Die BP-Statistik des Welt-Energieverbrauchs

Der globale Verbrauch nimmt weiterhin zu. Ein lineares Modell zeigt eine jährliche Zunahme von 176 ± 7 Mtoe während des gesamten Zeitraumes, obwohl die Zunahme in diesem Jahrhundert viel stärker war, nämlich 265 ± 18 Mtoe jährlich. Ein großer Teil dieser Beschleunigung des Anstiegs des Verbrauches ist dem Verbrauch von Kohle geschuldet, doch hat sich dieser Anteil während der letzten Jahre infolge der Abschwächung der chinesischen Wirtschaft verlangsamt.

All jene, die sich Sorgen machen bzgl. unseres Verbrauches fossiler Treibstoffe werden erfreut sein zu erfahren, dass wir etwas weniger unserer Energie aus fossilen Quellen decken:

Das Kyoto-Protokoll scheint den Effekt zu haben, dass unser Verbrauch fossiler Treibstoffe zunimmt. Es bedurfte der ökonomischen Katastrophe des Jahres 2008 [?], um irgendwelche Auswirkungen zu zeitigen, und der relative Verbrauch ist seitdem rückläufig.

Einige mögen auf das Wachstum der erneuerbaren Energie verweisen, und tatsächlich sind die erneuerbaren nicht mehr vollständig unbedeutend. Falls wir eher die Stromerzeugung als die Primärenergie betrachten, dann schlägt die Kernkraft mit 2500 TWh jährlich zu Buche, Wasserkraft mit 4000 TWh und Erneuerbare mit 1500 TWh:

Kernkraft hat inzwischen angefangen, langsam zuzunehmen; Wasserkraft wächst stetig um etwa 90 TWh pro Jahr; und Erneuerbare wachsen exponentiell – im vorigen Jahr gingen 200 TWh des erzeugten Stromes auf das Konto der Erneuerbaren. Dieses Wachstum ist hauptsächlich der Windkraft geschuldet:

obwohl Photovoltaik inzwischen auch rapide zunimmt.

Der BP-Report vermittelt eine Abschätzung der Effizienz von Wind- und Solarenergie, weil sowohl die installierte Kapazität als auch die erzeugte Energie angegeben werden. Der globale Kapazitäts-Faktor für Solar-PV lag unter 10%, ist aber während der letzten Jahre auf etwa 12% gestiegen. Der Kapazitätsfaktor von Wind hat stetig zugenommen und liegt jetzt bei etwa 22%:

Die jährliche Statistik von BP ist in der Tat eine sehr aussagekräftige Quelle, and my mining has only just scratched the surface. [Was ist hiermit gemeint? Mining = Bergbau. Anm. d. Übers.] Für all diejenigen, die Ambitionen haben, Temperaturanstiege zu kontrollieren, bedeutet sie schwachen Trost – der Verbrauch fossiler Treibstoffe steigt immer noch um über 150 Mtoe pro Jahr und wird noch ziemlich viele Jahre lang einen Anteil von 80% am Energieverbrauch haben. „Dekarbonisierung“ ist etwas für Traumtänzer.

Der gesamte Report steht hier: http://www.bp.com/en/global/corporate/energy-economics/statistical-review-of-world-energy.html

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/06/10/the-2016-bp-statistical-review-of-world-energy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Dänemark streicht alle Windparks in Küstennähe, Neubauten verzögern sich bis 2025

Klima- und Energieminister Lars Christian Lille will alle Küsten-Windkraftanlagen kündigen, deren Bau im Jahr 2012 vereinbart wurden und verspricht ihnen, sie durch einen neuen Offshore-Windpark im Jahr 2025 zu ersetzen. Wenn ich an das Energieabkommen von 2012 zurück denke, war diese Vereinbarung ein Fehler, die Küstenwindkraftanlagen zu bauen", sagte er.

Übernahme der Information von The Global Warming Policy Forum

Naja Dandanell and Marchen Neel Gjertsen, Jyllands-PostenÜbersetzung aus dem dänischen

Die Aufhebung des Baus von Küstenwindkraftanlagen wird dem Land rund 7 Milliarden Kronen ($ 1 Mrd. Euro) ersparen. Und wenn neue Offshore-Windparks ab 2025 gebaut werden, wird es ein reichliches Budgets geben.

"Für mich gibt es keinen Zweifel, dass ein Offshore-Windpark weit draußen auf dem Meer, eine viel bessere Lösung seinwird", sagt Lars Christian Lille, der auch an den visuellen Vorteil von Offshore-Windenergieanlagen glaubt, die von Land aus nicht gesehen werden können.

Die Regierung hat lange versucht, den Bau der Windkraftanlagen an den Küsten zu verschieben und der Minister hat den Stecker jetzt vollständig gezogen, für die umstrittenen Projekte.

Erschienen auf WUWT am 07. Juni 2016

https://wattsupwiththat.com/2016/06/07/denmark-cancels-all-coastal-wind-farms-delays-new-builds-until-2025/

Dänemarks liberale Regierung drängt ihre Politik der Erneuerbaren-Energien zurück.

Dänemarks Klima- und Energieminister warnt, dass die grüne Energiewende des Landes zu teuer geworden ist und zu unbeliebt.

Die Kosten der dänischen Politik für erneuerbare Energien sind zu hoch [geworden], so der dänische Klima- und Energieminister Lars Christian Lille

Der Minister gibt diese Erklärung als Reaktion auf einen Bericht des Klima- und Energieministeriums an das Parlament, das zeigt, dass die Subventionen für Offshore-Windparks – die von Unternehmen und Bürger über ihre Stromrechnung bezahlt werden – dramatisch zugenommen haben im Vergleich zu dem, was ursprünglich erwartet wurde.

In einem Interview mit der Zeitung Berlingske, sagte der Minister, dass man akzeptieren muss, dass der Preis der grünen Energiewende zu hoch ist und dass die Energiekosten als Folge daraus gesenkt werden müssen.

Eine Möglichkeit wäre es, die Unterstützung für Offshore-Windparks neu zu bewerten. Ihre Kosten haben sich deutlich erhöht und der lokale Widerstand gegen diese Windparks steigt. Die Reduzierung der Subventionen für Offshore-Windparks könnte öffentliches Geld sparen

Erschienen auf Jyllands-Posten am 23. April 2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://www.thegwpf.com/denmarks-liberal-government-to-roll-back-renewable-energy-policy/




Der Bundestag zieht Bilanz der Unwetter-Zerstörungen Alle Parteien haben genau die gleiche – offizielle – Meinung und als Lösung die Klima-Pflichtversicherung

Ansonsten ist sich die deutsche Politiklandschaft wie sonst nie einig: CO2 muss weg, und der Bürger muss sich zwangsweise gegen den Klimawandel versichern. Darüber, dass wesentliche Schäden wohl vorwiegend durch Behördenversagen und Nachlässigkeit entstanden sein könnten, wurde nur insofern debattiert, als die Vertreter der Bauerninteressen eine Schuld durch Vermaisung von sich wiesen.

Einschub der EIKE Redaktion:

Dresdner Max-Planck-Institut: Kopplung von Extremniederschlägen an Klimaerwärmung offenbar schwächer als vermutet

Hochaktuell erschien hierzu am 11. Mai 2016 in den Geophysical Research Letters eine neue Studie eines Teams um Yu Zhou vom Max Planck Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden. Die Forscher fanden Fehler in der statistischen Bearbeitung von Extremniederschlagsdaten. Nach der Korrektur zeigte sich, dass die globalen Extremniederschläge in den letzten 15 Jahren sogar abgenommen haben. Bei Betrachtung der letzten 25 Jahre fanden sie einen viel schwächeren Zusammenhang zwischen Extremniederschlägen und Temperatur als zuvor von anderen Gruppen berichtet. Zhou und Kollegen schlussfolgern, dass das die Gefahr von Extremniederschlägen im Zuge der Klimaerwärmung stark überschätzt wurde und auf realistischere Werte herunterkorrigiert werden muss. In Zukunft könnte extremer Regen sogar weniger werden. (Hervorhebung von Redaktion)

Auf der Bundestagshomepage kann man das Protokoll der Redebeiträge vom 8. Juli im Bundestag über die Unwetter nachlesen:

Protokoll (Auszüge): Bundestag zieht Bilanz der Unwetter-Zerstörungen

Der Deutsche Bundestag hat sich am Mittwoch, 8. Juni 2016, mit den Folgen der schweren Unwetter der vergangenen Tage in zahlreichen Bundesländern befasst.

Fraktionsübergreifend überwiegend auf Zustimmung traf zudem die Idee, die Elementarschadensversicherung als Pflichtversicherung auszugestalten.

Ministerin kündigt Hilfen an 

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD)

… Sie kündigte an, die betroffenen Gemeinden im Rahmen der Städtebauförderung zu unterstützen, um solche Ereignisse künftig zu verhindern oder ihre Folgen einzuschränken. Diese Katastrophen zeigten, dass die Gefahr von Überflutungen nun auch Orte jenseits der großen Flüsse treffe.

Hendricks machte deutlich, dass diese Starkregenereignisse, die lokal zu massiven Zerstörungen führten, schon lange keine Einzelfälle mehr seien. Die Umweltministerin sah in den Unwetterereignissen Auswirkungen des Klimawandels. Es sei daher nötig, dass die Anpassung an den Klimawandel einen höheren Stellenwert bekommt. Hendricks schlug etwa ein aktives Starkregenmanagement vor, um Orte von besonderer Gefährdung zu identifizieren. Flüsse und Bäche müssten zudem renaturiert werden und, wo es möglich ist, Versiegelung rückgängig gemacht werden. Hendricks sagte auch, dass die intensive Landwirtschaft, insbesondere Maisanbau, ein Risikofaktor für Überschwemmungen sei.

Bulling-Schröter (Die Linke) sagte, es müsse den Bürgern zudem „reiner Wein“ eingeschenkt werden. Es handle sich um Folgen des Klimawandels. Die Zahl der Extremwetterereignisse – Stürme, Fluten und Hitzewellen – nehme weltweit zu, sagte die Linke-Abgeordnete.

Grüne: Solche Ereignisse werden sich häufen

Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen)

… Der Grünen- Abgeordnete sagte eine Häufung solcher Ereignisse im Zuges Klimawandels voraus. Es sei nun das „oberste Gebot“, das 1,5-Grad-Ziel des Weltklimaabkommens von Paris einzuhalten, sagte Ebner.  

Max Straubinger (CDU/CSU) … verwahrte sich, wie auch andere Abgeordnete der Unionsfraktion, gegen Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft. Es sei bedauerlich, wenn sofort wieder über die Landwirtschaft hergezogen werde

Klimaretter.Info, wie immer pflichtbewusst vorbeugend der gleichen Meinung wie unsere Regierung und das Umweltministerium, fasste die Aussagen von Frau Hendricks wie folgt zusammen:

Klimaretter.Info, 08. Juni 2016: Unwetter beschäftigt Bundestag

"Wir sind die erste Generation, die den vom Menschen gemachten Klimawandel erlebt", sagte Ministerin Hendricks. "Nicht alle Ereignisse sind auf den Klimawandel zurückzuführen, doch solche Unwetter werden durch den Klimawandel begünstigt." Die Frage sei nicht, was Klimaschutz koste. Die Frage sei vielmehr, wie hoch die Kosten seien, wenn man nicht handele.

Das mit den Kosten klären unsere Politiker fleißig, denn es spült immer irgendwie Geld in die Kassen und entbindet den Staat von seinen Aufgaben. Nachdem bereits Luftbestandteile einer Steuer unterliegen (CO2-Steuer) muss der Bürger endlich einsehen, dass das Wetter und seine Kapriolen auch genereller Steuern oder Gebühren bedarf. Mal sehen, was den Politikern nach der Pflichtversicherung noch alles einfällt. Der Klimawandel ist ja generell verantwortlich für jedes „extrem“, so dass alles was vom „gefühlt“ Normalen abweicht vorsichtshalber mit Abgaben belegt werden kann. Und darin, dem Bürger Klima-Angst zu machen um ihn problemloser Schröpfen zu können sind sich inzwischen alle Parteien einig.

Wer Ungereimtheiten der Klimawandeldebatte und Hintergründe zu einigen der jüngsten Schadensereignisse nachlesen will findet anbei Links, da ein paar der Informationen bereits im Archiv „verschwunden“ sind.

EIKE 09.06.2016: An den Unwettern ist der Mensch eher nicht schuld – aber ganz sicher an deren Folgen

Darstellung der Unwetter um Simbach (Niederbayern)

EIKE 06.06.2016, J. Kowatsch: Hintergründe der Unwetter in Süddeutschland. Vergleich von Braunsbach und Niederalfingen

EIKE 04.06.2016,Kämpfe, Kowatsch: Der Wonnemonat Mai: Wo ist die Erwärmung?

EIKE 02.06.2016,K. E. Puls: PIK-Forscher Rahmstorf hält im ZDF seine eigenen Extremwetter-Vorlesung – IPCC und DWD-Messungen sagen was Anderes !

EIKE 14.04.2016,K. E. Puls: 9. IKEK Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls:Extremwetter-Ereignisse : Was finden die Wetterdienste? Was schreibt der Klimarat IPCC?




Axel BOJANOWSKI von SPON entlarvt die Klimahysterie: „Das Unwetter und der Klimabluff !“

In der Überschrift bei SPON [2] steht eigentlich schon alles drin:

"Das Unwetter und der Klimabluff !"

Und der "Rest" ist den Daten und Graphiken es Deutschen Wetterdienstes [3] zu entnehmen:

       Abb. 1  Sommer-Niederschläge in Deutschland (DWD)

 

       Abb. 2  Extrem-Niederschläge in Deutschland (DWD)

Genau diese Daten werden von SPON zitiert, unter Verwendung auch der Abb. 2 :

"Medien und Wissenschaftler machen den Klimawandel für den Starkregen der letzten Tage verantwortlich – dabei sagen Wetterdaten etwas anderes." 

u.w. bei SPON:

"Ein Trend ist klimatologisch nicht nachgewiesen", bestätigt der DWD auf Anfrage (Anm.: SPON-Anfrage beim DWD). Aber diese simple Botschaft wird während des Unwetters nicht verbreitet."

u.w. bei SPON:

"Ein Bericht des Umweltbundesamts von 2015 kommt zum gleichen Schluss: Es gebe keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben", heißt es in dem Bericht."

Statt daß die Medien diese Fakten nun darstellen und klar stellen, rauscht mal wieder Klima-Hysterie durch alle Medien (nachzitiert nach [2] ):

"Der Starkregen ist eine Folge des Klimawandels", titelte etwa "Bild"; "Wetterexperten deuten Unwetter als Zeichen für Klimawandel", schrieb die "Berliner Morgenpost", "Mehr Starkregen durch Klimawandel", meldet der Bayerische Rundfunk."

Und dem wollen natürlich auch der "Staatsrundfunk" und die neue "Aktuelle Kamera" namens ZDF nicht nachstehen [4] :

" … und auch für Deutschland ist es gut belegt, daß die Gewitter-Starkregen-Fälle deutlich zugenommen haben."

und w.a.a.O.:

"Der Weltklimarat IPCC hat in seinem letzten Bericht gesagt, Studien in aller Welt zeigen, daß die Gewitter-Intensität in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat …"

Beide Aussagen werden durch die Fakten und die Berichte sowohl des DWD als auch des Klimarates IPCC widerlegt, da steht nämlich das glatte Gegenteil drin! Das wurde kürzlich im Detail hier [5] ausgeführt.

Die dazu wesentlichen Aussagen des DWD [6]  und des Klimarates IPCC [7] seien hier nochmals wiederholt:

"Analysen des DWD haben ergeben, daß sich zumindest in Deutschland aus dem Zeitraum 1951 bis 2000 kein eindeutiger Trend zu vermehrten extremen Niederschlags-Ereignissen ableiten läßt."

“Neue Analysen der Änderungen bei lokalen Unwettern (Tornados, Gewittertage, Blitze und Hagel) in einigen ausgewählten Regionen liefern keinen zwingenden Beweis für weitverbreitete systematische langfristige Änderungen“.

u n d :

Zusammenfassung im IPCC-Bericht 2013/14 [8] :
“There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”

“Es gibt [nur] begrenzte Anhaltspunkte zu Änderungen bei Extremereignissen, die mit anderen Klimavariablen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“

Mehr Tornados ?

Während der hier besprochenen Unwetter-Lage [1] traten in der ersten Juni-Woche 2016 auch etliche Tornados in Deutschland auf. Sofort stellte sich die Frage, ob es bereits jetzt einen Trend zu mehr Tornados in Deutschland gibt. Das wurde meist ohne jegliches Hintergrundwissen der Daten und Messungen, ohne Prüfung der Fakten, ohne Hemmungen …  mit "JA" beantwortet, wie hier exemplarisch in der Nordsee-Zeitung [9] : "…Tornados im Norden, sind wir mitten drin im Klimawandel?" … und der selbsternannte Hamburger "Klima-Experte" Frank Böttcher antwortete ohne Hemmungen und bar jeder Faktenlage: "Ganz genau. Der globale Temperaturanstieg bringt warme Luftmassen … in der Folge gibt es im Sommer mehr Tiefdruckgebiete, die immer wieder mit ihrer eigenen(!!?) Feuchtigkeit gefüttert werden … diese Phänomene nehmen infolge des Klimawandels bei uns weiter zu.“

Die Realität ist nach den Messungen der Wetterdienste das genaue Gegenteil zu diesen Behauptungen:

                              Abb. 3 Tornados in Deutschland (DWD)

 

                                         Abb. 4  Tornados in USA

F a z i t :

Die Unwetter-Lage von Anfang Juni 2016 war eine ungewöhnliche Wetterlage, jedoch weder eine "noch-nie-da-gewesene" noch gar ein Klima-Signal. Das bringt SPON [2]  auf den Punkt :

"Ein Trend ist klimatologisch nicht nachgewiesen, bestätigt der DWD auf Anfrage. Aber diese simple Botschaft wird während des Unwetters nicht verbreitet."

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Q u e l l e n :

1  "Tief verhakt sich … zieht nicht … wegen des Klimawandels" – Katja im Wunderland;

Raimund Leistenschneider; 07.06.2016; http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/tief-verhakt-sich-zieht-nicht-wegen-des-klimawandels-katja-im-wunderland/

2  "Starkregen in Deutschland: Das Unwetter und der Klima-Bluff", Axel Bojanowski; 08.06.2016;  http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/unwetter-die-bizarre-sehnsucht-nach-klimawandel-a-1096368.html

3  Deutscher Wetterdienst zum neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC); https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimawandel/_functions/aktuellemeldungen/140331_ipcc_bericht.html

4  https://www.youtube.com/watch?v=dhvwa4oSg3o&feature=youtu.be

5  PIK-Forscher Rahmstorf hält im ZDF seine eigene Extremwetter-Vorlesung – IPCC und DWD-Messungen sagen was Anderes !  02.06.2016

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/pik-forscher-rahmstorf-haelt-im-zdf-seine-eigenen-extremwetter-vorlesung-ipcc-und-dwd-messungen-sagen-was-anderes/

6 DWD 2013, Presse-Mitt. 06.06.2013 ; www.dwd.de

7 IPCC, 2001, TAR-02-2, Chapt. 2.7.4., Summary, S.163-164

8  IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219

9  Nordsee-Z.; 09.06.2016, S.10

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Hinweis d. EIKE-Red.: Der o.st. Beitrag ist im Anhang als PDF-download verfügbar.

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Wie man Afrika aushungert: Man frage die Europäische Grüne Partei

Bild rechts: Ist dies der beste Weg, für die nächste Generation in Afrika? Quelle

Es gibt einen allgemein verbreiteten, neokolonialistischen Spruch: „Die Europäer haben die Uhren, die Afrikaner haben die Zeit“. Jüngst hat die Europäische Grüne Partei mit Unterstützung zahlloser Umwelt-NGOs im Europaparlament eine Initiative angezettelt, die Afrika dazu bringen soll, mindestens noch eine weitere Generation zu warten, bis sich der Kontinent selbst aus der Armut befreien kann.

Die Vorlage, eingebracht von der Europaparlaments-Abgeordneten der Grünen Maria Heubuch ist ebenso abscheulich wie egoistisch hinsichtlich der darin aufgestellten Forderungen, bäuerliche Landwirtschaft einem Kontinent überzustülpen, der versucht, sich selbst zu entwickeln und zu ernähren. Die Grünen fordern, dass sich die EU nicht an der New Alliance for Food Security and Nutrition der G8 beteiligt, welche Milliarden spendet, um eine grüne landwirtschaftliche Revolution in zehn der ärmsten Länder Afrikas zu starten. Viele sehen die heutigen Errungenschaften in Asien als Folge der Weltbank-Investitionen in landwirtschaftliche Technologien während der sechziger und siebziger Jahre. Daran fehlt es im heutigen Afrika vollständig.

Die New Alliance ist eine Plattform für viele Akteure, die sich verpflichtet fühlen, Strategien zu entwickeln, die bis zum Jahr 2025 in Afrika den Hunger beenden und die Armut halbieren (hier). „Die Plattform enthält hochrangige Repräsentanten afrikanischer Regierungen, Partner bei der Entwicklungshilfe, den afrikanischen und multinationalen Privatsektor, zivile Gesellschaften und Landwirte-Organisationen, die den Fortschritt überwachen, unterstützen und voranbringen“. Es werden 28 Millionen Dollar an die African Development Bank gezahlt für Investitionen in die landwirtschaftliche Infrastruktur, 47 Millionen Dollar für technologische Fortschritte und Millionen für verschiedene landwirtschaftliche Projekte. Dann gibt es noch die Verpflichtung gegenüber dem Food Security Program der Weltbank (was sich auf eine Milliarde Dollar beläuft). Die Verpflichtungen wurden auf dem G8-Gipfel zu Afrika im Jahre 2012 in den USA hier formuliert. Mit der Verpflichtung von über 3 Milliarden Dollar ist dieses viele Geld eine ernste Verpflichtung und eine wirksame Strategie, um endlich gegen ein ernstes Problem vorzugehen.

Warum versuchen die Grünen, dieses Vorhaben zu torpedieren?

Die Grünen scheint es nicht zu passen, dass viele große Industriefirmen daran teilnehmen und ebenfalls an die New Alliance spenden. Sie befürchten, dass diese Unternehmen (insgesamt sind es sechs) Bauern landwirtschaftliche Technologien zu verschaffen, die für steigende Ernteerträge und zunehmenden Wohlstand sorgen. Als Alternative fordern sie, dass afrikanische Regierungen in kleine und Familien-Betriebe investieren, um Agro-Ökologie zu betreiben.

Nun verstehe ich ja, dass die Grünen sowie Umweltaktivisten und die Lobby organischer Nahrungsmittel nach einer billigen Versorgung mit Nahrungsmitteln streben – aber können diese selbstgerechten Öko-Zeloten nicht erkennen, dass diese Familienhöfe der Grund waren, dass sich Afrika nicht entwickelt hat und dass so viele arme Kinder an das Land gebunden sind anstatt zur Schule zu gehen?

Im Ernst, unabdingbar ist, dass sie einen triftigen Grund haben müssen, gegen Investitionen in landwirtschaftliche Technologien in Afrika zu opponieren. Nun, die Grünen scheinen zu glauben, dass eine sich weiter entwickelnde Landwirtschaft in Afrika zunehmend zu Inbesitznahme von Land durch große industrielle Farmen zur Folge hat, was ländliche Gemeinden in noch größere Schwierigkeiten bringen würde. Nicht nur, dass sie nicht die Verpflichtungen und Strategien zur Erschließung großer Landgebiete sowie die Bemühungen der beteiligten Forschungsinvestitionen sehen wollen, sondern auch, dass sie ein sehr kurzes Gedächtnis offenbaren. Afrika erholt sich derzeit von einer verheerenden Inbesitznahme von Land vor einem Jahrzehnt zur Erzeugung von Biodiesel, eine Narretei, die dem Kontinent durch fehlgeleitete Umweltaktivisten aufgepfropft worden ist, weil sie fossile Treibstoffe mit etwas ersetzen wollten, von dem sie fälschlicherweise glaubten, dass es kohlenstoffneutral sei.

Meinen es die Grünen also nicht ernst? Nun, der Heubuch-Report macht sich als Tüpfelchen auf dem i auch Sorgen, dass Landwirte in Malawi Tabak anbauen werden (Ich mache keine Witze … obwohl Malawi perfekte Bedingungen für den Anbau von Tabak aufweist); dass eine Abhängigkeit von synthetischen Düngern erzeugt wird (anstatt dass man wie derzeit ohne Dünger auskommen muss), und dass es die Landwirte daran hindern wird, Saatgut zu erhalten. Und falls man sich fragt – in Artikel 72 bei Heubuch steht, dass er „die G8-Mitgliedsstaaten drängt, GMO-Ernten in Afrika nicht zu unterstützen“ … Bingo!

Genauer formuliert, dieser Report der Grünen Partei sagt Afrika im Wesentlichen, dass die EU nicht eure Wege zur Entwicklung finanzieren darf. Vielmehr sollt ihr alles so machen, wie es unsere biodynamische, kleinbäuerliche landwirtschaftliche Ideologie vorgibt; ihr sollt die Biodiversität schützen durch landwirtschaftliche Praktiken, die dramatische Ernteeinbußen zur Folge haben und die Landwirte verwundbar machen bzgl. solcher und der damit verbundenen Einkommens-Verluste; ihr sollt moderne Aussaat-Verfahren, Dünger und Pestizide ablehnen und die Ausfälle kompensieren durch arbeitsintensive Familien-Betriebe, die die jüngsten Mitglieder daran hindern, eine Chance auf Bildung zu erhalten.

Ich muss diese Frage stellen: Warum hassen die Umweltaktivisten Afrika?

Das ist eine ernste Frage.

● Der Heubuch-Report ist ein klares Anzeichen für die Haltung „mir geht es sonstwo vorbei, wenn Millionen Afrikaner vor Hunger sterben; meine Religion ist für euch verpflichtend“.

● Umwelt-NGOs prahlen bis auf den heutigen Tag stolz mit ihrem Erfolg des DDT-Verbotes, obwohl es bis heute keinerlei Beweise gibt (Heutzutage sterben wie jeden Tag seit den siebziger Jahren fast 3000 Afrikaner, zumeist Kinder, an Malaria).

● Die fortgesetzte dogmatische Ablehnung aller GMOs hat bedeutet, dass Afrika sich nicht an zunehmenden Ernten, reduziertem Verbrauch von Pestiziden und Ernte-Sicherheit erfreuen konnte mittels innovativer Saatgut-Verfahren

● Auf der Grundlage dieser europäischen umweltaktivistisch initiierten Angst haben afrikanische Länder wie Sambia und Zimbabwe während einer Hungersnot GMO-Nahrungsmittelhilfen abgelehnt.

Es gibt einen gewissen Neo-Kolonianismus (oder besser, einen missionarischen Eifer) dergestalt, dass europäische Umweltaktivisten in ihrer Überlegenheit ihren scheinheiligen Lebensstil anderen aufzwingen. Beispiel: Greenpeace will all jenen, die an einem Vitamin-A-Mangel leiden, den Goldenen Reis verwehren (nur aufgrund ihres dogmatischen Anti-GMO-Narrativs); oder anti-industrielle Gruppen wollen globale Handelsabkommen zu Fall bringen (auch eine Quelle des asiatischen Wirtschaftswunders). NGOs glauben, das Recht zu haben, ihren luxuriösen Lebensstil auf arme Länder zu übertragen. Schon früher habe ich sie als Neo-Kolonialisten beschrieben, die ihre Doktrin Anderen in Entwicklungsländern überstülpen wollen (falls ihre Öko-Ideologie sie überhaupt ihre eigene Scheinheiligkeit erkennen lässt).

Ich frage mich, wie sich Afrikaner fühlen.

Eine afrikanische Erwiderung

Offensichtlich sind Afrikaner sehr empfindlich gegenüber kolonialistischen Europäer oder öko-religiösen Missionaren mit dogmatischem Eifer. Daher ist es keine Überraschung, starke Reaktionen zu erleben. Ein ziemlich direktes Statement kommt von einem kenianischen Landwirt, nämlich Gilbert Arap Bor, in einem offenen Brief an das Europa-Parlament, welches da lautet:

Was wir nicht brauchen, sind Lektionen von Europäern, deren Lebensstil für normale Afrikaner luxuriös aussieht. Sie wollen, dass wir landwirtschaftliche Primitivlinge bleiben; Technologien verhaftet, die schon zu Beginn des 21. Jahrhunderts antiquiert waren.

Er leitete seinen Brief ein mit einer kurzen Historie des europäischen Kolonialismus‘ und räumte ein, dass die Europäer wieder einmal versuchen, seinen Kontinent zu „unterjochen“. Seine Botschaft ist eindeutig: „Lasst Afrika in Ruhe!“ Afrika muss landwirtschaftliche Verfahren sowie GMOs und Dünger entwickeln – sie brauchen keine Leute, die zu ihnen kommen und sie zwingen, „Wissenschaft aufzugeben“.

Ich weiß nicht, wie die Haltung afrikanischer Landwirte noch direkter ausfallen kann: Maria Heubuch, Sie und ihre verdrehten Gedanken sind in Afrika nicht willkommen!!! Aber in Straßburg mag das eine andere Frage sein.

Ein trauriger Tag für Afrika

Heute hat das Europaparlament mit „überwältigender“ Mehrheit von 577 Stimmen mit 24 Gegenstimmen und 69 Enthaltungen dem Heubuch-Report der Grünen Partei zugestimmt und gefordert, dass die EU die Finanzierung der New Alliance for Food Security and Nutrition der G8 zu beenden. Es besteht große Hoffnung, dass die Welt diesen bedauerlichen Akt ignoriert und ihn als eine engstirnige Geste betrachtet einer rückwärts blickenden europäischen grünen Wählerschaft.

Im Jahre 2015 wurde ich nach 30 Jahren Aufenthalt in Brüssel belgischer Staatsbürger. Heute habe ich mich zum ersten Mal, seit ich offiziell Europäer geworden bin, dafür geschämt, was fehlgeleitete Menschen im Europaparlament im Namen von Europa getan haben. Dieser Akt selbstsüchtiger Wissenschafts-Leugnung (mit dem Potential massiver negativer Konsequenzen) ist kein Weg, den verantwortungsbewusste Europäer beschreiten sollten.

Wir müssen Afrika die Chance geben, sich zu entwickeln, aber nicht nach unseren Bedingungen oder Forderungen, sondern nach den Ihren. Es ist an der Zeit, den Afrikanern die Uhr zu geben und sie ihre eigenen Angelegenheiten nach ihrer eigenen Zeit regeln zu lassen, nicht nach unserer Zeit.

Schande über Maria Heubuch und ihre Bande öko-religiöser, missionarischer Zeloten!

Link: https://risk-monger.com/2016/06/08/how-to-starve-africa-ask-the-european-green-party/

Übersetzt von Chris Frey EIKE