Wählt bekennende Energiewende-Gegner in die Parlamente!

Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin – Worte zur Eröffnung der VIII. Wahlperiode 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bezirksverordnete, liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, liebe Gäste und Vertreter der Medien, 

als Alterspräsident habe ich die Ehre, gemeinsam mit den beiden jüngsten Stadtverordneten,  die Konstituierende Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin in der VIII. Wahlperiode zu eröffnen und bis zum Tagesordnungspunkt 4.1  – Wahl eines neuen Bezirksverordnetenvorstehers – zu leiten. 

Nun gibt es in deutschen Volksvertretungen den guten Brauch, dass der Alterspräsident zu Beginn einer Legislatur das Wort erhält. Ich will hier keine Grundsatzrede halten, aber doch auf einige Entwicklungen der letzten Jahre eingehen, die nicht nur die Menschen in unserem Stadtbezirk, in unserer Heimatstadt Berlin, sondern in ganz Deutschland bewegen, und warum unter anderem ich als Ältester der Bezirksverordneten heute hier stehe und meine Fraktion gleich mir 12 Vertretern in die BVV von Treptow-Köpenick eingezogen ist . 

Zunächst möchte ich ein paar Worte über meinen Lebensweg im Ostteil des lange Jahre geteilten Berlins verlieren.

Ich bin seit über 50 Jahren verheiratet, habe  mit meiner Frau 3 Kinder großgezogen, und mit 6 Enkelkindern und 2 Urenkeln noch eine halbwegs  glückliche Familie und ein weites Betätigungsfeld. Nach dem Abitur 1958 habe ich 2 Jahre „freiwillig“ in der Nationalen Volksarmee gedient, um einen Studienplatz zu bekommen. Ich habe Chemie und später noch Elektrotechnik studiert und konnte mich dann im Kombinat NARVA Berliner Glühlampenwerk an der Warschauer Straße 24 Jahre in der Forschung und Entwicklung, zum Schluss als Leiter der Abteilung „Entwicklung Werkstoffe und Verfahren“, mehr oder weniger erfolgreich auf die fachliche Arbeit konzentrieren. Ganz bewusst habe ich eine kritische Distanz zum realen Sozialismus a la DDR gehalten. Ich bin weder in die SED noch in eine der Blockparteien eingetreten. Meine Frau und ich sind nicht aus der Kirche ausgetreten, die Kinder sind getauft und wurden konfirmiert, verbunden mit Nachteilen in ihrer Ausbildung und in meinem beruflichen Fortkommen. 

1989 ging dann alles sehr schnell. Die friedliche Revolution fegte praktisch über Nacht das Unrechtsregime der DDR hinweg. Groß war die Freude über die endlich errungene Freiheit und voller Optimismus habe ich mich  entschieden, eine Firma zum Lampenrecycling in Strausberg aufzubauen, nachdem klar war, dass NARVA Berlin keine Überlebenschance hatte. Etwa 5 Millionen DM haben wir in moderne umweltverträgliche Gebäude und Anlagen investiert und neue Arbeitsplätze in dem von hoher Arbeitslosigkeit geprägten  Kreis Strausberg (später Märkisch-Oderland)  geschaffen. Der damalige Umweltminister-Minister im Land Brandenburg Matthias Platzeck hat die Firma WEREC GmbH Berlin 1993 eingeweiht. 1993 erhielt ich den Berliner Umweltpreis, übereicht durch den Umweltsenator für Stadtentwicklung und Umweltschutz Volker Hassemer, und 1994 den Umweltschutzpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, den ich aus den Händen des Präsidenten Tyll Necker (verstorben 2001) und dem Bundesumweltminister Klaus Töpfer erhielt. Dann habe ich die Arbeitsgemeinschaft „Lampen-Verwertung im Fachverband Elektrische Lampen“ im ZVEI e.V. mit gegründet und bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand 2003 geleitet. In dieser Zeit ist in Deutschland das flächendeckende Sammel- und Recycling-System für die quecksilberhaltigen Entladungslampen aufgebaut worden. Ich lernte also noch die Welt aber auch die Höhen und Tiefen der kapitalistischen Produktionsweise (Marktwirtschaft) von der Pike auf kennen, war also nicht mehr nur gelernter Ossi, sondern kann mich seither auch erfolgreich auf der gesamtdeutschen Ebene bewegen. 

Als Rentner hatte ich nun Zeit mich mit den Dingen näher zu beschäftigen, die in mir zunehmend Zweifel an der Politik der Bundesregierungen und der Berlinern Senate hat aufkommen lassen. Beispielhaft will ich hier näher auf ein Themenfeld eingehen, das mich persönlich als Naturwissenschaftler, Ingenieur und Lichttechniker beschäftigt und zunehmend meinen Unmut ausgelöst hat. Es geht um die deutsche Energie- und Klimapolitik, die gerade in diesem Jahr sowohl im Bund als auch in Berlin in eine neue Phase eingetreten ist. Diese  wird die ganze Republik und auch Berlin bis hinein in unseren Bezirk Treptow-Köpenick in der kommenden Legislaturperiode  bis 2021 belasten und, wenn sie denn wie geplant umgesetzt wird, in dem Zeitraum bis 2050 völlig umgestalten. Gegen diese geplante Große Transformation der gesamten deutschen Wirtschaft und Gesellschaft werden die gegenwärtigen Probleme verblassen.   

·      Im Jahr 2000 wurde das s.g. Erneuerbare Energien-Gesetz  (EEG) verkündet, das in der Zwischenzeit eines der sichersten und kostengünstigsten Energieversorgungssysteme der Welt in große technische und wirtschaftliche Schwierigkeiten  geführt hat. Die EEG-Umlage steigt 2017 auf 6,880 ct/kWh mit Mehrwertsteuer sind das 8,187 ct/kWh. Das sind fast 1/3 des Strompreises. 2017 werden die Stromverbraucher 24 Mrd. € nur an EEG-Umlage an die Profiteure der Energiewende bezahlen müssen. Die größte Umverteilung von unten nach oben aller Zeiten in Deutschland, die gerade die Geringverdiener, die Sozialhilfeempfänger und Mindestrentner immer stärker belastet.

·      Während des letzten Berliner Wahlkampfs 2011 wurde von der Bundeskanzlerin die Energiewende ausgerufen, um einen grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg zu verhindern. Heute ist die CDU dort der Juniorpartner der Grünen. Die gegenüber der rot-grünen Vorgängerregierung weiter verkürzten Laufzeiten der Kernkraftwerke führten seitdem wieder zu einem Anstieg der CO2-Emissionen in Deutschland. Die Kohlekraftwerke müssen nun den fehlenden Strom ersetzen, da trotz des großen Zubaus von Windkraft- und  Photovoltaikanlagen die ständig schwankenden und nicht planbaren erneuerbaren Energien die Lücke nicht schließen können.

·      Kurz vor den Wahlen hat das Berliner Abgeordnetenhaus, weitgehend in der Öffentlichkeit verschwiegen, das Berlinern Energiewendegesetz (EWG Bln) verabschiedet, das gesetzlich das Erreichen der  Klimaneutralität für Berlin bis 2050 vorschreibt. Diese Klimaneutralität kann nur durch die so genannte Dekarbonisierung durchgesetzt werden. Die einzige „Opposition“ kam von den Grünen, die die Absenkung der CO2-Emissionen nicht nur auf größer 85% festschreiben wollten sondern auf mehr als 95%. Da ein Mensch im Jahr etwa 400 kg an CO2 ausatmet, jeder Person aber nur 1000 kg als so genannten CO2-Fussabdruck 2050 zugestanden wird, bleibt also kein Freiraum für jegliche Aktivitäten, die mit der Verbrennung fossiler Energieträger in Zusammenhang stehen.

·      Hecktisch wurden von der Bundesregierung die Weichen für das Klimaneutrale Deutschland 2050 ebenfalls gestellt.  Am 22. September 2016 beschloss der Bundestag die Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens vom Dezember 2015 einstimmig, was stark an die Abstimmungen in der Volkskammer der DDR erinnert. Damit hat sich nun ganz Deutschland dazu verpflichtet 2050 die Klimaneutralität zu erreichen. Das soll mit Hilfe des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden, der bereits als Entwurf des BMUB vorliegt  und  nach Abstimmung in den Ministerien als Verordnung der Bundesregierung in Kraft gesetzt werden soll. Dem Bundestag wurde der Entwurf „großzügig“ zur Kenntnis gegeben. Das Vorhaben der Dekarbonisierung ist auch unter dem Begriff „Große Transformation“ bekannt. Da gibt es das 446-seitige Hauptgutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung  Globale Umweltveränderungen“ (WBGU), in dem detailliert die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung beschrieben sind. Wichtig ist noch zu wissen, dass in dem Hauptgutachten behauptet wird, dass die materiellen Ressourcen der Erde nicht dafür ausreichen, die gesamte Erdbevölkerung auf das hohe Lebensniveau der westlichen Staaten anzuheben. Deswegen muss eine Umverteilung von den reichen zu den armen Völkern erfolgen, was natürlich eine Absenkung des Lebensstandards in den wohlhabenden Ländern erfordert. Da die Autoren wissen, dass die völlige Umgestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft nicht mit einem vom Volk gewählten Parlament und schon gar nicht über eine Volksbefragung zu machen ist, wird immer wieder nebulös vom „Gestaltenden Staat“, von Pionieren des Wandels und den gesellschaftlichen Akteuren, die den Wandel wagen, gesprochen. Solche autokratischen und diktatorischen Strukturen kennen speziell wir als gelernte Ossis noch sehr gut. 

Es gibt eine Reihe weiterer Problemfelder in der Politik, die in den vergangenen Jahren die Bürger zunehmend beunruhigen, und von denen ich hier einige aufzähle:

·      Die Einführung des Euro als Bargeld 2002 über die Köpfe der Menschen hinweg

·      Die Bildung eines Euroraumes aus wirtschaftlich starken und wirtschaftlich schwachen Ländern ohne gemeinsame Finanzverwaltung. Der Euro wurde zum Spaltpilz in Europa

·      Das Brechen der Defizitquote von 3% bei den Staatsausgaben zuerst von Deutschland, dann in großem Maßstab von andern Ländern nachgemacht. Die No-Bailout-Klausel, die besagt, dass kein Staat die Schulden eines anderen Landes übernehmen darf, steht nur noch auf dem Papier. Die  Sparguthaben der Bürger, Pensions- und Rentenfonds werden entwertet.

·      Die Entwicklung der EU zu einem undemokratischen Konstrukt mit einem großen Wasserkopf. Die Mitgliedsstaaten werden oft mit sinnlosen bürokratischen Verordnungen überzogen.  Die zunehmenden Zerfallstendenzen der EU sind scheinbar nicht mehr aufzuhalten.

·      Die Gefährdung der inneren Sicherheit einschließlich die zunehmende Bedrohung durch islamistischen Terror

·      Die Vernachlässigung der traditionellen Familie

·      Schließlich die Migrantenkrise, das Ausrufen eines bedingungslosen Willkommens durch die Bundeskanzlerin ohne die Verteilung der Flüchtlinge mit den EU-Staaten zu vereinbaren und weitgehend ohne Grenzkontrollen. Die ganze Bürde muss nun von Deutschland über Jahre hinweg getragen werden. 

Das alles führte zunehmend zu Verdruss in der Bevölkerung. Insbesondere seitdem die große Koalition im Bund und auch in Berlin regiert gibt es praktisch keine Opposition in den Parlamenten. Die CDU hat mit ihrer Besetzung  links-grüner Politikfelder auf der rechten Seite eine große Lücke aufgemacht, und  damit einem großen  Teil der Gesellschaft keine Heimat mehr geboten. Der Politikverdrossenheit nahm  immer mehr zu. Die Wahlbeteiligung erreichte Tiefststände. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Kräfte im Volk, die sich von keiner der etablierten Parteien mehr vertreten fühlten und praktisch keine Wahl mehr hatten, zusammengefunden haben und eine neue demokratische und auf dem Grundgesetz stehende Partei, die Alternative für Deutschland, gründeten. Das sind die Gründe, warum ich vor gut 3 Jahre im Alter von 73 Jahren das erste Mal in eine politische Partei eingetreten bin und heute hier 12 neue Bezirksverordnete eingezogen sind.  Überall da, wo Wahlen in Deutschland stattgefunden haben, hat uns ein zunehmend großer Anteil der Wähler das Vertrauen gegeben. Aus allen großen Parteien sind die Wähler zu uns gekommen, und wir sind stolz, das wir schon einen bedeutenden Teil der Nichtwähler wieder an die Wahlurnen zurückgeholt haben. Schon alleine unsere Existenz und unser Grundsatzprogramm, das für fast alle Politikfelder solide Lösungsvorschläge anbietet, wirken. Selbst die Bundeskanzlerin hat bis auf die Obergrenze die von uns geforderten Maßnahmen zur Lösung der Migrantenkrise angenommen. Wir sind nicht das Volk aber wir sind aus der Mitte des Volkes. Wir haben das Recht und die Pflicht, die Sorgen und Nöte unserer Wähler öffentlich zu machen im demokratischen Wettstreit auf eine Veränderung zu dringen. 

Ich denke, ich kann hier für die Bezirksverordneten der AfD in Treptow-Köpenick sprechen und ihnen versichern, dass wir angetreten sind, mit den Mitgliedern der anderen Fraktionen fair und sachlich an einer Lösung der vielen praktischen Aufgaben und Probleme in unserem Stadtbezirk mitzuarbeiten.  Wir wollen für die Bürger da sein.

Wir werden uns da, wo es notwendig ist, auch politisch um den richtigen Weg streiten, aber auch das wollen wir mit Anstand und Respekt vor dem politischen Kontrahenten tun.  Wir bitten auch um Verständnis, dass die meisten von uns noch in keiner Volksvertretung mitgearbeitet haben. Wir bemühen uns aber, schnell den Anschluss an die Routine der parlamentarischen Arbeit zu finden.  Wir wollen unseren Sachverstand und die Erfahrungen aus dem täglichen Leben einbringen. 

Ich wünsche uns allen einen erfolgreichen Start in die VIII. Wahlperiode und dass wir durch unsere Arbeit dazu beitragen, dass unsere Bürger gerne in Treptow-Köpenick leben, dass sie erfolgreich ihrer Arbeit nachgehen und die Freizeit genießen können, dass wir ein kinderfreundlicher Bezirk für die Familien und alle Alleinerziehenden  bleiben und dass unsere  ältere Generation in Zufriedenheit ihren Ruhestand gestalten kann. 

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit 

Burkard Reimer

Alterspräsident 

Berlin, 27. Oktober 2016




Wählt bekennende Klimaskeptiker in die Parlamente!

Die politischen Parteien werden bei der Aufstellung ihrer Kandidaten von Amts wegen bevorzugt behandelt. Ihre Kandidaten brauchen nur ausreichend Stimmen ihrer Parteifreunde und kein Quorum mit Unterstützungsunterschriften aus der Bevölkerung. So etwas benötigt nur ein parteiloser Einzelkandidat. Dieses Quorum auf einem restriktiv behandelten amtlichen Formular ist schwer zu erreichen. Viele scheuen den amtlichen Schritt, auch wenn dieser vertraulich zu erfolgen hat. Außerdem muss das unterschriebene Formular per Post, also mit Briefporto, an die Wohnadresse des Einzelbewerbers gesandt werden. Faxe, Mails, pdf Dokumente etc. sind unzulässig. Es ist auch unzulässig, wenn Eheleute oder Partnerschaften gemeinsam unterschrieben. Jede Unterschrift muss auf ein separates Formular. Jede fehlende Angabe macht es ungültig. 
Wer die Einzelkandidatur von Dr. Gerhard Stehlik in Hessen bei der Landratswahl im Main-Kinzig-Kreis unterstützen möchte, muss für diese Landratswahl wahlberechtigt sein, das Formular herunterladen, farbig ausdrucken, möglichst farbig unterzeichnen, keine Angabe vergessen und es dann per Post senden an: Dr. Gerhard Stehlik, Theodor-Heuss-Str. 32, 63457 Hanau. Die zweite Seite des hier angebotenen Formulars kann als adressierter Brief in einem Sichtfensterumschlag verwendet werden. Leser unserer Homepage außerhalb des Main-Kinzig-Kreises können ihn dadurch unterstützen, dass sie Bekannte im Main-Kinzig-Kreis über die hier angebotene Möglichkeit informieren.

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George Soros zahlte Millionen an Al Gore, damit dieser bzgl. der globalen Erwärmung lügt

Den Dokumenten zufolge überwies George Soros der Umweltgruppe des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore im Verlauf von drei Jahren viele Millionen Dollar. Damit sollte Gore eine „politische Sphäre schaffen für aggressive US-Maßnahmen“ bzgl. der globalen Erwärmung.

YNW berichtet: „US-Programme bzgl. globaler Erwärmung sind seit etwa vier Jahren im Bereich globale Erwärmung engagiert*, und zwar auf Initiative von George Soros“, heißt es in einem der durchgesickerten OSI-Dokumente. „Es gab ein Budget in Höhe von 11 Millionen Dollar für Zuwendungen im Bereich globale Erwärmung während der letzten Jahre. Dieser Posten im Budget umfasst die Verpflichtung von George Soros, drei Jahre lang 10 Millionen Dollar pro Jahr an Al Gore zu zahlen, und zwar für seine Alliance for Climate Protection. Diese Institution führt Bildungsprogramme für die Öffentlichkeit bzgl. globaler Erwärmung durch, um politischen Spielraum für aggressive US-Maßnahmen zu schaffen. Dies liegt auf einer Linie mit dem, was Wissenschaftler für notwendig halten, um unsere Nation auf einen Weg zur Reduktion seiner CO2-Emissionen zu bringen“.

[*Original: U.S. Programs Global Warming Grants U.S. Programs became engaged on the global warming issue about four years ago. Ich weiß nicht, wie man das korrekt übersetzen kann. Anm. d. Übers.]

Es bleibt unklar, aus welchem Jahr dieses Memo stammt, aber die von Gore mitgegründete Alliance for Climate Protection ACP wurde 2006 ins Leben gerufen und wurde im Juli 2011 zum Climate Reality Project. Im Jahre 2008 trat die Alliance eine 300-Millionen-Dollar-Kampagne los, um Amerikaner zu ermutigen, „für aggressive Reduktionen von Treibhausgas-Emissionen einzutreten“. Dies berichtete die Washington Post.

ACP erhielt im Jahre 2008 10 Millionen Dollar vom OSI, wie aus den Steuerunterlagen hervorgeht [welche in den USA bei nicht kommerziellen Institutionen veröffentlicht werden müssen. Anm. d. Übers.] OSI übergab der ACP weitere 5 Millionen Dollar im Jahre 2009. Die Gruppe investigativer Reporter ProPublica betreibt eine Datengrundlage, die die Steuernachlässe für das OSI von 2000 bis 2013 enthält (hier). Das DCNF konnte keine anderen Jahre finden, in denen OSI Geld an das ACP überwiesen hatte.

Das OSI ist primär eine nichtkommerzielle Stiftung, die jedes Jahr Millionen Dollar vergibt aus zumeist den Linken zugeordneten Gründen. Inzwischen mit der Bezeichnung Open Society Foundations versehen hat Soros‘ gemeinnütziger Verein während der letzten drei Jahrzehnte über 13 Milliarden Dollar ausgegeben.

OSI hat nicht nur geplant, Gores Klimaverein zum Vorantreiben politischer Maßnahmen bzgl. globaler Erwärmung zu finanzieren, sondern auch weitere Millionen an die „Jugend-Klimabewegung“ zu geben.

„Dieser Posten im Budget ermöglicht auch die Erneuerung der vieljährigen Unterstützung der Energy Action Coalition durch US-Programme. Diese Organisation ist der führende Organisator der Jugend-Klimabewegung in den USA.

Und weiter: „Wir fügen auch einen Platzhalter für zusätzliche 2 Millionen Dollar ein, welche die Diskussion über die Agenda der globalen Erwärmung vom OSI am Leben halten soll. Es gibt ein Memo von Nancy Youman im Ordner mit den strategischen Plänen, welche Wege nach vorn für das OSI zum Thema Klima bahnen sollen – in den USA ebenso wie in anderen Bereichen des Open Society Network“.

Link: http://www.neonnettle.com/news/1722-george-soros-bribed-al-gore-millions-to-lie-about-global-warming

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ökostrom verschieben zur Lösung der EEG-Blockade Ein lokaler Versorger ist innovativ und löst das Speicherproblem – Koste es was es wolle

4Die Stadtwerke Haßfurth als kleiner Versorger (Vorsitzender des Aufsichtsrats: Der Bürgermeister von Haßfurth; städtischer Anteil: 82,1 %) hat sich enorm in EEG-Investitionen gestürzt:

Bild 1 Stadtwerke Haßfurth, eigener Ökostromanteil

Wie man anhand von Bild 1 sieht, entspricht das Strom-Einspeisevolumen an eigener Ökoenergie ziemlich genau dem Bundes-Mittelwert. Nun haben die Stadtwerke Haßfurt einen weiteren Schritt in die EEG-Zukunft vollzogen und einen Strom zu Gas-Konverter errichtet:

Stadtwerke Haßfurth, Pressemitteilung: Ein Meilenstein der Energiewende
Sie soll überflüssigen Windstrom „speichern“: Haßfurter Power-to-Gas-Anlage im Mainhafen geht in Betrieb.
Pro Jahr werde der containergroße Elektrolyseur eine Million Kilowattstunden des Öko-Gases für 14 000 Pro-Windgas-Kunden von Greenpeace Energy“ liefern, … Geschäftspartner Zösch erklärte, dass sich durch den im Geldbeutel kaum spürbaren Mehrbetrag die Investition in die zwei Millionen Euro teure Anlage refinanzieren soll.
Die Weiterführung von Zukunftsvisionen und wie ein Hochschulinstitut darüber für Jahre mit Forschungsmitteln versorgt wird, bitte direkt in der Pressemitteilung lesen.

Fortschritt ist selten umsonst und was dieser kostet, soll einmal ganz grob anhand der spärlich recherchierbaren Zahlen abgeschätzt werden (die Stadtwerke Haßfurt haben auf die Nachfrage des Autors zu Kosten nicht geantwortet).

Abschätzung Investkosten-Umlage
Investkosten PEM-Anlage: 1,25 MW Leistung, Investitionskosten 2 Mio. EUR. Nach ca. 15 Jahren ist sie zu erneuern. Anm.: Eine PEM-Zelle hält lt. [1] ca. 6 Jahre, dazu kämen noch hier nicht berücksichtigte Wartungskosten und Betriebskosten. Die folgende Abschätzung liefert also diesbezüglich einen sehr geschönten Wert, während eine höhere Auslastung im Gegenzug zu Verbilligungen führen würde.


Bild 2 PEM-Anlage Investkosten-Umlage-Abschätzung

Abschätzung der Kosten pro kWh
Dazu werden nur die reinen Umwandlungsverluste – berechnet aus dem Wirkungsgrad – berücksichtigt. Zudem wurden zur Vereinfachung die aktuellen Startwerte der EEG-Umlage und nicht der höhere Mittelwert eingesetzt. Die wahren Kosten dürften deshalb höher sein.


Bild 3 PEM-Anlage Umwandlungskosten-Abschätzung

Die Summe der auf kWh umgerechneten Investkosten und der Wandlungsverlust-Kosten betragen somit:
Gesamtkosten Wasserstoffwandlung über die Anlagen-Laufzeit: 18 ct / kWh
Eine Äquivalenz-Ökostrom kWh aus der PEM-Anlage als Wasserstoff kostet damit:
Mittlere Ökostrom-Mix EEG-Vergütung 15,6 ct / kWh + PEM-Wasserstoff-Umwandlungskosten 18 ct / kWh =
33,6 ct / kWh zuzüglich die Steuer- und Umlagen-Kostentreppe

Der (vereinfachte) Marktwert des Wasserstoffgases inclusive der Umlagen-Kostentreppe beträgt dagegen:
Stadtwerke Haßfurth, Gastarif haGas fix24: Arbeitspreis: 5,46 ct/kWh (4,59 ct/kWh netto)

Anmerkung: Im Klimaschutzplan 2050 unserer Umweltministerin soll Erdgas verboten werden. Man kann nun ahnen, warum dies (auch) erforderlich ist: Der Kostenunterschied der Energieträger ist einfach zu ärgerlich und würde irgendwann zu argumentativen Problemen führen.

Selbst wenn die Abschätzung viele Annahmefehler enthält (z.B. dass eine Teil der PEM-Anlage länger als 15 Jahre hält und fehlende Berücksichtigung von Steuern, höhere Auslastung als die aktuelle, es speisen zusätzlich noch private Solaranlagen ein, der kWh-Wert des Wasserstoffgases ist nicht direkt vergleichbar) zeigen alleine die Kostendimensionen trotzdem deutlich die Problematik.
Dabei handelt es sich jedoch um die billigst mögliche Wandlungsform. Bei größeren Einspeisevolumen in das Gasnetz muss man den Wasserstoff zusätzlich methanisieren (wird in der Meldung erklärt), bei einer Strom-Rückgewinnung entständen nochmals hohe Kosten und der Gesamtwirkungsgrad sinkt auf 20 … 40 % [5].

Ist damit eine Lösung erzielt?

Nein, weder für das Abregel-Problem bei Überlast, noch für eine ausreichende Zwischenspeicherung.
Die aktuelle Verstromungsleistung kann gerade einmal 1 % der Anschlussleistung (125 MW) der werkseigenen Ökoenergie umsetzen:
– PEM-Verstromungsleistung: 1,25 MW
– Ökostrom-Anschlussleistung Stadtwerke Haßfurth:
Windparks: 30 MW; Solaranlagen: 95 MW; Summe: 125 MW
Für eine Lösung (seltenere Abregelung) würde man realistisch 40 … 60 % Umsetzleistung, für eine Lösung ganz ohne Abregelung würde man 100 % ! benötigen. Für eine Lösung, die wirklich ausreichend „Speicherstrom“ für längere Flaute- und sonnenarme Zeiten bevorratet, reicht die Ökostrom-Anschlussleistung der Stadtwerke sowieso hinten und vorne nicht:
EIKE: EIKE 08.01.2016: Die neuen Energien im Jahr 2015 und im Jahr 2050 nochmals erklärt für Dummies Teil 1+
Die Kosten kann man sich damit ausmalen.

Trotzdem hält es „Fachpostillen“ nicht davon ab, (wohl in Abstimmung mit den Stadtwerken) größten fachlichen Unsinn zu berichten:
Erneuerbare Energien: [3] Stadtwerke Haßfurt verschieben Ökostrom ins Gasnetz
Power-to-Gas bietet Versorgungssicherheit

Auf diese Weise kann der zu viel produzierte Ökostrom langfristig gespeichert werden. Der Vorteil: Die Windkraft- und Solaranlagen müssen nicht abgeregelt werden, wenn der Strom zum Zeitpunkt der Produktion keinen Abnehmer findet. Die Projektpartner verweisen auf Studien, die belegen, dass im Zuge der Energiewende die Stromüberschüsse aus solchen volatilen Erzeugungsanlagen stark anwachsen werden.

Auch sonst scheint der Leiter der Stadtwerke sehr GREEN eingestellt zu sein. In einem Foliensatz von ihm wurden direkt Werte von Greenpeace Energie übernommen (mit denen man ja kooperiert). Mit solchen Werten kann man seinen Kunden alles schönrechnen.

Bild 4 [2] Vortrags-Foliensatzbild mit den Elektro-Energiekosten verschiedener Energieerzeuger

Bild 5 WIKIPEDIA Stromgestehungskosten verschiedener Energieerzeuger in Eurocent je Kilowattstunde (vom Autor gekürzt)

Bestimmt fangen die Versorger nun an zu sparen

Bei solchen Kostenrelationen und dem Wissen, dass der Strom inzwischen schon sehr teuer ist (weshalb sich die Kunden ja bei Frau Merkel beschweren sollen) denkt man, das Beispiel wäre vielleicht ein Einzelfall. Das ist es aber beileibe nicht, sondern erst der Beginn einer selbst verursachten Kostenlawine.

Am 22. Nov. brachte eine Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten einen Bericht: „Gasleitungen statt Stromtrassen“, mit Aussagen des N-Ergie Vorstandsvorsitzenden und Politikern zur Speicherthematik.
Erinnerung: N-Ergie ist ein Versorger, dessen Vorstandsversitzender keine Gelegenheit auslässt, am EEG auf Kosten seiner Stromkunden zu verdienen und dies mit dem (selbst auferlegten) Zwang zu strengster, politisch korrekter Loyalität begründet, siehe den folgenden Auszug der zurückgemailten Begründung auf eine entsprechende Anfrage des Autors:
Artikel: „Ein lokaler Versorger bricht die Macht der Stromgiganten

(Auszug der Begründung) Die N-ERGIE betrachtet es als ihre Aufgabe, die politischen Vorgaben entsprechend des geltenden gesetzlichen Handlungsrahmens möglichst effizient umzusetzen. Dies ist die Vorgabe des EnWG.
Gesellschaftliches und politisches Ziel in Deutschland ist die Entwicklung einer vieldimensional nachhaltigen Energiewirtschaft auf der Grundlage der Zieltrias aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Der notwendige Beitrag regenerativer Energiequellen zur Stromerzeugung steigt nach dem deutschen Energiekonzept sukzessive auf bis zu 80 % im Jahr 2050; fossile Energieträger werden nur mehr ergänzende Funktion im zukünftigen Energiesystem einnehmen. Dies ist die aktuelle Vorgabe der Politik.

Die Einbindung von 45.000 EEG-Anlagen in unserem Netzgebiet ist z.B. eine solche politische Vorgabe. Die N-ERGIE sucht nun Lösungen, um diese Anlagen auch nach dem Auslaufen ihrer gesetzlich zugesicherten Einspeisevergütung effizient in das Energiesystem zu integrieren. Denn unsere Aufgabe als Energieversorgungsunternehmen ist es, bei der Herausforderung zur Transformation der Infrastruktur angemessene Gestaltungsoptionen zu finden.

Anmerkung: Eine solche „Ergebenheitsadresse“ an die Politik würde man eher in Nordkorea, als bei einem Deutschen Versorger erwarten.

Gasleitungen statt Stromtrassen

Nun zum Bericht der Zeitung über die Ratssitzung der Metropolregion Nürnberg: [6] „Gasleitungen statt Stromtrassen“.
Darin erklärt der N-Ergie Vorstandsvorsitzende J. Hasler (Diplom-Betriebswirt, früher bei CONTIGAS AG und Ruhrgas AG) gleich zu Anfang: „ … sieht die Umwandlung von Windstrom in Gas als Alternative zu Stromtrassen“ und weiter: „Es sei zudem sehr wichtig, die regenerativen Energien weiter auszubauen“.
Dann bemerkt er noch: „ Doch mangels Speichermöglichkeiten bringe das alles nicht viel ...“ und verweist konkret auf die Rückverstromung von Gas: „Gas hilft uns in Notzeiten, wenn Großbetriebe gerade dringend Strom brauchen ...“, dabei dem Redakteur gegenüber vergessend zu erwähnen, dass der Wirkungsgrad der Verfahren P2H2, wahlweise P2H (Erklärungen siehe [5]) physikalisch bedingt zwischen 21 … 42 % beträgt und die reinen Verfahrens- und Betriebskosten einer rückverstromten kWh Strom damit zwischen 33 … 46 ct netto, ohne die weiteren, erheblichen Zuschläge betragen. Es also viel billiger ist, den Strom abzuregeln (also die mittlere EEG-Vergütung von 6 … 18 ct / kWh „wegzuschmeißen“) oder zu verschenken (selbst gegen eine „Strafgebühr“ des ausländischen Abnehmers).
Gegen solche Entscheidungen ist allerdings die Politik, der wirklich jegliche Minimalkenntnis zum Thema fehlt, wie deren Vertreter auf dieser Ratssitzung leibhaftig bewiesen (Zitate aus [6]):
Stefan Müller (Bankfachwirt, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium): „ … glaubt, dass sein Ressort einen wichtigen Beitrag leisten kann: Wir müssen viel Geld in die Energieforschung und in die Entwicklung von Speichern stecken ….“
Armin Kroder, (Jurist, Landrat im Nürnberger Land, Beirat N-ENERGIE AG, Beirat EON Wasserkraft): „ … In der Energiewendedebatte hört man oft nur was nicht geht. Mir fehlt da der Glaube an unsere Ingenieurskunst. Wir sollten Vertrauen haben, dass sich bei den Speichertechnologien in den nächsten Jahren viel weiterentwickeln wird.
Diese Aussage legen offen, dass „die Politik“ immer noch keinerlei Ahnung von den physikalischen Gegebenheiten der Stromspeicherung und deren Kosten hat und somit jedem Energiescharlatan seine Heilsversprechungen bedingungslos abnimmt und bezahlt. Wer, vielleicht aufgrund von Wissen, widerspricht, ist eben nicht der richtige Ingenieur für unsere Politiker. VW lässt grüßen, deren Vorstände hatten auch bis zuletzt „volles Vertrauen“ in die versprochene Lösung und der Nürnberger Landrat zeigt, dass dieses „Glauben, nur nicht nachfragen oder überlegen wie es gegen die Physik funktionieren soll“ Prinzip ganz offiziell weiter gepflegt und sogar verkündet wird.
Erkennbar auch, dass auf der Veranstaltung „Ratssitzung der Metropolregion Nürnberg“ wohl kein Energiefachmann zu im Podium war oder zu Wort gekommen ist.

Wie man belegen kann, ist dieses politische Unwissen nicht neu, weshalb man kaum auf eine Änderung hoffen darf:
EIKE: Das Positionspapier des CSU Arbeitskreises Energiewende, Keine Vernunft mehr, nirgendwo
EIKE: Wie Politiker ihre Kuh schlachten und sich danach beklagen, dass diese keine Milch mehr gibt

Fazit
Schon dieses Beispiel eines kleinen Versorgers zeigt, wie und wo Kosten der EEG-Versorgung entstehen. Dabei sind die Kosten für Netze und wirklichen Speicherausbau noch nicht einmal angesprochen. Es zeigt aber auch die Unverfrorenheit der Versorger, zu behaupten, sie könnten überhaupt nichts für die hohen Stromkosten, der Kunde solle sich deshalb bitte unbedingt direkt (mit ihrem Beschwerdeformular [4]) bei Frau Merkel beklagen.

Quellen

[1] Studie: Entwicklungskonzept Energiespeicher Niedersachsen

[2] Norbert Zösch Geschäftsführer Stadtwerk Haßfurt GmbH, Foliensatz: EE-Ausbaustrategien in Haßfurt

[3] Erneuerbare Energien: Stadtwerke Haßfurt verschieben Ökostrom ins Gasnetz
http://www.erneuerbareenergien.de/stadtwerke-hassfurt-verschieben-oekostrom-ins-gasnetz/150/436/97774/

[4] EIKE 22.11.2016: Energieversorger helfen ihren Kunden gegen teuren EEG-Strom! Aktion lokaler Versorger in Bayern: Energiewende bezahlbar
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/energieversorger-helfen-ihren-kunden-gegen-teuren-eeg-strom-aktion-lokaler-versorger-in-bayern-energiewende-bezahlbar/

[5] EIKE: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)
http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/elektro-energiespeicherung-notwendigkeit-status-und-kosten-teil-3-abschluss/

[6] nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe am 22.11.2016: Artikel „Gasleitungen statt Stromtrassen“




Die UN-Umfrage-Wiederbelebung

Bessere Arbeitsplatz-Chancen

Keine Diskriminierung und Verfolgung

Maßnahmen bzgl. des Klimawandels

Unterstützung für Menschen, die nicht arbeitsfähig sind

Zugang zu sauberem Wasser und sanitäre Anlagen

Schutz von Wäldern, Flüssen und Ozeanen

Zuverlässige Energieversorgung zu Hause

Bezahlbare und gesunde Nahrungsmittel

Eine ehrliche und offene Regierung

Gute Bildung

Gleichheit zwischen Männern und Frauen

Telefon und Internet-Zugang

Politische Freiheiten

Bessere Transportbedingungen und gute Straßen

Schutz vor Kriminalität und Gewalt

Bessere Gesundheitsfürsorge

Zum Zeitpunkt meines letzten Beitrages rangierte der Klimawandel abgeschlagen an letzter Stelle. Vor ein paar Tagen habe ich noch einmal nachgeschaut. Die Umfrage ist immer noch im Gange, man kann dort klicken und abstimmen, falls man will. Inzwischen gibt es über neun Millionen Antworten … und jawohl, Klimawandel rangiert immer noch unter ,ferner liefen‘, selbst noch gegenüber dem Themenbereich auf dem vorletzten Platz:

Abbildung 1: Ergebnisse der UN-Umfrage, alle gesellschaftlichen Gruppen.

Da habe ich mich entschlossen, ein wenig tiefer in diese Daten einzutauchen. Ich begann mit einem Blick auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bzgl. der oben gelisteten Themenbereiche:

Abbildung 2: Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Werte zeigen die Prozentzahl der Antwortenden, die das jeweilige Thema als ihre Wahl unter den sechs Auswahlmöglichkeiten nannten. Die Linien verbinden die Prozentzahlen von Männern bzw. Frauen zum gleichen Thema und sind nur am oberen Ende beschriftet. Blaue Beschriftungen und Linien zeigen Themen, die Frauen wichtiger fanden als Männer, während rote Dinge von den Männern als wichtiger erachtet wurden. Die Enden der farbigen Linien zeigen die Prozentwerte für Frauen (linke Enden) und Männer (rechte Enden).

Die oberen drei Ergebnisse sind interessant, weil sie beiden Gruppen gemeinsam sind. Man erkennt, dass Männer mehr Gewicht auf Arbeitsplätze legen und Frauen mehr Gewicht auf Gesundheitsfürsorge und Bildung. Wie jedoch Abbildung 1 zeigt, stehen diese drei weit vor allen anderen Themen.

Frauen legen auch viel mehr Gewicht auf bezahlbare gute Nahrungsmittel und auf Schutz vor Gewalt und sexuelle Gleichheit (steile blaue Linien) als Männer. Männer andererseits legen mehr Gewicht als Frauen auf politische Freiheit, bessere Straßen und Telefon-Möglichkeiten (steile rote Linien).

Und Maßnahmen gegen die Klimawandel rangieren bei Frauen und Männern gleichermaßen ganz weit unten.

Während das schon ziemlich interessant war, wollte ich jetzt noch wissen, ob und welche Unterschiede es gibt zwischen den armen und den reichen Ländern zu diesen Themen. Die UN unterteilen die Länder in vier Niveaus, von arm bis reich, oder in UN-Termini von „niedrigem HDI (Human Development Index) bis zu „sehr hohem HDI“. Um die Änderungen zu vereinfachen und klarer herauszustellen, habe ich nur die erste und letzte Kategorie betrachtet, also die ärmsten und die reichsten Länder. Die Ergebnisse sehen so aus:

Abbildung 3: Wie in Abbildung 2, aber mit dem Unterschied der Prioritäten zwischen den Armen und den Reichen.

Hier zeigen sich einige interessante Dinge. Erstens, Bildung steht an oberster Stelle für Männer, für Frauen, für die reichsten und die ärmsten Länder. Meiner Ansicht nach zeigt dies das gute Urteilsvermögen der Menschen weltweit. Oder es bedeutet einfach, dass ich mit dem Rest der Welt übereinstimme … Bildung ist wichtig.

Weiter, die starke Neigung aller Linien zeigt, dass die Unterschiede zwischen dem, was für die Menschen in reichen bzw. armen Ländern wichtig ist, viel, viel größer sind als die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zum gleichen Thema.

Weiter, die wichtigsten drei Themen aller Gruppen zusammen (Abbildung 1) ebenso wie für Männer und Frauen separat (Abbildung 2) sind Bildung, Gesundheitsfürsorge und Arbeitsplätze. Alle drei sind für die Reichen weitaus weniger wichtig als für die Armen. Auch sind viele andere Dinge wie Telefone, zuverlässige Energie, gute Straße und politische Freiheiten für die Reichen nicht besonders wichtig. Dass die Menschen in reichen Ländern jene Dinge nicht so wichtig finden, hat einen einfachen Grund – im Allgemeinen verfügen sie über all diese Dinge, so dass sie sich den Luxus leisten können, sich um andere Themen Gedanken zu machen.

Weiter, es zeigt sich eindeutig, dass Umweltbedenken etwas sind, dass sich nur die Reichen leisten können. Der „Schutz von Wäldern, Flüssen und Ozeanen“ rangiert in reichen Ländern ziemlich weit oben, noch deutlich vor Gelegenheiten bzgl. Arbeitsplätzen … aber in armen Ländern rangiert dies an vorletzter Stelle, noch vor Klima und deutlich unter dem darüber liegenden Thema.

Und schließlich, Klimawandel. Die Menschen, die Maßnahmen gegen Klimawandel favorisieren, egal ob Männer oder Frauen, behaupten, dass sie das für die Armen tun … aber es scheint, als ob die Armen das gar nicht mitbekommen. Für sie rangiert der Klimawandel ebenso wie für die ganze Welt allgemein abgeschlagen an letzter Stelle. Und in den armen Ländern haben nur 13% aller Menschen das überhaupt erwähnt, ein sehr geringer Prozentsatz. Soweit es die Armen betrifft, sollten die Menschen lieber Spenden abliefern für jedes der vielfachen Probleme, die es bei den Armen gibt, als es dem Klimawandel in den Rachen zu schmeißen.

Betrachten wir jetzt die behaupteten Überzeugungen der reichen Länder. Hier folgen Stichproben dessen, was seit einiger Zeit das Narrativ ist; zunächst für die USA:

Unter Verweis darauf, dass der Klimawandel unter den ernstesten Problemen ist, vor denen die Welt derzeit steht – wie Epidemien, Armut, Terrorismus und die Ausbreitung von Massenvernichtungswaffen – appellierte US-Außenminister John Kerry an alle Nationen, auf „diese größte Herausforderung unserer Generation“ zu reagieren.

Von unseren Vettern jenseits des Großen Teiches [= des Atlantiks] beglückte uns der als „Prinz“ bekannte Künstler mit seinen Ansichten hierzu:

Der Kampf gegen die globale Erwärmung ist die größte Herausforderung, vor der die Welt heute steht, sagte Prinz Charles, und drängte die Regierungen, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, bevor es zu spät sei.

Und schließlich kam von Obamas Pressesprecher Josh Earnest Folgendes:

1. „Was der Präsident hier meint ist, dass es viel mehr Menschen gibt, die jährlich mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sind, den direkten Auswirkungen auf ihre Leben oder die Ausbreitung von Krankheiten als mit Terrorismus“.

2. „Was der Präsident hier meint ist, dass wenn man über die täglichen direkten Auswirkungen dieser Art von Herausforderung auf das tägliche Leben der Amerikaner spricht, besonders der in diesem Land lebenden Amerikaner, dann sind davon mehr Menschen stärker betroffen als von Terrorismus“.

3. „Ich denke, dass sogar das Verteidigungsministerium die signifikante Bedrohung angesprochen hat, die der Klimawandel für unsere nationale Sicherheit darstellt. Hauptsächlich wegen der Auswirkungen, den er auf Länder haben kann, in denen die Infrastruktur weit weniger entwickelt ist als bei uns“.

Die Leute in reichen Ländern glauben also vermeintlich, dass Klimawandel eine größere Gefahr ist als Terrorismus. Allerdings geht aus den Antworten von neun Millionen Menschen hervor, dass die Leute in reichen Ländern diese Botschaft nicht vernommen haben. Anstatt zu glauben, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel wichtiger sind als gegen Terrorismus und dass es die größte Herausforderung für die Welt ist, sind in Wirklichkeit Maßnahmen gegen Klimawandel für die Menschen in reichen Ländern weniger wichtig als sexuelle Gleichheit oder bezahlbare Nahrungsmittel. Und Maßnahmen gegen Klimawandel sind in den wohlhabendsten Ländern weit weniger wichtig als sauberes Wasser und sanitäre Anlagen … das sind gute Nachrichten. Sie zeigen, dass es immer noch einigen gesunden Menschenverstand auf dem Planeten gibt. Nicht jeder heult mit dem alarmistischen Mantra „Der Himmel fällt herab! Ein paar Grad Erwärmung werden uns alle töten!“

Kurzversion gefällig? Falls jemand glaubt, den Armen zu helfen mit dem Kampf gegen das furchtbare CO2, würden die Armen den UN zufolge darauf wetten, dass sie anderer Ansicht sind. Die Menschen in den armen Ländern haben eindeutig gezeigt, dass sie es viel lieber sähen, dass falls Menschen helfen wollen, diese ihr Geld und ihre wertvolle Zeit für irgendeines der anderen 15 Themen auf der UN-Liste ausgeben würden, bevor man gegen den Klimawandel vorgeht. Klima ist nicht nur Nummer 16 am Ende ihrer Liste, sondern liegt der Meinung der Armen nach auch weit unter allen übrigen Themen. Der einzige Grund, warum das Thema Klima nicht den 17. Rang einnimmt, ist die Tatsache, dass sich auf der Liste nur 16 Themen finden. …

Und selbst die Menschen in den reichsten aller Länder nehmen nicht die Behauptung ab, dass der Klimawandel das größte Problem ist, vor dem wir stehen, nicht einmal ansatzweise. Zum Kuckuck, der Klimawandel schafft es nicht einmal in die obere Hälfte der Themen, die die Menschen in den reichsten Ländern für wichtig halten.

Aha! Während man von den USA oft behauptet, dass sie einen Ausreißer darstellen, weil so viele Menschen dort (einschließlich des neu gewählten Präsidenten) nicht glauben, dass der Klimawandel ein wichtiges Thema ist, stellt sich heraus, dass die meisten Menschen auf dem Planeten mit dem gewählten Präsidenten darin übereinstimmen, dass das Thema Klima am Ende aller Themen liegt, die von Belang sind. Das Bestehen irgendeiner sagenhaften großen Wählerschaft, die für Maßnahmen gegen Klimawandel sind, scheint eine Erfindung der Medien zu sein … Oha, eine sagenhaft große Wählerschaft, die in Wirklichkeit nur eine Erfindung der Medien ist – wo habe ich das kürzlich noch gehört? Aber ich schweife ab…

Angesichts des Umstandes, dass uns nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht, mit Geld und Ressourcen gegen diese Dinge vorzugehen, scheint es mir, dass wir unsere Bemühungen konzentrieren sollten auf die realen Probleme, die die Menschen als wirkliches Problem für ihr Leben ansehen. Die obersten zehn Themen sind – in dieser Reihenfolge – Bildung, Arbeitsplätze, Gesundheitsfürsorge, eine gute Regierung, Nahrung, Schutz vor Gewalt, sauberes Wasser, Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Straßen und sexuelle Gleichheit. Falls sich Menschen wirklich um die Armen kümmern wollen, sollten sie sich eines dieser Themen aussuchen und an die Arbeit gehen. Genau das habe ich lange Zeit während meines Lebens getan.

Wenn wir diese Herausforderungen erst einmal gemeistert haben, könnten wir in Erwägung ziehen, Milliarden für CO2-Abschwächung auszugeben … oder nicht.

Aber bis dahin – sollten wir das nicht tun.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/11/22/the-un-poll-redux/

Übersetzt von Chris Frey EIKE