Die Bildzeitung erklärt die Klimakatastrophe

Bild rechts: aus BILD Bundesausgabe, 13. Juni 2015

Es wird behauptet, dass die „Durchschnitts-Temperatur“ in Deutschland bis 2050 um ein Grad steigen wird. Konkret: Von 10,3 °C auf 11,3 °C. 10,3 °C ist die Durchschnittstemperatur des Jahres 2014. Von der aus wurde die „Prognose“ bis 2050 „errechnet“, indem man zu diesem Wert 1 Grad addierte.

Wäre eine solche Temperatur-Prophezeiung schon im Jahr 2010 vorgenommen worden (Jahresdurchschnittstemperatur 7,8 °C), dann würde es im Jahr 2050 in Deutschland – Latifs Prophezeiungen für bare Münze genommen – nur rund 8,8 °C warm sein, also deutlich kälter als in allen Jahren seit 1998!

Aber das sagte der größte Klimaexperte Deutschland (GRÖKLIMEX) Latif in seiner Lieblings-Postille BILD: „Es wird deutlich wärmer als heute sein.“ (s. Grafik von Josef Kowatsch!) – Wer von den Lesern erklärt sich bereit, im Jahr 2050 M. Latif an seine Versprechungen zu erinnern?

Fakt ist, dass seit 1998 die Deutschlandtemperaturen im Trend wieder leicht fallen und keinesfalls steigen, die angenehme Erwärmung ab 1980 ging kurz vor der Jahrtausendwende zu Ende und der fallende Trend wird sich 2015 fortsetzen. Bei der Grafik handelt es sich um die Originalangaben des Deutschen Wetterdienstes. Womit Latif seine Märchen einer weiteren Erwärmung begründet, ist sein Geheimnis.

Aufgrund der starken Schwankungsbreite der jährlichen Durchschnittstemperaturen ist ein einzelnes Jahr als Startpunkt für eine solche Projektion ungeeignet. Hätte man beispielsweise das Kaltjahr 1996 als Startpunkt der Prognose gewählt, so wären nach dieser Methode 36 Jahre später, also 2032, erst 8,2°C zu erwarten; bis 2050 müsste es dann in nur 18 Jahren einen Anstieg um 3,1K geben, wenn die 11,3°C erreicht werden sollen.

Schon das Jahr 2015 wird aber wieder deutlich kühler ausfallen- realistisch sind für dieses Jahr wohl Deutschland- Werte um 9°C plus/minus 0,5°C. Nähme man also 2015 als „Startpunkt“, würde man 2051 bei etwa 10°C landen, das sind 1,3K weniger, als noch 2014 vorhergesagt.

Latif stützt sich auf „Klimamodelle“, die davon ausgehen, dass ein Erwärmungseffekt durch CO2 eintritt. Der „Erwärmungseffekt“ von CO2 ist jedoch bereits heute weitgehend gesättigt:

Bei heutigen CO2- Werten um 400ppm bewirken gleich große CO2- Anstiege praktisch keine Temperaturerhöhungen mehr, denn die 2 schmalen Absorptionsbanden dieses (für die Photosynthese und damit für das ganze Leben auf der Erde notwendigen) Spurengases sind bereits gesättigt. Genauere Untersuchungen der vergangenen Temperaturentwicklung zeigen außerdem, dass in der Vergangenheit immer erst die Temperaturen und dann die CO2- Konzentrationen gestiegen sind. In den 1990er Jahren waren die Analysemethoden von Proxydaten, beispielsweise aus Eisbohrkernen, noch nicht genau genug, um zu erkennen, dass Temperatur- und CO2- Anstieg zeitlich nacheinander erfolgen, so dass man fälschlicherweise von einem Temperaturanstieg durch CO2- Zunahme ausging. Doch auch über lange Zeiträume der Erdgeschichte zeigte sich kein eindeutiger Zusammenhang von CO2- Konzentration (schwarze Kurve) und der Temperatur (blau):

Und wie sieht der Zusammenhang von Deutschland- Temperaturen und der Entwicklung der Co2- Konzentration in den letzten 20 Jahren aus?

Trotz des „Rekordjahres“ 2014 stagnieren die Temperaturen in Deutschland seit 1997, die Trendlinie verläuft flach. Aber während dieser mittlerweile 18 Jahre der Stagnation stiegen die CO2- Konzentrationen stetig an.

Die wesentlichen Ursachen der Temperaturentwicklung sind in Deutschland nicht die CO2- Konzentration, sondern die Sonnenscheindauer und die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen (mehr Großwetterlagen mit Südanteil wirken, ebenso wie eine höhere Sonnenscheindauer, erwärmend). Das erklärt auch den Rekord der Jahresmitteltemperatur 2014, denn noch nie hat es seit Aufzeichnungsbeginn derart viele Wetterlagen mit südlichem Strömungsanteil gegeben. Der bei längerfristiger Betrachtungsweise (hier: ab 1981) noch erkennbare Temperaturanstieg in Deutschland lässt sich plausibel mit der Zunahme der südlichen Wetterlagen und der Zunahme der Sonnenscheindauer erklären:

Sonnenscheindauer (gelb), Häufigkeit der südlichen Großwetterlagen (rot) und Jahrestemperaturen (violett) stiegen seit 1981 an; allerdings deutet sich seit Ende der 1990er Jahre eine Trendumkehr an. Man erkennt außerdem, dass es 2014 einen neuen Rekord bei der Häufigkeit der Lagen mit Südanteil gab, mit 134 Tagen so viele, wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881. Außerdem sollte man bei Rückwärtsbetrachtungen über 20 Jahre hinaus unbedingt den jährlich zunehmenden Wärmeinseleffekt bei den deutschen Messstationen berücksichtigen. Ein Teil der Erwärmung geht auch auf diesen WI-effekt und auf die Umstellung der deutschen Messstationen zurück.

WI-bereinigt fällt die Erwärmung seit 1981 wesentlich geringer aus:

Da in Deutschland täglich 1,1 km2 überbaut und durch Menschenhand wärmend verändert werden gilt bei direkten Vergleichen die blaue Trendlinie ab 1981. Auch diese wärmeinselbereinigte Temperaturen sind immer noch leicht ansteigend, was auf die in diesem Artikel genannten zusätzlichen Gründe zurück zu führen ist.

Eine weitere, wesentliche Ursache für die Temperaturentwicklung ist die Sonnenaktivität; sie hat unter anderem auch Einfluss auf die Wolkenbedeckung, die Sonnenscheindauer und das Verhalten der Großwetterlagen. H. MALBERG wies in zahlreichen Arbeiten, die unter anderem in der Fachzeitschrift „BERLINER WETTERKARTE“ veröffentlicht wurden, nach, dass die Sonnenaktivität der wichtigste Treiber der Temperaturentwicklung ist. Stellvertretend dafür folgende 2 Abbildungen:

Beide Abbildungen müssen im Zusammenhang betrachtet werden. Weisen die blauen Säulen (obere Abbildung) nach oben, so gab es mehr Sonnenflecken als im Durchschnitt, die Sonne war aktiver. Die roten Säulen in der unteren Abbildung zeigen die Temperaturverhältnisse für Europa in Form von Abweichungen (Anomalien). Man achte auf den engen Zusammenhang- bei aktiverer Sonne war es wärmer. Die sehr hohe Sonnenaktivität in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts (rechts oben) hatte übernormal hohe Temperaturen zur Folge (rote Säulen weisen aufwärts) zur Folge. Alle Astrophysiker sind sich aber einig, dass die Sonnenaktivität nun stark nachlässt; schon der aktuelle Sonnenfleckenzyklus ist der schwächste seit etwa 200 Jahren, was auch die Stagnation der Lufttemperaturen erklärt. Bis mindestens etwa 2040, vermutlich länger, soll die Sonnenaktivität weiter abnehmen (folgende Abbildung):

Ob es deswegen gleich zu einer neuen „kleinen Eiszeit“ kommt, bleibt fraglich, dennoch ist eine weitere Stagnation, vielleicht auch ein leichter Rückgang der Temperaturen, sowohl global als auch in Deutschland, aufgrund dieser Zusammenhänge durchaus nicht unwahrscheinlich.

Abschließend noch eine Kurzbetrachtung zu den angeblich gehäuft auftretenden Unwettern. Statistiken aus verschiedensten Ländern, auch aus Deutschland, zeigen, dass es bislang keine Zunahme von Unwettern und den durch sie verursachten Schäden gab:

Seit 1950 haben die durch Tornados verursachten Schäden in den USA- bei enormer Schwankungsbreite- insgesamt leicht abgenommen:

Und die Häufigkeit tropischer Stürme und Zyklonen nahm seit 1971 sogar leicht ab:

Auch in Australien zeigt sich eine Abnahme von Tropenstürmen:

Und in Deutschland? Keinesfalls mehr Unwetter oder mehr Starkregen- an den folgenden zwei Beispielen der Station Potsdam (Datenquelle: PIK) zeigt sich, dass die Anzahl der Gewittertage im Sommer langfristig abnahm. Selbiges gilt auch für das Niederschlagsverhalten- weder wurden die Sommer immer nasser, was mehr Überschwemmungen bedeuten würde, noch immer trockener:

Zusammenfassung:

Herr Latif hat die sprichwörtliche Regel „Prognosen sind schwierig- besonders wenn sie die Zukunft betreffen“ mal wieder grob missachtet. Aus folgenden Gründen sind seine Aussagen unseriös:

1. Langfristprognosen scheitern immer wieder an der Realität, man schaue sich nur einmal die düsteren Prognosen des „Club of Rome“ aus den 1970er Jahren und die viel erfreulichere Realität an.

2. Wenn man schon Prognosen erstellt, so muss man diese von einem Durchschnittswert aus starten, nicht von einem (weil zufällig gerade besonders gut passenden) Einzelwert, wie dem „Warmjahr“ 2014.

3. Die auf der CO2- Erwärmungswirkung basierenden „Klimamodelle“ überschätzen die weitgehend ausgereizte, weil weitgehend gesättigte CO2- Erwärmungswirkung deutlich. In der Realität zeigt sich seit nunmehr über 18 Jahren kein Temperaturanstieg trotz stetig steigender CO2- Werte. Andere, wichtige Einflussfaktoren wie etwa die Sonnenaktivität sowie negative Rückkopplungen, werden nicht oder nur unzureichend in den Projektionen berücksichtigt.

4. Es zeigt sich in der Realität bislang keine Zunahme von Naturkatastrophen. Der Eindruck, es gebe mehr Extreme oder mehr Katastrophen, resultiert auch aus der Tatsache, dass es viel mehr Beobachtungsmöglichkeiten gibt (Satelliten, Handy- Kameras) und viel mehr Menschen in den schon immer gefährdeten Bereichen leben.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Josef Kowatsch, unabhängiger Natur-und Klimaforscher.




Ansichten eines IT-Experten zur Klima-Modellierung

Computer sind erstaunlich, bemerkenswert und unglaublich nützlich, aber sie können nicht zaubern. Als ein IT-Experte mit über 25 Jahren kommerzieller Erfahrung; als jemand, der einen großen Teil fast jeden Tages meines Lebens mit Computer-Software gearbeitet hat, möchte ich einige meiner Einsichten bzgl. dieses bemerkenswerten Werkzeuges beschreiben – und ich werde erklären, warum mich meine Erfahrung mit Computern skeptisch gemacht hat hinsichtlich Behauptungen über die Genauigkeit und Effizienz der Klima-Modellierung.

Zuallererst und am Wichtigsten: Computermodelle werden zutiefst beeinflusst durch die Hypothesen des Software-Entwicklers. Die Kreation von Software ist ein artistisches Unterfangen; es fühlt sich an wie die Einbettung eines Teils von sich selber in eine Maschine. [Das gilt mit anderen Assoziationen genauso für einen Schriftsteller! Anm. d. Übersetzers]. Deine Überlegungen, deine Gedanken, verstärkt durch die Macht einer Maschine, die zur Befriedigung deiner Bedürfnisse gebaut worden ist – es ist eine unheimliche Sensation, seine intellektuelle Reichweite sich entfalten zu fühlen mit Hilfe einer Maschine.

Aber dieser Akt der Kreation ist auch eine Restriktion – es ist sehr schwierig, eine Software zu kreieren, die ein vollkommen unerwartetes Ergebnis zeitigt. Mehr als alles andere ist Software ein Spiegel der Meinungen des Kreierenden. Es kann dabei helfen, ein paar Details zu klären, aber solange man nicht freiwillig und mit viel Erfahrung eine Maschine kreiert, die echt innovieren kann, werden Computer selten mit Überraschungen aufwarten. Sie tun einfach das, was man ihnen sagt, das sie tun sollen.

Wenn ich also Wissenschaftler und Politiker behaupten höre, dass ihre Argumente gültig sind infolge eines von ihnen kreierten Computermodells, lässt es mich erschauern. In meinen Experten-Ohren ist alles, was sie sagen, dass sie ihre Meinung in eine Maschine eingebettet haben, welche dann die Antwort lieferte, die sie haben wollten. Sie können genauso gut sagen, sie hätten ihre Meinung in ein Word-Dokument geschrieben und dann gedruckt – sehen Sie, hier ist der Beweis, ein bedrucktes Blatt Papier…

Mein zweiter Gedanke ist, dass es sehr leicht ist, von seiner eigenen Illusion gekapert zu werden; dass eine Reflektion von einem selbst mehr bedeutet als es tut.

Falls die Leute die Grenzen von Computern nicht verstehen; falls sie nicht verstehen, dass das, was sie wirklich sehen, nichts weiter ist als eine Reflektion von ihnen selbst, können sie einen übertriebenen Sinn des Wertes gewinnen, den der Computer für ihre Bemühungen darstellt. Mehr als einmal habe ich dies erlebt beim Aufbau eines Unternehmens. Der Computer widerspricht fast niemals den Forschern, die die Software entwickeln – oder anderen, die damit beauftragt worden sind, die Software zu schreiben nach den Spezifikationen der Forscher. Falls man immer eine positive Bestärkung seiner Ansichten erfährt, ist das wie ein Schmeicheln – es ist sehr, sehr verführerisch, Schmeichelei für echte Unterstützung zu halten. Dies ist meiner Vermutung nach zumindest teilweise das, was den Klimaforschern passiert ist, die sich auf Computer verlassen. Die Computer sagen ihnen fast immer, dass sie recht haben – weil sie den Computern gesagt haben, was diese sagen sollen. Aber man vergisst nur allzu leicht, dass all jene positive Bestärkungen nichts weiter sind als eine Reflektion ihrer eigenen Ansichten.

[Ist es aber hier nicht viel mehr die Vorgabe einer politischen Ideologie, die hier maßgeblich war? Anm. d. Übers.]

Bill McKibben erhält andauernd Versicherungen von Personen, die absolut davon überzeugt sind, dass ihre Theorien richtig sind – aber falls meine Theorie richtig ist, dass das, was falsch gelaufen korrekt ist, wurde diesen Personen, die diese Versicherungen abgaben, durch das ultimative Echo vor Augen geführt, wie sehr sie sich getäuscht haben. Ihre Computer-Simulationen weichen kaum einmal von ihren vorgefassten Schlussfolgerungen ab – weil das Ergebnis ihrer Simulationen einfach eine Reflektion ihrer vorgefassten Meinungen ist.

Eines Tages, vielleicht schon eines baldigen Tages, werden Computer die Grenzen, die wir setzen, überwinden. Forscher wie Kenneth Stanley oder Alex Wissner-Gross investieren ihre bedeutenden intellektuellen Bemühungen in das Auffinden von Wegen, die Grenzen zu schlagen, die Software-Entwickler ihren Kreationen auferlegen.

Sie werden Erfolg haben. Selbst nach 50 Jahren wachsen die Hardware-Möglichkeiten von Computern exponentiell und verdoppeln sich alle 18 Monate. Damit setzen sie einen geometrischen Anstieg von Computer-Macht frei – Macht, um sogar noch ambitioniertere Versuche durchzuführen, um eine echte künstliche Intelligenz zu erzeugen. Die technologische Singularität – eine Vorhersage der zufolge Computer bald die menschliche Intelligenz ausstechen und die Gesellschaft auf eine Weise transformieren, die ultimativ jenseits unserer derzeitigen Fähigkeit liegen, was wir verstehen – könnte lediglich wenige Jahrzehnte in der Zukunft liegen. Während der kommenden Jahre dürften wir geblendet sein von einer Reihe sogar noch eindrucksvollerer technologischer Wunder. Probleme, die heute noch unüberwindlich scheinen – Verlängerung der menschlichen Lebensdauer, die Konstruktion von Robotern, die simple Haushaltstätigkeiten ausführen können, die Heilung gegenwärtig unheilbarer Krankheiten, vielleicht sogar die Erzeugung eines zuverlässigen Klimamodells [aber nur, wenn man wirklich ALLE relevanten natürlichen Klimabeiträge einbringt, womit wieder die Ideologie ins Spiel kommt; Anm. d. Übers.] – werden während der nächsten paar Jahrzehnte wie Kegel vor unsere Füße zu fallen beginnen.

Aber jener Tag, jenes Zeitalter der Wunder; das Zeitalter, in dem Computer einfach aufhören, nur Maschinen zu sein und unsere Freunde und Partner werden, vielleicht sogar ein Teils von uns selbst werden durch neurale Implantate – perfektes Gedächtnis, sofortiges Verständnis jeder ausländischen Sprache, sofortige Nennung des Namens eines jeden, mit dem man spricht – jener Tag ist noch nicht gekommen. Derzeit sind Computer einfach Maschinen, die genau das tun, was man ihnen sagt – nichts weiter. Darum bin ich zutiefst skeptisch gegenüber Behauptungen, dass Computermodelle, entwickelt von Menschen, die glauben die Antwort schon zu wissen; die starke vorgefasste Ansichten hinsichtlich des Ergebnisses haben, dass sie sehen wollen (hier), das Klima wirklich genau modellieren zu können.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/06/07/an-it-experts-view-on-computer-modelling/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Hier werden ausschließlich die Grenzen von Computern und Modellen angesprochen. Jedes einzelne Wort kann man wohl unterstreichen. ABER – wie schon hier und da in der Übersetzung angemerkt: Es wird völlig außer acht gelassen, dass die Modellierung hier ABSICHTLICH nur einer Ideologie folgen darf, bei der die Möglichkeiten, die Computer heute schon bieten, nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft werden DÜRFEN!




Neun Fragen zum Klimaschutz

Das Vorhaben einer kompletten Dekarbonisierung mit der Konsequenz einer ebenso kompletten Deindustrialisierung Deutschlands kann eigentlich nicht ernst gemeint sein. Immerhin verrät das Jahreszeitziel 2100, um was es vermutlich wirklich geht: Die bislang überaus erfolgreiche Angstfiktion “Klimawandel“ soll mit jedem Mittel für weiteren politischen Gebrauch erhalten bleiben. Dass der Plan nicht Realität wird, ist freilich sicher. Schließlich gibt es noch andere als deutsche Europäer. Und die werden den Dekarbonierungsplan von A. Merkel und F. Hollande nicht widerstandslos hinnehmen.

Alle früheren, erfolgreichen Herrscher wussten es schon immer: Nur mit Angst oder Krieg lassen sich Völker wirkungsvoll still stellen. Droh-Fiktionen wie hier der “anthropogene Klimawandel“ oder das absurde 2 °C Ziel, von dem renommierte Klimawissenschaftler bereits von „Verarschung“ sprechen (Zitat Prof. von Storch), benötigen noch nicht einmal einen Realitätsbezug. Je abartiger, umso größer ist seine politische Wirkung. Dieses Phänomen fehlgeleiteten menschlichen Verstandes ist Religionspropheten, Psychologen und Soziologen bestens bekannt.

Immerhin erzeugen wir in Deutschland aktuell rund 85% der Primärenergie aus fossilen Brennstoffen, und hierzulande soll der Dekarbonierungsplan auch noch ohne die Kernenergie auskommen. Mit Sonnen- und Windstrom gibt es weder Heizung noch Industrieproduktion. Diese schlichten, bereits jedem Grundschüler eingängigen Fakten haben aber gegen politisch geschickt propagierte Angst wenig Chancen. Man darf gespannt sein, wo wie und wann sich der Widerstand der EU-Bürger gegen den Dekarbonisierungs-Plan regt, wenn nur die Kosten solcher Aktionen bekannt werden.  EU-Nationen, in denen die letzte Dikatur noch nicht so lange zurückliegt, werden vermutlich zuerst Widerstand leisten.

Zumindest in Deutschland wird es aber keine ernsthaften Auseinandersetzungen geben, Konsens, Glauben und Gehorsam der jeweiligen Obrigkeit gegenüber stehen über allem. Man braucht zu diesem Thema nur unsere Geschichte zu konsultieren. Allein weil bis 2100 noch einige Generationen ins Land gehen werden, politische Absichtserklärungen immer kürzere Halbwertszeiten haben und die heutigen G7-Akteure die Realisierung ihre Schnapsidee allein aus biologischen Gründen nicht bis zum Ende aktiv mitgestalten können, wird aus dem Dekarbonisierungsplan wohl nichts werden.

Zahlreiche Rätsel verbleiben dennoch: was treibt die ehemals wertekonservative Regierungspartei CDU dazu, sich inzwischen Marktprinzipien ähnlich denen der DDR, UdSSR, Nordkoreas oder Kubas zu verschreiben? Wo bleiben die Parlamentarier, die dies nicht gutheißen? Warum wehren sich die betroffenen Industriezweige von Grundstoffen, Energie und weiter als Folge der Autoproduktion so wenig? Wieso begreift die Gewerkschaftsbasis nicht, dass es ihr an den Kragen geht und zerlegt mit massivem Protest die Dekarbonisierungsaktion? Und schlussendlich: Warum überlässt man das ohnehin unvermeidbare Auslaufen der fossilen Energieträger infolge ihrer zu erwartenden Preissteigerungen nicht einfach dem freien Markt und einer ebenso freien Energie-Forschung ohne alle Subventionen?

Bisher war freier Markt, freier Güteraustausch und Verzicht auf wettbewerbsverzerrende Subventionen stets jeder diktatorischen Planwirtschaft haushoch überlegen. Eingreifen des Staates ist nur beim Naturschutz nötig. Aber Klimaschutz ist kein Naturschutz, er ist ideologisch und das genaue Gegenteil von Naturschutz (naturzerstörende Windräder beweisen es).

Es ist angesichts eines sich zunehmend klimabesessener gebärdenden Deutschlands vielleicht nicht ganz verkehrt, immer wieder an die fehlenden Sachgrundlagen der Aktion „Klimaschutz““ zu erinnern. Für den Laien ist diese Aktion nämlich längst undurchschaubar. Er ist seit Jahren einem Trommelfeuer von politisch und medial geförderten Klimaängsten und Falschaussagen in Zeitungen und Fernsehen ausgesetzt und hat weder Zeit noch Muße sich über die Klimafakten zuverlässig zu informieren. Mit den „Neun Fragen zum Klimaschutz“ soll diesem Mangel abgeholfen werden. Die Fragen und Antworten sind kurz und (hoffentlich) so einfach, dass sie jedermann versteht. Weiterführende Quellen werden angegeben. Und schließlich veröffentlicht EIKE fast täglich interessante Berichte zum Thema in seiner Klimarubrik. Die „Neun Fragen zum Klimaschutz“ sind als kurz gefasste Informationsquelle in Diskussionen und als Verteiler an Freunde und Bekannte gedacht, mit denen man über das Klima-Thema diskutiert.  Zu diesem Zweck ist auch das pdf beigefügt.

                    Neun Fragen zum Klimaschutz

Zusammenfassung

Klimaschutz ist ein neuer deutscher Glaubenskanon, dem sich inzwischen auch die Kirchen angeschlossen haben. Die Medien und fast alle politischen Parteien erklären “Klimaschutz“ zur Staatsraison. Diese Entwicklung hat Konsequenzen: Die deutsche Energiewende zerstört zunehmend Landschaften und Wohlstand. Ökoideologie in Medien, Erziehung, Technik, Wissenschaft und Wirtschaft spaltet die Gesellschaft, wie es der zunehmende Widerstand der Bevölkerung gegen die “Kathedralen“ des neuen Glaubens (naturschädigende Windräder) zeigt. Angesichts dieser im weltweiten Vergleich einzigartigen Vorgänge werden Fragen nach Sinn, Nutzen und Zweck des Klimaglaubens unvermeidbar. Leitlinie ist dabei die Aufklärung, welche sinnvolles Handeln nur auf Basis naturwissenschaftlicher Fakten gelten lässt.

Beträchtliche Klimaschwankungen sind stete Begleiter der Erdgeschichte.

Seit Beginn der Industrialisierung bis 1998 ist es um weniger als 1 °C wärmer geworden, und seit 1998 stagniert die Erdtemperatur. Ein Zusammenhang (Korrelation) mit angestiegenem CO2 ist nicht festzustellen.

Kein Klimamodell hat die bisherige Stagnation vorhergesagt, stattdessen werden ständig neue Erwärmungen vorhergesagt, von 2, 4, 6, .. °C !?

Ob menschgemachtes CO$_2$ überhaupt einen Klimaeinfluss ausübt, konnte bis heute wissenschaftlich nicht belegt werden.

Es gibt nach 150 Jahren geringer Erwärmung keine über das natürliche Auftreten hinausgehenden Katastrophensignale von Stürmen, Hurrikanen, Tornados, Extremniederschlägen, Dürren, Gletscherschmelzen, Meeresspiegelanstiegen,… Genau dies sagt auch der Report AR5 2013/2014 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).

“Klima“ ist von Natur aus ein hochdynamischer Prozess und mit keinem Mittel stabil zu halten. “Klimaschutz“ vermittelt eine Illusion und ist nur ein politisches Konstrukt. Dazu sagt Prof. Heinz Miller, AWI-Vize-Direktor: “Wer von Klimaschutz redet, weckt Illusionen. Klima lässt sich nicht schützen und auf einer Wunschtemperatur stabilisieren. Es hat sich auch ohne Einwirkungen des Menschen oft drastisch verändert. Schlagworte wie “Klimakollaps“ oder “Klimakatastrophe“ sind irreführend. Klima kann nicht kollabieren, die Natur kennt keine Katastrophen‘‚.

“Klimaschutz“ ist das Gegenteil von Naturschutz. Dies zeigt bereits die Pest der sich ausbreitenden Windradungetüme, welche Landschaften zerstören, Flugtiere töten und Menschen durch Infraschall gesundheitlich schädigen.

1. Frage: was ist Klima, was “Klimaschutz“?

Klima ist nicht mit Wetter zu verwechseln. Es ist das mindestens 30-jährige statistische Mittel von Wetterparametern wie Temperaturen, Niederschlägen, Anzahl von Extremwetterereignissen u.w.m. [1]. Es gibt kein “Klima“ schlechthin und auch kein Globalklima, nur Klimazonen von polar bis tropisch. Wie das Wetter wandelt sich auch das Klima jeder Erdklimazone naturgesetzlich unaufhörlich und kann infolgedessen nicht geschützt werden. Man müsste dazu mit dem Schutz des Wetters beginnen.  Der Begriff “Klimaschutz“ ist sachlich unsinnig und nur ein Mittel der politischen Agitation. Ohne ständigen Klimawandel hätte es kein Leben auf der Erde gegeben, er war ein wichtiger Faktor der biologischen Evolution. Klimawandel kann für die Menschen gleichermaßen schädlich oder günstig sein, wie es die Klimavergangenheit belegt (s. Frage 3). Die im historischen Klimavergleich moderate globale Erwärmung des 20. Jahrhunderts war für die Menschheit vorteilhaft und keineswegs gefährlich.

2. Frage: was ist “anthropogene globale Erwärmung“?

Anthropogene globale Erwärmung ist ein theoretisch vermuteter, bis heute nicht nachweisbarer Erwärmungseffekt infolge von CO2-Emissionen aus Elektrizitäts- und Wärme-Erzeugung, Industrie, Transport u.w.m. Die Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Erdatmosphäre hat sich seit Beginn der Industrialisierung (~1850) von 0,028% auf heute 0,04% erhöht, das sind 12 Moleküle mehr in 100.000 Luftmolekülen über grob 150 Jahre. Der hypothetische Erwärmungseffekt wird als AGW (Anthropogenic Global Warming) bezeichnet. Seine Nichtnachweisbarkeit beruht auf seiner zu geringen Stärke, natürliche Temperaturfluktuationen überdecken ihn. Weil Medien und Politik immer wieder sachlich falsch behaupten, die AGW sei gefährlich hoch und würde sogar das “Klima“ schädigen, muss betont werden, dass es bis heute keine begutachtete Klima-Fachpublikation gibt, die eine maßgebende AGW an Hand von Messwerten nachweist. Alle entsprechenden Behauptungen basieren auf Klimamodellen, die willkürliche, das Ergebnis bereits bestimmende Annahmen enthalten. Eine Modellbildung von Klima als einem Geschehen mit buchstäblich unzähligen (meist unbekannten) maßgebenden Einflussgrößen ist vermutlich für immer unmöglich.

Entscheidender Begriff der AGW ist die Klimasensitivität des CO2 als die globale Erwärmung infolge einer hypothetischen Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Konzentration. Sie ist mit extrem hohen Unsicherheiten belegt und praktisch unbekannt [2]. Alle politischen Maßnahmen, die eine gefährliche globale Erwärmung voraussetzen, beruhen somit auf einem unbekannten Zahlenwert.

3. Frage: ist das  heutige “Klima“ extrem?

Zur Antwort muss man das Klima vor Beginn der Industrialisierung (~1850) mit dem Klima danach vergleichen. Nur falls nach 1850 die Zahl von Extremwetterereignisse angestiegen wäre, Gletscherschmelzen nie zuvor bekannte Ausmaße erreicht hätten und ungewöhnliche Temperatursteigerungen aufgetreten wären, müsste mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Verantwortung des Menschen ausgegangen werden, wobei aber immer auch natürliche Ursachen in Frage kämen. Die Antworten aus Fachliteratur, meteorologischen Messungen der weltweiten Messtationen und sogar vom IPCC [3] auf diese Fragen liegen freilich bereits vor:

Es gibt keine Art von Klimaereignissen nach 1850, die nicht mehrfach in mindestens gleicher, oft aber größerer Stärke und Geschwindigkeit vor 1850 auftraten.

Unsere Klimavergangenheit bietet bekannte Beispiele: So konnten die Römer bei viel wärmeren Klima als heute ganz Europa sandalenbeschuht erobern. In ihrer reichen Militärliteratur findet sich anlässlich von Alpenüberquerungen nirgendwo ein Erwähnung von Gletschern. Die folgende Klimaverschlechterung führte zu Völkerwanderungen und dem Untergang Roms. Um etwa 1100 n.Chr. waren in den heißen Sommern der mittelalterlichen Warmzeit die großen deutschen Flüsse fast
vollständig ausgetrocknet. Deshalb konnte das Fundament der berühmten Regensburger Steinbrücke in der trockenen Donau gebaut werden, und zu Köln am Rhein überquerten die Leute den Fluss trockenen Fußes [5]. In der sogenannten “kleinen Eiszeit“ um Mitte bis Ende des 17. Jahrhunderts war dann die Ostsee regelmäßig über viele Monate komplett zugefroren, schwedische Truppen überquerten sie mehrfach mit schweren Planwagen und Kanonen. Grönland (grünes Land) war umgekehrt vor 8000 Jahren 2,5 °C wärmer als heute [4], ohne dass der Grönlandgletscher kollabierte oder “Knuth“ ausstarb. Den Menschen haben Klimaänderungen stets bei Klimaabkühlung in Form von Missernten und Hungersnöten zugesetzt. Warmzeiten waren dagegen umgekehrt regelmäßige Auslöser kultureller Höhepunkte. Kaltzeiten hingegen sind, wie eine neue Studie wieder einmal belegt, die Ursache von Hunger und Elend. Die Mortalitätsrate in Kaltzeiten ist 20 x höher als in Warmzeiten.

4. Frage: gibt es eine menschgemachte Klimagefahr?

Der Zahlenwert der bereits erwähnten Klimasensitivität des CO2 ist nicht direkt messbar. Er kann nur aus theoretischen Rechnungen im Bereich zwischen 0,5 °C bis etwa 1,2 °C angegeben werden [6, 7]. Werte bis 2 °C werden als unbedenklich
angesehen. Nur Klimamodelle mit dem hypothetischen Konstrukt der Wasserdampfrückkoppelung können Werte über 4 °C hinaus begründen. Dieses Konstrukt ist in der Klima-Natur nicht nachweisbar [9]. Darüber hinaus treffen die Modellierer auf eine bemerkenswerte Lösungsmannigfaltigkeit bei solchen Modellen und sind nicht in der Lage, alle diese Lösungen physikalisch zu verstehen.

Die ab den 1970-er Jahren eingesetzten Klimamodelle, zweifellos wertvolle Forschungsinstrumente für Detailfragen, konnten noch nie zuverlässige Globalaussagen machen. Diese unbehebbaren Nachteile teilen Klimamodelle mit den ihnen verwandten Wettermodellen. Bekanntlich ist eine verlässliche Wettervorhersage über einige Tage bis maximal 2 Wochen hinaus grundsätzlich unmöglich. Auch die modernsten Klimamodelle versagen bereits bei der Erklärung der Klimavergangenheit, können nicht einmal den nächsten El Nino berechnen und fordern eine Erwärmung in mehreren km Höhe über den Tropen (Hot Spot), die bis heute nicht messbar war. Die Prophezeihung des bekanntesten deutschen Klimamodellieres Prof. M. Latif vom Jahre 2000, es würde in Deutschland des anthropogenen CO2 wegen keine Winter mit Schnee mehr geben, ist vielen von uns noch Warnung vor Klimamodellvorhersagen [8].

Für Klimamodelle gilt die Richard Feynman, einem der bedeutendsten Physiker des 20. Jh. zugeschriebene sinngemäße Feststellung über physikalische Modelle bzw. Theorien:

Egal, wie bedeutend der Mensch ist, der ein theoretisches Modell vorstellt, egal, wie elegant es ist, egal wie plausibel es klingt, egal wer es unterstützt, wenn es nicht durch Beobachtungen und Messungen bestätigt wird, dann ist es falsch“.

Unter diesem Kriterium eindeutig falsche Modelle prägen die politische Klimaschutz-Agenda der EU und insbesondere Deutschlands. Gemäß dem heutigen wissenschaftlichen Stand ist zu konstatieren, dass eine menschgemachte Klimagefahr nicht nachweisbar ist.

5. Frage: gibt es einen wissenschaftlichen Klima-Konsens?

Nein! Unzählige Klimaforscher und fachnahe Naturwissenschaftler, darunter auch die beiden ehemaligen Physik-Nobelpreisträger Robert Laughlin und Ivar Giaever, kritisieren öffentlich die Hypothese von einer Klimaschädigung durch den Menschen. Dies belegt, dass diese Hypothese wissenschaftlich zumindest umstritten ist. Darüber wurde in den deutschen Medien noch nie berichtet. Seit Beginn der Klimaschutz-Bewegung gab es unzählige entsprechende Deklarationen und -Petitionen, die niemals bei Politik oder Medien Erwähnung oder gar Gehör fanden [10].

6. Frage: ist CO2 (Kohlendioxid) schädlich?

Atmosphärisches CO2 von heute 0,04% Konzentration (und damit nur ein Spurengas der Atmosphäre) ist Hauptbestandteil der Photosynthese [11] und für die Existenz von Pflanzen, Tieren und Menschen unabdingbar. Ohne CO2 gäbe es uns nicht. Der vom industrialisierten Menschen verursachte Anstieg von 0,028% im Jahre 1850 auf den heutigen Wert hat den globalen Pflanzenwuchs gefördert und die Nahrungsernten weltweit verbessert [12]. Tritt es bei extrem hoher Konzentration wie z.B. bei Vulkaneruptionen in großen Mengen aus, ist es tödlich erstickend, denn CO2 ist schwerer als Luft und verdrängt den zum atmen nötigen Sauerstoff. Das CO2 in unserer Atmosphäre ist allerdings infolge seiner extrem geringen Konzentration bis weit über 15 km Höhe homogen verteilt und sammelt sich nicht am Boden an. Der weitere Anstieg von CO2 in der Atmosphäre ist auf Grund endlicher Reserven an Kohle begrenzt. So gibt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe die weltweiten Kohlereserven mit 1300 GtC an. Der CO2-Gehalt der Luft kann daher somit auch bei Verbrennen aller fossiler Reserven höchstens auf 0,06% bis 0,08% ansteigen [13].

7. Frage: wie relevant ist deutsche CO2-Vermeidung global?

Die CO2-Emissionen von Deutschland haben einen globalen Anteil von ~2%. Einsparungen von diesen 2% sind dann praktisch ein Nichts. Eine simple Dreisatzrechnung zeigt die globale Wirkung Deutschlands, falls gemäß Sigmar Gabriel unsere Kohlekraftwerke zukünftig jährlich 3,7 Millionen Tonnen CO2 weniger ausstoßen. Diese Einsparung verringert den aktuellen jährlichen globalen CO2-Ausstoß von 34 Milliarden Tonnen, der 2 ppm atmosphärisches CO2 mehr bewirkt, um den Anteil 0,0001 also um 0,0002 ppm. Das IPCC gibt für 400 ppm mehr CO2 (fiktiv hohe) 3 °C zusätzliche globale Erwärmung an, so dass Gabriels Plan gemäß IPCC zu einer um 0,0000015 °C geringeren globalen Erwärmung führt. Den CO2-Hauptverursachern Indien und China sind die Verrücktheiten deutscher CO2-Vermeidung fremd. Kohleverbrennung ist für sie überlebenswichtig, und sie gaben daher dem Klimaschutzdruck des Westens noch nie nach. Aber auch Australien scheint den Dreisatz zu beherrschen, denn hier ist bei weiterhin voll laufenden Kohlekraftwerken “Klimaschutz“ inzwischen abgesagt.

8. Frage: wer profitiert vom Klimaschutz?

Durch ökoideologische Netzwerke, mithelfende Gesetzgebung und Mittelumverteilung entstand in Deutschland ein öko-industrieller Komplex, der mit den Regeln des freien Markts unvereinbar ist. Die Energiewende wird mit der unabdingbaren Notwendigkeit von “Klimaschutz“ begründet. Sie hat Kohorten von Profiteuren wie Pilze aus dem Boden schießen lassen, von der Windradindustrie über Ökoberatungsunternehmen für Kommunen, private Subventionsprofiteure von Solardachstrom bis hin zu Emissions-Zertifikatebetrügern und nicht zuletzt dem deutschen Fiskus mit seiner CO2-Besteuerung (Besteuerung der Luft).

Politik und Wendeprofiteure schufen eine kaum noch auflösbare Verfilzung gegenseitiger Abhängigkeiten. Das Bündnis 90/Die Grünen brauchen die Fiktionen “Klimaschutz“ und das Angstgespenst der Kernenergie unabdingbar zum überleben. Profitierende Advokaten-Klimaforscher [14] missbrauchen, unter Verletzung ihres Amtseids und von der Politik mit Wohlwollen gefördert, ihre beamteten Positionen zur Verbreitung totalitärer Ökoideologien. Ihre anzählig weit überwiegenden integeren Kollegen ducken sich weg, um keinen beruflichen Schaden zu erleiden. “Klimaschutz“ und Energiewende werden infolgedessen wohl erst dann beerdigt werden, wenn der stetig ansteigende volkswirtschaftliche Schaden in die totale Katastrophe geführt hat.

Schlussendlich sind noch die ganz großen, global agierenden Profiteure zu nennen, welche “Klimaschutz“ durch hohe finanzielle Unterstützung vorantrieben, um ihn später in lukrativen Geschäftsmodellen zu nutzen – stellvertretend die US-Großfinanz mit zugehörigen Banken und Versicherungsgesellschaften [19].

9. Frage: welches sind die Ursprünge des Klimaglaubens?

Die ab Mitte des 20. Jahrhunderts aufkommenden Umweltbewegungen sowie die Berichte des Club of Rome (1972, 1974) verstärkten massive Ängste, wie sie bereits Thomas Robert Malthus (1766-1834) anfachte. Die exponentielle Zunahme der Weltbevölkerung würde zwangsläufig zur katastrophalen Nahrungs- und Ressourcenknappheit führen. All dies hat sich bis heute als falsch erwiesen, selbst die Anzahl der Weltbevölkerung zeigt erste Anzeichen eines zukünftigen Stillstands.
Ressourcen sind keine Mengen sondern die technische Innovationsfähigkeit der Menschheit, bisher jedes Ressourcenproblem durch neue Technologien lösen zu können.

Als die Ressourcen-Bedrohung ihre Schrecken verlor, wurde die menschgemachte Klimaschädigung zur neuen Weltbedrohung, nun mit den deutschen Medien als ersten Vertretern. Insbesondere das deutsche Gutmenschentum kümmert sich nun um ein vermutetes zukünftiges Problem mit technischen Lösungen von gestern und erträumten Erfindungen von übermorgen. TV-Bilder aus aller Welt zeigen heute in
Echtzeit die entferntesten Zyklone, Überschwemmungen und Dürren. Diese natürlichen Ereignisse, die in vorindustrieller Zeit oft häufiger und stärker auftraten, werden dem ahnungslosen Zuschauer als AGW-Folgen untergeschoben. Mit TV-Bildern von kondensiertem Wasserdampf aus Kraftwerkskühltürmen wird unsichtbares CO2 suggeriert und schließlich als “Klimakiller“ verteufelt.

Der Klimaschutz-Glaube fordert eine übergeordnete Institution als Weltregierung, also totalitäre Planwirtschaft [17]. Schon Albert Camus erkannte den Totalitarismus als “Politik der Massenmobilisierung für unerreichbare Ziele“. Klimaschutz ist das ideale unerreichbare Ziel! Unsere aktuelle Kanzlerin A. Merkel als Vorsitzende einer ehemals freien, wertekonservativen Partei folgt mit ihrer Aussage “Die globale Erwärmung ist die größte Herausforderung des 20. Jahrhunderts“ dem Totalitarismus, denn sie widerspricht damit den Klimafakten.

Die Verspargelung unserer Landschaften mit Windrädern belegt den blinden Klimaschutzglauben. Windräder sparen kein CO2 ein (mit ihrer Verbreitung haben sich die CO2-Emissionen Deutschlands sogar erhöht), ihr Strom ist um ein Vielfaches teuer als aus Kohle, Uran, Gas. Der Windstromfluktuation wegen sind kostspielige Gaskraftwerke zum Fluktuationsausgleich erforderlich. Nur der Bruchteil von aktuell
~17% der installierten Windstromleistung steht zur Verfügung, weil der Wind meist zu schwach oder gar nicht bläst. Windradanrainer werden durch die dramatischen Wertverluste ihrer Häuser zwangsenteignet und durch Infraschall gesundheitlich geschädigt. Windräder töten Fledermäuse und Greifvögel zu Hekatomben. All dies
ist bestens bekannt, und dennoch werden Windräder von fast allen deutschen Volksvertretern in blinder Gläubigkeit über die Klimaschutzwirkung dieser Anlagen begrüßt und propagiert.

Blinder Glaube und Rückwärtsgewandheit greifen aber nicht nur hier. Statt in attraktive Zukunftsfelder zu investieren, werden heute schon ganze Bereiche von der Gentechnik bis zur Kernenergie einfach ausgeblendet, so als würden sie gar nicht existieren. Unsere Kinder und Enkel werden die Leidtragenden dieses neuen Ökoglaubens sein.

Der Beginn eines europaweiten Ökototalitarismus ist an der 20%-Agenda der EU ablesbar, welche gesetzlich erzwingt, dass bis 2020 alle Industrieunternehmen der EU ihren Energieverbrauch um 20% einschränken müssen. Verbraucher erkennen es inzwischen an nicht mehr erhältlichen Glühlampen, Staubsaugern usw. Für Industrie, Arbeitsplätze und unseren Wohlstand sind die EU-20%-Agenda und ihre kommenden Steigerungen buchstäblich tödlich. Kaufmännisch sinnvolle Energieeinsparung könnten ebenso gut durch Steueranreize unter Beibehaltung des freien Marktes und der Eigenentscheidung des Bürgers erreicht werden. Die EU und die deutsche Regierung wollen aber den Planungsstaat. Dazu kommt die Unverfrorenheit, den uneingeschränkt notwendigen Naturschutz mit Klimaschutz gleichzusetzen. Allein Windräder zeigen es bereits:

Klimaschutz ist das genaue Gegenteil von Naturschutz.

Bereits Kinder werden in Deutschland zu “Ökobotschaftern“ erzogen. Die Botschaft der Plant-for-the-planet Organisation, Kinder sollen Bäume pflanzen, ist zweifellos begrüßenswert, falls es denn beim Bäumepflanzen bliebe. Schließlich wollen wir alle Naturschutz. Sie ist aber keineswegs harmlos, weil diese Organisation weiter schreibt[16]:

“Bei einer Plant-for-the-Planet Akademie wirst du selbst zum Botschafter für Klimagerechtigkeit. Hier erfährst du alles Wichtige zum Thema Klimakrise und globale
Gerechtigkeit. Und du lernst, selber Vorträge zu halten und Pflanzpartys zu organisieren“
.

Diese missbräuchliche Instrumentalisierung jugendlicher Naturbegeisterung für
ökoideologische Zwecke unterscheidet sich nicht mehr von der politischen Indoktrinierung Jugendlicher in den zwei überwundenen Diktaturen. Man tausche lediglich “Klimagerechtigkeit“ gegen “den neuen Menschen in der DDR“ aus.

Fazit

Die Klimaschutzbewegung widerspricht den naturwissenschaftlichen Fakten. Von wissenschaftlichem Konsens über eine angebliche Klimagefährlichkeit des anthropogenen CO2 kann keine Rede sein. Bevor nicht ein sachfundierter Nachweis über den Einfluss des anthropogenen CO2 auf Klimaparameter erbracht werden kann, gebietet alle Vernunft, die kostspieligen CO2-Vermeidungsmaßnahmen einzustellen. Die militanten Vertreter von Klimaschutzmaßnahmen streben eine planwirtschaftlich-totalitäre Politik an, wie beispielsweise eine “große Transformation“ [17]. Seine politischen Bestrebungen, Agenden und Auswirkungen  verweisen “Klimaschutz“ in die Reihe gefährlicher totalitärer Ideologien.

Zum Autor [18].

Quellenangaben

[1] Weltmeteorologieorganisation, http://tinyurl.com/pwv9535

[2] Die Information findet sich in der unscheinbaren Fußnote Nr. 16 im IPCC-Bericht für Politiker, Abschnitt D.2, http://tinyurl.com/qdkxh68

[3] IPCC Climate Change 2001, the sientific basis, Chapter 02, Abschnitt 2.7, S. 155, http://www.grida.no/publications/other/ipcc_tar/ und im IPCC         Extremwetterbericht (2012)  http://www.ipcc-wg2.gov/SREX/

[4] S. Lecavalier et al., Quaternary Science Rev. 63, 73-82 (2013)

[5] J. Reichholf, Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends, Fischer Taschenbuch

[6] H. Harde, Open Journal of Atmospheric and Climate Change (2014), http://tinyurl.com/p9ac6xg

[7] IPCC-Berichte (scientific basis), www.ipcc.ch

[8] http://tinyurl.com/cl8vdog

[9] R.S. Lindzen and Y-S. Choi, J. Atmos. Sci. 47, 377-390 (2011), ttp://tinyurl.com/3mbresk

[10] http://tinyurl.com/y9jraf
http://tinyurl.com/4zerb5f
en.wikipedia.org/wiki/Oregon_Petition

http://en.wikipedia.org/wiki/Heidelberg_Appeal
http://en.wikipedia.org/wiki/Leipzig_Declaration
http://tinyurl.com/6oqu3m
http://canadafreepress.com/index.php/article/9764                                                http://tinyurl.com/ygdmzq
http://tinyurl.com/yf58y39                                                                                  http://tinyurl.com/ylgvjgy                                                                                    http://tinyurl.com/bv8n2tl

[11] de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese

[12] B.A. Kimball: Agronomy Journal, Vol. 75, No. 5 (1982),
http://tinyurl.com/9h6or3f                                                                                    sowie R.B. Myneni: letters to nature, 386 (1997) http://tinyurl.com/9u3sgo7

[13] H.-J. Lüdecke, Energie und Klima, expert-Verlag (2013)

[14] Klimaforscher, die weniger an objektiven Forschungsergebnissen sondern vielmehr an ihrer ideologischen  Instrumentalisierung interessiert sind.

[15] Rupert Darwall, The age of global warming, Quartet (2013)

[16] http://www.plant-for-the-planet.org/de/mitmachen/akademien

[17] http://tinyurl.com/pojcq3h

[18] http://de.wikipedia.org/wiki/Horst-Joachim_Lüdecke

[19] http://tinyurl.com/o3l562y

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US-Bundestaaten ziehen sich aus Förderung erneuerbarer Energie zurück

*[State and Federal Legislators: Das bezieht sich auf die USA, und vor langen Erklärungen gehe ich davon aus, dass die geneigte Leserschaft weiß, was damit gemeint ist. Anm. d. Übers.]

Wind in Oklahoma

Im American Spectator vom 30. April informiert Noon die Öffentlichkeit, die zuvor der erneuerbaren Energie zugeneigt war, dass man noch einmal über diese nachdenken sollte angesichts von Problemen mit der Zuverlässigkeit und der in den Himmel schießenden Energiekosten. Beispielsweise hieß es in einem Bericht im Oktober 2014 bei Enid News in Oklahoma mit dem Titel [übersetzt] „Sorgen wegen Wind? Ein Jahrzehnt nach der Begeisterung für Windparks werden die Staaten nachdenklich“:

Vor einem Jahrzehnt begrüßten die Staaten die Entwickler von Windenergie mit offenen Armen, waren sie doch der Vision einer leuchtenden Zukunft für eine Industrie verfallen, die billigen Strom anbieten würde, ebenso wie neue Arbeitsplätze und stetige Einkommen für große Landbesitzer, vor allem in ländlichen Gebieten mit nur wenigen anderen ökonomischen Perspektiven. Um sicherzustellen, diese Gelegenheit nicht zu verpassen, versprachen die Gesetzgeber, wenige oder gar keine Vorschriften zu erlassen sowie großzügige Steuernachlässe. Aber jetzt, wo Windräder in vielen Gebieten des windigen Herzlandes der Nation herumstehen, fürchten einige Führer in Oklahoma und anderen Staaten, dass ihre Bemühungen zu erfolgreich waren und eine Industrie angezogen haben, die riesige Subventionen abschöpft, häufige Klagen anstrengt und seine mächtige Lobby dazu ausnutzt, jedweden Reformen zu widerstehen.

Aber es ist nicht nur die Windenergie, die in Ungnade gefallen ist. Auch bei Solarenergie und Biotreibstoffen sowie Subventionen dafür wird jetzt nochmals genau hingeschaut. Und es ist nicht nur Oklahoma, das seine Energie-Prioritäten überdenkt – andere Staaten und auch die Bundesregierung machen das auch.

Erneuerbare sind nicht mehr OK

Fast ein Drittel der 29 Staaten und der District of Columbia [die Hauptstadt Washington], die Förderungen erneuerbarer Energie in Kraft gesetzt hatten, manchmal in Kombination mit Subventionen, überdenken ihre Hinwendung zu erneuerbarer Energie. In Oklahoma allein wurden etwa 30 Gesetze mit Bezug auf die Windindustrie im Jahr 2015 eingebracht, einschließlich zumindest eines Gesetzes, dass die Steuernachlässe aufs Korn nimmt. Am 16. April stimmte das Parlament von Oklahoma mit 78 zu 3 für die Streichung der Steuernachlässe für Windenergie. Der Senat begutachtet ein Begleitgesetz, dessen Annahme ebenfalls erwartet wird und von der republikanischen Gouverneurin Mary Fallin unterzeichnet wird.

Der erste Staat, der seine Förderung Erneuerbarer überdachte, war Ohio. Im Juni 2014 hat Gouverneur John Kasich Gesetze unterzeichnet, die den RPS [vermutlich Renewable Power Standard] des Staates für zwei Jahre aussetzt. Anfang 2015 hat der Staat West Virginia als Erster seinen RPS aufgehoben. Und das mit einstimmiger Unterstützung im Senat und einer Abstimmung von 95 zu 4 im Parlament. In die gleichen Fußstapfen trat der Bundesstaat Texas im März und beendete seinen RPS. Im Parlament wird dafür breite Zustimmung und danach die Unterschrift von Gouverneur Greg Abbott erwartet.

Es wird erwartet, dass die Beendigung von RPS in Texas auch die Solarindustrie beeinflussen wird. Charlie Hemmeline, geschäftsführender Direktor der Texas Solar Power Association stellt fest: „Zunehmende Unsicherheit bzgl. unserer Industrie lässt die Geschäftskosten im Staat steigen“.

Der Gouverneur von Kansas hat mit dem Parlament und dem Senat sowie der Windindustrie einen Kompromiss ausgehandelt, die es dem Staat erlauben würde, aus seiner Förderung der Erneuerbaren auszusteigen. Im Gegenzug würde keine neue Steuer für die Erzeuger von Windenergie eingeführt. Die Windindustrie hatte befürchtet, dass die Steuer für sie schädlicher wäre als die Förderung helfen würde. North Carolina und Michigan haben Gesetze zur Neubewertung der staatlichen Politik zugunsten Erneuerbarer in Kraft gesetzt, während New Mexico und Colorado jeweils Gesetze erlassen haben, RPS einzufrieren oder ganz zu eliminieren. In einer Kammer wurden diese Gesetze bereits durchgewunken, in der anderen hängen sie derzeit noch fest.

Die Unterstützung der Steuerzahler für die Windenergie verliert im Kongress ebenfalls an Boden, was durch die Tatsache belegt wird, dass die Senatorin Heidi Heitkamp im März vergeblich versucht hatte, Unterstützung für eine Gesetzesänderung zu erhalten, welche die Steuernachlässe für die Windenergie-Erzeugung um weitere fünf Jahre verlängert hätte. So wie es jetzt aussieht, sind diese Steuernachlässe Ende 2014 ausgelaufen.

Unterstützung für Äthanol schwindet

Die Förderung von Äthanol, bekannt als Erneuerbarer Treibstoff-Standard [RFS], verliert ebenfalls seinen Glanz. Mit Verweis auf die hohen Kosten haben die SenatorInnen Dianne Feinstein und Pat Toomey am 16. Januar 2015 das „Corn Ethanol Mandate Elimination Act of 2015“* auf den Weg gebracht.

[Etwa: „Gesetz zur Aufhebung der Unterstützung für die Äthanolgewinnung aus Mais“]

Hawaii, wo es eine eigene einmalige Äthanol-Förderung gibt, überdenkt man ebenfalls die Unterstützung für diesen teuren und umweltschädlichen Treibstoff. KHON [eine Fernsehstation] berichtet: „Neun Jahre, nachdem den Autofahrern in Hawaii eine wesentlichen Veränderung an der Benzinpumpe aufgezwungen worden ist, bezeichnen Viele dieses jetzt als ein gescheitertes Experiment und wollen es beseitigt haben“.

Sowohl in Hawaii als auch bei der Bundesregierung suchen Gesetzgeber nach fortschrittlichen Biotreibstoffen, die nicht zu einer Erhöhung der Preise für Nahrungsmittel führen. Allerdings hat die EPA – beauftragt mit der Einführung von RFS – wiederholt auf Biotreibstoff-Forderungen verzichtet oder diese reduziert, weil die Industrie trotz der Investition von über 126 Milliarden Dollar seit 2003 bislang nicht in der Lage war, kommerziell erfolgreiche Mengen von Biotreibstoff herzustellen.

Noon schließt ihren Artikel mit einer Referenz an einen Bericht von Watchdog.org mit dem Titel [übersetzt] „warum es für die Wirtschaft gut ist, die Förderung erneuerbarer Energie zu streichen“. Darin heißt es: „Die beste Politik für die Staaten ist es, die Entscheidungen bzgl. des Energieverbrauchs den Verbrauchern im Markt zu überlassen anstatt diese einer Gesetzgebung zu unterziehen“.

H. Sterling Burnett, Ph.D., (hsburnett@heartland.org) is the managing editor of Environment & Climate News.

Link: http://news.heartland.org/newspaper-article/2015/05/28/states-backing-away-renewable-power-mandates

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimaforscher kritisieren Regierungsstudie, die die „Pause“ in der Erwärmung löscht

Bild rechts: Schiffe korrekter als Bojen zur Temperaturerfassung? Bild: © Andreas Demmig

Einige Klimaforscher bestreiten die neue Behauptung: „Während ich mir sicher bin, dass diese jüngste Analyse der NOAA als politisch nützlich für die Obama-Regierung betrachtet wird, sehe ich es als nicht besonders nützlichen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis von dem, was vor sich geht,“ schrieb Judith Curry, eine Professorin der Klimawissenschaft an der Georgia Tech, in einer Reaktion auf die Studie.

In einem Interview bei FoxNews.com sagte Curry, dass die nachjustierten Daten nicht den anderen unabhängigen Messungen der Temperatur entsprechen. „Der neue NOAA-Datensatz stimmt nicht überein mit einem UK-Datensatz, der im Allgemeinen als Goldstandard für die Datensätze der globalen Oberflächentemperatur angesehen wird. Auch steht der neue Datensatz im Widerspruch zu ARGO-Bojen und Satelliten-Analysen.“

Die NOAA Studie, von einem Forscherteam unter Leitung von Tom Karl, Direktor der Agentur National Climatic Data Center erstellt, fand den größten Teil seines neuen Erwärmungstrends durch Veränderungen der letzten Messungen der Meerestemperaturen.

Globale Meerestemperaturen sind geschätzt, sowohl durch Tausende von Handelsschiffen, die die Temperatur des Wassers beim Ansaugen für ihre Motoren aufzeichnen und von Tausenden von Bojen – schwimmende Einrichtungen, die für Jahre im Wasser bleiben.

Die Bojen tendieren in der Regel dazu, kühlere Temperaturwerte als die Schiffe zu erfassen, wahrscheinlich weil die Schiffsmotoren das Wasser erwärmen. Währenddessen wurden Bojen in den letzten Jahren immer häufiger. Das Ergebnis, sagt Tom Karl, dass selbst wenn die Weltmeere sich erwärmen, können die unbereinigten Daten es nicht zeigen, weil immer mehr Bojen anstatt [der Messungen] von Schiffen verwendet werden. So justierte das Karl-Team die Daten der Bojen, damit sie mit den Schiffsdaten übereinstimmen. Sie haben ihre Arbeit auch doppelt überprüft, indem sichergestellt wird, dass die neu eingestellten Ablesungen der Bojen den Aufnahmen nächtlicher Lufttemperaturen von Schiffen entsprechen.

Die Studie kam letzte Woche heraus, und es blieb keine Zeit für die unabhängige Überprüfung der Einstellungen durch skeptische Wissenschaftler. Aber einige stellen die Frage, um wie viel die justierten Daten gegenüber anderen unabhängigen Messungen variieren.

Erstens, es stimmt nicht mit den Messwerten von mehr als 3.000 „ARGO-Bojen“ überein, die speziell darauf ausgelegt sind, im Meer zu schwimmen und die Temperatur zu messen. Einige Wissenschaftler sehen ihre Daten [die der Bojen] als die zuverlässigsten an.

Die ARGO-Boje Daten zeigen kaum eine Erwärmung der Oberflächentemperatur, seit sie im Jahr 2003 eingeführt wurden. Aber das Karl-Team nutzte sie nicht in ihrer Analyse mit der Begründung, dass die Bojen mehrere Probleme hätten, darunter fehlende Messungen in der Nähe der Arktis.

In einer E-Mail an FoxNews.com schrieb Karl, dass die Messungen der ARGO-Bojen seinen Daten (natürlich nach der Korrektur der systematischen Offsets) hinzugefügt werden könnten, „…wenn wissenschaftliche Methoden gefunden werden, um diese beiden Arten der Temperaturerfassung in Übereinstimmung zu bringen … … Dies ist Teil des kumulativen und fortschrittlichen wissenschaftlichen Prozesses.“

Karls Studie kollidiert auch mit Satellitenmessungen. Seit 1979 wird durch NOAA-Satelliten die Temperatur der Atmosphäre der Erde geschätzt. Sie zeigen fast keine Erwärmung in den letzten Jahren und stimmen mit den Oberflächendaten eng überein – vor den Anpassungen durch Karl.

Die Satellitendaten werden durch zwei getrennte Gruppen von Forschern zusammengestellt, deren Ergebnisse eng beieinander sind. Zu einem Team, das diese Daten sammelt, gehören auch die Klima-Professoren John Christy und Roy Spencer an der Universität von Alabama in Huntsville, beide stellen Karls Daten in Frage.

„Die Studie ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Sie jede Antwort, die Sie wollen bekommen, wenn die Datenfehler der Thermometer größer sind als das globale Erwärmungssignal, nach dem sie suchen“, sagte Spencer gegenüber FoxNews.com. „Wir glauben, dass die Satellitenmessungen seit 1979 ein stabiles Maß der globalen Temperaturen bieten, und die beiden Satelliten-Forschungsgruppen finden praktisch die gleiche Pause der globalen Temperaturen für die letzten 18 Jahre“.

Karl meinte, auch die Satellitendaten haben Probleme, darunter auch „Bahnabweichungen, Tagesstichproben, Gerätekalibrierung der Zieltemperaturen und mehr.“

Spencer sagte, er stimmt den meisten dieser Punkte zu, aber diese sind weniger problematisch als die Daten von Tausenden von Schiffen und Bojen. Er fügte hinzu, dass eine Gruppe von Satelliten Temperaturen zu jedem Zeitpunkt überwachen und dass sie verwendet werden, um sich gegenseitig zu überprüfen.

Skeptiker sagen, es gibt noch mehr Messungen, einschließlich derjenigen Daten von Ballonen, die mit den vorhandenen Daten besser übereinstimmen als die von Karl neu adjustierten Daten. Sie merken auch an, dass selbst mit Karls Anpassungen der Erwärmungstrend der letzten 17 Jahre unter dem liegt, was die UN-Modelle vorausgesagt hatten.

Einige Klimaforscher applaudieren Karls Anpassungen und sagen, dieses entlarvt den Gedanken, dass die Erderwärmung gestoppt wäre. „[Dieses] weist darauf hin, wie klein und zerbrechlich diese Vorstellung war:“ sagt Peter Frumhoff, Direktor für Wissenschaft und Politik der Vereinigung der besorgten Wissenschaftler, zu FoxNews.com. Auf die Frage nach dem Widerspruch mit den Satellitendaten, sagte er, er vertraue der neuen Studie.

„Ich vertraue dem Prozess des legitimen wissenschaftlichen Peer-Review, dem diese Studie unterzogen wurde, sowie der Sorgfalt der Autoren gegenüber ihrer angesehenen Arbeit „, und fügte hinzu, dass „die gekünstelte Debatte über einen so genannten Stillstand der Erwärmung eine unglückliche Ablenkung vom sinnvollen Dialog darüber war, wie das allgemein anerkannte, ernste Problem des Klimawandels am besten anzugehen ist. “

Aber Skeptiker sagen, Karls justierte Daten ist der Ausreißer, der mit allem anderen in Konflikt steht. „Betrachten Sie mich als nicht überzeugt“, schrieb Curry.

Erschienen auf FoxNews.com am 10. Juni, 2015.
[Das Video im Original bezieht sich nicht direkt auf diesen Beitrag, s.u.]

http://www.foxnews.com/science/2015/06/10/climate-scientists-criticize-government-paper-that-erases-pause-in-warming/?intcmp=latestnews

Übersetzt durch Andreas Demmig

Anmerkung des Übersetzers:

Es gibt also (mindestens) vier voneinander unabhängige Verfahren, die Temperatur des Meeres zu erfassen, drei davon liegen in ihren Messwerten eng beieinander. Da die Datensätze der drei nicht das gewünschte Ergebnis zeigen, werden diese kurzerhand manipuliert oder für ungültig erklärt – Wie groß muss wohl die Verzweiflung der „Klimawissenschaftler“ sein, wenn zu solchen Maßnahmen gegriffen wird?

Auf der Original Seite ist ein Video Interview von FoxNews.com gezeigt, Thema: Obama tackles climate change with new EPA rules
[Obama geht gegen den Klimawandel mit neuen Umweltbestimmungen vor] mit Bradley Blakeman [ehemaliger Assistent von George W. Bush] und seinem Gegenspieler Joe Lestingi (politischer Stratege der Chadderon Group, Agentur für Kampagnen und Strategie).

Für mich ist das der übliche Austausch: Diese neuen Regeln schaden uns, der Ökonomie und bringen für’s Klima gar nichts. Dagegen der Hinweis auf die Zukunft, unsere Kinder und die Führerschaft, der die anderen folgen sollen.

Joe Lestingi will die Ölförderung mit Kanada (Bakken Shale Field, hier auf Eike) einstellen.

Blakeman hält die Aktionen von Präsident Obama für „Kabuki Theater“ (eine Form des traditionellen japanischen Drama mit … übertriebenen Gesten und Körperbewegungen, um Gefühle auszudrücken, Info Google)