Wikinger wieder in Grönland? PIK lässt schon mal das Eis schmelzen!

Update:Neueste Satellitendaten (GRACE) widerlegen allesamt die Aussagen der PIK Forscher: 

GRACE-Mission: Himalaja-Gletscher schmelzen nicht ab (hier)

 Fortsetzung Text

Was steckt dahinter ? Wissenschaftler des PIK und der Universidad Complutense de Madrid haben die Reaktion des Eisschildes von Grönland auf Temperatur-Veränderungen modelliert [4]. Dabei kommen sie z.B. zu folgenden Kern-Aussagen:

" Here, using a fully coupled model, we show that this criterion systematically overestimates the temperature threshold and that the Greenland ice sheet is more sensitive to long-term climate change than previously thought. We estimate that the warming threshold leading to a monostable, essentially ice-free state is in the range of 0,8–3,2°C, with a best estimate of 1,6°C " … u.w.a.a.O.: "For 2,0°C regional summer warming, which is just above the deglaciation threshold in the representative case, complete melting of the GIS takes about 50.000 years. In contrast, with warming of 4,0°C, the ice sheet needs about 8.000 years to melt completely, and for warming of 8°C, 20% of the ice sheet melts in just 500 years and the entire ice sheet melts within about 2.000 years."

Bei all diesen Zahlen handelt es sich um die Szenarien eines Modells. Das alles kann man tun, muß man sogar tun, wenn das Ziel wissenschaftliche Erkenntnis-Findung ist. Offensichtlich werden aber hier weit darüber hinaus gehende politisierende und moralisierende Interessen verfolgt, denn wie sonst ist es zu erklären, daß es zum Schluß der Arbeit heißt [4], gewissermaßen als "wissenschaftliche Quintessenz": "Therefore, if anthropogenic CO2 emissions in the coming century drive the temperature considerably above the deglaciation threshold, irreversible total loss of the GIS will be difficult to avoid, ensuring continued substantial sea-level rise for millennia."

So wirkt es wieder einmal befremdlich, wie auch hier "wissenschaftlich suggestiv" für die Öffentlichkeit gearbeitet wird, offensichtlich mit dem medialen Ziel (vgl. Zitate w.o.), wieder einmal Klima-Panik zu verbreiten.

Und  d a s  ist gelungen [2]:

"Tritt das massive Schmelzen des Grönlandeises ein, könnte dies langfristig zu einem Anstieg des Meeresspiegels von mehreren Metern beitragen. ‚Damit würden wir das Leben vieler Generationen unwiderruflich verändern‘, sagte Rahmstorf, der zu den Leitautoren des 2007 veröffentlichten Vierten Sachstandsberichtes des UN-Weltklimarates (IPCC) gehört" ….

oder [3]: "Klimawandel – Grönland-Eis könnte komplett abschmelzen … Besiedelte Küstengebiete sind langfristig bedroht…".

Schließlich heißt es in der PIK-Presse-Mitteilung [1] suggestiv für eine Zukunft von Jahrtausenden: "Das Modell bewies dabei die Fähigkeit, sowohl die heute beobachtbare Eisbedeckung korrekt zu berechnen als auch ihre Entwicklung über die vergangenen Eiszeit-Zyklen hinweg. Deshalb wird der Simulation zugetraut, auch die Zukunft richtig abzuschätzen. All dies macht die neue Abschätzung verlässlicher als die vorherigen."

Damit wird wieder einmal der Eindruck vermittelt, der anthropogene CO2-Ausstoß führt unmittelbar und unausweichlich zur weiterer ungebremster Erwärmung, mit den genannten "katastrophalen Folgen" für Grönland-Eis und Meeres-Spiegel.

Mit keinem Wort wird auf die zahlreichen Unsicherheiten hingewiesen:

Es handelt sich um ein Modell  [4]; die Natur macht in aller Regel etwas anderes. Was sind – wie vorliegend – Modell-Spekulationen über die Jahrhunderte und gar Jahrtausende wert, wenn schon die aktuellen Trends eine ganz andere Sprache sprechen:

(1) Von keinem Modell prognostiziert: Die Erderwärmung stagniert seit 14 Jahren [5];

(2) Es gibt seit 14 Jahren keine Korrelation mehr von CO2 und Global-Temperatur;

(3) Diese Korrelation ist – in Vergangenheit und Zukunft – grundsätzlich und zunehmend umstritten [6], folglich gleichermaßen auch eine weitere Temperatur-Zunahme, wie in der Arbeit  [4] vorausgesetzt;

(4) Der Meeresspiegel-Anstieg zeigt seit Jahrhunderten und vor allem auch ganz aktuell keinerlei Beschleunigung, sondern eher das Gegenteil [7];

(5) …und das Absurdeste von alledem ist vielleicht das: In der Original-Arbeit [4] sowie in den Presse-Verlautbarungen wird mit Jahrtausenden herum-spekuliert, als handele es sich um die nahe Zukunft !

Bei alledem: Bei der Simulation des Grönland-Eises [4] handelt es sich um ein Modell. Modelle berechnen Szenarien, sind folglich keine Prognosen!  Sind schon Prognosen – z.B. zu Wirtschaft, Wetter, Sozial-Strukturen… – für politische, geschäftliche und private Entscheidungen nach wie vor mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, so sind Modell-Szenarien für Entscheidungen zu weitreichenden Maßnahmen unbrauchbar.

Was von Modellen und deren Szenarien zu halten ist, das brachte jüngst die FAZ [8] unter der Rubrik ‚Natur und Wissenschaft‘ auf diesen Punkt: "Gut Ding will Weile haben, davon legt die Wissenschaft im Allgemeinen und die Klimaforschung im Besonderen gelegentlich Zeugnis ab. Vom August des Jahres 2008 ereilte uns neulich die erschütternde Nachricht … Dem verzweifelten Eisbär schmilzt der Boden unter den Füßen weg … Das Meereis galt deshalb klimatechnisch als akut gefährdet – als mögliches Kippelement…. Der Nordpol würde eisfrei…. Muss er aber nicht mehr. Denn aus Hamburg… wird uns jetzt nach Jahren der akribischen Klimamodellierung die Kunde von der "stabilisierenden Rückkoppelung" übermittelt. Die Modelle zeigen nun, so Jochem Marotzke, dass das Polarmeer die sommers aufgenommene Wärme durch die dünne Eisdecke im Winter wieder bereitwillig abgibt. Folge: Selbst nach einem total eisfreien Sommer schwimmt auf dem simulierten Meer drei Jahre später wieder frisches Eis ….. Das Eis hat Erholungs-Potential. Und so schwimmen die Klima-Modellierer weiter von einer Scholle der Einsicht zur nächsten – immer auf der Suche nach frischer Nahrung. Zu verhungern drohen sie dabei bislang nicht."

Eine andere wichtige Frage wird bei alledem offensichtlich vermieden: Wie kommt es, daß das Grönland-Eis in der jüngeren Klima-Geschichte nie weitreichend, geschweige denn völlig abschmolz,  o b w o h l  es selbst im Holozän über Jahrhunderte deutlich wärmer war als heute (Abbildung).

Von den alpinen Glaziologen [9] weiß man:

"Die aus Geländebefunden abgeleiteten Temperaturverhältnisse ergeben, dass in 65 % der letzten 10.000 Jahre die Sommerhalbjahre so warm oder wärmer waren als heute. Die aktuelle Temperaturentwicklung liegt im normalen Schwankungsbereich. Warmphasen dieser Art wurden bisher immer als ‚Klimaoptima‘ bezeichnet. Vielleicht sollt man diese Tatsachen bei der derzeitigen Klimadiskussion stärker in Rechnung stellen." Zu einem völligen Abschmelzen der Gletscher führte das weder in den Alpen noch in Grönland!

Schließlich darf noch erwähnt werden, daß nach den Milankovic`-Zyklen im Laufe der nächsten Jahrhunderte … Jahrtausende mit dem Beginn einer neue Eiszeit zu rechnen ist. Das ist genau  d e r  Zeitraum, in dem sich die o.a. Modell-Spekulationen hinsichtlich einer Grönland-Eis-Schmelze bewegen.

F a z i t :

Wieder einmal entsteht der Eindruck, daß ein im Grunde wissenschaftlich dienlicher Ansatz für die öffentliche Hysterie-Formung im Sinne teuerer CO2-Vermeidungs-Maßnahmen mißbraucht wird. Die Bevölkerung soll offensichtlich weiter mit Angst+Schrecken überzogen werden, damit Ökosteuern, Einschränkungen des Lebensstandards und steigende Strom-Preise eher akzeptiert werden.

Der ehemalige Fernseh-Meteorologe Wolfgang Thüne antwortete auf die Interview-Frage zu der neuen Grönland-Hypothese [10]: Grönland – ohne Eis … Was soll man davon halten?

"Nichts! Theoretisch kann man sich alles Mögliche ausdenken, dies in Formeln kleiden und berechnen, dass in exakt 1.900 Jahren der Weltuntergang eintreten wird. Dann würde die Menschheit um das Schauspiel ‚eisfreies Grönland‘ in 2.000 Jahren betrogen sein. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erinnert mich an das griechische ‚Orakel von Delphi‘, aber auch an die ‚Offenbarung des Johannes‘, die Vision der Apokalypse mit ihren prophetischen Bildfolgen. Im Jahre 1033 sollte schon einmal die Welt untergehen und der Weltklimarat prophezeite noch 2007 den Klimakollaps für 2020. Mit ihren Supercomputern machen die Klimaforscher uns glauben, sie hätten die ‚Sieben Siegel‘ geöffnet und damit den ‚verborgenen Geschichtsplan Gottes‘ enthüllt. Alle charakteristischen Merkmale der Apokalypse, ob aus der Glaskugel gelesen oder mit dem Computer berechnet, findet man heute unter dem Namen ‚Science Fiction‘ wieder."

Klaus-Eckart Puls, EIKE

Q u e l l e n :

[1] http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/gronlands-eismassen-konnten-komplett-schmelzen-bei-1-6-grad-globaler-erwarmung ; 11.03.2012

[2] http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13916939/Groenlands-Eispanzer-droht-komplett-zu-schmelzen.html?print=truehttp://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13916939/Groenlands-Eispanzer-droht-komplett-zu-schmelzen.html ; 12.03.2012

[3] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,820702,00.html ; 12.03.2012

[4] A.Robinson, R.Calov and A.Ganopolski;  Multistability and critical thresholds of the Greenland ice sheet; NATURE CLIMATE CHANGE / ADVANCE ONLINE PUBLICATION, www.nature.com/natureclimatechange , © 2012 Macmillan Publishers Limited. All rights reserved.

[5] http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/g-l-o-b-a-l-c-o-o-l-i-n-g-wo-bleibt-die-erderwaermung/  ; 25.02.2012

[6] F.Vahrenholt & S.Lüning, Die Kalte Sonne, Hoffmann u. Campe, (2012)

[7] Der Meersspiegel steigt, seit 15000 Jahren; 14.03.2012,  http://www.kaltesonne.de/?p=1742

[8] FAZ, 9. Feb. 2011, Natur und Wissenschaft, Dünnes Eis

[9] G. Patzelt, Gletscherschwund und Vorzeitklima, Bergauf, 2 (2008), S. 34-35, Innsbruck

[10] Luxembg. Tageblatt,15. März 2012, Das Orakel von Delphi;  http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/-Orakel-von-Delphi–11105134




Endlich spricht es mal jemand laut aus: Klima + Weltregierung ist ein Spiel, das im grünen Himmelreich ausgekungelt wird

Foto rechts: Proteste für die Welt-Klima-Regierung – Manhattan Beach, USA (Photo credit: 350.org)

Eine effektive Weltregierung wird gebraucht, um die Klimakatastrophe abzuwehren

Gary Stix

Vor fast sechs Jahren war ich der Herausgeber einer Ausgabe vom Scientific American mit dem alleinigen Thema Energie. Darunter war auch ein Artikel von Robert Socolow von der Princeton University, in dem er einen wohldurchdachten Plan vorstellte, wie man die atmosphärischen Kohlendioxidemissionen unter einem den Planeten lebenswert machenden Niveau von 560 ppm halten könnte. Das Ganze war vollgestopft mit technischen Lösungen, die von einer Wasserstoffwirtschaft bis zur Gewinnung von Sonnenenergie im Weltall reichten.

Wenn ich das noch einmal machen müsste, würde ich anders an die Sache herangehen, wenn meine Mitherausgeber das zulassen. Ich würde mich auf die Kernfusion und saubere Kohle konzentrieren, anstatt mindestens die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes für Artikel über Psychologie, Soziologie, Ökonomie und politische Wissenschaft zu verschwenden. Seit ich das gemacht habe, bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die technischen Details der einfache Teil sind. Es ist die Sozialtechnik (social engineering), dass der Killer ist. Mondflüge und Manhattan-Projekte [Manhattan-Projekt, Deckname für den Bau der Atombombe durch die USA. A. d. Übers.] sind ein Kinderspiel im Vergleich zu notwendigen Änderungen der Art und Weise unseres Verhaltens.

Ein politischer Artikel, geschrieben von vielen Dutzend Wissenschaftlern, erschien am 15. März in Science, um diesen Punkt zu bestätigen: „Die menschlichen Gesellschaften müssen jetzt ihren Kurs ändern und sich von kritischen Kipp-Punkten im System Erde entfernen, die zu rapiden und irreversiblen Änderungen führen können. Dies erfordert eine fundamentale Neuorientierung und die Neustrukturierung nationaler und internationaler Institutionen hin zu einer effektiveren Regierung des Systems Erde und dessen planetarischer Verwaltung“.

Der Bericht fasste 10 Jahre Forschung zusammen und evaluierte die Fähigkeit internationaler Institutionen, mit dem Klima und anderen Umweltaspekten umzugehen, eine Beschreibung, die existierende Möglichkeiten gefunden hat, um schmerzlich vermisste Änderungen zu beeinflussen. Die Autoren riefen nach einem „konstitutionellen Moment“ auf der bevorstehenden UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung in Rio im Juni, um die Weltpolitik und die Regierungen zu reformieren. Unter den Vorschlägen sind unter Anderem: Der Ruf nach Ersetzung der ineffektiven UN-Kommission zur nachhaltigen Entwicklung durch einen Rat, der nur dem Generalsekretär der UN Rechenschaft schuldig ist; ein Versuch, mit aufkommenden Problemen hinsichtlich Wasser, Klima, Energie und Ernährungssicherheit besser umzugehen. Der Bericht befürwortet ein ähnliches Aufpolieren anderer internationaler Umweltinstitutionen.

Unglücklicherweise braucht man noch viel mehr. Um effektiv zu sein, müsste man einen neuen Satz von Institutionen mit strengen, transnationalen Vollmachten zur Durchsetzung einrichten. Man müsste sich Wege zurecht legen, um gegenüber sozialen Problemen den Kopf in den Sand zu stecken und diesen Problemen dann mit Antworten zu begegnen, die üblicherweise von politischen Entscheidungsträgern als akademisch naiv abgetan werden. Im Prinzip wäre eine spezies-übergreifende Änderung grundlegenden menschlichen Verhaltens ein sine qua non, aber diese Art von Verkündigung strapaziert die Glaubwürdigkeit in das Chaos der politischen Sphäre massiv. Einige der Dinge, die betrachtet werden müssten: Wie überwindet man unsere hartnäckige Tendenz, die Zukunft zu „berechnen“: das, was wir heute haben, höher zu bewerten als das, was mir morgen bekommen könnten? Wäre irgendeine Institution in der Lage, uns eine permanente Krisenmentalität einzuimpfen, die Jahrzehnte dauert, wenn nicht Jahrhunderte? Wie bilden wir neue Institutionen mit Vollmachten, die weit über das jetzige Mandat für die UN hinausgehen? Können wir uns gegen einen übelwollenden Diktator absichern, der die Macht solcher Institutionen missbrauchen könnte?

Ökonomisches Verhalten und andere voraus schauende Disziplinen in den Sozialwissenschaften versuchen, schwerwiegende Fragen aufzugreifen. Aber sie standen niemals einer Herausforderung dieser Größenordnung gegenüber, die alle 7 Milliarden von uns zu gemeinsamer Aktivität rekrutiert. Die Fähigkeit, eine solche Änderung global über die gesamte menschliche Bevölkerung und über Zeiträume weit jenseits dessen auszubreiten, was je versucht worden ist, würde die Planziele bis weit hinter den Bereich des Erreichbaren ausdehnen. Sollten wir jemals gezwungen sein, in irgendeiner fundamentalen Weise dem Klimawandel zu begegnen, ist es also der soziale Aspekt, auf den wir uns konzentrieren müssen. Die relative Effizienz der nächsten Generation von Solarzellen ist im Vergleich dazu trivial.

Link zum ganzen hier übersetzten Artikel: here

Link zur Kurzfassung von Anthony Watts: http://wattsupwiththat.com/2012/03/18/finally-somebody-comes-right-out-and-says-it-climate-world-governance-is-a-match-made-in-green-heaven/

Anmerkung der Redaktion:

Im für solche Bestrebungen -unter der Berufung auf höhere Ziele zur gewünschten Einführung von Diktaturen – besonders anfälligen Deutschland (Siehe Vorschlag zur „Großen Transformation“ vom WBUG) kann man auch kleinteilig den Boden vorbereiten und versuchen unbequeme Gegner mundtot zu machen. So soll auch jüngst wieder eine „Kleine Anfrage“ der Grünen dazu beitragen den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG, Dr. Knut Löschke von diesem Gremium wegzumobben. Wie das gehen soll lesen Sie hier:

Auszug daraus:

Die Fraktion (Der Grünen) stellte eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung (Drs. 17/8944). Ob sie „ihre Ziele in der Energie- und Klimapolitik durch Dr. Löschke im Aufsichtsrat der DB AG vertreten“ sehe, wollten die Grünen beispielsweise wissen. Ob sich Löschke in seinem Amt bereits „für eine Änderung der strategischen Ausrichtung der Deutschen Bahn AG eingesetzt“ habe. Ob die Regierung die Ansichten Löschkes „für das Image und die Geschäftspolitik der Deutschen Bahn AG als klimafreundlichem Transportmittel förderlich“ hält. Ob man vor Löschkes Berufung davon wusste.

Übersetzt von Chris Frey




Neue HadCRUT4-Daten der CRU: Und wieder wird der Rückgang versteckt

Gerard Wynn schreibt bei Reuters:

„Die Climate Research Unit in Großbritannien, die jahrelang vom Jahr 1998 als dem wärmsten Jahr ausging, hat neue Daten veröffentlicht, die seitdem noch wärmere Jahre zeigen, was die Ansicht der Skeptiker einer zum Stillstand gekommenen globalen Erwärmung weiter unterminiert.

Die Ergebnisse können nützlich sein, um den Schwerpunkt von der Frage, ob die Welt durch menschliche Aktivitäten wärmer wird – was fast mit Sicherheit der Fall ist – auf dringendere Forschungsgebiete zu lenken, vor allem die Größenordnung und den Druck des menschlichen Einflusses.

Nach Bekanntgabe der neuen Daten sagte das am Hadley Centre des britischen Met.Office’ arbeitende CRU-Team, dass die wärmsten zwei Jahre in einer Aufzeichnung über 150 Jahre die Jahre 2005 und 2010 waren – bisher hatten sie angegeben, dass das Jahr 1998 diesen Rekord hält.“

Keines dieser Ergebnisse ist statistisch signifikant, wenn man die Temperaturunterschiede zwischen den drei Jahren betrachtet, die viel kleiner als die Unsicherheiten bei den Temperaturmessungen sind…

Und Louise Gray schreibt im Telegraph unter der Überschrift:

Met.Office: Die Welt hat sich während der letzten zehn Jahre sogar noch stärker erwärmt als ursprünglich angenommen, nachdem die Daten aus der Arktis hinzugefügt worden sind:

Einige der Änderungen standen im Zusammenhang mit der Hinzunahme arktischer Stationen, aber viele davon haben mit Anpassungen zu tun. Man beachte die Abnahme der Temperatur in der Vergangenheit im neuen Datensatz der CRU:

Die Daten hat Joe D’Aleo geplottet. Der neue HadCRUT4-Datensatz ist blau dargestellt, der alte in rot. Man sieht, dass der blaue (neueste) Verlauf in der Vergangenheit unter dem roten (älteren) liegt.

Hier folgt der ältere HadCRUT-Datensatz aus dem Jahr 2001, verglichen mit 2008 und 2010. Auch hier ist die Vergangenheit plötzlich kälter geworden.

Hier folgen die NASA-GISS-Daten aus dem Jahr 1980 von der anderen Seite des Großen Teiches, verglichen mit der Version aus dem Jahr 2010. Es gab eine noch stärkere Abkühlung der Vergangenheit.

Und natürlich gibt es diese berühmte Animation, bei der es in der Mitte des 20. Jahrhunderts wie von Zauberhand kälter geworden ist. Man sieht, wie die Jahre 1934 und 1998 als wärmste Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Plätze tauschen. Dies ist so, seit GISS einem neuen Datensatz 2004 Anpassungen hat angedeihen lassen, verglichen mit demjenigen des Jahres 1999.

Bevor er zum Befürworter von Protestbewegungen geworden und dann verhaftet worden ist, sagte Hansen:

In den USA ist es im vergangenen Jahrhundert wärmer geworden, aber die Erwärmung übersteigt kaum die Variabilität von Jahr zu Jahr. Tatsächlich war die wärmste Dekade in den USA die dreißiger Jahre und das wärmste Jahr war 1934.

Quelle: Whither U.S. Climate?, By James Hansen, Reto Ruedy, Jay Glascoe and Makiko Sato — August 1999 http://www.giss.nasa.gov/research/briefs/hansen_07/

Im privaten Bereich würden Vorgänge, wie oben beschrieben, Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren lassen, oder noch schlimmer (wenn es Börsendaten wären, die von der SEC überwacht werden), Sie würden wegen Versicherungsbetrugs im Gefängnis landen. Aber hallo, hier geht es um Klimawissenschaft, also muss man sich darüber keine Sorgen machen.

Und dann gibt es da noch die kumulativen Anpassungen an das US Historical Climatological Network (USHCN)

Quelle: http://cdiac.ornl.gov/epubs/ndp/ushcn/ts.ushcn_anom25_diffs_urb-raw_pg.gif

All diese Anpassungen lassen den Trend im vorigen Jahrhundert zunehmen. Wir müssen also weiter darauf warten, bis uns ein neuer Datensatz präsentiert wird, bei dem eine abkühlende Anpassung vorgenommen worden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle an den Daten vorgenommenen Anpassungen positiv sind, ist gleich Null. Das ist zum Teil der Grund, warum sie sich so eifrig gegen einen UHI-Effekt und andere Auswirkungen des Landschaftsverbrauchs aussprechen, welche eine Anpassung zum kühleren erfordern würden.

Was die arktischen Stationen betrifft, haben wir vor Kurzem gezeigt, wie diese Stationen individuell ebenfalls angepasst worden sind: Another GISS miss: warming in the Arctic – the adjustments are key

Die zwei Graphen von GISS, überlagert mit einer nuancierten Verschiebung, um den Graphen „nach der Anpassung“ abzugrenzen. Durch die künstliche Abkühlung in der Vergangenheit hat der Erwärmungstrend pro Jahrhundert zugenommen – was es „schlimmer als wir gedacht haben“ gemacht hat – Giss-Graphen kommentiert und kombiniert von Anthony Watts.

Und hier folgt die Zusammenfassung aller arktischen Stationen, wo man die Vergangenheit kälter gemacht hat: Die Werte stehen für das Jahr 1940. Sie zeigen, wie die Klimageschichte umgeschrieben worden ist:

Die CRU verwendet die gleichen Daten wie GISS, die alle im GHCN wurzeln, im NCDC gemanagt von Dr. Thomas Peterson, den ich mal „Patient Null“ nennen möchte, wenn es um Anpassungen geht. Seine Revisionen der USHCN und GHCN-Daten fanden ihren Weg in jeden globalen Datensatz.

Wenn man dies wieder und immer wieder sieht, scheint es, als läge hier ein Fall vor von: Diejenigen, die die Daten der Vergangenheit abkühlen, sind dazu verdammt, dies immer wieder zu tun.

Und dann wundern sie sich, wenn wir ihren Daten misstrauen.

Anthony Watts

Original hier 

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Studie: Man braucht 10 Einheiten alternativer Elektrizität, um 1 Einheit Strom aus fossilen Treibstoffen auszugleichen

Bei der Konzentration auf die Technologie übersieht man das menschliche Verhalten, wenn es um die Klimaänderung geht.

Eine Studie zeigt, dass man 10 Einheiten alternativer Elektrizität braucht, um eine Einheit Strom aus fossilen Treibstoffen auszugleichen.

EUGENE, Oregon – Die Technologie allein wird nicht dabei helfen, die Welt von auf fossilen Treibstoffen basierenden Energiequellen wegzuführen, sagt der Soziologe Richard York von der University of Oregon. In einer gerade veröffentlichten Studie plädiert York für eine Änderung von politischen und ökonomischen Maßnahmen, um den Umstand, dass der weiter wachsende Energieverbrauch nicht nachhaltig ist, abzufedern.

Viele Nationen, einschließlich der Vereinigten Staaten, verfolgen aktiv technologische Vorteile, um den Verbrauch fossiler Treibstoffe zu reduzieren, um potentiell die menschlichen Beiträge zur Klimaänderung abzuschwächen. Das Vorgehen des IPCC nennt alternative Energiequellen – nuklear, Wind und solar – die den Verbrauch fossiler Treibstoffe eins zu eins ersetzen werden. Dieses Vorgehen, argumentiert York, ignoriert die „Komplexität menschlichen Verhaltens“.

Basierend auf einer vierschichtigen Studie des verbrauchten Stroms in 130 Ländern während 50 Jahren fand York, dass man mehr als 10 Einheiten aus nicht-fossilen Treibstoffen braucht – nuklear, Wasserkraft, Geothermie, Wind, Biomasse und solar – um eine einzelne Einheit fossil erzeugter Energie auszugleichen.

 „Schaut man sich zum Beispiel das Wachstum der Kernkraft an, scheint sie die Wachstumsrate fossil erzeugter Energie nicht sehr stark zu beeinflussen“, sagte York, ein Professor im Fachbereich Soziologie und im Programm für Umweltstudien. Er präsentierte auch zwei Modelle des gesamten Energieverbrauchs. „Schauen wir uns den gesamten Energieverbrauch an, fanden wir einen geringfügig größeren Ausgleich, aber immer noch brauchte man bestenfalls vier oder fünf Einheiten nicht-fossiler Energie, um eine Einheit fossil erzeugter Energie auszugleichen“.

Für die Studie – die am 18. März im Journal Nature Climate Change veröffentlicht worden ist – analysierte York Indikatoren der Entwicklung in der Welt von der Weltbank. Um die Vielfalt der ökonomischen und demographischen Variablen sowie der Energiequellen zu überschauen, wurden die Daten sortiert und in sechs statistische Modelle eingegeben.

Zugegebenermaßen, sagt York, sind Energie erzeugende Technologien, die auf solar, Wind und Wellen basieren, relativ neu und könnten trotzdem mit fortschreitender Entwicklung brauchbare alternative Quellen abgeben.

„Ich sage im Prinzip nicht, dass wir den Ausgleich mit diesen neuen Technologien nicht schaffen, aber es ist interessant, dass dies bisher nicht der Fall war”, sagte York. „Eine Ursache für die scheinbar überraschenden Ergebnisse ist, dass wir als Gesellschaft dazu tendieren, Nachfrage als exogen ansehen, die nach Angeboten ruft, aber das Angebot erzeugt auch Nachfrage. Die Stromerzeugung erzeugt das Potential, diesen Strom auch zu verbrauchen, so dass neue Energietechnologien oft dazu führen, dass immer noch mehr Energie verbraucht wird“.

Weiter sagte er, dass im Zusammenhang hiermit die Entwicklung hoch effizienter Automotoren und energieeffizienter Haushalte einher gegangen ist. Diese Verbesserungen reduzierten den Energieverbrauch in mancher Hinsicht, gestatteten jedoch auch den Bau größerer Fahrzeuge und Häuser. Im Endergebnis hat sich dadurch der Gesamtenergieverbrauch oftmals nicht mit der zunehmenden Effizienz der Technologien dramatisch verringert

„Hinsichtlich politischer Maßnahmen der Regierung müssen wir an den sozialen Zusammenhang denken und nicht nur an die Technologie“, sagte York. „Wir müssen uns fragen, welche politischen und ökonomischen Faktoren einen wirklichen Ausgleich bewirken. Die bloße Entwicklung nicht-fossiler Quellen als solche tendiert nicht dazu, den Verbrauch fossiler Energie nennenswert zu reduzieren – jedenfalls nicht genug. Wir müssen eher daran denken, wie man den Verbrauch fossiler Energie zurückfährt, als mit immer neuen Technologien alleine aufzuwarten“.

„Diese Ergebnisse müssen Teil der nationalen Diskussion werden“, sagt Kimberly Andrews Espy, Vizepräsidentin für Forschung und Innovation an der University of Oregon. „Die Forschungsergebnisse der Sozialwissenschaften gehen im Gefüge staatlicher Politik oft verloren“, sagte sie. „Wenn wir wirklich die zukünftigen Herausforderungen an unsere Umwelt meistern wollen, müssen wir unsere eigenen Verhaltensweisen und Standpunkte mit einbeziehen“.

Link: http://wattsupwiththat.com/2012/03/21/study-it-takes-10-units-of-alternative-electricity-sources-to-offset-a-unit-of-fossil-fuel-generated-power/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Extrem-Wetter-Hysterie … und kein Ende !? Oder neues aus der Anstalt!

Man muß genau hinschauen:

Es handelt sich (wieder mal) fast ausschließlich um Zukunfts-Projektionen,sgn. Modell-Szenarien, also noch nicht einmal um – "nur" unsichere – "Prognosen",   sondern um Modell-Spekulationen, die für Entscheidungen mit teueren Folgen für die Bevölkerung unbrauchbar sind !Die Realitäten sehen soundefined aus. oder undefinedso, oder undefinedso, oder undefinedso, oder undefinedso

Sogar IPCC und die Medien mußten im Dez. 2011 nach einem IPCC-Sonderbericht vor der Klima-Konferenz in Durban eingestehen, daß es weltweit keine signifikanten Trends zu mehr Extrem-Wetter undefinedgibt:

Dabei ist es so einfach: Alle IPCC-Berichte sind aus dem Internet frei herunterladbar (allerdings nur in englischer Sprache). Bereits im IPCC-Bericht des Jahres 2001 ist das umfangreiche Kapitel 2.7 "Has Climate Variability, or have Climate Extremes Changed"? dem Problem der Extremwetterzunahme gewidmet. Ergebnis: Nichts maßgebendes aufzufinden! Dann wieder in 2011 der IPCC-Bericht für Politiker mit exakt der gleichen Aussage (s. hierzu auch die EIKE-News vom 9.12.2011 mit dem Titel "Der aktuelle Extremwetterbericht – kommentiert von den Klimaforschern Judith Curry und Hans von Storch"). Das IPCC spricht stets nur von Zukunftsereignissen aus der Kristallkugel seiner "Klimamodelle". Die Verlässlichkeit dieser Kristallkugel ist dann wieder ein anderes Thema.

Aktuell wird die Münchner Rück zitiert (NZ 21.03.2012, S.8): 

"Die Daten in unserer Natur-Katastrophen-Datenbank zeigen ganz eindeutig:    Die Anzahl der wetterbedingten Naturkatastrophen in Deutschland hat sich seit 1970 mehr als    verdreifacht" und w.a.a.O.: "Ohne den Klimawandel sei dies "vermutlich" nicht zu erklären…".    

Interessant dabei, daß die NZ das Wort "vermutlich" in Anführungs-Strichelchen setzt. Aus gutem Grund, denn bei genauerem Hinsehen weist auch die Münchener Rück selbst immer wieder darauf hin – wie auch andere Rück-Versicherer  – daß die eigentlichen Ursachen steigender Schäden ganz woanders zu finden sind, nämlich in den sich verändernden "sozio-ökonomischen" Randbedingungen :

"… der Hauptgrund für die markant steigenden Schadensummen durch Naturkatastrophen (ist) in den sozio-ökonomischen Bedingungen (Wertekonzentration und Besiedlung exponierter Regionen, Bevölkerungszunahme, höhere Schadenanfälligkeit) zu suchen."(Quelle: Münchener Rückversicherung, T. Grimm, "Starke Zunahme der Schäden durch Hurrikane"; in: WETTERmagazin 04/2006, Extremwetter-Kongreß HH, S.31).

Dazu ausführliche Begründungen und Zitate  undefinedh i e r:

Ob MünchnerRück, SWISS-Re oder andere … bei genauem Hinsehen bleibt bei den steigenden Schädenfür die "Klima-Katastrophe" nicht viel übrig:

Übrigens  –  bezüglich einer angeblich "verdreifachten Anzahl der wetterbedingten Naturkatastrophen" argumentiert die MünchnerRück offensichtlich gegen ihre eigenen Statistiken, zumindest gegen diejenigen, die sie noch im Vorjahr selber publiziert hat:

 

Wie schreibt doch der bekannte Klima-Forscher Hans von Storch ganz richtig:

“Ein recht bekanntes Bild zeigt die Abb.3 (Anm.: in der Quelle), in der die zunehmenden Schadenskosten aufgrund extremer Wetterereignisse dargestellt werden. Der größte Anteil steht mit Stürmen in Verbindung. Beim ersten Betrachten könnte man versucht sein, die Abbildung als Beweis zu akzeptieren, daß es immer häufigere oder heftigere extreme Wetterlagen gäbe.  Aber dieses ist nicht der Fall … Ein unverändertes Sturmklima geht einher mit deutlich höheren Schäden als früher. Abb.3 ist also zuallererst eine Darstellung des zunehmenden Wohlstandes … derartige Diagramme stammen aus der Versicherungsindustrie, die natürlich keine Einwände gegen den Eindruck eines erhöhten Wetterrisikos haben kann, verbessert dies doch die Marksituation.“

(Quelle: Prof. Dr. Hans von Storch, Veränderliches Küstenklima, Mitt. OVR 61, 6 (2006), S.227-240, vgl. auch Abb.3, S. 239.

KE Puls EIKE

Dazu passend die jüngste Pressemitteilung aus dem Potsdam Institut für Klimaforschungsfolgen PIK:

Neues aus der Anstalt :

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) 23.03.2012

SPERRFRIST bis einschließlich 25. März, 19.00 Uhr
Wetterrekorde als Folge des Klimawandels: Ein Spiel mit gezinkten Würfeln

Das vergangene Jahrzehnt war eines nie dagewesener Wetterextreme. Dass diese Häufung nicht einfach nur Zufall ist, belegen jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Aus den vielen einzelnen Ereignissen fügt sich ein Bild zusammen. Zumindest bei extremen Regenfällen und extremen Hitzewellen ist der Zusammenhang mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung deutlich, so zeigen die Wissenschaftler in ihrer Analyse des Forschungsstands in der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Weniger klar ist dagegen der Zusammenhang bei Stürmen, trotz der beobachteten Zunahme der Stärke von Hurricans.

Allein 2011 gab es in den USA 14 Wetterextreme, von denen jedes Kosten in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar verursachte – in mehreren Bundesstaaten waren die Monate Januar bis Oktober die nassesten, die dort jemals gemessen wurden. Aber auch in Japan gab es Rekord-Regenfälle, und im Becken des chinesischen Jangtse-Flusses Rekord-Trockenheit. Ähnlich in den Jahren zuvor. 2010 erlebte Westrussland den heißesten Sommer seit Jahrhunderten, und Pakistan und Australien Spitzenwerte bei den Niederschlägen. 2003 war in Europa der heißeste Sommer seit mindestens einem halben Jahrtausend. Und 2002 fiel auf die Wetterstation von Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge an einem Tag mehr Regen als in Deutschland je zuvor gemessen wurde – hierauf folgte die Jahrhundertflut der Elbe.

„Die Frage ist, ob diese Wetterextreme Zufall oder eine Folge des Klimawandels sind“, sagt Dim Coumou, Haupt-Autor des Artikels. „Im Einzelfalls lässt sich die Erderwärmung als Ursache meist nicht dingfest machen – in der Summe aber wird der Zusammenhang mit dem Klimawandel deutlich.“ Dies hat seine Untersuchung von Daten und Studien ergeben.  „Das Ganze ist keine Frage von Ja oder Nein, sondern eine Frage von Wahrscheinlichkeiten“, erklärt Coumou. Die Häufung von Wetterrekorden, sagt er, ist nicht mehr normal.

„Es ist wie ein Spiel mit gezinkten Würfeln“, so Coumou. „Eine Sechs kann es auch so ab und zu mal geben, und man weiß nie, wann das passiert. Aber jetzt gibt es viel öfter die Sechs. Weil wir den Würfel verändert haben.“ Die vergangene Woche illustriert dies: In Nordamerika wurden allein zwischen dem 13. und 19. März an mehr als eintausend Orten historische Wärmerekorde übertroffen.

Dabei stützen die Forscher ihre Analyse auf gleich drei Pfeiler: elementare Physik, statistische Analyse und Computersimulationen. Bereits grundlegende physikalische Prinzipien legen nahe, dass die Erwärmung der Atmosphäre zu mehr Extremen führt. So kann warme Luft mehr Feuchtigkeit halten ( aufsteigende IR-Wärme entzieht der Luft die Feuchtigkeit sehen Sie Miskolczi-Diagramm = Verdoppelung des C02-Gehaltes ergibt eine Annahme der Feuchtigkeit um 3% (HHüne) ), bis diese plötzlich abregnet. Zweitens ließen sich statistisch in den Temperatur- und Niederschlagsdaten klare Trends finden, wie die Forscher erklären. Und drittens bestätigen auch detaillierte Computersimulationen den Zusammenhang zwischen Erwärmung und Rekorden bei Temperatur und Niederschlag.

Tropenstürme – je nach Region Taifune oder Hurricans genannt – sollten bei wärmeren Wassertemperaturen zwar stärker werden, aber nicht häufiger, so der Stand des Wissens. Im abgelaufenen Jahrzehnt sind mehrere Rekordstürme aufgetreten, beispielsweise Hurrican Wilma 2004. Allerdings sind die Zusammenhänge komplex und teils noch nicht entschlüsselt. Die beobachtete starke Zunahme der Intensität von Tropenstürmen im Nordatlantik 1980 bis 2005 etwa könnte neben der globalen Erwärmung auch eine Abkühlung der obersten Luftschichten als Ursache haben. Zudem sind die historischen Daten teilweise nicht genau genug.

Kälte-Extreme nehmen mit der globalen Erwärmung insgesamt ab, fanden die Forscher. Allerdings gleiche dies nicht die Zunahme der anderen Extreme aus. 

„Einzelne Wetterextreme haben oft mit regionalen Prozessen zu tun, wie einem blockierten Hochdruckgebiet oder natürlichen Phänomenen wie El Niño“, sagt Stefan Rahmstorf, Ko-Autor des Artikels und Leiter des Forschungsbereichs Erdsystemanalyse des PIK. „Das sind komplexe Prozesse, die weiter erforscht werden. Aber diese Prozesse entfalten sich jetzt vor dem Hintergrund einer globalen Klimaerwärmung. Und die kann dann aus einem Extremereignis ein nie zuvor beobachtetes Rekordereignis machen.“
Artikel: Coumou, D., Rahmstorf, S. (2012): A Decade of Weather Extremes. Nature Climate Change [DOI: 10.1038/NCLIMATE1452]

Weblink zum Artikel, wenn er veröffentlicht ist:http://dx.doi.org/10.1038/NCLIMATE1452  

Und noch etwas aus dem Tollhaus: 

Meteorologen erklären 2011 zum wärmsten La-Niña-Jahr

Auszug (kompletter Link hier):

Die Messungen zeigten, dass "der Klimawandel jetzt stattfindet und nicht eine Gefahr in irgendeiner fernen Zukunft ist", sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud. "Die Welt erwärmt sich aufgrund menschlicher Aktivitäten und das hat weitreichende und potentiell nicht rückgängig zu machende Auswirkungen auf unsere Erde, die Atmosphäre und die Ozeane", sagte er.