Energiebuch und EIKE-News-Beitrag des ehemaligen BASF-Managers Dr. Jürgen Langeheine

Buchkritik

Das Buch von Langeheine titelt „Energiepolitik in Deutschland, das Geschäft mit der Angst“ und ist im AtheneMedia-Verlag erschienen. Schon beim ersten Durchblättern fällt die Handschrift des Physikers und Industriemanagers auf: knappe Schilderungen mit den hierzu erforderlichen Zahlenangaben und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Jeder, der einmal längere Zeit in der Industrie tätig war, erkennt hierin einen Stil wieder, dem der Zug zum Wesentlichen eigen ist. So zu schreiben hat natürlich Vor- und Nachteile. Für Leser, die es lieben, vor dem Schlafengehen noch einmal gefällig Dahinfließendes zu sich zu nehmen, um besser in den Schlummer zu fallen, werden nicht ganz so gut bedient. Langeheine fürchtet anscheinend auch nicht die bekannte Verlagsregel, dass jede Formel in einem Buch dessen Auflage um die Hälfte reduziert. Träfe diese Regel zu, stünde es schlecht um den Buchverkauf, denn an mathematischen Formeln – es kommen sogar waschechte Integrale vor – ist kein Mangel.
Als Gegenzug erhält der Leser dafür aber sehr viel detaillierte Einblicke und Informationen. So hat beispielsweise die Hauptsektion „Kernenergie-Chancen und Risiken“, die etwa ein Drittel des Buchs ausmacht,  dem Kritiker besonders gut gefallen. Ein weiteres Drittel nimmt „Klima, Energie und Politik“ ein. Das erste Drittel „Physik der Atmosphäre“ ist zwar, für sich genommen, interessant, weicht aber ein wenig vom Thema des Buchs ab. Dies ist dann auch das einzige Kapitel, dessen Ausführungen der Kritiker nicht in allen Punkten zustimmen kann. Die Abschnittsüberschrift „Treibhausmodell ade, was nun“ wird sicher manche Kommentatoren des EIKE-Blogs erfreuen und erneut an- bzw. aufregen, die Ausführungen Langeheines entsprechen hier aber nicht dem heutigen wissenschaftlichen Stand der Atmosphärenphysik. Dieser kleine Schwachpunkt täuscht allerdings keineswegs darüber hinweg, dass Langeheines Werk als weiterer Sargnagel einer komplett verfehlten deutschen Energiepolitik brauchbar ist.
Prof. Dr. Horst-Joachim Lüecke
EIKE-Pressesprecher

Und nun die Energie-News von Dr. Langeheine

Deutschland auf dem Weg in die De-Industrialisierung 

Trotz Staatsschulden von mehreren  Billionen Euro wird in Deutschland der sofortige Ausstieg aus der Kernenergie ohne tragfähige Alternativen vollzogen. Es werden alte und bewährte Energieversorgungssysteme verschrottet, und es wird billigend in Kauf genommen, dass durch die zwangsläufig nötigen doppelten Installationen von Versorgungsanlagen zur Absicherung einer stabilen Stromversorgung und Subventionen für neue technisch nicht ausgereifte, teurere Versorgungssysteme die Belastung der Bevölkerung  sowie die Staatsverschuldung weiter steigt. Die schon immer viel zu hohen deutschen Strompreise werden weiter steigen. Bis zum Jahr 2020 ist mit einer Verdoppelung der Stromkosten gegenüber 2004  zu rechnen. Dies wird an der deutschen Wirtschaft nicht spurlos vorüber gehen, der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen ist abzusehen. In der augenblicklich guten wirtschaftlichen Lage glaubt Deutschland, unabhängig von Entwicklungsprozessen in anderen Teilen der Erde einen ideologisch, fast religiös motivierten Alleingang in der Energiepolitik durchsetzen zu können.  Mittelfristig führt dieser Prozess jedoch zu einer De-Industrialisierung  des Landes mit unübersehbaren sozialen Verwerfungen.
Der weltweite  Energiebedarf steigt unaufhaltsam, wie die Darstellung (s. Titelbild) der Internationalen Energie Agentur aus dem Jahr 2000 zeigt. Er lag 1990 bei 330 EJ (EJ = Exajoule, 1EJ sind  278 Milliarden kWh), stieg bis 2000 auf 417 EJ und erreicht heute einen Wert von ca. 500 EJ pro Jahr. Die jährliche Steigerungsrate beträgt ca. 10 EJ pro Jahr. 2010 stammte die verbrauchte Energie zu 85% aus fossilen Rohstoffen, ca.180 EJ aus Öl, 120 EJ aus Gas, 120 EJ aus Kohle. Ca. 10% kamen aus der Kernenergie und 5% aus sog. erneuerbaren Energien. Die USA verbrauchten im Jahr 2000  97 EJ (23%), China 49 EJ (49%) und Deutschland 14,4, EJ (3,4%) der insgesamt weltweit verbrauchten Energie von 417 EJ. Dabei nehmen die USA mit einem pro- Kopf-Verbrauch von 273 GJ/Jahr die Spitzenstellung ein, während Deutschland und Japan im Mittelfeld bei ca. 180 GJ/Jahr liegen. Bemerkenswert ist der noch relativ geringe Pro-Kopf-Verbrauch von China (38 GJ/Jahr) und Indien (< 24 GJ/Jahr). Hier sind die größten Entwicklungspotenziale für die Zukunft zu erwarten. Wenn China z. B. mittelfristig nur die Hälfte des deutschen Pro-Kopf-Verbrauchs erreicht, erhöht allein China seinen Gesamtverbrauch auf ca. 100 EJ pro Jahr. Das bedeutet eine Verdoppelung des Chinesischen Energieverbrauchs.
Aus den vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung herausgegebenen Daten ist ein Wachstum der Weltbevölkerung bis 2050 von heute knapp 7 auf 9 Milliarden Menschen zu erkennen. Der größte Zuwachs erfolgt in Asien, gefolgt von Afrika und (Süd-) Amerika. Die Bevölkerung von Europa bleibt danach weitgehend konstant. Zwischen 1990 und 2010 stieg die Weltbevölkerung um ca. 2 Milliarden Menschen. Für jede zusätzliche Milliarde Menschen kann mit einem zusätzlichen Energiebedarf von ca. 100 EJ/ Jahr gerechnet werden. Eine Steigerung der Erdbevölkerung auf 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 bedeutet dann einen Anstieg des Weltenergiebedarfs von jetzt 500 EJ/Jahr auf 800-900 EJ/Jahr. Entsprechend dem Entwicklungstrend werden dann ca.350 EJ aus Öl, 250 EJ aus Gas, 200 EJ aus Kohle kommen.
Der deutsche Investitionsbedarf für den Ersatz von 2,5 EJ durch erneuerbare Energien (18% von 14 EJ) bis zum Jahr 2020 wird vom Bundes-Umwelt-Ministerium und  Prognos-Institut auf ca. 200 Milliarden € geschätzt. Um weltweit die zusätzliche Energiemenge von ca. 400 EJ mit erneuerbaren Energien zu erzeugen, sind Investitionen in Höhe von ca. 32 Billionen € erforderlicch, eine Geldmenge, die dem weltweiten Bruttoinlandprodukt entspricht. Das sind gigantische Beträge, und es ist äußerst fragwürdig, ob dieses Geld mittelfristig in Deutschland bzw. weltweit bis zum Jahr 2050 zur Verfügung steht. Unter der Annahme, dass im Jahr 2020 Deutschland seinen gesamten Energieverbrauch nicht steigert, sinkt der deutsche Anteil am weltweiten Energieverbrauch auf 1,5%, ein unbedeutender Wert. Diese Relation allein verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung der Umstellung auf alternative Energien. Vom deutschen Einfluss auf die weltweite Kohlendioxidemission, wie bedeutsam sie auch immer für das Klima sein mag, braucht man in diesem Zusammenhang nicht zu reden, er ist quasi Null. Eine Volkswirtschaft kann im globalen Wettbewerb nur bestehen, wenn sie über ausreichende und wettbewerbsfähige Energiequellen verfügt. Erneuerbare Energien können dazu mengen- und kostenmäßig keinen Beitrag leisten, wie die nachfolgenden Abschätzungen für unterschiedliche Formen grüner Energien zeigen.

Geothermie:

Der Anteil der elektrischen Stromerzeugung durch Geothermie betrug 2010 weltweit 90 Milliarden kWh. Damit wurden ca. 0,5 % (von ca. 20.000 Milliarden kWh) an  elektrischer Energie durch Geothermie erzeugt. In Deutschland lag dieser Beitrag bei 0,01% (60 Millionen kWh von insgesamt ca. 700 Milliarden kWh), also noch um den Faktor 50 unter dem weltweiten Durchschnitt. Allenfalls kann die Geothermie zum Ersatz fossiler Rohstoffe bei der Heizung beitragen, sie erreichte jedoch in dieser Form 2009 in Deutschland auch nur einen Wert von 0,017 EJ oder 0,12% des gesamten deutschen Energieverbrauchs. Geothermieanlagen erfordern besonders in Deutschland hohe Investititonen. Die Kosten für das Geothermiekraftwerk Landau betrugen 21 Mio € für eine abgabefähige Leistung von 3 MW, also ca. 7000 € pro kW. Damit werden pro Jahr ca. 21.000 MWh (Megawattstunden) an elektrischer Energie produziert. Eine Hochrechnung für den Ersatz der aus  Kernkraftwerken produzierten elektrischen Energie von ca. 150 TWh (Terawattstunden) führt auf eine Investitionssumme von ca. 150 Miliarden €.

Photovoltaik:

Im Bereich der Photovoltaik kostet heute ein 1 kWp – Modul (kWp = Kilowatt Peak Leistung) mit einer Fläche von 8-10 m² ca. 2000 Euro und erzeugt in Deutschland ca. 1000 kWh pro Jahr. Der Ersatz der Stromerzeugung aus Kernkraftwerken benötigt damit eine Fläche von der Größe des Saarlandes (2300 km²). Das ist ein rein rechnerischer Wert, da die Solarenergie nur ca. 1000 Stunden im Jahr zur Verfügung steht und daher für eine Grundlastversorgung nicht geeignet ist. Um eine kontinuierliche Stromversorgung sicherzustellen, sind langzeitstabile Zwischenspeicher erforderlich. Großtechnisch einsetzbare Speichermöglichkeiten, wie Pumpspeicherwerke fehlen, da in Deutschland aus topographischen Gründen nur eine Kapazität von ca. 40 Millionen kWh installiert ist, die noch dazu nur eine tägliche Nutzungsdauer von 4-8 Stunden erlaubt. Rein rechnerischer Natur ist auch die Investitionsabschätzung von 300 Milliarden € für den Ersatz der Stromerzeugung aus Kernenergie durch die Photovoltaik. Unberücksichtigt dabei ist der erforderliche  Ausbau der Pumpspeicherkapazität um einen dreistelligen Faktor! Die Investitionen für die Photovoltaik summierten sich für die Jahre 2000 bis 2010 auf ca. 25 Milliarden €, die Subventionszahlungen (für ca. 27 Milliarden kWh) auf ca. 13 Milliarden Euro. Das ergibt Gestehungskosten von ca. 50Cts/kWh gegenüber 3 Cts/kWh aus konventionellen Anlagen. Dem Steuerzahler wird diese  Verschwendungsorgie, die noch dazu extrem unsozial ist, langsam bewusst. Wer ein Hausdach oder eine Wiese besitzt, kann zusätzliche Einnahmen aus installierter Photovoltaik verbuchen, wer keines von beiden hat, muss zahlen. Bereits 600.000 Haushalten wurde der Strom abgeschaltet, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten, Tendenz steigend. Photovoltaik lieferte 2010 mit ca. 0,1 EJ nur 0,02% des gesamten weltweiten Energieverbrauchs. In Deutschlande wurden 2010 8,3 Milliarden kWh Strom mit Hilfe der Solarenergie hergestellt, das sind 1,3% der gesamten Strommenge oder 0,2% des gesamten  Energieverbrauchs. Photovoltaik ist bedeutungslos, zu teuer und technisch problematisch für die Energieversorgung eines Industriestandortes wie Deutschland und birgt enormen sozialen Sprengstoff.

Windenergie:

Windenergie benötigt, wie die Photovoltaik, den Verbund mit anderen Energiequellen oder zusätzliche Speicher für eine konstante Energiebereitstellung. Die Kosten einer Windkraftanlage liegen derzeit bei 900.000 € / 1MW, die Auslastung liegt in Deutschland im Mittel bei 17%, so dass diese Anlage ca. 2000 MWh pro Jahr liefert. Der Ersatz der Strommenge aus der  Kernenergie durch Windkraft erfordert damit Investitionen von ca. 65 Millarden €, wieder nur rein rechnerisch, da die Kosten der Speicherwerke nicht eingerechnet wurden. Die weltweit installierte Windenergieleistung betrug 2010  194.400 MW. Bei üblicher 20%iger Auslastung produzieren diese Anlagen ca. 1,4 EJ. (0,3% des Weltenergiebedarfs). Der deutsche Beitrag (27.214 MW) entspricht 0,04% des Weltenergiebedarfs (1% des deutschen Bedarfs) oder mit ca. 40 Milliarden  kWh ca. 7% der gesamten jährlichen deutschen Stromerzeugung. In Deutschland sind bereits ca. 25 Milliarden € (900.000€ / 1MW) für diese Technologie investiert worden. Die Subventionszahlung durch die Steuerzahler nach dem Erneuerbaren Energie-Gesetz (EEG) beliefen sich in den Jahren zwischen 2000 und 2010 für ca. 300 Milliarden kWh aus Windenergie auf weitere 25 Milliarden €. Das ergibt Gestehungskosten von ca. 8 Cts/kWh gegenüber 3 Cts/kWh aus konventionellen Anlagen. Für deutsche Verhältnisse ist infolgedessen auch die Windenergie unwirtschaftlich und unterliegt bezüglich der Stabilität und Verfügbarkeit den gleichen Einschränkungen wie die Photovoltaik. Nach dem Abschalten von 8 Kernkraftwerken im Jahr 2011 setzte eine Hochkonjunktur für „fossile“ Back-up-Kraftwerke ein, die ältesten Dreckschleudern wurden als Back-up-Kaltreserve wieder in Betrieb genommen, um einen zeitweise drohenden Black-Out des Netzes zu verhindern. Umweltschutz gerät in den Hintergrund. Der Ausbau der Stromtrassen von der Nordsee nach Süden und die Verstärkung der lokalen Netze für veranschlagte 60 Milliarden Euro (wenn es dabei bleibt!) wird die Notwendigkeit einer Speicherung nicht ersetzen. Auch auf See weht der Wind nicht immer gleichmäßig.

Bioenergie:

Bioenergie ist die über Verbrennung oder Vergärung aus Biomasse (Holz, Mais, Zuckerrüben, Weizen und organische Abfallstoffe, wie Jauche, Mist etc.) gewonnene Energie und wird durch ihren Kohlenstoffgehalt charakterisiert. Die Verfügbarkeit einer Biogasanlage liegt bei 90%, die Investitionskosten für eine 500 kW Anlage betragen ca. 2 Millonen €. Der Ersatz der Strommenge aus der Kernenergie durch Bioenergie erfordert Investitionen von ca. 80 Millarden € und ist damit die kostengünstigste Alternative, da die Zusatzkosten für Speicherwerke entfallen. 2009 wurden in Deutschland 0,87 EJ über Biomasse und Biotreibstoffe erzeugt, das sind ca. 6% des deutschen Primärenergieverbrauchs. Bezüglich der verfügbaren Anbaufläche in Deutschland stößt die Bioenergieerzeugung jedoch an Grenzen. Bei Nutzung der gesamten deutschen Agrarfläche von 17 Mio. ha und einem Nettoenergieertrag von ca. 20 MWh/ha, könnten 1,2 EJ aus der Bioenergie erzeugt werden, das sind 8,3% des deutschen Gesamtenergieverbrauchs. Bioenergie kann aus diesem Grunde zur Versorgungssicherheit nur marginal beitragen, sie steht immer in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung und ist damit ethisch äußerst problematisch. Der Ertrag pro ha für Getreide beträgt in Europa ca. 5000 kg mit einem Energieinhalt von ca. 21.000 kWh. Damit können ca. 25 Menschen ein Jahr lang vom Ertrag eines ha leben (Nahrungsbedarf des Menschen ca. 850 kWh/Jahr). Aus ca. 5000 kg Getreide können 635 l Bioethanol hergestellt werden, mit einem Energieinhalt von 4000 kWh. (6,3 kWh/l). Dies ist eine riesige Verschwendung, da nur ca. 20% des ursprünglichen Energieinhalts weiter einsetzbar sind.
Eine Tankfüllung von 70 l E 10 (7 l Ethanol) verbraucht damit die Nahrungsmittel eines Menschen für 1 Monat. Grüne Energiepolitik bedeutet im Endeffekt: Kein Brot für die Welt, aber Getreide für Sprit.
Zusammenfassend hat der deutsche Verbraucher im Zeitraum zwischen 2000 und 2010 für 450 Milliarden kWh (7% der gesamten Strommenge) 56 Milliarden € an zusätzlichen Vergütungen gezahlt. Das ergibt Gestehungskosten von ca. 12 Cts/kWh gegenüber 3 Cts/kWh aus konventionellen Anlagen. Entscheidend beeinflusst durch die Zusatzkosten des EEG sind die Strompreise für Kleinabnehmer auf 25,5 Cts/kWh gestiegen. 22,8% des Strompreises mit 5,57 Cts/kWh werden für die Netznutzung, 44,2% des Strompreises mit 11,23 Cts/kWh für Steuern und Abgaben und 33% werden für die Stromkosten und Marge der Stromerzeuger mit 8,4 Cts/kWh berechnet. Dabei sind in den 8,4 Cts/kWh Stromkosten und Marge, die in die Kalkulation eingehen, bereits 3,5 Ct/kWh allein auf das EEG zurückzuführen. Heute betragen die Steuern und Abgaben innerhalb des Strompreises damit bereits 135% der Stromkosten und führen zu Steuereinnahmen von privaten Verbrauchern (ca. 30%) von 20 Milliarden € pro Jahr. Die Bundesnetzagentur rechnet mit einer Steigerung der Netzkosten um ca. 1,5 Cts/kWh, einer Verteuerung der Stromkosten durch die erneuerbaren Energien um ca. 4 Cts/kWh in den nächsten 5 Jahren. Bleibt der Staat bei seinen 44,2% Steuern (wir erleben das ja z.Zt. bei den Kraftstoffpreisen), landet der Strompreis bei 35 Cts/kWh, und die Steuereinnahmen steigen auf ca. 30 Milliarden €.
Die Energieumstellung ist ein politisch motiviertes, nicht bis zu Ende geplantes Programm und vorerst ein gutes Geschäft für Spekulanten, Banken und mehr noch, eine hervorragende Möglichkeit, marode Staatshaushalte durch Umwelt- und andere Steuereinnahmen aufzubessern. Bluten müssen der einfache Verbraucher und die mittelständigen Betriebe. Großverbraucher können heute noch Reduktionen der EEG- Belastung beantragen. Ob diese Lastenverteilung noch lange aufrechterhalten werden kann, ist fraglich. Doch eines ist sicher: Weder Geothermie noch Photovoltaik, Windenergie oder Bioenergie können den weltweiten Energiebedarf zu vertretbaren Kosten- und Sozialbedingen decken und werden ohne massive Subvention nur in geographisch ausgefallenen Gebieten ihre Einsatzberechtigung haben. Für Industrienationen wie Deutschland führen sie zur immensen Verteuerung des wichtigsten Rohstoffes, der Energie.
Derzeit meldet die Ökobranche ca. 370.000 Mitarbeiter, davon sind in der Photovoltaik ca. 110.000 und der Windenergie ca. 100.000 Mitarbeiter beschäftigt, mit einem Umsatz von ca. 40 Milliarden Euro pro Jahr. Das sieht auf den ersten Blick wie eine Erfolgsgeschichte aus. Übersehen wird dabei, die Anzahl der Entlassenen und nicht neu Eingestellten sowie die Umsatzverluste dagegen zu rechnen, die in energieintensiven Betrieben weggefallen sind. Die augenblicklich gute gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland überspielt diese Probleme. Die 370.000 Mitarbeiter schaffen demnach einen Umsatz von ca. 100.000 € pro Jahr, eine wahrhaft magere Zahl im Vergleich zu anderen Bereichen der Wirtschaft, in denen das Doppelte dieses Wertes das untere Limit für die Existenz der Firma bedeutet. Spanische Untersuchungen zeigen, dass ein Arbeitsplatz im Erneuerbaren Energie Bereich 2,2 Arbeitsplätze im Privatsektor der Wirtschaft kostet. Nach diesen Untersuchungen hat Deutschland durch die massive Förderung der erneuerbaren Energien bereits 750.000 Arbeitsplätze in anderen Bereichen der Wirtschaft vernichtet. Der langfristig wirksame volkswirtschaftliche Schaden ist kaum zu beziffern. Ganz im Gegenteil zur weitverbreiteten Ansicht, ist die Ökoindustrie keineswegs ein Job-Motor sondern genau das Gegenteil.
Mittlerweile sind 8 weitestgehend kohlendioxidfreie Kernkraftwerke abgeschaltet und der ausfallende Strom wird durch Inbetriebnahme alter Kohle- und Gaskraftwerke, wie durch Importe von ausländischen Kernkraftwerken ersetzt. Statt die aus Gründen der Ressourcenschonung und aus Umweltschutzgründen sinnvolle Reduktion der Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen zu betreiben, werden Ersatzverfahren wie die Photovoltaik oder die Windenergie gewählt, die eine kontinuierliche Begleitung durch konventionelle Anlagen benötigen. Leider wurden diese technischen Randbedingungen der Energiewende von der Ethik-Kommission nicht berücksichtigt, und so kämpft die Bundes-Netzagentur, da wirksame Speichermöglichkeiten für elektrische Energie fehlen, unter Einsatz umweltverschmutzender Kohlendioxidschleudern um die Netzstabilität in Deutschland. Um bei fehlender Speichermöglichkeit die schwankende Leistungseinbringung erneuerbarer Energien auszugleichen, sind für einen Industriestandort wie Deutschland im Hintergrund laufende konventionelle Kraftwerke mit praktisch der gleichen Leistung nötig. Die wildesten Strategien bezüglich Stromspeicher treiben ihr Unwesen und fressen beachtliche Steuergelder, die für Batterieentwicklung, Wasserstoff-Methan-Erzeugung, Pumpspeicherwerke in aufgelassenen Bergwerken und ähnliche Übungen ausgegeben werden. Es sind Verfahren, die vielleicht im Kleinen funktionieren, in der benötigten Größenordnung jedoch nicht einsetzbar sind.
Ob nun zusätzliche Gaskraftwerke oder Pumpspeicherwerke zum Zuge kommen, die Pufferwirkung der stillgelegten Kernkraftwerke muss ersetzt werden. Doppelte Investitionen in die Stromerzeugung sind die Folgen der deutschen Energiewende in der heute aktuellen Festlegung. Damit werden sich die heute schon hohen Stromkosten in Deutschland auch ohne die Subventionen des Erneuerbaren Energie Gesetzes in Richtung Verdoppelung bewegen. Die kürzlich vorgestellte Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bestätigt diese Annahme. Entsprechende Folgen für den Industriestandort Deutschland sind abzusehen: Trotz wesentlicher Vergünstigungen energieintensiver Unternehmen bei den steigenden Stromkosten, die langfristig bei der gesamten Bevölkerung sicher nicht auf Verständnis stoßen werden, werden sich diese Unternehmen aus Deutschland verabschieden.
Die Energiewende beinhaltet sozialen Sprengstoff, da die Kostensteigerungen vor allem die sogenannten „kleinen Leute“ treffen werden. Angesichts schwindelerregender Schulden und einer globalen Wirtschaftskrise, ist es leichtsinnig und unverantwortlich, wie mit dem Wirtschaftsfaktor Energie in Deutschland umgegangen wird. Da sich Deutschland durch den Ausstieg aus der Kernenergie isoliert, ist es nur eine Frage der Zeit, wann unser Einfluss auf die europäische Energiepolitik verschwindet. Das Argument, erneuerbare Energien könnten sich zu einem maßgeblichen Wirtschaftsfaktor für Deutschland entwickeln und mittelfristig den Exportanteil der Automobilindustrie ersetzen, kehrt sich langsam ins Gegenteil um, wie die poltischen Aktivitäten in Zusammenhang mit der Solarenergie andeuten. Die Zäune um die Schutzzonen müssen erhöht werden, um die fernöstliche Konkurrenz abzuwehren. Quer durch alle Parteien werden diese Aspekte heruntergespielt. Die Wende zu den erneuerbaren Energien hat ihren Preis, und es wird an der Zeit, dass darüber ehrlich berichtet und diskutiert wird. In die gleiche Richtung geht die Frage nach den gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Energiewende. Ohne Einschränkung der Mitwirkungsrechte der Bürger wird diese nicht zu erreichen sein. Bürgerbeteiligungen, wie von allen Parteien gefordert und die schnelle Energiewende passen nicht zusammen.
Naturwissenschaftliche und technisch-wirtschaftliche Grundgesetze lassen sich nicht  manipulieren, und so sind Umweltschutz/Klimaschutz und Energiewende nach den  Vorgaben der Bundesregierung unvereinbar. Trotz Staatsschulden in Billionenhöhe wird der sofortige Ausstieg aus der Kernenergie ohne tragfähige Alternativen vollzogen. Geschickt wird der Tod von 20.000 Japanern durch die Tsunamiwelle in den Hintergrund gedrängt. Eine einseitige Berichterstattung mit nicht zu übertreffenden Schreckensbildern eines zerstörten Kernreaktors dient dazu, den Menschen in Deutschland zu suggerieren, dass eine solche Katastrophe auch bei uns passieren kann und der Ausstieg nach dem Motto "Rette sich wer kann" sofort  erfolgen muss. Selbstverständlich birgt die Kernenergie Gefahren, die sich bei unüberlegtem Umgang mit dieser Technik verheerend auswirken können. Der Bau einer Kernkraftanlage mit Notstromversorgung auf Meeresniveau an der Küste eines Erdbeben- und Tsunami-gefährdeten Landes, wie es Japan nun einmal ist, ist in Deutschland undenkbar und war ein extrem leichtsinniger Umgang mit dieser Technik. Gerade Deutschland könnte mit seiner hervorragenden technischen Überwachungs-Organisation ein Vorbild für sichere Kernenergieversorgung liefern. Aber es wird entschieden, alte und  bewährte Energieversorgungssysteme zu verschrotten, und es wird billigend in Kauf genommen, dass durch die zwangsläufig nötigen Subventionen für neue technisch nicht ausgereifte und teurere Versorgungssysteme die Staatsverschuldung weiter steigt.
Da geringe Energiekosten einer der ausschlaggebenden Faktoren für eine langfristig erfolgreiche Wirtschaft sind, begibt sich Deutschland durch diese Entscheidung auf den Weg in die De-Industrialisierung mit allen damit verbundenen gesellschaftspolitischen Folgen. Betrachtet man unter diesen Gesichtspunkten die deutsche Energiepolitik, so kommt man zu dem Ergebnis, dass es unverantwortlich war, den schnellen Ausstieg aus der Kernenergie zu beschließen. In einigen Jahren wird man diese aus Angsteinflößung, Populismus, Wahltaktik und Geschäftemacherei geborene Entscheidung als Denkmal kollektiver Dummheit wahrnehmen.
Dr. Jürgen Langeheine für EIKE

Empfehlung der Redaktion:

Lesen Sie zum Thema Kernenergie auch das sachlich unaufgeregte Büchlein "Kernenergie – Gefahr oder Nutzen" von Dr. Helmut Böttcher erschienen in der Reihe Imhof – Zeitgeschichte im Michael Imhof Verlag. ISBN 978-3-86568-703-6




EIKE Konferenz „Klimapolitik im Zeichen der Nachhaltigkeit“ erfolgreich beendet.

In den Vorträgen beleuchtete der Wissenschaftsjournalist Edgar Gärtner die tieferen Gründe für die Ausrufung der als notwendig erachteten planwirtschaftlichen Rationierung, wie des CO2, als Spätfolgen eines schon lange ad absurdum geführten Malthusianismus.
Die von Malthus als naturgesetzlich beschriebene Knappheit an Nahrungsmitteln gegenüber der Bevölkerungsentwicklung entpuppte sich schon früh als gesellschaftlich gewollte oder ungewollte Fehlsteuerung durch Überstülpung von Zwängen, die zu Armut und Verelendung weiter Kreise der Bevölkerung führten. Erst mit der Aufhebung dieser Zwänge durch liberalen Freihandel– wie sie schon von Malthus Freund Ricardo gefordert und zuerst in weiten Teilen der westlichen Welt auch verwirklicht wurde- blühten die Gemeinwesen auf, die Menschen gelangten auf breiter Front zu Wohlstand und entrannen ihrem Elend. Trotzdem ist dieser tiefsitzende Wunsch nach Planwirtschaft zur vermeintlich „gerechten“ Verteilung endlicher Ressourcen immer noch eine starke Motivation bestimmter Eliten und wird daher immer wieder von Untergangspropheten als zweckmäßiges Mittel zur Errichtung einer (Öko-)Diktatur missbraucht.
Sonja Böhmer Christiansen berichtete -als an vorderster Front mitwirkende Zeitzeugin- über die vielfältigen Verbindungen zwischen Politik und Wissenschaft mit dem Ziel –von der Politik vorgegebene Ergebnisse – nachträglich „wissenschaftlich“ zu rechtfertigen. Damit bekämen diese den Absolutheitsanspruch, der es der Politik erleichtert, ihre Gängelungs- und  Besteuerungspolitik zu begründen. Gerade die Klimawissenschaft ist ein Paradebeispiel für diese unheilige Symbiose. Frau Böhmer Christiansen nannte dazu viele Beispiele.
Der bekannte Fernsehjournalist Günter Ederer und der kolumbianische Journalist, Anwalt, Ökonom und Mitgründer von Mundo Minero, Julio Cesár Belalcázar Santodomingo sprachen über praktische Auswirkungen der gängigen „Klimaschutz“- und Energiepolitik, in Kolumbien und in Deutschland. In Kolumbien herrscht jetzt nach jahrzehntelangem Kampf gegen die sozialistisch orientierte FARC endlich Sicherheit. Diese wiederum ermöglicht, unter der Regierung marktwirtschaftlich, liberaler Politiker, eine phänomenale Wirtschaftsentwicklung mit konstantem Wachstum zwischen 3 und 4 %. Basis dieses Wachstums ist die starke Minenindustrie mit Kohle und Gold als Hauptprodukten. Und dank dieses Wachstums geht die Verelendung weiter Teile der Bevölkerung in allen Gruppen rapide zurück. Auch Deutschland gehört zu den Hauptabnehmern der kolumbianischen Kohle trotz aller grüner Bemühungen den „unsauberen“ Kohlestrom zu verdrängen, würde dies auch nach Ansicht der  Teilnehmer so bleiben, wenn es Deutschland gelingt sich gegen mächtige Konkurrenten beim Import dieser Kohle  zu behaupten. Schon jetzt geht der Hauptstrom der kolumbianischen Kohle nach Asien d.h. nach China.
Günter Ederer hingegen konnte nur berichten welche starken antiliberalen Kräfte in allen Parteien erfolgreich daran arbeiten dank „Klimaschutz“ und „Energiewende“ den Strom maßlos – zur Weltrettung versteht sich- zu verteuern. Mit dem Ergebnis,  das bereits heute ca. 600.000 Haushalten ganz oder zeitweise der Strom abgestellt wird, weil diese ihn schon jetzt nicht mehr bezahlen können. Statt einzulenken oder gar umzukehren, überbieten sich die Parteien in neuen Umverteilungs- und planwirtschaftlichen Vorschlägen z.B. zur „Schaffung“ von „Kapazitätsmärkten“; begleitet von ungeheurem Zynismus. Er zitierte dazu den Kommentar einer grünen Politikerin zu einem seiner Feature über die bittere Armut einer alleinerziehenden Hartz IV Empfängerin, der der Strom bereits abgestellt war und die im Scheine von Teelichtern ihre Baby-Wäsche wusch: „ Es ist doch romantisch bei Kerzenlicht zu arbeiten. Was haben Sie gegen Romantik?“.
Der Unterschied zwischen den IPCC Klimaprognosen und der Realität wurde in einem furiosen Rundumschlag von Klaus Puls (Dipl. Meteorologe und Physiker) beleuchtet. Er zeigte auf, dass nach 20 Jahren Vorhersagetätigkeit anhand teurer Computermodelle immer noch die alte IT-GiGo Regel gilt, Garbage in, Garbage out (Müll rein, Müll raus). Nicht eine der Vorhersagen ist eingetroffen. Weder ist das Arktiseis dauerhaft geschmolzen, sondern pendelt im Rhythmus der von der Sonne getriebenen atlantischen Oszillationen, bzw. entsprechender Windsysteme, noch schmolz die Antarktis, von einigen klitze-kleinen Randgebieten abgesehen. Insgesamt wächst das Eisschild der Antarktis kräftig. Auch von den anderen Vorhersagen stimmte keine einzige. Weder beschleunigt sich der Anstieg des Meeresspiegels, nicht global und auch nicht in der deutschen Bucht, noch steigt die Zahl der Stürme, Hurrikane, Dürren oder Überschwemmungen: Auch die globale Mitteltemperatur  -was immer das ist- steigt seit 15 Jahren nicht mehr, sondern beginnt zu fallen. Obwohl die CO2 Konzentration ungebremst weiter ansteigt. Überdies zeigten weder die Satelliten- noch die Radioballonmessungen jemals diesen Anstieg.
Der Physiko-Chemiker Gerhard Stehlik stellte in seinem undefinedVortrag dem Modell der „heizenden Treibhausgase“ des IPCC sein Gegenmodell der „kühlenden“ Treibhausgase gegenüber. Er untermauert diese Ansicht durch einen umfassenden Vergleich der realen Materie der  Erde (Wasser, Wolken & Gestein & Pflanzen) gegenüber den idealisierten Vorstellungen der Treibhaustheorie mit einer Erde als schwarzem Körper.  Bei keiner dieser genannten Elemente kann die grundlegende Stefan-Boltzmann Näherungsgleichung der Temperaturbestimmung als Folge von Strahlungseinwirkung im Strahlungsgleichgewicht plausibel oder gar stimmig angewendet werden. Deswegen müssen die damit erzielten Resultate falsch sein. Hingegen haben die Hauptbestandteile der Atmosphäre, (zusammen rd. 99%)  nämlich Stickstoff und Sauerstoff keinerlei Absorptionslinien im Spektralbereich des sichtbaren und unsichtbaren Sonnenlichtes,  können also die per Konvektion aufgenommene Wärmeenergie nicht als Strahlung  wieder abführen. Ohne die wichtigsten Treibhausgase Wasserdampf und CO2 z.B. würde sich demnach die Atmosphäre stetig aufheizen. Da sie das nicht tut, sorgen die vorhandenen Treibhausgase mit ihrer Absorptions- und Emissionsfähigkeit für die notwendige Abkühlung.
Der Meteorologe Wolfgang Thüne zeigte in einem furiosen Vortrag die gesamte Hybris und Unlogik der auf Klimaschutz ausgerichteten Klimawissenschaft auf. Klima ist immer eine Vergangenheitsbetrachtung, weil Klima per Definition der Mittelwert lokalen Wettergeschehens über lange Zeiträume ist. Wer also das Klima (egal ob als Regenmacher oder Temperaturbegrenzer) beschützen, d.h. beeinflussen will, muss dies beim vergangenen Wetter tun. Das erweist sich sowohl logisch wie auch praktisch als unmöglich.
Er zitierte dazu die Antwort eines Hauptveranwortlichen des Deutschen Wetterdienstes DWD auf seine Frage, was sich denn beim Wetter ändern würde, wenn von heute auf morgen das CO2 (mit seinen jetzt knapp 0,04 %) aus der Atmosphäre verschwände. Die ehrliche Antwort lautete: Gar nichts!
Allerdings wäre dann allen Pflanzen dieser Erde und damit allen Lebens (mit Ausnahme einiger Lebewesen an den schwarzen Rauchern) die Ernährungsgrundlage entzogen. Leben wie wir es kennen wäre nicht mehr möglich.
Den Abschluss bildete ein überraschender Vortrag des Physikers und Statistikers Ekkehard Schulze. Dieser hatte sich darüber verwundert, dass in der „Bibel der Klimawissenschaft“ dem 4. IPCC Bericht AR4 munter Äpfel mit Birnen verglichen wurden, indem z.B zeitbezogene Emissionswerte des CO2 mit Absolutwerten verglichen wurden. Hier am Bespiel des geschätzten anthropogenen Anteils an der Zunahme der CO2 Konzentration. Um diese methodisch falsche Zuordnung richtig  zu stellen untersuchte Schulz die typischen Verhältnisse der Mischung der CO2 Isotopen (hier C13) bei den verschiedenen Emissionsquellen des CO2. Diese Verhältnisse – sozusagen die Fingerabdücke des CO2- müssten sich ja in der Veränderung der CO2 Konzentration wiederfinden. Der Vortrag wurde dann etwas komplizierter. Jedoch war sein Ergebnis eindeutig:

„Die IPCC These über einen Zusammenhang zwischen CO2 Emissionen aus fossiler Verbrennung und einer Abnahme der C13 Verhältnisse im atmosphärischen CO2 lässt sich nicht belegen“.

Denn im Zeitraum von 1980 bis 2010 ergibt sich ein Anteil (des fossilen CO2) von nur 6 % (3 ppm) an der Zunahme, von 1850 bis 2010 insgesamt ein solcher von nur 11% (11 ppm).
Das bedeutet, der Anteil des anthropogenen CO2 aus fossilen Quellen auf die CO2 Konzentration der Atmosphäre ist vernachlässigbar.
EIKE Präsident Holger Thuss verwies zum Abschluss auf die geplante große V. internationale Klima- und Energiekonferenz vom 30. 11 bis 1.12. 2012 in München. Und auf die soeben erschienenen EIKE Bücher  von Günter Keil „Die Energiewende ist schon gescheitert“ ) und von Edgar Gärtner „Öko-Nihilismus 2012 – Selbstmord in Grün“
Michael Limburg EIKE




Solarzellenproduktion und Treibhausgasbelastung: 23-tausendmal schlimmer als CO2

Photovoltaik rettet das Klima nicht

Ganz im Gegenteil. Bei der Produktion der schwarzen Solarzellen werden Spurengase in die Atmosphäre emittiert, die – wenn es dann stimmen würde mit der Klimawirksamkeit des CO2 – noch viel wärmewirksamer im globalen Maßstab sind, als das grün verteufelte und für das Leben auf der Erde unabdingbare Spurengas CO2.
In seinem neuen Buch: Green Illusions. The Dirty Secrets of Clean Energy and the Future of Environmentalism befaßt sich der Autor Ozzie Zehner mit einigen Mitgliedern aus der Gruppe der atmosphärischen Spurengase, die so unaussprechliche Namen haben wie: Hexafluorethan, Stickstofftrifluorid, Schwefelhexafluorid. Vielleicht sind sie schon wegen ihrer Namen bei den grünen Vorkämpfern für "saubere Energie" nicht gerne gesehen. Denn schmutzig sind sie alle drei, und das nicht so knapp.
Ozzie Zehner, der Autor, arbeitet derzeit an der University of California in Berkeley als Gastwissenschaftler. „Green Illusions” legt dar, wie die Solarindustrie zu einem der größten Atmosphärenverschmutzer mit Hexafluorethan (C2F6), Stickstofftrifluorid (NF3) und Schwefelhexafluorid (SF6) wurde. Angesichts dieser drei, bei der Solarzellenherstellung eingesetzten potenten Treibhausgase, sieht das menschengemachte CO2 harmlos aus.
Hexafluorethan hat eine zwölftausendmal höhere globale Erwärmungskraft als CO2, so das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Es wird zu 100 Prozent vom Menschen erzeugt und hält sich zehntausend Jahre in der Atmosphäre. Stickstofftrifluorid ist 17-tausendmal stärker als CO2 und Schwefelhexafluorid, das schlimmste Treibhausgas, ist mehr als 23-tausendmal so bedrohlich.

Grafik: Anstieg der Sulfurhexafluoride in den vergangenen 14 Jahren. Die Y-Achse ist in ppt = Parts per Trillion skaliert.
(Anm. d. Ü: Mehr zu den Mauna Loa Messungen hier.)
Die PV-Industrie ist einer der am stärksten wachsenden Emitter dieser Gase, die sich nun messbar innerhalb der Atmosphäre ansammeln, wie die amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) mitteilte. Einer NOAA-Studie zufolge steigt die atmosphärische Konzentration von Schwefelhexafluorid exponentiell an. Ein anderes Papier aus dem fachbegutachteten Journal Geophysical Research Letters dokumentierte einen jährlichen 11-prozentigen Anstieg von Stickstofftrifluorid.
"Wenn die PV-Produktion ansteigt, steigen mit ihr auch die Nebenwirkungen," meinte Zehner. "Noch schlimmer ist, dass es kein Anzeichen dafür gibt, dass die Solarzellen in den USA fossile Treibstoffe ersetzen." Zehner behauptet zwar, dass der Einsatz von alternativen Energien die Endverbraucherpreise immer mehr nach unten drücke und damit die Nachfrage anheize. Aber "es ist ein Bumerang," meinte er, "je mehr wir alternative Energien ins Netz drücken, umso höher wird der Verbrauch und der fällt uns dann auf den Kopf. In der Vergangenheit haben wir den ansteigenden Verbrauch durch Zubau von fossil befeuerten Kraftwerken abgedeckt."
Zehner sprach sich stattdessen für eine höhere Energiebesteuerung und Energieeinsparung aus. Er meinte, dass selbst die teuersten Optionen der CO2-Abscheidung früher wettbewerbsfähig würden, als die heutige Solarzellen-Technik.
Weiter sagte er: „Wenn wir den CO2-Ausstoß begrenzen wollen, sollten wir unsere Zeit und unser Geld diesen Optionen zuerst widmen; auf Solarzellen zu setzen, scheint eine teuere und verschwenderische Strategie zu sein. Es ist kaum vorstellbar, dass die Erhebung von Steuern von der Arbeiterschicht gerechtfertigt sein könnte, damit der Aufbau von Steinzeit-PV-Anlagen in den Millionärsvorstädten von Arizona und Kalifornien bezahlt werden kann.“ http://GreenIllusions.org
“Green Illusions: The Dirty Secrets of Clean Energy and the Future of Environmentalism” (Grüne Illusionen: Die schmutzigen Geheimnisse der Sauberen Energie und die Zukunft des Umweltschutzes) ist ein "mutiger Blick in den Hinterhof der Grünen Technik und eine Sammlung von erfrischend einfachen Ersatzlösungen”, urteilte die Kirkus Reviews.
Das Wichtigste aus “Green Illusions” und die Biografie des Autors hier: http://GreenIllusions.org
Quelle: University of Nebraska Press
Ozzie Zehner: Green Illusions. The Dirty Secrets of Clean Energy and the Future of Environmentalism. University of Nebraska Press, Juni 2012
(Grüne Illusionen: Die schmutzigen Geheimnisse der Sauberen Energie und die Zukunft des Umweltschutzes)
University of Nebraska Press | ISBN: 978-0-8032-3775-9 | $29.95 | June, 2012 | 439 pages | 6×9 inches | Non-profit
Kontakt:
Ozzie Zehner, Author
(415) 501-0073
Acacia Gentrup, Publicity Manager
(402) 472-3581
University of Nebraska Press
zehner@greenillusions.org | agentrup2@unl.edu
http://GreenIllusions.org




Wissenschaft kontra AGW-Propaganda in North Carolina

Bild rechts: Das Staatssiegel von North Carolina (Photo credit: Wikipedia)
Der Streit dreht sich um eines der AGW-Hauptschlachtfelder: dem Anstieg des Meeresspiegels (Sea Level Rise SLR). Nun fügt es sich, dass NC über eine lange Küstenlinie verfügt, die inzwischen zum Epizentrum in den USA zu diesem Thema geworden ist.
Die Kurzversion lautet, dass dies vor vielen Jahren angefangen hat, als eine Staatliche Agentur (Coastal Resource Commission: CRC) ein 20 Köpfe starkes „wissenschaftliches Panel“ ausgewählt hat, um die Lage in NC hinsichtlich des SLR bis zum Jahr 2100 abzuschätzen. Dies hätte ein sehr nützliches Projekt sein können, wenn das Personal ausgewogen ausgewählt worden wäre und die Abschätzung des Panels wissenschaftlichen Standards gefolgt wäre. Bedauerlicherweise war beides nicht der Fall, und das Projekt sprang schon bald aus den Gleisen und landete in den Gräben der politischen Agenda.
In ihrem Bericht aus dem Jahr 2010 kam das Panel zu dem Ergebnis, dass NC einen Anstieg des Meeresspiegels um 39 inch [ca. 100 cm] bis zum Jahr 2100 erwarten könne. Ihre Ergebnisse fußten auf einer Studie von Stefan Rahmstorf aus dem Jahr 2007 und erwähnte nicht eine einzige Studie, die eine andere als die Rahmstorf’sche Sichtweise vertrat. Kurz nach Veröffentlichung des Berichtes begannen staatliche Agenturen damit, küstennahe Gemeinden zu bereisen und sie darauf hinzuweisen, dass sie GROSSE Änderungen vornehmen müssen (Erhöhung von Straßen und Brücken, Eigentum umwidmen, Flutkarten zu Versicherungszwecken neu zeichnen usw.)
Als unabhängiger Wissenschaftler wurde ich durch die Verwaltung meines an der Küste gelegenen Landkreises dringend gebeten, diesem Report eine wissenschaftliche Perspektive zu verleihen. Obwohl ich nicht einmal ein SLR-Experte war, erkannte ich sofort, dass dieses Dokument ein klassischer Fall von Confirmation Bias [etwa: Verzerrung durch Vorfeststellung] war, da darin viele wissenschaftliche Standards verletzt worden sind. Um aber mit der Materie vertrauter zu werden, bat ich etwa 40 internationale SLR-Experten (Ozeanographen usw.) um eine Stellungnahme.
Ich sammelte und ordnete ihre Antworten zu einer Antwort auf den Bericht des Panels, die ich eine Kritik nannte.
In diesem 33-seitigen Dokument wurde dargelegt, wie wirkliche Wissenschaft funktioniert. Danach ging ich durch das 16-seitige CRC-Dokument, Zeile für Zeile. Dabei fand ich zahlreiche fadenscheinige Behauptungen, unbelegte Vermutungen und fragwürdige Modelle. Es war nicht schön.
Es war während dieser Zeit, als ich ersucht worden bin, mit einer kleinen küstennahen Organisation zusammenzuarbeiten, die sich NC-20 nannte (es gibt 20 Küstenlandkreise in NC). Da man dort an wissenschaftlich fundierten Lösungen hinsichtlich der Küste von NC interessiert war (was ich auch vertrete), habe ich zugestimmt, deren wissenschaftlicher Berater und ein Mitglied zu werden (beides ehrenamtliche Tätigkeiten ohne Bezahlung).
Ursprünglich hatten wir Hoffnungen gehegt, dass der CRC-Bericht bestätigt werden könnte. Also trafen wir uns mit dem Vorsitzenden des CRC, erklärten ihm unsere Bedenken und übergaben ihm die Kritik. Es schien, als ob er dafür offen sei, und wir waren optimistisch, dass diese wichtige Angelegenheit in Ordnung gebracht werden könnte. Das erwies sich als Illusion, da keiner der Panel-Mitglieder uns je kontaktiert hatte, um über auch nur einen einzigen ihrer Fehler zu sprechen oder eine ausgewogenere Abschätzung vorzunehmen. Sie sollen sich schämen!
Danach forderten wir, unsere Kritik auf der SLR-Website der CRC zu posten, aber das haben sie abgelehnt. Soviel zur Präsentation von Fakten für die Einwohner von NC.
Auf der positiven Seite hat der Staat aufgrund unserer Einwände die Regeln und Verordnungen (jedenfalls vorübergehend) zurück genommen, mit denen der die Küstenlandkreise bedroht hatte. (BTW NC-20 bestreitet NICHT, dass es einen SLR geben wird. Die Höhe des Anstiegs in NC ist unbekannt, also sollte man auch keine ernst gemeinte wissenschaftliche Abschätzung der Lage in NC vornehmen. Was eine solche Einschätzung nach sich ziehen kann, wird im Abschnitt 1 der Kritik erläutert.)
Bei allen Auftritten des CRC erwecken die Mitglieder den Eindruck, dass das Prestige ihres wissenschaftlichen Panels den Tagessieg über den Emporkömmling NC-20 davontragen würde. Um hier nachzuhelfen haben sie eine intensive PR-Kampagne gestartet, um das Ganze in eine Wissenschaft-kontra-Objektentwickler-Angelegenheit zu verwandeln (mit der Wissenschaft natürlich auf ihrer Seite!) Hier steht ein Beispiel stellvertretend für viele erschienene Artikel, und hier ein Weiteres.
Es war während dieser Zeit, als ein Mitglied des CRC mir geschrieben und gesagt hat, dass sie der Kritik zustimmen und dass sie sich dafür entschuldigen, den Bericht des Panels abgesegnet zu haben. Das Mitglied stellte fest, dass das Panel durch ein paar Aktivisten angetrieben worden war, und dass alle anderen einfach mitgelaufen sind. Das war keine Überraschung, aber das eine Einzelperson den Mut hatte, sich zu entschuldigen, war erfrischend.
Wie auch immer, die Desinformationskampagne des CRC-Panels hat nicht funktioniert, da wir nicht locker ließen. Mehr noch, fast jeder, der unsere Kritik wirklich gelesen hatte, war danach auf unserer Seite. Ein Gesetzgeber, dem sie auch gefallen hat, hat uns aufgefordert, interessierten staatlichen Gesetzgebern im November 2011 eine Präsentation zukommen zu lassen. Diese Gelegenheit haben wir beim Schopf ergriffen, und die Entgegennahme war sehr positiv (siehe meinen Teil.)
Nicht lange danach hat das CRC-Panel seine Taktik geändert. Sie bestand jetzt darin, dem Bericht ein Addendum anzufügen und dann zu behaupten, dass man allen unseren Bedenken Rechnung getragen hätte. Wenn das doch nur so gewesen wäre! Ihr neunseitiges Dokument wurde mit Null Kontakt zu uns erstellt – was alles über den Ernst aussagt, den sie irgendeiner wissenschaftlichen Resolution zubilligen.
Ich machte darauf auf dem erfolgreichen früheren Weg weiter, übergab dieses neue Dokument an die internationalen SLR-Experten und bat um Kommentare. Wieder kamen diese Kommentare, so dass ich eine detaillierte 18-seitige Antwort zusammenstellen konnte, die ich Kommentar nannte. Auch diesen sandten wir direkt an den CRC mit der Aufforderung, es auf ihrer SLR-Website zu posten – was wir selbst auf unserer Website getan haben. (Es gab vom CRC keine Antwort, und wir warten immer noch darauf, dass sie es posten).
Das nächste, was geschah, war eine RIESIGE Überraschung!
Wir wurden darüber informiert, dass die staatlichen Gesetzgeber zutiefst verärgert waren, genau wie wir mit der Politisierung dieser technischen Einzelheiten – und dass sie vorhatten, die Antreiber der Agenda per Gesetz zu stoppen! Wow!
In diesem Fall war die SLR-Gesetzgebung von jemandem entworfen worden, der einen PhD in Ozeanographie hat. Der Hauptpunkt des Dokuments war, dass künftige SLR-Projektionen auf zuvor extrapolierten empirischen Daten basieren müssen. Mit anderen Worten, staatlichen Agenturen wird es nicht gestattet, eine Politik einzuführen, die auf Spekulationen über irgendeine mögliche Beschleunigung beruht!
Als Wissenschaftler mache ich mir immer Sorgen, wenn technische Angelegenheiten in ein Gesetz gezwungen werden. In diesem Falle jedoch ist ziemlich klar, dass gewisse NC-Agenturen kein wirkliches Interesse an echter Wissenschaft haben. Was war also zu tun? Ihnen die finanzielle Unterstützung zu entziehen ist eine Möglichkeit, aber damit könnte man das Kind mit dem Bade ausschütten. Der Austausch der problematischen Mutarbeiter bei der Agentur ist eine andere Option, aber dafür gab es keine praktische Logistik. Also wurden diesen Dogmatikern lediglich einige Beschränkungen auferlegt.
Es war nicht überraschend, dass der Gegenschlag auf dem Fuße folgte. Diese Evangelisten waren daran gewöhnt, dass es immer nach ihnen gegangen ist, und der Widerstand einiger Gesetzgeber gegen ihre Religion war eine unerwartete Entwicklung.
In ihrer Pein holten sie gegen jedermann aus, den sie für diese Blockade ihres Kreuzzuges verantwortlich machen konnten – einschließlich Sie und ich. Es gab zahlreiche Sprüche (einige davon national), in denen sich darüber beklagt wurde, dass „gute Wissenschaft“ durch ignorante Gesetzgeber torpediert wird. Sogar der Colbert Report hatte seinen Spaß damit.
Natürlich wurde kaum darüber berichtet, dass die Gesetzgeber tatsächlich versucht haben, die Einwohner von NC vor Akteuren zu schützen, die ihre Agenden als Wissenschaft maskieren. Das sind die Zeiten, in denen wir leben, wo das Gespräch billig ist und nur wenige verstehen, was Wissenschaft wirklich ist.
Schlimmer noch ist, dass tausende Wissenschaftler abseits stehen und kein Interesse daran haben, sich an wissenschaftliche Prinzipien oder Prozeduren zu halten. Die Lösung (meiner Ansicht nach) besteht darin, solchen Abweichlern ihre Grade abzuerkennen, genau wie ein Priester bei Verletzung seines Eids seines Amtes enthoben wird.
In jedem Falle folgt hier ein Auszug aus dem SLR-Gesetz von NC (H819), worin auch ein Link zum Download einer PDF-Version enthalten ist. Vorigen Freitag gab es eine kurze Anhörung vor dem Komitee (das interessante Video hier), bei dem diese Angelegenheit diskutiert und zur Abstimmung gebracht worden ist. Es wurde einstimmig verabschiedet.
So wie ich es verstehe, könnte der Senat von NC in Kürze über diese Sache abstimmen. Ich hoffe, dass sie nicht von ihrer wertvollen Objektivität abgebracht werden. Ich schreibe dieses (mit begrenzter Wortzahl und bearbeitet) Op-Ed, um einigen Desinformationen zu begegnen.

Einige nehmen an, dass diese Maßnahme durch den Prozess der Gesetzgebung kommt und dann von unserem Gouverneur durch Veto blockiert wird. Als Optimist hoffe ich, dass der Gouverneur nicht länger die grüne Konstitution füttern muss, und dass er stattdessen eine Botschaft aussenden kann, dass wirkliche Wissenschaft die Grundlage der Gesetzgebung des Staates sein sollte. Dies würde ihrer Gesetzgebung einen enormen positiven Schub verleihen.
John Droz, Jr. is a Physicist & Environmental Advocate; Morehead City, North Carolina
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/06/11/science-vs-agw-advocacy-in-north-carolina/
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Anmerkung des Übersetzers: Dies ist die Kurzfassung eines ausführlicheren Artikels hier. Dort steht am Ende auch etwas mehr über den Autor.




Energiewende ist politisch, nicht sachlich motiviert!

Als Folge davon bedurfte es nur noch eines Auslösers, um die Stimmung endgültig umschlagen zu lassen. Dieser war ein katastrophales Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami in Japan. Zumindest das zweite Ereignis ist in Deutschland unmöglich. Die Zwanzigtausend Opfer dieser Naturkatastrophe waren den deutschen Medien kaum eine Erwähnung wert. Dagegen wurde die durch den Tsunami und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen ausgelöste Havarie mehrerer Kernkraftwerksblöcke in Fukushima zu einem Ereignis stilisiert, das die deutsche Abkehr von der Stromerzeugung aus Kernkraft unabdingbar machen müsste.
Indessen ist bis heute in Fukushima kein einziges Menschenleben durch unzulässig hohe radioaktive Strahlung zu beklagen. Verantwortlich für die de finitive Entscheidung zur Aufgabe der Kernkraft hierzulande war schließlich eine von der Bundeskanzlerin Angela Merkel beauftragte Ethikkommission. Dieser gehörten ein Landes- und ein Erzbischof, sowie der Präsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken an, aber kein einziger Energieexperte. Die Kommission befürwortete den internationalen Sonderweg Deutschlands hin zu einer elektrischen Energieerzeugung ausschließlich aus Wind und Sonne. Auf Grund der fachlichen Expertise der maßgebenden Kommissionsmitglieder darf hierbei von einem Schritt zurück in die Zeiten vor der Aufklärung gesprochen werden.
Die Aufgabe der deutschen Kernkraftnutzung ist sachlich nicht begründbar. Der Sicherheitsstandard deutscher Anlagen gehört weltweit zu den höchsten seiner Art. Die in Deutschland ausschließlich eingesetzten Leichtwasserreaktoren sind gegen eine Explosion (GAU) inhärent sicher, was der Öffentlichkeit unbekannt ist. Wir sind zudem unweit unserer Landesgrenzen von Kernkraftwerken benachbarter Nationen umgeben, so dass deutsche Sicherheitsvorkehrungen hier nicht mehr greifen. Von einem hypothetischen Störfall, der etwa vom französischen Kernkraftwerk Cattenom ausginge, wären sowohl das Saarland als auch das französische Lothringen gleichermaßen betro ffen.
Durch die Abkehr von der Kernenergie fehlt uns rund ein Viertel des bislang erzeugten Stroms. Wenn diese Menge wenigstens durch unverzüglichen Neubau von Kohlekraftwerken (Strom aus Gaskraftwerken ist zu kostspielig) ausgeglichen würde, ließe sich der durch das Abschalten von Kernkraftwerken entstandene volkswirtschaftliche Schaden noch in Grenzen halten. Dies ist aber von der derzeitigen Bundesregierung – zumindest offiziell – nicht vorgesehen. Hinzu kommen inzwischen Bürgerproteste gegen den Bau jedweder Art von neuen Kraftwerken. Der Neubau von Kohlekraftwerken wird allerdings kommen müssen, anderenfalls gehen hierzulande die Lichter aus und die Produktion wird zum Stillstand kommen. Mit Strom aus Wind, Sonne und Bioenergie ist die Versorgung einer Industrienation wie Deutschland grundsätzlich nicht möglich. Dennoch setzt die derzeitige Regierungskoalition mit der Energiewende auf diese alternativen Methoden der Stromerzeugung. Bis zu 80% Anteile und mehr an der Gesamtstromerzeugung soll mit grünem Strom in wenigen Jahrzehnten erreicht werden. Kann dies gelingen, wenn eine ganze Nation an einem Strang zieht?
Die Antwort lautet de finitiv nein, denn gemäß naturwissenschaftlichen Gesetzen und allen technischen Regeln sind Windräder, Photovoltaik und Biomasse für die Stromerzeugung einer Industrienation auf großer Skala grundsätzlich ungeeignet. Dieser Mangel ist mit keiner Art von technischem Fortschritt behebbar. Naturgesetze lassen sich nun einmal auch von der Politik nicht aus den Angeln heben.
Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, Dipl.-Physiker)
EIKE Pressesprecher
zuerst erschienen auf PI und dort in gesamtem Umfang zu lesen hier