Wieder eine Prophezeiung der Klima-Alarmisten, denen die Daten aus der realen Welt widersprechen

Trotz der Berichte über das Missmanagement dieser wichtigen Wasserressource reagierte die Zeitung USA Today auf diese Meldung mit der Behauptung: „Infolge einer langen Dürre und es Klimawandels fällt der Wasserspiegel im Lake Mead immer weiter“.

Brad Udall, ein leitender Wasser- und Klima-Forschungswissenschaftler an der Colorado State University, erklärte: „Dieses Problem verschwindet nicht von selbst, und es wird wahrscheinlich schlimmer werden, vielleicht viel schlimmer, wenn sich der Klimawandel weiter verstärkt“. Der Zeitung Desert Sun zufolge fügte er noch hinzu: „Beispiellos hohe Temperaturen in dem Becken führen dazu, dass der Zustrom aus dem Fluss [dem Colorado River] immer weiter abnimmt“.

Zuvor hatte Udall festgestellt: „Klimawandel ist Wasserwandel. Beides geht Hand in Hand. Hitze treibt den Wasserkreislauf … man muss die Temperaturen bemühen, um die gegenwärtige Dürre zu erklären“.

Während Udalls Aussagen dramatisch sind und mit dem Klimawandel-Narrativ konform gehen, sind Mitglieder seiner Familie (Udall ist der Bruder des ehemaligen Senators von Colorado Mark Udall und Cousin des Senators von New Mexico Tom Udall) ganz anderer Ansicht, wenn sie sagen, dass dies nicht der Fall ist.

Sowohl Udall als auch der Hydrologe Mike Wallace behaupten, Experten hinsichtlich der Hydrologie und der Klimatologie im Westteil der USA zu sein. Allerdings sagte mir Wallace: „Ich bin der einzige Hydrologe, der Vorhersagen von Temperatur und Feuchtigkeit im Einzugsgebiet des Oberen Colorado River veröffentlicht, Jahre im Voraus, mit konsistent hoher Genauigkeit“.

Wallce, der die Stadt Santa Fe als einen seiner Kunden seines Vorhersage-Service‘ nennt, war Pionier hinsichtlich der Erkenntnis, dass die Verteilung von Feuchtigkeit in seinem Gebiet – das sich mit dem von Udall überlappt – stark abhängig ist von Ozean-Indizes und Sonnenflecken-Anzahl. Er erklärt klipp und klar: „Es gibt keine Korrelation zwischen der Historie der CO2-Emissionen und der Feuchtigkeits-Zeitreihe, die ich evaluiert habe. Ebenso gibt es für die gleichen Stationen, die ich untersucht habe, kaum eine oder gar keine Korrelation zwischen Temperatur und Strömung. Vielmehr kann man die Ursache für Änderungen von Temperatur und Feuchtigkeit in dem Gebiet ozeanischen Antrieben zuordnen, die selbst wiederum von solaren Zyklen angetrieben werden“.

Während Udall glaubt, dass die Temperaturen steigen und den Wassernachschub in den Lake Mead reduzieren, stellt Wallace dieses Narrativ in Frage. Wallace sagt, dass er drei Jahre Erfahrung mit erfolgreichen Vorhersagen hinter sich habe, um seine Behauptung zu stützen, dass in dem von ihm untersuchten Gebiet „die Temperaturen kaum in irgendeine Richtung tendieren und dass unabhängig davon diese Temperaturen nicht mit dem Wasserzufluss korreliert sind“.

Zu Wallace‘ untersuchten Gebieten gehören viele Nebenflüsse des Colorado River wie etwa der San Juan River und der Green River, welche beide in den Rocky Mountains entspringen. Er sagt: „Es gab in keinem von mir untersuchten Gebiet irgendwelche ungewöhnlich niedrigen Durchflussraten oder ungewöhnlich hohe Temperaturen. Tatsächlich nimmt die Durchflussrate zu, nicht ab, jedenfalls verglichen mit vor zwei bis drei Jahren, und einige Temperaturen tendieren im gleichen Zeitrahmen abwärts“.

Mittels seiner eigenen Methode (angemeldet zum Patent), mit der er inzwischen über 200 genaue Vorhersagen erstellen konnte für die Einzugsgebiete des Oberen Rio Grande und des Oberen Colorado River, projiziert Wallace 3 bis 4 Jahre allgemein verstärkten Wasserzuflusses, denen 3 bis 4 Jahre allgemein abnehmender Feuchtigkeit folgen (Dürre). Er postuliert, dass seine Innovationen Gemeinden, Wasserschutzämtern sowie Bewässerungs- und Ressourcen-Management-Agenturen dabei helfen, besser zukünftige Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen zu berücksichtigen.

Wallace hat bzgl. seiner Entdeckungen zahlreiche Studien geschrieben und Vorträge gehalten. Aber weiterhin schlägt ihm seitens großer begutachteter Journale heftiger Widerstand entgegen, seine Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Probleme liegen vermutlich darin, dass es in den von ihm untersuchten Gebieten keinerlei Korrelation gibt zwischen Emissionen und Klima. In jedem Falle werden wissenschaftliche Studien oftmals angesehen als Vorgänger tatsächlicher Anwendungen, und Wallace hat bereits eine funktionierende und bewährte Anwendungen. Ihm wird stetig und zunehmend Aufmerksamkeit zuteil von der hydroklimatischen Gemeinschaft. Im April hatte man ihn eingeladen, auf dem 30th Annual Rio Grande Basin Snowmelt Runoff Forecast Meeting einen Vortrag zu halten, welches gesponsert wird vom USDA SNOTEL-Netzwerk und an dem führende Wissenschaftler aus dem Fachgebiet Hydroklima teilnehmen, die an Institutionen tätig sind wie dem National Weather Service (NWS), dem U.S. Geological Survey (USGS) und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

Falls Wallace recht hat – und dafür sprechen seine erfolgreichen Klimavorhersagen (hier) als Backup für seine Projektionen – kann Udall nicht gleichzeitig auch recht haben. Wallace glaubt, dass die meisten von Udalls Klima-Vermutungen wie etwa die Behauptung, dass regionale Temperaturen alles hinsichtlich der Dürre erklären, zu grob vereinfachend sind. Er gab auch seinen Bedenken Ausdruck hinsichtlich der Verwendung des Begriffes „Dürre“ seitens Udall. „Um jene Statements zum Lake Mead als Tatsachen zu akzeptieren“, sagte Wallace, „muss alles unterhalb eines epischen Überschwemmungs-Ereignisses ein episches Dürre-Ereignis sein“.

Die natürlichen Prozesse, die Wallace in ein funktionierendes Vorhersagesystem destilliert hat, passen in keiner Weise zu dem Krisen-Narrativ, dass Udall und viele Klima-„Behörden“ kolportieren. Man könnte sich jetzt fragen, ob es wirklich weiterer Finanzierung, größerer Abteilungen und stärkerer öffentlicher Ängste bedarf, um gegen etwas vorzugehen, das zumindest im Westteil der USA vollständig mit natürlichen Zyklen erklärt werden kann.

The author of Energy Freedom, Marita Noon serves as the executive director for Energy Makes America Great Inc., and the companion educational organization, the Citizens’ Alliance for Responsible Energy (CARE). She hosts a weekly radio program: America’s Voice for Energy—which expands on the content of her weekly column.

Link: http://www.cfact.org/2016/05/31/another-climate-alarmists-predictions-dont-match-real-world-data/ (Übersetzt wurde hier eine von der Autorin selbst verfasste kürzere Fassung)

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wie grüne Bevormundung, grüne Fehlinvestitionen und Bürokratie unseren Alltag erschweren, unser Leben verteuern sowie oftmals der Umwelt schaden

Teil 1- Die Illusionen und Irrwege der „grünen“ Branche im Baum- und Naturschutz

Bild rechts: Da ging was schief: Absterbende Straßenbaum- Ersatzpflanzung. Foto: Stefan Kämpfe

Meist kontraproduktiv – die Baumschutzsatzungen sowie Regelungen zu Ersatzpflanzungen

In vielen Städten gibt es so genannte „Baumschutzsatzungen“. Sie gelten meist für die Gehölze innerhalb der bebauten Ortsteile. Bäume ab einer bestimmten Größe, die sich meist am Stammumfang oder Stammdurchmesser orientiert, dürfen vom Eigentümer, selbst wenn er den Baum selbst gepflanzt hat, nur nach vorheriger Genehmigung der Kommune entfernt werden, unter Entrichtung einer „Verwaltungsgebühr“ sowie unter Auflagen zu „Ersatzpflanzungen“ oder „Ersatzzahlungen“, versteht sich. Der Eigentümer wird also zum Bittsteller degradiert, Anträge müssen selbstverständlich „begründet“ sein und können auch abgelehnt werden. Damit solle, so die Argumentation der Umweltlobby „Der Baumbestand in der Stadt erhalten, das Klima geschützt und den Belangen der Stadtökologie Rechnung getragen werden.“ Doch halt – sind Kommunen ohne Baumschutzsatzungen etwa ärmer an Bäumen, und lässt sich der Nutzen einer Baumschutzsatzung überhaupt nachweisen? Die Antwort lautet: Nein. Der Nutzen von Baumschutzsatzungen lässt sich nicht belegen. Ohnehin gelten die jeweiligen Naturschutzgesetze der Bundesländer oder weitere Satzungen wie etwa Bebauungspläne, welche den Baumbestand innerhalb einer Kommune zumindest teilweise schützen und die Freiheit und Eigenverantwortung der Bürger leider gleichfalls einschränken. Und in Fällen, in denen die rechtmäßige Bebauung eines Grundstücks oder eines Teils davon beantragt wird, bricht das höherrangige Baugesetzbuch (Bundesrecht) ohnehin das (nur kommunale) Baumschutzrecht; die Bäume müssen der Bebauung weichen. Bei der Schonung des eigenen Baumbestandes sind Kommunen, Landes- oder Bundesregierungen keinesfalls vorbildlich. Trauriges Beispiel war die Fällung von fast 300 Bäumen für den völlig überteuerten und überzogenen Ausbau des Erfurter Steigerwald-Stadions; die dortige Fußballmannschaft ist nur drittklassig und entging 2015/16 nur knapp dem Abstieg. Im Mittelpunkt der öffentlichen Kritik stand Erfurts grüne Umweltdezernentin Kathrin Hoyer. Sie musste die Fällorgie genehmigen und auch noch verteidigen.

Abbildung 1: Baumfällungen sind durch Baumschutzsatzungen meist nicht zu verhindern. Oft werden sie sogar von der öffentlichen Hand veranlasst, so etwa in Erfurt oder Weimar, wo trotz zahlreicher Proteste für die Umgestaltung von Straßen und Plätzen immer wieder selbst große, ortsbildprägende Bäume weichen mussten. Trauriger Höhepunkt war die Fällung von fast 300 Bäumen für den Umbau des Erfurter Steigerwald- Stadions. Foto: P. Jasmer

Städte ohne Baumschutzsatzungen sind nicht baumärmer. So steht auf der Website der Stadt Kamp-Lintfort: „In Kamp-Lintfort gibt es keine Baumschutzsatzung. Vielmehr setzen der Rat und die Verwaltung auf Verständnis für die positiven Eigenschaften und die Identifikation mit den Bäumen. Statt zusätzlicher Reglementierung der Bürgerinnen und Bürger mit dazu noch anfallenden Personal- und Sachkosten zur Kontrolle der Baumschutzsatzung, fließt das Geld in Pflege und Neupflanzung von Bäumen.“ (Quelle https://www.kamp-lintfort.de/de/inhalt/baumschutz/ ). Eindeutig belegen lässt sich eben nur der monetäre und bürokratische Aufwand zur Umsetzung der Baumschutzsatzungen für die finanziell meist klammen Kommunen. So hat man in Solingen im Zuge der Diskussion um die Abschaffung oder Vereinfachung der Baumschutzsatzung jährliche Kosten von 54.000 Euro ermittelt (Quelle http://solingen-spart.de/sites/2010/www.solingen-spart.de/dito/forum7c48.html?action=editArticle&id=157&view=print ). Aber selbst in kleineren Kommunen fallen erhebliche Verwaltungskosten an; Meerbusch ermittelte jährlich 22.500 Euro Personalkosten für nur eine halbe Planstelle plus einmalig 13.000 Euro für ein neues Dienstauto (Quelle http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/verwaltung-baumschutzsatzung-kostet-35-000-euro-und-bringt-nichts-aid-1.3966144 ). Diese finanziellen Aufwendungen lassen sich mittels Verwaltungsgebühren, welche den Antragstellern aufgebürdet werden und für weitere Verärgerung sorgen, nur zu einem geringen Teil wieder einspielen. Auch deshalb suchen viele Kommunen verzweifelt nach Kompromissen und schränken den Geltungsbereich der Baumschutzsatzungen mehr und mehr ein. So etwa in der finanziell stets klammen Stadt Weimar. Die erste, rechtlich strittige Satzung von 1991 stellte noch alle Gehölze ab 30cm Stammumfang (in 1 Meter Höhe gemessen) unter Schutz; ab 1998 erhöhte man den Stammumfang auf 50cm, ab Ende 2008 fielen alle Obstgehölze von weniger als 100cm Stammumfang und einem Kronenansatz unter 160cm aus der Satzung. Und momentan ist die Weimarer Satzung schon wieder in Überarbeitung – alle Obstgehölze und Fichten sollen nun nicht mehr geschützt werden… .

Abbildung 2: Diese Aufnahme ist historisch. Auch in Weimar, wo man immer meint, besonders grün zu sein, werden viele Bäume gefällt. Diese Spitzahorne erblühten letztmalig 2011 in ihrem lindgrünen Gewand. Danach mussten sie, zusammen mit mehreren Linden, der Umgestaltung des Herderplatzes und dem Bau eines Kirchenladens weichen. Foto: Stefan Kämpfe

Aber wie sieht es mit öffentlichen Baumpflanzungen in den Kommunen aus? Diese sind meistens sinnvoll und erwünscht- doch manchmal wird auch hier über das Ziel hinausgeschossen. Nämlich immer dann, wenn viel zu große, ungeeignete Bäume in viel zu engen Straßen gepflanzt oder nachbarrechtliche Belange verletzt werden.

Abbildung 3: Selbst am helllichten Tage ist es in dieser Nebenstraße stockfinster, weil viel zu große, dichte Bäume in kaum zwei Metern Abstand zu den Häusern gepflanzt wurden. In vielen Räumen kommt man von Mai bis Oktober auch tagsüber nicht ohne Kunstlicht aus. Foto: Stefan Kämpfe

Diese Fehlentscheidungen sind oft auch eine Folge der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, welche sich nach den Regelungen der Baumschutzsatzungen und der Naturschutzgesetze ergeben. Die massive Bautätigkeit und der hohe Flächenverbrauch der letzten Jahrzehnte führten besonders in Ostdeutschland zu einer Flut an Ersatzpflanzungen, für die es zunehmend an geeigneten Flächen mangelt. Wenn aber Hausbewohner in den von Bäumen verdunkelten Wohnungen mehr elektrisches Licht und wegen des Fehlens der wärmenden Sonnenstrahlen mehr Heizung benötigen, so wird das hohe Ziel des „Umweltschutzes“ verfehlt. Oft kommt es zu massiven Beschwerden, die meist ein rabiates Zurückschneiden oder gar die Fällung von Bäumen nach sich ziehen- verbunden mit erhöhtem Verwaltungsaufwand. Und landauf, landab gammeln und welken zahllose „Ersatzpflanzungen“ vor sich hin, die zwar mit hohem finanziellem Aufwand erstellt wurden, aber wegen des Personal- und Geldmangels nicht dauerhaft zu unterhalten sind.

Fazit: Baumschutzsatzungen bedeuten viel rechtlich-fachliches, vom Bürger kaum durchschaubares bürokratisches Wirrwarr mit hohen Kosten ohne Nutzen für die Umwelt. Hier sollten vom Gesetzgeber dringend Vereinfachungen und Vereinheitlichungen unter Stärkung der Eigenverantwortung und der Eigentumsrechte der Bürger vorgenommen werden. Ersatzpflanzungen von Bäumen sind nicht überall möglich und nur dort sinnvoll, wo sie fachlich funktionieren und Wohnräume oder Gärten nicht zu sehr verschatten. Der Staat ist in Form der öffentlichen Hand kein gutes Vorbild für den Umgang mit Bäumen, denn sehr viele Fällungen gehen auf sein Konto.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Buch: Horst-Joachim Lüdecke, „Energie und Klima“, 2. Auflage

Dies ist das Fazit von fast 300 Seiten wissenschaftlich exakter und mit unzähligen Quellen belegter Lektüre über "Energie und Klima: Chancen, Risiken, Mythen". Horst-Joachim Lüdecke, Physikprofessor im Ruhestand, hat sich erhebliche Mühe gemacht alles Neue und Relevante zum Thema Klima, Energie und Umwelt zusammenzutragen. In Zeiten, in denen jeder Wissenschaftler ohne Begriffe "Klimawandel" und "Gefahren durch CO2" sowie natürlich "menschengemacht" auf seine Anträge schreiben muss, um Geld für seine Forschungsprojekte zu bekommen, oder in denen bis 2025 sagenhafte 400 Millionen Euro für ein windiges Kopernikus-Projekt ausgegeben werden soll, das Energiewende-Technologien erforschen und entwickeln soll – in diesen Zeiten tut es gut, nicht ideologisch gefärbte, sondern handfeste, nachprüfbare fachliche Informationen zu lesen.

Die Erstauflage war relativ schnell vergriffen. Und ein wenig ist das eingetreten, was Mitglied des Deutschen Bundestages, Arnold Vaatz, in seinem Vorwort für das Buch befürchtete: "Allerdings bin ich Realist und ahne, was kommen wird: Man wird zunächst versuchen es zu ignorieren. Aber es wird nicht fruchten, dazu ist das Buch zu souverän, zu überzeugend, zu präzise. Daher wird sich die Empörungsindustrie mit ihm befassen und es auf den medialen Index setzen."

Das dies zutrifft, erkennt man daran, dass weder dieses Buch noch die zahlreichen weiteren kritischen Klima-/Energiebücher (um nur ein stellvertretendes Beispiel "Strom ist nicht gleich Strom" von M. Limburg und Fred Müller zu nennen) jemals eine kritische Besprechung in den Sachliteraturbeilagen der großen Medien (Zeitungen, TV, Radio) gefunden haben. Bücher, die gegen den ökologisch-politischen Mainstream schwimmen und auch noch beim Lesen ein wenig eigenes Mitdenken verlangen, werden von den großen Medien "nicht einmal ignoriert". Immerhin erhielt das Buch von Lüdecke eine lobende fachliche Kritik im Journal der deutschen physikalischen Gesellschaft (DPG).

Initialzündung für Lüdecke waren freiwillige Übungen seiner Studenten, in der es um gutes Vortragen mit PPT-Präsentation und korrektem Zitieren von Bildern und Quellen ging. Bei solchen Übungsvorträgen wurden von den Studenten häufig Themen im Bereich Energie und Klimawandel gewählt. Hier fiel ihm das Fehlen von ordentlichen Quellenangaben auf. Extremwetter begründeten die Studenten automatisch mit zunehmenden CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken, Industrie und Landwirtschaft. Doch Quellen dafür gab es nicht.

So machte sich Lüdecke selbst auf den Weg, stellte erstaunt fest: Es gibt bis heute keine Nachweise dafür, dass Extremwetter-Ereignisse zunehmen. Bereits historische Hochwassermarken an der alten Brücke seiner Heimatstadt Heidelberg zeigen: Die stärksten Überschwemmungen liegen weit über 100 Jahre zurück. Aber auch der Weltklimarat IPCC belegt in seinen wissenschaftlichen Berichten, die offenbar kaum gelesen werden, dass es keine statistischen Belege für zunehmende Extremwetter gibt.

Im Ruhestand hatte Lüdecke die nötige Zeit, frei von Lehrverpflichtungen oder finanziellen Interessen sich der Klimaforschung zu widmen. Resultate waren mehrere wissenschaftliche Klimaveröffentlichungen in internationalen, begutachteten Fachjournal zusammen mit Mitautoren.

Er beschreibt im ersten Teil "Energie" seines Buchs den steigenden Energiehunger der Menschheit, untersucht die Brennstoffreserven wie Kohle, Erdgas, Uran. Eines der wichtigsten Kapitel behandelt im Grunde genommen banale Grundlagen rund um Leistung, Arbeit und als wesentlichen Begriff die Energiedichte. Plastische Rechenbeispiele zeigen, was in jedem früheren Physikbuch stand: Sonne und Wind haben solch geringe Energiedichten, dass eine wirtschaftliche Nutzung vollkommen sinnlos ist.

Er beschreibt die verschiedenen Versuche, elektrische Energie zu speichern. Sein Fazit: Unter nüchternen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien darf man diese Methode als "Vernichtungsmethode von elektrischem Strom" bezeichnen.

Mal rechnen hätte vor der absurden Energiewende gut getan. Professor Lüdecke tut es. Fazit: "Spareffekte bei Energiesparlampen sind für den Verbraucher verfehlt worden, die Preise für Wohnraumbeleuchtung haben sich vervielfacht."

Er betritt auch das verminte Gelände Kernenergie. Er trägt alle belegten Fakten rund um die Kernenergie, Radioaktivität und Strahlung sowie deren Wirkung auf den menschlichen Organismus zusammen. Offensichtlich stimmt nicht, dass grundsätzlich jede radioaktive Strahlung schädigt. Die Dosis macht es. Der Grund ist einleuchtend: Alle Lebewesen waren und sind seit Beginn der biologischen Evolution mehr oder weniger hohen Dosen natürlicher radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

Erstaunlich ist, dass es keine Bilder von genetischen Spätschäden oder Verkrüppelungen an Neugeborenen gibt, die einer höheren Strahlendosis ausgesetzt waren (zB. Hiroshima). Jede Strahlenschädigung des komplexen Entwicklungsprozesses führt nämlich bereits zum vollständigen Abbruch der Schwangerschaft wie es in hohem Prozentsatz auch aus anderen Gründen erfolgt.

Fazit: Es stimmt etwas nicht an unseren gängigen Vorstellungen über die Wirkung der radioaktiven Strahlung auf Lebewesen. Hormesis, welche die positive biologische Reaktion auf geringe Dosen einer toxischen Substanz wie zum Beispiel niedrige Strahlendosen beschreibt, ist der Wissenschaft, nicht aber der Öffentlichkeit bekannt. So sind die Krebsraten in Weltgegenden mit natürlicher radioaktiver Umgebungsstrahlung eines Vielfaches der "verseuchten" Gebieten um Tschernobyl nicht höher als im Durchschnitt.

Lüdecke beschäftigt sich im zweiten Buchteil "Klima" ausführlich mit der Geschichte der Erdtemperaturen. Es gab schon immer Eiszeiten und Warmzeiten, in früheren Zeiten schwankten die Temperaturen noch deutlich mehr, als sie dies in unserem relativ gleich bleibendem 20. Jahrhundert tun.

Er vergleicht sehr akribisch veröffentlichte Temperaturverläufe von Stationen weltweit. Ergebnis: Die Kurven wurden "bearbeitet". Er kritisiert, dass diese "Homogenisierungen" oft nicht dokumentiert wurden und damit nicht nachvollziehbar ist. Vor allem beim GISS-Institut der NASA scheinen sie dazu zu dienen, die zahlreichen Abwärtstrends von Stationen in politisch gewünschte Aufwärtstrends umzuwandeln. Das Datenmaterial ist also in vielerlei Hinsicht verändert, man kann auch sagen geschönt worden.

Dennoch kann Lüdecke zeigen, dass Temperaturverläufe nichts mit dem stetigen Anstieg des CO2 zu tun haben. Das bedeutet: der leichte Anstieg des CO2 in der Atmosphäre hat keine nachweisbare Veränderungen der Temperatur zur Folge. Es gibt keinen messbaren Zusammenhang.

Klimawandel aber wird es immer geben, so stellt der Autor fest, "egal ob wir die Erde bevölkern sowie mit Industrie und Landwirtschaft CO2 erzeugen oder nicht".

Er zitiert auch reizvolle Berichte von Johann Peter Hebel, die der vor 200 Jahren in seinem "Rheinischen Hausfreund" berichtete, einem Jahreskalender, der damals in nahezu jedem Haushalt lag:

"Der arme Winter von 1806 auf 1807 hat viel Verwunderung erregt und den armen Leuten wohlgetan; der und jener wird als alter Mann seinen Enkeln erzählen, dass man anno 6, als der Franzose in Polen war, zwischen Weihnacht und Neujahr Erdbeeren gegessen und Veilchen gerochen habe. Solche Zeiten sind selten, und man zählt in den alten Chroniken seit 700 Jahren 48 der gleichen Jahrgänge. 1289 war es so warm, dass die Jungfrauen um Weihnacht und am Dreikönigstag Kränze von Veilchen, Kornblumen und anderen trugen. 1420 war der Winter und das Früjahr so gelind, das im März die Bäume schon verblüheten. Im April hatte man schon zeitige Kirchen und der Weinstock blühte."

Lüdecke verweist darauf, wie prägnant sich Schnee und Eis in der Malerei des 16. / 17. Jahrhunderts niedergeschlagen haben. Die holländischen Bilder der schlittschuhlaufende Dorfbevölkerung in der kleinen Eiszeit sind weltberühmt. In dieser Zeit muss es also sehr kalt gewesen sein.

Das Mittelalter wiederum muss dagegen beträchtlich wärmer als heute gewesen sein, ansonsten hätten die Bewohner der Burgen ihre Gemäuer nie ordentlich warm bekommen. Lüdecke weiter: "Und ob sich bei kaltem Klima eine so warmherzige Kultur wie des Minnesangs ausgebildet hätte, darf bezweifelt werden." Die großen deutschen Flüsse wie Rhein und Donau führten im 11. und 12. Jahrhundert in den heißen Sommern kaum noch Wasser, zu Köln konnten die Einwohner den Rhein trockenen Fußes überqueren, und die Fundamente der berühmten Regensburger Steinbrücke konnten in der trockenen Donau gebaut werden.

Auch die Gletscher in den Berner Alpen waren im 13. und 14. Jahrhundert deutlich kleiner als heute, das beweist der Bevölkerungsaustausch vom Berner Oberland ins Wallis. Die Römer haben früher fast ganz Europa in Sandalen erobert, und ob der Marsch von Hannibal mit seinen Elefanten von Norden her über die Alpen nach Oberitalien hinein bei den heutigen Schnee und Gletscherverhältnissen gelungen wäre, ist sehr fraglich. Die Sahara war vor 6000 Jahren eine grüne Savanne. Klimaänderungen gibt es immer, aber keinen Beleg, dass der Mensch irgend etwas damit zu tun hat. Also auch keinen Grund für den deutschen Energiewendewahn.

Das Schlusskapitel des Buchs "Die Zechpreller" geht hart mit der mangelnden Zivilcourage der Deutschen in Wirtschaft, Medien, Schulen und Hochschulen ins Gericht. So schreibt Lüdecke:

Der Mehltau politischer Korrektheit, des Verschweigens von nicht genehmen Fakten, ökoideologischer Belehrungen und eine an die ehemalige DDR erinnernden Klima und Energiewende Propaganda haben sich wie eine erstickende Decke über unser Land gelegtMit der Energiewende und dem noch unsinnigeren Klimaschutz werden mit deutscher Gründlichkeit unsere Wirtschaft, Landschaften und Natur ruiniert. Vorteile gibt es keine… Die deutsche Intelligenz in Medienredaktionen, Hochschulen und Führungsetagen von Unternehmen schweigt, duckt sich weg und versucht zu profitieren. Man fürchtet, gegen die übermächtige Ökobewegung keine Chance zu haben, weil man erkennt, wie sehr sie sich die Unterstützung einer überwältigenden Mehrheit der deutschen Medien und der Politik gesichert hat. Zum wiederholten Male in der deutschen Geschichte verweigert sich die deutsche Intelligenz dem entschiedenen Widerstand gegen Entwicklungen, deren Unheilspotential nicht zu übersehen ist. Die Gründe für das Gewährenlassen von Bewegungen mit undemokratischen Zielen waren und sind hierzulande immer die gleichen: Unterschätzung der Gefahr, Bequemlichkeit, Karriere-, Konsens- und Profitstreben. Zivilcourage ist kein deutsches Wort".

Anmerkung der EIKE-Readaktion:

Die Besprechung des Buchs von Lüdecke vs. dem Buch von Claudia Kemfert als pdf im Anhang. Inzwischen gibt es bereits mehrere Besprechungen der 2. Auflage, die ausführlichste in der Naturwissenschaftlichen Rundschau (hier) unter Buchtipps & Besprechungen.

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Zum Sommerstart: Die vergebliche Suche nach der „Klimaerwärmung“ im Frühsommermonat Juni Teil 1- Wie sich die Junitemperaturen und die Juni- Witterung entwickelt haben

Bild rechts: So schön kann der Frühsommer sein: Haufenwolken (Cumuli) zwischen Erfurt und Weimar. Foto: Stefan Kämpfe

Beginnen wollen wir mit einem langen Zeitabschnitt:

Grafik 1: In den letzten 100 Jahren hatte der Monat Juni zwei kühlere Phasen, um 1920 und um 1970 bis 1990. Die Höhepunkte lagen vor 1910, um 1945 und kurz nach 2000. Auch wenn die polynome Trendlinie Anfang und Ende stets verzerrt, so kann sie trotzdem sehr schön den Schwingungsverlauf des Monates Juni herausstellen. Es gibt keine kontinuierliche Erwärmung.

Schon aus Grafik 1 ist ersichtlich, dass Kohlendioxid auf diesen Temperaturverlauf keine Auswirkung haben kann. Denn seit 1950 steigen die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre bis heute stetig an, während der Juni ab 1950 für die nächsten 30 Jahre kälter wurde. CO2-Anstieg bei gleichzeitig fallenden Temperaturen, dass ergibt keine Erwärmungs-Kausalität.

Noch erstaunlicher fallen die Betrachtungsergebnisse für den Zeitraum ab 1930 aus. Wir haben dazu die Deutschland- Juni- Werte mit denen des Britischen Wetterdienstes (UKMO, Metoffice) für Zentralengland als Referenz- Region verglichen. Auch dort ist nämlich keine Juni- Erwärmung gemessen worden, im Gegenteil:

Grafik 2: In mehr als 85 Jahren hat sich der Juni in Deutschland um 0,1 K erwärmt, das ist weder signifikant, noch besorgniserregend. In Zentralengland (orange) wurde es etwas kälter; beide Trends sind geringer als der Messfehler. Mit anderen Worten: Es gab keine wesentlichen Temperaturänderungen seit etwa drei Generationen!

Wo ist die CO2- Klimaerwärmung beim Juni?

Behauptet wird von den Klimaerwärmungsgläubigen stets, es würde vor allem in der Gegenwart immer wärmer. Auch diesmal wird der Deutsche Wetterdienst sicher wieder melden, der Monat Juni sei zu warm gewesen. Der Grund dafür ist der völlig veraltete Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Wie aus Grafik 1 ersichtlich, beinhaltet dieser Vergleichsabschnitt genau die Jahre der letzten Kaltphase. Deshalb hat die Trendlinie aus dieser heraus eine positive Steigung. Das zeigt uns das nächste Diagramm über die letzten 50 Jahre.

Grafik 3: Über die letzten 50 Jahre, also aus der 1970er Kaltphase heraus, zeigt der Monat Juni eine Erwärmung, weil der Monat derzeit immer noch wärmer ist als während der Kaltphase, und zwar um etwa 1 Grad.

Damit bleibt die Frage, wann wurde der letzte Temperaturhöhepunkt und damit der Wendepunkt zur neuen Abkühlung hin erreicht? Die Antwort ist diesmal einfach, denn jede der drei Grafiken zuvor beantwortet bereits diese Frage. Im Jahre 2003 war mit 19,4 C der vom Deutschen Wetterdienst gemessene wärmste Juni in Deutschland, aber auch im Jahr davor und 2000 war der Juni sehr warm.

Nehmen wir als nächste Temperaturbetrachtung den Gegenwartszeitraum, also seit dem Jahr 2000 bis heute. Der Wert für 2016 fehlt natürlich noch.

Grafik 4: Im neuen Jahrtausend, also seit 16 Jahren, zeigt der erste Sommermonat Juni einen noch nicht signifikanten Temperaturrückgang. Der Zeitraum ist bei der großen Streuung der Einzelwerte noch zu kurz, um eine eindeutige Aussage für eine noch dauerhafte Klimaabkühlung für die Zukunft zu machen.

Ergebnis: Wir haben gezeigt, dass der Temperaturverlauf des Monates Juni über die letzten 100 Jahre in sinusähnlichen Schwingungen verläuft, dafür kann Kohlendioxid nicht verantwortlich sein

Der Juni wird in der Gegenwart wieder kälter. Und auch der Juni 2016 wird keine Trendlinienänderung bewirken können, sondern lediglich die fallende Trendlinie etwas verzögern. Mit aller Vorsicht könnte man aber vorhersagen, dass in 20 bis 25 Jahren der Monat Juni seinen nächsten Kältetiefpunkt erreicht haben wird.

Wird der zukünftige Kältetiefpunkt um 2040 dann genauso kalt sein wie um 1965?

Diese Frage lässt sich natürlich gar nicht beantworten, auch nicht annäherungsweise. Wir machen aber erneut auf den zunehmenden Wärmeinseleffekt aufmerksam. Da in Deutschland weiterhin freie Naturflächen überbaut werden, -täglich fressen sich 110 Hektar Urbanisierung in die einstige Wiesenlandschaft hinein und die zunehmende Versteppung des Bodens durch Maisanbau für die Biogasanlagen – steigt der menschengemachte Wärmeinseleffekt täglich und bremst die Abkühlung. Immer mehr verändern auch die Windkraftanlagen die Temperaturen, einerseits weil sie den kühlenden Wind abbremsen und damit die Verdunstungskälte des Bodens verringern, zum andern aber auch, weil für jedes Windrad eine Zufahrt mit Bodenverdichtungen oder schlimmstenfalls gar bis zu einem Hektar Bodenüberbauung notwendig ist. Es ist schon seltsam, alles, was angeblich gegen die vermeintliche C02- Erwärmung helfen soll, erwärmt in Wirklichkeit die Landschaft und trägt zur Erhöhung des Wärmeinseleffektes bei. Man könnte die Klimaerwärmungsgläubigen sicher lächelnd zur Seite schieben, wenn ihr Tatendrang nicht auf Dauer die Natur zerstören würde und uns eine Menge unnützer Gelder kosten würde.

Blieben noch die angeblich zunehmenden Starkniederschläge und Unwetter. Sommerliche Niederschläge schwanken wegen der oft feucht- labilen Witterung enorm und sind daher räumlich- zeitlich weder vorhersagbar, noch lassen sich wesentliche langzeitliche Trends erkennen:

Grafik 5: In Potsdam, nun wahrlich kein zu Extremwetter neigender Ort, schwankten die Juni- Niederschlagssummen schon immer enorm. Fast regenfreien Monaten wie 2010 standen extrem nasse, wie 1990, gegenüber. Ein Trend zur Niederschlagszunahme ist nicht erkennbar.

Die Anzahl der Gewittertage (Unwetter sind meist an Gewitter gebunden; die Wahrscheinlichkeit Ihres Auftretens müsste steigen, wenn es mehr Gewittertage gäbe) nahm eher etwas ab:

Grafik 6: Kein Grund zur Besorgnis: In Potsdam hat die Anzahl der Gewittertage im Juni etwas abgenommen.

Es bleibt das große Geheimnis des ZDF (Zweifelhaftes, Dümmliches Fernsehen), wie man daraus eine Neigung zu immer mehr Katastrophen erkennen soll. Sommerliche Unwetter gab es (leider) schon immer, und es wird sie auch weiterhin geben. Schlecht für die davon Betroffenen- gut für die sensationsgierige Journaille.

Auf eine Formel gebracht: Das „Geschäftsmodell Klimaschutz“ schürt mit schlecht recherchierten Medien- Berichten diffuse Ängste, schafft nur überflüssige, teure Bürokratie und zerstört mit immer mehr ineffizienten Wind- und Solarparks oder Biogas- Anlagen zunehmend die Natur.

Josef Kowatsch, Naturschützer und neutraler Klimawissenschaftler

Stefan Kämpfe, Diplom- Agrar- Ingenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Teil 2: Sturzfluten – ihre Ursachen

Nicht auszudenken, was aus der Qualitätspresse für Schreie zu hören wären, würde heute eine Sturmflut rheinaufwärts bis Köln reichen! Laut Argumentationskette aus der Qualitätspresse war der Auslöser dieses Ereignisses dann wohl dem Umstand geschuldet, dass seinerzeit zu viele Fahrzeuge CO2 in die Luft pusteten oder die damalige Bevölkerung zu viele Rinder (das andere sog. Treibhausgas) hatten.

Katastrophen wie heute sind also immer schon mal dagewesen. Warum dann gerade dort, wo sie aufgetreten sind? Warum bilden sich binnen Minuten solche Flutmassen bei Starkregen, die ganze Dörfer zerstören und den Menschen großes Leid zufügen?

Bereits vor 10 Jahren haben die Wissenschaftler Prof. Rienk R. van der Ploeg (Institut für Bodenkunde der Universität Hannover, Bodenphysik), Prof. Wilfried Ehlers (Acker- und Pflanzenbau am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Göttingen) und Prof. Rainer Horn (Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Universität Kiel) eindringlich davor gewarnt, was jetzt eingetreten ist und aufgezeigt, warum dies so kommen wird. Spektrum der Wissenschaft berichtete darüber "Schwerlast auf dem Acker".

Bild rechts: Flutkatastrophen sind in allen Zeiten Teil unseres Daseins: Die Sintflut bricht über die Menschheit herein. Haus und Tier versinken in den Fluten, während der Himmel sich verdunkelt. Quelle: Gemälde von Johann Wilhelm Schirmer

Abb.1, Quelle Spektrum der Wissenschaft 08/2006; Wortlaut S.d.W.: “Einst erstklassige Ackerböden lassen heute pro Zeiteinheit höchstens noch ein Zehntel bis Hundertstel (!) der Wassermenge versickern, die in einem ursprünglichen, lockeren Waldboden versickern würde. Selbst ein Tausendstel kommt vor.“ Der große Rest fließt ab!

Auf Seite 76 ist in S.d.W. 08/2006 folgende Abbildung zu sehen, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forscher visualisiert.

Abb.2, Quelle S.d.W.: Bei Starkregen oder länger anhaltenden Regenfällen kann das Wasser in den verdichteten Böden nicht mehr versickern. Weiteres Regenwasser muss deshalb abließen und sammelt sich der Schwerkraft folgend in Tälern und Senken. Wir kennen solche Ereignisse sonst eher aus Trockengebieten wie Namibia.

Folgend ist im Artikel zu sehen, wie tief die Bodenverdichtung reicht.

Abb.3, Quelle S.d.W.: Bis über einen Meter reicht die Bodenverdichtung, die nicht wieder aufgehoben wird, da nur die oberen Zentimeter bei der späteren Aussaat wieder aufgelockert werden. Die Wissenschaftler in S.d.W.:

Ein verdichteter Grund lässt Wasser schlechter versickern, denn darin ist für Wasser leitende Poren weniger Platz. Durch Pflügen wird zwar die obere Bodenschicht, die Krume, immer wieder gelockert, und auch die Bodenorganismen können dann darin ihr Werk verrichten.

Doch ein einmal zusammengepresster Unterboden lockert sich von allein praktisch nicht wieder, zumindest nicht wesentlich innerhalb von ein paar Jahren oder Jahrzehnten. Die Folgen sind nach starkem Regenfall Staunässe in der Krume und stehendes Wasser auf der Oberfläche. Bei Hangneigung fließt das Wasser entweder oberflächlich oder auch auf der Pflugsohle innerhalb der Krume verborgen talwärts. Einst erstklassige Ackerböden lassen heute pro Zeiteinheit höchstens noch ein Zehntel bis Hundertstel der Wassermenge versickern, die in einem ursprünglichen, lockeren Waldboden versickern würde. Selbst ein Tausendstel kommt vor.

Mehr als 50% der Fläche Deutschlands besteht aus landwirtschaftlich genutzten Boden.

Gleiches gilt übrigens für die Forstwirtschaft. Auch hier wird mit schweren Maschinen gearbeitet und die Waldböden dadurch verdichtet, so dass das Wasser nicht mehr versickert und vermehrt abfließt. Besonders bei solchen Starkregen wie den letzten Tagen.

Der Autor möchte an dieser Stelle nicht missverstanden werden. Seine Analysen richten sich nicht gegen die industrielle Landwirtschaft, ohne diese die Menschheit und auch wir in Deutschland, gar nicht zu ernähren wären – von Träumereien wird niemand satt – sondern er versucht zu analysieren, warum heutzutage Menschen bei Wettereignissen, wie den vergangenen, so in Mitleidenschaft gezogen werden.

Frau Horneffer hätte sich diese Nachhilfestunde in Meteorologie und Bodenkunde ersparen können, hätte sie vor Ort, bei den Mainzelmännchen nachgeschaut. Die schlauen Mainzelmännchen haben, wie der DWD, erkannt, was unser Wettergeschehen bestimmt (Abb. 4).

Abb. 4: Die Mainzelmännchen wissen, dass sich der PolarFrontJet direkt über Deutschland befindet und kennen dessen Auswirkungen durch die Abgrenzung der polaren Luftmassen von den subtropischen und den dadurch entstehenden turbulenten Wetterereignissen an deren Grenzschichten.

Aber die intelligenten Mainzelmännchen haben für Personen, die solch dummes Zeug von sich geben, wie Frau Horneffer, auch die richtige Antwort parat: Abb.

Abb. 5

Quelle: (http://www.rhein-zeitung.de/cms_media/module_img/514/257332_1_gallerydetail_257332_1_org_mainzelmaenn8.jpg)

Raimund Leistenschneider – EIKE