Treibhäuser des Klima-Alarmismus – Mit welchen Tricks deutsche Universitäten abweichende Meinungen niederhalten

? Herr Limburg, Sie hatten vor im März 2010, an der Universität Leipzig zu promovieren, und wurden daran mit rechtswidrigen Methoden gehindert. Könnten Sie zunächst kurz die Ausgangslage schildern?

Michael Limburg: Lassen Sie mich vorausschicken, dass ich mich zu dieser Promotion erst vergleichsweise spät entschloss. Ich bin berufserfahrener Ingenieur mit vertieften Kenntnissen in den Bereichen Messtechnik und Fehlerstatistik. Zur Erlangung der Promotion als Externer reichte ich im März 2010 bei der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig eine ingenieurwissenschaftliche Untersuchung zur Frage der Qualität historischer Temperatur- und Meeresspiegeldaten ein. Der Titel lautete „Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme“ [DISS]. Zuvor hatte ich sämtliche Vorbedingungen welche die Promotionsordnung für eine externen Doktoranden vorschreibt – inkl. einer Promotionsvorprüfung – erfüllt. Mein Doktorvater war der damalige Inhaber des Lehrstuhls für physische Geographie, Prof. Dr. Werner Kirstein.

? Als man sich in den zuständigen Gremien mit den Inhalt beschäftigt hatte, gingen dort anscheinend diverse Alarmglocken los?

Michael Limburg: Vermutlich. Dabei hatte die Arbeit mit der bekanntlich strittigen Klimafrage nur bedingt etwas zu tun und mit dem dazu postulierten Treibhauseffekt rein gar nichts. Ich wollte lediglich herausfinden, ob die meteorologischen Daten der Vergangenheit – über den Zeitraum der letzten ca. 150 Jahre – genau genug sind, um daraus die in der Klimadebatte verwendete statistische Größe „Globale Mitteltemperatur“ über die gesamte Zeitspanne hinweg mit ausreichender Genauigkeit von etwa ±1/10 °C glaubwürdig zu berechnen. Dabei kam ich zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die verwendeten historischen Wetter-Messdaten dies nicht erlauben. Ich fand heraus, dass die bei der Berechnung der globalen Mitteltemperatur unvermeidliche verbleibende Unsicherheit mindestens genau so groß ist wie die ganzen offiziell angegebenen Änderung über 150 Jahre, wahrscheinlich aber sogar ein Vielfaches beträgt. Dies ergibt sich zwangsläufig bei Anwendung aller gängigen und vielfach erprobten Regeln der Messtechnik und der statistischen Fehlerrechnung. Diese Unsicherheit nimmt zwar mit der im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmenden Stationsdichte ab, jedoch kommen dafür andere systematische Fehler hinzu. Erst mit der Verfügbarkeit von Satellitenmessungen – also seit ca. 35 Jahren – kann man von einer für diese Zwecke hinreichenden Genauigkeit sprechen. Die Messungen zuvor sind allenfalls für eine grobe Quantifizierung von Zyklen brauchbar, jedoch weder für die Ableitung einer absoluten noch einer relativen globalen Mitteltemperatur innerhalb der genannten engen Unsicherheit. Beim Meeresspiegel ist die Datenlage noch erheblich schlechter und das Ergebnis dementsprechend noch viel unsicherer. Natürlich hätte man meinen Erkenntnissen wissenschaftlich nicht unbedingt folgen müssen. Dann hätte es aber zur guten wissenschaftlichen Praxis gehört, die Ergebnisse mit guten nachprüfbaren Argumenten zu widerlegen. Das jedoch geschah nicht.

? Stattdessen hat man versucht, diese für die Vertreter des Klimaalarmismus unangenehme Wahrheit mit allen Mitteln zu unterdrücken?

Michael Limburg: Das trifft den Sachverhalt. Der Eingang des Manuskripts wurde ordnungsgemäß bestätigt, das Promotionsverfahren damit ordentlich eröffnet, dann jedoch wurde es seitens der federführenden Fakultät zu einer unfassbaren Scharade pervertiert, deren einziges Ziel es war, die Annahme der Promotion zu verhindern. Hierbei scheute man vor keinem Verfahrenstrick zurück und griff sogar zu Methoden, die nicht nur dem akademischen Ehrenkodex widersprachen, sondern teilweise eindeutig rechtswidrig waren. Begründet wurde die dann folgende Ablehnung mit Hilfe von Gutachtern, deren Sachkenntnis ganz offensichtlich so minimal war, dass man hier von einer Bestellung von Gefälligkeitsgutachten sprechen kann.

Doch das war bei weitem nicht alles. Die Fakultät ritt eine regelrechte Attacke auf die Freiheit der Wissenschaft. Grund hierfür dürfte sein, dass die Sicherung von Pfründen für die Universität absoluten Vorrang hatte, weshalb missliebige Ergebnisse unterdrückt werden sollten. Die Arbeit stellte ja indirekt wesentliche Aussagen zur angeblichen „menschengemachten Klimaerwärmung“ und damit einen der Hauptgründe für die Förderung der sogenannten „Erneuerbaren Energien“ infrage. Für beide Themenkomplexe gibt es jedoch höchst umfangreiche Fördergelder. Vermutlich befürchteten die Verantwortlichen diesbezügliche Nachteile, falls sie einer Arbeit Platz und dem Autor einen akademische Grad zugestanden, der dem bisherigem Dogma – und sei es auch nur indirekt – widersprach.

? Sie sprachen soeben von illegalen Methoden. Können Sie das näher ausführen?

Michael Limburg: Das ist leicht nachzuweisen. Die Einreichung der Dissertationsschrift erfolgte am 19. März 2010. Danach hörte ich erst mal lange Zeit nichts. Als ich nach diesem unüblich langen Stillschweigen der Fakultät im August insgesamt sechs renommierte Experten auf diesem Gebiet als Gutachter vorschlug, wurde keiner davon – nicht einmal mein Doktorvater – berücksichtigt. Es wurde darüber nicht einmal diskutiert, weder intern noch mit dem Betreuer oder dem Doktoranden. Dabei waren alle zu diesem Zeitpunkt sehr kompetente und aktive oder ehemalige Hochschullehrer. Einer davon hätte als Gutachter – neben dem Betreuer – bestellt werden sollen, so wie es zuvor immer Usus an dieser Fakultät war. Ich darf dazu anmerken, dass dieses krass von den üblichen Gepflogenheiten abweichende Vorgehen ein Novum darstellte, und zwar nicht nur mit Blick auf die Uni Leipzig.

? Den Grund hierfür haben Sie erst später verstanden?

Michael Limburg: Man wollte vermutlich damit die bereits vorher gelaufenen Machenschaften tarnen. Denn lange zuvor und ohne mir dies überhaupt mitzuteilen, war bereits am 4. Mai. 2010 eine (erste) Promotionskommission zusammengetreten. Diese trat sofort wieder geschlossen zurück und begründete dies mit vermeintlicher „weitgehender politischer Motivation der Thematik der Arbeit“. Wenig später machte die Rechtsabteilung der Universität den Akteuren klar, dass diese Rücktrittsaktion illegal war, weil sie nicht nur gegen die Promotionsordnung, sondern auch gegen das Grundrecht des Doktoranden auf Meinungsfreiheit und das allgemeine Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit verstieß. Die Schwere dieses Vorwurfs muss man sich einmal vor Augen halten: Es handelt sich um einen in der Universitätsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland einmaligen Vorgang. Dennoch wurde ich als Betroffener nicht über diese Vorgänge informiert. Der zuständige „Doktorandenbetreuer“, ein Hr. Dr. Schiele, hat mich diesbezüglich sogar offen belogen: Auf eine telefonische Anfrage hin wurde mir noch am 11. Mai 2010 wahrheitswidrig mitgeteilt, alles liefe normal. Es wurde sogar versprochen, dass ich über alles zeitnah unterrichtet würde. Dabei war die Promotionskommission bereits eine Woche vorher zurückgetreten.

? Und man hat sich nicht bemüht, die Angelegenheit danach wieder in rechtmäßige Bahnen zu lenken?

Michael Limburg: Nein, im Gegenteil. Um diese Rechtswidrigkeit (so das Justiziariat der Universität in einer Email vom 30. Juni 2010) zu „heilen“, übernahm dann der heutige Dekan der Fakultät, Prof. Dr. J. Haase, selbst die Leitung des Verfahrens und berief im Oktober 2010 eine zweite Promotionskommission ein. Er besetzte sie sofort mit einem zuvor zurückgetretenen Mitglied der ersten Kommission, während diverse Mitglieder derselben der Berufung aller neuen Mitglieder der zweiten Kommission zustimmten. Auch das war formal falsch, denn sie hätten weder mit abstimmen noch teilnehmen dürfen, weil sie nach allen Regeln objektiv befangen waren. Und das war erst der Auftakt zu einer Häufung weiterer Verfahrensfehler und illegaler Praktiken bei der Besetzung der neuen Promotionskommission.

Als nächstes sorgte Dekan Haase dafür dass mein Betreuer, Prof. Werner Kirstein, nicht als Gutachter bestellt wurde. Gründe dafür wurden nicht genannt, jedoch fand sich in den Unterlagen ein Schreiben des Prorektors Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs vom 16.11.2010 an den Promovierendenrat, in dem es heißt: „Probleme um den Arbeitskreis Kirstein und die widersprüchliche Antizipation in der Wissenschaftsgemeinschaft haben in der letzten Zeit eine starke Eskalation erfahren“. Das lässt den Schluss zu, dass hier ein missliebig gewordener Professorenkollege nicht zum Zuge kommen sollte. Stattdessen berief Haase einen anderen Gutachter aus der Fakultät sowie einen weiteren externen Gutachter, die beide eindeutig dem Lager des IPCC zuzurechnen waren. 

? Und an deren Kompetenz hatten Sie Zweifel?

Michael Limburg: Um es kurz und knapp zu sagen: Sie war miserabel. Einer der beiden war der Gutachter der Fakultät, der Meteorologe Prof. Dr. Manfred Wendisch. Dieser hatte sich sogar selbst als nicht ausreichend kompetent für das spezielle Gebiet bezeichnet, um das es bei der Dissertation ging. Dies geht aus einem Schreiben vom 6. Juli 2010 an den Dekan hervor, in dem er sich als nicht sachverständig genug bezeichnet, um in der zweiten Promotionskommission mitzuwirken [WEN1]. In dieser an Haase gerichteten Bitte um Freistellung ist zu lesen: „Leider sehe ich – als Meteorologe mit dem Fachgebiet Atmosphärische Strahlung – nicht, wie ich den Aufgaben eines Kommissionsmitgliedes in diesem Fall voll gerecht werden kann…“. Seiner Bitte wurde damals entsprochen und er wurde durch Prof. Zielhofer ersetzt.

Im Falle Wendisch wurde später deutlich, dass sein zuvor erfolgter Rückzieher bezüglich einer Mitwirkung an der zweiten Promotionskommission (wegen unzureichender Kompetenzen auf diesem Spezialgebiet) korrekt begründet war. Dies hinderte ihn aber nicht daran, später als fakultätseigener Gutachter aufzutreten.

? Wie haben Sie auf diese Berufung einer zweiten Promotionskommission reagiert?

Michael Limburg: Als ich von der Berufung von Prof. Wendisch erfuhr, befürchtete ich aus guten Gründen Befangenheit und protestierte. Wie sehr ich damit Recht hatte, stellte sich später heraus, denn diese Befangenheit manifestierte sich eindeutig in den handgeschriebenen Anmerkungen seines Exemplars der Dissertation, das mir vorliegt. Darin wimmelt es nur so von herabsetzenden Bemerkungen über mich und das dort Geschriebene, vielfach gewürzt mit Fäkalausdrücken wie „Scheiße“ oder „Bullshit“ Ich habe diese in meiner Kritik [KRIT] ausgewertet. Hanebüchen. 

Bezeichnenderweise finden sich diese „Beurteilungen“ sogar an Stellen, wo ich zur Untermauerung bestimmter Gedankengänge gängiges Lehrbuchwissen zitierte. Kann man einen deutlicheren Beweis für eigene Inkompetenz als  Gutachter für ein Promotionsverfahrens liefern als diesen Herrn, der etablierte Lehrmeinungen mit Begriffen wie „Bullshit“, „lächerlich“ oder „Blödsinn“ bezeichnet? Neben den fachlichen Schwächen seines Gutachtens machen ihn der damit dokumentierte eklatante Mangel an Höflichkeit und Respekt vor der Person und Arbeit eines Doktoranden offensichtlich unwürdig, als akademischer Lehrer zu wirken. Sein Gutachten [WEN2].entsprach damit allerdings seiner zuvor abgegebenen Selbsteinschätzung mangelnder Kompetenz. Folgt man meiner hier ebenfalls im Anhang aufgeführten Fachüberprüfung des Gutachtens [KRIT], so war dieses fachlich einfach unbrauchbar und wäre mit der Note „ungenügend“ zu bewerten.

? Das lässt befürchten, dass es um den zweiten Gutachter kaum besser bestellt war?

Michael Limburg: Genau so war es. Auch der externe Gutachter war erkennbar voreingenommen und hätte nicht eingesetzt werden dürfen. Nach diesem zweiten Gutachter hatte der Dekan lange und mit sehr viel Mühe gesucht. Er fand ihn schließlich in dem Meereskundler Prof. Dr. Martin Visbeck vom GEOMAR in Kiel. Mit diesem hatte ich schon im Sommer 2010 einen wissenschaftlichen – aber zivilisierten – Disput per Email über bestimmte Aspekte der Klimafrage per Email ausgetragen. Wobei anzumerken ist, dass wir zum Zeitpunkt dieses Disputs beide nicht wissen konnten, dass er später mal als Gutachter über meine Arbeit tätig werden sollte. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Satz aus seiner abschließenden Email vom 03.07.2010. Darin sagt er aus, er ziehe es vor, seine Kenntnisse aus „den autorisierten Informationen unserer Regierung zu beziehen“.

Mit dieser Äußerung belegt Visbeck, in selten zu findender Offenheit, dass es ihm weniger auf wissenschaftliche Erkenntnis denn auf die Ausrichtung akademischer Betätigung an regierungsamtlichen Vorgaben ankommt. Man muss gar nicht erst Galileo oder als Gegenstück Lyssenko bemühen, um zu erkennen, dass Visbeck nach objektiven Kriterien zumindest befangen war. Hinzu kam noch, dass ihn zuvor der Dekan in seinem Einladungsschreiben an den GEOMAR-Chef Prof. Herzig darauf hingewiesen hatte, dass die Arbeit aus „aktuellem Anlass kontrovers diskutiert werden“ würde. Er war also schon vorab in gewünschter Weise „geimpft“ worden.

? Offensichtlich hatte man somit alle Versatzstücke für ein absurdes Theater sorgfältig ausgewählt und in Stellung gebracht?

Michael Limburg: Ja, man war offensichtlich entschlossen, diese Angelegenheit durchzuziehen und einen „Abweichler“ kaltzustellen. Trotz der bereits bekannten Vorgeschichte wurde Prof. Visbeck im Oktober 2010 als Gutachter bestellt. Als ich das erfuhr, machte ich noch am 9.11.10 und damit rechtzeitig, den Dekan und seinen Stellvertreter Prof. Jacobi auf diesen Sachverhalt aufmerksam und protestierte gegen Visbecks Berufung. Mein Antrag auf Ablehnung wegen Befangenheit wurde aber rundweg abgelehnt. Visbeck lieferte dann sein Gutachten mit zwei Monaten Verspätung ab [VISB]. Darin war er zwar in der Wortwahl seiner Anmerkungen weniger unhöflich als sein Kollege Wendisch. Offensichtlich fehlten ihm aber vielfach die nötigen Kenntnisse, um den in der Dissertation gewählten Weg und die entsprechenden Ergebnisse zu verstehen. Dies war deutlich daran zu erkennen, dass er häufig in seinen Rand-Anmerkungen seines Exemplars der Dissertation die Formulierung „Quatsch“ benutzte. Das ist zwar sein gutes Recht, doch damit ist gleichzeitig auch seine Voreingenommenheit belegt, von der inhaltlichen Wertung der als „Quatsch“ bezeichneten Passagen mal ganz abgesehen.

? Somit hatte die Vorarbeit des Dekans, Gutachter zu berufen, die nicht ausreichend kompetent und zugleich voreingenommen waren, in seinem Sinne Früchte getragen?

Michael Limburg: Definitiv. Beiden Gutachten ist gemeinsam, dass sie es versäumten, zu den überaus umfangreich entwickelten und umfassend belegten Kerngedanken der Arbeit vorzustoßen. Vielmehr blieben sie – vermutlich wegen ihrer manchmal wütenden Voreingenommenheit und fachlichen Begrenztheit – an der Oberfläche. Visbeck gab schon nach wenigen Seiten das intensive Lesen auf. Dies dokumentiert sich daran, dass seine Anmerkungen schon nach wenigen Seiten aufhören. Zudem ließ er sich von seiner Voreingenommenheit zu nicht haltbaren Wertungsaussagen hinreißen.

Wendisch hatte wesentlich mehr gelesen, aber immer wieder darauf beharrt, dass ich den Treibhauseffekt nicht verstanden hätte, was er dann zum Anlass nahm, diesen in seinem Gutachten wortreich zu erklären. Ihm war gar nicht aufgefallen, dass der Treibhauseffekt nirgends und in keiner Weise Gegenstand der Arbeit war. Denn nur an einer Stelle nahm die Arbeit hierauf indirekt Bezug, nämlich als die zwingend logische Schlussfolgerung gezogen wurde, dass die große Unsicherheit der Daten keinerlei Zuordnung von Ursachen zulassen würde, auch nicht die, dass das CO2 auf die Temperatur einwirken würde. Des weiteren ist er auch nicht zu der mathematisch exakten, aber sehr umfangreichen und anspruchsvollen Begründung mittels Fehlerrechnung in der Arbeit vorgedrungen. Stattdessen bemängelte er, ebenso wie Visbeck, ein angebliches Fehlen derselben. Beide hätten sie nur lesen müssen. Das taten sie aber nicht, oder sie wollten sie nicht zur Kenntnis nehmen! Deshalb wurde dieser Teil von keinem der beiden erwähnt, geschweige denn bewertet. Dies lässt sich anhand der im Quellenverzeichnis verfügbar gemachten Dokumente nachweisen.

? Beide Gutachter lieferten demnach die gewünschten „Gefälligkeits-Ablehnungen“ ab?

Michael Limburg: Exakt dies ist erfolgt. Beide Gutachter wurden unter sehr trickreicher Umgehung formalrechtlicher sowie üblicher akademischer Gepflogenheiten beauftragt, was schon per se einen Verstoß gegen wissenschaftliche Regeln darstellt. Sie erstellten dann wunschgemäß Gefälligkeitsgutachten, deren wissenschaftliche Begründungen äußerst dürftig und in Teilen sogar falsch waren und weder formal noch inhaltlich den üblichen Ansprüchen bezüglich wissenschaftlicher Richtigkeit und Objektivität genügten. Beide sind demnach zu Recht als wertlose Gefälligkeitsgutachten zu bezeichnen. Die im Anhang unten zugänglich gemachten Dokumente belegen unwiderlegbar ihre tiefe Voreingenommenheit. Zudem offenbaren sie die oft recht lückenhaften Kenntnisse der Herren bezüglich des in der Dissertation behandelten Wissensgebiets.

Diese Gutachten führten dann zur Ablehnung der Dissertation durch den Fakultätsrat am 28. Februar 2011, ohne dass noch eine wissenschaftliche Diskussion stattgefunden hätte. Dieser Ablehnung habe ich dann am 22. März 2011 anwaltlich widersprochen. Zur Begründung des Widerspruchs, der sich, ausführlich auf formale wie inhaltliche Mängel bezog, nahm der von mir beauftragte Anwalt Selbmann beide Gutachten in einem Gegengutachten vom 30. April 2011 Stück für Stück formal rechtlich auseinander [SELB] und ich tat dasselbe inhaltlich-fachlich [KRIT]. Nur ganz wenige Kritikpunkte in den Gutachten hatten danach Hand und Fuß, bezogen sich aber auf absolute Nebenaspekte ohne reale Bedeutung.

? Doch selbst davon ließ sich die Universität nicht von ihrem Kurs abbringen?

Michael Limburg: Nein, man hielt trotz eindeutiger Rechtsverstöße am einmal eingeschlagenen Weg fest. Eigentlich hätte dieses Gegengutachten nach den Regeln des Verwaltungsrechts bei Prüfungen in einem „Überdenkverfahren“ mit den Gutachtern und mir diskutiert werden müssen. Doch beide bekamen es wohl nie zu Gesicht, denn der mir vorliegende Schriftverkehr zeigt keinerlei entsprechende Hinweise.

Damit fügte die Universität der langen Reihe ihrer Versäumnisse einen weiteren schweren Formfehler hinzu. Und auch danach ging es im gleichen Stil weiter. Ich hatte noch vor dem abschließenden Negativurteil des Fakultätsrates diesen auf seiner Sitzung vom 28. Februar 2011 gebeten, von einer Beschlussfassung über die Dissertation abzusehen und zunächst vier weitere Gutachten abzuwarten, die ich selbst in Auftrag gegeben hatte. Dem wurde jedoch nicht stattgegeben. Man würde doch damit die bisherigen Gutachter brüskieren, hieß es dazu im Protokoll dieser nichtöffentlichen Sitzung. Stattdessen verwarf der Fakultätsrat auf Grund der vorliegenden Gutachten die gesamte Dissertation. Später bewerteten die vier echten Experten-Gutachten meine Arbeit mit den Noten „summa cum laude“ bis „rite“. Diese Gutachten wurden der Universität zur Unterstützung meines Widerspruchs vorgelegt, sie hatten jedoch keinen Einfluss. Rund 10 Monate später lehnte sie am 15. Dezember 2011 meinen Widerspruch mit äußerst schwachen und dürftigen Argumenten als unbegründet ab. Mir ist bis heute unbegreiflich, warum das Verwaltungsrecht vorsieht, dass die Fakultät als Urheberin der Ablehnung auch über den Widerspruch entscheiden durfte, aber so ist die Rechtslage nun mal.

? Und Sie waren nicht gewillt, dies einfach hinzunehmen?

Michael Limburg: Nein, mein Kampfgeist war jetzt geweckt. Deshalb reichte ich Anfang Januar 2012 beim Verwaltungsgericht Leipzig Klage ein. Allerdings kann nach geltender Rechtslage ein Doktorand nur auf Aufhebung der Ablehnung klagen, nicht aber auf Anerkennung der Arbeit. Und es vergingen mehr als anderthalb Jahre, bis ein erster Gerichtstermin angesetzt werden konnte. Dieser wurde für Ende September 2013 anberaumt.

Dem Verwaltungsgericht Leipzig, das über die Klage zu urteilen hatte, muss die ganze Tragweite dieses wohl einmaligen Vorgangs klar gewesen sein, denn es wollte nicht nur über die zahlreichen beanstandeten Formfehler urteilen, sondern auch über die inhaltlichen Differenzen informiert werden und hatte deshalb beide Gutachter als Zeugen geladen. Ich hatte mich schon auf eine Befragung dieser Herren gefreut und mich entsprechend vorbereitet. Doch dazu kam es nicht mehr, weil zuvor auf Wunsch der beklagten Fakultät ein Vergleich geschlossen wurde. Dieser sah vor, dass die Universität die Ablehnung der Arbeit zurückzunehmen hatte. Mit der Zustimmung zu diesem Vergleich wurde auch implizit anerkannt, dass die Gutachten untauglich waren, andernfalls hätte man das Gerichtsurteil abgewartet.

? Sie haben also Recht bekommen, konnten jedoch ihr eigentliches Ziel nicht erreichen?

Michael Limburg: Im Endeffekt hatte ich einen klaren juristischen Erfolg vorzuweisen und stand dennoch mit leeren Händen da. Entsprechend dem im September 2013 getroffenen gerichtlichen Vergleich musste sich die Fakultät mir gegenüber für die Art und Weise der Durchführung des Promotionsverfahrens entschuldigen. Damit hat sie zugleich anerkannt, dass die handelnden Personen mir schweres Unrecht zugefügt haben. Doch was mein eigentliches Ziel, die Erlangung des Doktorgrades anging, so blieb mir dies verwehrt. Ich konnte lediglich erreichen, dass die Arbeit als nicht eingereicht galt. Damit wäre es üblicherweise möglich, sie an jeder anderen deutschen Hochschule wieder einzureichen. Doch wie sich herausstellte war das eine wohl eher theoretische Möglichkeit.

Das zeigte sich, als ich es im Frühjahr 2014 erneut an der Technischen Universität Clausthal versuchte, wo ich zwei fähige Betreuer gefunden hatte. Doch angesichts der offensichtlichen Meinungsgleichschaltung, die auf diesem Gebiet anscheinend an deutschen Hochschulen anzutreffen ist, verweigerte die TU Clausthal zunächst die Annahme der Arbeit. Als Begründung wurde angeführt, dass sie die gerichtliche Rücknahme der Ablehnung seitens der Uni Leipzig für sich nicht gelten lassen wolle. Als sie einsehen musste, dass das aus rechtlichen Gründen nicht haltbar sein würde, errichtete der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Esderts, weitere formale Hürden, die erst nach einer längeren juristischen Auseinandersetzungen hätten überwunden werden können. Dazu war ich im Hinblick auf den dann mit Sicherheit folgenden juristischen Kleinkrieg aber nicht mehr bereit. Ich habe deshalb den akademischen Weg aufgegeben und beschlossen, stattdessen meine Arbeit im Internet zur Diskussion zu stellen. Dazu gehört auch, dass sowohl meine Dissertation als auch die hier im Rahmen des Interviews erwähnten Dokumente im Anhang zu diesem Artikel als abrufbare PDF-Dateien zur Verfügung gestellt werden.

Das Interview führte Fred F. Mueller

Alle Literaturstellen siehe pdf Anlagen

Literaturverzeichnis

[DISS] Limburg, M. (19. März 2010). Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme. Leipzig, Sachsen, Deutschland.

[KRIT] Limburg, M. (30. April 2011). Kritik Gutachen Wendisch & Visbeck.

[SELB] Selbmann, F. (19. April 2011). Widerspruch und ausführliche Begründung. Leipzig, Sachsen, Deutschland.

[VISB] Visbeck, M. (28. Februar 2011). Gutachten Dissertation Limburg. Kiel, S-H, Deutschland.

[WEN1] Wendisch, M. (6. Juli 2010). an Haase Bitte um Freistellung.

[WEN2] Wendisch, M. (26. Januar 2011). Gutachten Dissertation Limburg. Leipzig, Sachsen, Deutschland.

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„Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme“

Die Entwicklung des Globalklimas ist seit vielen Jahren ein Thema, das Wissenschaft, Öffentlichkeit und vor allem die Politik stark beschäftigt. Es wurde durch die Vermutung zum Thema, dass der Mensch durch die ungebremste Einspeisung von sog. Treibhausgasen, namentlich CO2, zu einer deutlichen Erhöhung der Globaltemperatur beiträgt. Dies sei für die Natur, aber auch die menschliche Entwicklung, schädlich. Dabei wird in aller Regel, wenn vom Globalklima gesprochen wird, dieses auf die Entwicklung der mittleren Globaltemperatur T reduziert. Im Gefolge der mit viel Aufwand errechneten Temperaturerhöhung des letzten Jahrhunderts, von im Durchschnitt ca. 0,7 ± 0,1 °C , wird die Befürchtung geäußert, dass diese Erwärmung Einfluss auf das Ansteigen des globalen Meeresspiegels nähme. Entsprechend werden Untersuchungen angestellt und veröffentlicht, welche die Entwicklung des Anstiegs eines globalem mittleren Meeresspiegels zum Inhalt haben. Darin wird festgestellt, dass dieser (über das ganze Jahrhundert) vermutlich mit einer Rate von ca. 1,8 ± 0,4 mm/Jahr gestiegen sei. Diese Rate, so wird geschätzt, hätte sich besonders im letzten Jahrzehnt des drastisch beschleunigt, d.h. um den Faktor 4, erhöht. Die Arbeit zeigt nun auf, dass es auf Grund der Art der vorhandenen Daten, deren Menge, Messmethoden und Mittel, sowohl bei der Temperatur, als auch beim Meeresspiegel nicht möglich ist die angegebene Genauigkeit darzustellen. Daraus folgt, dass alle darauf aufbauenden Schlussfolgerungen und Zuordnungen, von als wichtig erachteten Ursachen, im Bereich der Unsicherheiten liegen und damit ebenfalls nur sehr grobe Schätzungen sein können. Sie sind deshalb eher Vermutungen zu nennen und daher mit größter Vorsicht zu betrachten.

Summary

The development of global climate has been a topic of great discussion in science, the public, and foremost in politics for a number of years. It has been suspected that man has contributed significantly to an increase in global temperature by emitting so-called greenhouse gases, namely CO2. This is claimed to be harmful for nature and for human development. Here, as a rule, when global climate is discussed, everything gets reduced to the development of the mean global temperature. As a consequence of the temperature increase of approx. 0.7°± 0.1°C over the last century, which was calculated with great effort1, fear is now being expressed that this warming is having an impact on global sea level increase. Accordingly, studies are being carried out and published concerning the impacts a global mean sea level increase could have. It has been determined to have risen (over an entire century) at a rate of approximately 1.8 ± 0.4 mm/year. This rate, it is estimated, has accelerated dramatically especially during the last decade – by a factor of 4. This work shows that based on the type of available data, their quantity, and methods used, as is the case with temperature, it is not possible to give the sea level with an accuracy that is claimed. Thus the result is that all conclusions and correlations based on this data, which are from causes considered to be important, lie within the range of uncertainties and thus can only be regarded as very rough estimates. For this reason they can be only considered as conjecture and thus must be taken with great caution.

Einen Überblick über die Entstehungsgeschichte dieser Arbeiten finden Sie hier

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Lichtblick: European Association of Geoscientists & Engineers (EAGE) veröffentlicht Kritik am Klimaalarmismus

Siehe unsere Zusammenfassung “Pioniere des Klimarealismus: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)“.

Zur gleichen Zeit glaubte auch ein Heidelberger Klimawissenschaftler an die Überzeugungskraft von harten Fakten und wagte es doch tatsächlich, die starke natürliche Variabilität der vorindustriellen Zeit und die erkannten Muster in die Diskussion einzubringen. Wiederum wurden die Kampfhunde losgelassen und eine mediale Vernichtungskampagne initiiert. Der Fall Mangini wurde schnell erledigt (siehe “Prof. Augusto Mangini – Ein Pionier des Klimarealismus“), der Querulant aus dem Weg geschafft.

Ähnlich erging es dem Bochumer Geochemiker Jan Veizer. Wikipedia fasst Veizers Beitrag wie folgt zusammen:

Zusammen mit anderen Wissenschaftlern verglich Veizer die rekonstruierten historischen Meereswassertemperaturen der letzten 545 Millionen Jahre mit der Variabilität der kosmischen Strahlung, die die Erde erreicht, sowie den historischen CO2-Konzentrationen in der Erdatmosphäre. Nach einem vorsichtig formulierten Artikel in Nature im Jahr 2000,[4] den er zusammen mit Yves Godderis und Louis M. François verfasste, können die Resultate in Übereinstimmung gebracht werden, wenn die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre nicht die Haupttreiber des Klimawandels in geologisch relevanten Zeiträumen sind, zumindest für ein Drittel der phanerozoischen Periode, es sei denn, die rekonstruierten CO2-Konzentrationen seien nicht zuverlässig. 2003 publizierte Veizer zusammen mit dem israelischen Astrophysiker Nir J. Shaviv einen Artikel in der Zeitschrift Geological Society of America.[5] Darin bekräftigt Veizer einen reduzierten (gekappten) Einfluss von CO2 auf den Klimawandel und schreibt der kosmischen Strahlung eine größere Bedeutung zu. Obwohl der Mechanismus noch nicht voll verstanden sei, zeigten die empirischen Daten eine geeignete Übereinstimmung. Der Artikel wurde, unter anderem von Vertretern des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung scharf kritisiert.[6] Veizer and Shaviv betonten die Anwendbarkeit ihrer Forschung auf das heutige Klima wie auch ihren Respekt für Forscher, die sich auf der Linie des IPCC befinden. Veizer und Shaviv erhalten als Wert für die Klimasensitivität einen Wert von 1,5 °C; das IPCC hält dagegen Werte zwischen 2 und 4,5° für wahrscheinlich, mit einem besten Schätzwert von 3°.

Dies ist übrigens genau die CO2-Klimasensitivität, die auch wir 2012 in unserem Buch “Die kalte Sonne” annahmen, wofür auch wir vom Klimaestablishment seinerzeit heftig abgestraft wurden. Zwei Jahre später wurde Sebastian Lüning von einem Vorstandsmitglied einer großen deutschen geowissenschaftlichen Organisation aufgefordert, seine Thesen in einem Artikel für die Mitgliederzeitschrift vorzustellen. Lüning erstellte das eingeladene Manuskript – und wartete. Und wartete und wartete. Die vormals so emailfreudige Kontaktperson aus der Verbandsleitung schaltete plötzlich auf stumm. Nachfragen zwecklos. Schließlich veröffentlichten wir den Artikel einfach hier im Blog (“Klimawandel in Deutschland: Eine geowissenschaftliche Betrachtung“). Zu gerne hätten wir gewusst, was hier hinter den Kulissen passiert ist. Wer hat sich hier quer gestellt? Gab es politischen Druck, vielleicht Drohungen hinsichtlich der weiteren Karriereentwicklung der Beteiligten? Man weiß es nicht.

Im November 2015 gab es jedoch Grund zur kurzzeitigen Freude. Die 19.000 Mitglieder starke europäische geowissenschaftliche Vereinigung EAGE (European Association of Geoscientists & Engineers) veröffentlichte in ihrer Mitgliederzeitschrift First Break einen Beitrag ihres Mitglieds Bob Heath: Hier der erste Absatz (der Rest des Beitrags leider nur für Mitglieder bzw. hinter einer 30 Euro schweren Paywall):

,Unsettled‘ Wissenschaft

Die wissenschaftliche Methode und Kohlenwasserstoff-Manie.

Die wissenschaftliche Methode ist vielleicht die größte Errungenschaft der Menschheit. Sie legte den Grundstein für die industrielle Revolution, die für so Manchen den Lebensstandard auf zuvor unvorstellbare Niveaus verbessert hat. Es führte zur Ausbeutung fossiler Treibstoffe, die weitaus mehr Energie für eine Einzelperson zur Verfügung stellten als jemals zuvor, was sich sehr förderlich auf den Wohlstand auswirkte. Es gibt direkte Relationen zwischen Pro-Kopf-CO2-Output und Indizes des Lebensstandards, als da wären Kindersterblichkeit/Lebenserwartung sowie verfügbare Mittel für den Umweltschutz. Fast jeder soziale Fortschritt basierte auf Strom, der mittels fossiler Treibstoffe erzeugt worden war, die aufzufinden unsere Aufgabe ist, und trotz der kostspieligen Bemühungen hin zu Erneuerbaren stammen etwa 87% der Weltenergie aus Kohlenwasserstoffen. Seit 150 Jahren geistern Behauptungen durch den Raum, dass fossile Treibstoffe ihren Höhepunkt überschritten hätten. William Jevons prophezeite in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts, dass UK sehr schnell die Kohle ausgehen würde, was ihn folgern ließ, dass die seinerzeit glücklichen Lebensumstände des Landes nur von kurzer Dauer sein würden. Aber zum großen Teil dank der Geowissenschaftler gibt es immer noch Vorräte im Überfluss. Trotz der Dämonisierung seitens der Umweltaktivisten wird die Zivilisation in absehbarer Zukunft zum allergrößten Teil von Kohlenwasserstoffen abhängig bleiben, was uns weiterhin von den Malthusianischen Grenzen fernhält. Man stelle sich eine Welt vor, in der Jevons recht gehabt hätte und uns die Kohlenwasserstoffe während der Regierungszeit von Queen Victoria ausgegangen wären. Würde sich der Lebensstandard dann auch immer weiter verbessert haben, und wie hätte in diesem Falle die Umwelt gelitten?

In dem erfrischenden achtseitigen Artikel legt Heath die bekannten klimaskeptischen Argumente vor. Interessant auf Seite 101 der Hinweis auf Mauscheleien im 2. IPCC-Bericht (SAR):

Im Zweiten Zustandsbericht wurden viele zentrale wissenschaftliche Abschnitte gelöscht, z. B. die Aussage, dass „bis heute keine Studie (die beobachtete Klimaänderung) teilweise oder ganz anthropogenen Gründen positiv zugeordnet hat“. Das IPCC hat diese Löschungen nicht bestritten, sondern gesagt, dass es unter Druck der Regierungen stand. Am Schluss hieß es: „die Beweise alles in allem zeigen einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima“. Prof. Frederick Seiz schrieb: Während meiner über 60 Jahre als Mitglied der amerikanischen wissenschaftlichen Gemeinschaft einschließlich meiner Tätigkeit als Präsident sowohl der National Academy of Sciences als auch der American Physical Society habe ich niemals eine schlimmere Kaperung des Begutachtungs-Prozesses erlebt als das, was zu diesem IPCC-Bericht führte“.

Heath empfiehlt die Lektüre der IPCC-Broschüre von 1997

“AN INTRODUCTION TO SIMPLE CLIMATE MODELS USED IN THE IPCC SECONDASSESSMENT REPORT”

[Übersetzung des Titels: Eine Einführung in im Zweiten Zustandsbericht verwendeten einfache Klimamodelle]

Er schreibt weiter:

Aber im AR3 wurde eingeräumt, dass „wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen chaotischen System zu tun haben. Daher sind langfristige Prophezeiungen der Zustände des Klimas nicht möglich“. Dabei wurde die aberwitzige Hypothese aufgestellt, dass die natürliche Variation vollständig geklärt ist.

Nachzulesen im Original des 3. IPCC-Berichts in Kapitel 14.2.2.2. Natürlich hatte sich die EAGE vor Publikation des Beitrags abgesichert und dem Artikel einen Disclaimer vorangestellt:

EAGE möchte klarstellen, dass in dieser Studie geäußerte Meinungen jene des Autors sind und nicht die Haltung der Association zum Klimawandel reflektieren“.

Es ist vermutlich nicht falsch anzunehmen, dass ein großer Teil der EAGE-Mitglieder sich trotzdem mit dem Artikel von Heath identifizieren konnte. Man kann weiter annehmen, dass es eine große Anzahl von Leserbriefen zum Thema gegeben haben muss, die jedoch bis auf zwei Zuschriften in First Break 1/2016 nicht abgedruckt wurden. Hierzu gehört auch ein Leserbrief des Hamburger Geophysikers Uli Weber, der folgendes an die EAGE schrieb:

Sehr geehrter Herausgeber,

vielen Dank an Bob Heath und das für die Veröffentlichung verantwortliche Team bei der EAGE für den brillanten Artikel über Klimawandel in First Break 11-2015. Als ein Erkundungs-Geophysiker in der E&P-Industrie habe ich in den achtziger Jahren an die wissenschaftliche Vorgehensweise im Bereich Klimawissenschaft geglaubt und den Medienhype für das übliche Verhalten beim Beschreiben extremer Ergebnisse gehalten. In den neunziger Jahren habe ich das Fehlen fundierten paläoklimatischen Wissens in der Medien-Repräsentation bedauert, als man der Öffentlichkeit die befürchtete Klimakatastrophe vortrug. Und nach dem Jahr 2000 musste ich erkennen, dass in den Klimawissenschaften erwiesene paläoklimatische Fakten geleugnet wurden und das „Ende der Diskussion“ für ihre „settled Wissenschaft“ zum Klimawandel proklamiert wurde. Dies brachte mich dazu, nach meinem Rückzug ein Buch zu schreiben über die Verbindung zwischen Geologie und der Abfolge des Klimas, was, ehrlich gesagt, niemand lesen wollte.

Während meiner gesamten Profi-Tätigkeit in der Industrie war das Märchen von der zukünftigen Klimakatastrophe eine permanente Quelle von Gelächter unter den Geowissenschaftlern. Aber dieses Gelächter wurde nicht der geängstigten Öffentlichkeit vermittelt. Im Gegenteil, im Zuge der wachsenden Panik in der Öffentlichkeit über die zukünftige Klimaentwicklung fühlten sich die Geowissenschaftler mit ihren wissenschaftlichen Argumenten zunehmend isoliert, sogar in ihrem privaten Umfeld. Heute wurden politische Maßnahmen bereits umgesetzt, Milliarden Dollar sind ausgegeben worden für abartige Computermodelle, und Organisationen haben sich manifestiert, um die angepeilte Dekarbonisierung der Welt durchzusetzen. Angesichts der zukünftigen Zerschlagung unserer Industrie durch Klimaalarmisten sind wir im Zweifel, ob wir unser wissenschaftliches Wissen über das Paläoklima angemessen einer verängstigten Bevölkerung erklärt haben.

Freundliche Grüße

Ulrich O. Weber

Link: http://www.kaltesonne.de/lichtblick-european-association-of-geoscientists-engineers-eage-veroffentlicht-kritik-am-klimaalarmismus/

Anmerkung: Dieser Beitrag ist zuerst auf dem Blog „Die Kalte Sonne“ hier erschienen. Übersetzung der englischen Passagen von Chris Frey EIKE




Umwälzende Änderungen unseres Lebensstils stehen bevor

Er wird herangezogen, um den Krieg gegen Kohle zu rechtfertigen, um Bohren und Fahren mit immer neuen Restriktionen zu belegen, für Zertifikate-Handel, Verfügungen zugunsten von Wind und Solar, für Subventionen bis zu 45.000 Dollar pro Elektroauto, für höhere Treibstoff- und Strompreise und für kriminelle Gesetze, die gegen jeden in Stellung gebracht werden, der den Katechismus des Klima-Kataklysmus‘ in Frage zu stellen wagt.

Aber all diese Maßnahmen sind immer noch unzureichend, erzählt man uns. Dem Klimapakt von Paris zufolge sind sogar noch schärfere Maßnahmen erforderlich – „ausgeprägte Änderungen des Lebensstils“. So jedenfalls steht es in einem neuen Report der Europäischen Kommission.

Obwohl sogar CO2-Emissionen insgesamt signifikant abgenommen haben und pro Einheit Wirtschaftsleistung, ist es nicht genug. Das behaupten Vorschriftengeber der Europäischen Union. Die Menschen müssen ihren Energieverbrauch deutlich senken, ihre „Treibhausgas-Emissionen“ und ihren Lebensstandard.

Das Dokument zielt auf Familien in der EU, aber die Geltendmachung wird auf die Amerikaner genauso oder noch stärker angewendet. Die verschriebene Medizin wird wahrscheinlich drakonisch sein.

Dennoch werden sie mit Sicherheit von der Obama-Administration begrüßt, ebenso wie von jedweder Regierung unter Hillary Clinton oder Bernie Sanders – die allesamt hinter den Klimachaos-Behauptungen stehen, einen mit starker Hand geführten bürokratischen Staat wollen und danach trachten, einen widerstrebenden Kongress zu kompromittieren und sich gefügig zu machen.

Fast zwei Milliarden Menschen haben immer noch kaum oder gar keinen Zugang zu Strom. Sogar Umweltaktivisten wollen das ändern und den Lebensstandard jener Menschen verbessern, ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen – aber nicht allzu stark, weil dies nicht nachhaltig und außerdem schädlich für das Klima wäre. Inzwischen wäre es „umweltliche Gerechtigkeit“, gerecht und billig, nachhaltig und besser für das Klima, wenn entwickelte Länder signifikant ihr Niveau reduzieren würden.

Das EU-Dokument hat die genaue Natur dieser einschneidenden Änderungen des Lebensstils nicht spezifiziert. Es heißt darin lediglich, dass man eine „breite gesellschaftliche Debatte“ fordere. Gesetzliche Verordnungen sind wesentlich wahrscheinlicher.

Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, ein Weg könnte es sein, den Verzehr roten Fleisches einzuschränken. Das würde Fälle von Krebs und Herzattacken reduzieren, argumentiert er – und würde helfen, den Klimawandel zu verhindern, da Vieh Kohlendioxid und Methan emittiere, ein weiteres, vermeintlich „gefährliches“ Treibhausgas, das zu etwa 0,0002% in der Erdatmosphäre enthalten ist (zwei Cent von 10.000 Dollar).

Als alternative Proteinquelle schlägt Annan vor, dem Vorbild von Marie Antoinette zu folgen: lasst sie Insekten essen. „Insekten haben eine sehr gute Konversionsrate von Futter zu Fleisch“, sagt er. „Sie sind Teil einer Diät von zwei Milliarden Menschen und sind in vielen Teilen der Welt ein normales Nahrungsmittel“.

Es ist schwierig sich vorzustellen, dass auf der nächsten UN-IPCC-Klimakonferenz geröstete Kakerlaken anstatt der üblichen 5-Sterne-Menüs gereicht werden – in Lagos, Dhaka oder irgendeiner anderen Stadt auf der Liste der schlimmsten Städte der Welt anstatt in Bali oder Paris. Dito für das Weiße Haus in der Cafeteria der EPA.

Die regierenden Eliten der Welt bevorzugen es, ihren Bürgern zu sagen, nicht ihrem Beispiel zu folgen. Man kann sehr einfach ein Eco-Hunger Games [Begriff aus Endzeit Sf – Film: Die Tribute von Panem, Brot und Spiele für die Unterdrückten] an die Wand malen, in dem die Bewohner des Kapitals sehr gut leben, während sie den gemeinen Bürgern draußen pikante Rezepte anbieten mit gekochtem Seetang mit wenig Salzgehalt oder via Solar geröstete Heuschrecken. Als Getränk werden kleine Tassen recyceltem „Brauchwasser“ gereicht als gesunde Alternative zu Super-Sodas.

Der Cowboy-Komiker Will Rogers pflegt zu sagen „mit dem Kongress ist es so: wann immer sie einen Witz machen, ist es ein Gesetz. Und immer, wenn sie ein Gesetz machen, ist es ein Witz“. Aber lachen kann man darüber nicht.

Jene, die danach trachten, unser Leben, unser Auskommen und unseren Lebensstandard zu regulieren, wollen, dass wir für praktisch alles mehr bezahlen, vor allem für die Energie, mit der wir unsere Wohnungen heizen, unser Essen kochen oder mit der wir Auto fahren, was sie uns am liebsten verbieten würden. Sie bevorzugen die Zupflasterung Amerikas mit subventionierten Windturbinen und Solarpaneelen und wollen zuverlässige und preiswerte Energie aus Öl, Gas und Kohle über Bord werfen.

Dank des hydraulischen Brechens ist die Öl- und Erdgaserzeugung in den USA stark gestiegen, zahlreiche Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Ölimporte gehen immer weiter zurück, und die Preise für Erdgas haben zusätzliche 1200 Dollar pro Jahr auf die Bankkonten amerikanischer Familien gespült.

Jetzt sponsert Mr. Sanders ein Gesetz, um Amerikas Energie „im Boden zu lassen“. Mrs. Clinton würde die gesamte Extraktion von Ressourcen auf öffentlichen Ländereien verbieten und „Fracking“ so lange regulieren, bis es in Vergessenheit gerät. Sie werden beide sicherstellen, dass uns die Kohlenwasserstoff-Energie „ausgeht“, indem man sie verschließt.

Klimaalarmisten sind erbost darüber, dass die mittlere globale Temperatur seit etwa 1850, dem Beginn der industriellen Revolution, nur um etwa 1°C gestiegen ist – und die fünf Jahrhunderte lange Kleine Eiszeit zu Ende gegangen ist. Sie behaupten, dass die Verbannung fossiler Treibstoffe, die Reduktion von Pflanzen düngendem Kohlendioxid und die Schädigung moderner Ökonomien und unseres Lebensstandards eine zusätzliche „katastrophale“ Erwärmung um 0,5°C verhindern würde.

Sie erklären aber niemals, inwiefern es den heute lebenden Pflanzen, Tieren und Menschen schlechter geht als während der vorindustriellen Kleinen Eiszeit – oder warum schnelleres Wachstum von Getreide oder Wäldern infolge gestiegenen CO2-Gehaltes so schlimm ist für einen etwas wärmeren Planeten. Sie konzentrieren sich einzig auf die vermeintlichen Risiken der Verbrennung fossiler Treibstoffe – und ignorieren dessen unglaubliche Segnungen.

Es geht um viel in diesen Wahlen des Jahres 2016. Es geht nicht nur um unsere Zukunft hinsichtlich Energie, Ökonomie und Beschäftigung, nicht nur um unsere Redefreiheit und die Einschüchterungsversuche von IRS [eine US-Steuerbehörde], EPA und UN – sondern vielleicht auch um unser Recht, uns ein saftiges Steak zuzubereiten anstatt eines Käfers oder einer Nacktschnecke.

Link: http://www.cfact.org/2016/03/21/profound-lifestyle-changes-heading-your-way/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Europäische Industrie für „saubere“ Technologie ist im starken Sinkflug

[Belegt wird dies mit einer eindrucksvollen Graphik von Bloomberg, die wegen urheberrechtlicher Gründe hier aber nicht gezeigt werden kann. Es wird auf das Original verwiesen; Link siehe unten. Anm. d. Übers.]

Der Absturz in Europa erfolgt zu einer Zeit, in der erneuerbare Energie auf der ganzen Welt keimt, wobei vor allem China stark investiert (hier).

Bloomberg New Energy Finance (BNEF) zufolge machten bis vor Kurzem die europäischen Investitionen in erneuerbare Energie 45% der globalen Investitionen aus. BNEF überwacht diesen Sektor. Aber nach einem Spitzenwert von 132 Milliarden Dollar im Jahre 2011 stürzten die Investitionen in Europa um über die Hälfte ab auf 18% der globalen Investitionen, oder 58 Milliarden Dollar im Jahre 2015.

Michael Liebreich, Vorsitzender des BNEF-Beratergremiums, sagte, dass die globale Finanzkrise und deren Folgen nur teilweise dafür verantwortlich gemacht werden kann. „Europas Versagen, angemessen auf die Krise zu reagieren, war ein Faktor. Außerdem hatten aber auch globale Investoren, die hinsichtlich des Überlebens des Euro besorgt waren, viele Gründe zu zögern, Geld in von Europa dominierte Projekte sauberer Energie zu stecken“, sagte er.

Aber er verwies auch auf Fehler der Politiker in den Mitgliedsstaaten. Diese hätten seinen Worten zufolge zu einem „Aufwärts-Abwärts-Zyklus“ geführt, zeigten sie doch zunächst starke Unterstützung für Erneuerbare, um dann wieder rasch zurückzurudern, fürchteten sie doch die Höhe erfolgreicher Subventionen.

Auch die Hersteller in Europa haben durch den Absturz gelitten. War die EU zu Beginn dieses Jahrhunderts und während einiger nachfolgenden Jahre noch weltführend bei der Herstellung von Solarpaneelen, befindet sich jetzt kein einziges Unternehmen der EU mehr unter den globalen Top 10. Im vorigen Jahr übernahm das chinesische Unternehmen Goldwind den Spitzenplatz als der weltgrößte Hersteller von Windturbinen (hier), was die europäischen Unternehmen in den Schatten verschob.

In der Folge gingen Arbeitsplätze verloren. Der International Renewable Energy Agency zufolge ging die Beschäftigung im Bereich Solar-Photovoltaik in Europa um über ein Drittel zurück auf 165.000 Arbeitsplätze im Jahre 2013, dem letzten Jahr, in denen diese Zahl noch aufgezeichnet worden war. Arbeitsplätze im Bereich Windenergie haben geringfügig zugenommen, und zwar um etwa 5% im Jahre 2013, mehr als die Hälfte davon in Deutschland.

Investiert wird nicht gleichmäßig im Sektor saubere Technologie. Trotz der ärmlichen Vorstellung insgesamt gab es im Bereich der Wind-Energieerzeugung in Europa im Jahre 2015 einen Extraschub (hier), wurden doch 26,4 Milliarden Euro investiert. Aber dies dürfte kaum von Dauer sein.

Oliver Joy, Sprecher der European Wind Energy Association, sagte dem Guardian: „Die Aussichten für 2016 sind nicht gerade rosig, und vermutlich werden wir einen Einbruch bei den Installationen in diesem Jahr sehen. Darüber hinaus ist die Zukunft für Onshore-Windenergie unklar, weil ein unkoordiniertes Patchwork politischer Maßnahmen in Europa den Fortschritt weiter verhindert, nicht zuletzt in UK und Spanien. Es bedarf eines größeren politischen Willens auf europäischer und nationaler Ebene, das heißt, es muss eine Vision für Erneuerbare entworfen werden bis ins nächste Jahrzehnt hinein“. [Na denn man tau! Anm. d. Übers.]

Die Aussichten der in Schwierigkeiten steckenden Industrie sauberer Energie in Europa sind insgesamt schlecht, meinen Analysten. Die beste Hoffnung auf Besserung bietet wahrscheinlich eine Rückkehr des politischen Engagements in diesen Bereich, aber danach sieht es kurzfristig nicht aus, selbst im Zuge des Eckpfeiler-Klimaabkommens von Paris (hier).

Eine grundlegende Ankündigung der Europäischen Kommission zur Zukunft der Energie in der EU im vorigen Monat wurde von grünen Gruppen kritisiert, weil sie sich auf Gas anstatt auf Erneuerbare oder Effizienz konzentrierte (hier). Führer der Kommission und einige Mitgliedsstaaten sind der Ansicht, dass Europa angesichts von Rezession, Arbeitslosigkeit und Einwanderung die Sicherheit der Gasversorgung betonen sollte – trotz der Notwendigkeit, den Treibstoff teuer von außerhalb des Blocks zu importieren, darunter aus Ländern wie Russland, mit dem die Beziehungen der EU derzeit problematisch sind. Dem Geschäftsleben erscheint dies sicherer.

Ein weiterer Schlag ist das heraufdämmernde Referendum über die EU-Mitgliedschaft in UK, was die Investoren verunsichert (hier). Gleichzeitig hat die Tory-Regierung die Unterstützung für Erneuerbare wie Onshore-Wind und Solarenergie scharf zurückgefahren (hier), begründet mit den hohen Kosten.

Liebreich ließ dieses Argument nicht gelten. „Die Tragödie ist, dass Europa seinen Talisman gerade in dem Moment verloren hat, an dem die Kosten bis zu einem Punkt gefallen sind, an dem grüne Energie ohne Subventionen in immer mehr Teilen der Welt vollständig wettbewerbsfähig ist“. [Woher hat er denn das?! Anm. d. Übers.]

Er verwies auf die Kosten der Windenergie-Erzeugung von 4 US-Cent pro Kilowattstunde in den USA. Dies sollte ihm zufolge mit der richtigen Unterstützung seitens der Regierung auch in UK möglich sein. [Ja was denn nun? Soll die Regierung unterstützen {mit Subventionen}, oder soll sie nicht? Anm. d. Übers.] Politiker und Gegner der Windenergie haben nicht verstanden, dass ein Grund für die höheren Kosten in UK in der politischen Unsicherheit zu finden ist“.

Der Rückgang in der EU wurde von einem Fortschritt sauberer Energie in China begleitet (hier). Einem neuen Report der Klimawandel-Denkfabrik E3G zufolge investierten die Chinesen im vorigen Jahr zweieinhalb mal so viel wie die EU in saubere Technologie. [Deswegen ist ja die Luftverschmutzung in China immer wieder in den Nachrichten hierzulande ein Thema! Anm. d. Übers.]

Die Ironie ist, dass Investitionen in der EU das Aufblühen der Industrie sauberer Energie in Asien erst ermöglicht hat, haben doch initiale subventionierte Fischzüge im Bereich saubere Technologie Früchte getragen in Gestalt professionellerer Herstellungsprozesse zu deutlich reduzierten Kosten. Wenn das so weitergeht, wird China die ökonomischen Vorteile der historischen Investitionen Europas abstauben.

Der Direktor von E3G Nick Mabey sagte: „Vor zwanzig Jahren haben die Europäer den Chinesen beigebracht, wie man Umweltgesetze erlässt. Vor zehn Jahren sah Europa China als einen Markt für seine grünen Exporte an. Heute befindet sich China auf bestem Wege, die globale Ökonomie sauberer Energie zu dominieren. Die EU muss entscheidend tätig werden, um im Rennen zu bleiben“.

[Nun ja! Anm. d. Übers.]

Link: http://www.thegwpf.com/european-renewables-industry-falls-into-rapid-decline/

Übersetzt von Chris Frey EIKE