OPEC: Investitionen von 10 Billionen Dollar sind nötig, um einen massiven Sprung des Ölpreises zu vermeiden

Längerfristige Projektionen sind notorisch ungenau, und Ölpreise sind fast unmöglich auch nur für ein paar Jahre im Voraus vorherzusagen, geschweige denn auf ein paar Jahrzehnte in die Zukunft. Preismodulationen involvieren eine ganze Palette von Variablen, und geringe Veränderungen bei einigen Hypothesen – wie etwa das globale BIP oder das Tempo des Bevölkerungswachstums – können zu dramatisch anderen Ergebnissen führen. Daher sollten diese Schätzungen lediglich als ein Bezugspunkt betrachtet werden und nicht als einen ernsthaften Versuch, die Rohölpreise 25 Jahre im Voraus vorherzusagen. Nichtsdestotrotz zeigt die Schätzung der OPEC, dass man glaubt, noch ziemlich lange über eine ausreichende Menge Öl zu verfügen – genug, um Preisausschläge wie während der letzten Jahre zu verhindern.
Teilweise hat das mit etwas zu tun, das die OPEC als eine graduelle Verschiebung hin zu Effizienz und Alternativen zu Öl ansieht. Der Report enthält Schätzungen zur Steigerung der Nachfrage während fünf Jahren insgesamt, wobei die Nachfrage graduell sinkt. Beispiel: Die Welt wird zusätzliche 6,1 Millionen Barrel (MB) Öl pro Tag verbrauchen zwischen heute und dem Jahr 2020. Danach verlangsamt sich die Nachfrage jedoch: 3,5 MB zwischen 2020 und 2025, 3,3 MB zwischen 2025 und 2030, 3 MB von 2030 bis 2035 und schließlich 2,5 MB zwischen 2035 und 2040, jeweils pro Tag. Die Gründe hierfür sind vielfältig: langsameres wirtschaftliches Wachstum, abnehmende Bevölkerungsraten, und – ein entscheidender Punkt – Bemühungen bzgl. Effizienz und Klimawandel, die alle den Verbrauch verringern. Tatsächlich hat die OPEC seine Projektion zur Nachfrage nach Öl im Vergleich zum vorigen Bericht WOO 2014 um 1,3 MB pro Tag erniedrigt, weil sie deutlich mehr ernsthafte politische Maßnahmen zur Klima-Abschwächung [climate mitigation] sieht als im vorigen Jahr.
Natürlich könnte man nun argumentieren, dass selbst diese Schätzung – dass nämlich die Welt im Jahre 2040 110 MB pro Tag verbrauchen wird – noch viel zu optimistisch ist. Aus einer ganzen Reihe von Öl exportierenden Ländern kann man das erwarten. Energie-Übergänge sind schwer im Voraus abzuschätzen, aber wenn es dazu kommt, tendieren sie dazu, rapide Änderungen hervorzurufen. Jede Maßnahme [any shot] zur Erreichung der offiziell festgesetzten Klimaziele wird wesentlich ambitioniertere Bemühungen erfordern. Während Regierungen seit Jahren hin und her schwanken, scheinen deren Bemühungen aber jetzt ernsthafter zu werden. Mehr auf den Punkt gebracht: Die Kosten für Elektroautos werden mit der Zeit nur in wirklichen Dollartermen sinken, und die Anpassung sollte weiterhin in nicht-linearer Manier erfolgen. Dies stellt eine bedeutende Bedrohung langfristiger Ölverkäufe dar.
Gleichzeitig hat die OPEC aber auch in dem Report zur Vorsicht gemahnt. Während die Ölmärkte in naher und mittlerer Zukunft noch mit einer Überversorgung konfrontiert sind, werden massive Investitionen in Erkundung und Erzeugung immer noch gebraucht, um die Nachfrage langfristig decken zu können. Die OPEC glaubt, dass dazu 10 Billionen Dollar während der nächsten 25 Jahre ausgegeben werden müssen, um angemessene Ölpreise sicherzustellen. „Werden die richtigen Signale hier nicht jetzt gesetzt, besteht die Möglichkeit, dass der Markt herausfinden könnte, dass es nicht genug neue Kapazität und Infrastruktur gibt, um zukünftig steigende Nachfragen zu decken. Dies hätte offensichtlich eine ruckartige Auswirkung auf die Ölpreise“, heißt es bei der OPEC. Etwa 250 Milliarden Dollar pro Jahr müsste aus Nicht-OPEC-Staaten kommen.
In einer ähnlichen, aber noch beunruhigenderen Schlussfolgerung kam die in Oslo ansässige Rystad Energy jüngst zu dem Ergebnis, dass der gegenwärtige Zustand der Überversorgung „sich schon während der nächsten paar Jahre in sein Gegenteil umkehren könnte“. Wegen der drastischen Kürzungen bei den Investitionen heute wird es innerhalb weniger Jahre zu einer Verknappung kommen. Um die Dinge ins richtige Verhältnis zu setzen, sagt Rystad, dass die Ölindustrie „34 Milliarden Barrel Rohöl in jedem Jahr fördern muss – ähnlich des gegenwärtigen Verbrauchs“. Aber als eine Folge des Preiskollapses hat die Industrie ihre Investitionen in allen Bereichen zurückgefahren, und „im Jahre 2015 wurden nur Investitions-Beschlüsse für lediglich 8 Milliarden Barrel Öl getroffen. Diese Menge ist weniger als 25% dessen, was der Markt langfristig erfordert“. Im Jahre 2015 wurden die Investitionen um 250 Milliarden Dollar zurückgefahren, weitere 70 Milliarden Dollar könnten es in diesem Jahr 2016 sein. Letzteres hat noch nicht den jüngsten Beschluss der OPEC berücksichtigt, wonach die OPEC ihr Produktionsziel aufgeben will, was die Ölpreise auf eine weitere Talfahrt schickt.
Was bedeutet das alles nun für uns? Es könnte massenhaft Ölvorräte in Zukunft geben, aber wie es jetzt aussieht, tätigt die Industrie massiv viel zu wenig Investitionen. Dies illustriert eine besorgliche Spannung innerhalb der Ölindustrie. Ölpreise werden durch marginale Kosten der Erzeugung gesetzt, und Fortschritte bzgl. Effizienz in letzter Zeit haben trotz der marginalen Kosten allgemein zugenommen. Erzeugung zu niedrigen Kosten läuft aus, und die Industrie wird abhängiger von Öl aus der Tiefsee, aus Schiefer oder aus der Arktis, welche allesamt höhere Investitionen erfordern. In vielen Fällen ist diese Art von Projekten bei den jetzigen Preisen nicht profitabel. Die Preisspitzen im Zeitraum 2011 bis 2014 legten den Grundstein für die gegenwärtige Krise, aber der Rückzug heute könnte Bedingungen für eine weitere Preisspitze in der Zukunft schaffen. Die OPEC könnte ein wenig zu optimistisch sein hinsichtlich seiner Forderung nach 95 Dollar für Öl im Jahre 2040.
Gleichzeitig enthalten zukünftige Preisspitzen die Möglichkeit wesentlich stärkerer Einbrüche bzgl. der Nachfrage, besonders falls Alternativen machbarer werden. Dies ist die schwierige Balance, mit der sich die Industrie während der nächsten paar Jahrzehnte befassen muss.
Article Source: OilPrice.org
Oilprice.com by Nick Cunningham
Link: http://canadafreepress.com/article/77796
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Klimaente zum Jahreswechsel Der Nordpol taut mitten im Winter

Das neue Jahr hatte noch nicht einmal begonnen, da kam schon eine neue Klima-Hiobsbotschaft in allen gängigen Medien: Der Nordpol taut und das mitten im Polarwinter.

Video: Ex-Moderator Uli Wickert zur Lügenpresse

Video: Entwicklung der Medienente von 50 ° am Nordpol in verschiedenen Fernsehsendern. Mit Dank an R. Hoffmann für den Zusammenschnitt
 
Bild 1[1] Screenshot der Artikel-Überschrift von „DIE WELT“
DIE WELT Textauszug

Es ist ein Sturmsystem von historischen Ausmaßen und Werten: Was sich derzeit östlich von Grönland zusammenbraut und weiter nördlich zieht, könnte dem Nordpol Temperaturen von bis zu 30 Grad über den normalen Werten bescheren. Am derzeit 24 Stunden lang dunklen Pol wäre es dann wärmer als in Südkalifornien.
Eigentlich herrscht derzeit am Nordpol Winter mit minus 30 bis minus 40 Grad Celsius. Tatsächlich ist es aber zwei bis vier Grad warm. Entwickelt sich der Sturm weiter wie berechnet, könnte in den nächsten Tagen die Abweichung von 50 Grad erreicht werden, schreiben die Forscher des amerikanischen Wetterdienstes NOAA.

dpa/ds

Und zum Schluss gleich eine Ergänzung „DER WELT“, um den Leser passend einzustimmen:

Hochwasser in England, Tornados in den USA, Schnee in Mexiko, der Nordpol 30 Grad wärmer als üblich. Weltweit spielt das Wetter verrückt. 2015 wird meteorologisch in die Geschichtsbücher eingehen. Quelle: Die Welt


Bild 2[2] Screenshot der Überschrift von „Bild“
Was ist da passiert? Hat das PIC recht und das Klima kippt direkt zum Jahreswechsel um – noch viel schneller, als es alle Simulationen vorhergesagt haben?

Zum Glück nicht, denn die dpa hat etwas ganz Wichtiges übersehen

Auf einen Bericht hin hat die dpa, das Deutsche Wahrheitsministerium für Klima und EEG wie üblich die offizielle, regierungsamtliche Meldung für Gesamtdeutschlands Bürger verfasst und durch unsere  Qualitätsmedien publizieren lassen.
Doch leider passierte der dpa ein schwerwiegender Fehler: Sie übersah, dass die Original-Meldung die Stadt NORTH POLE  in Alaska betraf und nicht den geografischen Nordpol. Dummer Weise steht das im Original auch nicht und die Schreibweisen sind leider gleich. Anbei dazu ein Kommentareintrag zur Meldung von FOX NEWS[4]: 

Leser-Kommentar unter der FOX NEWS_Meldung:

The temperature in the Fairbanks, Alaska suburb of North Pole earlier today was apparently in the low-40s Fahrenheit. It was then that Alexandra Sifferlin at Time.com reported the Alaska town’s temperature as if it came from the North Pole. The only current evidence of Sifferlin’s original grievous error at Time.com is a deliberately vague correction at the bottom of her post telling readers that „This article originally misidentified a temperature reading as belonging to the North Pole.

Bild 3 Screenshot: Homepage-Auszug der Stadt NORTH POLE in Alaska
Wo diese Stadt liegt, zeigt das folgende Bild

Bild 4 Geografische Lage der Stadt NORTH POLE in Alaska 
Und wenn man auf den typischen Temperaturverlauf für diese Stadt klickt (Bild 5) sieht man, dass dort +2 … 4 °C, also 35, 6 … 39,3 ° Fahrenheit selbst um diese Jahreszeit gar nicht ungewöhnlich sind. 
Noch etwas hat die dpa übersehen. Die Angaben sind in Grad Fahrenheit. Die bei der WELT gemeldeten 50 Grad sind deshalb umgerechnet nur ca. 27 °C Temperaturdifferenz. Und ca. 30 °C Temperaturdifferenz zwischen Min- und Max-Wert sind im klimagemäßigten Deutschland die normale Temperaturspanne für ein Datum, welche öfters von einem Jahr zum anderen erreicht wird.

Bild 5 (neu 10.1.16) Tagestemperaturverlauf  vom 26.12.15 der Temperatur Messboje NPEO 2015 Airborne eXpendable Ice Buoy (AXIB ) ID 132472, die dem Nordpol z.Zt. am nächsten ist (Original siehe hier  und hier  ). Mit Dank an Spürnase G. Kramm (Fairbanks Alaska)
 
Aber es wäre halt gar zu schön gewesen, wenn der Nordpol mitten im Polarwinter schmelzen würde. Dass das absolut unwahrscheinlich ist und man deshalb bei so einer Meldung hätte hellhörig sein sollen, kommt der dpa und auch unseren Qualitätsmedien nicht in den Sinn (man ist vom PIK ja viel Schauerlicheres gewohnt) – und dass man die Leser  danach vielleicht über den Fehler informieren könnte – schon gar nicht. 
Etwas fällt noch auf. Bei DER WELT werden in der Artikelüberschrift 50 °C gemeldet. In der Ergänzung nach dem Artikel stehen dann jedoch 30 Grad. Hat man dort zumindest den Fehler mit den Fahrenheit erkannt, in der Meldung „fürs Volk“ aber nicht korrigiert? 

Bild 6. Temperaturverlauf der Stadt North Pole in Alaska
Hinweis: Die Info zu dieser Meldung kam von „Der Klimarealist“ http://www.derklimarealist.de/

* Anmerkung der Redaktion

Unter Earth Weather Extreme (hier) und Ocean DMI hier findet man die realen Temperaturen für die fragliche Zeit um den Nordpol herum

Ort: (80°N-90°N), Uhrzeit jeweils 19:00 Uhr UTC.

28.12.2015 244 K (-29 °C)

29.12.2015 246 K (-27 °C)

30.12.2015 257 K (-16 °C)

31.12.2015 253 K (-20 °C)

Mit Dank an Spürnase R. Berberich

Weitere Hinweise auf die Temperaturentwicklung der arktischen Region finden Sie hier, z.B. auch den dass heftige sehr kurzzeitige Temperatursprünge von 12 bis 14 K in manchen Teilen der Arktis völlig normal sind und in den letzten 58 Jahren über 70 mal vorkamen.

Disclaimer

Hinweis: Im oben stehende sehen Sie das Rechercheergebnis des Autors zu dieser Meldung welche erhärtet, dass es sich um beim North Pole um eine Namensverwechslung handelt. Leider hat der Autor keinen definitiven Quellenbeleg gefunden (z.B. nur einen wie diesen hier), womit ein geringes Restrisiko bleibt. Aber die These der Namensverwechslung ist so wahrscheinlich, dass sie hiermit veröffentlicht wird.

Quellen
[1]
DIE WELT 30.12.15:  Am Nordpol wird es bis zu 50 Grad wärmer als üblich
http://www.welt.de/vermischtes/article150454609/Am-Nordpol-wird-es-bis-zu-50-Grad-waermer-als-ueblich.html
[2]
Bild 30.12.2015: Nordpol bald wärmer als Kalifornien?
http://www.bild.de/news/ausland/globale-erwaermung/nordpol-bald-waermer-als-kalifornien-43964744.bild.html 
[3]
Deutschlandfunk 30.12.2015: Extreme Temperaturvorhersagen für den Nordpol
http://www.deutschlandfunk.de/wetter-extreme-temperaturvorhersagen-fuer-den-nordpol.1818.de.html?dram:article_id=341134 
[4]
FOX NEWS, January 01, 2016: Temperatures spike almost 50 degrees in North Pole
http://www.foxnews.com/science/2016/01/01/temperatures-spike-almost-50-degrees-in-north-pole.html
 




Medienmeldung am 3.1.16: Kraftwerke stoßen zu viel Quecksilber aus – doch kein Wort zu den zig Millionen „Energiesparlampen“ deren Quecksilber jedes Jahr in die Umwelt gelangt.

Die Grünen landeten mal wieder einen Coup. Darauf vertrauend, dass ihre willigen Vollstrecker in allen Medien auch für älteste Nachrichten-Hüte verfügbar sind, jedenfalls solange sie von den Grünen kommen und auf die Tatsache bauend, dass bei diesen gewohnt selektive Berichterstattung gute Berichterstattung ist, ließen sie über die olle Kamelle, dass bei der Verbrennung von Kohle auch geringe Mengen Quecksilber freigesetzt werden, eine neue „Studie“ von einem ihrer „Öko-Institute“ (namens Ökopol hier) anfertigen. Die versetzte prompt sämtliche Medien in Aufregung.  

Videoausschnitt einer Sendung des heute Journals vom 14.12.15 in der Chefmoderator Claus Kleber sein Erstaunen darüber äußert, dass man ihm und seinen Kollegen unterstellt, dass sie „von oben“ gesteuert würden. Dabei hätte ihn bis zum nämlichen Tage nie jemand „von oben“ angerufen, um ihm zu sagen, was er zu berichten hätte. Kommentar: Allein dieser Monolog zeigt mit erschreckender Deutlichkeit die Abgehobenheit vieler Mitglieder der journalistischen Klasse, die nicht mehr die bereits erfolgte Konditionierung ihrer selbst erkennen können. Die sie dazu bringt nur noch solche Meldungen zu verbreiten und für den richtigen Sprachgebrauch zu sorgen, die ihnen für als richtig erkannte Methoden und Mittel der Volkserziehung geboten scheinen. Auch die rbb Intendantin Dagmar Reim ist völlig mit sich und den Ihren im Reinen, wie sie hier verlauten lässt. Alexander Wendt hat hier auf ACHGUT einige besonders markante Beispiele des gewollt erzieherischen jedoch nur voreingenommenen Journalismus vorgestellt.

„Deutsche Kohlemeiler stoßen tonnenweise Quecksilber aus“ trompetet zuverlässig Hiwi Stefan Schulz vom SPON.

Die Tagesschau stößt ins selbe Horn und berichtet  Grüne fordern niedrigere Quecksilber-Grenzwerte“. Vor lauter Begeisterung über diese schlechte Nachricht hatte der zuständige Tagesschau Redakteur aus den in der „Studie“ für deutsche Kraftwerke genannten  7 t, , mal eben 10 t (Anm. immer p.a. gemeint) gemacht, von denen aber die Studie zu wissen vorgibt, dass dies die emittierte Gesamtmenge aller Quellen sei.

Auch das ZDF lässt sich nicht lange bitten und bringt diesen alten Hut unter der Schlagzeile „Quecksilber aus Kohlekraftwerken“ im heute Journal vom 3.1.16 (ab Minute 11:06) als wichtige Nachricht und lässt ausführlich den als erbitterten Kohlekraftwerksgegner bekannten,  grünen „Energieexperten“ das MdB Oliver Kriescher (studierter Biologe; ob mit oder ohne Abschluss ist nicht bekannt, vermutlich ohne, zudem Mitglied des Vorstandes von Eurosolar.) zu Wort kommen, der seine Litanei auch prompt herunterbetet.  Kriescher verbrachte übrigens sein ganzes Berufsleben in der Politik und lernte sein Metier bei der Mitautorin des EEG Frau Michaele Husted.

Das RTL Journal, ebenso wie sämtliche überregionalen Tageszeitungen melden diesen alten Hut ebenso an prominenter Stelle.

Weglassen ist auch Lüge

Doch keiner dieser Journalisten machte auch nur die leiseste Andeutung darüber, dass es die Grünen waren, die über die mit ihnen verbündete Hilfstruppen, wie Greenpeace, dafür sorgten, dass das Nerven-Gift Quecksilber erst so richtig breit und fein verteilt in sämtlichen Haushalten und Betrieben der Republik incl. der Kinderzimmer vorhanden ist. Forderten sie doch als Erste das Verbot der Glühlampe.

Hierbei – wie auch auf anderen Feldern- taten sich die grünen Helden H.J. Fell und J- Trittin besonders hervor. So findet man im Spiegel vom 20.2.2007 die folgenden Aussagen.

Umweltschutz: Grüne sagen Glühlampen den Kampf an

..Fell sprach sich aber auch für ein Ende von herkömmlichen Glühlampen in Deutschland aus. Denkbar sei ein Auslaufen des Verkaufs bis 2012, sagte Fell. Zunächst sollte die Bundesregierung mit den Herstellern nach einem gemeinsamen Weg suchen, um die ineffizienten Lampen vom Ladentisch verschwinden zu lassen. „Wenn das nicht klappt, wäre auch ein gesetzliches Verbot denkbar“, sagte Fell.

Auch Jürgen Trittin, Grünen-Bundestagsabgeordneter und früherer Umweltminister, begrüßte Australiens Glühbirnen-Verbot: „Solche technischen Standards für Energieeffizienz bräuchten wir weltweit noch viel mehr. Wir würden sie uns für sämtliche Elektrogeräte wünschen, etwa für ineffiziente DVD-Player, für die vielen australischen Klimaanlagen oder auch für beheizte Klodeckel, wie es sie in Japan gibt“, sagte Trittin zu SPIEGEL ONLINE.

Und der aktivistische Arm der Grünen, der Medienkonzern Greenpeace, sorgte im selben Jahr dann gleich für die entsprechenden Bilder und Videos und ließ vor dem Brandenburger Tor in Berlin mit einer Straßenwalze 10.000 Glühlampen zerstören. Alle Medien waren natürlich dabei und berichteten was das Zeug hielt.

Das Glühlampenverbot verursachte die weite Verbreitung von Quecksilber in alle Haushalte und Betriebe

Kurze Zeit später legte der damalige Umweltminister Siegmar Gabriel (SPD) nach und forderte ultimativ von der EU ein Glühlampenverbot, was diese kurze Zeit später über das willige EU-Parlament auch beschließen ließ. 

Schon zu dieser Zeit war völlig klar, dass die als Ersatz verfügbaren und empfohlenen Energiesparlampen (im Grunde miniaturisierte Leuchtstoffröhren) jeweils bis zu 5 mg hochgiftiges Quecksilber enthalten würden.  In der oben angezogenen Studie nehmen die Autoren auch ausdrücklich -allerdings verharmlosend – auf die Energiesparlampen Bezug, denn so liest man in der Zusammenfassung

Zitat:

Das (die 7 t jährlich aus deutschen Kraftwerken) entspricht der jährlichen Freisetzung von sämtlichem Quecksilber aus 3,5 Millionen Energiesparlampen.

Legt man diese Werte auf den jährlichen Eintrag an Quecksilber durch kaputte Energiesparlampen um, dann zeigt eine einfache Hochrechnung, dass von den inzwischen rd. 850 Mio bis 2,3 Mrd (wenn man von 80 % Ersatz aller Glühbirnen in Haushalten und Betriebsgebäuden ausgeht) Energiesparlampen, die in deutschen Haushalten und Betrieben incl. Verwaltungen inzwischen in Gebrauch sind, zwischen 42 bis 112 Mio Stück[1], also ca. 5 %, jährlich ersetzt werden.  Rd. 80 % davon landen – so meinen Experten- im Hausmüll, der Rest wird ggf. fachgerecht entsorgt. Das bedeutet, dass rd. 34 bis 90 Mio Energiesparlampen jährlich ihr Quecksilber – weit und fein verteilt- an die Umwelt abgeben. Das ist .gem. der Studie- rd. 10 bis 26 x mehr als sämtliche Kraftwerke[2] zusammen. Die Überschrift der Meldungen, die sich auf die Studie bezogen, hätte dann lauten müssen:

„Deutsche Kraftwerke emitieren nur Bruchteile der Quecksilbermengen in die Umwelt, die von Energiesparlampen eingebracht werden. „

Eine solche Meldung wäre jedoch mit Sicherheit nicht gebracht worden. Siehe oben. Allerdings wäre auch sie nicht korrekt, siehe Fußnote 2. Im Grunde wäre es eine Nichtmeldung gewesen.


[1] Dabei wird von einer Austauschrate von 5 % ausgegangen, was einer rechnerischen Gebrauchsdauer von 20 Jahren entspricht. Das ist sicherloch zu optimistisch.

[2] Die Behauptung der Studie, dass 3,5 Mio Energiesparlampen rd. 7 t Quecksilber enthalten bzw. auch freistzen könnten, zeigt nur wie schlampig die Studie erstellt wurde, und lässt damit auf ihre Gesamtqualität schließen. Sie ist nämlich um 3 Größenordnungen zu hoch.  Denn nach den in der Studie angegebenen Werten enthielte jede Energiesparlampe rd. 2 g Quecksilber. Real sind es jedoch nur 2 bis 5 mg. Was die Berechnungen oben zwar kräftig verringern würde, aber an der grundsätzlichen Problematik der Freisetzung bei gleichzeitig feinster – auch in Kinderzimmern- Verteilung großer Mengen Quecksilber durch Energiesparlampen, nichts ändern würde. Real enthalten die bisher eingesetzten Energiesparlampen alle zusammen zwischen 2 und 8 t Hg. Also in etwa genauso viel wie alle Kraftwerke zusammen emitieren.




Willkommen in einer neuen geologischen Ära – dem Idiozän

Bild rechts: Link siehe unten! Bildinschrift: Eine neue geologische Ära wurde in Paris eingeläutet! Diese neue Ära erstreckt sich vom 30. November bis zum 13. Dezember 2015. Alle, die geholfen haben, diese Ära hoher intellektueller Errungenschaften und dauerhafter Visionen von Wohlstand in elysischen Gefilden zu definieren, sind unten im Bild zu sehen.
Wir sollten diese Ära in Zukunft als das Idiozän in Erinnerung behalten!
[Ende Bildinschrift]
Am 5. Dezember 2015 haben etwa 178 Länder bei der Pariser Klima-Scharade ein Abkommen unterzeichnet, dem zufolge die CO2-Emissionen gekappt werden sollen mit dem Ziel, die zukünftige globale Erwärmung unter 2°C zu halten.
Dieser UN-Vertrag basiert auf freiwilliger Teilnahme und ist praktisch nicht durchsetzbar. Er enthält freiwillige Emissions-Reduktionen, freiwillige Aufstellungen von Berichten bzgl. des Fortschritts in dieser Hinsicht, keine internationale Übersicht über irgendwelche freiwilligen Fortschritte und freiwillige Einzahlungen in den von den UN verwalteten Schmiergeldfonds zur Abschwächung des Klimawandels.
Außenminister John Kerry hat gesagt:
Tatache ist, dass falls jeder amerikanische Bürger mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren würde; Car Sharing für die Wege zur Schule betrieben würde und Solarpaneele zur Energieversorgung der Wohnungen verwendet werden würde; falls wir jeder ein Dutzend Bäume pflanzen würden und irgendwie alle unsere heimischen Treibhausgas-Emissionen eliminieren würden, dann – raten Sie mal! Das würde immer noch nicht ausreichen, die aus der übrigen Welt kommende Kohlenstoff-Verschmutzung zu kompensieren.
Falls alle industrialisierten Nationen es schaffen würden, zu Null-Emissionen zu kommen – und man achte darauf, was ich sage – wenn alle industriellen Emissionen Null erreichen würden, wäre das immer noch nicht genug; jedenfalls nicht, wenn über 65% der globalen Kohlenstoff-Verschmutzung aus den Entwicklungsländern kommt.
[Puh! Das zu übersetzen kostete mich Überwindung! Anm. d. Übers.]
Ich frage mich, wenn eine Reduktion um 35% keine vorteilhaften Auswirkungen hat, warum sollen dann zusätzliche Reduktionen solche Auswirkungen haben?
Einige Beispiele des Spektakels:
UK kappt Subventionen für erneuerbare Energie (Daily Mail).
Indien plant eine Verdoppelung seiner Kohleerzeugung bis zum Jahr 2020 und wird sich auch während der Jahrzehnte danach auf diese Ressource verlassen (The Guardian).
Japan und Südkorea haben sich zu CO2-Reduktionen verpflichtet, aber dennoch treiben beide massiv Pläne voran, neue Kohlekraftwerke zu bauen (Japan Times)
China hat die Errichtung von 155 neuen Kohlekraftwerken erlaubt (Daily Caller)
Die sehr grüne Regierung von Kalifornien verstärkt ihre Angriffe auf erneuerbare Energie (Quelle).
Ein Professor aus Belgien nennt das Pariser Abkommen eine „Große Illusion“, ein „nachhallendes Scheitern“ und eine Frucht von „Wunschdenken“ seitens der reichen Länder. Er nennt das 2°C-Ziel „unrealistisch“ – ganz zu schweigen vom 1,5°C-Ziel, welches er in dem Interview als „lachhaft“ bezeichnete (NoTricksZone blog).
Dr. Craig Idso schreibt im Washington Examiner:
Eine der bizarrsten Behauptungen aus der Konferenz ist die Erklärung, dass verhindert werden muss, die globalen Temperaturen um 0,75°C über die heutigen Werte steigen zu lassen (sie müssen unterhalb einer Zunahme um 1,5°C gehalten werden seit vorindustriellen Zeiten) oder es wird zum Klima-Armageddon kommen. Dieses Narrativ umfasst schmelzende Gletscher und Eisschilde, steigenden Meeresspiegel, häufigere und stärkere Hurrikane, Dürren, Überschwemmungen und andere Arten von Extremwetter, Ernteverluste, Aussterben von Pflanzen und Tieren sowie weit verbreitete menschliche Leiden, Krankheiten und Todesfälle.
Eine solche Behauptung ist absurd. Sie existiert nur in den geistesgestörten Outputs von Computermodell-Projektionen, die aus den extremsten und wildesten Zukunftsszenarien abgeleitet sind. Daten und Beobachtungen geben keinen Hinweis irgendeiner Art, dass es zu einer solchen Katastrophe kommen wird, falls sich die Welt um weitere 0,75°C oder mehr erwärmen würde. Während der Mittelalterlichen Warnzeit vor 1000 Jahren war es zumindest schon genauso warm, wenn nicht noch wärmer als heute, und noch einmal 1000 Jahre davor während der Römischen Warmzeit. Außerdem war es vor rund 5000 Jahren zum Höhepunkt des gegenwärtigen Interglazials etwa 2°C wärmer als heute. Und keines dieser Ereignisse hat auch nur ansatzweise so etwas wie Klima-Armageddon ausgelöst.
Der Gottvater der globalen Erwärmung James Hansen hat die Konferenz und deren Ergebnisse sogar einen Betrug genannt. Der Ökonomie-Experte Björn Lomborg schrieb auf Twitter, dass das Abkommen „außerordentlich teuer“ sein und „wenig dazu beitragen wird – falls überhaupt etwas – die globale Erwärmung zu beeinflussen“ (NoTricksZone blog).
Obama preist das Abkommen an als „die beste Chance, die wir haben, um den einen Planeten zu retten, den wir haben“.
Der PhysikerLubos Motl schreibt: „überwältigender wissenschaftlicher Analphabetismus“.
Das „finale“ COP21-Paris-Abkommen ist 31 Seiten stark, und dieser wahnhafte Text wird in die Geschichte eingehen als ein Zertifikat von Verrücktheit und Hysterie.
Vor 14 Monaten haben Victor und Kennel in Nature einen Artikel veröffentlicht, in dem sie einige der Gründe erklären, warum man sich von „Temperaturzielen“ wie etwa das 2°C-Ziel verabschieden sollte, weil diese Art der Zielsetzung schlecht definiert, bedeutungslos, inkonsequent und unerreichbar – und einfach rundweg idiotisch ist. Die Hauptklage von Victor und Kennel war, dass die globale mittlere Temperatur in keinerlei brauchbarem Sinn mit der Gesundheit unseres Planeten korreliert war.
Aber die Klimahysterie hat jeden Kontakt zur Wissenschaft verloren. Die hunderte dummen Säugetiere aus allen Ecken der Welt, die sich in Paris versammelt hatten, lesen Nature nicht. Aber natürlich ist es noch viel schlimmer. Sie reden auch mit niemandem, der auch nur etwas Ahnung von Wissenschaft hat. Sie haben sich selbst gehirngewaschen in dem Glaube, dass die globale-Erwärmung-Temperatur eine hoch präzise, gut definierte Zahl sein muss – und, sogar noch schlimmer, eine Zahl, die man in jede Richtung drehen und wenden kann, in die sie die ihnen folgenden Säugetiere dirigieren möchten, und zu der man bedeutungslose, arrogante Deklarationen unterzeichnen kann.
Unnötig zu sagen, dass vergleichende Temperaturziele mit einer Genauigkeit von weniger als 1 Grad nicht als Grundlage für irgendein menschliches oder wirtschaftliches nationales Verhalten oder die Planung dienen kann. Diese Art der Planung ist sinnfrei aus mindestens 5 fundamentalen Gründen. Mehr und sehr ausführlich bei Lubos Motl.
Siehe auch hier [Dieser Beitrag ist in Arbeit und wird demnächst in deutscher Übersetzung auf dieser Website erscheinen].
Das ist das neue Idiozän.
Der Terminus „Idiozän“ wurde von der Carbon Sense Coalition kreiert. Siehe die Graphik oben rechts! Quelle
Link: http://www.climatechangedispatch.com/welcome-to-a-new-geologic-era-the-idiocene.html
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Strom aus Sonne und Wind ist nicht nach Bedarf verfügbar. Niemals und nirgends!

Behauptung der EE Befürworter

Immer wieder liest und hört man  von Befürwortern der „EE“ besser NIE (Nachhaltig Instabilen Energien) –auch in diesem Blog- dass irgendwo immer genügend Wind wehe, oder die Sonne scheine, um deren Kraft zur Erzeugung von Strom nutzen zu können, damit Flauten oder Dunkelheit zu überbrücken, und Strom dahin zu liefern, wo er zwar benötigt, aber wegen Flauten oder Dunkelheit – trotz ausreichender Anlagenkapazität- gerade nicht produziert werden könne. Man müsse nur überall genügend Kapazität aufbauen und auch die entsprechenden Leitungen dazu legen, dann würde einer baldigen 100 prozentigen Bedarfsdeckung durch NIE (Nachhaltig Instabilen Energien) Strom nichts mehr im Wege stehen. Diese Behauptung wird immer wieder auf Neue aufgestellt und von allen Medien, Politikern und ihren zuarbeitenden und oft auch von ihnen finanzierten NGO´s ständig wiederholt.
So heißt es z.B in der  „Agora Kurzstudie zur Entwicklung der Windenergie in Deutschland:

„Eine großräumige Verteilung der Anlagen führt folglich zu einer Glättung der Einspeisung.“

Stellt sich dann heraus, dass sie z.B. für Deutschland praktisch nicht stimmt, wird als Begründung angegeben, dass Deutschland eben zu klein ist, aber für Europa als größerer Raum würde es dann stimmen. Man müsse nur durch erweiterte europäische Verbundnetze und die entsprechende Gesetzgebung dafür sorgen, dass ein Ausgleich möglich sei. So jedenfalls sieht es, stellvertretend für viele, der bisher eher nicht durch kluge Energiepolitik aufgefallene FDP Europaabgeordnete Graf Lambsdorff.

Realität

In der Realität ist dieses, für viele Umwelt- und Klimabewegte aber auch links-grüne Feinde (und ihre Unterstützer von anderen Parteien) von „Konzernen“, verlockende Gedankengebäude, jedoch nichts weiter als ein Luftschloss, besser gesagt ein Wolkenkuckucksheim. Im Folgenden wird dies hier aufgezeigt.

Die örtliche NIE Verteilung  und Stromernte.

Behauptet wird, dass durch eine entsprechende Vervielfachung der Anlagenkapazität an jedem Ort in Deutschland nicht nur die geerntete Energie-Menge proportional steige, sondern auch,  dass deren Einspeisung „verstetigt“ wird, dass also Mindermengen der einen Installation durch Mehrmengen  der anderen Installation kompensiert werden.  Doch diese häufig wiederholte Annahme z.B. von gut besoldeteten IWES Wissenschaftlern ist fundamental falsch, sowohl theoretisch als auch praktisch. Detlef Ahlborn von Vernunftkraft führte schon vor einiger Zeit den Nachweis[1], dass auch für Windkraftanlagen der fundamentale Satz der Wahrscheinlichkeitslehre gilt, dass sich die Varianzen (des Leistungsangebotes) bei höherer Zahl der Teilnehmer addieren und nicht subtrahieren. D.h. je mehr NIE (hier Wind-) Anlagen installiert werden, umso größer wird auch die Streuung.
Doch es kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, der zusätzlich dafür sorgt, dass die obige Behauptung falsch ist.  Im Gegensatz zu rein zufälligen Zahlen, wie sie z.B beim Würfeln entstehen, ist die Einspeisung von Windkraftanlagen (wie auch Solaranlagen) bei der Bereitstellung ihrer Leistung (statistisch) nicht unabhängig sondern stark voneinander abhängig. Sie ist extrem eng korreliert, wie es im Fachjargon heißt. Bei unabhängigen Quellen würde die Varianz symmetrisch um einen Mittelwert herum verteilt liegen, doch bei den miteinander eng korrelierten Quellen ist das anders. Der Grund dafür ist, dass der Wind (wie auch die Sonne) häufig über ganz Europa stark oder auch schwach oder überhaupt nicht weht. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass starker Wind wesentlich seltener ist, als schwächerer Wind, oder gar Flaute. Abb 1 zeigt den typischen Verlauf dieses Verhaltens

Abbildung 1: Verteilung der Summeneinspeisung in Deutschland Quelle: http://www.vernunftkraft.de/windkraft-versus-wuerfeln/
Damit sind höhere Leistungen wesentlich unwahrscheinlicher als geringere Leistung oder gar Null-Leistungen. Und das auch noch über der ganzen Fläche und gleichzeitig. Von symmetrischer Verteilung der Tage über der Windstärke (dargestellt als Energieernte in MW) um einen Mittelwert kann also wirklich keine Rede sein. Man sieht in Abb. 1 deutlich eine starke Verschiebung des zeitlichen Maximums nach links auf dem Diagramm. Es liegt bei knapp 10 % der Leistung für nur 27 Tage (dem Maximum an Zeit) jeden Jahres, an 17 Tagen d.J. wird sogar keine Leistung abgegeben, während die maximale Leistung nur an 1 bis 2 Tagen, oft auch nur für ein paar Stunden, eingespeist wird.
Dieses Ergebnis zeigt auch die praktische Einspeisung aller deutscher installierten NIE Anlagen die mit ¼ stündlicher Auflösung an der Entso-e abgerufen werden können. Abb 2 zeigt den Sachverhalt für den Oktober 2015.

Abbildung 2: Verteilung der Summeneinspeisung von Wind- und Sonnenleistung gegenüber dem Bedarf in Deutschland über den Oktober 2015 Quelle: Entso-e Grafik R. Schuster
Man sieht, dass in diesem Zeitraum die Spitzen zu keiner Zeit auch nur in die Nähe des Bedarfes kommen, von Spitzenabdeckung ganz zu schweigen, obwohl die installierte Leistung der beiden NIE Quellen Wind und Sonne den max. Verbrauch bereits heute schon um fast 20 % übertrifft.
Damit dürfte auch der Wunschtraum vieler Aktivisten gestorben sein, genügend Strom nicht nur bei voller Wind- und Solarverfügbarkeit  zur Versorgung eines Industrielandes wie Deutschland sicher zur Verfügung stellen zu können, sondern zugleich den unweigerlich anfallenden Spitzenstrom für die Speicherung über den Umweg der Methanerzeugung und Wiederverstromung (Power to Gas to Power) zu verwenden. Das funktioniert auch dann nicht, wenn, wie es der Bedarfsplan vorsieht, die Installationen in Windkraftanlagen auf 170 GW [2]vervierfacht werden.
Die Gründe dafür wurden oben ausführlich dargestellt. Die folgende Simulation zeigt die Situation nochmals deutlich. 
Für die Simulation wurde die installierte Windkapazität in Inkrementen der bereits jetzt installierten Leistung um jeweils einen Schritt bis zum 10 fachen erhöht und die Daten vom Oktober entsprechend multipliziert. Die PVA Kapazität hingegen wurde – wie vom Gesetzgeber gewollt- bei 50 GW Nennleistung gedeckelt.

Abbildung 3: Verteilung der Summeneinspeisung von Wind- und Sonnenleistung gegenüber dem Bedarf in Deutschland bei Verdreifachung der Windkapazität gegenüber Oktober 2015 Quelle: Entso-e Grafik R. Schuster 
Man erkennt, das erst bei einer Verdreifachung der Windkapazität am 12. Oktober der Bedarf kurzzeitig übertroffen wurde. Für den Rest des Monats reichte das Angebot bei weitem nicht aus, diesen Bedarf auch nur annähernd zu decken.

Abbildung 4: Verteilung der Summeneinspeisung von Wind- und Sonnenleistung gegenüber dem Bedarf in Deutschland bei Vervierfachung der Windkapazität gegenüber Oktober 2015 Quelle: Entso-e Grafik R. Schuster 
Bei Vervierfachung der Windkapazität, wie vom Gesetzgeber gewünscht, erreichen die Spitzen nur an 4 Tagen den Bedarf, nämlich am 6. und 7. Oktober und am 11. und 12. Und auch das nur kurzzeitig. Für die Erzeugung von Methan  bliebe nichts übrig, und die restlichen 27 Tage müssten konventionelle Kraftwerke den Bedarf decken, wenn es nicht zu Stromabschaltungen in großem Stil kommen sollte.
Und so setzt sich das bis zum 10 fachen fort, mit dem Ergebnis, dass die Talwerte dann in ihren Minima nur leicht proportional ansteigen, (in der Realität wären sie tiefer, weil die windhöffigen Standorte alle längst besetzt sind), während die Erzeugungs-Spitzen die Bedarfsspitzen an nur 14 Tagen um bis zum  2,4 fachen überstiegen, obwohl die Nennleistung dann bereits um den Faktor 8 über dem mittleren Bedarf läge. Es drängen sich daher die Fragen auf:
Wohin dann mit diesem Strom? Und wer füllt die Lücken?

Abbildung 5; Video: Verteilung der Summeneinspeisung von Wind- und Sonnenleistung gegenüber dem Bedarf in Deutschland bis zur Verzehnfachung der Windkapazität gegenüber Oktober 2015 Quelle: Entso-e Grafik R. Schuster
Doch selbst unter diesen grotesk übersteigerten Installationswerten liefern die NIE Quellen in der Spitze nur max. 29 % ihrer installierten Nennleistung.
Selbstverständlich ist die Situation zu anderen Jahreszeiten anders. Es wird Monate geben, bei denen das Stromangebot den Bedarf massiv übersteigt, und trotzdem wird diese Menge nicht ausreichen um z.B. genügend Methan zu erzeugen, das in Schwachmonaten zur Stromerzeugung verbrannt werden kann. Dafür sorgt schon der lausige Restwirkungsgrad von 20-30 % (eher 20 % aufGrund vielfältiger innerer Hemmnisse) der Power-to Gas to Power Speicherung.
Und es wird auch Monate geben wird, in denen noch größerer Mangel herrscht und in denen nicht mal die Spitzen den Bedarf erreichen.
Die heutige schon sehr angespannte Netzstabilität würde deshalb weiter Schaden nehmen und flächendeckende Blackouts gehörten zur Tagesordnung. 

Abbildung 6 Zahl der dokumentierten Netzeingriffe pro Jahr in Deutschland incl. Fortschreibung der Kurve mittels eines Kurvenfits (Polynom 3 Ordnung) Quelle: ab 2012: http://www.netztransparenz.de/de/Redispatch.htm, zuvor Pressemeldungen und priv. Info) Grafik Michael Limburg
D. Ahlborn hat deshalb auch die Frage untersucht wie viele Windkraftanlagen in Deutschland errichtet sein müssten, um die vom Gesetzgeber vorgegebene Endzahl von rd. 170 GW zu erreichen und dann errechnet welcher Flächenbedarf dabei entstünde. In seiner sehr lesenswerten und lesbaren Analyse ermittelt er 55.240 Windräder der 3 MW Klasse, die man z.B. in Windparks zu je 10 Anlagen zusammenfassen könnte. Bei gleichmäßiger Verteilung über Deutschlands Fläche kommt er dann zu dem Schluss
Zitat:

..dass wir die gesamte Fläche Deutschlands von Flensburg bis nach Berchtesgaden, von Aachen bis nach Görlitz im Abstand von durchschnittlich 8 km mit Windparks zubauen müssen, um ein Viertel der Stromversorgung Deutschlands mit Windkraftanlagen sicherzustellen. Zitat Ende

Nicht viel besser sieht die Situation aus, wenn man sich die Einspeisung von Windstrom für einen großen Teil Europas ansieht. R. Schuster hat dies dankenswerter Weise getan und für das erste Quartal 2015 grafisch aufbereitet.  Abb. 7 zeigt die Einspeisung deutscher Windkraftanlagen für das erste Quartal 2015. Während Abb. 8 die summierte Einspeisung aus 12 europäischen Ländern  für denselben Zeitraum zeigt.

Abbildung 7: Verteilung der Summeneinspeisung von Windleistung in Deutschland im I. Quartal  Quelle: Entso-e Grafik R. Schuster 

Abbildung 8 und Video : Verteilung der Summeneinspeisung von Windleistung von 12 Ländern im I. Quartal  Quelle: Entso-e Grafik R. Schuster
In Abb. 7 und Video Abbildung 8 ist deutlich zu erkennen, dass sich manche Täler zwar an einigen Tagen auffüllen, aber in keinem Fall den  Ausgleich herbeiführen, also zu Verstetigung beitragen würden.

Fazit

Viel hilft eben auch in diesem Falle nicht viel, außer manchen Leuten zu nie gekanntem Vermögen zu verhelfen, und dabei dem Rest massiv zu schaden, auch als „politische“ Auslegung des Amtseides bekannt.
 


[1] http://www.vernunftkraft.de/windkraft-versus-wuerfeln/
[2] Siehe auch: D. Ahlborn: WIEVIELE WINDRÄDER BRAUCHT DAS LAND? http://www.vernunftkraft.de/dreisatz/