wurde klargestellt, dass die Verschwendung Ihrer Steuerdollars zur Bildung bzgl. Klima ein zentrales Anliegen der UN ist. „Indonesien und Uganda“, wurde angemerkt, „haben nationale Klimawandel-Strategien entwickelt. Die Dominikanische Republik stellte 1 Million Dollar zur Verfügung, um Lehrer bzgl. Klimawandel weiterzubilden. Das mexikanische Klimawandel-Gesetz enthält als einen zentralen Bestandteil die Bildung als Objektive. Nicht-Regierungs-Organisationen haben implementierende Maßnahmen ergriffen, und Jugendorganisationen haben die Aufmerksamkeit erhöht…

Im Jahre 2015 unterstütze das Klimawandel-Sekretariat eine einheitliche öffentliche Beratung bzgl. Klimawandel in fast einhundert entwickelten und Entwicklungsländern. Gefragt, welche Maßnahmen am besten gegen den Klimawandel wirken würden, nannten 77% Bildung bzgl. Klimawandel für die breite Öffentlichkeit“.

Wenn die UN über Klima-Bildung reden, bedeutet das natürlich Propaganda. Sie wollen massive finanzielle Zuwendungen, um die Erwärmungs-Kampagne unablässig der Öffentlichkeit vorzuhalten. Dass die von ihnen vermittelten Informationen voller Halbwahrheiten und direkter Lügen stecken, geht dabei nicht mit ein.

Vor ein paar Tagen präsentierte Marc Morano vor der Konferenz einen 43 Seiten starken „State of the Climate”-Bericht, der den Hype widerlegt und die wirklichen Fakten benennt. Wir tun unser Möglichstes, all das Medieninteresse zu befriedigen. Wir empfehlen die Lektüre dieses wichtigen Berichtes und ihn Freunden und Bekannten zugänglich zu machen.

Hier auf der UN-Klimakonferenz weiß man, dass sich die Spielregeln geändert haben. Sie wissen aber nicht, wie sehr. CFACT wird sicherstellen, dass sie es herausfinden.

CFACT arbeitet hart in Marokko, steht aber nicht allein. Unsere Arbeit hängt von Ihrer Unterstützung ab [ebenso wie das EIKE wartet CFACT bis heute auf die dicken Schecks von Big Oil & Co! Anm. d. Übers.] Bitte unterstützen Sie unsere wichtige Arbeit – niemand sonst tut es. Vielen Dank!

Link: http://www.cfact.org/2016/11/15/cfact-delivers-state-of-the-climate-report-to-un-cop-22/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Neue Studie: Windparks könnten bis zu 80.000 Fledermäuse pro Jahr töten

Bild rechts: Eine Zwergfledermaus. Quelle: National Trust

Untersuchungen an 29 Windparks ergaben, dass 194 Fledermäuse pro Monat getötet wurden. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher, weil viele der toten Kreaturen zur Beute für Aasfresser geworden sind.

Extrapoliert man diese Zahl auf alle Festlands-Windparks in UK, könnte dies bedeuten, dass rund 80.000 jedes Jahr durch Turbinen zu Tode kommen. Die Forschungen zeigten auch, dass das Risiko der Fledermäuse zu sterben um 18% mit jedem zusätzlichen Meter Rotorblatt-Länge zunimmt. Bei einigen einzelnen Windturbinen wurde eine Rate von etwa fünf getöteten Fledermäusen pro Jahr gefunden.

Dr. Fiona Matthews von der University of Exeter, Leiterin der teilweise von der Regierung geförderten Forschungen, sagte, dass die Betreiber angehalten werden sollte, Turbinen während Höhepunkten der Zugbewegungen und während der Brutsaison abzuschalten, wie es oft in Sommernächten der Fall ist.

Die Wissenschaftler glauben, dass Fledermäuse ihr Sonar abschalten, wenn sie hoch in der Luft sind, weil sie nicht davon ausgehen, dass so weit oben noch Hindernisse in ihrer Flugbahn liegen. Sie könnten auch von Insekten angezogen werden, die die Rotorblätter umschwärmen. Daher könnte ein Gebiet, das von einer vor der Errichtung durchgeführten Risikoabschätzung als unbedenklich eingestuft worden ist, plötzlich ganz frei von Fledermäusen sein.

„Ein offenes Feld muss nicht sehr interessant sein, doch könnten die Fledermäuse versucht sein, nach der Errichtung neuer Strukturen diese auf ein zusätzliches Nahrungsangebot unter die Lupe zu nehmen“, sagte Dr. Matthews. „Es kann auch sein, dass Fledermäuse ihr Verhalten ändern, wenn die Turbinen erst einmal errichtet sind. Fledermäuse gibt es seit rund 30 Millionen Jahren und liefen während dieser ganzen Zeit niemals Gefahr, mit irgendwelchen sich drehenden Objekten zusammen zu stoßen.

Es gibt andere Wege, Todesfälle von Fledermäusen zu vermeiden. Unglücklicherweise sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass durchgeführte Abschätzungen bei der Planung von Windparks kaum in der Lage waren zu identifizieren, ob ein Aufstellungsort wahrscheinlich riskant ist“.

Bild: Windturbinen ziehen auch Insekten an, so dass auch Fledermäuse die Nähe der Turbinen suchen.

Die meisten Opfer von Windturbinen sind unter zwei allgemein verbreiteten Spezies von Fledermäusen zu finden: Zwerg- und Mückenfledermaus; kleine Fledermäuse mit rotbraunem Fell und schwarzbraunen Ohren.

Auch die Körper von Abendseglern, eine der größeren Fledermaus-Spezies in Europa, die manchmal schon vor Sonnenuntergang auf Nahrungssuche in Gestalt von Käfern und großen Fluginsekten gehen, wurden unter Turbinen gefunden.

Eine tote Rauhautfledermaus, die sich jüngst als wandernde Spezies erwiesen hat, wurde auch entdeckt. Dies löste bedenken aus, ob Festlands- und Ozean-Windparks eine Bedrohung ihrer Flugrouten darstellen.

Bild: Eine Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii). Quelle: Wikimedia

http://www.thegwpf.com/wind-farms-could-be-killing-80000-bats-a-year-new-study-finds/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Trump wirft einen großen Schatten auf das UN Klimatreffen

Die EU sollte sich fragen, warum die Bürger im Vereinigten Königreich für den Brexit gestimmt haben. Könnte es sein, dass die Briten das über die EU gelernt haben, was die Amerikaner durch die überbordende Bürokratie ihres Umweltbundesamtes EPA [Environmental Protection Agency] lernen mussten, dem Büro für Landverwaltung?

Mehrere umwelt-extremistische Gruppen äußerten ihre Meinung zu Trumps Wahl. "Die Freunde der Erde" forderten die Nationen auf, "Klimafinanzierung zu liefern", jetzt nicht mehr „um den Brei herum zu schleichen". Sie ignorieren die Tatsache, dass die Obama-Regierung 11 Milliarden Dollar für die grüne Energiefinanzierung rund um den Globus ausgegeben hat, darunter Zuschüsse zur Entwicklungsfinanzierung und Ausfuhrkredite. Und während des Marrakesch-Treffens hat es weitere 125 Millionen Dollar an El Salvador und Indien sowie 36 Millionen Dollar an Subsahara-Afrika gegeben. Da sich die UNO in Marrakesch auf "Anpassung" konzentriert, ist es ihre wahre Agenda für amerikanische Steuerzahler, Infrastruktur im Ausland zu finanzieren, auch wenn amerikanische Straßen, Brücken und Flughäfen repariert werden müssten.

Die radikale Gruppe "Climate Action Network" [gibt es auch in Deutschland, der Übersetzer] verkündete in Reaktion auf Trump, dass "niemand und keine Regierung uns stoppen kann. Politik kann die Volksbewegung für wirtschaftliche Gerechtigkeit nicht ändern"…, auch bekannt als das gescheiterte marxistische Versprechen für Gleichberechtigung. Trump’s Kampagneversprechen: Amerika wieder groß zu machen, ist die Antithese der marxistischen Ideale.

Junge Leute aus verschiedenen Ländern reisten nach Marrakesch, um lautstark auf Trump ‚Wahl zu reagieren. Ein Student aus New York mit "Sustain U.S." [ in etwa "so weitermachen.."] nannte Trumps Wahl eine Katastrophe" und dass „Macht von unten" soziale und ökologische Gerechtigkeit durchsetzen muss.

Ein weiterer Student aus Neuseeland äußerte "Panik" über Trumps Sieg und er könne nicht den Bau der Keystone-Pipeline oder die Beseitigung von Obamas radikalem "Clean Power Plan" verstehen, was darauf hinzielt, die letzten Spuren der amerikanischen Kohleindustrie zu zerstören.

Eine chinesische Studentin der Emery University, die mit der chinesischen Regierung bei der Tagung in Marrakesch zusammenarbeitet, schlug vor, dass die Zeit die Auswirkungen der Trump-Wahl zeigen werde, dass staatliche Politik Obamas föderalen Aktivismus ersetzen könnte und Kalifornien als positives Beispiel hochhalten. Der Staat hat Obamas Plan angenommen, Autos mit einem Verbrauch von 50,8 Meilen pro Gallone bis 2025 zu produzieren [rund 4,62 l/100km], aber nur die Zeit wird klären, ob Amerikaner die Sicherheit ihres Familieneinkommens für Bundesstandards opfern werden.

Ein Student von den Marshall-Inseln sagte, dass die US-Wahlen "deprimierend" seien und Trump "schrecklich", weil er unseren Kampf ums Überleben verspottet. Er stand unter einem Banner mit dem Titel „begrüßt Ehrgeiz, NICHT Emissionen " und dass wir es seinen zukünftigen Kindern schuldig sind, eine starke "Klimaaktion" zu implementieren und dass er „mehr verdient als nur zu überleben“. Auch könnten, die Marshall-Inseln beschließen, die US-Militärbasis auf seiner Insel zu entfernen, was die Frage aufwirft, ob sie [die Marshall-Inseln] sich ohne die militärische Macht der USA verteidigen könnten.

Ein anderer Student von den Philippinen nannte Trump einen "Klima-Leugner" und lobte „Klima-Gerechtigkeit" und fügte hinzu, dass "die USA mit uns und für uns handeln müssen."

Diese Antworten von Teilnehmern der UN-Tagung in Marokko machen deutlich, dass Amerika starke Feinde hat, die uns nicht fürchten. Und die Freunde, die wir uns einmal verdient haben, nicht wissen, ob sie uns noch vertrauen können. Es ist an der Zeit der Welt zu zeigen, dass wir uns an die Wissenschaft und nicht an die Politik klammern werden, gegen die Gefahren sowohl im Aus- als auch im Inland.

Erschienen am 15. November 2016 auf cfact

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://www.cfact.org/2016/11/15/trump-casts-huge-shadow-over-un-climate-summit/




Der Klimaschutzplan 2050 für Marrakesch: Ich bitte dich, komm sei so gut, mach meine heile Welt kaputt, Teil 2

Bild rechts: Screenshot der Mitverfasser am „Klimaschutzplan 2050 der Deutschen Zivilgesellschaft“
EIKE: Lässt Frau Merkel ihre Umweltministerin hängen? Barbara Hendricks reitet ein totes Pferd

Bisher von Frau Merkel vorbehaltlos unterstützt und damit lange nicht angreifbar, wurde von Frau Hendricks ein Klimaschutzplan vorangetrieben, der mit seiner Realitätsferne selbst den homöopathischen Gedankenrest der Berliner Koalition in Rage brachte und (erst) ganz zum Schluss in einzelnen Ministerien zu Protesten führte, weshalb er etwas zurechtgestutzt werden musste.
Mit diesem Plan reist Frau Hendricks nun zur Konferenz der Klima-Society nach Marrakesch um der dort versammelten Meute an Empfängerländern zukünftiger Ausgleichszahlungen und einer schier unübersehbaren Masse ebenfalls daran partizipierender NGOs das geforderte Futter zu geben.

Die Industrie meint, den Gewinner im Klimakampf zu kennen

Unsere „Intelligenz“ macht sich solche Gedanken nicht. Ihr ist es viel wichtiger, in der Schlacht auf der richtigen Seite zu stehen und positioniert sich deshalb früh genug und konsequent für die Zeit nach dem Sieg im Klimawandel-Endkampf. Dafür hält man schon mal einen Strategievortrag auf dem Grünen Parteitag und outet sich vorsichtshalber als grüner Vordenker:
Frankfurter Allgemeine, 13.11.2016: [3] Daimler-Chef Zetsche verteidigt sich bei Grünen-Parteitag
Zetsche bekannte sich in seiner Rede zu den vereinbarten Klimaschutzzielen und betonte Übereinstimmungen mit den Forderungen des Grünen-Vorstands. „Die Grünen sagen, dass die Automobilindustrie nur überleben wird, wenn sie ein emissionsfreies Fahrzeug entwickelt. Das sehe ich genauso“, sagte Zetsche zu den Delegierten.
Zu den von Herrn Zetsche neuerdings bei Auftritten so geliebten Turnschuhen und dem auf Jugendlich getrimmtes Outfit fehlt nur noch, dass er beginnt Marathon zu laufen um sich dann auf einen Parteiposten zu bewerben.

Einem Teil der „restlichen Industrie“ kann es allerdings ebenfalls nicht schnell genug gehen. Schließlich will man am planmäßigen Untergang möglichst planbar verdienen.

Süddeutsche Zeitung, 7. November 2016: Unternehmen fordern mehr Klimaschutz
Der Aufruf der Unternehmer dagegen stellt nun die Chancen in den Vordergrund. So brauche es für die einzelnen Wirtschaftsbereiche, etwa Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und den Baubereich, jeweils klare Klimaziele.

Opposition verbleibt alleine dem Bürger

Nachdenken bleibt somit alleine dem Bürger vorbehalten. Das soll nicht heißen, dass andere nicht ebenfalls für ihn denken. Es ist aber fraglich, ob diese Gedanken und die daraus folgenden Vorschläge in seinem Sinn sind:
EIKE: Rosige E-Mobil Zukunft? Ein Bericht von 2050 aus dem Ministerium für Energiezuteilung und Mangelwirtschaft
EIKE: Aufwand vs. Ertrag – Die Kosten und Nutzen der Energiewende

Wer Wohlstand fördert, ist nicht humanistisch und beutet aus

Weshalb „der Bürger“ auch mit der „humanistischen Intelligenz“ bzw. einer „Deutschen Zivilgesellschaft“ kollidiert, welche eine Ökodiktatur – wie auch die GRÜNEN – begeistert nicht nur herbeisehnt, sondern vehement fordert mit der lapidaren Begründung:
[4] Das Jahr 2015 war erneut das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Extremwetterereignisse nehmen zu und weltweit sind Menschen in sehr unterschiedlicher Intensität bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Klima-Allianz Deutschland: [4] Klimaschutzplan 2050 der Deutschen Zivilgesellschaft:
ZENTRALE FORDERUNGEN
Die im kommenden Klimaschutzplan 2050 enthaltene Orientierung an einer Temperaturobergrenze von bisher „unter 2 Grad“ muss nachgeschärft werden auf „deutlich unter 2 Grad und möglichst 1,5 Grad“ in Anlehnung an die Ergebnisse von Paris
Die Energiewende muss konsequent, sozial gerecht und naturverträglich vorangetrieben werden. Anstatt den Ausbau der erneuerbaren Energien drastisch zu deckeln, wie bei der aktuellen EEG-Reform vorgesehen, müssen die Anstrengungen deutlich erhöht werden.
Energieeinsparung und Energieeffizienz müssen zu einer tragenden Säule der Energiewende werden. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bis spätestens 2050 um mindestens 95 Prozent ist nur möglich, wenn der Energieverbrauch mindestens halbiert wird. Dafür braucht es verbindliche Effizienz- und absolute Einsparziele für alle Sektoren, zum Beispiel in Form eines Effizienzgesetzes.
Zentrale Voraussetzung für die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft ist, dass die Bundesregierung noch in dieser eingeleitet und bis spätestens 2035 abgeschlossen werden, wobei ein Großteil der Kohlekraftwerke schon deutlich früher vom Netz gehen muss.
Der Ausstoß an Klimagasen aus der Landwirtschaft muss bis 2050 um 60 Prozent reduziert werden. … Darüber hinaus ist eine gesamtgesellschaftliche Reduktion des Konsums tierischer Produkte notwendig.
Wir brauchen eine ökologische Verkehrswende mit dem Ziel einer Dekarbonisierung bis spätestens 2050
Sämtliche umweltschädlichen Subventionen müssen abgeschafft und die Verschmutzung der Atmosphäre mit einem starken Preis belegt werden. Die externen Kosten nicht nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten müssen vollständig internalisiert werden. Eine transformative Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) muss in allen formalen, nonformalen und informellen Bildungssystemen strukturell verankert werden, damit die Bevölkerung befähigt wird, sich politisch und strukturverändernd für eine klimafreundliche Gesellschaft zu engagieren und partizipativ mitzugestalten. Die Verankerung von BNE und Klimaschutz in allen Lehrplänen und Prüfungsordnungen sowie in Aus-, Weiter- und Fortbildungsangeboten für Lehrende ist hierfür notwendig.

Diese „Intelligenz“ ist fest davon überzeugt, dass unsere Armut erforderlich ist, um den Globus überleben zulassen.

Im Artikel „Kirche und Klimawandel“ wurde diese (oft von beamteten Professoren in kirchlichen Institutionen) herbeigewünschte Armut bereits aufgezeigt:
(Auszug) Armut wird auch Europa retten:
Ziel: Einen globalen Wohlstand etwa auf dem Niveau von Chile bzw. Slowenien
Wohl wenigen der brav Kirchensteuer zahlenden Bürger werden die befreiungstheologischen Aussagen und Ziele bekannt sein, welch zur Lösung des Klimawandelproblems inzwischen seitens der Kirche vertreten werden. Neben dem, dass Herr Prof. Edenhofer vom PIK als Vertreter der „großen Transformation“ aktiv als Berater der Kirche zum Klimawandel beteiligt ist, auch Fundamentalisten in der Kirche wie H. P. Gensichen, immerhin Gründungskurator der Deutschen Bundesstiftung Umwelt schwärmen davon und arbeitet an einer Befreiungstheologie für den (zu reichen) Norden der Welt. In dieser geht es nicht mehr um die Befreiung des Südens aus der (südlichen) Armut, sondern um den Abschied des Nordens daraus in den „Reichtum“ durch südliche Armut.
Hans-Peter Gensichen (Gründungskurator der Deutschen Bundesstiftung Umwelt), Armut wird uns retten:
These 5 (Arme leben zukunftsfähig): Die Seligkeit der Armen und Randexistenzen – ArmSeligkeit – holt die Zukunft des Reiches Gottes in die gesellschaftliche Gegenwart. Das gegenwärtige Leben der Armen ist zukunftsfähig und zukunftsträchtig.
These 10 (Ein gemeinsamer Wohlstand): Südliche Theorie der Befreiung aus der Armut und Nördliche Theorie der Befreiung zur Armut und aus dem Reichtum heraus sind verwandt, allerdings über Kreuz. Eine akzeptierte und gestaltete Süd-Nord-Annäherung der Entwicklungsniveaus drückt diese Verwandtschaft aus: Eine dortige Befreiung aus der Armut und eine hiesige Befreiung in die Armut haben ein gemeinsames Ziel: Einen globalen Wohlstand etwa auf dem Niveau von Chile bzw. Slowenien.

Der Politikwissenschaftler Schiffer-Nasserie, Dozent an der Evangelischen Hochschule Bonn sagte es ebenfalls in einem am vom 18.10.2016 veröffentlichten Zeitungsinterview der „nordbayerischen Nachrichten“: „Die weltweite Zerstörung gehört dazu“
Gibt es etwas, was man als Einzelner tun kann?
Schiffer-Nasserie: …Vom Standpunkt der Bundesbürger wäre ein erster Ansatz dass sie mehr an sich denken und für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen hier bei uns kämpfen. Das führt nicht nur automatisch zu höheren Beiträgen in die Sozialversicherungen.
Es schadet auch der Konkurrenzfähigkeit der Deutschen Wirtschaft – und wenn diese weniger konkurrenzfähig ist, zerstört sie auch die Lebensgrundlagen in Entwicklungsländern nicht mehr so sehr.

Anstatt nachzudenken, ist es immer einfacher Bomben zu werfen

Im Nahen Osten kann man die Ergebnisse sehen. Nirgends hat es wie vorhergesagt funktioniert, dass danach aus dem Staub „blühende Gärten“ auferstehen. Und beim Klimakampf verhält es sich nicht anders. Der aktuelle Parteitag der GRÜNEN bestätigt dies. Eine Politologin versicherte: „Es geht nicht nur um den Klimaschutz, sondern um einen Spitzenplatz bei der wirtschaftlichen Erneuerung. Deutschland fällt rapide zurück“, womit sie sicher recht, aber bestimmt keine Einsicht hat: Mit Windmühlen und Solarpaneelen bleibt man auf dem Weltmarkt niemals ein Technologieführer und fällt notgedrungen rapide zurück und Fahrrad-Schnellstraßen werden Verkehrsprobleme der Zukunft nicht lösen.

Homepage Bündnis 90 7 Die Grünen – Information zum Parteitag: BDK 2016
Um die Folgen der Klimakrise beherrschbar zu halten, brauchen wir jetzt mutige Politik für mehr Klimaschutz. Der grüne Parteitag fordert deshalb, dass ab 2030 nur noch abgasfreie Autos zugelassen werden und wir den Kohleausstieg bis 2025 umsetzen. So wollen wir die Energie- und Verkehrswende einleiten.
2016 wird das heißeste jemals gemessene Jahr. Wir brauchen jetzt mutige Visionen, damit wir unseren Planeten für uns und unsere Kinder lebenswert erhalten können. Der grüne Parteitag hat mit seinem
Beschluss “Energiewende retten, Verkehrswende einleiten” die Weichen gestellt, damit das gelingt.
Neben der Verkehrswende müssen wir auch die Energiewende retten, um die Folgen der Klimakrise beherrschbar zu halten. Doch die Große Koalition hält bislang am Klimakiller Kohle fest und bremst beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Gastrednerin Regine Günther vom WWF
(Anmerkung: Studium: Politische Wissenschaft und Geschichte, Leiterin des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik der Umweltstiftung WWF-Deutschland). forderte zu entschlossenem Handeln auf und warnte: “Es geht nicht nur um den Klimaschutz, sondern um einen Spitzenplatz bei der wirtschaftlichen Erneuerung. Deutschland fällt rapide zurück.”
Die grünen Delegierten setzten diese Forderung direkt um: Anstelle der Forderung des grünen Bundesvorstands, den Kohleausstieg bis 2035 umzusetzen, beschlossen die grünen eine noch mutigere Zielsetzung aus:
Bis 2025 soll Deutschland vollständig aus der Kohlekraft aussteigen.

Das sind einschneidende Beschlüsse – welche nur noch von denen der SPD überboten wurden:
SPD-Ministerium von Frau Hendricks, Klimaschutzplan 2050: Vom Jahr 2030 an sollen Autos ohne Benzin und Diesel fahren, alte und neue Häuser besser gedämmt und Gas- und Ölheizungen für Neubauten verboten werden.
Hinweis: Aktuell beträgt der Anteil Gas- und Ölheizungen in Deutschland 75 % (Quelle: bdew: Studie zum Heizungsmarkt 07. Dezember 2015). Eine bezahlbare Ersatztechnologie dieser Größenordnung ist auch in 15 Jahren nicht in Sicht.

Allerdings, wenn über etwas wenig Ahnung vorhanden ist, lässt es sich auch leicht verbieten:
Deutsches EnergieRohstoff-Zentrum Technologien für das Nach-Erdölzeitalter, computergestützte telefonische Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid mittels einer für Deutschland bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe im Zeitraum von 24.10.2014 bis 20.11.2014.

Ergebnis: Die deutsche Bevölkerung ist unzureichend über die fundamentale Aufteilung des Strommix informiert. Dadurch sind Fehleinschätzungen sowohl hinsichtlich der negativen und positiven Konsequenzen, als auch hinsichtlich der Substituierbarkeit der Braun- und Steinkohle als Energieträger wahrscheinlich.
Ergebnis: Der Anteil des Energierohstoffs Kohle am deutschen Strommix wird durch die deutsche Bevölkerung weiterhin stark unterschätzt. Ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger scheint sich der derzeitigen Bedeutung der Kohle für die Energieversorgung Deutschlands nicht bewusst

Dabei ist der Anteil Deutschlands am weltweiten Kohleverbrauch sehr gering. Ganze Industriezweige und die Energieversorgung deshalb aufs Spiel zu setzen bleibt einfach hirnrissig.

Daten (Quelle: WIKIPEDIA):
Weltweiter Gesamtverbrauch Kohle: 8.175 Mio. t / pa
Verbrauch Deutschland: 240 Mio. t (3% des Weltverbrauchs)

Was richtig ist weiß doch jeder, das braucht man nicht zu hinterfragen

Schon oft wurde es angesprochen: Immer wenn die Lösung eines Weltproblems angeblich mit wenigen Worten erklärt werden konnte, war die Lösung falsch. Häufig scheiterte sie kurz danach, oder sie wurde auf den „Sankt-Nimmerleinstag“ weit weg in die Zukunft verschoben.
Die Welt ist nicht so einfach, wie es sich die „Gutmenschen“ wünschen. Beim CO2 ist es nicht anders. Trotzdem „vertrauen“ viele gottesfürchtig den von Menschen programmierten Simulationen des Weltuntergangs, als ob fehlendes Wissen über den Weg durch Computer zu Wahrheiten würde.

Bei einer realistisch angenommenen CO2-Sensitivität fällt der ganze Klimawandel aus

EIKE, M. Limburg: Die „Berechnung“ der noch zulässigen CO2 Menge, die in die „Deponie“ (O. Edenhofer“) Atmosphäre entlassen werden darf, beruht auf der Annahme einer viel zu hohen „Equlibrium Climate Sensitivity“ (ECS). Das ist die Erwärmung die – wenn man an die CO2 Treibhaus-Hypothese glaubt- sich (irgendwann in ferner Zukunft, nämlich bei Erreichen des neuen Gleichgewichtszustandes) einstellt, wenn sich die CO2 Konzentration verdoppelt. In diesem Fall von 280 ppm „vorindustriell“ auf 560 ppm. Daraus leitet sich unter bestimmten Annahmen die „noch zulässige“ Emissionsmenge ab, die zum Erreichen der 1,5° noch emittiert werden darf. Das IPCC bzw. die Kollegen um Schellnhuber und Cie, rechnen dabei mit 3°C pro Verdopplung.
Das Problem dabei ist, diese Zahl ist völlig falsch, was das IPCC auch – wenn auch nur in einer Fußnote- zugibt. 
Schaut man in die Literatur, in der dieser ECS Wert bestimmt wird, dann kennt dieser nur eine Richtung: steil nach unten. Inzwischen ist er deutlich unter 1 °C gelandet. Irgendwo zwischen 0,2 und 0,6 °C. 
Setzt man diesen Wert ein, um die „zulässigen“ Emissionen bzw. die Zeit die "uns noch bleibt" zu berechnen, dann schnellt diese Zahl steil nach oben. irgendwo auf 430 bis 1100 Jahre. Und das auch nur, wenn man vergisst, dass dann bereits die gesamten bekannten und vermuteten Reserven an fossilen Brennstoffen mehrmals verbrannt werden müssen. 

Eigentlich eine Unmöglichkeit, aber das interessiert in Marrakesch niemanden. Dort wird weitergemacht, weil ja das Ziel – eine große Transformation herbeizuführen – nur dank extremer Bedrohung erreicht werden kann. 
Und die bietet eben dieser Unsinn, vom baldigen Erreichen des 1,5 oder 2 °Zieles, perfekt. Und wenn es nicht so bald klappt, dann klappt zumindest das Einsammeln von 100 Mrd. $  ab 2020, die umverteilt werden können, was viel Macht und Einfluss verspricht. 
Da kann man sich gerne über geltende Naturgesetze hinweg setzen, es lohnt sich immer. 

Deutschland emittiert (noch) knapp 900 Mio t CO2 pro Jahr. China hat gerade angekündigt, bis 2020 200 GW an Kohlekraftwerken zusätzlich zu bauen. Die werden rd. 900 Mio t CO2 pro Jahr emitieren. Update 17.11.16: Genauerer Berechnungen zeigen, und je nachdem ob es Srein- oder Braunkohle-Krafwerke sein werden, sind es zwischen 1300 bis 1600 Mio t. pa. (Mit Dank an Leser Dr. Rasim für diese Korrektur) Wenn Deutschland sich dann – dank Klimaschutzplan- industriell abgeschafft hat, wird es -außer den Deutschen- nicht mal einer merken, Das Klima schon mal gar nicht.

Quellen

[1] Süddeutsche Zeitung, 11. November 2016: Klimawandel Der Klimaschutzplan der Bundesregierung ist ein missratenes Signal
http://www.sueddeutsche.de/politik/klimawandel-der-klimaschutzplan-der-bundesregierung-ist-ein-missratenes-signal-1.3245738

[2] ZEIT ONLINE, 11. November 2016: Regierung einigt sich auf Klimaschutzplan
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-11/klimakonferenz-marrakesch-klimaschutzplan-bundesregierung-einigung-angela-merkel-sigmar-gabriel-barbara-hendricks

[3] Frankfurter Allgemeine, 13.11.2016: Daimler-Chef Zetsche verteidigt sich bei Grünen-Parteitag
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/delegiertenkonferenz-daimler-chef-zetsche-verteidigt-sich-bei-gruenen-parteitag-14525696.html

[4] Klima-Allianz Deutschland: Klimaschutzplan 2050 der Deutschen Zivilgesellschaft
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/energie/160420_bund_klima_energie_klimaschutzplan.pdf