Klimakatastrophenprophet der ersten Stunde Hartmut Graßl droht zu scheitern

Im Jahre 1990, also vor nunmehr 22 Jahren, alarmierte Hartmut Graßl mit seinem Buch “Wir Klimamacher” die Öffentlichkeit und sagte eine schlimme Klimakatastrophe vorher. Auf Seite 61 schrieb er damals zusammen mit seinem Co-Autor Reiner Klingholz:

“Schon in den nächsten 30 Jahren wird sich die Erde mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein bis zwei Grad erwärmen.”

Nun sind die 30 Jahre bald um und wir erlauben uns nachzuschauen, ob sich die Natur an die Prognose gehalten hat. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwar ist die globale Durchschnittstemperatur von 1977 bis 2000 um 0,5°C angestiegen, wovon sich etwa die Hälfte davon, also 0,25°C, zwischen 1990-2000 ereignete. Danach begann jedoch der bekannte Erwärmungsstop, der bis heute andauert. Um auch nur die Untergrenze von Graßl’s Prognose zu erreichen, müsste die Temperatur in den kommenden 8 Jahren also um 0,75°C ansteigen; um die Obergrenze zu erreichen, sogar um 1,75°C. Zum Vergleich: Die gesamte Klimadiskussion dreht sich “nur” um 0,8°C, um die sich die Erde seit 1850 erwärmt hat. Zudem hat Kollege Mojib Latif gerade vorhergesagt, dass sich die “klimatische Atempause”, also der Erwärmungsstop bis 2020 fortsetzen wird. Es sieht also überhaupt nicht gut aus für Graßl’s Prognose. Man muss kein Hellseher sein, um die Prognose schon jetzt als gescheitert zu bezeichnen. 
Obwohl Graßls Vorhersage von 1990 voraussichtlich mit Pauken und Trompeten durchfallen wird, wird er von den Medien noch immer als akzeptierter Meinungsführer umgarnt, wie neulich wieder zu bestaunen war. Ist dies vielleicht ein klimawissenschaftliches Phänomen? In allen anderen Wissenschaftszweigen hätte es das Vertrauen in den Forscher vermutlich stark erschüttert.
Graßl war sich seiner Sache damals offenbar so sicher, dass er die Klimadebatte kurzerhand für beendet erklärte. Im Jahre 1994 sagte er:

„Von wissenschaftlicher Seite ist der Indizienprozess in Sachen Treibhauseffekt gelaufen, ist der Schuldspruch gefällt. Es geht jetzt nicht mehr um weitere Beweise, sondern einzig darum, das Strafmaß um einiges zu mildern. Die globalen Mitteltemperaturen steigen innerhalb der nächsten Jahrzehnte um ein bis zwei Grad. Jede globale Änderung einer Klimagröße, also auch der mittleren Temperatur, erzwingt an fast jedem Ort der Erde neue Wetterextreme. Dann kommt es da zu Überschwemmungen, dort zu Dürren und anderenorts zu Stürmen, wie man sie vorher nicht gekannt hat.“
(Graßl, H.: Technik München, Mitt.-Bl. Techn.-Wiss. Vereine München, 1994; 3,4. Zitiert z.B. in: Heinrich Röck „Klima und Politik“2001)

Oh lala. Achtzehn Jahre nach dieser Aussage schwankt das schöne und liebgewonnene CO2-zentrierte Klimagedankengebäude bedrohlich hin und her und droht dabei jeden Moment zusammenzubrechen. Es wird immer klarer, dass natürliche Klimafaktoren jahrelang unterschätzt wurden. Durch Zuordnungsfehler wurden dem CO2-Wärmeeffekte zugeschlagen, die in Wirklichkeit jedoch zu einem großen Teil auf eine verstärkte Sonnenaktivität, Ozeanzyklen sowie anthropogenen Rußeintrag zurückgehen. In der klimatischen Aufbruchsstimmung der 1990er war man offenbar noch so naiv anzunehmen, mit einem One-Stop-Shop, nämlich dem Kohlendioxid, die Welt zu erklären. Hierauf ist in seiner Euphorie wohl auch Graßl reingefallen. Dies wäre nicht weiter schlimm, da Irrtümer zur Wissenschaft gehören wie braune Spritzer auf dem Hemd beim Genuss von Schokoladenpudding. Allerdings wäre es allmählich nun an der Zeit, den Irrtum einzusehen und Kurskorrekturen am klimatischen Weltbild vorzunehmen. Doch Graßl schaltet auf stur, weicht keinen Deut von seinen mittlerweile überholten Ansichten ab.
Neben der wohl gescheiterten Temperaturprognose, sollte ihn jedoch auch das wissenschaftliche Umdenken in Punkto Wetterextreme nachdenklich machen, das kürzlich stattgefunden hat. Wie dem oben genannten Zitat von 1994 zu entnehmen ist, sah Graßl damals Überschwemmungen, Dürren und Stürme vom CO2 und der Klimaerwärmung verschuldet. Der aktuelle wissenschaftliche Stand hat diesen Gedanken mittlerweile jedoch weitgehend verworfen. Keines der genannten Extremwetter-Phänomene hat den natürlichen Schwankungsbereich bisher verlassen (siehe unsere kürzlichen Blogartikel „Mehr Überschwemmungen? Vermutlich eher nicht“ und „Dürre Beweislage für mehr Dürren“ sowie das Sturmkapitel auf S. 202-208 in „Die kalte Sonne“). Graßl hat damals wohl den falschen Schuldigen hinter Schloss und Riegel gebracht hat. Ein klassischer Justizirrtum.
Spulen wir jetzt eine ganze Dekade nach vorn und blättern ein bisschen in Graßl’s Buch „Klimawandel – Was stimmt? Die wichtigsten Antworten“ von 2007. Auch hier leider wieder das gleiche Problem. Auf Seite 68 beschreibt er die Zunahme von Stürmen, Dürren und anderer Extremwetterlagen als eines der größten Klimaprobleme. Wann hat er eigentlich vor, diesen Dauer-Fehler öffentlich aufzuklären?
Ganz nebenbei: Hätten Sie gewusst, dass Graßl Mitglied des Stiftungsrates der Münchener Rück Stiftung ist? Die enge Verbandelung führender deutscher Klimawissenschaftler mit der interessierten Versicherungsbranche bereitet Sorge. Wie können Interessenskonflikte ausgeschlossen werden, wenn Versicherungsprämien bei gesteigerter Angst vor Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden problemlos angehoben werden? Bereits 2011 kooperierte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforscung (PIK) mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Studie, die auf wackeliger Grundlage eine Zunahme der Klimaschäden suggerierte.  Gerade Stefan Rahmstorf scheint hier in der Vergangenheit in Punkto Münchener Rück wenig Berührungsängste gehabt zu haben, wie klimaskeptiker.infokenntnisreich dokumentiert hat.
Im Kapitel “Das Klima hat sich immer geändert” seines Buches fehlt zudem jeglicher Hinweis auf natürliche Temperaturschwankungen der letzten 10.000 Jahre. Die wichtigen Begriffe „Römische Wärmeperiode“, „Mittelalterliche Wärmeperiode“ oder „Kleine Eiszeit“ wollen einfach nicht fallen. Was ist das für ein Buch, das ohne sie auskommen kann? Offensichtlich arbeitet Graßl immer noch auf Basis der diskreditierten Hockeystick-Kurve.
Schön auch sein Ablenkungsmanöver nach dem klassischen Vorbild von Al Gore’s Film „Eine unbequeme Wahrheit“. Auf Seite 15 beschreibt Graßl die gute Korrelation zwischen CO2 sowie Temperatur während der letzten 750.000 Jahre und postuliert die Erwärmung vor allem durch Treibhausgase. Leider vergisst er gänzlich zu erwähnen, dass das CO2 der Temperatur um 800 Jahre hinterherhinkt, und dass das CO2 der Atmosphäre wohl überwiegend durch Ausgasung aus den sich erwärmenden Ozeanen stammt. Dies relativiert die suggerierte Wärmewirkung des CO2 zu dieser Zeit signifikant. Der Fehlschluss wurde bereits Al Gore angekreidet und ist Mitgrund dafür, dass dessen Film laut Gerichtsbeschluss an britischen Schulen nicht mehr unkommentiert gezeigt werden darf.
Eine der jüngsten Äußerungen von Graßl zum Klimawandel betrifft unser Buch „Die kalte Sonne“. Auf die Frage, was er denn von dem Buch halte, antwortetet er im NDR Fernsehen im Februar 2012: “Ach, eigentlich habe ich keine Lust zu solchem Stuss irgendwas zu sagen”. Ein paar Tage später verspürte er offenbar doch noch Lust und äußert sich weniger einsilbig auf klima(rats)retter.info. Allerdings bleiben seine Aussagen auch hier so rätselhaft, dass man nicht richtig schlau daraus wird.
Noch einmal: Es geht hier nicht um eine schadenfrohe Fehlerschau. Jeder macht Fehler und jeder darf sie auch machen. Allerdings wäre es nur redlich, wenn man diese Fehlschläge später auch offen zugibt. Mit kosmetischen Reparaturversuchen ist es dabei nicht getan. Grundlegende Pfeiler des CO2-dominierten Klimamodells beginnen gerade einzustürzen. Die ertappten Fachwissenschaftler sollten die Gelegenheit nutzen und die Probleme ehrlich und ergebnisoffen diskutieren. Ein wenig Schmerzen wird dies zwar bereiten, aber der wissenschaftlichen Wahrheitsfindung wird es auf jeden Fall nutzen. Und daran sollte uns doch allen gelegen sein.
Sebastian Lüning Co Autor von "De kalte Sonne"
zuerst erschienen bei "Die kalte Sonne" 

Mit Dank an Rainer Hoffmann und Klaus-Eckhard Puls für Recherchehilfen.



Energiewende verzweifelt gesucht! In Indien

Essen in einer Szene-Lokalität von Mysore: dreimal innerhalb von zwei Stunden verabschiedet sich der Strom kurzfristig, was die Gäste nicht die Bohne irritiert. Im „Namaste Café“ am Strand von Gokarna, die Füße im Sand, kühles „Kingfisher“-Bier vor der Nase, Dire Straits-Oldies und Neo-Hippies in Ohren und Augen. Wutsch! Licht, Musik und Deckenventilatoren aus. Bittesehr, es geht auch ohne – für ein Weilchen. Im unfassbar mythenverhangenen Channakeshava-Tempel, der als Kulisse eines neuen Indiana Jones-Films ideal wäre, beim abendlichen Puja-Ritual angestanden. Bevor es richtig losgeht, ist das Deckenlicht weg, es kommt nicht wieder. In diesem Fall nicht mal ein Manko, im Gegenteil – im Düsteren wirkt die Zeremonie noch spannender.
In den meisten Hotels finden wir auf dem Nachttisch vor, was im Deutschland meiner Jugend ebenfalls Standard war: einen Kerzenhalter nebst Kerze sowie eine Schachtel Streichhölzer. Long time no see!
Der Blackout gehört zu Indien wie die Kuhscheiße auf den Straßen. Sieht man fern, so bieten sich noch mehr Gelegenheiten als bei uns, mal aufs Klo zu gehen oder etwas anderes Sinnvolles zu tun, Taschenlampe vorausgesetzt. Denn außer durch Werbung werden die Sendungen zusätzlich von Stromausfällen zerschnibbelt. Nicht schlimm, würden nicht auch die Klimaanlagen ausfallen, was einem sofort Schweiß auf die Haut zaubert. Kurz, Indien bietet einen Flashback auf eine Energiesituation, wie sie in der deutschen Nachkriegszeit gang und gäbe war.
Natürlich ist das in Indien nicht überall so. Wo richtig Geld gemacht wird, die Wirtschaft im Overdrive brummt, wie in Pune (Poona), dem Zentrum der Autoindustrie oder in Bengaluru (Bangalore), dem Silicon Valley Indiens, klappt es mit dem Strom wie am Schnürchen. Ebenso im Finanzdistrikt vom Mumbai (Bombay) oder im nahen Bollywood, dem Epizentrum der quietschbunten Filmwirtschaft. Auch die ewigen, heftigen Spannungsabfälle, die in Indien eine ganze Branche am Leben halten – die Hersteller von „Voltage stabilisators“ nämlich –, sie sind an den Hotspots der Wertschöpfung kein Thema. Und auf Flughäfen wird es so gut wie niemals zappenduster.
Der Rest des Landes allerdings, der steht besser mit den Hühnern auf. Und geht mit ihnen zu Bett.
Yavendra Singh gebietet in neunter Generation über das weiße, weiträumige Fort Amla im Dörfchen Amla, welches nicht weit von großartigen Kultur- und Pilgerstätten wie Mandu, Omkareshwar oder Ujjain liegt. Er hat seinen altadelswürdigen Familiensitz in ein Rustikalhotel verwandelt, möchte interessierten Gästen auch das Dorf und das örtliche Handwerk nahebringen und so nebenbei für ein bisschen Aufschwung sorgen. Nicht ganz einfach, denn eine anspruchsvolle, betuchte Klientel hält es bestimmt nicht allzu lange in seinem Fort aus. Acht Stunden am Tag bekommt er Strom aus der staatlichen Leitung, mit dem man auch die Energie fressenden Klimaanlagen betreiben kann, erzählt Herr Singh. Und zwar so aufgeteilt: zwei Stunden am Morgen, vier am Nachmittag, zwei am Abend. Immer in dieser Taktung? „Manchmal sind es andere Zeiten“, lächelt Herr Singh, „garment will let us know“ (garment = Indglish für goverment).
Ansonsten ist da sein privater Generator, der kräftig Treibstoff schluckt und dennoch nicht ausreicht, sobald mehr als eine Handvoll Air Conditions eingeschaltet werden. Der Strom, der ihm vom Staat zugeteilt gibt, fällt übrigens zwischendurch immer wieder mal aus, bestimmt fünf Mal an jenem Abend, als wir im Fort waren. Eine Minute braucht der Generator, um zu übernehmen. Kurz darauf kehrt dann der öffentliche Saft zurück. Durch das Hin und Her werden elektronische Steuerelemente offenbar ganz meschugge. Jedenfalls müssen die Klimaanlagen in unseren Zimmern dauernd vom Personal neu eingestellt werden.
So sehr sich die Inder an ihre Stromkalamitäten gewöhnt haben – riesige Werbeschilder für Dieselgeneratoren der Marke Mahindra Powerol, Output zwischen 5kVA und 500 kVA, zieren die Straßenränder -, so genau wissen viele natürlich, dass es nicht endlos mit den Blackouts weitergehen kann. Indien, angehende wirtschaftliche Supermacht, setzt auf Atomkraft. In den Schulen, berichtet die „Times of India“ ohne einen Anflug von Nörgelei, werden neuerdings Animationsfilme gezeigt, in denen Bedenken gegen „Nuke energy“ listig entkräftet und die Schüler vom Segen der AKW überzeugt werden sollen.
Soweit sollte man hierzulande lieber nicht gehen. Wäre aber schön, wenn deutsche Schüler über Stromerzeugung, -transport und -speicherung etwas mehr erführen als die üblichen GlaubeLiebeHoffung-Mantras der rotgrünen Lehrerschaft, deren Informationsquellen sich zumeist in „taz“, „SZ“ und „Freitag“ erschöpfen.
Volksmacht und Elektrizität ergäben zusammen Kommunismus, glaubte Lenin (die Nummer drei, den unverzichtbaren Genossen Mauser, erwähnte er nicht). Wie auch immer: spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts war keine Region dieser Welt mehr wirtschaftlich konkurrenzfähig, die nicht über eine stabile, nachhaltige, bei jedem Wind und Wetter funktionierende Stromversorgung verfügte. Mit dem Beginn des Computerzeitalters ist Strom endgültig zur wichtigsten Basis für den Erfolg von Volkswirtschaften geworden. Nur ein bisschen indische Verhältnisse in Deutschland, das würde schon reichen, um eine verzweigte, hoch entwickelte Informationsgesellschaft zu destabilisieren.
Das ahnungslose Hochjazzen der Merkelschen Energiewende durch ihre Medien-Partisanen ist bestenfalls die Phantasterei von Leuten, welche in ihrer Kindheit nicht mal mit dem Kosmos-Baukasten „Der kleine Elektromann“ gespielt und auf diese Weise wenigstens eine Ahnung davon gewonnen haben, was es mit Volt und Watt, Ampère und Ohm so auf sich hat. Schlimmstenfalls ist das Abschalten!-Gedöns die altbekannte Leier linker und rechter Biokohlköpfe – historisch schon von Petra Kelly und Baldur Springmann intoniert -, welche seit den 1970ern eine tiefe Sehnsucht eint – die nach der Abschaltung der Bundesrepublik als florierende Industrie- und Exportnation.
Morgenthau mit Öko-Siegel, das war immer der Traum der Vollkornschrate.
Und dann gibt es noch welche, die ernstlich wähnen, der Rest der Welt werde sich früher oder später entschließen, am deutschen Energieabschaltwesen zu genesen. Diese Menschen brauchen dringend Hilfe. Am besten stationäre.
Das alles wird einem bewusst, wenn man durch Blackout-Indien fährt. Erleuchtend, so eine Reise. Auch ohne spirituellen Überbau. 
Wolfgang Röhl;
zuerst erschienen in ACHGUT




Welche Rolle spielen die Treibhausgase ? – Teil 2

Teil 2: Wie die Wettersysteme allein durch die Sonne angetrieben werden

 

Abbildung 14 (Quelle: www.elnino.info) zeigt die von El Niño betroffenen Gebiete weltweit. Die Monate, in denen diese Auswirkungen stattfinden, sind mit deren Anfangsbuchstaben aufgeführt (z.B. bedeutet OND "Oktober-November-Dezember"). Deutlich ist eine Konzentration zwischen 30° nördlicher und südlicher Breite zu verzeichnen. Dies sind die Einflussgebiete der Passatwinde. Warum dies so ist, gleich mehr.

Wissenschaftler aus Australien und Neuseeland (Prof. Robert M. Carter von der James Cook University in Australien) haben in ihren Untersuchungen den Zusammenhang zwischen der ENSO-Schwingung (El Niño/Southern Oszillation) und dem Weltklima bereits aufgezeigt, wenn auch nicht den Grund dazu erkannt. Sie veröffentlichten ihre Studie, die auf gut erfassten Messdaten der vergangenen 50 Jahre zurück griff, im "Journal of Geophysical Research". Ihr Ergebnis: Je stärker der jeweilige El Niño war, desto deutlicher stieg in der Folge die globale Temperatur an, was auch Abbildung 13 überdeutlich zeigt.

Die Forscher geben an, dass ca. 70% der zuletzt beobachteten Erwärmung auf die El Niño-Tätigkeit zurück zu führen ist (Anmerkung: Wie der Autor zeigte und noch zeigen wird, sind dies 100% – Prof Marotzke muss mit seinen über 90% auf THG wohl auf einem anderen Planeten und in einer anderen Welt zu Hause sein, in der Welt der Computerspiele, in der alles möglich ist und in der sich auch das PIK eingerichtet hat). Es habe sich gezeigt, dass etwa 6 Monate nach einem El Niño-Ereignis die globalen Temperaturen, je nach Stärke des El Niño anstiegen. Blieben dagegen El Niño-Ereignisse über längere Zeit aus, soll dies zu einem globalen Rückgang der Temperaturen geführt haben. Die folgenden Abbildungen geben den Zusammenhang wieder.

Abbildung 15 links zeigt den SOI (Southern Oscillation Index, dunkle Linie) und die GTTA (Global Tropospheric Temperature Anomalies, helle Linie). Deutlich sind die Einflüsse der starken Vulkaneruptionen des El Cichon und Pinatubo zu erkennen, durch die die Globaltemperaturen zeitweise zurückgingen. Deutlich zu sehen, dass außerhalb der Vulkanereignisse eine hohe Korrelation gegeben ist. In der rechten Abbildung sind diese Einflüsse bereinigt. Quelle: McLean, de Freitas, Carter, ”Influence of the Southern Oscillation on tropospheric temperature”, Journal of Geophysical Research Atmospheres. Keine der Zeitreihen hat auch nur im entferntesten einen Zusammenhang mit der atmosphärischen CO2-Konzentration.

Die Forscher gehen weitgehend von natürlichen Ursachen der globalen Temperaturtrends aus.

 

Abbildung 16: Die "Enso" (El Niño und Südliche Oszillation) genannte Schwingung hat Auswirkungen auf die Großwetterlagen weltweit (Abbildung, Quelle: South Carolina State Climatology Office). Die als ENSO benannte natürliche Schwingung hat über den pazifischen Raum Auswirkungen auf die Globaltemperaturen, Nord- und Südamerikas, Afrikas und Europas. Wissenschaftler des MPI-M und der Universität von Cambridge (UK) hatten herausgefunden, dass auch ein Zusammenhang zwischen El Niño-Ereignissen und dem Winterverlauf in Deutschland besteht, Davide Zanchettin, Hans-F. Graf, Central Pacific El Niño, the “subtropical bridge,” and Eurasian climate“ (Journal of Geophysical Research, Vol. 117, Do1102, 10 PP., 2012, doi: 10.1029/2011JD016493).

Über dem tropischen Atlantik ruft El Niño Luftströmungen hervor, die der Bildung starker Wirbelstürme entgegenwirken. So ist denn auch in La Niña-Jahren (das Gegenteil von El Niño), die Hurrikantätigkeit ausgesprochen niedrig. Warum dies so ist, später mehr.

Bereits die Untersuchungen der ETH Zürich, Prof. Dr. Brönnimann, zeigen Auswirkungen auf Europa, (S.d.W. 03/05, “Pazifik ließ Europa frieren“). Er hat anhand von Untersuchungen nachgewiesen, dass in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts über mehrere Jahre eine ungewöhnlich hohe Temperaturschwankung vorlag, die auf El Niño-Ereignissen beruhte. Aus alten meteorologischen Messdaten konnte er die atmosphärischen Verhältnisse auf der Nordhalbkugel zu Beginn der 1940er Jahre rekonstruieren. Die Temperaturanomalien sind in folgender Abbildung vom ihm aufgetragen.

 

Abbildung 17 zeigt die Temperaturabweichungen gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 1961 – 1990 für die untere Atmosphäre (unten) und die Stratosphäre (oben), gemittelt von Januar 1940 – Februar 1942. Die Abbildungen dokumentieren eine großräumige Klimaanomalie, die mit einer ungewöhnlich dicken Ozonschicht verbunden ist. Die Farbskala gibt die Temperaturdifferenzen im Vergleich zu einem Referenzwert an (Grafik: Prof. Brönnimann). In der Stratosphäre (oben) ist die Luft über der Arktis wärmer, der Polarwirbel schwächer und die Ozonschicht dicker als üblich. Auch das Klima auf der Erdoberfläche war außergewöhnlich: Extreme Kälte in Mittel- und Osteuropa, mildes Wetter in Alaska und frostige Kälte im Nordpazifik. Prof. Brönnimann fand heraus, dass das El Niño-Ereignis einen schwachen Polarwirbel auslöste, der für die große Kälte verantwortlich war. Warum dieser schwache Polarwirbel entstehen musste, später mehr.

Sheffield et al. (2009) fanden heraus, dass große Dürren mit der ENSO (El Niño Southern Oszillation) und den nordpazifischen und atlantischen Meeresoberflächen-Temperaturen (SSTs) zusammenhängen. Der Zusammenhang mit der ENSO wird durch eine Studie über den Südwesen der USA durch McCabe et al. 2010 belegt. Warum dies so ist, wird noch anhand der sich ändernden Windsysteme bei einem El Niño-Ereignis erklärt.

Prof. Malberg (ehem. Institutsleiter Meteorologie der Freien Universität Berlin) fand heraus, dass die Änderungen in den Globaltemperaturen unmittelbar mit El Niño/La Niña-Ereignissen gekoppelt sind, “La Niña – El Niño und der solare Einfluss: Die Klimaentwicklung 1950 – 2008“.

In Abbildung 10 (Teil 1) hatte ich Ihnen belegt, wie alle El Niño-Ereignisse im Betrachtungszeitraum und damit die ermittelten globalen Temperaturen durch 3 Sonnenparameter ausgelöst und bestimmt werden. Da in wissenschaftlichen Untersuchungen oft 2 Klimaperioden von je 30 Jahren betrachtet werden, möchte ich dies an dieser Stelle nicht versäumen.

Abbildung 18 zeigt oben, die Sonnenwindstärke, darunter den El-Niño 3.4 der NOAA ab 1950 und den Schwabe-Zyklus der Sonne. Dazu, die atmosphärische CO2-Konzentration, die ohne Zusammenhang zu El Niño-Ereignissen ist. Ganz unten, das Polarfeld der Sonne (durchgezogene Linie) ab 1951, Quelle: Ahluwalia und Ygbuhay, “Is there an instrumental drift in the counting rate of some high latitude neutron monitors?“ Auch im Zeitraum von 1951 – 1980 fallen alle El-Niño-Ereignisse mit der Sonnenaktivität zusammen:

1) Dem Einschalten der Koronaturboheizung, wenn deren Temperatur verdoppelt wird

2) Nach jedem Maximum im magnetischen solaren Zyklus.

3) Dem Polarfeld der Sonne (Maximum = blaue und grüne Ovale)

Die Messdaten belegen in eindrucksvoller Weise, dass die globalen Temperaturen natürlichen Schwankungen, den El Niño-Ereignissen unmittelbar folgen. Mit CO2 oder einer angeblichen anthropogenen Erwärmung hat dies nichts zu tun. Mit dem vorliegenden Nachweis, dass alle El Niño-Ereignisse im Betrachtungszeitraum von 1951 bis 2010 durch die solare Aktivität unmittelbar ausgelöst werden, ist der wissenschaftliche Beweis abgerundet, dass die Erwärmung (und Abkühlung seit Beginn dieses Jahrhunderts) einzig auf die Sonne zurückzuführen ist.

Bleibt noch die Frage zu klären, wie die gezeigte Sonnenaktivität ihren Einfluss sozusagen umsetzt und auf welchen physikalischen Grundprinzipien dieses basiert. Hier geben die Antwort, die Passatwinde (englisch: Trade Winds), also die Großraumwetterlage, die durch die Hadley-Zellen bestimmt wird. Die Passatwinde sind ein beständiges Windsystem, welches sich auf beiden Seiten des Äquators bis zum 24 Breitengrad ausbildet. Es liegt damit im Bereich der Hadley-Zellen und unterteilt sich in den Nordost-Passat (Nordhalbkugel) und in den Südost-Passat (Südhalbkugel). In der Wissenschaft ist unstrittig, dass die Passatwinde durch die Sonne entstehen und ihre Ausbildung und Stärke von der Sonnenscheindauer und Stärke abhängt. Durch erwärmte, aufsteigende Luftschichten (Tiefdruckgebiet entlang der innertropischen Konvergenzzone) die an der Tropopause vom Äquator weg strömt und ca. 30° Nord oder Süd wieder zu Boden fällt (Hochdruckgebiet) entsteht ein Druckgefälle, wodurch sich Ausgleichströmungen zwischen den Hoch-/Tiefdruckgebieten bilden. Durch die Corioliskraft werden sie entsprechend abgelenkt.

Abbildung 19 (http://wattsupwiththat.com/2009/02/17/the-trade-winds-drive-the-enso/#more-5702) zeigt die ENSO und die invertierte Windstärke der Passatwinde (Trade Winds). Unschwer ist zu erkennen, dass beide zusammenhängen. Die Passatwinde werden von den Hoch- und Tiefdrucksystemen (neben der Corioliskraft = Erddrehung) bestimmt. Diese wiederum durch die Wolkenbedeckung, sowie den Luftströmungen und dies ist der Ansatzpunkt, wie die Sonne neben ihrer Strahlungsleistung ihren Einfluss auf das irdische Wettersystem umsetzt. Unnötig zu erwähnen, dass auch hier der atmosphärische CO2-Pegel (kleine Abbildung) irrelevant für die Windereignisse ist.

Da die Passatwinde Ausdruck der Hadley-Zellen sind und diese in einem Band zwischen ±30° um den Globus verlaufen, wird der unmittelbare solare Einfluss auf die Hadley-Zellen untersucht.

Die Hadley-Zelle ist ein wesentlicher Bestandteil der atmosphärischen Zirkulation. Sie entsteht durch die meridional unterschiedliche Sonneneinstrahlung und dem daraus resultierenden Energietransport von den Tropen zu den Polen. Diese thermisch angeregte Zirkulation reicht jedoch im ersten Schritt nur bis zum 30-Breitengrad, weil dort die Strahlungsenergie deutlich zu fallen beginnt (Abbildung 22). Die daraus entstehende Hadley-Zelle ist als globale (verläuft um den ganzen Globus) Vertikalzirkulation zwischen dem Hochdruckgürtel der Subtropen und der äquatorialen Tiefdruckrinne ausgebildet. Die Hadley-Zelle kann näherungsweise als ein in sich abgeschlossenes System betrachtet werden.

 

Abbildung 20: Über der ITCZ (innertropischen Konvergenzzone) steigt aufgrund der Konvektion warme und feuchte Luft auf, wobei dort ein Tiefdruckgebiet entsteht. Die Luft expandiert, kühlt dabei ab, was zur Wolkenbildung führt. Durch die Corioliskraft wird die Luft abgelenkt. Im Bereich des Subtropenhochdruckgürtels sinkt die kalte und trockene Luft (schwerer) ab, wodurch am Boden ein Hochdruckgebiet entsteht. Die sich dabei erwärmende Luft nimmt über den Ozeanen große Mengen an thermischer Energie in Form von fühlbarer und latenter Wärme (Luftfeuchte) auf und fließt als Nord/Ost-Passat zum Äquator zurück. Der übrige, meridionale Energietransport findet über die sich anschließenden Zellen durch horizontale zyklonale (entgegen dem Uhrzeigersinn drehende) und antizyklonale (mit dem Uhrzeigersinn drehende) Zirkulation statt. In der Ferrel-Zelle wird die Energie durch die Westwinddrift abgeführt. Diese entsteht aus thermodynamischen Gründen wegen des Temperaturgegensatzes der Luft von ca. 20 K zwischen 30° und 60°-Breite.

Wie Untersuchungen zeigen, hat sich die Hadley-Zelle im Zeitraum der moderaten Erwärmung zwischen 1979 und 2005 (Anstieg des Hauptsonnenzyklus) um 5-8 Breitengrade ausgedehnt und sich dessen Volumen, da auch die Tropopause wegen der erhöhten Konvektion durch die Wärmeflüsse um einige Zehnmeter erhöhte, um ca. 5% vergrößert, D. J. Seidel et al. (2008), ”Widening of the tropical belt in a changing climate“, Nature Geoscience 1, 21-24.

Xiao-Wei Quan et al. “Change of the Tropical Hadley Cell Since 1950“, untersuchten die Hadley-Zellen anhand des Hadley-Zirkulations-Index. Dies ist die Abweichung vom Mittel der zonalen Meridiangeschwindigkeit in der 200 hpa-Höhe minus des Mittels der zonalen Meridiangeschwindigkeit in 850 hpa-Höhe und steht für die Luftströmungen in der Hadley-Zelle (folgende Abbildung, obere Zeitreihe, Y-Achse = 1010 kg/s).

Abbildung 21: Wie nicht anders zu erwarten, sind die El Niño-Ereignisse unmittelbar mit der Aktivität in der Hadley-Zelle gekoppelt (obere Zeitreihe). Wie bereits gezeigt, sind die Auswirkungen von El Niño um den ganzen Globus zu verzeichnen, insbesondere in einem Band von ±30° nördlicher und südlicher Breite, was dem Gebiet der Hadley-Zellen entspricht (kleine Abbildung, oben). Wie die Gesamtabbildung zeigt, ist jeder El Niño einem Hadley-Ereignis direkt zugeordnet (rote gestrichelte Linien) und damit, wie bereits bewiesen, der solaren Aktivität unmittelbar zuzuordnen. Der Hadley-Zirkulations-Index wird aus der gemittelten Windgeschwindigkeit der 200 hpa-Höhe, minus der gemittelten Windgeschwindigkeit in der 850 hpa-Höhe gebildet und ist somit ein Maß für die Luftmassengeschwindigkeit und des Luftmassenstroms in der Hadley-Zelle. Die Abbildung zeigt, dass mit Eintreten eines El Niño-Ereignisse und des entsprechenden solaren Parameters, die Windgeschwindigkeiten in der Höhe zunehmen und in den unteren Schichten abnehmen. Dies ist auch der Schlüssel zu der Erkenntnis, dass die El-Niño-Auswirkungen nicht nur zonal (zwischen ±30° geographischer Breite), sondern global auftreten. Auch hier spielt CO2 keine Rolle. Die zonalen Energieströme zeigt Abbildung 22.

Abbildung 22 zeigt das Jahresmittel der Energieflüsse der Atmosphäre in Abhängigkeit von der geographischen Breite nach Häckel, 1990. Neben der Strahlungsbilanz dominieren die Flüsse von sensibler und latenter Wärme (Luftfeuchte). Die Advektion von Wärme durch die Luft, verhindert die Auskühlung der Pole. Gut zu sehen, wie Energie meridional transportiert wird, Quelle: Häckel, 1990, “Meteorologie“.

Aus dem Energietransport zwischen der Hadley-Zelle und den nördlichen Breiten, bzw.  dem Luftmassenstrom über die Hadley-Zelle zu den nördlichen Breiten wird ersichtlich, dass El-Niño-Ereignisse über den Bereich der Hadley-Zelle Einfluss auf das Wettergeschehen haben, wie dies aus den Untersuchungen von Prof. Brönnimann und des MPI-M, sowie Prof. Malberg hervorgeht. Der Grund dafür liegt im Drehimpulserhaltungssatz.

Abbildung 23 zeigt das Druckverteilungsmuster und die Windverhältnisse der bodennahen Troposphäre. Im Absinkbereich der Hadley-Zelle bilden sich Hochdruckgebiete, wodurch dort trockenes Klima vorherrscht. So liegen in ihrem Bereich die Wüstengebiete der Erde. Durch die Passatwinde fließt ein stetiger Rückstrom (Oststrom) in Richtung Äquator. In der IPCZ fließt daher ein schwacher Ostwind. In der Westwinddrift der Ferrel-Zelle fließen die Frontensysteme der Tiefdruckgebiete nach Osten und zwar entlang des Polarfrontjet, an dem sich fortwährend Tiefdruckgebiete bilden. An der sich angrenzenden Polar-Zelle entsteht an der absinkenden schweren Kaltluft ein Hochdruckgebiet. Zwischen dem Druckgradient und der Corioliskraft bildet sich dort ein Gleichgewicht, welches einen schwachen Ostwind verursacht. Sowohl die Ostwinde der Subtropen/Tropen, als auch die Ostwinde der Polargebiete und der Westwind der mittleren Breiten sind mit einem Drehimpuls verbunden. Aus Gründen der Drehimpulserhaltung muss deren Summe Null ergeben.

Drehimpuls

Der Drehimpuls (Einheit: Nms) wirkt bei einer Kreisbewegung in Richtung Zentrum und gibt die Drehachse der Bewegung an. Er steht damit senkrecht zur Ebene, in der sich die Masse bewegt. Der Drehimpuls ist abhängig von der Geschwindigkeit, der Masse, sowie dem Abstand zur Drehachse. Bei Zunahme einer der drei vorgenannten Parameter, wächst der Drehimpuls an. Der Drehimpulserhaltungssatz gibt an, dass der Gesamtdrehimpuls in abgeschlossenen Systemen konstant ist.

Verändert sich z.B. der Drehimpuls auf Grund einer Geschwindigkeitszunahme der Luftströmungen in der Hadley-Zelle, wie im Hadley-Zirkulations-Index zu sehen, so muss dies wegen dem Drehimpulserhaltungssatz Auswirkungen auf die Luftströmungen in den beiden anderen Zellen (Ferrel- und/oder Polar-Zelle) haben. Wird die Geschwindigkeit der Luftströmungen durch ein solares Ereignis in der (oberen) Hadley-Zelle erhöht (bei einem El Niño-Ereignis), so sind durch die Kopplung über den Drehimpuls auch die anderen Zelle(n) beeinflusst. In der Ferrel-/Polarzelle stellen sich geringere Drehimpulse ein, was zu einem ruhigen, kalten Winter führt (siehe Untersuchungen von Prof. Brönnimann und des MPI-M). Jetzt wird auch sichtbar, warum sich ein schwächerer Polarwirbel ausbilden muss. Der Drehimpulserhaltungssatz lässt gar nichts anderes zu. Auch, dass Dürreperioden in den USA mit der ENSO verbunden sind. Die Winde in der oberen Troposphäre des Westwindgürtels, sowie der Polarfrontjet werden wegen der Verringerung des Drehimpulses und der damit verbundenen geringeren Luftmassenbewegung schwächer.

Da die Hadley-Zelle zeitlich begrenzt als geschlossenes System betrachtet werden kann, gilt für das geschlossene System der Energieerhaltungssatz. D.h., aufgrund der Trägheit und des Energieerhaltungssatzes muss eine Erhöhung der Windgeschwindigkeiten in der Höhe (Hadley-Zirkulations-Index) mit einer zeitlich begrenzten Verringerung der Windgeschwindigkeiten in niedriger Höhe verbunden sein, wodurch bei einem solaren Ereignis, dass zeitlich verzögert und zwar zu festen Zeiten, zu einem El Niño führt, die Passatwinde erschlaffen und den El-Niño damit erst auslösen. Ein El Niño-Ereignis wird bekanntlich durch die Erschlaffung der Passatwinde ausgelöst! Da die Hadley-Zelle jedoch mit der Ferrel-Zelle im Energieaustausch steht, wird die Energiezunahme, die ein solares Ereignis auslöst (und die Xiao-Wei Quan et al. gemessen haben, ohne jedoch zu wissen, auf was diese Änderungen im einzelnen beruhen, sie also auslöst), über diesen und den Jetstream wieder abgebaut, wodurch sich die „normalen“ Bedingungen wieder einstellen und die Passatwinde wieder an Kraft gewinnen und das El Niño-Ereignis zu Ende geht.

Aufgrund Naturbeobachtung und dem Anwenden physikalischer Grundgesetze lassen sich sowohl die Wettersysteme, El Niño-Ereignisse, als auch der global ermittelte Temperaturgang beschreiben. THG werden für nichts dergleichen benötigt und kommen folglich in der Betrachtung nicht vor, da weder Auswirkungen zu erkennen, noch nachweisbar sind. THG werden zur Erklärung nicht benötigt, mehr noch, sie widersprechen der tatsächlichen Beobachtung. Sie scheiden damit als Verursacher einer Klimabeeinflussung gänzlich aus!

Wir sollten uns in der Wissenschaft wieder mehr mit der Natur und ihrer Beobachtung befassen, wie dies durchgehend bis zur Treibhausgashysterie noch der Fall war. Denn, wie Einstein dies so treffend beschrieb: “Unsere Theorien sind freie Schöpfungen des menschlichen Geistes, und wir können nie sicher sein, dass sie die wirklichen Verhältnisse zutreffend darstellen.“ Die Richtigkeit einer Theorie vermag nur die Naturbeobachtung zu liefern. Entweder in Experimenten oder im „Labor“ der Natur selbst. Deutschlands bekanntester Naturforscher ist Alexander von Humboldt. Ein weiterer Vertreter ist Charles Darwin. Ihre Verdienste für die moderne Wissenschaft sind unbestritten.

Heute haben teilweise bezahlte Hasardeure das Regiment übernommen, die sich in Palästen abschotten und mit der modernen Glaskugel, den sog. Supercomputern, versuchen, Theorien zu beweisen. Gelingt dies nicht oder liefert die Natur gar die Beweise, die die Theorie stürzen, so wird durch Tricks oder gar Fälschungen versucht, die Theorie und damit das eigene Sein zu retten. All dies, mit enormen Geldsummen, unseren Steuermitteln, realisiert. Eine Schande für die Politik, wie im Namen sog. THG Unsummen an Steuergeldern und Vermögen verpulvert werden. Dass sich die deutsche Presse von einem investigativen Journalismus schon vor Jahren verabschiedete, verwundert angesichts der dort herrschenden naturwissenschaftlichen Blindheit nicht. Wegen der dortigen ideologischen Verblendung auch nicht, dass Lobbyisten aus NGO´s oder dem industriellen „Grünen Komplex“ (oftmals ein und dasselbe) unzensiert und ungeprüft ihre Lobbyvorstellungen unters Volk streuen und Lüge und Betrug als vermeintliche "Wahrheit" verkaufen. Angesichts der verbreiteten Desinformationen und Fälschungen möchte der Autor seinen Artikel denn auch mit einem Zitat des früheren Präsidenten der Max Planck Gesellschaft, Prof. Dr. Hubert Markl abschließen:

“Es ist nicht zu bestreiten, dass es auch in der Wissenschaft – häufiger als uns Wissenschaftlern lieb ist – Lug und Trug gibt, nicht nur fahrlässige Schlamperei, sondern wirklich absichtlichen Betrug.“

Raimund Leistenschneider – EIKE

 Teil 1 finden Sie hier

Der vollständige Beitrag ist im Anhang als pdf herunter ladbar

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Zwischen Stromausfall und Super-Gau

Euphorie einst beim Einstieg in die Kernkraft, Euphorie jetzt auch beim Ausstieg

Der Tagungsleiter Eberhard Bohne erinnerte in seiner Einleitung daran, wie in den 1950er und 1960er Jahren die Kernenergie eingeführt wurde. Damals sei das gefeiert worden als Beginn einer neuen Ära von Technik, Wissenschaft und Wirtschaft. Es sei  ebenso mit technischer Euphorie und nationalem Pathos verbunden gewesen wie heute der Ausstieg aus dieser Energie und die volle Hinwendung zu den sogenannten Erneuerbaren Energien (EE). Der Jura-Professor Bohne lehrt an der DHV Verwaltungswissenschaft, Politik und Recht im Bereich von Umwelt und Energie.

Die Kosten? Eine falsche Frage, irrelevant

Nicht ohne Süffisanz sagte Bohne: „Ähnlich wie heute der Bundesumweltminister Fragen nach den Mehrkosten der Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien als ‚falsch’ abtut, wurden damals die Fragen nach den Mehrkosten des Kernenergiestroms als irrelevant bezeichnet. “ Wer damals die Kernenergienutzung kritisch hinterfragt habe, sei schnell als Nörgler und Ignorant nationaler Interessen ausgegrenzt worden. Ähnliches erlebten heute jene, die die Förderung der Erneuerbaren Energien kritisierten, weil diese nur technisch, aber nicht ökonomisch orientiert sei.

Ethische Rechtfertigung des Ausstiegs zweifelhaft

Bohne wandte sich dagegen, „den Verstand auszuschalten und kritische Fragen nach den technischen, wirtschaftlichen und politischen Risiken der Energiewende beiseite zu schieben“.   Das beginne bereits bei der Grundsatzfrage, ob der Ausstieg aus der Kernenergie ethisch geboten sei. Derzeit werde sie überwiegend bejaht. Von ihm freilich nicht: „Mir erscheinen die vorgebrachten Argumente für einen ethisch gebotenen Kernenergieausstieg zweifelhaft. “ Er führte das näher aus und warf der Ethik-Kommission vor, sie mache es sich beim Abwägen der Risiken zu einfach. Sie beurteile die Energiewende als ethisch gerechtfertigt, „ohne die entscheidende Risikoabwägung vorgenommen zu haben“.

Was die Ethik-Kommission nicht berücksichtigt

Die Ethik-Kommission habe nämlich nicht einbezogen, dass mit der Energiewende eine höhere Konzentration von „Treibhausgasen“ verbunden sei. Damit erhöhe sich das Risiko einer Klimaerwärmung „mit den Folgen der Überflutung weiter Landstriche und der Wüstenbildung auf der Erde“. Bohne ließ offen, ob auch er an diesen Kausalzusammenhang glaubt, aber im wesentlichen mit Klimaerwärmung wird die Energiewende politisch begründet. Da die (treibhausgasfreie) Kernkraftnutzung zu so einer Konzentration nicht beiträgt, wäre das Klima bei der Kernkraft besser aufgehoben. Denn die sogenannte Grundlastversorgung mit Strom müssen, wenn die Reaktoren verschwunden sind und wenn kein Wind weht und wenn die Sonne nicht scheint, fossile Kraftwerke übernehmen. Die jedoch tragen zur Konzentration von „Treibhausgas“ (vor allem CO2) bei. Die Ethik-Kommission dagegen, so Bohne, stelle nur lapidar fest, dass es für Klimaprobleme und kerntechnische Unfälle keine „sinnvolle Vergleichsbasis“ gebe; eine Vermutung, die Klimaschutzziele würden durch den Ausstieg aus der Kenkraftnutzung kompromittiert, sei nicht belegt.

Die zentrale Frage: Bleibt die Stromversorgung sicher und bezahlbar?

Bohne ging es mit dem Forum darum,  „einen kritischen Überblick über die vielschichtigen Probleme des Kernenergieausstiegs und Anstöße für eine differenziertere Sichtweise zu geben als sie vielfach in der plakativen öffentlichen Auseinandersetzung anzutreffen ist“. Die siebzig Teilnehmer waren Fachpublikum. Sie kamen aus Ministerien, Behörden, Ämtern, Kommissionen, Gemeinden, einschlägigen Unternehmen, Verbänden. Der abrupt von Kanzlerin Merkel im März 2011 verkündete und von willfährigen Parlamentariern im Juni 2011 beschlossene Ausstieg aus der Kernkrafttechnik macht die Versorgung mit Strom unsicherer und teurer. Das liegt zwar geradezu auf der Hand, wird aber von Bundesregierung, anderen Ausstiegsbefürwortern und Profiteuren dreist geleugnet. Ob der Ausstieg aus der Kernkrafttechnik und der angestrebte starke Ausbau der Stromerzeugung mittels Wind, Sonne und „Biogas“ wirklich die Stromversorgung sicher und wirtschaftlich macht, ist, wie Bohne sagte, die zentrale Frage

BMU: Die Strompreise als Folge der Energiewende steigen nicht

Franzjosef Schafhausen trug das Energiewendekonzept der Bundesregierung vor und sagte, die Strompreise würden als dessen Folge nicht steigen. Er ist Ministerialdirigent im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Die Energiewende sei ein Weg zur Energie der Zukunft. Er stellte die Energieversorgung dieser Wende als sicher, bezahlbar und umweltfreundlich dar. Die Bundesregierung habe in Frühjahr 2011 nicht ein neues Energiekonzept beschlossen, sondern nur Maßnahmen, mit denen das bestehende Energiekonzept konkretisiert und schneller umgesetzt werde. Das Konzept ziele auf die umfassende Umstrukturierung der deutschen Energieversorgung. Deutschland solle eine der effizientesten und klimafreundlichsten Volkswirtschaften der Welt werden  – bei  wettbewerbsfähigen Energiepreisen und hohem Wohlstandsniveau. Er unterschlug nicht die Probleme, Befürchtungen und Engpässe, aber bagatellisierte sie oder stellte sie als überwindbar hin. Sein Fazit: „Der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie ist im geordneten Verfahren technisch-wirtschaftlich möglich.   Wir werden beweisen, dass es geht. Die Energiewende ist nicht gescheitert. Wir starten durch. “

E.ON: Wenn Stromausfall, dann dauert er Tage

Gegenwind von Guido Knopp, Abteilungsleiter beim Stromerzeuger E.ON AG, erhielt Schafhausen nicht gerade. „Blutige Auseinandersetzungen“ zwischen Unternehmen und Behörden werde es nicht geben. Die überwältigende Zustimmung zur Energiewende in Bundestag und Bundesrat müsse man respektieren, auch wenn man es nicht für richtig halten müsse. „Aber wir werden nun mitmachen. Es geht ohne Kernkraft, und es wird funktionieren. “ Knopp beschränkte sich daher auf einige Mäkeleien. Nur „einen Kapitalfehler“ hielt er der politischen Führung vor: Sie habe nicht vom Ende her gedacht und geplant. Was er damit aber konkret meinte, erklärte er nur dürftig und daher nicht überzeugend. Um so klarer seine Antwort auf eine Frage zur von der Wende verursachten „Blackout-Gefahr“ in der Stromversorgung: „Wenn Blackout, dann nicht für eine Stunde, sondern für Tage. So lange dauert es nämlich, das Netz wieder auf die Frequenz von 50 Hertz zu bringen. “

RSK: Kernkraftwerke sind sicher betreibbar

Der Vorsitzende der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK), Rudolf Wieland, sprach über erforderliche Maßnahmen für die bestmögliche Sicherheit kerntechnischer Anlagen. Es war ein Plädoyer für die Kernkraftnutzung auch weiterhin, weil man die Anlagen sicher betreiben kann, wenn man sie (zusammen mit den Menschen) sicher genug macht: mittels robuster Technik, umfassender Organisation und hoher Qualität der Mitarbeiter. Er führte vor, warum die Kernschmelzunfälle von Three Mile Island (1979), von Tschernobyl (1986) und von Fukushima  (2011) hätten vermieden werden können: In allen drei Fällen sind die Absicherungen nicht hinreichend gewesen.

Strom aus Kernkraft kein technisches, sondern ein emotionales Problem

Ebenfalls keinen Ritt gegen die Nutzung von Kernkraft in der Stromerzeugung unternahm der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz Wolfram König, ohne dabei ihre Gefährlichkeit zu verharmlosen. „Nehmen Sie die gesundheitlichen Gefahren ernst“, warnte er. König sprach über die Entsorgung abgebrannten Nuklearmaterials in Europa und Deutschland. Diese sei weniger ein technisches, sondern („Wie stehst Du zur Kernkraft?“) ein emotionales Problem. Wenn es nicht gelinge, die Bevölkerung zu überzeugen, gelinge die Lösung zum Entsorgen nicht. Das Vertrauen könne man nur durch Transparenz, Offenheit und gesellschaftliche Beteiligung wiederherstellen.

Das Problem der Endlagerung radioaktiven Abfalls

König beschrieb, wie Konzepte zur Endlagerung erfolgreich sein können. Er gab dazu einen internationalen Überblick. Deutschland müsse jedoch die Endlagerung für sich selbst lösen, international hält König das nicht für möglich. Endlagerungsfähig seien die Gesteinsformationen Steinsalz, Ton/Tonstein und Kristallin. In Deutschland sind die beiden ersten Formationen vorhanden. In einer Prognose, was in Deutschland an Nuklearabfall bis 2040 zu entsorgen ist, machte König klar, dass gut 90 Prozent der bis dahin rund 309 000 Kubikmeter Abfälle eine Wärme entwickeln, die zu vernachlässigen sei, und wesentliche Wärme nur gut 9 Prozent (die abgebrannten Brennelemente) entwickeln. Die bei weitem größte Abfallmenge sei also nur schwachradioaktiv, starkradioaktiv die kleinste Abfallmenge.

Die Gefahr von Netzzusammenbruch und Stromausfall

Dass acht deutsche Kernkraftwerke sofort abgeschaltet worden sind und damit 7 (von insgesamt 82) Gigawatt der Strom-Erzeugungskapazität quasi über Nacht fehlten, kritisierte der promovierte Elektro- und Energietechniker Gerhard Weissmüller, auch Honorarprofessor des Karlsruher Instituts für Technologie. Die Stromnetzführung komme durch die abrupte Abschaltung „häufiger in Grenzbereiche“, womit er die große Gefahr von Stromausfällen meint. Dem pflichtete später auch Christian Hewicker von der KEMA Consulting GmbH bei: „Das größte Risiko ist, dass wir mit dem Netzausbau schritthalten. “

Kritik an den unwirtschaftlichen Schritten der Energiewende

Weissmüller sprach als Geschäftsführer der von ihm gegründeten DEEnO-Energie AG in Speyer. Die Abkürzung steht für „Dezentrale Energie-Erzeugung, Netze und Optimierung“. Er erhofft sich von der Energiewende einen – wie sein Vortragsthema lautete – Mega-Impuls für die zukünftige Entwicklung der Stadtwerke. Aber bisher sei sie dieser Impuls nicht. Was die deutsche Politik als Ziel anstrebe, habe er zwar verstanden, aber die Wege dahin zieht er in Zweifel. „Jeder Schritt, den wir jetzt tun, muss wirtschaftlich sein. “ Das ist für ihn nicht der Fall. Wohl sei die Wende eingeleitet, „aber wir sind noch nicht durch den Wind“.

Ein Modell zur Optimierung lokaler Energieversorgung durch Stadtwerke

Doch sieht Weissmüller große Vorteile der Energiewende und sagte: „Schrittweise ist sie bis 2050 hinzukriegen. “ Ihm geht es darum, die  Energieversorgungssysteme energetisch, ökonomisch und ökologisch zu optimieren. Er will Strukturen einer dezentralen Energieversorgung aufbauen und die „Erneuerbaren Energien“ sowie die Kraft-Wärme-Kopplung darin einbeziehen. Weissmüller stellte sein Modell einer Optimierung der lokalen Energieversorgung (durch Stadtwerke) und der Netze vor.   Bis Ende 2011 ist er Technischer Vorstand der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) gewesen, und seit 2006 ist auch Vorstandssprecher der Deutschen Sektion im Europäischen Verband der unabhängigen Netzbetreiber (GEODE).

Eingriffe gegen Netzstörung stark gestiegen

Die Sorgen um Netzzusammenbrüche teilt auch Lex Hartman von der Geschäftsführung der Tennet TSO GmbH, die eines der vier großen deutschen Stromnetze betreibt. An Stromkapazität sei in Deutschland als Folge der „Erneuerbaren Energien“ mehr vorhanden als an Stromhöchstbedarf. Um Störungen im Netz zu verhindern, seien Eingriffe  früher dreimal im Jahr nötig gewesen, heute dreimal am Tag. Wegen der „Erneuerbaren“ seien 4500 Kilometer neue Überlandleitungen nötig. „Wenn wir die Energiewende wollen, brauchen wir die. Aber wie kriegen wir die Akzeptanz hin, nicht nur bei den Bürgern, auch bei Politikern?“ Tennet hat Ärger, weil das Unternehmen es finanziell und zeitlich nicht schnell genug schafft, den Windkraftstrom aus der Nordsee in den Süden zu leiten.

Beteiligung an der Planung für die Bürger viel zu kompliziert

Erschlagen fühlten sich die Forumsteilnehmer von den akribischen, langatmigen und ermüdenden Ausführungen über das neue Planungs- und Zulassungsrecht beim Ausbau der Stromnetze. Es ging um so kurzweilige Dinge wie Bundesbedarfsplanung, Nebenentwicklungsplan, Bundesfachplanung und Planfeststellung mit überaus zahlreichen Einzelheiten. Ministerialrat Christof Sangenstedt vom Bundesumweltministerium trug sie vor und beschrieb die neuen Planungsinstrumente und neuen Gesetze. Dabei hob er die umfassend und rechtzeitige Bürgerbeteiligung hervor, musste aber einräumen, dass dies für die Bürger technisch und juristisch viel zu kompliziert und unverstehbar ist. Aber das sei auch nicht das Ziel der Beteiligung. Es gehe vor allem darum, mehr Offenheit zu vermitteln, Akzeptanz herzustellen, zu überzeugen, dass ein faires Verfahren stattfinde, das man sich mit den Argumenten  auseinandergesetzt habe und dann ein vertretbares Ergebnis herausgekommen sei.

Kritik der Nachbarländer an Deutschlands Alleingang

Dass die deutschen Nachbarstaaten über den „teutonischen Furor“ der Energiewende alles andere als glücklich sind, führte Christian Hewicker vor. Dort sehe man die Auswirkungen der deutschen Wende auf sie selbst sehr kritisch. Bemängelt würden die rasche Umsetzung und der weitgehend unkoordinierte Ausbau der „Erneuerbaren Energien“. Es sei kein unerhebliches Risiko, dass „Gegenmaßnahmen“ der Nachbarn auch negative Auswirkungen auf den deutschen Strommarkt haben würden. Die nationale Energiepolitik der anderen EU-Staaten werde durch sehr unterschiedliche Prioritäten in den einzelnen Ländern bestimmt. Vorrang habe die nationale Versorgungssicherheit. Der Ausbau der „Erneuerbaren“ finde nur begrenzte Unterstützung. Die Kernenergie werde vor allem als sichere und kostengünstige Energiequelle wahrgenommen. In vielen EU-Ländern stelle sie eine akzeptierte und sogar gewünschte Option dar. Aber ohne Staatsgarantien würden neue Projekte nicht realisiert.

Schwärmen von Strom aus der Wüste und von „Schwarmstrom“

Michael Düren, Professor am Physikalischen Institut der Universität Gießen, begeisterte sich für Sonnenstrom aus der Wüste (Desertec). Ralph Kampwirth von der Lichtblick AG schwärmte vor vom Energiekonzept seines Unternehmens der „ZuhauseKraftwerke“ und des „Schwarmstroms“: Die mit dem Kleinkraftwerk erzeugte Wärme dürfen die Haushalte behalten, den Strom führen sie an die „Schwarmzentrale“ des Unternehmens ab.

Wortgeklingel vom Präsidenten des Bundeskartellamtes

Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes, redete zwar vom Wettbewerb, trat  aber beim Thema des Forums wenig kraftvoll für ihn ein. Er fand nur zu Äußerungen wie diese: „Was die Bundesregierung macht, geht ja alles in die richtige Richtung, aber nicht in die marktwirtschaftliche. “ Oder: „Wir können wegkommen aus dem regulativen Bereich, aus der regulativen Politik. Anders als durch Markt und Wettbewerb werden wir das nicht hinbekommen. “  Aber das Wie blieb dünn. Oder: „Die Energiewende ist eine scharfe Kurve, aber ich glaube, dass der Staat die Aufgabe hat, dies zu orchestrieren. “ Wortgeklingel, keine richtungweisende, entschiedene Vorstellung eines ordnungspolitischen Konzepts für diese zwangsstaatlichen Eingriffe, genannt Energiewende – eine große herbe Enttäuschung. Statt seiner hätte man sich Wolfgang Kartte selig hier gewünscht, den ersten Präsidenten dieses Amtes.

Der Naturschutz gerät bei der Energiewende unter die Räder

Die Präsidenten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, gab zwar vor, für den Naturschutz zu sprechen („Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht zu Lasten der biologischen Vielfalt gehen“), aber gab ihn eloquent und erfinderisch nahezu auf, selbst wenn die Maßnahmen der Energiewende mit ihm sogar unübersehbar kollidierten. Zum Bau von Windkraftanlagen, der jetzt immer mehr auch in die Wälder einfällt, sagte sie: „Wir wollen auch dort Angebotsflächen bieten, nicht nur eine restriktive Haltung unseres Amtes, hier haben wir schon eine gute Steuerung. “ Ihr Credo zum Schluss: „Wir sind in der Pflicht, in Sachen Energiewende zu Potte zu kommen. “ Vorrang also dafür, aber nur den Nachrang für den Naturschutz. Und geradezu grotesk: „Der Ausbau der ‚Erneuerbaren’ ist aus Klimaschutz-, Nachhaltigkeits- und Naturschutzgründen notwendig und wird vom BfN befürwortet. “ In diesem Amt ist der Naturschutz bei der Energiewende schlecht aufgehoben und gerät unter die Räder.
Dr. Klaus Peter Krause; zuerst erschienen in „Freie Welt“
Weiterführende links zu den Themen Erneuerbare & Blackout
Ein klarer Fall von Realitätsverweigerung des CDU Abgeordneten Dr. Peter Tauber vom Main-Kinzig Kreis (mit Dank an Spürnase Frank Bohne)

Entwicklung der Solarenergie in Deutschland eine Erfolgsgeschichte

oder

Stromnetz geht plötzlich auf Alarmstufe „gelb“

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article106143921/Stromnetz-geht-ploetzlich-auf-Alarmstufe-gelb.html

Engpässe im Gasnetz erhöhen Blackout-Gefahr

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/0,2828,823007,00.html




Teil 1: IV Internationale Klima & Energiekonferenz (4. IKEK) in München: Vortragsvideos

Vom Umgang mit der Wahrheit bei Forschern und Projektentwicklern
Den Auftakt bildete Frau Dona Laframbose, die die vermeintlichen weltweit besten Experten des IPCC untersuchte und Ihre Ergebnisse vortrug.
IPCC – Warum fast nichts, was Sie über das IPCC wissen, wahr ist
Donna Laframboise 


 Die kanadische Enthüllungsjournalistin Donna Lafromboise Autorin des Buches "The delinquent Teenager" (Der kriminelle Teenager) über die Qualifikation vieler der vermeintlich Weltbesten Klimawissenschaftler des IPCC (Durch den Schaltknopf cc auf dem Youtube Video kann man – wenn auch bei weitem nicht perfekt- eine Lautumschreibung in der gewünschten Sprache als Untertitel wählen) 

Spuren verwischen: Der “Weltklimarat” IPCC und sein Verständnis von Transparenz
Dr. Christopher C. Horner
Center for Energy and Environment – Competitive Enterprise Institute, Washington, DC 

Green Economy: Die neuesten Formen des Vetternwirtschafts-Kapitalismus
Dr. Christopher C. Horner

Center for Energy and Environment – Competitive Enterprise Institute, Washington, DC 

Climategate – Die Geschichte einer Vertuschung

Andrew Montfort

Klimawandel zwischen Modellen, Statistik und Ersatzreligion
Prof. Dr. Werner Kirstein
Institut für Geographie, Universität Leipzig 


 5. Klimapolitik – eine Gefahr für die Freiheit Prof. Dr. Gerd Habermann
Universität Potsdam, Hayek Society Germany

 Die weiteren Vorträge werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.