Klimaänderung wird durch den Kreislauf des Wassers dominiert, nicht durch Kohlendioxid

Der Wasserkreislauf umfasst das Salzwasser der Ozeane, das Süßwasser der Flüsse und Seen und die gefrorenen Eiskappen und Gletscher. Er schließt auch die Strömungen innerhalb und zwischen den Ozeanen, der Atmosphäre und auf dem Festland ein, dort in Gestalt von Verdunstung, Niederschlag, Stürmen und Wetter. Der Wasserkreislauf geht mit enormen Energieflüssen einher, die das Erdklima, Temperaturtrends und Oberflächenphänomene prägen. Wassereffekte sind um Größenordnungen wirksamer als die gefürchteten Auswirkungen des Kohlendioxids.

Die Sonne bestrahlt direkt die Tropen, wo viel Energie absorbiert wird, und indirekt die Polargebiete, wo weniger Energie absorbiert wird. Alles Wetter dieser Erde wird angetrieben durch die Umverteilung von Wärme aus den Tropen zu den Polargebieten. Verdunstung erzeugt massive tropische Wettersysteme, die Wärmeenergie nordwärts in kühlere Breiten transportieren. Hochtroposphärische Winde zusammen mit den Wetterfronten, Zyklonen und Meeresströmungen des irdischen Wasserkreislaufes verteilen die Wärmeenergie von den Tropen zu den Polargebieten um.

Der Pazifische Ozean ist die größte Oberflächenstruktur der Erde. Er überdeckt ein Drittel des Globus’ und ist groß genug, alle Landmassen der Erde zu erfassen und noch Wasserfläche übrig zu haben. Ozeane haben 250-fach die Masse der Atmosphäre und können über 1000 mal mehr Wärmeenergie halten. Ozeane haben einen gewaltigen, jedoch erst wenig verstandenen Einfluss auf das Klima der Erde.

Selbst der Treibhauseffekt wird durch Wasser dominiert. Zwischen 75 und 90% des irdischen Treibhauseffektes wird durch Wasserdampf und Wolken verursacht.

Und doch propagieren das IPCC und die heutigen Klima-Modellierer, dass die „Fliege“ „den Hund“ schaukelt. Die Fliege ist natürlich das Kohlendioxid, und der Hund ist der Wasserkreislauf. Die Theorie der vom Menschen verursachten Erwärmung nimmt eine positive Rückkopplung von Wasserdampf an, angetrieben durch die menschlichen Emissionen von Treibhausgasen.

Sie argumentieren so: da wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, wird der Wasserdampf in der Atmosphäre zunehmen, wenn sich die Erde erwärmt. Da Wasserdampf ein Treibhausgas ist, wird vermutlich zusätzlicher Wasserdampf eine Erwärmung zusätzlich zu der Erwärmung durch CO2 bewirken. Im Endeffekt heißt das, dass der Kohlenstoffkreislauf den viel mächtigeren Wasserkreislauf kontrolliert.

Aber während der letzten 15 Jahre ist die Temperatur der Erde mitnichten angestiegen, trotz steigenden CO2-Gehaltes. Alle Klimamodelle haben einen rapiden Anstieg der globalen Temperaturen vorhergesagt, doch steht dies im Widerspruch zu den tatsächlich gemessenen Daten. Die heutigen Modelle sind oftmals nicht in der Lage, die Wetterbedingungen auch nur einer Jahreszeit vorherzusagen, geschweige denn langfristige Klimatrends.

Ein Beispiel hierfür ist die Vorhersage atlantischer Hurrikane. Im Mai hat die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) seine Vorhersage für die Hurrikan-Saison 2013 ausgegeben, der zufolge es zu einer „aktiven oder extrem aktiven“ Hurrikan-Saison kommen soll. Zu jener Zeit sagte die NOAA 7 bis 11 atlantische Hurrikane voraus (mit Windspitzen von 74 mph [ca. 120 km/h] oder höher). Im August hat die NOAA ihre Vorhersage revidiert und spricht jetzt von 6 bis 9 Hurrikanen. Jetzt hat der Oktober begonnen, und bislang gab es lediglich zwei Stürme mit Winden in Hurrikanstärke. Computermodelle sind nicht in der Lage, eine Jahreszeit des Wasserkreislaufes in nur einem Gebiet vorherzusagen.

Das IPCC und die Befürworter der Theorie der vom Menschen verursachten Erwärmung sind mit ihrem Latein am Ende, und zwar durch den seit 15 Jahren anhaltenden Stillstand bzgl. steigender Temperatur. Dr. Kevin Trenberth vermutet hypothetisch, dass die Wärmeenergie durch den Treibhausgas-Antrieb in die Tiefen der Ozeane entschwunden ist. Falls das so ist, steht es eins zu null für den Einfluss der Ozeane auf die Klimaänderung.

Andere haben auf das Vorherrschen von La Niña-Bedingungen im Pazifik seit 1998 hingewiesen. Von 1975 bis 1998 gab es im Pazifik parallel zum Anstieg der globalen Temperatur häufiger warme El Niño-Ereignisse anstatt der kühleren La Niñas. Aber die Pazifische Dekadische Oszillation PDO, ein mächtiger Temperaturzyklus im Nordpazifik, ist vor etwa 10 Jahren in seine Kaltphase eingetreten. Mit der PDO in ihrer Kaltphase kommt es derzeit häufiger zu La Niña-Bedingungen.

Vielleicht sind die häufigeren La Niñas der Grund für den gegenwärtigen flachen Verlauf der globalen Temperatur. Aber falls das so wäre, ist das nicht ein Beweis dafür, dass der Ozean und die Auswirkungen des Wasserkreislaufes stärker sind als die Auswirkungen durch CO2?

Geologische Beweise aus den letzten Eiszeiten zeigen, dass Anstiege des atmosphärischen CO2-Gehaltes einem Anstieg der globalen Temperatur folgen und diesem nicht vorweg laufen. Wenn die Ozeane sich erwärmen, setzten sie Kohlendioxid frei. Klimaänderungen werden durch Änderungen im Wasserkreislauf dominiert, angetrieben durch solare und Gravitations-Kräfte, und das Kohlendioxid scheint dabei nur eine geringe Rolle zu spielen.

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Steve Goreham is Executive Director of the Climate Science Coalition of America and author of the new book The Mad, Mad, Mad World of Climatism: Mankind and Climate Change Mania.

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/10/07/climate-change-is-dominated-by-the-water-cycle-not-carbon-dioxide/#more-95288

Übersetzt von Chris Frey EIKE