Wärmerer April – Grund zur Freude oder ein Vorzeichen der „Klimakatastrophe“?

Bild rechts: Endlich Frühling: Der April bringt meist Licht, Wärme und Farben zurück- so wie hier im Erfurter Steigerwald. Foto: Stefan Kämpfe.

Teil 1: Die April- Erwärmung und deren Ursachen

Sowohl seit 1881, dem Beginn verlässlicher Temperaturaufzeichnungen in ganz Deutschland, besonders aber seit Mitte der 1980er Jahre, stiegen die deutschen Apriltemperaturen merklich an. Wir betrachten zunächst den Verlauf seit 1986 und vergleichen ihn mit dem in Zentralengland:

Grafik 1: sowohl in Deutschland, als auch in Zentralengland, erwärmte sich der April im Verlaufe der letzten 30 Jahre merklich.

Der April unterscheidet sich somit von den Wintermonaten Dezember, Januar, Februar und auch von März und Mai. Diese zeigen seit 30 Jahren eine Stagnation oder gar einen Temperaturrückgang. Damit nähert sich der April immer mehr dem Mai. Als eine mögliche Ursache der April- Erwärmung kommen geänderte Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen in Betracht. Erwärmend wirken im April besonders alle Lagen mit südlichem Strömungsanteil sowie die Zentralhochlagen HM und BM, während alle Lagen mit nördlichem Strömungsanteil eher abkühlend wirken. Bei langfristiger Betrachtung erkennt man tatsächlich eine Zunahme der erwärmend wirkenden und eine Abnahme der kühlend wirkenden Großwetterlagen:

Grafik 2: Seit 1881 wurden die erwärmend wirkenden Hochdruckwetterlagen (gelblich) und die mit südlichem Strömungsanteil (rot) tendenziell häufiger in Mitteleuropa; kühlend wirkende Lagen mit nördlichem Strömungsanteil hingegen seltener.

In den vergangenen 30 Jahren zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild- eine leichte Häufigkeitsabnahme der erwärmenden Lagen:

Grafik 3: In den der vergangenen 30 Jahren nahm die Häufigkeit nördlicher Lagen zu, die südlicher ab. Bei der großen Streuung sind die Trends für diesen Zeitraum nicht signifikant.

Untersucht man den Einfluss der Häufigkeiten der beiden erwärmend wirkenden Großwetterlagen- Cluster Großwettertyp HM plus Südanteil auf die April- Mitteltemperaturen in Deutschland, so ergibt sich ein merklicher Zusammenhang:

Grafik 4 (Streudiagramm): Aprilmonate, die viele Tage mit Hochdruckwetter und südlichem Strömungsanteil aufwiesen, waren tendenziell wärmer.

Die Großwetterlagenverhältnisse können also die starke April- Erwärmung langfristig zu mehr als 20%, die der vergangenen 30 Jahre jedoch nicht sicher erklären. Käme als nächste mögliche Ursache die steigende Kohlendioxid- Konzentration (CO2) in Betracht. Zunächst zeigen die Trendlinien der April- Temperaturen und der Verlauf der CO2- Konzentration einen Anstieg:

Grafik 5: Zwar nahmen die CO2- Konzentration und die April- Temperaturen seit 1986 tendenziell zu, doch vermag die nahezu gleichförmige CO2- Zunahme die enormen Schwankungen der April- Temperaturen nicht zu erklären.

Doch ist damit die tatsächliche Erwärmungsursache gefunden? Die enormen Schwankungen der April- Werte von Jahr zu Jahr verlangen nach einer anderen Erklärung. Nach den teilweise recht kalten April- Nächten 2016 mit Werten um die Null Grad wärmte tagsüber die Sonne kräftig- ein erster Hinweis auf die wahre Ursache der Entwicklung der April- Temperaturen, denn der April- Sonnenstand entspricht schon etwa dem zwischen Mitte September und Mitte August. Bei der Sichtung der monatlichen Deutschland- Mittel der Sonnenscheindauer fiel uns ein Monat auf, der als einziger seit 1986 um mehr als 50 Stunden pro Monat sonniger wurde, es ist- der April! Ein deutschlandweites Sonnenscheinmittel liegt leider erst seit 1951 vor. Die folgenden zwei Grafiken zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen steigender Lufttemperatur und steigender Sonnenscheindauer seit 1951, besonders aber seit 1986 (letzte 30 Jahre):

Grafiken 6a (oben) und 6b: Sowohl seit 1951, besonders aber seit 1986, nahm die Sonnenscheindauer im April merklich zu und wirkte erwärmend.

Man erkennt die enge „Verzahnung“ beider Größen- die sonnenscheinreichen April- Monate waren meist auch die wärmsten, besonders nach dem Jahr 2005. In Großbritannien (hier nicht als Grafik gezeigt) nahm die Sonnenscheindauer im April ebenfalls stark zu. Der sonnige April 2015 fiel jedoch in Deutschland ausnahmsweise relativ kühl aus, weil er mit 17 Tagen überdurchschnittlich viele nördliche Großwetterlagen aufwies. Um diesen Zusammenhang noch längerfristig zu verifizieren, haben wird die Temperatur- und Sonnenscheindaten der Station Potsdam ausgewertet; sie reichen bis 1893 zurück:

Grafik 7: Das 11- jährige Gleitmittel der Sonnenscheindauer in Potsdam (dicke, gelbe Linie) ähnelt in seinem Verlauf dem der dortigen April- Temperaturen (grün).

In unseren letzten Artikeln haben wir gezeigt, dass die deutschen Monatstemperaturen um die Jahrhundertmitte des letzten Jahrhunderts eine Kältedelle aufweisen, dann angestiegen sind bis zu einem Wendepunkt vor gut 15 Jahren und seitdem wieder kälter werden. siehe: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/seit-30-jahren-erfolgt-laut-dwd-daten-die-forsythienbluete-in-hamburg-immer-spaeter/ Der April weist diese Kältedelle erst gute 20 Jahre später auf. Die Frage bleibt, ob der April nun die Erwärmung in den nächsten Jahren fortsetzen wird oder nun seinen Wendepunkt erreicht hat.

Auch langfristig (in Grafik 7 als Trendlinien die 11- jährigen Gleitmittel dargestellt) bleibt es jedoch bei der engen Verzahnung- die Sonnenscheindauer bestimmt die Apriltemperaturen ganz wesentlich. Wie eng der Zusammenhang ist, illustriert das folgende Streudiagramm:

Grafik 8: Die Sonnenscheindauer vermag in Potsdam mehr als ein Drittel der Variabilität der April- Temperaturen zu erklären.

Ergebnis: Bei langfristiger Betrachtungsweise lassen sich schätzungsweise insgesamt mehr als 50% der Variabilität der Apriltemperaturen auf eine zunehmende Sonnenscheindauer sowie auf häufigere südliche und Hochdruckwetterlagen zurückführen. In den vergangenen 30 Jahren wirkte die besonders stark zunehmende Sonnenscheindauer massiv erwärmend, möglicherweise eine Folge der Luftreinhaltemaßnahmen und der hohen Sonnenaktivität.

Weitere Erwärmungsursachen im April

Schon oft haben wir hier bei EIKE über WI- bedingte Erwärmungseffekte im weitesten Sinne berichtet. Unter anderem untersuchten wir den verstädterungsbedingten Erwärmungseffekt anhand von Stationsvergleichen zwischen Berlin und dem Umland monatsweise. Hierbei wies der April den stärksten Temperaturunterschied aller Monate zwischen Stadt und Umland auf. In der Stadt werden kalte Tage durch zusätzliches Heizen erwärmt, und an heiteren Tagen heizt die Sonne die trockene Betonlandschaft verstärkt auf. Die Folgen sieht man im nächsten Diagramm:

Grafik 9: Von 1981 bis 2010 gefundene UHI- Differenzen in Kelvin, gebildet aus den Mitteln dreier urbaner Stationen in Berlin und dreier ländlicher Stationen in Brandenburg. Hohen, verstädterungsbedingten Differenzen von über 0,8 K im April stehen geringere im Spätsommer/Frühherbst gegenüber. Die jahreszeitlich bedingten UHI- Effekte sind in Berlin eng mit geänderten Sonnenscheinverhältnissen- und Großwetterlagenhäufigkeiten verknüpft.

Auch der Vergleich der WI-behafteten Deutschlandtemperaturen mit der fast WI-freien Station Amtsberg-Dittersdorf (Erzgebirge) zeigt den deutlichen WI- Unterschied im April:

Grafik 10: In den 30 Jahren des Betrachtungszeitraumes beträgt die WI-Differenz fast 0,8 Kelvin.

Auch die Entwässerung der Landschaft sowie der massive Ausbau der Wind- und Solarenergie in der früher unberührten Landschaft dürften zur Erwärmung beigetragen haben. Als letzte Erwärmungsursache kommt die sogenannte AMO (Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation) in Betracht, eine Schwankung der Wassertemperaturen im zentralen Nordatlantik, welche alle 50 bis 70 Jahre, so auch gegenwärtig, ein Maximum aufweist. Bei AMO- Maxima sind die deutschen Apriltemperaturen tendenziell erhöht. Dieser Zusammenhang zeigt sich sowohl in der besonders anschaulichen, aber oft kritisierten Darstellung mit polynomischen Ausgleichskurven, als auch bei den 11- jährigen Gleitmitteln:

Grafiken 11a und 11b: Auch zwischen der Atlantischen Mehrzehnjährigen Oszillation (AMO, vereinfacht ausgedrückt, eine Wassertemperaturschwankung im zentralen Nordatlantik, jeweils obere, blaugrüne Kurven) und den Apriltemperaturen in Deutschland (untere, dunkelgrüne Kurven) besteht ein merklicher Zusammenhang. In den AMO- Positiv- Phasen (höhere Wassertemperaturen) ist der April in Deutschland tendenziell wärmer. Dies zeigt sich sowohl bei der Darstellung mit den polynomischen Ausgleichskurven 6. Grades (oben) als auch im gleitenden, 11- jährigen Durchschnitt.

Zusammenfassung und Ausblick: Die merkliche Aprilerwärmung in Deutschland ist vor allem eine Folge der zunehmenden Sonnenscheindauer gewesen, doch auch geänderte Großwetterlagenhäufigkeiten, die zunehmende Bebauung, Verstädterung und Landschaftsveränderungen (WI- Effekte im weitesten Sinne) und die gegenwärtig noch hohen Wassertemperaturen in Teilen des Nordatlantiks wirkten erwärmend. Da die solaren Effekte weitgehend ausgereizt sind, die Sonnenaktivität abnimmt und die AMO aufgrund ihrer Rhythmik demnächst in die Negativ- Phase übergehen dürfte, halten wir eine Stagnation oder gar einen Rückgang der deutschen April- Temperaturen in den kommenden Jahrzehnten für durchaus wahrscheinlich.

Teil 2 dieses Beitrages folgt in der letzten Aprildekade mit guten Nachrichten für Naturfreunde, Landwirte und Gärtner.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Josef Kowatsch, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Wenn der Wirt die Ökorechnung selbst nachprüft Der Tesla – eine Dreckschleuder?

Was hat diesen Hype überhaupt ausgelöst? Ausschlaggebend sind zwei Dinge: Die seit Jahr und Tag massiv von Medien und Politik betriebene Kampagne gegen das CO2 als angeblicher Auslöser einer „Klimakatastrophe“ und die erstaunliche Kunst vieler Menschen, Realitäten auszublenden und nur das wahrzunehmen, was man glauben möchte. Das funktioniert beim E-Auto ganz prima, indem man so tut, als wäre das Fehlen eines Auspuffs gleichbedeutend mit völliger Emissionsfreiheit. Dabei stimmt das (mit Ausnahme ganz weniger Länder wie Norwegen und der Schweiz) überhaupt nicht, weil entsprechende Emissionen sehr wohl anfallen – allerdings nicht beim Auto selbst, dafür aber in den Kraftwerken, welche den Strom für die Fahrzeuge bereitstellen. Doch aus den Augen, aus dem Sinn – was das böse, „dreckige“ Kohlekraftwerk tut, hat doch mit mir und meinem sauberen Stromer nichts zu tun, nicht wahr? Diese Kunst des individuellen und kollektiven Selbstbetrugs ist gerade in unseren Ländern weit verbreitet und bildet die Grundlage für den Erfolg von cleveren Geschäftemachern wie Musk, der es blendend versteht, die Illusionen des Publikums für seine Zwecke auszuschlachten.

 

Wenn ein asiatischer Wirt selbst nachrechnet…

Doch illusionistische Tricks, die in Europa und den USA bestens funktionieren, können in anderen Ländern platzen wie Seifenblasen, wenn sich nüchtern kalkulierende Verwaltungsfachleute ernsthaft mit den Grundlagen der behaupteten „Umweltfreundlichkeit“ beschäftigen. So kürzlich geschehen in Singapur, wo ein ortsansässiger Geschäftsmann versuchte, die Zulassung für einen gebrauchten Tesla Modell S zu bekommen. Hierüber berichtete der Journalist Stefan Weißenborn in der „Welt“ [WELT] unter Berufung auf einen Bericht in der „Straits Times“ vom 5. März [STTI].

Als der stolze Besitzer den teuren Luxusschlitten in Singapur anmelden wollte, gab es nämlich nicht nur monatelange Verzögerungen, obendrein wurde auch noch eine happige Kohlendioxidabgabe von 15.000 $ fällig. Dem Bericht in der „Welt“ zufolge ermittelten die örtlichen Zulassungsstellen einen CO2-Ausstoß von 222 g/km. Dieser wurde aus dem Verbrauch an elektrischer Energie von 444 Wattstunden/km errechnet, wobei man sich auf einen Standard der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (ENEC) beriefen. Singapur bezieht seinen Strom hauptsächlich aus Gaskraftwerken: Bei Kohlekraftwerken sähe die Bilanz des Tesla noch deutlich schlechter aus.

 

Gefahr für Elon Musks Geschäftsmodell?

Für Elon Musk kam diese Entscheidung ungelegen. Schließlich seine Geldsammelkampagne für das Modell 3, der „E-Car für das Volk“, gerade angelaufen. Doch ungeachtet dieses Rückschlags hat der Hype um seine „sauberen, abgasfreien“ Fahrzeuge inzwischen so erfolgreich Wurzeln geschlagen, dass er in kürzester Zeit rund 350 Mio. US-$ für Vorbestellungen von Fahrzeugen einsammeln konnte, die frühestens erst ab Ende 2017 verfügbar sein dürften.

Gefahr könnte auf längere Sicht allerdings seinem eigentlichen Geschäftsmodell drohen, das aus dem Einsammeln von Subventionen durch Förderungen und sonstige Zahlungen für seine angeblich zukunftsgerichteten, CO2-freien Technologien besteht. So wird in einem Artikel von Jerry Hirsch in der Los Angeles Times [LATI]vorgerechnet, dass Musks Firmen von diversen US-Stellen im Jahre 2014 Fördergelder bzw. Steuervorteile etc. in Höhe von insgesamt 4,9 Mrd. $ erhalten haben. Hiervon gingen 2,391 Mrd. $ an Tesla Motors, 2,516 an die Solarzellenfabrik SolarCity und vergleichsweise magere 20 Mio. $ an seine Raumfahrtfirma Space Exploration Technologies. Weitere, vor allem indirekte Subventionen in nicht unbeträchtlicher Höhe kommen dem Unternehmen noch zusätzlich durch Fördermaßnahmen in anderen Ländern wie z.B. Norwegen zugute: In Großbritannien erhalten Tesla-Käufer einen Zuschuss von 8.800 $, Hong Kong verzichtet auf Anmeldesteuern in Höhe von bis zu 115 % des Fahrzeugwerts, und in Norwegen entfallen beim Kauf eines Model S Steuern von etwa 135.000 $ [STTI].

All diese Vorteile verdankt Tesla seinem Saubermann-Image, das jetzt durch respektlose Asiaten, die einfach mal selbst nachgerechnet haben, in Frage gestellt wurde. Dem Artikel in der „Welt“ zufolge hat Elon Musk mittlerweile mit Singapurs Premierminister Lee persönlich Kontakt aufgenommen.

 

Ein völlig neuartiges Öko-Antriebsmodell

Der Tesla-Hype scheint auf jeden Fall vorerst ungebrochen, wie die immer weiter nach oben schnellenden Bestellungen für das Modell 3 belegen. Diesbezüglich scheint Elon Musk über ähnliche Qualitäten zu verfügen wie andere clevere Geschäftemacher, die Großprojekte wie Desertec oder das Tauschbatterieprojekt von „Better Place“ an den Mann gebracht haben. Was Spötter angeblich bereits zu dem Spruch verleitet haben soll, dass man angesichts der ungebrochenen Welle von Vorbestellungen für das Modell 3 annehmen müsse, die eigentliche Energiequelle dieser Fahrzeuge sei nicht etwa „sauberer“ Strom, sondern 100 % reines Öko-Schlangenöl.

Allerdings gibt es auch Informationen, dass hinter diesem Hype in etlichen Fällen schlichte Geldgier stehen könnte. Manche der frühen Käufer spekulieren offensichtlich daraf, dass der Boom bei E-Fahrzeugen weiter anhält und sie einen „frühen“ Vertrag so in 1-2 Jahren mit erheblichem Gewinn verkaufen können. Sollte die Tesla-Blase bis dahin allerdings platzen, so stünden sie statt mit sattem Gewinn mit leeren Händen da. Ein Tauser futsch „for nothing“. Wollen wir das Beste hoffen.

Fred F. Mueller

 

Quellen

[WELT] http://hd.welt.de/PS-Welt-edition/article153277325/Singapur-stuft-Tesla-als-Dreckschleuder-ein.html

[STTI] http://www.straitstimes.com/singapore/transport/electric-car-tesla-slapped-with-15000-tax-surcharge

[LATI] http://www.latimes.com/local/la-fi-hy-musk-subsidies-box-20150530-story.html

 




9. IKEK Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls:Extremwetter-Ereignisse : Was finden die Wetterdienste? Was schreibt der Klimarat IPCC?

Das Fazit von K.E. Puls- von einer Zunahme von Extremwettern kann weltweit keine Rede sein, die meisten Trends sind sogar negativ. Und, Überraschung ! – diese Feststellungen finden sich wiederkehrend auch samt und sonders in den viele tausend Seiten der IPCC Berichte. Sie schaffen es nur nicht in die politisch redigierte Summary for Policy Makers. Und nur die werden von den Journalisten und Politikern gelesen. Und darauf bauen die Alarmisten.

Video von der 9. IKEK am 11.12.15 im Haus der Technik in Essen: Extremwetter-Ereignisse : Was finden die Wetterdienste? Was schreibt der Klimarat IPCC?

Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls Ehemaliger Leiter der Wetterämter Essen und Leipzig

Die Folien des Vortrages sind im Anhang als pdf herunter ladbar

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Richtige und falsche Geschäftsmodelle

Die glücklichen Dänen

Der jüngsten „World-Happiness“-Umfrage zufolge liegen die Dänen an erster Stelle – noch. Die „Parksville Qualicum Beach News“ berichten: „Wieder einmal nehmen die Dänen den ersten Platz im ,World-Happiness-Report‘ ein“. Und weiter: „Knud Christensen, ein 39 Jahre alter Sozialarbeiter, kennt einen Grund, warum seine Landsleute sich so zurücklehnen – sie fühlen sich sicher in einem Land ohne wesentliche Naturkatastrophen, mit wenig Korruption und dem nahezu völligen Fehlen drastischer Ereignisse“. Seine einzige Sorge, so scheint es, gilt dem Wetter: es könnte regnen, wie man weiß.

Ich sage: was Wunder! Schließlich sind die Glücklichen Dänen die erfolgreichsten Veräußerer von Windturbinen. Kostenloser Strom durch überreichlich Wind: Bitte hier unterschreiben, und die Turbinen werden brennen, einige buchstäblich.

Anstatt marodierender, über den Atlantik rudernder Wikinger (hier) exportieren die Glücklichen Dänen heute ihr Know-how und die Hardware, um tausende Zugvögel sowohl auf dem eurasischen als auch auf dem nordamerikanischen Kontinent zu schreddern. Wahrlich eine großartige Errungenschaft – es sei denn, man fragt die Greifvögel, Kraniche, Schmetterlinge oder andere geflügelte Kreaturen, die jeden Tag durch diese Flatterstrom erzeugenden Generatoren ums Leben kommen.

Natürlich kann man die Dänen nicht für diese „Kollateralschäden“ verantwortlich machen. Schließlich folgt ihnen diese Sorte Menschen in Kalifornien und Washington auf den Fersen und brennen darauf, Ihnen zu helfen – um ihren Traum zu verwirklichen, egal was es Sie kostet. Will man mehr Strom zu noch höheren Preisen? Ganz einfach: man errichte noch mehr Windturbinen. Wenn Sie das nicht so glücklich wie die Dänen macht, dann versuchen Sie es mit etwas Anderen wie Solarenergie.

Solarenergie als Rettung?

Sicher, wenn in Arizona die Sonne scheint, ist es heiß, zumindest in der Sonora-Wüste mit ihren zahlreichen Riesenkakteen.

In den Bergen nördlich von der Hauptstadt Arizonas, Phönix, können immer noch Straßen durch Schnee unpassierbar sein, während es in der Wüste schon heiß sein kann. Das gilt, wenn eine andere großartige moderne Erfindung zur Rettung kommt – in Gestalt von „Photovoltaik“ oder Solarpaneelen, die Sonnenschein in kühle Wohnstätten umwandeln; zumindest den Plänen zufolge.

Da sind zum Beispiel die zahlreichen Solarkraftwerke in der Mojave-Wüste im Süden Kaliforniens, die mit Milliarden Geldern der Steuerzahler subventioniert worden waren. Es gibt viele davon, wobei einige Photovoltaik-Zellen verwenden, die Sonnenschein direkt in Strom umwandeln, und andere, die mit Spiegeln arbeiten, die das Sonnenlicht zu Türmen reflektieren, in denen eine Arbeitsflüssigkeit Generatoren antreibt, die Strom erzeugen. Es sind einfach unterschiedliche Technologien, um Sie mit Energie zu versorgen, das heißt den Saft, den Sie zu bekommen erwarten, wenn Sie zu hause den Stecker irgendeines Gerätes in die Steckdose stecken – zumindest ist das der altmodische Gedanke, dem ich immer noch verhaftet bin.

Nicht nur, dass eines dieser Systeme, das Kraftwerk Ivanpah, jetzt die Hälfte der so heftig beworbenen „Solarenergie“ erzeugt durch Verbrennen dieser sündigen Kohlenwasserstoffe, sondern auch, dass das mit Milliarden Dollars subventionierte Kraftwerk Abengoa vor der totalen Schließung steht – jedoch nicht wegen eines Mangels an Sonnenschein, sondern wegen des Fehlens weiterer Subventionen der Steuerzahler. Das nahebei gelegene Solarkraftwerk Ivanpah scheint auf der gleichen Schiene zu fahren, trotz des verbrauchten Kohlenwasserstoff-Treibstoffes.

Geschäftsmodelle

Es ist eindeutig: falls Sie in einem Geschäftsbereich tätig sind, der nicht von Millionen oder sogar Milliarden Steuergeld-Subventionen abhängig ist, muss Ihr Geschäftsmodell fehlerhaft sein! Keine futuristische Technologie kann ohne einen kräftigen Zuschlag von Steuerdollars aufkommen. Die Solarkraftwerke in der Mojave-Wüste (hier) sind nur die Spitze des Eis-(Sand-?)Berges generöser Steuersubventionen. Sobald diese „alternativen Dollars“ zu fließen aufhören oder reduziert werden; und selbst wenn diese Reduktion nur gering ausfällt – die alternative Energieerzeugung zerfallen nach allen Seiten, rechts, links und in der Mitte.

Gleichzeitig stehen Kohle-Erzeuger wie die ehrwürdige Peabody Energy Corp., der weltgrößte Kohleerzeuger, dicht vor dem Bankrott, während die von Wind getriebenen Vögel-Zerhacker und die vom Sonnenschein abhängigen Solarkraftwerke sich im Glanz von Steuerzahler-Subventionen räkeln.

Die versprochenen alternativen Energie-Reichtümer kommen nur ziemlich langsam, wohin auch immer man schaut. Tatsächlich erweisen sich die meisten als gigantische Zeitverschwendung, die wertvolle Ressourcen verbrauchen, ohne ihre Versprechen zu erfüllen. Das Windkraftwerk auf El Hierro, Kanarische Inseln, ist nur eines der Beispiele aus jüngster Zeit. Vor einem Jahr war behauptet worden, dass es den Energiebedarf seiner Bevölkerung zu 100% decken könne. Ein Jahr später sieht es ganz anders aus. Der alte Diesel-Generator der Insel liefert den größten Teil der benötigten Energie, da die Wind-/Wasser-Energieerzeugung und -speicherung beklagenswert unzureichend ist.

Dann schaue man auf die Elektroauto- und Elektrobatterie-Unternehmen, die im Südwesten der USA aus dem Boden schießen. Auch ihnen geht es gut wegen der Milliarden Dollar schweren Zuwendungen und Subventionen von der Regierung, die nicht nur für den Bau der Kraftwerke, sondern auch für deren Produkte fließen. Ein bisschen Zuwendung für jedes verkaufte Stück Hardware – alles dank Ihrer großzügigen und offensichtlich niemals endenden Unterstützung mit Ihren Steuergeldern.

Eindeutig: Niemals endende Steuer-Subventionen – das ist das Geschäftsmodell, dem Sie sich verschreiben sollten!

Link: http://canadafreepress.com/print_friendly/right-and-wrong-business-models

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Radioaktivität in der Hand von Terroristen, eine neue Gefahr?

Abdel Graus: „Wir sollten uns radioaktives Material verschaffen und dann weit verstreuen. Auch könnten wir es mit Sprengstoff vermischen, daraus eine „Schmutzige Bombe“ bauen, und die dann explodieren lassen.“

Abu Rumms: „Bomben sind gut, aber dein Vorschlag wäre doch Sprengstoffverschwendung. Wir könnten nie so viel Radioaktivität verstreuen wie in Fukushima freigesetzt wurde, und dort gab es keine Toten. Dagegen eine normale Bombe in einem Fußballstadion, das gibt Leichen! Allah hat uns nicht befohlen, die Ungläubigen nur zu ängstigen, sondern sie zu töten. So steht es im Koran in der 9. Sure im 4. Vers:

„dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf.“ Und in der 8. Sure, Vers 11: „In die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen; darum haut ihnen die Köpfe ab, und haut ihnen ab alle Enden ihrer Finger.“ (Verharmlosende andere Übersetzung: „In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schecken werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab.“)

Abdel Graus: „ Ja, es steht aber auch geschrieben in der 9. Sure, Vers 40: „Zieht aus, leicht und schwer, und kämpft mit eurem Gut und mit eurem Blut für Allahs Sache.“ Das heißt, wir sollen mit allen Mitteln kämpfen. Wollen wir, dass uns der Eintritt ins Paradies verwehrt wird, weil wir im Kampf nachlässig waren und nicht alle Mittel genutzt haben, für den wahren Glauben zu kämpfen?“

Abu Rumms: „Gott ist groß! Natürlich nicht.“

Abdel Graus: „Wenn wir nur wenig Radioaktivität verstreuen, werden sie den Notstand ausrufen, Orte evakuieren, Häuser für unbewohnbar erklären, Straßen, Autobahnen und Bahnstrecken sperren. Aber die Gläubigen werden darüber lachen. Sie sind nicht der Strahlenhysterie verfallen, wie man an den gesegneten Ländern des Islam sieht:

Iran betreibt ein Kernkraftwerk und baut weitere, Pakistan hat 3 KKWs in Betrieb und 2 im Bau, die Vereinigten Emirate haben 3 fast fertiggestellt, die Türkei plant den Bau mehrerer KKWs. Hier aber erzeugen die deutschen Medien und die deutschen Politiker eine Strahlenhysterie; das müssen wir nutzen. Vielleicht ist es nur ein kleiner Schritt, aber einer auf dem Weg zur totalen Machtübernahme des Islams.“

Abu Rumms: „Du hast recht. Packen wir’s an.“

Die Politiker und die Medien tun wirklich alles, um ein solches Szenario möglich zu machen. Ich will hier gar nicht all den Unsinn aufzählen, welchen Frau Kotting-Uhl, Kunsthistorikerin und atompolitische Sprecherin der Grünen, der niedersächsische Umweltminister Wenzel, Bundesbauministerin Hendricks und andere von sich geben. Nur ein besonders ulkiges Beispiel aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 07.04.2016 (also nicht 1. April!): Ein Herr Köpke schreibt da Unzutreffendes, meist über das Zwischenlager Lubmin, aber auch das Folgende:

Hierzu habe ich schon in der ersten Auflage (2009) meines Buches „Das Märchen von der Asse“ geschrieben:

Sollten Sie zufällig Terrorist sein und eine Atombombe bauen wollen, dann lassen Sie sich aber nicht von einem russischen Schwarzhändler Uran 238 andrehen. Es muss schon Uran 235 sein, Uran 238 explodiert nicht.

Uran ist ein in geringen Mengen überall vorkommender Naturstoff, eine Mischung von U 238, 0,7 % U 235 und ganz wenig U 234. Es kostet um die 200 € pro kg. U 235 ist der für Kernkraftwerke brauchbare Wertstoff. Den zieht man heraus. Für das übrig bleibende Abfallprodukt U 238 zahlt nicht einmal der dümmste Terrorist einige Millionen Euro.

Aber wenn Herr Köpke sich nur bei der Zahl vertan hat und in Wirklichkeit U 235 meinte? Das ist zwar teuer, aber für Terroristen ebenfalls wertlos. Die zum Bau einer Bombe benötigte kritische Masse beträgt einige 10 kg, es wird behauptet, mit komplizierten technischen Tricks wären schon 7 kg zur Explosion zu bringen. 1,78 kg sind aber viel zu wenig, und 200 g nur noch für deutsche Zeitungsleser erschreckend.

Wie sieht es mit der Radioaktivität aus? Einen groben Anhalt bietet die alte Einheit Curie. 1 Curie entspricht einem Gramm Radium. Hat man eine Strahlenquelle von einem Curie, dann lässt die sich noch kurzzeitig ohne Abschirmung handhaben, etwa um sie mit einem langen Greifer von einem Behälter in einen anderen zu tun.

Verschlucken von einem Curie wäre jedoch meist tödlich. 1 Curie Uran lässt sich allerdings nicht mehr mit einem Greifer handhaben, und verschlucken geht auch nicht. Uran ist nämlich ausgesprochen schwach aktiv. Erst 3 t U 238 haben die Aktivität von einem Curie, und bei dem etwas stärker radioaktiven U 235 sind es immerhin 0,5 t.

Uran ist also wirklich nur für die Angstpropaganda unserer Politiker geeignet. Vielleicht glauben einige sogar selbst, was sie dem dummen Volk einreden.

Hannover, den 08.04.2016