Neue Studie: Wasserdampf-Rückkopplung ist stark negativ

Beweise für eine negative Wasserdampf-Rückkopplung
Clive Best

Abstract: Es wird gezeigt, dass eine positive lineare Klima-Rückkopplung für kombinierte Wasserdampfeffekte mit dem Schwache-Sonne-Paradoxon unvereinbar ist. Im Besonderen führen Rückkopplungswerte von ~2,0 W/m²K, wie sie die gegenwärtigem GCMs annehmen, zu nichtphysikalischen Ergebnissen hinsichtlich der Solarstrahlung vor einer Milliarde Jahren. Ein einfaches Modell wird beschrieben, wonach erdähnliche Planeten mit großen Oberflächen flüssigen Wassers bei kleinen Änderungen der einfallenden Sonnenstrahlung die Temperatur selbst regulieren können. Das Modell nimmt an, dass sich reflektierende Wolken ausbreiten, während der Treibhauseffekt mit der heller werdenden Sonne abnimmt. Die Gesamtwasserdampf-Rückkopplung* des Modells ist stark negativ. Direkte Beweise für die negative Wasserdampf-Rückkopplung finden sich in den Stationsdaten von CRUTEM4, indem man die Temperaturanomalien in ariden Regionen (Wüsten und Polargebiete) mit jenen in feuchten Regionen (hauptsächlich in den Tropen) vergleicht. Alle 5600 Stationen wurden nach der Köppen-Geiger-Klimatologie (9) eingeordnet. Zwei separate Temperaturreihen von 1900 bis 2011 wurden für jedes Gebiet berechnet. Es ergab sich eine klare Differenz der Temperaturanomalien. Unter der Annahme, dass die Ursache der Differenz im atmosphärischen Wasserdampfgehalt zu suchen ist, kann ein Rückkopplungswert von -1,5 ±0,8 W/m²K abgeleitet werden.
[*Der Autor spricht immer von „Water feedback“. Eigentlich kann aber nur Wasserdampf  gemeint sein. A. d. Übers.]
EINFÜHRUNG
Das Schwache-Sonne-Paradoxon wurde zum ersten Mal von Carl Sagan (1) eingeführt, der darauf hingewiesen hatte, dass geologische Beweise für die Existenz flüssiger Ozeane auf der Erde vor 4 Milliarden Jahren nicht kompatibel mit einem solaren Output sind, das verglichen mit heute um 30% niedriger lag. Die Sonne ist ein Hauptstern, von deren Output bekannt ist, dass er mit der Zeit langsam zunimmt. Die Gesamtveränderung der Solarstrahlung während dieser langen Zeit ergibt sich zu riesigen rund 87 W/m². Es wurde gesagt, dass ein verstärkter Treibhauseffekt aufgrund sehr hoher CO2- und/oder CH4-Konzentrationen dieses Paradoxon auflösen kann (2). Allerdings stützen kürzliche geologische Beweise nicht die Verantwortung des CO2 dafür, sondern stattdessen führt eine größere Wasseroberfläche den Autoren zufolge zu einer niedrigeren Albedo als wahrscheinliche Lösung (3). Andere haben vorgeschlagen, dass hohe Zirruswolken die Erde effektiv erwärmt haben (4). Obwohl die Atmosphäre vor Beginn der Photosynthese ganz anders ausgesehen haben muss, setzt die Existenz großer flüssiger Ozeane immer noch voraus, dass Wolken und Wasserdampf eine ähnliche Rolle bei der Energiebilanz der Erde gespielt haben müssen wie heute.
Der Beweis besteht darin, dass sich die globale Temperatur während der Erdgeschichte nur ziemlich wenig verändert hat. Daher scheint es wahrscheinlich, dass die Rückkopplungen im Frühstadium der Erde negativ waren, um einen Runaway-Effekt der Aufheizung der Erdoberfläche im Zuge der heller werdenden Sonne zu vermeiden. Die fortgesetzte Bedeckung der Erde mit Wasser – etwa 70% – hat offensichtlich die globale Temperatur stabilisiert. Ein einfaches Modell, wie das vonstatten gegangen sein könnte, wird als Nächstes beschrieben, analog zu einem Vorschlag* von James Lovelock zur Rechtfertigung der Gaia-Theorie (7).
[*„Daisy World“ lautet dieser Vorschlag. Ich habe keine Ahnung, was damit gemeint sein könnte. A. d. Übers.]
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CRUTEM4-ANALYSE
Die Wasserdampf-Rückkopplung im gegenwärtigen Klima wurde durch Vergleiche zwischen Gebieten mit sehr geringem Wasserdampfgehalt (Wüsten und Polargebiete) mit Gebieten mit sehr hohem Wasserdampfgehalt (tropische Feuchtgebiete) ermittelt. Die jüngsten CRUTEM4-Daten (8) mit 5500 individuellen Stationen auf den Landgebieten der Erde wurden untersucht. Jede Station wurde klassifiziert, indem man sie in Abhängigkeit von ihrer Lage mit der Köppen-Geiger-Klimaklassifikation (9) indizierte.
„Aride” Stationen sind definiert als solche mit Niederschlagswerten ‚W’ oder mit dem Klima ‚E’ in (9). Diese befinden sich entweder in Wüsten oder in Polargebieten mit dem niedrigsten atmosphärischen Wasserdampfgehalt der Erde. „Nasse“ Stationen liegen definitionsgemäß in durch und durch humiden tropischen Gebieten – Klima ‚A’ und Niederschlag ‚f’ (9). Sie liegen in tropischen Regenwäldern oder in das ganze Jahr über feuchten Klimazonen, die den höchsten Wasserdampfgehalt weltweit aufweisen (10). Globale Anomalien wurden sowohl für aride und nasse Stationen unabhängig voneinander berechnet, und zwar mit dem gleichen Algorithmus wie für CRUTEM4. Die Ergebnisse zeigt die Abbildung:

Abbildung 4 (vergrößert): Temperaturanomalien für aride (trockene) Stationen in rot und nasse Stationen in blau. Die geglätteten Kurven wurden nach der FFT-Methode geglättet. Die schwarze gestrichelte Linie zeigt geglättet die gesamten globalen CRUTEM4-Anomalien.
Es zeigt sich ein klarer Trend in den Daten, dass sich nämlich aride Stationen schneller erwärmen und abkühlen als nasse Stationen. Sie reagieren stärker auf externe Antriebe. Die nassen humiden Stationen reagieren weniger sowohl im Vergleich mit ariden als auch mit dem gesamten globalen Mittel.
Dies ist mit den Werten kompatibel, die man braucht, um das Schwache-Sonne-Paradoxon aufzulösen. Wie von Lindzen (11) und anderen schon erwähnt, wird vieles der Erdwärme durch Verdunstung und Konvektion in die obere Atmosphäre [= Troposphäre] transportiert, wo die Undurchlässigkeit für IR gering ist, und danach ins Weltall abgestrahlt. Daher hängen Effekte der Wasserdampf-Rückkopplung zumeist vom Wasserdampfgehalt in der oberen Atmosphäre ab. Dies ist ein möglicher Mechanismus für negative Rückkopplung in den Tropen. Solche Effekte würden in ariden Gebieten weitgehend fehlen, in denen es keine lokalen Quellen der Verdunstung gibt.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Das Schwache-Sonne-Paradoxon schließt effektiv konstante positive Klimarückkopplungen durch Wasserdampf aus. Die Beweise stützen die Hypothese, dass die Ozeane der Erde den Temperaturverlauf der letzten 4 Milliarden Jahre stabilisiert haben. Hier wird vorgeschlagen, dass die Gesamtauswirkung einer Oberfläche, die zu 70% mit Wasser bedeckt ist, die Selbstregulierung des Erdklimas ist. Ein einfaches Modell, die diesen Zusammenhang zeigt, wurde beschrieben. Dieses Modell führt zu einem Temperaturanstieg von lediglich 5 Grad während 4 Milliarden Jahren. Dies führt zu den Werten der vorhergesagten negativen Rückkopplungen durch Wasserdampf von etwa -2 W/m²C. Direkte Beweise dafür, dass die Reaktionen der Temperatur in ariden und humiden Gebieten unterschiedlich sind, wurden in den CRUTEM4-Daten identifiziert. Unter der Annahme, dass diese Unterschiede ausschließlich wegen des atmosphärischen Wasserdampfes auftreten, ergibt sich eine gemessene negative Rückkopplung für Wasserdampf mit 1,5 ±0,8 W/m²C. Dies stimmt mit dem überein, was man zur Erklärung des Schwache-Sonne-Paradoxons braucht.
Clive Best, Hockey Schtick
REFERENCES
1. Sagan, C.; Mullen, G. (1972). “Earth and Mars: Evolution of Atmospheres and Surface Temperatures”. Science 177 (4043): 52–56. 1972
2. Pavlov, Alexander A.; Kasting, James F.; Brown, Lisa L.; Rages, Kathy A.; Freedman, Richard (May 2000). “Greenhouse warming by CH4 in the atmosphere of early Earth”. Journal of Geophysical Research 105
3. Hsien-Wang Ou, Possible Bounds on the Earth’s Surface Temperature, Journal of Climate, Vol 14, 2976, 2000.
4. Roberto Rondanelli and Richard Lindzen (2010) Can thin cirrus clouds in the tropics provide a solution to the faint young Sun paradox, Journal Geophys Research Vol 115, D02108
5.  Myhre et al, New estimates of radiative forcing due to well mixed greenhouse gases, Geophysical Research Letters (1998)
6. S. Bony et al. How well do we understand and evaluate Climate Change Feedback Processes, Journal of Climate, Vol 19, P. 3445, 2006
7. Lovelock, J. E. (1983b), Daisy world—A cybernetic proof of the Gaia hypothesis, CoEvol. Q., Summer, 66 – 72
8. Jones, P.D., Lister, D.H., Osborn, T.J., Harpham, C., Salmon, M. and Morice, C. 2012:  Hemispheric and large-scale land-surface air temperature variations: An extensive revision and an update to 2012.  J. Geophys. Res. 117, D05127
9.  Rubel, F., and M. Kottek, 2010: Observed and projected climate shifts 1901-2100 depicted by world maps of the Köppen-Geiger climate classification. Meteorol. Z., 19, 135-141
10. H. Schrijver, A. M. S. Gloudemans, C. Frankenberg, and I. Aben, Water vapour total columns from SCIAMACHY spectra in the 2.36µm window, Atmos. Meas. Tech., 2, 561–571, 2009
11. Richard Lindzen, Some uncertainties with respect to water vapor’s role in climate sensitivity. Proceedings NASA workshop on the role of Water Vapor in Climate Processes, 1990.
Nachtrag: Obige Studie wurde an das Journal Geophysics Research Letters am 25. April eingereicht. Der Herausgeber lehnte sie später ab mit der Begründung, dass „die Arbeit anscheinend nur einen kleinen Schritt zu unserem Verstehen eines Problems beiträgt, dass bereits in der begutachteten Literatur ausführlich behandelt worden ist, und die präsentierten Ergebnisse liegen jenseits dessen, was durch Forschungsmethoden und Ergebnisse unterstützt wird“. Wir fordern Sie auf, für sich selbst zu entscheiden, ob das stimmt oder nicht.
Link: http://icecap.us/index.php/go/political-climate vom 25. Mai 2012
Übersetzt von Chris Frey EIKE




WWF will Zensur; Buchhändler nehmen „Schwarzbuch WWF“ aus dem Sortiment!

"Mit ungewöhnlicher Schärfe geht die Naturschutzstiftung WWF Deutschland gegen ein Buch vor, das sich kritisch mit dem „World Wildlife Fund“ auseinandersetzt. In seinem Auftrag hat eine Anwaltskanzlei bei großen Buchhändlern wie Amazon oder Libri interveniert und Unterlassungsansprüche geltend gemacht. Zahlreiche Buchhändler haben daraufhin das „Schwarzbuch WWF“ des Journalisten Wilfried Huismann aus ihrem Programm genommen, obwohl der WWF vor Gericht bislang keine einstweilige Verfügung gegen den Titel erreichen konnte. Das Landgericht Köln will erst nach einer mündlichen Verhandlung am 15. Juni darüber entscheiden. Somit bleibt das Buch vorerst erlaubt und ist dennoch praktisch vom Markt verschwunden. Über den Verlag kann es noch bezogen werden." Lesen Sie den ganzen Artikel hier

Der Inhalt des Buches:  Wenn der Naturschutz auf der Strecke bleibt – Greenwashing, Vetternwirtschaft und Co.

"Es ist leichter, in die Geheimnisse der CIA einzudringen, als in die des WWF"  ( Raymond Bonner, New York Times)   

Die Welt bringt in ihrer Ausgabe vom 2.6.12 ebenfalls eine ausführliche Besprechung des Buches von Wilfried Huismanns. Unter der Überschrift

Die Macht hinter dem Panda

Nachhaltig beschädigt: Wilfried Huismanns Reportagen über den WWF bringen Licht in die dunklen Machenschaften der hoch angesehen Naturschutzorganisation schreibt  Marion Lühe
Laut Marktforschung zählt der Panda des WWF zu den glaubwürdigsten Markenzeichen der Welt. Kein Wunder, dass Firmen wie Coca-Cola, Unilever und Shell sich darum reißen, ihre Produkte mit dem sympathischen Wappentierchen zu schmücken. Dafür verpflichten sie sich nicht nur, "nachhaltig" und ressourcenschonend zu produzieren, sondern zahlen dem WWF auch hohe Summen. Die weltgrößte Naturschutzorganisation mit Hauptsitz in Genf und einem jährlichen Spendenaufkommen von 500 Millionen Euro betont immer wieder Sinn und Zweck einer solch engen Kooperation mit führenden Industrieunternehmen: "Man kann die Welt nicht mit Nein-Sagen verändern." Ihr Projekt "Green Economy" verspricht vollmundig mehr Wachstum und Konsum bei gleichzeitigem Erhalt der natürlichen Ressourcen…

Lesen Sie den ganzen Artikel hier
Die Website des Autors erreichen Sie hier: Dort finden Sie auch Bezugsquellen.
Passend dazu unser Bericht vom 5.11.2011

Geld stinkt nicht: WWF lässt sich von Coca Cola 2 Mio $ anweisen.

Wie immer misst die grüne Ökolobby mit zweierlei Maß. Während sich die grünen Lobbyisten medial über alle Kanäle hinweg heftig darüber erregen, dass die vermeintliche böse Öllobby Institutionen wie EIKE und andere Geld zukommen lässt, allerdings ohne auch nur den Hauch eines Beweises dafür vorzulegen, wird freudig hingenommen, dass sich das Aushängeschild der weltweiten Ökologiebewegung WWF (World Wide Fund for Nature) ungerührt von Coca Cola mal so eben 2 Millionen Dollar zuschieben lässt. Natürlich für einen vermeintlich guten Zweck: Die Rettung der Eisbären vor dem anthropogenen Klimawandel!

hier




Vom Menschen verursachter Anstieg des Meeresspiegels ist Folge künstlicher globaler Anpassungen

Schon die erste Graphik in Frank Lansners Gastbeitrag hat mich überrascht. Worüber ich wirklich erstaunt war: die erste Aufzeichnung des Meeresspiegels durch den Satelliten Poseidon-Topex zeigte von 1993 bis 2001 fast keinen Anstieg. Sicher nicht, dachte ich. Ich fragte den Meeresspiegelexperten Nils-Axel Mörner, und er bestätigte mir: „Ja, genauso schlimm ist es!“ Also, da auch der Satellit Envisat (der europäische Satellit) von 2003 bis 2011 keinen Anstieg zeigte (bis er angepasst wurde), bedeutet das, dass die Rohdaten der Satelliten seit 20 Jahren nur einen sehr geringen Anstieg zeigen.
Wir dachten, dass die Satelliten uns endlich eine definitive Antwort zum Meeresspiegel geben. Stattdessen scheinen die Satelliten den Anstiegstrend systematisch zu unterschätzen, genau wie Tidenmessungen und jedes andere, den Menschen zur Verfügung stehendes Verfahren. Und obwohl die Lichtgeschwindigkeit ziemlich hoch ist, kann es Jahre dauern, bis die Daten schließlich ankommen. Manchmal „entdecken“ die Wissenschaftler erst nach 4 oder 5 (oder 10 Jahren), dass sie falsch waren.
Natürlich kann es für all diese Anpassungen sehr gute Gründe geben, und sie können uns Ergebnisse liefern, die näher bei der Wahrheit liegen. Aber die Anpassungen bringen die Daten immer näher an den modellierten Trend. Sie sind entschieden gezielt. Entweder gibt es irgendwo einen Gott, der glaubt, dass das Ärgern von Klimawissenschaftlern schick ist, oder es geht etwas Verdächtiges vor, und einige Journalisten müssten einige bohrende Fragen stellen. Steigt der Meeresspiegel nun aufgrund der globalen Erwärmung oder aufgrund globaler Anpassungen?
Jo Nova
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Gastbeitrag von Frank Lansner
Herausgegeben von Jo Nova
Meeresspiegel – die Daten werden immer nach oben korrigiert
Die Rohdaten zum Meeresspiegel werden immer „nach oben“ korrigiert. 

Abbildung 1: Die Daten der letzten Jahre wurden signifikanten Änderungen unterzogen. Bei Mörner (2004) werden die Satelliten-Rohdaten mit der Originalneigung gezeigt (die graue Linie mit Punkten mit der Bezeichnung “Topex/Poseidon as of 2001” oben).
Die Daten stammen aus einem begutachteten Artikel von Mörner aus dem Jahr 2004. Es scheint so, als ob Mörner einfach die Daten zum Meeresspiegel gezeigt hat, wie sie damals bekannt waren. Außerdem scheinen auch die Daten von Holgate aus den Jahren 2006 und 2007 nach 1994 einen ähnlich flachen Trend zu zeigen.
Der flache Graph von Holgate zum Meeresspiegel endet im Jahr 2004 – als Envisat mit einem anderen, ebenfalls einen flachen Trend zeigenden Datensatz begann. Die Envisat-Daten sind gestrichelt, so dass sie sich in den Jahren von 2004 bis 2006 mit den Satellitendaten überlappen. (Aber sie können an die Original-Rohdaten von Topex/Poseidon abgeglichen worden sein, so dass Envisat dort weitermacht, wo Holgate 2007 aufhört).

Abbildung 2: Der originale rote Graph stammt aus dem IPCC-AR4-Datensatz (Church und White 2006). Andere Datensätze des Meeresspiegelanstiegs sind hinzugefügt worden, um die Trends zu zeigen, wie sie zum Zeitpunkt ihrer Erstveröffentlichung im jeweiligen Jahr ausgesehen haben.
Anscheinend ist um die Jahre 2004 oder 2005 etwas mit den Meeresspiegeldaten von den Satelliten passiert, weil Mörner 2005 darauf hingewiesen hat, dass die Satellitendaten signifikant verändert worden waren. Die Trends sehen anders aus als vor dem Jahr 2004.

Abbildung 3: Der Meeresspiegel zeigt einen Trend aufwärts. Die Änderungen des Meeresspiegels im Maßstab eines Jahrhunderts hatten 2006 und 2007 immer noch ein Problem: die Daten des Meeresspiegels stützten das Argument der globalen Erwärmung nach wie vor nicht.
Selbst die Ergebnisse von Jevrejeva (2006) sind für die Theorie der anthropogenen globalen Erwärmung ein Problem. Der jährliche Anstieg des Meeresspiegels in den neunziger Jahren war ähnlich dem jährlichen Anstieg in den vierziger Jahren. Dies würde auf den gleichen globalen Temperaturtrend während dieser beiden Perioden hinweisen. Das unterstützt nicht den Alarmismus hinsichtlich der globalen Erwärmung.
Schließlich erzeugten Vermeer und Rahmstorf im Jahr 2009 einen Datensatz zum Meeresspiegelanstieg, der tatsächlich annimmt, dass der jährliche Anstieg des Meeresspiegels in den neunziger Jahren schneller erfolgt ist als in den vierziger Jahren, dass also die Erwärmung jetzt schneller zunimmt als damals. Dies war das erste Mal, dass ein Datensatz zum Meeresspiegelanstieg aufgetaucht war, der das Argument der globalen Erwärmung wirklich stützte.
Inzwischen kommen weitere Daten von Envisat zum Meeresspiegel, und es scheint, als hätten die neuen Mitarbeiter an dem Projekt keine Ahnung, wie sie an die globale Erwärmung angepasste Daten erzeugen können:

Abbildung 4: Der europäische Satellit brauchte ebenfalls eine aufwärts gerichtete „Korrektur“. Wie immer gibt es eine Art von Adjustierung, die die Daten ein wenig mehr in Richtung globale Erwärmung verschiebt, aber immer noch zeigt die adjustierte Version einen kleinen Anstieg von etwa 6 bis 7 cm pro Jahrhundert… (die nicht adjustierten Daten zeigen einen solchen von 3 cm pro Jahrhundert).
Europäische Satelliten brauchen ebenfalls aufwärts gerichtete Korrekturen

Abbildung 5: Der von Envisat aufgezeichnete Meeresspiegel wurde Anfang 2012 dramnatisch korrigiert. Hier sieht man die europäischen Envisat-Daten vor (Schwarz) und nach (rot) der Korrektur.
Nach dem Ende der Envisat-Messungen wurde die gesamte Reihe dramatisch verändert. Zusätzlich wird jetzt die gesamte Länge der Aufzeichnungen mit Beginn im Jahr 2002 gezeigt. Es scheint, als zeigten die Envisat-Daten von 2002 bis 2004 ein Fallen des Meeresspiegels, aber dieser Rückgang zeigte sich bis jetzt nicht, wenn der neue stärkere Anstieg des Meeresspiegels das Bild dominiert.
Zusatz von Jo Nova: Die Rechtfertigungen für diese aufwärts gerichteten Korrekturen strapazieren die Gutgläubigkeit. Eine der Anpassungen zum Meeresspiegel, die den Trend zunehmen lässt, ist eine „Korrektur“ des sich hebenden Landes (global) – ernsthaft: 10% des aufgezeichneten Meeresspiegelanstiegs sind eine Kompensation dafür, dass sich das Land ebenfalls hebt. Wie auch immer, selbst wenn der Meeresspiegel immer noch steigt (kann sein), dann hat das schon lange angefangen, bevor wir Kohle zur Stromerzeugung verbrannt haben; siehe It wasn’t CO2: Global sea levels started rising before 1800. Und im Falle von Australien: Australian sea level rises exaggerated by 8 fold (or maybe ten).
REFERENCES
Gornitz V, Lebedeff S. 1987. Global sea-level changes during the past century. In Sea-level Fluctuation and Coastal Evolution, Nummedal D, Pilkey OH, Howard JD (eds). The Society for Sedimentary Geology: Tulsa, Oklahoma; 316, (SEPM Special Publication No.41).(1987) [Data]
IPCC Assessment Report 4, Working Group I, Chapter 9. [pdf]
http://ruby.fgcu.edu/courses/twimberley/EnviroPhilo/PastRecords.pdf
Stoddart, D.R. and  Reed, D.J. (1990) Sea-level rise as a global geomorphic issue, Progress in Physical Geography December 1990 14: 441-445, doi:10.1177/030913339001400401  [PDF]
Mörner. N.A.  Estimating future sea level changes from past records, Global and Planetary Change 40 (2004) 49–54  doi:10.1016/S0921-8181(03)00097-3 [PDF]
Holgate 2006 (poster version): [PDF]
Holgate, S.J. 2007. On the decadal rates of sea level change during the twentieth century. Geophysical Research Letters 34: 10.1029/2006GL028492 GRL: [PDF]
Mörner N.A.: Memorandum by Professor Nils-Axel Mörner, Head of Paleogeophysics & Geodynamics, Stockholm University, Sweden President, (1999-2003) of the INQUA Commission on Sea Level Changes and Coastal Evolution, Leader of the Maldives Sea Level Project http://www.publications.parliament.uk/pa/ld200506/ldselect/ldeconaf/12/12we18.htm
Jevrejeva, S., Grinsted, A., Moore, J. C., and Holgate, S. (2006) Nonlinear trends and multiyear cycles in sea level records, J. Geophys. Res., 111, C09012, doi:10.1029/2005JC003229. [Source] [PDF]
Church, J.A. and White, N.J. 2006. A 20th-century acceleration in global sea-level rise. Geophysical Research Letters 33: 10.1029/2005GL024826. [eea.europa.eu]
Vermeer, M., and S. Rahmstorf, 2009. Global sea level linked to global temperature. Proceedings of the National Academy of Sciences. 106:6. PNAS (PDF)
Steven Goddard on Envisat:[real-science.com]
Watts/Goddard on Envisat: [WattsUpWithThat-April-2012]
 Frank Lansner writes HideTheDecline, from Denmark.
Link: http://joannenova.com.au/2012/05/man-made-sea-level-rises-are-due-to-global-adjustments/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




BDL Präsident Siegloch: Die Luftverkehrssteuer muss abgeschafft werden

Seit dem 1. Januar 2011 müssen Fluggesellschaften eine Steuer für Passagiere entrichten, die ihren Flug auf deutschen Flughäfen beginnen. Der deutsche Gesetzgeber belastet mit der LuftVSt willkürlich Mobilität und schadet somit dem Standort Deutschland. Die Luftverkehrswirtschaft, die ohnehin ihre Infrastruktur‐ und Betriebskosten selbst trägt, wird seitdem doppelt zur Kasse gebeten. Den Fluggesellschaften werden somit wichtige Finanzressourcen entzogen, die sonst für weitere Investitionen in leiseres und effizienteres – d.h. Kerosin sparendes – Fluggerät zur Verfügung stünden. Der nationale Alleingang bei der Luftverkehrsteuer führt überdies zu vielfältigen Wettbewerbsverzerrungen, die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft nachhaltig schwächen.
Lesen Sie die ganze PM des BDL dazu hier
Ganz auf Parteilinie sind natürlich die üblichen Verhinderer jeglicher modernen Mobilität – mit Ausnahme der eigenen, versteht sich – und Befürworter einer Gartenlaubenwirtschaft frei nach Hedwig Courts-Mahler. Lesen Sie was sich die "Klimaretter" dazu ausgedacht haben.
Aber wir greifen die bestechende BDL-Logik gern auf.
Erstens bedeutet sie: Die Bundesregierung hat offenbar ein Lenkungsinstrument entwickelt, das fünf Millionen Menschen auf klimafreundlichere Verkehrsmittel umgeleitet hat – wir gratulieren!
Zweitens funktioniert es leider nicht so gut, dass es den klimaschädlichen Wahnsinn am Himmel vom weiteren Wachsen abhält. Es flogen ja trotz Steuer fast zehn Millionen mehr Passagiere als 2010, die Flugbranche hätte sogar gern 15 Millionen mehr gehabt. Die Luftverkehrssteuer muss also
drittens deutlich erhöht werden, um noch besser in Richtung klimafreundliche Mobilität zu steuern. Gelegenheit zur Korrektur hat die Bundesregierung, will sie doch bis 30. Juni einen Evaluationsbericht zur Steuer vorlegen.
Alle weiteren Details der Klimaretter hier




Fukushima hat unabsehbare Folgen – aber nur für die deutsche Wirtschaft!

Obwohl die deutschen Kernkraftwerke erheblich sicherer als die in Japan sind, zusätzlich sowohl ein ähnliches Erdbeben als auch ein Tsunami bei uns praktisch undenkbar sind und die Katastrophe von Fukushima von allen (Wähler-) Blut aus Chaos saugenden Linken, Grünen, Genossen, Freiheitlichen und ‚Christlichen‘ als „der Super-GAU“ apostrophiert wurde, sind also keine nennenswerten Schäden an Leib und Leben zu beklagen. Schließlich verkraft(te)en Krebskranke bei der Tumorstrahlung das Zig-Fache der Arbeiter im havarierten Japan-Meiler. Aber unsere Alternativlos-Kanzlerin – die als Physikerin, wenn sie nicht auch alles abgekupfert hat, diese Relationen kennen müsste – lässt sich von den Weltuntergang-Gurus wie die Sau durchs Dorf treiben, krempelt unsere gesamte Energieversorgung um, so dass wir den höchsten – und demnächst in noch ganz andere Dimensionen wachsenden – Strompreis in Europa zu zahlen haben, rüstet nicht einmal die Forschung nach noch sichererer Kernkraft und Lösung des Müllproblems auf, greift massiv in unsere Freiheitsrechte ein, gefährdet unsere Industrie im Wettbewerb mit derjenigen klügerer Nationen und verschuldet uns und kommende Generationen so gewaltig, dass der Wohlstand der letzten Jahrzehnte bald vollendete Vergangenheit sein wird.

Pressekontakt:

Uwe Kremer

Pressesprecher ‚markt intern‘-Verlag

Tel.: 0211/66 98 – 255

presse@markt-intern.de

‚markt intern‘ ist mit 38 Wirtschaftspublikationen Europas größter Branchenbriefverlag.

Anmerkung der Redaktion dazu:

Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender Linksfraktion 
„Wir dürfen nicht die Bevölkerung acht Jahre länger dem Fukushima-Risiko aussetzen.” (2011)

 Mit Dank übernommen von ACHGUT: Die talkende  (schwatzende?) Klasse