CO2 in der Atmosphäre durch Verbrennung verdoppeln? Kann man total vergessen!

Hier der Link zu dem im Aufmacher angesprochenen Thread auf WUWT.

Eine verlinkte Grafik aus dem IPCC AR5 Bericht der Arbeitsgruppe 1, Kapitel 6

ORIGINAL UNTERTITEL: Abbildung 6.1 | Vereinfachtes Schema des globalen Kohlenstoffkreislauf. Die Zahlen stellen das Reservoir [d.h. die gespeicherte] Masse dar, auch "Kohlenstoffspeicher" genannt in Peta Gramm C (1 PgC = 10 ^ 15 * C) und die jährlichen Kohlenstoff Austauschflüsse (in PgC yr-1). Schwarze Zahlen und Pfeile zeigen Reservoir Masse und Austauschflüsse für die Zeit vor dem Industriezeitalter geschätzt, etwa 1750 (siehe Abschnitt 6.1.1.1 für Referenzen). Vorräte an fossilen Brennstoffen sind von GEA (2006) und stehen im Einklang mit den Zahlen der IPCC WGIII für zukünftige Szenarien. Die Sediment Lagerung ist eine Summe von 150 PgC des organischen Kohlenstoff in der Mischschicht (Emerson and Hedges, 1988) und 1600 PGC der Tiefsee CaCO3 Sedimente verfügbar um das CO2 der fossilen Brennstoffe zu neutralisieren (Archer et al., 1998).

Rote Pfeile und Zahlen zeigen jährliche "anthropogene" Flüsse über den Zeitraum 2000-2009 gemittelt. Diese Flüsse sind eine Störung des Kohlenstoffkreislaufs während des Industriezeitalters nach 1750. Diese Flüsse (rote Pfeile) sind: Fossile Brennstoffe und Zement CO2-Emissionen (Abschnitt 6.3.1), Nettoänderungen der Landnutzung (Abschnitt 6.3.2) und der durchschnittliche atmosphärische Anstieg von CO2 in der Atmosphäre, auch CO2-Wachstumsrate genannt (Abschnitt 6.3). Die Aufnahme von anthropogenen CO2 durch den Ozean und durch terrestrische Ökosysteme, oft als "Kohlenstoffsenken" benannt, sind die roten Pfeile als Teil des Nettoflusses von Land und Ozean. Rote Zahlen in den Reservoirs bezeichnen kumulative Veränderungen des anthropogenen Kohlenstoffs über dem Industriezeitraum 1750-2011 (Spalte 2 in Tabelle 6.1). Vereinbarungsgemäß bedeutet eine positive kumulative Änderung, dass ein Reservoir Kohlenstoff seit 1750 zugenommen hat…

Es gibt es viele interessante Dinge in dieser Grafik, aber was mich besonders interessiert, waren ihre Schätzungen der Gesamt Reserven an fossilen Brennstoffen. Einschließlich Gas, Öl und Kohle, schätzen sie insgesamt für fossile Brennstoffe eine Reserve von 650 bis 1580 Gigatonnen Kohlenstoff (GtC). Ich beschloss, diese Zahlen sowohl für das Bern Modell als auch für das einfache exponentielle Zerfall-Modell zu verwenden.

Das Bern-Modell und das einfache exponentielle Modell sind beide exponentielle Zerfall-Modelle. Der Unterschied besteht darin, dass das einfache exponentielle Zerfall Modell einen Wert für die Halbwertszeit der CO2-Emissionen verwendet. Auf der anderen Seite, das Berner Modell verwendet drei verschiedene Halbwertzeiten für drei verschiedene Fraktionen der CO2-Emissionen, plus 15% des emittierten CO2 sollen nur über Tausende von Jahren zerfallen.

Mein Interesse war herauszufinden, was würde nach den beiden CO2-Modellen geschehen, wenn wir alle fossilen Brennstoffe bis 2100 verbrennen. Für den kleineren Fall mit 640 GtC bis zum Jahr 2100, impliziert das eine Rate irgendwo um die aktuellen Emissionen, das sind ein bisschen mehr als 7,5 GtC pro Jahr für die nächsten 85 Jahre.

Die größere Schätzung mit 1580 GtC impliziert eine Rate, die sich jedes Jahr um 1,1% erhöht. Wenn das passiert, dann würden wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts 1580 Gigatonnen Kohlenstoff verbrannt haben.

Gibt man diese Annahmen in die beiden Modelle, wie würde sich dies im Hinblick auf die atmosphärische Konzentration von CO2 auswirken? Abbildung 2 zeigt die Ergebnisse:

 

Abbildung 2. CO2-Projektionen des Bern-Modell (rot und blau) und einem einzigen exponentiellen Abfall-Modell (lila und hellgrün ). Das single-exponentielle Zerfall-Modell verwendet eine Zeitkonstante tau von 33 Jahren

Nun gibt es einige Dinge von Interesse. Erstens können Sie sehen, dass wir leider noch nicht genügend Informationen haben, um zu unterscheiden, ob das Modell Bern oder das einzige exponentielle Zerfall Modell genauer ist.

Als nächstes scheinen die beiden oberen Werte unwahrscheinlich, da sie ein anhaltendes exponentielles Wachstum über 85 Jahre annehmen. Diese Art von Langzeit-exponentiellem Wachstum ist im wirklichen Leben selten.

Schließlich, ist das hier der Grund, warum ich diesen Beitrag geschrieben habe. In diesem Jahr ist der atmosphärische CO2-Gehalt um 400 ppm. Ihn zu verdoppeln, hätte [der Anteil] auf 800 ppm gehen müssen … und selbst wenn wir ein exponentielles Wachstum für die nächsten acht Jahrzehnte halten könnten und wir jeden Tropfen der 1580 Gigatonnen-High-End-Schätzung der fossilen Reserven verbrennen würden, würde der CO2-Gehalt immer noch nicht doppelt so hoch wie heute sein.

Und in der Tat, auch ein fünfzig Prozent Anstieg der CO2-Konzentration in 2100 scheint unwahrscheinlich. Das wären 600 ppm … möglich, aber zweifelhaft nach der Grafik oben.

Kurzversion? Laut IPCC, gibt es nicht genügend fossile Brennstoffe (Öl, Gas und Kohle) um auf dem Planeten die atmosphärische CO2-Konzentration von seinem aktuellen Wert aus zu verdoppeln.

Beste Grüße an alle Leser

Willis Eschenbach

Meine Übliche Ansage: Fehlwahrnehmungen sind der Fluch der Internets. Wenn Sie mit mir oder jemand nicht einverstanden sind, schreiben Sie bitte die genauen Worte, denen Sie nicht zustimmen. Meine eigenen Worte kann ich verteidigen. Ich kann jedoch nicht jemand anderes Interpretation einiger nicht identifizierter Worte verteidigen.

Meine andere Ansage: Wenn Sie glauben, dass Ich z.B. die falsche Methode auf den falschen Datensatz verwende, demonstrieren Sie mir und anderen bitte die ordnungsgemäße Verwendung der richtigen Methode auf den richtigen Datensatz. Einfach zu behaupten, ich liege falsch, bringt die Diskussion nicht voran.

Modelle: Das Bern Modell wird hier beschrieben und die im Modell verwendete Berechnungsmethode wird hier beschrieben

Erschienen auf WUWT am 27. März 2016, update vom 28.03. eingearbeitet

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://wattsupwiththat.com/2016/03/27/double-the-atmospheric-co2-fuggeddaboutit/

Hinweis: Bezüglich der Bezeichnung „Bern Modell“ bin ich mir nicht sicher, ob es sich um das Modell des Herrn bzw. den Eigennamen „Bern“ handelt oder um ein „Berner“ Modell. Die Fachleute unter unseren Lesern werden wissen was gemeint ist; der Übersetzer

Kommentar zum update:

Hinweis: W. Eschenbach hatte ursprünglich fälschlicherweise Werte von 900 GtC und 2000 GtC angenommen. Leser „LarryB  March 28, 2016 at 8:36 am  „ wies ihn auf die korrekten Werte hin, im Text setzt er nun 640 GtC und 1580 GtC ein. Das stützt seine Aussage, es gibt nicht genügend fossile Brennstoffe, noch mehr – warum sollen wir also fossile Brennstoffe wegen CO2 Anstieg vermeiden?

Original Kommentar s.u. 

LarryB March 28, 2016 at 8:36 am 

Two questions, (1) arithmetic: Willis says “…. they estimate a total fossil fuel reserve of nine hundred to two thousand gigatonnes of carbon…” If you add the fossil carbon reserve numbers in the IPCC figure, you get 1002-1940 GtC (=PgC). Where does Willis get his 900 GtC? (2) IPCC figure legend says black numbers are reserves in 1750 & red numbers are extractions from 1750-2011. If you subtract the extractions from the 1750 reserves, you get current reserves of 637-1575 GtC. Aren’t these the numbers to use as starting points for model calculations?

LarryB

Reply  Willis Eschenbach March 28, 2016 at 10:35 am 

Dang … good catches both. I’ll revise the head post. Actually, makes my argument stronger.

w.




Licht am Ende des Tunnels? AfD bekennt sich als erste politische Kraft zur Bekämpfung des Unsinns vom Klimaschutz

Die AfD ist seit ihren sensationellen Wahlerfolgen wieder in aller Munde. Fast immer, wenn sie in den Medien erwähnt werden muss – totschweigen hat leider nicht geholfen- wird ihr das als Schmähung gedachte Beiwort „rechtspopulistisch“ angeheftet. Außerdem wird sie – in den Augen fast aller Medien und deren Stichwortgeber aus der Politik immer und abwertend gemeint- als Einthemenpartei vorgestellt. Wobei das Einthema öfter mal wechselte, ohne, dass es den Kollegen von der veröffentlichten Meinung auffiel, oder es war ihnen egal. Nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ wie Konrad Adenauer   einmal gesagt haben soll.

So auch hier. War das Einthema zu Beginn der Euro, ist es bis vor kurzem die „Flüchtlings-(besser Migranten)-krise. Damit ließ sich trefflich Stimmung machen, so jedenfalls die Absicht . Und das stimmte auch. Zwar nicht im Sinne der Medien, aber im Sinne der AfD. Sie wächst und wächst in der Wählergunst.

Und nun plötzlich stimmt auch das Zerrbild von der  Einthemenpartei plötzlich und für jeden sichtbar nicht mehr. Denn die AfD, die schon von Anfang an ein Mehrthemen- Programm hatte, es wurde nur medial unter den Tisch gekehrt, will sich nun ein breiteres Parteiprogramm  geben, welches Ende April auf einem speziellen Parteitag diskutiert und beschlossen werden soll. Es soll Antworten auf brennendsten Fragen dieses Landes geben, zumindest wie sich die AfD deren Beantwortung vorstellt.

Was steht im Programmentwurf?

Und dazu gehört auch die Frage wie mit dem „Klimaschutz“ und der Energiewende umzugehen sei. Dieses Programm ist nun öffentlich abrufbar, und -weil die AfD so erfolgreich war- mussten die Medien es diesmal auch zu Kenntnis nehmen und darüber berichten.

Im Programmentwurf findet man die folgenden mutigen Sätze

KLIMASCHUTZPOLITIK: IRRWEG BEENDEN, UMWELT SCHÜTZEN

„Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer‐Modellen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff,  sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.  Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die Menschen gemachten CO2‐Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden. Solange die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt‐ und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. Die IPCC‐Computermodelle können diese Klimaänderungen nicht erklären. Im 20. Jahrhundert stieg die globale Mitteltemperatur um etwa 0,8 Grad. Seit über 18 Jahren gibt es jedoch im Widerspruch zu den IPCC‐Prognosen keinen Anstieg, obwohl in diesem Zeitraum die CO2‐Emission stärker denn je gestiegen ist. IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus“.

Und die Medien berichteten darüber auf breiter Front. Fast immer mit Unglauben, manchmal sogar Abscheu. Oft stellten sie dabei mit wohligem Schauer fest, dass die AfD auch auf dem Klima- und Energiegebiet eine Alternative zur Einheit der Altparteien sein will und daher -für die Medien und Politik jedenfalls-  Unerhörtes auf- bzw. nieder geschrieben hat.

Was berichten die Medien?

Ungläubig fragen sich viele Journalisten: Ja, dürfen die das?. Das Klima solle sich wandeln und evtl. sogar ohne zutun des Menschen?  Ist das erlaubt?, wo doch „Koryphäen“ wie der Chef des Potsdam Institutes für Klimafolgenforschung Prof. Dr. Schellnhuber sagen, der Mensch sei am Klimawandel schuld und das Ende wäre entsetzlich,  wenn nicht sofort Sühne und Umkehr gelobt würde. Wofür er seit über zwanzig Jahren fleißig wirbt und ebenso lange schiebt sich das Ende weiter und weiter hinaus.

Auch das ZDF –immer für einäugige Berichterstattung gut (mit dem Zweiten sieht man besser!)- glaubte sich im falschen Film. Und beschloss einen Vertreter des Bundesvorstands schwer investigativ und fast schon inquisitorisch zu diesen Ungeheuerlichkeiten zu befragen.

Videoausschnitt heute direkt vom 3.4.16  mit Thomas Walde als Interviewer und AfD Vorstand  Georg Pazderski.

Man wählte dazu die Paradesendung „Berlin direkt“ zur Primtime am Sonntag dem 3.4.16 direkt im Anschluss an die vielgesehene 19:00 Uhr heute Sendung und als Inquisitor Interviewer durfte Thomas Walde auftreten.

Zuschauer werden zunächst mal eingestimmt

Doch zuvor wurde der Zuschauer auf diese Ungeheuerlichkeiten eingestimmt. Ein Trailer berichtet aus dem Programm und zeigt dazu zunächst Kühltürme eines Kraftwerkes mit riesigen Wolken aus kondensiertem Wasserdampf (Wrasen). Sie sollten wohl, in üblicher Verdrehung der Tatsachen, riesige CO2 Wolken darstellen und die Stimme aus dem Off vermeldet dazu:… „CO2 sei gar kein Schadstoff, eine dadurch erzeugte Erwärmung gebe es nicht“

Und noch schlimmer: „Windräder zerstörten unsere Landschaften .. Atomkraftwerke sollten erst mal weiter betrieben werden.“

Schellnhuber sagt mal wieder das Weltende voraus

Dann durfte „Koryphäe“ (so nannte ihn voller Ehrfurcht Thomas Walde später im Clip) Prof. Schellnhuber –sozusagen als unumstößlich letzte Instanz – seine Sicht der Dinge darlegen und befand, das ..“die AfD nicht daran glaube das CO2 das wichtigste Treibhausgas sei und eine entscheidende Rolle im Klimageschehen spiele, aber .. da liegen die komplett falsch“. Und weiter: „..das ist zwar Spinnerei, aber nicht harmlos“.  Um gleich darauf zu warnen, dass, wenn sich die AfD und -noch schlimmer- Donald Trump durchsetzen  würden, dann gäbe es „..für das Weltklima keine Rettung mehr!“ Nun weiß sicher auch Prof. Schellnhuber, dass es ein Weltklima nicht gibt, als rein statistisches Produkt auch nicht geben kann, aber – so glaubt er vermutlich- warum sich vor Laien mit solchen Lappalien abgeben. Auf die Wirkung kommt es an.  Immer schön der Devise von Prof Stephen Schneider [1] folgend:

„Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen, vereinfachende, dramatische Statements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mögen.  Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten.  Jeder von uns Forschern muß entscheiden,  wie weit er eher ehrlich  oder eher effektiv sein will.“

Nach diesen schicksalhaften Warnungen interviewte dann Thomas Walde den AfD Vertreter Georg Pazderski. In schon inquisitorischer  Manier fragte er gerade heraus, sich dabei seht mutig vorkommend: Wie gefährlich ist Ihr Programm?

AfD Bundesvorstand Pazderski bleibt gelassen und stellt richtig

Eine Unterstellung die Pazderski gelassen zurückwies. Das gefiel aber Herrn Walde überhaupt nicht und so fragte er ungläubig nach: „Wollen Sie bestreiten, dass die Erderwärmung menschengemacht und mit  CO2 zu tun hat, so steht es in Ihrem Programm?

Nun, Pazderski wies korrekterweise darauf hin, dass das so nicht im Programm stünde und erklärte -wieder sehr ruhig- das was im Programm steht. Was im Programm steht,  hatte also Herr Walde trotz gegenteiliger Beteuerung nicht gelesen.

Wenn die Herren Schellnhuber (die Koryphäe) und Herr Walde (der Journalist) das Programm nämlich wirklich gelesen hätten, dann hätten sie erkennen müssen, dass zur Klimawirkung des CO2 – gar des anthropogen erzeugten CO2 – nichts aber auch gar nichts im Text zu lesen ist. Es werden lediglich objektiv Tatsachen festgestellt, die jeder, der sich ehrlich mit diesen Themen beschäftigt, bestätigen muss. Die Herren  zogen natürlich die Schlussfolgerungen, die ihnen ihre Voreingenommenheit  diktierte. Eine echte psychologische Projektionsleistung. Mit dem Text selber haben sie bedingt zu tun.

Obwohl ein Journalist schon vom Rundfunkgesetz her zur Objektivität verpflichtet ist, wissen wir, dass diese Verpflichtung gerade bei den Öffentlich Rechtlichen regelmäßig nicht eingehalten wird. Für einen Wissenschaftler, gar als Koryphäe, als der Prof. Dr. H.J. Schellnhuber in weiten Kreisen immer noch gilt, ist diese Voreingenommenheit jedoch völlig daneben. Allerdings sind wir derartiges  bei ihm schon lange gewöhnt. Advokatorische Aussagen, als Wissenschaft getarnt, wie die im Video oben, gibt es von Herrn Schellnhuber seit Jahren und zuhauf. Die dicksten Schnitzer hat das Team vom Heiligenrother Manifest in mühsamer Kleinarbeit zusammen getragen.

Krauses vom Klimawissenschaftler Prof. Dr. H.J. Schellnhuber

Videotrailer der 10 Folgen der besonderen Klimawissenschaftlichen Erkenntnise des PIK Direktors Prof. Dr. H.J.Schellnhuber

Man muss gar nicht erst einen anderen Hauptvertreter der IPCC Klimalinie dem Leitautor Kevin Ternberth[2] zitieren, der keinen Zweifel an der Untauglichkeit der Modelle lässt (mit Dank an Spürnase Urbahn)

None of the models used by IPCC are initialized to the observed state and none of the climate states in the models correspond even remotely to the current observed climate. In particular, the state of the oceans, sea ice, and soil moisture has no relationship to the observed state at any recent time in any of the IPCC models. There is neither an El Niño sequence nor any Pacific Decadal Oscillation that replicates the recent past; yet these are critical modes of variability that affect Pacific rim countries and beyond. The Atlantic Multidecadal Oscillation, that may depend on the thermohaline circulation and thus ocean currents in the Atlantic, is not set up to match today’s state, but it is a critical component of the Atlantic hurricanes and it undoubtedly affects forecasts for the next decade from Brazil to Europe. Moreover, the starting climate state in several of the models may depart significantly from the real climate owing to model errors. I postulate that regional climate change is impossible to deal with properly unless the models are initialized.

Zu Deutsch

Keines der Modelle die vom IPCC verwendet werden, sin für den beobachteten Zustand initialisiert und keiner der Klimazustände in den Modellen entspricht auch nur annähernd dem  aktuell beobachteten Klima. Insbesondere steht in keinem der IPCC-Modelle der Zustand der Ozeane, des Meereises und der Bodenfeuchtigkeit in keinem Verhältnis zum beobachteten Zustand der letzten Zeit. Es gibt weder eine El Niño-Sequenz noch eine Pazifische Dekadische-Oszillation, die die jüngste Vergangenheit repliziert; doch sind dies kritische Modi der Variabilität, die die Länder des pazifischen Raums und darüber hinaus beeinflussen. Der Atlantische Multidekadische-Oszillation, von der die thermohaline Zirkulation und damit die Meeresströmungen im Atlantik abhängen können, ist nicht so eingerichtet das sie dem heutigen Zustand entspricht, aber es ist ein wichtiger Bestandteil der atlantischen Hurrikane und es wirkt sich zweifellos auf Prognosen aus für das nächste Jahrzehnt für Brasilien nach Europa. Darüber hinaus, der Klimastartzustand in mehreren der Modelle weicht deutlich vom realen Klima ab, dies ist dem Modellfehlern geschuldet. Ich postuliere, dass es unmöglich ist den regionalen Klimawandel richtig zu behandeln, bis die Modelle korrekt initialisiert werden.

Mit diesem mutigen Programmentwurf hat die AfD sich einmal mehr als wahre Forschrittspartei gezeigt, die sich ganz zu Anfang ihrer kurzen Geschichte das Leitmotiv gab

„Mut zur Wahrheit“

Ein Licht am Ende des Tunnels. Es bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer des Parteitages vor soviel Mut nicht erschrecken und den Entwurf in ganzer Klarheit billigen. Das wäre dann ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der AfD. Die Wähler würden diesen Mut honorieren, sogar in Deutschland. Und wenn das so eintritt, werden andere Parteien folgen. Soviel ist sicher!


[1] Prof. Dr. H. Stephen Schneider – Lead Author in Working Group I of the IPCC sagte 1989, Zitate aus: Bachmann, H.: Die Lüge von der Klima-Katastrophe, 4.Aufl., Frieling-Vlg. Berlin, 2008, S.9

[2] Aus Predictions of climate nature.com http://blogs.nature.com/climatefeedback/2007/06/predictions_of_climate.html




Einhaltung des Pressekodex? – Nicht bei der Süddeutschen Zeitung im Pamphlet von Christoph Behrens gegen die AfD

Im ersten Abschnitt seines Pamphlets (Original hier) schreibt Behrens: "mittlerweile hat sich die Beziehung der AfD zu Wissenschaft und Wahrheit aber vollständig ins Gegenteil verkehrt". Nun trifft dies, wie wir sofort sehen werden, exakt auf die Ausführungen von Behrens selber zu. Sichtbar wird dies bereits in der schon zitierten Überschrift 

"Die AfD macht das Leugnen des Klimawandels zum festen Bestandteil ihrer Politik. Dahinter steckt eine gefährliche Strategie" 

Diese Behauptung ist allein schon deswegen kompletter Unsinn und zugleich eine dreiste Falschaussage, weil niemand den Klimawandel leugnet. Das Klima aller Erdzonen in allen Erdteilen hat sich stets geändert und wird dies auch zukünftig tun. Dies ist praktisch ein Naturgesetz. Konstantes Klima ist unmöglich. Das weiß jeder gebildete Zeitgenosse und natürlich auch die AfD, Herr Behrens und die SZ wissen es etwa nicht?

Dann schiebt Behrens im zweiten Abschnitt die Haupt-Falschaussage nach. Ihm war vermutlich klar, dass seine Behauptung "Leugnen des Klimawandels" im Extremfall klagebewehrte Abmahnungen nach sich ziehen könnte, daher fügt er korrigierend den Zusatz "durch den Menschen" ein und schreibt etwas später: " So erklärt die Partei in ihrem Bundesprogrammentwurf, der im Internet auftauchte, den durch Menschen verursachten Klimawandel für nicht vorhanden".

Nun steht im Originaltext des AfD-Leitantrags zum Grundsatzprogramm nichts dergleichen. Schauen wir ihn uns dazu an:

"Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer‐Modellen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff,  sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.  Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die Menschen gemachten CO2‐Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden. Solange die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt‐ und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. Die IPCC‐Computermodelle können diese Klimaänderungen nicht erklären. Im 20. Jahrhundert stieg die globale Mitteltemperatur um etwa 0,8 Grad. Seit über 18 Jahren gibt es jedoch im Widerspruch zu den IPCC‐Prognosen keinen Anstieg, obwohl in diesem Zeitraum die CO2‐Emission stärker denn je gestiegen ist. IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus".

Hier ist absolut nichts von der Behauptung Herrn Behrens‘ zu finden! Als fachzuständiger Physiker – inzwischen mit 6 begutachteten Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Klimafachzeitschriften bewehrt – erlaube ich mir die oben zitierten Feststellungen des AfD-Parteiprogrammentwurfs sachlich uneingeschränkt zu bestätigen. Sie enthalten nur das, was jedem Fachmann bekannt ist und entsprechen Eins zu Eins der Realität. Die Bemerkung sei gestattet, dass diese Sätze aktuell ein Alleinstellungsmerkmal an wissenschaftspolitischer Redlichkeit aufweisen, verglichen mit allen anderen mir bekannten Parteiprogrammen.

Völlig "durchgeknallt" ist dann Behrens bzw. die SZ, wenn auch noch die absurde Behauptung aufgestellt wird, die AfD wolle Wissenschaft instrumentalisieren und politisieren. Wer der deutschen Sprache mächtig ist, sieht unschwer, dass das genaue Gegenteil von der AfD in ihrem Programmentwurf angestrebt wird! Behrens dagegen: "Hinter all dem steckt eine gefährliche Strategie: Wissenschaft selbst soll instrumentalisiert und politisiert werden".

Der Wunsch ist also bei Behrens und der SZ der Vater des Gedanken. Seine Aussage ist Musterbeispiel für das berühmte "Haltet den Dieb". Denn von so gut wie allen deutschen Parteien, den deutschen Medien und einer kleinen Gruppe durch Medien und Politik hochgepäppelter Advokatenforscher der IPCC-Linie wird in der Tat die Klima-Wissenschaft instrumentalisiert und politisiert. Bislang nur die AfD und meines Wissens auch noch die Splitterpartei PDV (gibt es die noch?) wollen damit ein Ende machen und wieder der wissenschaftlichen Redlichkeit den höchsten Stellenwert in ihrer Politik einräumen.

Der oben zitierte Originaltext des AfD Programms kann wohl nur mit extremer Dummheit oder Böswilligkeit ins Gegenteil verdreht werden. Die FDP, die ja, wie auch die AfD, löblicherweise das unselige EEG abschaffen will, sollte sich vielleicht besinnen und in der Klimapolitik ebenfalls anfangen klarer zu denken bzw. zu positionieren – dies ein persönlicher Tip an Herrn Lindner. 

Belege für die allgemeine Politisierung der Klimawissenschaft gefällig? Die deutschen Medien bieten ausschließlich den Klima-Alarmisten eine Plattform. Je schlimmer die fiktiven Klimakatastrophen, je beliebter sind die dem inzwischen gähnenden Publikum angedienten Angsttrompeter. Keine durchs Dorf getriebene Sau ist den Medien zu schade. Erst war es der Schnee, den es in Deutschland nicht mehr geben sollte, dann der aussterbende Knuth (sooo.. putzig), dann das Absaufen der Malediven, dann die Meeresversauerung, dann die viel zu warmen Winter, dann ein abrutschender Rieseneisblock unter Wasser am Rande der Antarktis in vielleicht tausend Jahren, der die Welt überschwemmen lässt, dann der jüngste Wirbelsturm als Ankündigung der Klima-Apokalypse und so weiter und so weiter. Der Klimakatastrophen-Quatsch nimmt kein Ende. Er hat sich freilich schon mächtig abgenutzt, denn kaum jemand hört noch hin. "Ca pourrit" sagt man dazu in Frankreich.

In der Regel sind die beiden Advokaten-Forscher und Klima-Alarmisten Prof. Hans-Joachim Schellnhuber und Prof. Mojib Latif die von den Medien gesuchten Mütter aller Klimakatastrophen. Der eigentlich zugehörige Dritte im Bunde, Prof. Rahmstorf, ist wegen seiner zu rüden Methoden gegen einige widerspenstige Journalisten bei den Journalisten-Kollegen allerdings in Ungnade gefallen. Rüpel mögen die Medienleute nicht.

Die überaus zahlreichen Klimafachexperten, die dem IPCC widersprechen, existieren für die deutschen Medien nicht, und daher kennt sie hierzulande auch niemand – die EIKE-Leser ausgenommen. Hat man jemals in deutschen Zeitungen, im Radio oder TV etwas von den Manifesten und Petitionen Tausender weltbekannter Fachwissenschaftler gegen den Klima-Alarmismus des IPCC gehört?

Hat man gar schon einmal etwas über einschlägige Anti-IPCC-Manifeste oder -Deklarationen in Deutschland selber gehört, so etwas über die Heidelberger oder die Leipziger Deklaration? Hier kann man nachlesen (hier), (hier), leider nur in Englisch, dazu gleich mehr. Wer im Internet nach "Heidelberger Manifest" oder "Leipzig Deklaration" googelt, wird nichts finden – merkwürdig, oder nicht? Nur "Heidelberg Appeal" bzw. "Leipzig Declaration" führen zum Erfolg. Der Grund: Im deutschen Wikipedia herrscht Klima-Zensur, im US-Wikipedia (noch) nicht!

Gegenmeinungen zur IPCC-Alarmtrompeterei gibt es also nicht, dies ist die Devise der deutschen Medien und Politik. Pinocchio-Presse, Lügenpresse und weitere Bezeichnungen als Folge dieses Mangels sind zwar äußerst unschöne Anwürfe, aber zumindest beim Klima- und Energiethema leider absolut zutreffend. Dieser der ehemaligen DDR-Berichterstattung würdige Zustand in den deutschen Medien wird sich dank der AfD wohl nicht mehr ewig halten lassen. Hier schon einmal stellvertretend einige Internet-Links (hier), (hier), (hier), (hier) als Hilfestellung für Journalisten, die auch beim Klimathema endlich eine freie Berichterstattung wagen mögen. Aber Vorsicht, man verliert mit journalistischer Ehrlichkeit hierzulande schnell seinen Arbeitsplatz!

Die letzten Sätze im letzten Abschnitt des Artikels von Behrens verkehren die realen Verhältnisse dann derart ins Gegenteil, dass einem die sprichwörtliche Spucke wegbleibt. Behrens schreibt zwar in den Einzelpunkten korrekt, konstruiert daraus aber Zusammenhänge von nicht mehr zu toppender Absurdität. So schreibt er: "Der Klimawandel ist keine Erfindung linker Ideologen – vielmehr ist die Anerkennung empirischer Fakten die Basis für Fortschritt und technische Innovationen. Untergräbt man dieses Fundament, so gerät auch der Wohlstand in Gefahr, dessen Sicherung die AfD gerne fordert".

Natürlich ist der Klimawandel keine Erfindung linker Ideologen, sondern schlicht Teil der Natur. Und natürlich ist die Anerkennung empirischer Fakten die Basis für Fortschritt und technische Innovationen. Reine Erfindung linker Ideologen ist aber in der Tat, dass der industrialisierte Mensch für einen gefährlichen Klimawandel verantwortlich sei. Oder anders gesagt: der gefährliche anthropogene Klimawandel ist eindeutig politisch "links" und damit natürlich zutreffend und unantastbar.

Eine kleine zugehörige Abschweifung sei erlaubt, ohne sich auf irgend welche parteipolitischen Erörterungen einzulassen. Alles was auch nur geringfügig politisch rechts von links liegt, wird im heutigen Deutschland der rechtspopulistischen oder gar braunen Ecke zugeordnet. Das ist absurd. Niemandem fällt zudem auf, dass die Beseitigung aller politischen Meinungen bzw. Parteien, die rechts von "links" stehen, zwangsweise in einem diktatorischen linken Einheitsblock enden. Demokratie bildet notwendigerweise das gesamte Parteienspektrum ab, sonst hat der Wähler keine Wahl und Demokratie gibt es nicht mehr.

Zurück zum "Klimaschutz" und den wissenschaftlichen Fakten! Bis heute konnte noch nicht einmal ein ungewöhnlicher aktueller Klimawandel festgestellt werden – von "gefährlich"  ganz zu schweigen. Die klimahistorisch geringfügige globale Erwärmung der letzten 100 Jahre vermochte noch keine begutachtete wissenschaftliche Studie schlüssig auf den Menschen zurückzuführen. Das ist auch kein Wunder, denn sie liegt bequem im Bereich der natürlichen Klimafluktuationen. Basis dieser Erkenntnis sind ironischerweise die von Behrens beschworenen empirischen Fakten (Messungen). Nur fiktive Klimamodelle, die die Realität noch niemals beschreiben konnten, bringen das Kunststück der anthropogenen Erwärmung fertig. Die jüngste, geringe und ganz natürliche globale Erwärmung brachte der Menschheit im Übrigen ausschließlich Vorteile – dies zu ihrem praktischen Stellenwert.

Und nun zu "technische Innovation sowie Fortschritt durch Klimaschutz" des Herrn Behrens! Hier hilft nur Humor weiter, denn die deutschen Strompreise schießen in den Himmel, es findet über die Strompreise eine extrem unsoziale Vermögensumverteilung vom wirtschaftlich schlechter gestellten Teil der Bevölkerung hinauf zu den Energiewendeprofiteuren statt, letztere sind oft kaum noch normale Unternehmer sondern bedienen sich zunehmend mafiöser Durchstechereien, energieintensive Industrien wandern aus Deutschland ab,  25.000 Windradungetüme als mittelalterliche Methoden der Energieerzeugung, die aktuell trotz bereits extremer Verspargelung unserer Natur gerade einmal knapp 2% der deutschen Primärenergie erzeugen, zerstören Wälder, töten Hekatomben von Flugtieren und treiben Anrainer durch Infraschall und Schattenwurf zur Verzweiflung usw. usw. Innovation und Fortschritt?? "Erneuerbare" sind naturgesetzlich leider Methoden, die sich durch technisch unbrauchbare Strom-Fluktuation und geringste Energiedichten auszeichnen.

Fachleute, nicht zuletzt Prof. Hans-Werner Sinn, gebrauchen für die deutsche Energiewende, die auf den von Behrens beschworenen "innovativen" und "fortschrittlichen" Methoden basiert, das Synonym "Deindustrialisierung Deutschlands". In welchem Paralleluniversum leben Herr Behrens und die Süddeutsche Zeitung eigentlich?

EIKE behält sich beim deutschen Presserat eine Beschwerde vor – über die journalistischen Falschaussagen von Herrn Behrens in der SZ wider besseres Wissen. Man sollte der AfD eine Verleumdungsklage empfehlen, denn es gibt rote Linien im Journalismus, die nicht überschritten werden dürfen. Der Pressekodex (hier) erscheint EIKE zumindest in den Punkten 1, 2 und 9 massiv verletzt. Aus Erfahrung wissen wir freilich, dass Beschwerden der bekannt fragwürdigen Unabhängigkeit des Presserats wegen wenig nützen. 




Wir [in UK] folgen Deutschland in eine Energie-Katastrophe

Ein weit dunklerer Schatten als der Kollaps unserer Stahlindustrie hängt über UK. Wir dürften nicht überrascht sein, dass unsere Ministerin für Energie und Klimawandel Amber Rudd als Schwester einer führenden Figur der Kampagne, UK in der EU zu halten, davor gewarnt hat, dass ein „Brexit“ unsere Energierechnungen um 500 Millionen Pfund pro Jahr steigen lassen würde (hier). Ihr Bruder Roland kann als Hintergrund-Stratege der Bewegung Stronger in Europe beschrieben werden kann als „der Rudd, der nicht möchte, dass wir das sinkende Schiff verlassen“.

Aber mit dieser Behauptung von „einer halben Milliarde pro Jahr“ muss Ms. Rudd hoffen, dass wir uns nicht an jene Zahlen erinnern vom Office for Budget Responsibility [etwa: Büro für Budget-Verantwortlichkeit], welches projiziert, dass wir innerhalb von vier Jahren – ausschließlich aufgrund der Politik ihrer eigenen Regierung – 13,6 Milliarden Pfund pro Jahr an Abgaben bzgl. Klimawandel zahlen müssen, das sind weitere 7,6 Milliarden Pfund mehr als im vorigen Jahr.

Aber selbst das ist nur ein kleiner Teil des Desasters, in das Ms. Rudd uns zu führen dabei ist, will sie doch unsere Wirtschaft „dekarbonisieren“, indem sie alle mit fossilen Treibstoffen betriebenen Kraftwerke schließen will, obwohl diese bis jetzt zwei Drittel unseres gesamten Stromes erzeugt haben. Sie sollen ersetzt werden durch immer noch mehr „Erneuerbare“ sowie jene Kernkraftwerke, die einfach nicht gebaut werden.

Wohin uns eine solche Politik führt, wie ich schon vor fünf Jahren vorhergesagt habe, kann man erkennen mit einem Blick auf das Land, dass im Rennen zum Klippenrand immer noch vor uns liegt. Ein langer Artikel im Handelsblatt (Deutschland), dem führenden Industrie-Journal, zeichnet ein verheerendes Bild des Chaos‘, dass sich immer mehr manifestiert aufgrund einer „grünen“ Energiepolitik, die der unseren bemerkenswert ähnlich ist (mit der Ausnahme, dass nach Fukushima die 17 Kernkraftwerke des Landes noch schneller abgeschaltet werden als unsere).

Schon 77 Kern- und Fossilkraftwerke sind abgeschaltet worden. Die größten Energieunternehmen, RWE und E.On, haben Schulden in Höhe von 43 Milliarden Pfund angehäuft. Und nachdem 170 Milliarden Pfund in „grüne Subventionen“ geflossen sind, was zur höchsten Anzahl von Windmühlen in Europa (26.000) geführt hatte, was wiederum massive Probleme für das Stromnetz des Landes auslöste, wenn der Wind nicht weht, sind die Strompreise in Deutschland auf ein Niveau gestiegen, bei dem im vorigen Jahr 350.000 Verbrauchern der Strom abgedreht wurde, weil sie sich die Stromrechnungen nicht mehr leisten können.

Dank dieser in den Himmel schießenden Energiekosten verlagern viele der größten Firmen Deutschlands wie z. B. Siemens und BASF, ihre Produktionskapazitäten ins Ausland, was mit dem Verlust hunderttausender Arbeitsplätze einhergeht. Diese Arbeitsplätze entstehen neu nicht zuletzt in den USA, wo die Energiekosten weniger als halb so hoch sind wie in Deutschland (hier). Der gleiche Effekt ist hier in UK zu beobachten, wo unsere „Kohlenstoff-Steuer“, die die energieintensiven Industrien verkrüppelt, inzwischen viermal höher ist als irgendwo sonst auf der Welt.

Und doch liegt die Ironie darin, dass Deutschlands „Kohlenstoff-Emissionen“ tatsächlich gestiegen sind, und zwar wegen der gestiegenen Nachfrage für Heizung und dem Verbrennen von „schmutziger“ billiger Kohle zur Kostenminderung. Ms. Rudd mag behaupten, dass ihre „Energiepolitik ein Beispiel“ für die Welt setzt. Aber falls sie wissen will, was als nächstes geschieht, auch noch bevor die Lichter bei uns ausgehen, sollte sie auf das Beispiel Deutschlands schauen.

[Booker sieht also die Katastrophe in Deutschland bereits als besiegelt an. Mal sehen, ob und wann Michel das merkt! Anm. d. Übers.]

Link: http://www.thegwpf.com/christopher-booker-were-following-germany-to-an-energy-disaster/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




CO2 Lebensspender und Rohstofflieferant statt Klimakiller

Modell Erderwärmung

Die offizielle Klimapolitik will die anthropogenen CO2-Emissionen verringern, damit die Erde für uns Menschen bewohnbar bleibt. Dass diese Emissionen die Erderwärmung verursachen, ist zwar nicht be­wiesen, soll sich aber aus Klimasimulationsmodellen ergeben. Wie hat sich das Modell vom menschen-gemach­ten Klimawandel entwickeln können?

Vom Umweltschutz zum Klimaschutz

Die 1972 auf der Umweltkonferenz von Stockholm definierte Verpflichtung zum Umwelt­schutz wurde in die Notwendigkeit zum Klimaschutz umfunk­tioniert – und nicht nur aus wirklicher Sorge um das Klima.

Es gibt inzwischen eine umfangreiche Literatur in der behandelt wird, wie das Modell von der menschen­gemachten Erderwärmung entstanden ist, und wie es weltweit so verbreitet wurde, dass Medien und Poli­tik unter Zuarbeitung eines Teiles der Wissenschaft dieses Modell zu einem beherrschenden Zeitgeist entwickeln konnten. In diesem Kurzbericht können zur Begründung dieser Beurteilung nur einige Zitate von Helmut Bachmann [1] und Zbigniew Jaworowski [2] erwähnt werden. 

Aus [1]:   Die Idee, dass aus Deutschland stammende Wort Klimakatastrophe zu kommerzialisieren wurde 1986 in den USA geboren. Eine sich nähernde Katastrophe erzeugt Angst………. Um Ängste zu beseitigen, sind Menschen bereit alles zu tun. Dies war den Erfindern der Idee bekannt, das Wort Klimakatastrophe zu kommerzialisieren und zu einem lange andauernden Geschäft zu entwickeln. Um ein weltweites Geschäft mit der Angst aufzubauen, wurde eine Organisation benötigt. Dies wurde das IPCC“.

Aus [1]:  Prof. Dr. H. Stephen Schneider (Lead Author in Working Group of the IPCC) sagte 1989: „Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen, vereinfachende dramatische Sta­tements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mögen, entlassen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Je­der von uns Forschern muss entscheiden wie weit er eher ehrlich oder effektiv sein will.“

Aus [2]:  Mau­rice Strong, der Pate der modernen Umweltschutzbewegung und früherer Chefberater von UN-Ge­neralsekretär Kofi Annan hat offen von einer Verschwörungstheorie gesprochen. Strong war 1972 Generalsekretär der UN-Umweltkonferenz in Stockholm, auf der die weltweite Umweltbe­wegung begründet wurde, und er hat eine zentrale Rolle bei der Globalisierung ge­spielt. 20 Jahre spä­ter war Strong Generalsekretär des ‚Erdgipfels’ in Rio de Janeiro, wo auf sein Betreiben die Grund­lage für das Kioto-Protokoll gelegt wurde.  In einem Interview hat Strong  seine Denkweise offengelegt: „Was wäre, wenn eine kleine Gruppe von Weltführern zu dem Schluss kommen sollte, dass die Haupt­gefahr für die Erde von dem Ver­halten der reichen Länder ausginge? Und wenn die Welt überleben soll, müssten die reichen Länder ein Abkommen unter­zeichnen, um ihre eigene Umweltbelastung zu redu­zieren.  Wer­den sie dem zustimmen? Die Gruppe kommt zu dem Schluss: Nein! Die reichen Län­der wer­den nicht zustimmen. Sie wollen sich nicht verändern. Um den Planeten zu retten, beschließt die Gruppe: Besteht nicht die einzige Hoffnung für den Planeten darin, dass die industriali­sierten Zi­vilisationen kollabieren? Ist es nicht unsere Verantwortung, das zu bewir­ken? Die Gruppe von Welt­führern bildet eine Geheim­gesellschaft, um einen Wirtschaftszu­sammen­bruch herbeizuführen“. (Wood 1990)

Aus [1]:  Als das IPCC fertig konstruiert war, wurden alle entwickelten Staaten zu einem ‚Klima-Meeting’ durch die UNO nach Kyoto eingeladen. Dort wurde die menschengemachte  „Weltklima-                               katastrophe verkündet“.

Aus [2]:  Die Klimafrage wurde auch zu einer moralischen Frage. Gro Harlem Brundtland, die Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretär für Klimawandel, sagte 2007 vor der UN Generalver­sammlung: „Es ist unverantwortlich, rücksichtslos und zutiefst unmoralisch, die Schwere der realen Gefahr des Klimawandels in Frage zu stellen.“!

Anthropogene Erderwärmung als Pseudoreligion

Das Modell eines anthropogenen Klimawandels infolge unserer CO2-Emissionen wurde weltweit von Medien und Politik einschließlich UNO und nachgeordneten Dienststellen so propagiert, dass seine Rich­tigkeit nicht mehr bezweifelt sondern allgemein anerkannt wird. Das gilt auch für Teile der Fachwissen­schaft, denn die dem IPCC gestellte Aufgabe lautete: „…..die weltweit vorgelegte wissenschaftliche ……..Literatur zu sichten, die für das Verständnis des Risikos eines vom Menschen herbeigeführten Kli­mawandels ……. bedeutsam ist.“  D.h. es war zu untersuchen, wie dieser Klimawandel wirkt, nicht je­doch, ob es ihn überhaupt gibt. Auch in Deutschland wird diese einseitige Beurteilung praktiziert, wie folgendes Beispiel demonstriert: Ulrich Berner und Hans-Jörg Streif  haben als Heraus­geber für die Bun­desanstalt für Geowissenschaften und Roh­stoffe (BGR),  das Niedersächsische Landesamt für Bodenfor­schung (NLfB) und das Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben  (GGA), in dem Buch „Klimafakten, der Rückblick – ein Schlüs­sel für die Zukunft“ die Klimaent­wicklung von der geologischen Vergangenheit bis zur Gegenwart wis­senschaftlich analysiert. Sie haben an Hand der Fakten bewiesen, dass die angeblich von uns Men­schen verursachte Erderwärmung infolge unserer CO2-Emissionen nicht stattfindet. Diese amtlichen For­schungsergebnisse blieben unberücksichtigt. Und es ist weiterhin das Ziel der offiziellen Klimapolitik, unsere Emissionen von CO2 zu reduzieren, weil sonst unser Fortbestand ge­fährdet wäre.

Klimawandel !  Statt Computersimulationen, was wurde gemessen?

Die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ändert sich und auch die Wärmestrahlung der Sonne ist nicht konstant. Deshalb kann das Klima der Erde nicht konstant sein, sondern ändert sich ebenso. Beispiels­weise bewirken die kurzperiodischen Sonnenfleckenzyklen im Rhythmus von Jahrzehnten wechselnde Abkühlungs- und Erwärmungsphasen, während langfristige Zyklen Eiszeiten verursachen. Klima­wandel sind folglich eine irdische Normalität. 

Bald nach der Erfindung des Thermometers wurde mit regelmäßi­gen Messungen begonnen, in England ab 1659, auf dem Kontinent ab 1700. Die Messwerte werden gra­phisch als ‚Ganglinie’ aufgetragen, so dass man die zeitliche Entwicklung der Temperatur leicht erkennt, und ebenso die kurzzeitigen Wechsel von Erwärmungs- und Abkühlungsphasen, wie das Beispiel der Station De Bilt  illustriert.

Zwischen 1706 und 2008 (=302 Jahre) hat diese Station insgesamt eine Erwärmung von 0,0047°C/a´302 = 1,42°C erfahren. Sie wurde durch die Rück-Erwärmung nach der Kleinen Eiszeit verursacht, die in den 63 Jahren zwischen 1805 und 1868 einen Anstieg von 0,0677°C/a erreicht hat, insgesamt also 4,27°C. Danach haben sich zwei Kalt- und zwei Warmphasen abgewechselt, wobei insgesamt eine leichte Ab­kühlung überwog, denn wärmer ist es bis 2008 nicht mehr geworden – trotz der um 1950 beginnenden verstärkten anthropo­genen CO2-Emissionen.

Die De-Bilt-Ganglinie zeigt auch, dass für eine sachgerechte Beurteilung der Klimaentwicklung keine kurzen Zeiträume zugrunde gelegt werden dürfen, denn sie können kein repräsentatives Bild ergeben. Wie der folgende Vergleich von vier Ganglinien sehr ungleicher Dauer demonstriert, sind die naturbe­ding­ten Wechsel von Erwärmungs- und Abkühlungsphasen erst bei einer Beobachtungszeit von einigen Jahr­zehnten zu erkennen:

1.) Ganglinie für 9000 Jahre: 4 größere Wechsel, dazwischen viele mittlere Wechsel

2.) Ganglinie für 1100 Jahre: Rückerwärmung nach Kleiner Eiszeit mit 4 mittleren Wechseln

3.) Ganglinie für 130 Jahre: zwischen 1880 und 2010 Wechsel von 4 Kaltphasen und 3 Warmphasen

4.) Daten für 33 Jahre von UAH MSU, RSS MSU, GISS, .NCDC, HadCRUT3: leichte Erwärmung                      

      bis 1909, danach leichte Abkühlung

Fazit: Warmphasen vor den CO2-Emissionen, Kaltphasen trotz der Emissionen; kein Einfluss der CO2-Emissionen erkennbar. 

CO2-Verbrauch

In der Ur-Atmosphäre hatte CO2 am Luftgemisch der Atmosphäre einen Anteil von ca. 10%, heute ist es nur noch mit 0,04% (= 400 ppm) beteiligt. Damit ist es zum Spurengas ge­worden. Wo sind die fehlenden 99,96% geblieben? Und nicht nur die, denn schon immer haben zusätzlich Vulkane und untermeerische Schlote CO2 gefördert; auch diese Mengen sind verschwunden. Beispielsweise emittiert der Ätna z.Zt. 35.000 t  täglich.

Die Natur hat CO2 sowohl für die Photosynthese der Pflanzen und damit als Baustoff der Biomasse als auch für die Bildung der anorganischen Sedimente gebraucht. Das CO2 wurde in der Kohle, im Erdöl und im Erdgas gebunden. Es diente außerdem als Rohstoff für die Herstellung von Se­dimentengesteinen, bei­spielsweise Kalkstein. Bei der Bildung von Kalkstein wurden sogar zwei Wege beschritten: Viele in den Ozeanen lebende Tierarten brauchten das CO2 zum Aufbau ihrer Körper und ihrer Skelette, und außerdem vereinigte sich das im Wasser gelöste CO2 mit dem im Wasser gelösten Kalzium zu Kalziumkarbonat. Wegen seiner geringen Löslichkeit sedimentierte es und wurde später zum Kalkstein. Die Natur hat also Sedimentgesteine und fossile Brennstoffe aus CO2 hergestellt, das damit dem CO2-Kreislauf entzogen wurde.

Mit der Bildung der Naturprodukte ging fast alles CO2 dem irdischen Kreislauf verloren – bis auf den kleinen Rest von gegenwärtig 0,04% als Anteil an der Atmosphäre, sowie dem Anteil, der im Wasser der Ozeane gelöst ist. Dieser Verbrauch ist immer noch wirksam und setzt sich fort, was zum Problem der Biosphäre werden kann: die Pflanzen brauchen zum Wachstum mindestens 150 ppm, wie die folgende TRCS–Grafik zeigt [3]. Beim Unterschreiten des Minimums können sich die Pflanzen nicht mehr ernäh­ren und der Tierwelt fehlt das Futter. Diese Entwicklung würde die Biosphäre negativ verändern.

Folgerungen

Der für die Bildung der Biomasse und der Sedimente benötigte naturbedingte Verbrauch des CO2 wird sich fortsetzen. Deshalb besteht die Gefahr, dass das für das Wachstum der Pflanzen erforderliche CO2-Minimum erreicht und unterschritten wird.  

Es ist gesicherte Tatsache, dass der CO2-Gehalt der Atmo­sphäre in der geologischen Vergangenheit sehr viel größer war als heute. Dies hat der Biosphäre nicht geschadet sondern genutzt, aber auch Eiszeiten mit ausgedehnten Vergletscherungen nicht verhindert.

Aus den Fakten ist zu folgern, dass die von der offiziellen Klimapolitik ge­forderte Be­grenzung der CO2-Emissio­nen kontrapro­duktiv ist. 

[1]  Helmut Bachmann: Interview in der Züricher Weltwoche vom 01.07.2009 

[2]  Zbigniew Jaworowski: „Nicht der Mensch, sondern die Sonne bestimmt unser Klima“, Fusion, H.1, 2010, S. 24-44

[3]  TRCS:  Hal Doiron, presentation on ICCC10 (Panel 13: “The Right Climate Stuff”)                                     

       ICCC10:  International Conference on Climate Change #10 in Washington DC, June 11-12, 2015