Ganz im Sinne der allgemeinen Kritik an der Nutzung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas wurde die CO2 Verteilung in der globalen Atmosphäre so modelliert, dass der CO2 Gehalt der industriereichen Nordhemisphäre immer höher war als der CO2 Gehalt der Südhemisphäre mit ihren vielen Regenwäldern. 2006 veröffentlichte die kompetenteste Wissenschaftsorganisation der Welt, die NASA, ein Video[1] über die weltweite CO2 Verteilung in der Atmosphäre. Die rote Farbe bedeutet einen hohen CO2 – Gehalt von 385 ppm, die blaue einen geringen von 379 ppm.

Bild 1 rechts (Diese Supercomputermodellierung erweist sich nun als falsch.)

Vorausgegangen war, dass die erste CO2 Mission der NASA 2006 infolge eines Fehlstarts gescheitert war. Statt gemessener Daten über den CO2 Gehalt der Luft lieferte die NASA als Ersatz eine Supercomputermodellierung eines berechneten Ganzjahreszyklus mit dynamischen Veränderungen des CO2 Gehaltes. Bild 1 zeigt die Werte, die für den 5. April 2006 berechnet wurden.

2014 startete nun die neue Mission der NASA erfolgreich und lieferte erstmals präzise und punktgenaue Analysen des CO2 Gehaltes in der gesamten atmosphärischen Säule von der Erdoberfläche bis in Satellitenhöhe. Im Dezember 2014 wurden die ersten Ergebnisse in einer gemeinsamen Pressekonferenz der NASA und der American Geophysical Union (AGU) der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Pressekonferenz, einschließlich der Fragen der Journalisten, sind als Video im Internet verfügbar.

Während in Deutschland über die Ergebnisse praktisch nicht gesprochen wird, werden die Ergebnisse dieser NASA Mission in USA offen diskutiert. Die global wichtigsten Quellen für CO2 Emissionen wurden mit unvorstellbarer Genauigkeit gesucht und gefunden. Entgegen aller rund 40 Super-Computer-Klimamodelle, welche Regenwälder (Amazonas, Kongo) bisher als CO2 Verbraucher betrachtet haben, zu deren Erhaltung weltweit Milliarden-Beträge bereit gestellt werden, sind diese Regenwälder in Wirklichkeit die wichtigsten Emittenten von CO2. Die Industrieländer der Nordhemisphäre mit Ausnahme Chinas fallen dem gegenüber kaum ins Gewicht.

Offensichtlich lehren die neuen Analysendaten nun die Menschheit erneut, dass die Temperatur dem CO2 Anstieg vorauseilt wie im Fall der Datenarchive der Eisbohrkerne. Auch hier ergab die genaue Analyse, dass erst die Temperatur anstieg und erst Hunderte Jahre später der CO2 Gehalt.

Das heutige CO2 stammt also nicht von den Industrieländern, sondern von den tropischen Regenwäldern (rot mit 402 ppm, Westwinddrift beachten). Es ist ganz einfach davon auszugehen, dass die Pflanzen – genau wie die Tiere auch – über 24 Stunden am Tag zur permanenten Aufrechterhaltung des Lebensprozesses mit Hilfe der Energie der Verbrennung mehr CO2 ausatmen, als sie an CO2 verbrauchen, um im Licht der Sonnenstunden ihre Pflanzenmasse aufzubauen.

Folgende Grafik der NASA (Bild 2) stammt aus dem Video[2], welches in der Pressekonferenz gezeigt wurde. Es entlastet die Industrieländer und belastet die Regenwälder. Das ist ein sensationeller Paradigmenwechsel. Die Bäume nehmen die benötigte Kohlensäure mit dem Bodenwasser auf. Der pH – Wert im Regenwaldboden liegt bei 4,5 – 5,5. Der schwach saure pH Wert des Bodens ist bekanntlich überwiegend auf Kohlensäure und auf Huminsäuren zurückzuführen. Die Atmung der Bäume sorgt dann dafür, dass der Kohlensäuregehalt der Waldluft unter 162 Fällen 108 mal größer, 41 mal kleiner und 13  mal ebenso groß ist wie im Freien[3] und dass der Kohlensäuregehalt der Luft 2 cm über der Bodenoberfläche im Mittel stets um das Doppelte, oft fast um das Dreifache höher ist als in einer Höhe von 2 m[4].

Bild 2: (Diese Ergebnisse liefen eine sensationelle, neue Sicht auf die CO2 Emittenten.)

Fazit: Die CO2 Hypothese stimmt weder im Fall der Erwärmung, weil CO2 das wichtigste Kühlmittel der Erde ist, noch stimmt sie bei der Verteufelung der Industrieländer. Kritisches Hinterfragen globaler Behauptungen ist wichtiger denn je!

Hartmut Hüne, Gerhard Stehlik und Theo Eichten

Literatur:


[1] https://www.youtube.com/watch?v=x1SgmFa0r04    
Video Präsentation des „Supercomputer Model der NASA“ von 2006

[2] https://www.youtube.com/watch?v=UYbrSDhTvRU   
Video der Pressekonferenz 2014 von NASA und AGU          
(„First results from NASA’s Orbiting Carbon Observatory OCO 2 Press Conference“

[3] E. Blanck (Herausgeber): Handbuch der Bodenlehre, 6. Band, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, Erstausgabe 1930 (ISBN 978-3-662-01877-4), Seite 258, Fußnote 12

[4] Ebenda, Seite 257, Fußnote 12

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