Landtagswahlen 2014- Energiewendegegner AfD gewinnen auf Anhieb 2 stellig Wählerstimmen

Das Märchen von der Einthemenpartei wurde einmal mehr von den Wählern als das eingestuft, das es von Anfang an wahr: Ein Märchen, welches nicht mal die glaubten, die es in die Welt setzten. Und weil es so ist, schadete es allein den Märchenerzählern.
Erheblichen Anteil an der sensationell hohen Zustimmung für die AfD hat die verkorkste Energiewende  die alle Altparteien vorbehaltlos unterstützen. Sind doch viele Bürger es mehr als leid, dass ihre Stromkosten explodieren, ihr Jobs dadurch in Gefahr geraten und die Wände in ihren zwangsgedämmten Wohnungen verschimmeln, ohne dass dem irgendein erkennbarer Nutzen gegenübersteht. 
Und sie sind es auch mehr als leid , dass dass diese Energiewende allein aus ideologischen Motiven und ohne Rücksicht und auf ihre extremen Kosten und Versorgungssicherheit durchgepeitscht wird. Mit ihr wurde die größte Umverteilung von unten nach oben seit dem Ende des zwiten Weltkrieges in Gang gesetzt.
Denn selbst späte Einsichten wie sie Bundesenergieminister Gabriel unlängst in Kassel von sich gab: Zitat

„“Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.”;
“Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.”,
“Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.” Zitatende

…haben bisher nichts am weiteren massiven Ausbau derselben geändert.
Vermutlich auch deshalb, weil bei einer grundlegenden  Abkehr von dieser Politik die Altparteien ihr grandioses Scheitern öffentlich hätten eingestehen müssen. Das können und das wollen sie nicht.
Deshalb muss und wird die AfD vorerst allein diesen Part übernehmen. „Wenn sich die Zahlen nicht bald ändern, dann muss man die Köpfe ändern“ pflegte der Deutschbanker und Vater der Deutschland AG, Hermann Josef Abs zu sagen. Und handelte danach. In der Politik muss diese Aufgabe vorerst wohl allein die AfD übernehmen, hoffentlich werden andere Parteien bald folgen. Ein Anfang jedenfalls ist gemacht.




Behauptungen eines Konsens‘ von 97% basieren auf betrügerischen und verzerrten Forschungen

Obwohl die Autoren behaupten gezeigt zu haben, dass die meisten Studien zur Klimaänderung akzeptieren, dass die Menschheit für den Hauptteil der jüngsten Erwärmung verantwortlich ist, zeigen in Wirklichkeit die zugrunde liegenden Studien nichts dergleichen.
Ein leitender Klimatologe beschreibt die Studie als ,schlecht aufgemacht, schlecht geschrieben und schlecht ausgeführt‘. Ein anderer Forscher nannte sie ,vollständig unstimmig und nicht vertrauenswürdig‘ und fügte hinzu, dass es klare Beweise für wissenschaftlichen Betrug gäbe.
Andrew Montford, Autor des Berichtes, sagte: „Jetzt wurde über alle Zweifel erhaben gezeigt, dass die Behauptungen hinsichtlich eines Konsens‘ von 97 % zum Klimawandel im besten Falle irreführend sind, möglicherweise in sehr erheblichem Umfang und möglicherweise absichtlich. Es ist höchste Zeit, dass die politischen Entscheidungsträger Abstand davon nehmen, diese erschreckend schlechte Studie als Grundlage für Entscheidungen heranzuziehen“.
Summary
Jüngste Berichte hinsichtlich eines Konsens‘ von 97% der veröffentlichten wissenschaftlichen Studien zur vom Menschen verursachten globalen Erwärmung basieren auf einer Studie von Cook et al. Welcher Konsens genau vermeintlich in diesen Studien zum Ausdruck kommt, geht aus dem Text der Studie nicht hervor. Eine Analyse der von Cook et al. benutzten Methodik zeigt, dass der behauptete Konsens trivialer Natur ist:
• Kohlendioxid (CO2) ist ein Treibhausgas
• Menschliche Aktivitäten haben den Planeten bis zu einem nicht spezifizierten Ausmaß erwärmt.
Fast jeder, der mit der Klimadebatte etwas am Hut hat einschließlich der Mehrheit der Skeptiker akzeptiert diese Aussagen. Die Studie von Cook et al. ist also sehr wenig aussagekräftig.
Zahlreiche Kritiken an der Studie wurden veröffentlicht, einige davon durch Befürworter der Mainstream-Ansichten zur Klimawissenschaft. Diese haben substantielle Verzerrungen in der Methodik ans Licht gebracht. Cook hat mit Sicherheit falsch präsentiert, was seine Forschung eigentlich zeigt. Noch wichtiger, ein Forscher hat den Vorwurf wissenschaftlichen Betrugs erhoben, was bislang von Cook und seinen Kollegen nicht bestritten worden ist.
Conclusions
Während Cooks Vorgehen mehr PR oder Propaganda als wissenschaftlicher Methodik entspricht, gibt es kaum Zweifel daran, dass es einen wissenschaftlichen Konsens gibt, allerdings nicht von der Art, den die Autoren der Studie die Öffentlichkeit glauben machen wollten. Der von Cook et al. beschriebene Konsens ist praktisch bedeutungslos und sagt uns nichts über den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Meinung über die triviale Beobachtung hinaus, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und dass die Menschheit den Planeten bis zu einem nicht spezifizierten Ausmaß erwärmt hat. Die Zahl 97% ist vollständig diskreditiert, was auch immer die Natur des Konsens‘ ist. Allerdings haben die Vorwürfe gegen Cooks Studie von einer ganzen Reihe von Experten, die das Konzept, die Methodik und die Integrität der Forschung kritisiert hatten, seine Schlussfolgerungen in ein ganz neues Licht getaucht. Mit dem über der Studie schwebenden öffentlichen und unwidersprochenen Vorwurf des wissenschaftlichen Betrugs sieht der 97%-Konsens in der Tat sehr wackelig aus.
Die ganze Studie: http://www.thegwpf.org/content/uploads/2014/09/Warming-consensus-and-it-critics.pdf
Link: http://www.thegwpf.com/new-paper-the-97-consensus-and-its-critics/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Am Ende der Energiewende-Sackgasse lauert das Dunkelflaute-Gespenst

Diese Anträge werden immer mehr: Mitte August waren insgesamt 7.900 Megawatt zur endgültigen Stilllegung angezeigt. Allein mehr als 4.500 MW entfielen dabei auf den süddeutschen Raum. Dort sollen jedoch nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung bis 2022 fünf Kernkraftwerke vom Netz gehen.
Wie ernst die Situation schon heute ist, in der bereits jetzt alle Stilllegungsanträge aus dem süddeutschen Raum abgelehnt werden (müssen), ergibt sich aus den unten zitierten Feststellungen der Bundesnetzagentur.
Die Entscheidung der Bundesnetzagentur hat in jedem Fall unangenehme Konsequenzen für den Besitzer der verlustbringenden Anlage, denn selbst wenn das Kraftwerk als doch nicht systemrelevant eingeordnet ist,  wird ihm der Weiterbetrieb um ein ganzes Jahr angeordnet und die weiter auflaufenden Verluste muss er selber tragen, nicht der anordnende Staat, den die BNetzA vertritt.
Noch härter trifft es die systemrelevanten Kraftwerke: Sie müssen 24 Monate weiter am Netz bleiben und auch in diesen Fällen erhalten die Besitzer für die ersten 12 Monate gar nichts. Für die folgenden 12 Monate ist dann eine Entschädigung fällig, über die verhandelt werden muss. Wie berichtet wurde, deckt diese Entschädigung manchmal auch nur 70% der Verluste.
Erstaunlich ist die Dreistigkeit, mit der der Staat das im Grundgesetz-Artikel 14 garantierte Recht zum Schutz des Eigentums mit einem Absatz eines Branchengesetzes bricht. Diese Großtat stammt von der die Marktwirtschaft verbal stets hochhaltenden  letzten CDU/CSU-FDP-Regierung.  Die Gerichte haben es bereits mit Klagen gegen die darauf beruhenden Entscheidungen zu tun bekommen.
Im Grunde wollte ich nur die für einen Ingenieur immer schwer verdaulichen gewundenen Sprachkreationen der Juristen auf mir bislang verborgene Details absuchen.  Die Webseite der BNetzA (101) brachte zumindest einige erklärende Sätze, aber darunter standen zum Herunterladen drei Entscheidungen der Agentur zu konkreten Anträgen von Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB).
Die neueste davon stammt vom 23.6.2014 und ist an die Transnet GmbH / Baden-Württemberg gerichtet. Darin wird deren Antrag auf die „Systemrelevanz-Ausweisung“ von zwei EnBW-Kraftwerksblöcken in Heilbronn zugestimmt. 
Der ungemein lange Text dieser Entscheidung verleitet eigentlich nicht zur Lektüre, insbesondere weil seitenlang und langatmig erklärt wird, was Systemrelevanz bedeutet.
Aber das Lesen lohnt sich doch, denn dieses Papier entpuppt sich als eine schonungslose Kritik des durch die Energiewende verursachten Bedrohungszustands des Versorgungsnetzes – und endet dann mit der erwähnten Entscheidung, der man dann wirklich nur ziemlich entsetzt zustimmen kann.
Ich weiß aus 30-jähriger Erfahrung in der Ministerialbürokratie, dass es in unserem System gottlob immer mal wieder vorkommt, dass aus einer unteren Ebene ein in Klartext geschriebenes ehrliches Dokument ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, das alle offiziellen Heucheleien, Schönfärberei- und Weichspülprozesse beiseite wischt.
Ich zitiere aus dem Brief der Bundesnetzagentur an Transnet BW GmbH vom 23.6.2014,
(Hervorherbungen vom Autor):
„Genehmigungsbescheid der Bundesnetzagentur gem. §13a Abs.2 EnWG zur Systemrelevanz-Ausweisung von Kraftwerksblöcken in Heilbronn.
AZ: 608-14-003
(1)….Bei Zugrundelegung der beiden betrachteten Szenarien („Starklast/Starkwind-Szenario“ und „Starklast/Dunkelflaute-Szenario“) ergibt sich grundsätzlich die Abhängigkeit des sicheren und zuverlässigen Netzbetriebs von gesicherter Verfügbarkeit konventioneller Kraftwerke, die südlich der potentiell überlasteten Übertragungsleitungen südlich des Ruhrgebiets („Mittelrheintrasse“) und der Leitung „Remptendorf-Redwitz“ liegen.
In Zeiten hoher Windeinspeisung aus nördlich der potentiell überlasteten Übertragungsleitungen gelegenen Windkraftanlagen bei gleichzeitig hohem Verbrauch in den laststarken Ballungszentren und Wirtschaftsstandorten in Süddeutschland können die elektrischen Nord-Süd-Lastflüsse das Übertragungsnetz überfordern, sofern den Übertragungsnetzbetreibern ÜNB keine hinreichenden Erzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen um….gegenzusteuern.
Derartige Situationen treten typischerweise an windreichen kalten Winterabenden auf.  Darüber hinaus kann es auch an laststarken (Winter-) Tagen, bei denen keine (erhöhte) Windeinspeisung aus Norddeutschland erfolgt, zu erheblichen elektrischen Nord-Süd-Flüssen kommen.
In diesem Fall kann eine nahezu vollständige Auslastung des konventionellen Kraftwerksparks in Deutschland beobachtet werden, was eine erhebliche Belastung, gegebenenfalls sogar eine Überlastung – insbesondere der Mittelrheintrasse – nach sich zieht.

Zwischenbemerkung:

Am Ende der Energiewende- Sackgasse lauert also das „Dunkelflaute“-Gespenst.

Es kommt, wenn die Sonne verblasst, der Wind einschläft und ein eisiger Wintertag den Stromverbrauch hochtreibt. Ein Arbeitsbegriff der Netzbetreiber, der eine gute Chance hat, das Wort des Jahres 2014 zu werden. Seine dunkle Klangfarbe lässt das damit verbundene Unheil ahnen. Deutsch ist doch manchmal eine wunderschöne Sprache.

Und weiter im Bescheid:

(2)…Bezogen auf die zeitweise auftretenden Netzbelastungen im deutschen Übertragungsnetz, die in  der Flussrichtung von Nord- nach Süddeutschland bestehen, bedarf es nach gegenwärtigem Erkenntnisstand regelmäßig nördlich einer fiktiven Linie in Höhe von Frankfurt am Main der Absenkung der Kraftwerksleistung und südlich dieser fiktiven Linie der Leistungserhöhung.
Konkret sind die Leitungen „Mittelrheintrasse“  und die Leitung „Remptendorf-Redwitz“ gegenwärtig potentiell überlastet.
Um drohende oder bestehende Netzüberlastungen effektiv beseitigen zu können, ist es notwendig, dass südlich der überlasteten Leitung in hinreichendem Umfang freie Erzeugungskapazität von Kraftwerken zur Verfügung gestellt werden kann, die sich im Markt befindlichen oder von Kraftwerken, deren endgültige oder vorläufige Stilllegung geplant ist.
(3) …In einer Netzsituation, in welcher der Leistungsbedarf zur Beherrschung der Nord-Süd-Transporte größer ist, als die südlich der überlasteten Leitungen verfügbare Leistung, kann demnach von einer nicht unerheblichen Gefährdung des (n-1)-sicheren Netzbetriebs ausgegangen werden.
(4)…Verdeutlicht wird die Bedeutung der Verfügbarkeit dieser (Anm.: südlichen) Kraftwerke auch dadurch, dass die ÜNB im Rahmen der Systemanalyse….für die bisher untersuchten Zeiträume Winter 2013/2014, Winter 2014/2015, Winter 2015/2016 und Winter 2017/2018 jeweils zu dem Ergebnis gekommen sind, dass es in den geprüften Szenarien über die süddeutschen Kraftwerke hinaus noch des Einsatzes ausländischer Kraftwerke bedarf, um das Übertragungsnetz im Rahmen der betrieblichen Vorgaben sicher zu betreiben.
(5)…Der Wegfall von in Süddeutschland gelegenen Kraftwerken würde das Defizit (Anm.: das somit längst besteht) und somit den Bedarf an ausländischen Reservekraftwerken erhöhen.
(6)…im Regelfalle ist davon auszugehen, dass alle in Süddeutschland verbleibenden Kraftwerke systemrelevant sind.
(7)…Die Ausweisung der Systemrelevanz für die Dauer von 24 Monaten rechtfertigt sich daraus, dass der gegenwärtige Zustand der bestehenden Transport- und Leitungsengpässe auch noch in den kommenden zwei Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit fortbestehen wird.
(8)…Im Einzelfall mag es absehbar sein, dass die betreffende Anlage möglicherweise länger als 24 Monate zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität benötigt wird.
…Eine etwaige Änderung der bisherigen Begrenzung der Systemrelevanzausweisung auf jeweils höchstens für eine Dauer von 24 Monaten bleibt aber dem Gesetzgeber vorbehalten.
(Anm.: Eine Mahnung an die Regierung, diesen Zeitraum zu verlängern).“
Ende des Zitats.
Dieses offiziell von der BNetzA verbreitete Schreiben an Transnet schafft in seiner Begründung eine überzeugende Klarheit über die tatsächliche Situation.
Zur Versorgungssicherheit, zur Situation im Übertragungsnetz und zu den Ursachen der Probleme kann man nun die folgenden Punkte festhalten:
1. Das regelmäßig vorgebrachte Argument, in Deutschland gebe es eine Kraftwerks-Überkapazität ist eine absichtliche Falschbehauptung. Im Gegenteil kann man zumindest in Süddeutschland auf kein einziges der Kohle- und Gaskraftwerke verzichten, welche Gründe auch immer seine Stilllegung erforderlich machen (2; 4; 5; 6).
2. Die Situation ist dermaßen ernst, dass es in den besonders kritischen Situationen ohne den Einsatz ausländischer Kraftwerke schon seit längerem nicht mehr geht (4; 5).
3. Die Überlastungssituation der Transportleitungen zwischen Nord- und Süddeutschland ist bei bestimmten Wetterlagen und „laststarken (Winter-) Tagen“ der Normalfall (1; 2; 3).
4. Wenn von einer „nicht unerheblichen Gefährdung des (n-1)-sicheren Netzbetriebs“ auszugehen ist, bedeutet das im Klartext akute Blackout-Gefahr beim Ausfall einer wichtigen Netzkomponente (Leitung, Transformator, Schaltanlage etc.) (3).
5. Die Szenarien, die von den Übertragungsnetzbetreibern berechnet worden sind, lassen für die drei kommenden Winter das Schlimmste befürchten (4).
6. Die Bundesnetzagentur beklagt recht deutlich, dass sie die „Systemrelevanzausweisung“, also den Zwang zum längeren Weiterbetrieb unrentabler Kraftwerke, nicht über die 24 Monate hinaus verlängern darf, weil dies „im Einzelfall“ notwendig sein könne. Ein Wink mit dem Zaunpfahl an den Gesetzgeber, der an der Grenze dessen liegt, was sich eine nachgeordnete Behörde (hier gegenüber dem BMWi) leisten darf (8).
7. Das sich durch den gesamten Begründungstext hindurchziehende Klagelied über die ganz offen eingestandene und längst eingetretene Unterversorgung von Süddeutschland durch konventionelle Kraftwerke vermeidet sehr bemüht die Nennung der einzigen wirksamen Maßnahme, die dieser gefährlichen Situation sofort ein Ende bereiten würde: Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten süddeutschen Kernkraftwerke.
8. Weiterhin stellen diese Aussagen der zuständigen Regierungsbehörde eine vernichtende Kritik an der Energiewendepolitik und dem Kernkraftausstieg dar, denn sämtliche die Versorgungssicherheit bedrohenden Probleme wurden erst durch die politischen Entscheidungen und damit in voller Absicht von der Regierung geschaffen.
Die Hilflosigkeit und die ganz offensichtliche Verzweiflung der BNetzA-Verantwortlichen an den gesetzlichen Zwängen, den künstlich erzeugten Gefährdungen und an ihrer eigenen Rolle als ausgebremste Eingreiftruppe, der alle wirksamen Maßnahmen untersagt sind, kann durchaus Mitleid erzeugen. Insbesondere auch deshalb, weil diese Unterbehörde als Prügelknabe für alle kleinen und größeren Katastrophen vorgesehen ist.
Die Verantwortlichen für alle genannten Probleme sitzen zwei Etagen höher.

Noch einige Erläuterungen zu den Maßnahmen, die die Netzbetreiber in Engpaßsituationen ergreifen:

Es nennt sich Redispatch und bezeichnet die kurzfristige Änderung des Kraftwerkseinsatzes auf Anordnung der ÜNB zur Vermeidung von Netzengpässen. Die Durchführung des Redispatch wird über sogenannte Kraftwerkspärchen durchgeführt, sodass beispielsweise ein Kraftwerk, das sich vor dem erwarteten Netzengpass befindet, angewiesen wird, weniger Strom zu produzieren und ein anderes, das sich hinter dem Engpass befindet, mehr Strom zu erzeugen.
Interessant und sehr bezeichnend sind die Häufigkeits-Zahlen dieser Eingriffe:
– Vor einigen Jahren gab es noch 3 bis 5 Redispatch-Eingriffe pro Jahr, (Tennet VDI Nachrichten,vom  4. 10.13)
– Im Jahre 2012 waren es knapp 1000.
– Im 1. Halbjahr 2013: 1098.
– Im 2. Halbjahr 2013: 1585.
– Im 1. Halbjahr 2014: 1831.
Das bedeutet, dass Ende 2014 vermutlich über 3.500 Redispatch-Eingriffe erfolgt sein werden.
Das Jahr hat 8.760 Stunden – und es erfolgt keineswegs gleichmäßig alle 2,7 Stunden ein solcher Eingriff; vielmehr gibt es Katastrophentage, an denen ununterbrochen Redispatch erfolgen muss.
 
Abbildung 1 : Anzahl der Netzeingriffe zur Stabilitätserhaltung pro Jahr. Die Daten vor 2012 wurden geschätzt, bzw. entsprechen dem im Text erwähnten Zitat von Tennet. Die Gesamt-Zahl für das Jahr 2014 wurde hochgerechnet
Schauen Sie wie diese Zahlen als Kurve aussehen, wie in Abb 1 geschehen. Sie ist nicht linear. Und man sollte viel Platz nach oben für 2015 und 2016 lassen. Ferner empfehle ich, das Ergebnis der kürzlich erfolgten „EEG-Reform“ in Bezug auf den weiteren, kräftigen Ausbau von Windrädern und Photovoltaik-Paneelen anzusehen. Das Ergebnis wird vermutlich ein weiterer Punkt auf der Kurve sein, der ziemlich weit oben liegt.
Es könnte aber sein, dass Sie nicht mehr dazu kommen, diesen Punkt einzutragen: Das Dunkelflaute-Gespenst löscht auch die Beleuchtung,
Interessant sind auch die mit dem Redispatch verbundenen Kosten, die den betroffenen Kraftwerken erstattet werden (Brennstoffkosten, Anfahren der Anlage, Verluste durch das Herunterfahren):
– Sie beliefen sich 2011 auf 41,63 Millionen Euro.
– Im Jahre 2012 waren es bereits 164,8 Millionen Euro.
Ach ja, wer bezahlt übrigens Redispatch-Kosten und die Entschädigungen für die systemrelevanten, scheintoten Kraftwerke ? Natürlich die Stromkunden, und zwar mit den  Netzentgelten als Bestandteil ihrer Rechnung.
Quelle: Bundesnetzagentur: „Systemrelevante Kraftwerke“, 14.8.2014,
            www.bundesnetzagentur/de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/
            Unternehmen_Institutionen/Versorgungssicherheit/Erzeugungskapazitäten/
            systemrelevanteKW/Bescheid_Transnet_23_06_2014.pdf
            Darin „Bescheid im Verfahren der Transnet BW GmbH vom 23.6.2014 (pdf, 3MB)“.
Sankt Augustin, 10. September 2014




Neuer Höchststand bei der atmosphärischen CO2 Konzentration – Problem, oder völlig normal?

Leserbrief zum WA-Artikel am 10.9.2014 über den neuen Höchststand des Treibhausgases CO2 (dpa-Meldung)

Vor wenigen Wochen wurde uns bereits von gut bezahlten Klimaforschern das bevorstehende Abschmelzen der Polkappen angekündigt. Laut Mitteilung der Weltorganisation für Meteorologie in Genf sollen jetzt auch noch die Meere durch den ständigen CO2-Ausstoß einer unausweichlichen Übersäuerung entgegengehen. Beides sind total übertriebene Aussagen, die mit solider Wissenschaft nichts zu tun haben, und der Begriff Höchststand beschreibt nichts anderes als einen völlig trivialen Sachverhalt. Genauso gut könnte man sagen, der langsam wachsende Gipfel des Mount Everest befindet sich jedes Jahr auf einem neuen Höchststand.
Knapp 2 ppm (Millionstel Volumenanteile) beträgt der jährliche Anstieg des CO2, bedingt (1) durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe einschließlich illegaler Brandrodung. Bei derzeit 400 ppm sind das 0,5% ohne erkennbare Beschleunigung im letzten Jahr, wie fälschlicherweise behauptet wird. Dies entspricht einem Gewicht von ca. 15,5 Milliarden Tonnen. Etwas mehr als die gleiche Menge ist im letzten Jahr zu ungefähr gleichen Teilen von den Ozeanen und der Biosphäre aufgenommen worden. Der maritime CO2-Zuwachs betrug hiernach in dieser Zeit ca. 1 ppm. Ungefähr das 20000-fache befindet sich bereits im Meerwasser (50 mal so viel wie in der Atmosphäre). Der jährliche Zuwachs beträgt also gerade mal 0,005%. Um im Meerwasser den gegenwärtigen pH-Wert von im Mittel 8,2 nur auf 8,1 zu senken (was immer noch im basischen Bereich läge), wäre eine dissoziationsbedingte Zunahme der H-Ionenkonzentration um 30% erforderlich. Jeder Abiturient und erst recht jeder Mathematiklehrer müsste das leicht nachvollziehen können, wenn er weiß, dass der pH-Wert eine dekadisch logarithmische Zahl darstellt. Bei dem o.g. grotesken Missverhältnis ist es geradezu absurd, von einer beängstigenden Übersäuerung der Meere zu sprechen.
Genauso falsch ist die Behauptung, dass die CO2-bedingte Wärmerückstrahlung in der Zeit von 1990-2013 durch die fortlaufenden Emissionen um 27% zugenommen hat. Der CO2-Zuwachs betrug in dieser Zeit 23 x 2 = 46 ppm. Dies entspricht einer Rückstrahlungszunahme von 0,65 Watt/m². Mehr ist aus dem fast ausgeschöpften Spektralbereich um die 15 Mikrometerlinie nicht herauszuholen. 1990  lag die durch CO2 bewirkte Wärmerückstrahlung bei ca. 37 Watt/m². Der Anstieg bis 2013 betrug also in Wirklichkeit nur 1,8% und nicht 27%.
Ebenso falsch ist die Aussage, dass der Säuregehalt der Meere heute den höchsten Stand seit 300 Millionen Jahren aufweist. Damals begann gerade das Erdzeitalter Perm, in dem der CO2-Gehalt der Atmosphäre fast 4 mal so hoch wie heute war und sich somit auch in den Meeren entsprechend ausgewirkt hat.
Die letzte falsche Aussage ist die, dass der Mensch durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe ohne allen Zweifel das irdische Klima bedroht. Bisher hat er lediglich mit 0,2°C einen völlig unbedeutenden Einfluss genommen, was ich  in zahlreichen Leserbriefen bereits mehrfach nachgewiesen habe. Die Zeit ist reif, unsere gesamte Energiepolitik wieder schnellstmöglich auf den ursprünglichen Stand zurückzuführen, bevor die kaum noch zu rettende Billion Euro gänzlich ausgegeben ist.

Dr. rer.nat. Siegfried Dittrich

(1) Diese Meinung von Dr. Dittrich über den anthropogenen Anteil am Zuwachs der CO2 Konzentration wird von der Redaktion nicht geteilt. Siehe u.a. Salby hier




Wie die Politik zur globalen Erwärmung zu globaler Unsicherheit geführt hat

Während der letzten beiden Jahrzehnte haben die Aktivisten der globalen Erwärmung erfolgreich die Entwicklung von Ölsanden verhindert, große Pipelines wie Keystone XL blockiert, Kohlekraftwerke zum Schließen gebracht und Projekte bzgl. Schiefergas und -öl zu Fall gebracht. Ohne ihren Aktivismus wäre die westliche Welt schon vor Jahren nicht nur Selbstversorger hinsichtlich fossiler Treibstoffe geworden, sondern sogar ein Exporteur. Selbst mit diesen Blockaden ist es den USA gelungen, eine wundersame Transformation zu managen – waren sie einst der größte Energie-Importeur weltweit, werden sie jetzt zum wichtigen Exporteur. Unter den westlichen Kontinenten verharrt nur Europa unter dem Diktat von Energie-Exporteuren, die meisten davon aus abstoßenden und feindlichen Gebieten wie dem Nahen Osten, Russland und Venezuela.
Wäre der Westen schon früher zu einem wichtigen Energie-Exporteur geworden, hätten diese feindlichen Ökonomien ihre führende Marktstellung und einen Großteil ihrer Einnahmen verloren, besonders nachdem die Preise ebenfalls kollabiert wären in einer Welt, die im Energie-Überfluss lebt. Russland beispielsweise ist zu 30% seines BIP von Energie abhängig, Venezuela zu 33% und einige Länder des Nahen Ostens zu über 50%. Ihre Ökonomien wären geschrumpft und unfähig, soziale Dienste im eigenen Lande zu finanzieren, geschweige denn militärische Abenteuer im Ausland. Ihre Regimes hätten sich auf Selbstdarstellung konzentriert und nicht darauf, Ideologien in der Welt zu verbreiten.
In einer Welt voller billiger, reichlicher Energie hätte sich die IS niemals als eine wesentliche Bedrohung entwickeln können. Diese ultimative islamische Terrortruppe ist in großem Stil abhängig von Zuwendungen durch Energie-Exporteure wie Qatar, einem der Muslim-Bruderschaft freundlich gesonnenen Emirat, und von Verkaufserlösen eigener Ölfelder, die durch Kämpfe erobert worden sind. Ohne das Dogma der globalen Erwärmung wäre keine dieser Einnahmequellen für die IS von Nutzen gewesen.
Genauso wäre Iran, Qatars Rivale für die Nummer 1 als Zahlmeister des islamischen Terrorismus, knapp bei Kasse. Das Land wäre nie in der Lage gewesen, so beachtliche Gruppen in der Galerie der Terroristengruppen in jenem Gebiet wie Hamas und Islamischer Dschihad in Gaza, Hisbollah in Libanon und Assad in Syrien zu finanzieren, um deren Terrorzellen im Westen nicht zu erwähnen.
Auch Russland wäre viel weniger stark und unfähig, seine Nachbarn zu bedrohen, so wie es in den achtziger Jahren der Fall war, als die gescheiterte Wirtschaft der UdSSR zu seinem Zerfall führte und sich sein eiserner Griff auf die Ukraine und den Rest von Osteuropa lockerte. Der potente Putin, den wir groß gemacht haben, wäre stattdessen zu Putin, dem Impotenten geworden. (…)
Ironischerweise haben die Umweltaktivisten, die die politischen Maßnahmen gegen die globale Erwärmung durchgesetzt haben, gedacht, dass sie die globale Sicherheit erhöhen würden. Kriege – vor allem die im Nahen Osten – entstanden auf der Grundlage des westlichen Wunsches nach Öl, argumentierten sie. Indem man den Westen von Öl weg- und zu CO2-freien Erneuerbaren hinbringen wollte, würde der Westen sein Interesse an den Energie-Ressourcen aus dem Nahen Osten verlieren, was zu einer neuen Ära des Friedens führen würde.
Zum Teil hatten sie recht – es war sinnvoll, die Abhängigkeit des Westens von Energie aus dem Nahen Osten zu reduzieren. Und sie hatten zum Teil unrecht – die Alternativen zu Öl und Gas aus dem Nahen Osten waren nicht die Erneuerbaren, sondern Öl und Gas aus westlichen Ländern. Und sie waren komplett fehlgeleitet – im Gegensatz zu ihren Behauptungen, hat sich doch der Planet jetzt seit fast 20 Jahren nicht mehr erwärmt.
Heute fahren die meisten westlichen Regierungen ihre politischen Maßnahmen zur globalen Erwärmung zurück. Sie kappen ihre ruinös teuren Subventionen für Erneuerbare und entwickeln aggressiv fossile Treibstoffe weiter. Alles, was die Angstmache vor der globalen Erwärmung erreicht hat, war, die Brieftaschen der Menschen zu erleichtern – zehner Millionen Europäer leiden derzeit unter „Energiearmut“. Damit werden in Europa Menschen bezeichnet, die ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können. Und erreicht wurde auch eine Zunahme von Kriegen, Terrorismus und globale Unsicherheit.
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Link: http://www.thegwpf.com/lawrence-solomon-how-global-warming-policies-have-led-to-global-insecurity/
Übersetzt von Chris Frey EIKE