Europäische Energiepolitik vor dem US-Senat

Anhörung vor dem Committee on Environment and Public Work des US-Senats

Bezug: Der Super Pollutants Act 2014 (S. 2911) [etwa: Gesetz über Super-Verschmutzer]
Washington DC, 2. Dezember 2014
The Global Warming Policy Foundation
Ich möchte mich zunächst dem Vorsitzenden und dem Komitee für die Gelegenheit bedanken, vor diesem Komitee zu den hohen Risiken und Kosten einseitiger Klimapolitik Stellung nehmen zu dürfen.
Ich bin Direktor der Global Warming Policy Foundation (GWPF), einer unabhängigen, registrierten, nicht-kommerziellen, in London ansässigen Denkfabrik. Die GWPF ist zwar hinsichtlich der umstrittenen Wissenschaft der globalen Erwärmung völlig offen, ist aber zutiefst besorgt hinsichtlich der Kosten und anderer Implikationen einer Klimapolitik, die gegenwärtig in UK und von anderen Regierungen auf der Welt verfolgt wird.
Seit Gründung der GWPF im House of Lords im Jahre 2009 hat die Organisation die ökonomischen, sozialen und industriellen Implikationen einer einseitigen Klimapolitik in UK und der EU genau untersucht.
Die Europäische Klimastrategie fußt auf zwei grundlegenden Hypothesen: Erstens, dass die globale Erwärmung eine starke Bedrohung war, die man ohne Verzögerung verhindern müsse, egal zu welchen Kosten; und zweitens, dass der Welt die fossilen Treibstoffe ausgehen, was bedeutete, dass Öl und Gas immer teurer und die erneuerbare Energie damit wettbewerbsfähig werden würde. Beide Mutmaßungen haben sich jedoch als falsch herausgestellt, und als Konsequenz macht sich in der EU zunehmend die Erkenntnis breit, dass unsere einseitige Klimapolitik fehlgeleitet und ökonomisch schädlich ist. Der zunehmende Schaden dieses Alleingangs auf die ökonomische Stabilität in Europa und die graduelle Aufgabe der Einseitigkeit ist Gegenstand meiner Ausführungen.
Einseitige EU-Klimapolitik seit dem Jahr 2000
Die Europäische Union EU hat sich lange einseitigen Bemühungen verschrieben, gegen die Klimaänderung vorzugehen. Während der letzten 20 Jahre wähnte sich Europa in der Pflicht, ein Beispiel in Gestalt einer radikalen heimischen Klimapolitik zu setzen.
Die europäischen Führer waren davon überzeugt, dass die Entwicklung einer Low-Carbon-Ökonomie auf der Grundlage von Erneuerbaren Europa einen Wettbewerbsvorteil verschaffen würde. (1)
Eingebettet in dieses politische Klima haben die Regierungschefs der EU im März 2000 die so genannte Lissabon-Strategie auf den Weg gebracht mit dem Ziel, Europa zur „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Ökonomie der Welt zu machen, die in der Lage ist, nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und größerem sozialem Zusammenhalt zu verknüpfen“.
Drei Monate später, im Juni 2000, rief die Europäische Kommission das European Climate Change Program (ECCP) ins Leben, innerhalb dessen der EU-Beitrag zum Kyoto-Protokoll entwickelt wurde. Im Jahre 2002 stimmte die EU (2) dem Kyoto-Protokoll zu und verpflichtete sich zur kollektiven Reduktion von Treibhausgasemissionen bis 8% unter das Niveau von 1990, und zwar bis zum Zeitraum 2008-2012, wie es das Kyoto-Protokoll verlangte.
Heute, 14 Jahre, nachdem die EU diese Schlüsselziele übernommen hatte, befinden sich die Ökonomien der meisten EU-Mitgliedsstaaten im Stillstand oder schrumpfen. Vorige Woche hat die OECD davor gewarnt, dass die krisengeschüttelte EU eine massive Bedrohung der Weltwirtschaft sei (3).
Jüngste UN-Klimagipfel zeigen, dass es keine Aussichten auf ein gesetzlich bindendes internationales Abkommen gibt, Treibhausgasemissionen zu begrenzen, geschweige denn zu reduzieren. Wegen des Fehlens eines bindenden Abkommens führen alle einseitigen politischen Maßnahmen unausweichlich zu schweren Belastungen der Nationen in Gestalt erheblicher Kosten und Belastungen durch Vorschriften, ohne dass diese irgendeine Auswirkung auf den Verlauf der globalen Treibhausgas-Konzentrationen während dieses Jahrhunderts haben.
Zwar ist es der EU gelungen, die heimischen CO2-Emissionen zu reduzieren, aber nur durch Verlagerung energieintensiver Industrien und der Schwerindustrie nach Übersee: zu Orten, an denen es keine stringenten Emissions-Limits gibt; wo Energie und Arbeitskraft billig sind und die derzeit viel schneller wachsen als die EU. Die meisten heutzutage in der EU konsumierten Güter sind aus Ländern ohne jede bindenden CO2-Ziele importiert. Es ist keine Überraschung: die heimischen CO2-Emissionen der EU sind gefallen, aber falls man die CO2-Emissionen bei der Herstellung der in die EU importierten Güter in Rechnung stellt, bleibt die Menge substantiell größer (Abbildung 1).

Abbildung 1: CO2-Emissionen der EU unter Berücksichtigung der impliziten CO2-Emissionen bei der Produktion der Güter (4).
Die politischen Entscheidungsträger der EU haben naiv angenommen, dass die Hauptkonkurrenten der EU der Verschiebung weg von billigen fossilen Treibstoffen hin zu teurer grüner Energie folgen würden. Das ist niemals geschehen und war auch nie wirklich realistisch angesichts reichlicher und signifikant billigerer Optionen. Selbst die Herausgeber der Washington Post haben im vorigen Jahr eingeräumt, dass Europa „ein hoffnungsloser Fall grüner Energie geworden ist. Anstatt der Welt ein Modell vorzugeben, ist Europa zum Modell dessen geworden, was man nicht tun sollte“. (5)
Angesichts weiter steigender Energiepreise verlieren die in Europa verbliebenen und sich abmühenden Hersteller rapide an Boden im internationalen Wettbewerb. Europäische Unternehmen und Investoren pumpen ihr Geld in die USA, wo die Energiepreise mittlerweile nur noch weniger als halb so hoch sind wie in der EU, und zwar dank der Schiefergas-Revolution.
Die EU gibt einseitige Klimaziele auf
Frühe Proklamationen über die Dringlichkeit des Problems der globalen Erwärmung stießen inzwischen auf die Realität des seit fast zwei Jahrzehnte langen Stillstands des globalen Temperaturanstiegs, welcher von den Klimamodellen nicht vorhergesagt worden war. Teilweise aus diesem Grunde ist das Thema Klimawandel während der letzten Jahre ziemlich weit nach unten gestürzt in der internationalen Agenda.
Allermindestens durch die fortwährende Überschätzung der jüngsten Erwärmungstrends seitens der Klimamodelle – ein Problem, dass auch offen im jüngsten IPCC-Bericht eingeräumt worden ist – hat sich die Möglichkeit erhoben, dass modellbasierte Schätzungen der Auswirkungen von Kohlendioxid-Emissionen auf die Umwelt hoch verzerrt sind und dass Versuche, den Klimawandel als eine eminente Bedrohung darzustellen, nicht auf ordentlicher, auf Beweisen beruhender Wissenschaft basieren.
Eine weitere Schlüsselhypothese der europäischen Klimapolitik war, dass ein gesetzlich bindendes Klimaabkommen erzielt werden würde und dass die EU von dessen Umsetzung in der ganzen Welt erheblich profitieren würde. In Wirklichkeit hat sich das Zustandekommen eines solchen Abkommens als unmöglich herausgestellt, und es dürfte auch in absehbarer Zukunft keines geben.
In der Zwischenzeit ist die EU in extrem kostspieligen einseitigen Zielen stecken geblieben – ein Umstand, der vom Impact-Assessment der Regierung von UK im Jahre 2009 bezeichnet wurde als „das Worst-Case-Szenario, welches ernste Fragen aufwirft hinsichtlich der Vorteile bei einer Fortführung dieser einseitigen Maßnahmen“, und dass es unwahrscheinlich ist, dass diese Maßnahmen „in der Praxis nachhaltig sind“ (6)
Infolge des Scheiterns der internationalen Gemeinschaft, zu einem Folgeabkommen des Kyoto-Protokolls zu kommen, gibt es in den meisten Ländern Mittel- und Osteuropas inzwischen keinerlei Enthusiasmus mehr hinsichtlich einseitiger Klimaziele. Die Regierungen von Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Lettland und Litauen sind alle gegen die Übernahme irgendwelcher CO2-Ziele, solange es kein bindendes UN-Abkommen gibt.
Im vorigen Jahr hat Antonio Tajani, der scheidende Industriekommissar der EU, gewarnt, dass Europas einseitige Klimapolitik die Energiepreise auf ein nicht wettbewerbsfähiges Niveau heben würde: „Wir stehen vor einem systemischen industriellen Massaker. Wir brauchen eine neue Energiepolitik. Wir müssen mit dem Theater spielen aufhören, weil wir Europas Industrie nicht für Klimaziele opfern können, die nicht realistisch sind und nicht weltweit vorangetrieben werden“ (7).
Günther Oettinger, der scheidende EU-Energiekommissar erklärte im September, dass die EU keine neuen bindenden CO2-Ziele übernehmen sollte, solange alle wesentlichen Emittenten das nicht auch tun: „Falls es keine bindende Verpflichtung gibt von Ländern wie Indien, Russland, Brasilien, den USA, China, Japan und Südkorea, deren Regierungen verantwortlich sind für etwa 70% aller globalen Emissionen, denke ich, dass es nicht wirklich klug ist, sich selbst ein Ziel von -40% zu setzen … wenn wir zu ambitioniert vorgehen und andere nicht folgen, werden wir einen Ausverkauf der Produktion und Emissionen außerhalb der EU haben“ (8).
Oettingers Vorschlag wurde am 23 Oktober übernommen, als sich die EU-Führer darauf verständigten, unter Vorbehalten ein CO2-Emissions-Reduktionsziel von 40% bis zum Jahr 2030 anzustreben – unter der Voraussetzung, dass es ein gesetzlich bindendes UN-Klimaabkommen gibt. Eine spezielle „Flexibilitäts-Klausel“ wurde der Endfassung des Textes hinzugefügt, was es dem Gremium erlaubt, sein unter Vorbehalten gesetztes Ziel nach dem UN-Gipfel noch einmal zu überdenken (9).
Die EU-Ziele bzgl. Treibhausgas-Emissionen und erneuerbarer Energie hängen ab von einem legal bindenden globalen Abkommen auf der nächsten UN-Klimakonferenz in Paris 2015. Die Chancen für ein solches Abkommen liegen jedoch nahe Null. China und Indien haben ihre Unterstützung für ein solches Abkommen nur unter der Bedingung signalisiert, dass ein Finanzpaket in Höhe von 100 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2020 eingerichtet wird, wie es Präsident Obama auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 zugesagt hatte (10).
Verlust der Wettbewerbsfähigkeit – Energiepreise für die Industrie
Die europäischen Regierungen haben für die teuerste Form der Energieerzeugung auf die am wenigsten teuren Arten, Energie zu erzeugen, verzichtet. Kein anderer bedeutender Emittent ist der aggressiven Klimapolitik und deren Zielen gefolgt.
Bloomberg New Energy Finance zufolge haben die EU-Mitgliedsstaaten zwischen 2005 und 2013 etwa 600 Milliarden Euro für Projekte bzgl. erneuerbarer Energie ausgegeben (11). Deutschlands Energiewende allein könnte bis zum Jahr 2030 1 Billion Euro kosten. Davor warnte jüngst die deutsche Regierung (12).
Als Folge dieser politischen Maßnahmen sind die Energiepreise in Europa erheblich gestiegen (Abbildung 2) (13):

Abbildung 2: Industrielle Energiepreistrends. Quelle: The Wall Street Journal, 26. August 2014
Die Strompreise in Europa liegen derzeit mehr als doppelt so hoch wie in den USA (Abbildung 3) (14):

Abbildung 3: Industriestrom und Trends der Gaspreise. Quelle: The Economist, 15. Juni 2013
Niedrigere Strom- und Gaspreise im Jahre 2012 in den USA im Vergleich zu Europa haben sich zu geschätzten Einsparungen in Höhe von etwa 130 Milliarden Dollar für die produzierende Industrie in den USA als Ganzes summiert. Die IEA schätzt, dass die Strompreise in der EU weiterhin etwa doppelt so hoch liegen werden wie in den USA (15).
Hohe Energiepreise führen zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit
Die Produzenten in Europa verlieren rapide an Boden im internationalen Wettbewerb. Der unterschiedliche Energiepreis beeinflusst die industrielle Wettbewerbsfähigkeit erheblich. Während der letzten Jahre haben die USA zusammen mit anderen Eckpfeilern exportierender Ökonomien den Marktanteil an energieintensiven Gütern ausgeweitet, während in der EU und in Japan ein scharfer Rückgang zu verzeichnen ist (Abbildung 4)

Abbildung 4: Globaler Marktanteil für energieintensive Güter. Quelle: World Energy Outlook 2013
Man rechnet damit, dass sich die Lage noch erheblich verschlimmert. Bis 2020 könnten die Energiesteuern die Hälfte der Stromrechnungen für die Hersteller energieintensiver Güter ausmachen. Die Kosten der Regierungspolitik hinsichtlich Energiepreise durch die Stahlkocher in UK werden geschätzt über 280% höher liegen als die äquivalenten Kosten für ihre amerikanischen und russischen Konkurrenten (17).
Erwartung: Energieintensive Industrie in der EU ist auf dem Rückzug
Die Energiekosten sind von grundlegender Bedeutung für energieintensive Industrien wie die Chemische Industrie, die Zement-, Stahl- und Glasproduzenten sowie Ölrefiner. Die IEA glaubt, dass die EU und Japan einen starken Rückgang ihrer Exportanteile dieser Produkte mit der Zeit sehen werden (18)
Die für die EU zentrale chemische Industrie befindet sich in freiem Fall und steht vor der Auslöschung
Die chemische Industrie ist einer der erfolgreichsten Industriezweige der EU mit einem Verkaufserlös im Jahre 2013 von 527 Milliarden Euro, was ihn zum zweitgrößten globalen Erzeuger macht. Verloren gegangene Wettbewerbsfähigkeit hat sich in den EU-Anteil globaler Exporte gefressen, der im Jahre 2012 auf 21% gefallen war von einem 31-prozentigen Anteil im Jahre 1991. Wegen der erodierenden Wettbewerbsfähigkeit ist die EU unter sieben führenden globalen Chemie-Exporteuren vom dritten auf den vierten Platz abgerutscht, jedenfalls hinsichtlich des absoluten Niveaus der Wettbewerbsfähigkeit (19).
In einem Brief an den Kommissionspräsidenten hat Jim Ratcliffe, Vorsitzender und geschäftsführender Direktor der Ineos Chemical Group, vor Kurzem davor gewarnt, dass die chemische Industrie in Europa Gefahr läuft, innerhalb der nächsten zehn Jahre ausgelöscht zu werden, einschließlich des Verlustes von 6 Millionen Arbeitsplätzen, falls nicht wettbewerbsfähige Energiepreise weiterhin massive Schließungen europäischer Chemiewerke bewirken. Ratcliffe wies darauf hin, dass in UK allein seit 2009 22 Chemiewerke geschlossen und kein einziges neu gebaut worden ist:
Ich kann grüne Steuern sehen, ich kann kein Schiefergas sehen, ich kann die Schließung von Kernkraftwerken sehen, ich kann sehen, wie das produzierende Gewerbe vertrieben wird. Es sieht nicht gut aus für Europa, wir sind Kaninchen im Auge der Schlange, und wir haben unsere Hosen heruntergelassen“ (20)
Während die Hochpreispolitik in Europa zu einer existentiellen Bedrohung des langfristigen Überlebens der Chemieindustrie geworden ist, belebt billige Energie das Schicksal der Industrie in den USA (Abbildung 5). Die Schiefer-Revolution hat die Energiekosten signifikant gesenkt, die internationale Nachfrage für Chemiegüter beflügelt und für einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil gesorgt. Die US-Industrie hat ein Handelsdefizit auf einen Überschuss von 4,3 Milliarde Dollar gebracht. Bis zum Jahr 2018 könnte der Handelsüberschuss 30 Milliarden Dollar erreichen, schätzen Einige – das wäre eine Verzehnfachung innerhalb von fünf Jahren (21).

Abbildung 5: Kostenvorteil der chemischen Industrie in den USA. Quelle: American Chemistry Matters, 30. Oktober 2014 (22)
Steil ansteigender Verlust der Wettbewerbsfähigkeit in der Stahlindustrie
Allein die Energiekosten verschlingen bis zu 40% der Gesamtkosten eines Stahlwerkes in Europa, das ist signifikant mehr als in den USA, Russland, dem Nahen Osten oder China. Dies treibt die globale Stahlproduktion aus Europa hinaus in Länder, in denen es keine solchen Ziele oder eine grüne Besteuerung gibt, um CO2-Emissionen zu reduzieren.
In der europäischen Stahlindustrie arbeiten 335.000 Menschen. ArcelorMittal Europa schätzt, dass deren Stahl erzeugende Aktivitäten einen Kostennachteil in Höhe von 1 Milliarde Dollar ausmachen im Vergleich mit den Konkurrenten in den USA. Aditya Mittal, dessen geschäftsführender Direktor, hat jüngst gewarnt, dass die Kosten der einseitigen Einführung der EU-Klimaziele bis 2030 die europäische Stahlproduktion unrentabel machen würden. Er schätzt, dass die zusätzlichen Kosten für den Stahlsektor zwischen 2020 und 2030 etwa 58 Milliarden Euro ausmachen würden, wobei ArcelorMittal 20 Milliarden Euro berappen müsste, d. h. im Mittel 2 Milliarden Dollar pro Jahr, was weit über die Profite von ArcelorMittal in Europa hinausgeht (23).
Während der globale Stahl-Output zunimmt, befindet sich die europäische Stahlproduktion in einem steilen Abwärtstrend und verliert immer weiter an Wettbewerbsfähigkeit. Der EU-Anteil an der globalen Stahlproduktion hat sich während der letzten Jahre mehr als halbiert, ging er doch von 22% im Jahre 2001 auf 10% im Jahre 2013 zurück (Abbildung 6) (24).

Abbildung 6: Aussichten für den Stahlmarkt. Quelle: OECD, März 2014
Das produzierende Gewerbe investiert in den USA
Es gab eine starke Zunahme der Anzahl in den USA investierender europäischer Produzenten. Dies wird getrieben durch undurchschaubar komplexe und kostspielige Umwelt- und andere Vorschriften sowie durch den sich verbreiternden Graben hinsichtlich Energie- und Stromkosten zwischen Europa und den USA. Analysten glauben, dass die zunehmenden Investitionen europäischer Unternehmen in Nordamerika erst in den Kinderschuhen stecken und dass dies solange weitergeht, wie der Strompreisgraben so breit bleibt (25).
BASF schätzt, dass es allein an Energiekosten 688 Millionen Dollar pro Jahr einsparen könnte, falls dessen Chemiewerke in den USA anstatt in Deutschland stünden. Das Unternehmen hat sein Kapitalinvestment in den USA im Jahre 2013 auf 1 Milliarde Dollar pro Jahr verdoppelt und eine Option über die Investition zusätzlicher 4 Milliarden Dollar bis 2017 gesetzt.
Die industrielle Basis geht verloren
Die Regierungen sind zunehmend besorgt über die wachsende Bedrohung, die hohe Energiepreise für die industrielle Basis in Europa darstellen. Der Graben in der Wettbewerbsfähigkeit war das zentrale Thema eines EU-Gipfels in Brüssel im Mai 2014 [haben deutsche Zeitungen darüber berichtet? Anm. d. Übers.]
Die Daten der europäischen Produkte im globalen Maßstab zeigen, dass der Anteil der Herstellung in Europa (und den USA) konsistent abgenommen hat, während in China diesbezüglich ein Anstieg verzeichnet wurde (Abbildung 7)

Abbildung 7: Anteile global hergestellter Produkte (vor Ausbruch der US-Schiefergas-Revolution). Quelle: UN National Accounts Main Aggregates Database, European Commission, September 2013 (26).
Hohe Energiepreise werden den globalen Anteil Europas an der Produktion weiter fallen lassen. In scharfem Gegensatz dazu ist der Export von Produkten aus den USA seit dem Beginn der Schiefer-Revolution um 6 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem letzten Bericht des International Monetary Fund IMF hervor. Das ist ein klarer Beweis, dass billige Energie – bereits jetzt ein starker Katalysator des Exportwachstums der chemischen Industrie – die Produktion in den USA erheblich bevorteilt (27).
Absurde Klimapolitik: billige Kohle, teures Gas
Die möglicherweise bizarrste aller ungewollten Konsequenzen der EU-Klimapolitik ist die nachteilige Auswirkung von Wind- und Solarprogrammen auf den durch Erdgas erzeugten Strompreis.
Viele Gaskraftwerke können nicht mehr ausreichend lange betrieben werden. Es fallen hohe Unkosten an, weil sie als Backup an- und abgeschaltet werden müssen. Nimmt der Wind- und Solaroutput zu, werden die Energiepreise volatiler, was sich zu den Kosten addiert.
Die zunehmende Erfordernis von Versorgungsmöglichkeiten zum Backup für erneuerbare Energie hat die Profitabilität von Gaskraftwerken in weiten Teilen Europas unterminiert, was vielfach zu Schließung derartiger Kraftwerke geführt hat, welche zu den billigsten Formen der Low-Carbon-Stromerzeugung gehören.
10 Installationen von Windkraft müssen jeweils mit 8 Einheiten fossiler Stromerzeugung gestützt werden. Darum müssen mit fossilen Treibstoffen betriebene Kraftwerke augenblicklich hochgefahren werden, um die Defizite der wechselhaften Stromerzeugung mittels Erneuerbarer aufzufangen. Kurz gesagt, Erneuerbare bieten keinen Ausweg aus dem verbrauch fossiler Treibstoffe, ohne die sie alles andere als nachhaltig wären (28).
Stromerzeugung mittels Gas ist in der EU unökonomisch geworden, selbst für einige der effizientesten und am wenigsten kohlenstoffintensiven Kraftwerke. Ende 2013 stand 14% der in der EU installierten Gaskraft-Kapazität still, wurde geschlossen oder ist in Gefahr, geschlossen zu werden. Falls alle derzeit überprüften Gaskraftwerke geschlossen werden, würde dies bis zum Jahr 2016 einen Kapazitätsverlust von 28% ausmachen.
Fast 20 Prozent aller Gaskraftwerke in Deutschland sind bereits unprofitabel geworden und stehen vor der Schließung, weil Erneuerbare das Stromnetz mit bevorzugter Energie überfluten. Um Blackouts zu vermeiden, muss die Regierung unökonomische Gas- und Kohlekraftwerke subventionieren. Schon jetzt subventioniert die Hälfte aller EU-Staaten mit fossilen Treibstoffen betriebene Kraftwerke oder plant, dieses zu tun, damit die Lichter nicht ausgehen.
Ironischerweise hat das Flaggschiff der EU-Klimapolitik, also das Zertifikate-Handelssystem, zum Kollaps der Kohlenstoffpreise geführt, was Kohlekraftwerke viel ökonomischer macht als Gaskraftwerke. Als Folge wurden die Energieunternehmen der EU gezwungen, ihre Gewinne abzuschreiben, etwa 15 Milliarden Euro allein im Jahre 2013. Anstatt neue Kraftwerke in der EU zu errichten, investieren große Energieunternehmen in thermische Kraftwerke außerhalb der EU (29).
Zahlungen für die Verfügbarkeit eines substantiellen Verhältnisses von konventionellen Kraftwerken sind daher unvermeidlich geworden in Ländern mit großen Anteilen (10% oder mehr) an erneuerbarem Strom. Falls Sie glauben, dass dies in den USA wegen der niedrigen Gaspreise nicht möglich ist, denken Sie noch einmal nach. Niedrige Gaspreise sind ein eindeutiger Vorteil für energieintensive Industrien und bestehende Kraftwerke; aber diese können nicht das hohe Risiko von Investitionen in neue Kraftwerke auffangen, die Gefahr laufen, ineffizient und unökonomisch zu werden als Folge der Ziele bzgl. erneuerbarer Energie.
Neue US-Gaskraftwerke stehen vor den gleichen ökonomischen Problemen, trotz der niedrigen Gaspreise. Da der Anteil wechselhafter Erzeugung aus Erneuerbaren in den USA zunimmt, werden die Verbraucher sehen, dass sie wegen ähnlicher Mechanismen zahlen müssen, um ausreichende Backup-Kapazitäten sicherzustellen. Und diese Mechanismen sind extrem teuer, wie die Erfahrungen in Europa zeigen.
Im Wesentlichen wird zweimal soviel Kapazität gebraucht, allein um die Unberechenbarkeit von Wind- und Solarenergie aufzufangen. In einigen US-Staaten mit hohem erneuerbarem Anteil könnte dieser unvermeidliche Kostenanstieg demnächst eintreten.
Während Gas für die Stromerzeugung in den USA wegen der Schiefer-Revolution billig bleibt, ist es für die Stromerzeugung nur billig, solange die Kraftwerke ununterbrochen und lange Zeit laufen können. Falls sie zunehmend hoch- und herunter gefahren werden müssen wegen eines hohen Niveaus Erneuerbarer, werden Gaskraftwerke schneller durch billige Kohle ersetzt als die meisten Menschen glauben – genauso wie es in Europa derzeit der Fall ist. Natürlich würden dabei auch die CO2-Emissionen rasch und stark steigen.
Zunehmende Energiearmut
Peter Lilley zufolge, einem britischen Parlamentarier und Mitglied im Parliamentary Energy and Climate Change Committee, ist der Klimawandel-Gesetzentwurf in UK aus dem Jahre 2008 das vielleicht kostspieligste Regierungsprogramm seit der Einführung des Wohlfahrtsstaates mit einer Auswirkung von 17.000 Pfund pro Haushalt. Die überarbeitete offizielle Schätzung für diesen Gesetzentwurf ergab Kosten bis zu 430 Milliarden Pfund. Darin nicht enthalten sind Übergangskosten, die dem Vernehmen nach bis zum Jahr 2020 1,3 bis 2,0% des BIP in UK ausmachen könnten. Auch die Kosten der Vertreibung der Industrie in das Ausland sind nicht enthalten, und diese können der Schätzung zufolge erheblich sein (30).
Open Europe schätzt, dass 2013 als direkte Folge der einseitigen EU-Klimapolitik die mittlere Stromrechnung für ein mittelgroßes Unternehmen um 9% zugenommen hat, und zwar infolge von EU-Vorschriften oder der Übernahme von der EU definierter Ziele in UK. Bis 2020 werden sich EU-bezogene Klimavorschriften oder Ziele die Rechnungen derartiger Firmen um 23% erhöht haben (31).
In der EU zahlen normale Familien und mittelgroße Firmen hunderte Milliarden für etwas, das zweifellos in der jüngeren europäischen Geschichte eine der größten Verlagerungen von Wohlstand von den Armen zu den Reichen ist. Steigende Stromrechnungen dämpfen die Konsumlaune der Verbraucher, eine giftige Entwicklung für einen Kontinent, der sich immer noch aus der Finanzkrise hochrappelt. Deutschlands Abgaben bzgl. erneuerbarer Energie, mit denen die Erzeugung grüner Energie subventioniert werden, stiegen von 14 Milliarden Euro innerhalb nur eines Jahres auf 20 Milliarden Euro, und zwar als Folge einer wilden Ausweitung von Wind- und Solarprojekten. Seit Einführung der Abgaben im Jahre 2000 hat sich die Stromrechnung eines normalen deutschen Verbrauchers verdoppelt.
Da wohlhabende Immobilienbesitzer und Unternehmen auf ihrem Land Windturbinen installieren und Solarpaneele auf ihre Dächer pappen, mussten Familien mit geringem Einkommen in ganz Europa die in die Höhe schießenden Stromrechnungen stemmen. Viele können sich dies nicht länger leisten, so dass die Unternehmen ihnen die Stromzufuhr abschneiden. Die Deutsche Gesellschaft für Energieverbraucher schätzt, dass bis zu 800.000 Deutsche von der Stromversorgung abgeschnitten sind, weil sie nicht in der Lage waren, die steigenden Stromrechnung des Landes bezahlen zu können (32).
Schlussfolgerungen
Hinsichtlich kostspieliger grüner Energiepolitik „setzt Europa auf das falsche Pferd“, hat die Financial Times kürzlich gewarnt. „In Europa gibt es derzeit keine weiteren Investitionen in energieintensive Unternehmen“. So zitierte die FT Dieter Helm, Professor für Energiepolitik an der University of Oxford. „Warum sollte man neue Investitionen an einem Ort vornehmen, wo die Arbeits- und Energiekosten so hoch sind, wobei das Meiste dieser Kosten selbst verschuldet ist?“
Die einseitige EU-Klimapolitik ist absurd: erstens werden die Verbraucher gezwungen, immer weiter steigende Subventionen für kostspielige Wind- und Solarenergie zu zahlen, zweitens fordert man sie auf, auch die Kernkraft zu subventionieren, und drittens zwingt man sie, zunehmend unökonomische Kohle- und Gaskraftwerke zu finanzieren, die als Backup für die unberechenbare Wind- und Solarenergie gebraucht werden. Viertens werden die Verbraucher zusätzlich für Multimilliarden schwere Subventionen zur Kasse gebeten, die notwendig werden, um die nationalen Netze auszubauen. Fünftens werden die Energiekosten noch teurer gemacht, indem man ein einseitiges Zertifikate-Handelssystem zusätzlich einrichtet. Und schließlich hat Europa ein unsinniges Programm erzeugt, das seine Schwerindustrie erheblich schädigt und das Verbraucher zwingt, sogar noch weitere Milliarden auszugeben für Subventionen praktisch im gesamten produzierenden Sektor.
Während der letzten paar Jahre haben große Ökonomien wie Kanada, Australien und Japan damit begonnen, die Sinnlosigkeit von Alleingängen zu erkennen, was zu einem Rückzug aus ihrer Klimapolitik und einer Streichung der CO2-Zielen geführt hat. Jetzt hat sogar die EU beschlossen, sich von ihrem Alleingangs-Versuch zurückzuziehen und eine nur bedingte Klimaverpflichtung einzugehen. Der Alleingang hat die europäischen Steuerzahler und Industrien mit astronomischen Kosten belastet, während die Schwerindustrie und die CO2-Emissionen in andere Teile der Welt ausgelagert werden.
Das Scheitern der europäischen Klimapolitik zeigt ohne Zweifel, dass die Einseitigkeit ein absolutes Fiasko war. Die Lektionen aus diesem selbstzerstörerischem Debakel sind eindeutig: machen Sie nicht den gleichen Fehler! Politische Entscheidungsträger sind sehr gut beraten, diese Warnung zu beachten.
1 http://www.renewableenergyfocus.com/view/928/wind-energy-gives-europe-a-competitive-advantage/
2 It was then still called the European Community.
3 http://online.wsj.com/articles/eurozone-stagnation-poses-major-risk-to-global-growth-oecd-warns-1416911402
4http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/blog/deconstructing_carbon_before_un_climate_summit.html
5 http://www.washingtonpost.com/opinions/europe-is-becoming-a-green-energy-basket-case/2013/04/21/4b1b81d0-a87e-11e2-b029-8fb7e977ef71_story.html
6 http://www.openeurope.org.uk/Content/Documents/Rotten_Foundations_-_Open_Europe_Report.pdf
7 http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/10295045/Brussels-fears-European-industrial-massacre-sparked-by-energy-costs.html
8 http://www.theguardian.com/environment/2014/sep/25/europe-should-only-cut-carbon-if-world-agrees-paris-climate-deal-eu-energy-chief
9 European Council Agreement: 2030 Climate And Energy Framework. http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ec/145356.pdf
10 http://www.foxnews.com/world/2014/09/24/climate-change-china-rebuts-obama/
11 Michael Liebreich, Bloomberg New Energy Finance Summit, New York 23 April 2013.
12 http://www.reuters.com/article/2013/02/20/us-germany-energy-idUSBRE91J0AV20130220
13 http://online.wsj.com/articles/germanys-expensive-gamble-on-renewable-energy-1409106602
14 http://www.economist.com/news/special-report/21579149-germanys-energiewende-bodes-ill-countrys-european-leadership-tilting-windmills
15 http://www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/factsheets/WEO2013_Factsheets.pdf
16 http://www.gastechnews.com/unconventional-gas/iea-outlook-highlights-role-of-gas-prices-in-competitiveness/
17 www.eef.org.uk/~/media/38010cfb140147b3ab526d6f5832cd87.pdf
18 http://www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/factsheets/WEO2013_Factsheets.pdf
19 http://www.cefic.org/Documents/PolicyCentre/Competitiveness/Oxford-Study-2014.pdf
20 http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/industry/10681902/European-chemicals-industry-could-be-wiped-out-in-a-decade-says-Ineos-boss.html
21 http://blog.americanchemistry.com/2014/10/u-s-manufacturing-exports-surging-due-to-shale-gas/
22 http://blog.americanchemistry.com/2014/10/u-s-manufacturing-exports-surging-due-to-shale-gas/
23 http://online.wsj.com/articles/saving-european-steel-and-the-environment-too-1414001857
24 http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetailDoc&id=12706&no=3
25 http://www.agracel.com/481-2014-trends-that-excite-agracel-1european-manufacturing-firms-moving-to-usa/
26 http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-815_en.htm
27 See more at: http://blog.americanchemistry.com/2014/10/u-s-manufacturing-exports-surging-due-to-shale-gas/
28 http://www.thegwpf.org/images/stories/gwpf-reports/hughes-windpower.pdf
29 http://notalotofpeopleknowthat.wordpress.com/2014/06/05/eu-energy-markets-in-crisis/
30 http://www.thegwpf.org/content/uploads/2012/10/Lilley-Stern_Rebuttal3.pdf.
31 http://www.openeurope.org.uk/Content/Documents/Rotten_Foundations_-_Open_Europe_Report.pdf
32 http://www.spiegel.de/international/germany/high-costs-and-errors-of-german-transition-to-renewable-energy-a-920288.html
Ein Video von all dem gibt es auch: http://youtu.be/uQ0O-Lq8TQs
Link: http://www.thegwpf.com/content/uploads/2014/12/Peiser-Senate-Testimony-2.pdf
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimakrise in Lima – Klima gesund – Klimaretter krank vor Enttäuschung

Nein, keine Angst, dem Klima geht es , entgegen allen Katastrophenmeldungen, gut wie eh und je, denn es ändert sich, wenn auch wie immer sehr langsam, wie eh und je. Es gibt aber eine winzige Einschränkung, denn diese Einschätzung gilt nur für die Menschen, die unbedingt glauben wollen, dass ein statistischer Mittelwert – wie es das Klima nun mal ist- ein Schicksal haben kann. Allen anderen dürfte das Schicksal des Klimas, über das bei der 20. Klimakonferenz in Lima vordergründig verhandelt wurde, ziemlich egal sein.  So gesehen, war das, was jetzt mal wieder in (K)Lima stattfand, nichts weiter als eine riesige Scharade. Denn es ging um nichts anderes als um Geld und Macht. Und auch in dieser Reihenfolge.

Zum 20. Male (COP 20) versammelte sich diesmal im warmen Lima ein Riesentross mit geschätzt 15.000 gut bezahlten Spesenmachern aus allen Völker und Fraktionen bzw. deren Klimabesorgten, oder – beauftragten, oder –kümmerern oder –administratoren, oder –bankern, kurz alle, die sich am zukünftigen Riesentopf, genannt Climate Fund, laben wollten.  Und wurden wieder mal kräftig enttäuscht. Denn, das weiß jeder, wenn´s ums Geld geht, da hört die Freundschaft auf.  So auch hier. 
Wie immer wurde auch diesmal im Vorfeld versucht, die „richtige“ Stimmung zugunsten der selbst ernannten Klimaretter zu erzeugen. Das IPCC veröffentlichte aufs Neue die Ergebnisse seines 5. Sachstandberichtes, die bereits ein Jahr zuvor erschienen waren, – nur jetzt unter dem Namen Synthese-Report , doch diesmal aufgehübscht mit noch schrillerer Begleitmusik  über steigende Meeresspiegel, extreme Hitzen, Dürren, Regenfällen und Überflutungen, eben alles was sich das Klimakatastophenherz so wünscht. Doch trotz kräftiger medialer Verstärkung durch die voreingenommenen und daher unkritischen, aber umso lenkfreudigeren Medien, war die Resonanz sehr verhalten.
Auch wenn die neue deutsche Klimaschutzministerin Barbara Hendricks fand, dass der Klimawandel „täglich stattfindet“ und sich des Öfteren zu der einen oder anderen  Äußerung bequemte, die aber nur von ihrer völligen Ahnungslosigkeit zeugte, und trotz der Tatsache, dass dieselben Medien die Erwartungen vom nun bald reichlich fließendem Geld kräftig schürten, und trotz Verlängerung des Mammuttreffens auf 12 Tage  kam nicht mehr als ein fauler Kompromiss zustande.
Nur professionelle Schönredner, wie der jetzige Staatssekretär und frühere Chef des Bundesumweltamtes und noch früher Chef des NABU (welch Karriere, der Marsch durch die Institutionen hat funktioniert) Jochen Flasbarth[1] fand das Ergebnis gut:

«Ich bin erschöpft, aber froh, dass wir ein Ergebnis gefunden haben», so Flasbarth: «Das waren sehr zähe Verhandlungen. Wir haben nun ein Ergebnis, das alle Möglichkeiten eröffnet, zu einem ambitionierten Klimavertrag zu kommen.»

Fast alle anderen waren mal wieder bitter enttäuscht und fassten ihre Enttäuschung in Worte wie der Kommentator der Süddeutschen Michael Bauchmüller: 

„Klimaschutz, so einfach wie nutzlos… Der Gipfel in Lima war eine Enttäuschung. Klimaschutz wird immer mehr zu einem Projekt der Freiwilligkeit: ohne Kontrolle, ohne Ehrgeiz, ohne Gewähr.

Und Andreas Mihm von der immer grüner werdenden FAZ titelte:

Nach der Weltklimakonferenz: „Hohler Lima-Klima-Appell“

Und Axel Bojanowski vom Spiegel untertitelte gar:

Am Ende herrscht Entsetzen: Die Uno-Klimatagung in Peru hat sich nicht auf konkrete Schritte zur Minderung der Treibhausgase einigen können. Und doch hat sie die Welt entscheidend verändert.“

Doch DER SPIEGEL wäre nicht DER SPIEGEL, wenn er nicht seine Leser glauben machen wollte, dass er etwas entdeckt hätte, was so geheim war, dass es allen anderen nicht auffiel. Bojanowski behauptet nämlich allen Ernstes:
Lima hätte eine „(Die) heimliche Veränderung der Welt“ der Welt gebracht.
Nun ja, aus dem „Sturmgeschütz der Demokratie“ (R. Augstein) wurde eben über die Jahre der Heißluftbläser chronisch ahnungsloser grün roter Rechthaber. Ob das dem sonst so wohltuend kritischen Bojanowski in die Feder diktiert wurde? Wer weiß? Jedenfalls kann diese fatale Entwicklung wohl auch kein noch so häufiger Wechsel auf dem Stuhl des Chefredakteurs mehr richten.
Doch auch die vielen angereisten NGO´s konnten ihre Enttäuschung  -obwohl nun erwiesenermaßen sogar nachhaltig (s.o.) wiederkehrend- nicht verbergen.

Zitat "Die Lima Konferenz war eine Verschwendung von Zeit und Energie", sagt Regine Günther vom WWF.
"Mit solchen Beschlüssen werden wir den Klimawandel nicht eindämmen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Kaum ein Staat befände sich auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft.


Und behauptet weiter:

"Lima setzt ein falsches Signal: Alle können die Atmosphäre ungestört weiter aufheizen"

Und Bojanowski fasst dann die dürren Ergebnisse wie folgt zusammen (Hervorhebungen vom Autor)
Die wichtigsten Ergebnisse von Lima sind:
♦  Die Staaten werden aufgefordert, in den kommenden Monaten darzulegen, wie viel Treibhausgase sie ab 2020 einsparen wollen.
  Sie werden ermuntert, Maßnahmen vorzustellen, die bereits ab 2015 zum Klimaschutz beitragen können.
  Klimaschutzmaßnahmen sollen transparent werden, damit geprüft werden kann, ob die CO2-Einsparungen gerecht verteilt sind.
  Die entwickelten Staaten werden gedrängt zu erklären, wie ihre Finanzhilfen beim Klimaschutz für arme Länder anwachsen sollen.
  Alle Staaten werden ermuntert, Beiträge zum Klimaschutz zu leisten.
Folgerichtig, in seinem Sinne, schreibt daher Bojanowski:

Damit hat die Lima-Konferenz ihr entscheidendes Ziel verfehlt: Eigentlich sollten präzise Umrisse eines Weltklimavertrags für Paris entstehen. Deutlich werden sollte, mit welchen Maßnahmen der Treibhausgasausstoß bis 2030 seinen Höhepunkt erreichen kann.“

Und jammert gleich darauf, wenn auch als Frage formuliert:

„(Der) Kampf gegen die Klimaerwärmung verloren?“

Vielleicht hätte er doch mal, statt sogleich die Löschtaste zu betätigen, die vielen News lesen sollen, die ihm u.a. von EIKE wöchentlich zugestellt werden. Da hätte er bunt auf weiß gesehen, dass das Klima seit nunmehr über 18 Jahren gar nicht daran denkt, sich weiter zu erwärmen.
Denn der Trend der globalen Mitteltemperatur – nach IPCC das Maß aller Dinge- ist Null, Niente, Nada, Zero. Über achtzehn lange Jahre nun schon. Keine, noch so klitzekleine Erwärmung, eher eine kleine , wenn auch winzige, Abkühlung.

Abb. 1 Verlauf (dunkelblau) und Trend (hellblau) der globalen Mitteltemperatur aufgezeichnet vom Satellitenauswerter RSS, mit hinterlegtem Verlauf (hellgrauund Trend (dunkelgrau) der globalen CO2 Konzentation
Also weit länger, als es brauchte die Klimakatastrophe zu erfinden.  So wurde doch schon 6 kurze Jahre nach Beginn der Minierwärmung der späten 70er des vorigen Jhh. im österreichischen Laxenburg beim Club of Rome Ableger, dem Instituts für angewandte Systemanalyse ILASA, der Auftrag formuliert die Klimaerwärmung als Katastrophe darzustellen.
Und nur vier Jahre später, nämlich im Januar 1986 erfand die Deutsche Physikalische Gesellschaft dazu den passenden Begriff von der „Klimakatastrophe“,  worauf folgerichtig bereits 1988, also nur 2 Jahre nach der DPG Wortschöpfung "Klimakatastrophe" und nur 12 Jahre nach dem Beginn der geringen Erwärmung, das IPCC gegründet wurde.
Das wurde dann in voller Absicht zum dominierenden Zentralkomitee für Desinformation und Propaganda ausgebaut, jedenfalls dann, wenn man nur die Zusammenfassung für Politiker liest, oder den Verlautbarungen seiner Offiziellen folgt. Was wohl 99,9999 % aller Leser tun. Und dazu noch darüber hinweg sieht, dass die wichtigsten Stellen in dieser Organisation bald von den großen grünen und reichen Medienkonzernen wie WWF, Friends of Earth oder Greenpeace gekapert wurden. Darüber hat bisher als Einzige weltweit nur die Journalistin Donna Laframboise (Details hier) recherchiert und berichtet. Soviel zum Thema kritischer Qualitätsjournalismus. (Eine treffende Analyse der Zustände in diesem Metier findet sich hier).
Und jetzt haben wir schon seit 18 Jahren diese Pause(!) und die verzweifelten Versuche der IPCC "KLimawissenschaftler" werden immer zahlreicher, dieses von ihnen völlig unerwartete Verhalten des Klimas wegzuerklären. Inzwischen ist man schon bei der 66. "Erklärung" angelangt, beim Versuch diese Macht, Geld und Einfluss bringende Idee von der anthropogen erzeugten (und daher vermeidbaren) Klimakatastrophe am Leben zu erhalten.
Doch nun dämmert es immer mehr Menschen, dass es natürlich überhaupt nicht um das Klima und seine Rettung geht. Denn wie es IPPC Vizechef Edenhofer schon für Cancun 2011 formuierte:

"Wir ver­tei­len durch die Kli­ma­po­li­tik de­fac­to das Welt­ver­mö­gen um"

so teil­te er es dem ver­blüff­ten In­ter­vie­wer der Neu­en Zür­cher Zei­tung (NZZ) Bernd Pöt­ter[2] im Vor­feld des IPCC Kli­ma­kon­gres­ses in Cancun am 14.11.2010 mit.  Und er stell­te im sel­ben In­ter­view auch klar, dass die in­ter­na­ti­o­na­le Kli­ma­po­li­tik nichts mit Um­welt­po­li­tik zu tun hat. Das war und ist al­len Teil­neh­mern am Bil­li­o­nen­spiel -"Kli­ma­schutz" ge­nannt- von An­fang an eben­so klar ge­we­sen wie Eden­ho­fer. Nur hat der das erst­e Mal öf­fent­lich aus­ge­spro­chen.

Abbildung 2 IPCC Vizechef Prof. Otmar Edenhofer mit Zitaten aus seinem Interview mit der NZZ vom 14.11.2010
Und so wächst denn zusammen, was zusammen gehört. Die Klimabewegten alle Nationen, die zu gern tief in die Taschen der Verbraucher in den Industrieländern gegriffen hätten, sind enttäuscht, dass diese – weitgehend jedenfalls-  diesen kaum kaschierten Diebstahl bemerkten und sich verweigerten. Doch weniger deshalb, weil die Regierungen ihren Bürgern diese schweren Lasten nicht aufbürden wollten, sondern weil sie fürchteten, ihnen diesen frechen Raubzug durch ihr Portemonaie nicht vermitteln zu können, weil sich die Schwellen- und Entwickungsländer stoisch weigerten, eben diesen Griff auch in ihre Börsen zuzulassen. Kyoto hatte doch alles so schön geregelt, nur die Industrieländern mussten zahlen. Sie hätten es zu gern so belassen.
Und so bleibt alles beim alten, lediglich die Deutschen haben nach wie vor die Spendierhosen an und wollen den Klimarettern viel Geld zustecken. Schließlich hat ja die Klimakanzlerin einen Ruf bei ihnen zu verlieren.
Wer jedoch nun glaubt, dass jetzt, nach der zwanzigsten erfolglosen Mammutkonferenz, ein kritisches Nachdenken über Sinn und Zweck der zukünftigen Konferenzen zum Klimawandel einsetzen wird, evtl.sogar  ein sofortiger Stop wegen erwiesener Nutzlosigkeit gefordert würde, der hat seinen Parkinson nicht studiert. Denn er weiß nicht, welches zähe Leben internationale, wie nationale Bürokratien entwickeln, die über Geld,  Macht und Einfluss verfügen, und diese für sie so schönen Verhältnisse möglichst auf immer beibehalten wollen. Das Parade-Beispiel von Parkinson ist die Größe und Struktur der britischen Admiralität, die auch nach dem fast völligen Untergang des britischen Empire noch sehr lange über die volle Ausstattung und Mannschaftsstärke verfügte.
Umso mehr wird dies hier so sein, sehen doch die UN, ihre Stichwortgeber und Mandatsträger und Nutznießer hierin die Möglichkeit zur Kernzelle einer Weltregierung zu werden, Leider erst nach der „großen Transformation“ wie sie von einem der  Haupttreiber dieser Entwicklung, dem deutschen WBGU Chef und dazu Chef des „Potsdam Instituts für Klimaforschungsfolgen“ PIK Hans –Joachim („John“ für seine Freunde) Schellnhuber  gefordert wird.
Doch eine kleine Hoffnung bleibt: Die pragmatischen US-Amerikaner werden sich nach dem Abgang Obamas und einem evtl. Sieg der Republikaner dreimal überlegen, ob sie diesem Wanderzirkus noch weiter angehören möchten.  Scheiden sie aus, wie jetzt schon Australien, Kanada und Japan[3] ist es wohl vorbei, Die Zeit wird es zeigen.


[1] Aus dem Lebenslauf des J.B. Studium der Volkwirtschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in Münster und Bonn; Abschluss als Diplom-Volkswirt
[2] http://www.nzz.ch/ak­tu­ell/startsei­te/kli­ma­po­li­tik-ver­teilt-das-welt­ver­moe­gen-neu-1.8373227
[3] Die sind zumindest schon aus dem Kyotoprotokoll ausgestiegen




Alarm für Alarmisten: 2°C-Vater Schellnhuber verschiebt maximalen CO2-Ausstoß um 10 Jahre!

Vor ein paar Tagen habe ich Prof. Schellnhuber mit den Worten zitiert:
Spätestens im Jahre 2030 müssen die CO2-Emissionen ihren Höhepunkt erreichen und dann beginnen zurückzugehen“.
Dieses Ultimatum scheint neu zu sein, also hat Kurt in Switzerland mal nachgeschaut, ob dieses Ultimatum dem entspricht, was er in der Vergangenheit gesagt hatte. Kurt schreibt:
Im Jahre 2011 hat Schellnhuber darauf bestanden, dass die Emissionskurve nicht später als im Jahre 2020 ihren Höhepunkt erreichen darf, um das 2°C-Ziel der Erderwärmung zu erreichen. http://www.wbgu.de/wbgu_jg2011_ZfE.pdf (Siehe S. 7 von 34).”
Tatsächlich schrieb Prof. Schellnhuber hier im Jahre 2011:
Die globale Emissions-Trendumkehr darf nicht später als 2020 stattfinden (im Interesse zur Erreichung des 2°C-Zieles)“.
Vor drei Jahren also hat Schellnhuber gewarnt, dass wir die Dinge spätestens bis 2020 umkehren müssen, oder wir würden alle untergehen.Jetzt plötzlich haben wir weitere 10 Jahre Zeit?
Was könnte wohl Prof. Schellnhuber davon überzeugt haben, einen neuen Zeitpunkt für dieses Maximum zu berechnen? Vielleicht war es die plötzliche Erkenntnis, dass seine Erwartung einer möglichen Trendänderung bis 2020 eine Luftnummer war? Die globalen CO2-Emissionen haben noch nicht einmal ansatzweise angefangen zurückzugehen, und ein Trendumkehrpunkt ist nirgendwo in Sicht. Große sich entwickelnde Industrieländer wie China und Indien verzeichnen immer noch einen starken und sich beschleunigenden Anstieg der CO2-Emissionen.
Selbst in Schellnhubers Heimatland Deutschland, vermeintlich modellhaft für die Kappung von CO2-Emissionen, ist es seit dem Jahr 2000 nicht gelungen, die CO2-Emissionen zu reduzieren – obwohl sich die Kapazität erneuerbarer Energie zu Kosten von hunderten Milliarden Euro mehr als verdreifacht hat, wie es hier beim EIKE belegt worden ist (siehe Bild oben rechts):
CO2-Emissionen durch die Stromerzeugung zeigt die rote Linie. Kapazität der erneuerbaren Energie zeigt die blaue Linie. ES FUNKTIONIERT NICHT! Quelle: BDEW
In Österreich zeigt sich das gleiche Bild. Die Zeitung Die Presse zitiert die Sprecherin der Grünen in Österreich Christiane Brunner:
Österreich hat laut einer Bewertung der Teilnehmer der UN-Weltklimakonferenz in Lima in Peru "kein einziges Gramm CO2 eingespart". …
Österreich hatte demnach im Jahr 1990 einen CO2-Ausstoß von 78 Millionen Tonnen, 2005 waren es 82 Millionen Tonnen. "Wenn man die EU2020-Ziele von dort weg rechnet kommt Österreich im Jahr 2020 wieder nur auf 78 Millionen Tonnen – und das nur, wenn jetzt zusätzliche Maßnahmen gesetzt werden" .*
[*Aus dem Original! Keine Rückübersetzung! Anm. d. Übers.]
Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Prof. Schellnhuber eine weitere Neuberechnung im Jahre 2018 oder so vornimmt, wobei das Ultimatum erneut verschoben wird auf 2040 oder vielleicht 2050. Dies ist natürlich so weit von Wissenschaft entfernt wie nur irgendwas. Prof. Schellnhuber und seine Wissenschaftskollegen in Potsdam machen sich immer mehr zu Witzfiguren.
Link: http://notrickszone.com/2014/12/10/goal-post-migration-alert-father-of-2c-target-schellnhuber-postpones-co2-emissions-peak-10-years-from-2020-to-2030/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




EIKE 8. IKEK: „Energiewende – Das Milliardengrab ?“

(Text von Dr. K.P. Krause)

Wie sich die 7 Billionen Euro zusammensetzen

Allein die zusätzlichen Stromkosten, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verursacht, beziffert Limburg auf rund 2 Billionen Euro. Die zusätzlichen Kosten für das Stromnetz mit weiteren Trassen veranschlagt er auf 1 bis 1,5 Billionen. Die Energiesparverordnung (EnEV) führt nach Limburg zu einer Kostenbelastung von rund 3 Billionen. Hinzukommt: Mit zu hohen Stromkosten verlieren Betriebe an Wettbewerbsfähigkeit. Zwingt das, wie es schon geschieht, zu Schließungen oder zu Verlagerungen ins Ausland, gehen Arbeitsplätze dauerhaft verloren. Die Kosten, die sich daraus ergeben, sind noch nicht bezifferbar, aber es werden, so Limburg, weitere Milliarden sein. Hinzukommt, dass mit immer mehr Windkraft- und Fotovoltaikanlagen die Gefahr für die Netzstabilität noch größer wird als schon bisher. Denn der Strom mit Wind und Sonne ist höchst unzuverlässig, ist „Flatterstrom“. Netzzusammenbrüche führen zu flächendeckenden Stromausfällen. Auch diese Kosten lassen sich vorher schwer berechnen. In die Milliarden werden auch sie gehen.

Video von der 8.IKEK am 16.10.14 in Frankfurt/Main Energiewende das Milliardengrab?
7 Billionen Euro sinnlos verpulvert Also rund 7 Billionen insgesamt. Wer nun sagt „Na ja, bis zum Jahr 2050 ist es noch ziemlich weit, und der jährliche Betrag – seit Beginn bis dahin durchschnittlich auf die Jahre gerechnet – sieht doch schon viel kommoder aus, das packen wir schon“, der unterschlägt, das auch der jährliche Betrag schon zuviel ist. Vor allem aber unterschlägt er dies: Diese Kosten von 7 Billionen sind völlig unnötig und werden sinnlos verpulvert. Denn ohne seine „Energiewende“ könnte sich Deutschland wie zuvor reibungslos und sicher mit Strom versorgen, ohne diese Billionen ausgeben zu müssen und ohne alle damit zu belasten. Und noch schlimmer: Das Klima wird damit schon gar nicht gerettet, dieses vorgebliche Ziel also noch nicht einmal erreicht. Wieviel sind 7 Billionen? Zum Beispiel: 140 Milliarden 50-Euro-Scheine Eine Billion ist bekanntlich eine Eins mit zwölf Nullen. Eine Billion sind tausend Milliarden, sieben Billionen also siebentausend Milliarden oder siebenhunderttausend Millionen oder sieben Millionen Millionen. Das sind Größenordnungen, die sich der Normalbürger schwer vorstellen kann. Versuchen wir es mal mit der 50-Euro-Banknote. Wer eine Billion Euro in 50-Euro-Scheinen auszahlen wollte, müsste sich 20 Milliarden dieser Scheine besorgen. Würde man alle diese Geldscheine der Länge nach hintereinander legen, so entstünde ein Band, das sich siebzigmal um den Erdball wickeln ließe. 2) Das also ist eine Billion. Aber mit sieben Billionen Euro in 50-Euro-Noten (= 140 Milliarden Scheine) käme man vierhundertundneunzigmal um die Erde herum. Also ziemlich viel Holz, untertreibend salopp gesagt. Aber zuviel Holz, wenn man nicht verblödet ist, es sei denn, es stecken Ziele dahinter, die verborgen bleiben sollen. Aber was verborgen wird, ist noch gefährlicher. Womit die Menschen für die „Energiewende“ geködert werden An Zielen, an Absichten, die nicht verborgen werden, führte Limburg in Frankfurt (neben dem Vermeiden von CO2 als „Klimaschutz“) diese auf: eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte verringern (Internalisierung externer Kosten), fossile Energieressourcen schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen fördern sowie mit der EnEV bis 2050 einen nahezu „klimaneutralen“ Gebäudebestand zu erreichen. Ebenfalls ausdrückliches Ziel der Energiewende ist „Weg von der Stromerzeugung mit Kernkraft“. Aber für die Wende geködert werden die Menschen mit der bekannten, aber unbewiesenen Behauptung, anthropogenes CO2 führe zu einer zu starken Erwärmung der Erde und damit zu einem Klimawandel, folglich sei das (bestehende) Klima zu retten. Für 7 Billionen Euro ein Temperatursenkungseffekt in 36 Jahren um 0,004 Grad Selbst dann, wenn man der Behauptung glaubt und ihr folgt: Das Ergebnis ist derart grotesk, dass es ein Wahnsinn ist, dafür 7 Billionen Euro auszugeben und zu verschwenden. Auch das führte Limburg vor. Geht man vom Jahr 2000 aus, dann belief sich der errechnete deutsche Ausstoß von anthropogenem CO2 in Deutschland (Industrie, Haushalte, Verkehr, Energie u.a.) auf rund 830 Millionen Tonnen. Da sind zwar auch andere sogenannte Treibhausgase dabei, aber zu 99 Prozent bestehen diese 830 Millionen aus CO2. Der Ausstoß dieses vorgeblichen Treibhausgases soll – unter anderem durch Stromerzeugung mittels Wind, Sonne und „Biogas“ – bis 2050 auf 166 Millionen Tonnen verringert werden. Dann hätte das einen errechneten Temperatursenkungseffekt von gewaltigen 0,004 Grad – aber nur rein theoretisch, denn ob es wirklich (in 36 Jahren!) so kommt, ist unbeweisbar. Für zigtausend subventionierte Arbeitsplätze zigtausende bedrohte und vernichtete Die Arbeitsplätze in der Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogasindustrie sind hochsubventioniert. So beliefen sich die EEG-bedingten Zwangsbelastungen der Stromverbraucher 2013 netto auf rund 20 Milliarden Euro. Mit diesem Betrag wurden die Erzeuger von EEG-Strom (aus Wind, Sonne, Biogas) subventioniert. 2013 waren in dieser Industrie nach Angaben Limburgs rund 85 000 Menschen real beschäftigt. Jeder Arbeitsplatz ist also im Durchschnitt mit 235 000 Euro subventioniert worden, weit mehr als einst im deutschen Kohlebergbau. Diesen subventionierten Arbeitsplätzen muss man auch jene Arbeitsplätze gegenüberstellen, die die Energiewende durch die Stromverteuerung vernichtet. Als Beispiele direkter Arbeitsplatzverluste nannte Limburg diese: Bei den Stromversorgern seien 20 000 Beschäftigte bedroht, bei den Kraftwerkzulieferern akut derzeit etwa 10 000, EnBW baue 1350 Arbeitsplätze ab, RWE 10 400, EON 11 000, Siemens (bei der Windkraft) 1000, Vattenfall 1500 sowie RWE, Evonik, Lanxess zusammen 30 000.3)
Test von K.P. Krauses Blog hier




Klimaeinigung von Lima: Ein zahnloser Vertrag mehr – UN Klimapolitik erneut an der Realität gescheitert.

„Wie von allen erfahrenen Beobachter vorhergesagt, wurde der Lima Deal auf freiwilliger Basis  geschlossen. Er ermöglicht den Völkern ihre eigenen freiwilligen CO2-Ziele und Maßnahmen ohne jede rechtlich bindende Kappung oder internationale Aufsicht zu bestimmen. Im Gegensatz zum Kyoto-Protokoll, öffnet der Lima Vertrag den Weg für ein neues Klimaabkommen im Jahr 2015, dass die rechtlichen Verpflichtungen für die Regierungen zur Kappung oder Minderung der CO2-Emissionen entfernen wird. Eine solche freiwillige Vereinbarung würde auch die Hektik durch die unrealistischen Dekarbonisierungs-Richtlinien herausnehmen , die wirtschaftlich und politisch unhaltbar sind. “ 
Nigel Lawson, Präsident des Global Warming Policy Forum , fügte hinzu:  “ Die einseitigen britischen Klimaschutz-Gesetze zwingen die britische Industrie und die britische Haushalte völlig umsonst übermäßig hohe Kosten für Strom zu erleiden . Nach Lima ist es deutlicher denn je, dass diese Gesetz bis zum Zeitpunkt eines verbindliches globalen Abkommen ausgesetzt werden müssen.“
Dieser Meinung von Benny Peiser und Nigel Lawson schließt sich die Redaktion von EIKE an.
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