Entwicklungsgeschichtlich ist der Mensch (Homo Sapiens, lateinisch „der verstehende, der vernünf­tige“).  die einzige überlebende Art der Gattung der menschenartigen, Homo[1].  Urahn des Homo sa­piens dürfte die Art  Homo erectus sein, dessen aufrechter Gang ihn befähigte, die vorderen Glied­maßen für den Gebrauch von Werkzeugen zu entwickeln. Den aufrechten Gang hatte die Natur be­reits bei den Dinosauriern erfunden, jetzt kamen durch die Entwicklung des Gehirns und der Spra­che die Fähigkeit zu vernünftigem, vorausplanenden Handeln dazu, die diese Arten so enorm er­folgreich machten.  
Ein Blick in die Geschichte der Menschheit zeigt, dass es trotz dieser im Tierreich einmaligen Fä­higkeiten immer wieder große Katastrophen gab, die letztlich auf völlig irrationale Handlungen großer Volksgruppen zurückzuführen waren. Offensichtlich schließt die Fähigkeit zu planmäßigem, vernünftigen Handeln nicht aus, dass unter bestimmten Bedingungen auch völlig unvernünftige Handlungsweisen realisiert werden. Die Voraussetzungen dazu scheinen ebenfalls im Gehirn so fun­damental angelegt zu sein, dass sie durch die grundsätzlich vorhandene Lernfähigkeit nicht voll­kommen eliminiert werden können.
Als erster hat sich der französische Soziologe Gustave Le Bon grundlegend mit dem Phänomen aus­einander gesetzt, dass der Mensch als Bestandteil einer Massenbewegung völlig anders reagiert als als Individuum. Le Bon schrieb sein Hauptwerk, die „Psychologie der Massen“ 1895, also in der Zeit der ersten industriellen Revolution und des ungezähmten Kapitalismus. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass bei ihm eine kulturpessimistische Haltung vorherrscht. Die aufkommenden so­zialistischen Strömungen hielt er für vorwiegend zerstörerisch und ungeeignet, bestimmende Ele­mente der Politik zu werden. Diese Schlussfolgerung hat sich als falsch erwiesen. Die Gesellschaf­ten zeigten sich lernfähig. Aus dem Gegensatz zwischen Kapitalismus und Sozialismus war eine Synthese möglich z.B. in Gestalt der Sozialen Marktwirtschaft, wie sie ausgehend von durch Alfred Müller-Armack entwickelten Konzepten von Ludwig Erhard in Deutschland realisiert wurde. Die in den 30 iger Jahren von den sogenannten Ordoliberalen[2]  um Walter Eucken et al. formulierten Ideen für eine moderne Volks­wirtschaft waren die Basis für den außerordentlich erfolgreichen Wiederauf­stieg Deutschlands aus der vom 2. Weltkrieg hinterlassenen Katastrophe. 
Hier sind wir wir nun angesichts der neuen, von den Umweltverbänden und Organisationen wie dem UNFCCC[3] ausgehenden und von Instituten wie dem PIK[4] vorangetriebenen Vorstellungen ei­ner  „Großen Transformation“ an einem entscheidenden Punkt tiefer Sorge. Es ist eine neue Art ei­ner so­zialistischen Bewegung entstanden auf der Basis malthusionistischen[5] Gedankenguts. Jetzt nicht mehr wegen der aus gesellschaftlichen Ungleichheiten resultierenden Ungerechtigkeiten sondern auf der Basis eines  Verteilungskampfs um angeblich knappe Ressourcen, die „gerecht“ verteilt werden müssen. 
Der Autor vermutet, dass eine der Wurzeln der heutigen Situation in den vom Club of Rom entwi­ckelten kultur- und technikfeindlichen Projektionen liegt, die letztlich das Scheitern der modernen Industriesegelschaften durch Versiegen der Ressourcen und nicht mehr beherrschbare Umweltzer­störung vorhersagten. Auf dieser Basis entstanden in den „Volksmassen“ der Industrieländer Zwei­fel an der Möglichkeit der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des relativ großen Wohlstands. Auf jeden Fall wäre dieser nicht mehr mit gutem Gewissen zu genießen.
Dies sind Wirkungen im Unbewussten der Massenseele, die bereits von Le Bon als der Wirksamkeit der Vernunft weit überlegen analysiert wurden. Die Massen werden dadurch gefügig, neuen Prophe­ten  zu folgen, die zur „Umkehr“ aufrufen und sich dadurch als neue Führer etablieren. Le Bon un­tersucht bereits die Voraussetzungen für den Erfolg solcher „Führer“.  Vernunft ist nicht notwendig, wichtig sind Schlagworte, große Gesten und geschickte Täuschungen. Le Bon beschreibt, wie auf diese Weise politische Meinungen, Ideologien und Glaubenslehren bei den Massen Eingang finden. Beispiele moderner Schlagwörter sind: Das „Zweigradziel“ oder „Dekarbonisierung“.
Untersucht man auf diesem Hintergrund die aktuelle Klimahysterie und die damit begründete Ener­giepolitik, so erkennt man, dass alle genannten Elemente für das erfolgreiche Wirken geschickter Demagogen vorhanden sind. Für ein erfolgreiches Wirken bedienen sich diese neuen Führer, etwa vom Typ eines Al Gore oder Hans-Joachim Schellnhuber (Leiter des PIK) des publikumswirksamen Auftre­tens entspre­chenden „Kampftruppen“, die ihnen bedingungslos folgen. Das sind die vielen NGO’s  wie Green Peace, BUND, usw. die alle Eigenschaften eines „Gruppendenkens“ aufweisen, wie es ausge­hend von den Ansätzen Le Bons von Irving Janis[6] [7] und anderen beschrieben wird. Das Grup­pendenken ist dabei gekennzeichnet durch die völlige Unterwerfung des Einzelnen unter das Den­ken einer Gruppe. Dies kann eine Religionsgemeinschaft, eine Partei oder, wie hier, eine NGO sein. Ein Hinterfragen der Grundlagen der jeweils verfolgten Ziele findet nicht mehr statt. Es herrscht ein ex­tremer Konformitätsdruck zur Anpassung an die Gruppe und eine Stigmatisierung von Abweich­lern. Die oben genannten Schlagwörter werden zu Dogmen einer neuen Religion. Ein sehr bedenkli­ches Beispiel für einen solchen Konformitätsdruck in der von einer Parlaments­fraktion gebildete Gruppe gab seiner Zeit der CDU Abgeordnete Arnold Vaatz bei der Abstimmung über den Ausstieg aus der Kernenergie zu Protokoll. 
Im Wikipedia Artikel zum „Gruppendenken“ wird besonders die Konsequenz einer extrem selekti­ven Wahrnehmung hervorgehoben, die schlussendlich zu desaströsen Fehlentscheidungen führen kann:
            – Betrachtung nur von wenigen, ausgewählten Alternativen.
– Nichtbeachtung der Meinungen von Experten oder Außenstehenden
– sehr selektive Informationsbeschaffung (nur Informationen, welche in die bereits einge­schlagene Richtung passen), kein zusätzliches Bemühen um zusätzliche Informationen
– Einzelne Gruppenmitglieder bestätigen sich gegenseitig ihre Theorien.
– Keine Erstellung von Alternativ- oder Notfallplänen. 
Le Bon betont bei seiner Auseinandersetzung mit den Begriffen Konformität und Gruppendenken dass der Einzelne auch als Angehöriger einer Hochkultur in der Masse seine Kritikfähigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primtiv-barbarisch verhält. Er ist in der Massensituation leichtgläubiger und unterliegt psychischer Ansteckung. Von mit diesen Mechanismen vertrauten Anführern ist die Masse daher leicht zu lenken. Er betont dabei immer wieder wie leicht politische Meinungen, Ideo­logien und Glaubenslehren bei den Massen Eingang und Verbreitung finden. 
–      Die Mitglieder einer Masse büßen ihre Kritikfähigkeit ein. Ihre Persönlichkeit schwin­det. Die Masse erliegt leicht Suggestionen, wird hysterisch und ist leicht zu lenken.
–      Die Meinungsbildung erfolgt durch geistige Ansteckung.
–      Die Masse denkt nicht logisch, sondern in Bildern, die häufig durch einfache Sprach­symbolik hervorgerufen werden (Aktuelles Beispiel: Der gefährdete Eisbär).
Ein typisches Merkmal moderne Massenbewegungen ist, dass das einzelne Individuum durchaus glaubt, idealistischen Zielen zu dienen, wie etwa die Rettung der Welt. In diesem Verhalten wird es von den jeweiligen Führern bestärkt. Eines der neueren Gutachten des WBGU heißt z. B. „Klima­schutz als Weltbürgerbewegung“ [8] , die eindeutig faschistoide Tendenzen aufzeigt. 
Im Gegensatz zu diesen Appellen an das Gemeinwohl kann man bei solchen Bewegungen meist feststellen, dass die Erfinder durchaus egoistische Ziele verfolgen. Im Falle der Klimaschutzbewe­gung ist dies recht gut dokumentiert. Sie wurde von einer Gruppe amerikanischer Politiker und Lobbyis­ten um den gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Al Gore als Geschäftsidee geboren. Als Startereignis kann der Vortrag des mit Al Gore befreundeten seinerzeitigen (1981 – 2013)  Lei­ters des NASA Goddard Instituts for Space Studies, James Hansen ausgemacht werden, den er 1988 bei bei einer Congressional Testimony on climate change hielt. Er führte aus, dass dringend Maß­nahmen gegen eine auf menschliche Aktivitäten rückführbare globale Erwärmung getroffen werden müssen. Die Details dieser ganzen, mafiösen Aktivitäten wurden von einem damaligen Insider die­ses Systems detailliert beschrieben [9].
In diesem Zusammenhang ist die Frage interessant, wie Angela Merkel zur international anerkann­ten Galionsfigur in Sachen „Klimaschutz“ aufsteigen konnte und welche Ziele sie dabei verfolgt.
Merkel stammt aus einem staatsnahen Prominentenhaushalt der DDR. Ob sie dabei auch Gelegen­heit hatte,  sich mit Problemen der Vokswirtschaft auseinander zu setzen, ist unbekannt. Von ihrem Elternhaus her und der dort verkehrenden DDR Prominenz (siehe z.B. Ederer [10] Seite 209 ff) ist aber anzunehmen, dass ihr eine staatlich gelenkte Planwirtschaft als der Normalfall vorkam, wäh­rend das kapitalistische Wirtschaftsmodell eher negativ besetzt war.
Bis zum Ende der DDR waren von ihr keinerlei herausragende Leistungen bekannt. In der Über­gangszeit schloss sie sich einem „Runden Tisch“ an, ohne dabei durch besondere Kreativität aufzu­fallen (11).
Den „Runden Tisch“ nutzte sie zielstrebig, um einen Zugang zur CDU zu bekommen [11]. Aus sozio­psychologischer Sicht sind nun die weiteren Stationen ihres Aufstiegs interessant. Peter R. Hofstät­ter [12] beschreibt in seiner Gruppendynamik auch Vorgänge, die sich in Gruppen bei der Auswahl von Anführern abspielen. In relativ unübersichtlichen Situationen neigen Gruppen dazu, eher ange­passte, unauffällige Führungspersonen zu wählen. Die Gruppe lenkt dann den Anführer.
Ein solcher Zustand mag in der damals in der CDU unter dem  durch die Spendenaffäre geschwäch­ten Altkanzler geherrscht haben. Die CDU sah ihre Felle davonschwimmen, aber keiner der alten Gefährten Kohls mochte gegen ihn aufstehen. Diese Rolle übernahm die gerade neugewählte Gene­ralsekretärin, die jetzt zum ersten mal ihre später zum Markenzeichen werdende Bindungslosigkeit zeigte. Mit ihrem am 22.12.1999 in der FAZ veröffentlichten Artikel: „Die von Helmut Kohl einge­räumten Vorgänge haben der der Partei Schaden zugefügt“  beendete sie die langjährige Herrschaft Helmut Kohls und beginnt ihren unaufhaltsamen Aufstieg zur Kanzlerkandidatin und schließlich 2005 nach ihrem Sieg gegen Gerhard Schröder zur Kanzlerin. 
Wie sich nun herausstellt, war dies der Beginn einer neuen Ära in der deutschen Politik. Nachdem die SPD 1959 das Godesberger Programm verabschiedet hatte, in der sie sich von einer sozialisti­schen Arbeiterpartei zu einer modernen Volkspartei entwickelte, waren die wirtschaftspolitischen Vorstellungen aller deutschen Regierungen von den Erhardschen Ideen einer sozialen Marktwirt­schaft geprägt, in der ein freies Unternehmertum die wesentliche, gestaltende  Kraft ist. Die Grundi­dee ist dabei, dass es einen Markt von Individuen, den Homo Ökonomikus,  gibt, die jedes für sich versuchen einen maximalen Gewinn zu erzielen. Das ist also das Gegenteil der Le Bon’schen Mas­se, bei der die Urteilskraft des Einzelnen zugunsten einer dumpfen Massenseele aufgehoben ist.
Diese Ära wird nun von einer Politik abgelöst, die Deutschlands Unternehmer in zunehmende Ab­hängigkeit von einem immer dichter werden, von den europäischen Institutionen geschaffenen Re­gelwerk bringt. Hauptziel der wirtschaftlichen Aktivitäten ist dabei nicht mehr die Vermehrung des Wohlstands des deutschen Volkes, sondern Ziele wie etwa „Die Bewahrung der Schöpfung“ [13]. An­gela Merkel fällt dabei meist die Rolle des „big spender“ zu, die ihr in der europäischen Politik die Führungsrolle verschafft. Stichworte in diesem Zusammenhang sind z.B.
–      Glühlampenverbot, Staubsaugerleistungsbeschränkung, Grenzwerte für CO2 Ausstoß von Kraftfahrzeugen.
–      aber auch die (gegen die europäischen Verträge verstoßende) Rettung Griechenlands vor der Pleite.
Wesentlich ist dabei, dass die die Wirtschaft bestimmenden Parameter sich nicht mehr im freien Spiel der marktwirtschaftlichen Kräfte einstellen, sondern einem System staatlicher Mangelverwal­tung unterworfen werden. Im Gegensatz zu von früher bekannten ähnlichen Zuständen, wie z.B. während des Krieges oder in der DDR ist die Ursache dieses Mangels aber nicht mehr das Wirken feindlicher Kräfte, sondern die Folge einer künstlich, aus ideologischen Gründen herbeigeführter Verknappung. Anschaulich dargestellt wird das durch den grün ideologischen Begriff des „ökologi­schen Fußabdrucks“. Dabei wird aus Ansprüchen an Ernährung, Verkehr usw. mit letztlich sehr willkürlichen Ansätzen eine äquiva­lente Fläche berechnet, die man z.B. als Europäer beansprucht. Es ist keine Überraschung, dass die­se Fläche viel zu groß ist und wenn alle Menschen ähnliche An­sprüche hätten brauchen wir eine zweite Erde! Deshalb müssen wir uns aus ethischen Gründen ein­schränken!
Angela Merkel wird oft und vermutlich zu Recht ein Politikstil vorgeworfen, der durch eine gewis­se Beliebigkeit gekennzeichnet ist. Eine konstante Komponente ist aber erkennbar, das ist ihr durch­gängig großes Engagement in der internationalen Klimapolitik, die nun zu einem Hauptmerk­mal der deutschen Politik wird. Deutschland ist aus internationaler Sicht nicht mehr das Musterland einer erfolgreichen Marktwirtschaft, sondern das Land der Klimakanzlerin. 
Bereits bei der ersten Klimakonferenz COP 1 in Berlin war sie als Umweltministerin maßgeblich an dem Versprechen beteiligt, dass Deutschland sich verpflichtet, den größten einzelnen Beitrag aller Industrieländer zur Treibhausgasreduktion zu bringen. Sie trägt dazu bei, das UN Klimasekretariat in Bonn zu installieren (Siehe WIKIPEDIA: UN-Klimakonferenz). 2005 wird unter ihrer Regierung ein deutsches Klimaschutzprogramm eingerichtet. 2007 stellt sie fest: „Ein weiter so gibt es nicht. Der Klimaschutz ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts“.
Man kann spekulieren, was sie als promovierte Physikerin zu ihrer Aktivität auf diesem Gebiet an­treibt. Dass sie etwa tatsächlich an einen für die Erklärung der Temperatur der Troposphäre wirksa­men Treibhauseffekt glaubt, nach dem ein Nettoenergiefluss durch Strahlung aus der kalten Hochat­mosphäre auf den warmen Erdboden erfolgt, ist nicht anzunehmen. Auch die Strahlungstransport­gleichung, etwa für Volumenstrahler nach Lambert-Beer kennt nur Energieflüsse vom Warmen zum Kalten. 
Es liegt nahe, dass sie sich als Führungsperson für die von der Klima­katastrophe ver­ängstigten Mas­sen installieren will. Dafür nimmt sie die Gefahr der Aushöhlung des marktwirt­schaftlichen Modells in kauf, dem sie sich vermutlich durch ihre DDR Herkunft emotional nicht be­sonders ver­bunden fühlt. 
Das erste Opfer war die deutsche Atomindustrie. Obwohl eigentlich aus Klimaschutzgründen eher positiv zu bewerten, ist der Kampf der grünen Massen gegen die Kernenergie der Wegbereiter für die nun im Vordergrund stehende Klimaschutzindustrie. Obwohl ideologisch bereits unter der rot-grünen Regierung Schröder vorbereitet, die im Jahr 2000 grundsätzlich beschlossen hatte, dass nach Ablauf der Betriebszeit keine Investitionen mehr in die Kernenergie vorgenommen werden sollten, war es Angela Merkel überlassen den finalen Vernichtungsschlag gegen die deutsche Atomwirt­schaft zu führen. 
Dies war gleichzeitig der entscheidende Tabubruch gegen das auch unter Schröder noch geltende Wirtschaftsmodell. Eine entschädigungslose Enteignung eines ganzen Wirtschaftszweigs war bis dahin nur Kennzeichen sozialistischer Wirtschaftslenkung und in Deutschland für unmöglich erach­tet. Auch die später für Merkel typische Art der Durchführung des Vorhabens war in der Bundesre­publik bis dato nicht üblich. Frau Merkel be­schloss einen Tag nach dem Unglück in Fukushima im März 2011 im Alleingang das Ende der Kernenergieproduktion in Deutschland. Die dafür von ihr vorgegebene Begründung war an Verlo­genheit kaum zu übertreffen und wurde nur noch dadurch getoppt, dass sie sie sich später von ei­nem Ethikausschuss bestätigen ließ, der bar jeglicher Fach­kompetenz war. Im Anschluss an ihren einsamen Beschluss peitschte sie die erforderlichen, mit hei­ßer Nadel gestrickten Gesetze im Re­kordtempo durch Kabinett, Bundestag und Bundesrat.    
Bei Überlegungen, wie dies alles in einem Land geschehen konnte, im dem es inzwischen ja eine schon länger gewachsene, demokratische Tradition gab, kommt man wieder auf die Eingangs unter­suchten massenpsychologischen Gesetze zurück. 
Obwohl 2011 noch die schwarz-gelbe Koalition im Amt war, gab es beim Atomausstieg praktisch keine Opposition. Von der in der Regierung beteiligten FDP hätte man dem früheren Verständnis ei­ner bürgerlich, liberalen, wirtschaftsnahen Partei eigentlich erwarten müssen, dass sie sich gegen den geschilderten massiven Eingriff des Staates in die Wirtschaft hätte wehren müssen. Es gab aber (auch in der CDU) nur einzelne Abgeordnete, die an diesem einer „Volksdemokratie“ würdigen Ver­fahren Anstoß nahmen. Von diesen sind Protokolle  bekannt, in denen sie von einem extremen Kon­formitätsdruck sprachen.
Bemerkenswert ist auch, wie die oft als vierte Kraft einer demokratischen Gesellschaft bezeichneten Medien wirkungslos geworden sind. Sowohl die Printmedien wie auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen sind bei Atom- oder Klimathemen in einer Weise gleichgeschaltet, wie sie Herr Hager mit seinem Zensuramt in der DDR nicht besser hätte erreichen können. Es ist seit längerem in Deutschland von „Die Zeit“ über den „Spiegel“ in Hamburg bis zur „Süddeutschen“ in München praktisch unmöglich einen Artikel zu veröffentlichen, der die Themen Atomausstieg, Energiewende oder „Klimaschutz“ kritisch hinterfragt. Dem Autor fällt zur Erklärung dieses Phänomens nur ein, dass es sich um ein extremes Beispiel der von Le Bon und Hofstätter beschriebenen Gruppendyna­mik handeln muss.
Inzwischen hat Merkel nun bereits zum zweiten Schlag ausgeholt, der in Paris nun endgültig festge­schrieben werden sollte. Nach dem Atomkern sollen nun auch Kohle und Öl nicht mehr zur Ener­giegewinnung genutzt werden, „Dekarbonisierung“ ist das neue Schlagwort. In Deutschland sind wir dabei natürlich bereits weit vorangeschritten. Die einstigen Energiegiganten E-ON und RWE sind erfolgreich verzwergt worden. Wiederum ist eine gigantische Kapitalvernichtung realisiert worden und wiederum haben die Kapitaleigner, die Aktionäre, dazu Beifall geklatscht (So gesche­hen auf der letzten RWE Hauptversammlung als der letzte für  den Vorstand wirklich qualifizierte Mann, Jürgen Großmann,  im Juni 2012 abgesetzt wurde (Zitat 2011: „ Wenn die Politik weiter so konsequent die Zerstückelung der industriellen Erzeugung betreibt, werden wir bald auf ganze In­dustriezweige verzichten müssen“).
Und hier drängt sich eine Frage auf: Männer wie Großmann, die wenigstens versuchen gegen den Mainstream zu schwimmen, Männer die gegen den grünen Wahn ankämpfen, gibt es nicht mehr. Einen solchen Widerstand kann man vielleicht nicht von einem kleinen Hochschullehrer verlangen, der Angst um seine Forschungsgelder und vielleicht sogar seine Stellung haben muss. Aber die Bos­se der betroffenen Großunternehmen?
Bilden die eine Kohorte, die auch der Gruppendynamik unterworfen ist. Gibt es auch für diese Krei­se einen Konformitätsdruck? Kann keiner zugunsten des aufrechten Ganges auf weitere Millionen­gehälter verzichten? Müssen wir auf den großen Knall warten und dann schauen, wie die Verant­wortlichen versuchen sich der Verantwortung zu entziehen.
Blicken wir zum Abschluss noch einmal nach Paris. Wirklich konkrete Pläne, wie eine Dekarboni­sierung der Weltenergieerzeugung realisiert werden könnte, sind erwartungsgemäß nicht herausge­kommen. Das ist vielleicht auch nicht eigentlich wichtig, da ohnehin unmöglich. Das Besorgnis er­regende ist, dass es hier eigentlich nicht um das spezielle Thema einer möglichen Steuerung des Globalklimas der Erde durch den Men­schen geht, sondern um einen dafür angebliche notwendigen generellen Wandel der menschlichen Gesellschaft. Einschlägige Schlagworte sind die „Große Transformation[14]“, „Klimagerechtigkeit“ oder die Vor­stellung des „ökologischen Fußabdrucks“. Hier schlägt die Geburtsstunde einer neuen Massenbewegung, eines Sozialismus 2.0. Das wichtige Führer der mächtigen Staaten wie Angela Merkel oder Barak Obama sich diese Politik zu eigen ma­chen können, ohne das sich demokratischer Widerstand formiert, das ist die große Sorge.


[1]   Wikipedia: Homo Sapiens.
[2]   Wikipedia: Ordoliberalismus = Marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung, in der ein durch den Staat geschaffener Ordnungsrahmen den ökonomischen Wettbewerb und die Freiheit der Bürger auf dem Markt gewährleisten soll.
[3]   UNFCCC: United Nations Framework Convention on Climate Change. Inkraft gesetzt: 21.03.1994. Veranstalter der jährlichen Mammutkonferenzen zur Eindämmung  menschliche verursachter Klimaerwärmung.
[4]   Potsdam Institut für Klimafolgenforschung. Institut der Leibnitz-Gemeinschaft, finanziert von Bund und Land ca. 300 Mitarbeiter. Leiter: Dr. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber. Jetzt auch Mitglied der päpstlichen Akademie.
[5]   Thomas R. Malthus: Britischer Ökonom 14.02.1766 – 29.12.1834. Sah einen Zeitpunkt, wo die Vorräte nicht mehr für die Versorgung der Bevölkerung ausreichen, da die Menschheit exponentiell wächst, während die Lebensmittel nur in „arithmetischer Progression“ vermehrbar sind.
[6]   Irving Janis: Victims of Groupthink: A psychological Study of Foreign-Policy Decisions and Fiascos 1972. ISBN 0-395-14044-7
[7]   Groupthink, (Fortune 1952) (http://web.archive.org/web/20051109194030/http://www.wiwiss.fu-berlin.de
[8]   Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung (WBGU) Vorsitzender: Hans Joachim Schellnhuber. Sondergutach­ten 2014: „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“. Es unterstellt: Nur durch eine alle Bürger der Welt umfassende, gemeinsame und koordinierte  Kraftanstrengung ist die finale Katastrophe zu vermeiden.
[9]   Hartmut Bachmann: „Die Lüge der Klimakatastrophe und wie der Staat uns damit ausbeutet“. Frieling und Huff­mann GmbH 2010. Lieferbar durch Amazon.
[10] Günter Ederer: Träum weiter Deutschland.Eichborn A.G. 2011. ISBN: 978-3-8218-6540-9
[11] Siehe Gertrud Höhler: „Die Patin, wie Angela Merkel Deutschland umbaut“. Orell FuessliVerlag AG Zürich 2012.
[12] Peter R. Hofstätter Gruppendynamik. Kritik der Massenpsychologie. Rowohlts deutsche Enzyklopädie rde. 38
[13] Koalitionsvertrag 27.11.2013: Deutschlands Zukunft gestalten , Energiepolitik.
[14] WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) Herausgeber jährlicher berichte „Welt im Wandel“, die z.B. einen „Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ beschreiben.