Die Auferstehung des IPCC Hockeystickbetruges in Australien

Das Papier mochte wissenschaftlich unhaltbar sein, es war dennoch ein Kassenschlager. Die Schlagzeilen war überall:

“1000 Jahre Klimadaten bestätigen die Erwärmung von Australia” 

tönte die Presseverlautbarung der University of Melbourne. Der Guardian nahm das Thema auf:
“Wissenschaftler haben entdeckt”, dass Australasia die heißesten 60 Jahre in einem Jahrtausend erlebt”. The Age und The Australian machten mit ‚Noch nie dagegewesene Erwärmung seit 1950’. Die Geschichte wurde auf allen Kanälen des australischen Senders ABC 24 und ABC news gebracht. Dort behauptete Frau Gergis: ”In den vergangenen 1000 Jahren gab es keine wärmere Periode in Australasia, als die seit 1950.”  Auf ABC Radio National war man sich zu “95% sicher“!  Auf ABC AM hieß es, “die vergangenen fünf Jahrzehnte in Australien waren die wärmsten.”
Und darüberhinaus gab es Seiten zum Thema in Science Alert,  Campus DailyEco newsThe Conversation, Real Climate und Think Progress.
Skeptiker haben das Papier durchgesehen, und schon nach drei Wochen hat ein Team bei Climate Audit einen so schwerwiegenden Fehler entdeckt, dass die Autoren [um Frau Gergis] ankündigten, ihr Papier wäre auf Eis gelegt. Es verschwand von der Webseite der American Meteorological Society. Bei Bishop Hill steht vermutlich die beste Zusammenfassung, was das alles bedeutet, und wie die Sache ans Licht kam.
Als Steve McIntyre um alle Daten bat, erhielt er sie nicht. Frau Gergis hat eine Vergangenheit als Klima-Aktivistin – das wollte sie kürzlich verbergen. In ihrer Biographie hatte sie stolz  darauf verwiesen, dass ihre Daten von 16 Staaten angefordert worden wären: Anforderungen von Tunesien, Kuba, Brasilien – das stimmt – aber von Kanada? – da ist etwas nicht in Ordnung. Denn offensichtlich schätzte sie die statistische Expertise des Kanadiers Steve McIntyre nicht besonders. Sie verwies ihn wegen der Daten auf die übrigen Autoren und fügte hinzu: ”So ist das in der ‚Forschung’. Wir wünschen keinen weiteren Informationsaustausch in dieser Angelegenheit“.

Ob auch nur eine ihrer medialen Lautsprecher das bringen wird?

(hier die Uni Melbourne news feed).
Im Morgenprogramm des Australischen Radios hat David Karoly von der neuen Studie geschwärmt, weil ihre Stärke darin läge, dass sie mehr auf Beobachtungen als auf Computermodellierung beruhte (So allmählich spricht sich herum, dass letztere keine empirische Beweiskraft haben). Er sagte, er hätte „großes Vertrauen“ in die Ergebnisse. (Hat er ein gleich hohes Vertrauen in die Prognosen von der zukünftigen Erwärmung?)

MATTHEW CARNEY: Professor Karoly sagte, die Stärke der Studie läge mehr in ihrer Abstützung auf direkte Beobachtungen als auf den Klima-Computer Modellen.
DAVID KAROLY: In der Wissenschaft gibt es keine absolute Sicherheit, aber wir können das mit hohem Vertrauen sagen, weil wir die Analyse der Unsicherheit für die sehr ungewöhnliche Erwärmung der letzten 50 Jahre vorgenommen haben, und sie kann nicht –  mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht – mit der natürlichen Klimavariabilität allein erklärt werden. (Anmerkung der Redaktion: zum klaren und deutlich erkennbaren Einfluss der natürlichen Variation lesen Sie bitte auch den Beitrag hier)

Wie halten es diese Menschen mit der Wahrheit? Gefällt es denn solchen Medien, ihren Lesern oder Zuschauern den Eindruck zu vermitteln, dass diese Ergebnisse haltbar, verläßlich und fundiert wären. Und das, wo doch, schon bevor das Papier zurückgezogen wurde, viele investigative Reporter einiges merkwürdig fanden.

Und überhaupt: Hat auch nur ein Journalist harte Fragen gestellt?

Sehen wir mal davon ab, dass das Vertrauen in die Ergebnisse der Studie auf der Verarbeitung von Daten auf tausenderlei verschiedenen Weisen beruht, und auf 27 Proxies, von denen der Großteil noch nicht einmal alle 1000 Jahre abdeckte, auch nicht das kontinentale Australien.

Die Litanei wurde immer wieder in den Medien heruntergebetet und außer Adam Morton in The Age haben die meisten investigativen Journalisten niemals die Frage gestellt:

“Um wieviel ist es heute wärmer als vor 1000 Jahren”. Dann hätten sie nämlich erfahren, dass Frau Gergis gesagt hätte: “um ein Zehntel Grad”.
(Ganz schön viel, oder?) – Genau gesagt: 0,09C.

Die Gewissheit, dass Australien vor 1000 Jahren 0,09 Grad kühler war, stützt sich auf Beobachtungen von einer Baumgruppe in Tasmanien und in Neuseeland.

Wenn wir die regionale Temperatur so genau errechnen können, warum machen wir uns dann überhaupt Gedanken über ein Netzwerk von 100 Thermometern? Wir könnten doch einfach einen max-min-Anzeiger bei diesen Bäumen installieren und alles Übrige interpolieren, nicht wahr?
Warum überhaupt Thermometer? Wir brauchen doch eigentlich nur die Bäume? Sie sind auf ein Hundertstel Grad genau und das für einen ganzen Kontinent und für das Meer.

Wer hat so eine Studie bezahlt?

Die Sache hat $340,ooo gekostet, es kann aber auch fast eine Million Dollar sein (das jedenfalls hat Frau Gergis 2009 vermutet. Ich kann keine offiziellen Angaben finden):
“Dem Australian Research Council’s Linkage zufolge hat das Projekt einen Gesamtwert von $950K und wird von Mitte 2009 bis Mitte 2012 laufen″. [Quelle: Joelle Gergis in ihrem inzwischen entfernten Webblog. Hier ist aber noch eine Sicherheitskopie: Webcite copy]

Geht es nun so in der Politik weiter?

Die Regierung sucht sich minderqualifizierte aktivistische Wissenschaftler, bezahlt sie dafür, dass Papiere produziert werden, die vielleicht einige Wochen der Überprüfung standhalten. Die Medien geben den Dingen gleich einen offiziellen Anstrich und bringen die Geschichte, ohne nachzuhaken. Dann bekommt die Regierung Unterstützung von “dritter Seite” für ihre Politik, anscheinend von der reinsten unparteiischen Art. Für $340,000 ist das doch ein ganz schöner Gewinn, könnte man meinen.
Das Original finden Sie hier
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Auch Fritz Vahrenholt und Andreas Lüning haben sich mit dem Papier beschäftigt.
Hier können Sie die Kritik lesen.
Den akademischen CV von Dr. Joelle Gergis finden Sie hier.
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Übersetzung: Helmut Jäger, EIKE
[Anm. d. Ü: Die folgenden Referenzen sind bis auf einen Kommentar zur Finanzierung im englischen Original belassen.]

Referenzen

Cook, E. R., Buckley, B. M., Palmer, J. G., Fenwick, P., Peterson, M. J., Boswijk, G. and Fowler, A. 2006. Millennia-long tree-ring records from Tasmania and New Zealand: a basis for modelling climate variability and forcing, past, present and future. J. Quaternary Sci., Vol. 21 pp. 689–699. ISSN 0267-8179.  [abstract]
J. Gergis, R. Neukom, S.J. Phipps, A.J.E. Gallant, and D.J. Karoly, “Evidence of unusual late 20th century warming from an Australasian temperature reconstruction spanning the last millennium”, Journal of Climate, 2012, pp. 120518103842003-. DOI.  [ Paper (PDF)]
ARC Funding: ARC Linkage Project Funding Outcomes
[Es ist schwer die ursprüngliche Finanzierung zu finden, diese hier beläuft sich nicht auf die $950k insgesamt. Sie könnte nur ein Teil der Finanzierung sein, oder eine Aufstockung oder vielleicht ist der ursprüngliche Antrag auf $950k nicht durchgegangen?…]
2606 ATMOSPHERIC SCIENCES
The University of Melbourne
LP0990151 Dr JL Gergis; Prof DJ Karoly; Prof N Nicholls; A/Prof DS Garden; Prof CS Turney; Dr AM Lorrey; Dr K Braganza; Dr RJ Allan; Miss G Skelly; Ms RJ Moran; Dr K Tan; Mr RA Neville; Dr NR Lomb
Approved Project Title Reconstructing pre-20th century rainfall, temperature and pressure for south-eastern   Australia using palaeoclimate, documentary and early weather station data.
2009 : $ 65,000
2010 : $ 117,500
2011 : $ 105,000
2012 : $ 52,500
APA(I) Award(s): 1
APDI Dr JL Gergis, Collaborating/Partner Organisation(s), Australian Bureau of Meteorology, Met Office Hadley Centre, Murray-Darling Basin Commission, Department of Sustainability and Environment,
Melbourne Water , National & State Libraries Australasia, National Library of Australia,
State Library of Victoria , State Library of New South Wales, Powerhouse Museum, Administering Organisation The University of Melbourne,
Summary of Linkage Projects Proposals by Primary Class Code for Funding to Commence in 2009
Updated 13 August 2009 Page 14
Project Summary
South-eastern Australia is in the grip of a severe water crisis due to the worst drought in recorded history and increasing temperatures. This landmark project brings together a team of Australia’s leading climate scientists, water managers and historians with the common goal of reconstructing south-eastern Australia’s climate history. The greatly extended record of annual rainfall and temperature variability will allow better planning for water storage and use, and improved testing of climate model simulations. Improving our understanding of the historical impacts of climate extremes on society will assist with planning for life in a hotter and drier future.
Thanks to Geoff Derrick for tadvice.
Australian Broadcasting Corporation, Corporate Communications

AM with Tony Eastley

Austaliens Morgenprogramm: Monday to Saturday from 8:00 am on ABC Local Radio and 7:10 am on Radio National.




EIKE erhält Verbraucherschutz Award 2012

Der Award zeichnet Personen und Organisationen aus, die sich in vorbildlicher Weise für Belange von Wohnungseigentümern und Mietern eingesetzt haben.
Der EIKE e.V. ist ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschgemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar gegenüber der Bevölkerung ansehen. EIKE lehnt folglich jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk deshalb mit Abgaben zu belasten.
Der Preisträger hat zu diesem Zweck Informationslücken im Bereich Klima und Energie mit einer beispiellosen Systematik geschlossen, Meinungen und Gegenmeinungen aus aller Welt von Fachleuten regelmäßig jetzt Jahre hinweg kostenfrei für Interessierte zur Verfügung gestellt, öffentliche Konferenzen organisiert und sich  dabei stets bemüht, auch Wohnungsinhaber vor überzogenen Kosten und unwirtschaftlichen Ausgaben zu schützen.

Der Verein wurde im Februar 2007 gegründet und  finanziert sich aus freiwilligen Beiträgen seiner Mitglieder sowie Spenden. Er ist gemeinnützig tätig. Der Verein veröffentlicht seine Berichte, Informationen und Gutachten regelmäßig im Internet unter www.eike-klima-energie.eu

Themen der letzten Wochen zur Aufklärung waren u.a.:

Ÿ Ölvorräte für 200 Jahre in einer einzigen Schieferformation.
Ÿ Die sich zuspitzenden Krise der europäischen Klimapolitik.
Ÿ Club of Rome will Demokratie abschaffen. Panikmache mit Angst- u. Schreckensszenarien.
Ÿ Klimakonsenz? Nein, stattdessen 97% frisierte Statistiken!
Ÿ Sonderweg Deutschland. Minister wollen keine billige Energie zulassen!
Ÿ Solarstrom über Pfingsten, die teuerste Stromeinspeisung, die es je gab (56 Mill. € extra)!
Ÿ Textilfirmen verweigern Ökostrom-Umlage wegen Verfassungswidrigkeit.
Der Verbraucherschutzpreis wurde auf der „Internationalen Klimakonferenz“ am 15.6.2012 in Berlin übergeben.

Die Arbeit des EIKE e.V. wurde als vorbildlich gewürdigt.

15.6.2012  –  Norbert Deul – 1. Vorstand
                     Hausgeld-Vergleich e.V.

Allen Lesern herzlichen Dank für Ihre Glückwünsche und Anerkennung

Die Redaktion




Der längste, am höchsten aufgelöste, unbequemste Paläoklima-Datensatz, der nicht veröffentlicht worden ist

Bild rechts: Links ist die Temperatur in °C aufgetragen, unten die Jahre von 0 bis 2000.
Derartige Bilder verkaufen sich nicht gut. Mit einer deutlichen Mittelelterlichen Warmzeit und ohne Hockeyschläger gibt es keinen Alarm, und keine $$ fließen für „weitere Studien“. Im Zuge der Gergis et al retraction merkt Steve McIntyre an, dass einer der „aussortierten“ Datensätze rein zufällig gerade derjenige ist, der die höchste Auflösung und die längste Dauer der Aufzeichnung zeigt – der Datensatz Law Dome Oxygen 18 (aus der Antarktis). Er schreibt:
Eine jährliche Version über zwei Millenien wurde Gergis übergeben (der sie aussortierte). del D und O18 hängen eng zusammen, und vermutlich sieht die nicht archivierte del D-Reihe ähnlich aus.
Wer nicht weiß, was diese Daten zeigen, folgt hier ein kurzer Auszug aus Wikipedia.
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Zyklen des Verhältnisses von Sauerstoffisotopen sind zyklische Variationen des Gehalts von Sauerstoff mit einem Atomgewicht von 18 im Verhältnis zu Sauerstoff mit dem Atomgewicht 16 in einigen Substanzen, zum Beispiel Polareis oder Kalkspat in Bohrkernen von Sedimenten am Grund der Ozeane. Das Verhältnis ist abhängig von der Wassertemperatur historischer Ozeane, die wiederum historische Klimaverhältnisse spiegelt. Zyklen in diesem Verhältnis spiegeln Klimaänderungen in der geologischen Vergangenheit.

Zusammenhang zwischen Temperatur und Klima
Das Verhältnis O18 zu O16 stellt eine Aufzeichnung der historischen Wassertemperatur dar. Eine Wassertemperatur um 10 bis 15 °C Grad kälter als heute repräsentiert Vereisung. Breitet sich das kältere Wasser in Richtung Äquator aus, regnet sich mit O18 angereicherter Wasserdampf in niedrigen Breiten ab. Der verbleibende Wasserdampf mit dem folglich höheren O16–Gehalt [2] kondensiert in höheren Breiten. Niederschlag und daher auch Gletschereis enthält Wasser mit einem geringen O18-Anteil. Da große Mengen von Wasser mit O16 als Gletschereis zurück gehalten werden, ist der O18-Gehalt im Ozeanwasser hoch. Eine Wassertemperatur um 5°C über den heutigen Werten repräsentiert eine Zwischeneiszeit, wenn der O18-Gehalt im Ozeanwasser geringer ist. Ein Plot historischer Wassertemperaturen mit der Zeit weist darauf hin, dass sich das Klima zyklisch geändert hat, und zwar mit langen Zyklen und harmonischen Wellen oder kürzeren Zyklen, die den langzeitlichen Zyklen überlagert sind. Diese Methode war besonders nützlich, um eiszeitliche Maxima und Minima im Pleistozän zu identifizieren.

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McIntyre fügt hinzu:
Reihen mit Sauerstoffisotopen sind das Rückgrat zur Bestimmung des Paläoklimas. Der anerkannte, 800 000 Jahre lange Vergleich von CO2-Gehalt und Temperatur benutzt die O18 –Werte aus Wostok (Antarktis), um die Temperatur abzuschätzen. Für lange zurück liegende Zeiträume sind die O18 –Werte eine echte Erfolgsgeschichte: sie zeigen eindeutig Änderungen vom LGM zum Holozän, die mit Gletschermoränen zusammenhängen.
Die Law Dome-Aufzeichnung, die von Gergis und Karoly aussortiert worden war, ist eine außerordentlich wichtige Darstellung, weil sie meines Wissens nach die bisher längste Holozän-Reihe ist mit einer Auflösung, die fast 10 mal größer ist als die anerkannte Wostok-Aufzeichnung (Die Akkumulation hängt direkt mit der Auflösung zusammen: hohe Akkumulation ermöglicht hohe Auflösung). Die Graphik unten vergleicht die Gletscherdicke einiger prominenter Stellen in drei Zeiträumen: 1500 bis 2000, 1000 bis 1500 und 0 bis 1000. Die Auflösung während der letzten zwei Millenien ist fast doppelt so hoch wie die Auflösung der Bohrkerne GRIP und NGRIP aus Grönland, die Gegen­stand intensiver Forschung und Veröffentlichung waren.

Wegen der hohen Zuverlässigkeit der O18–Reihe in frühen Zeiten könnte man denken, dass die Paläoklimatologen extrem interessiert an einer Veröffentlichung der Law Dome O18–Daten interessiert sind und an dieser Stelle Druck auf Tas van Ommen ausüben.

Aber trotz dieser offensichtlichen Gelegenheit, die Law Dome bietet, gab es praktisch keine fachliche Veröffentlichung einer hoch aufgelösten O18- oder delD-Isotopen-Reihe.

Eine Klimagate-E-Mail zeigt, dass Phil Jones wegen des Weglassens der Law Dome Reihe im ersten Entwurf des AR4 nachgefragt hat. Ich stellte die gleiche Frage zum zweiten Entwurf des AR4. Sie erkannten, dass die Law Dome-Graphik eine deutliche Mittelalterliche Periode zeigt und folglich „die Botschaft verwässern“ und vielleicht den „Skeptikern Futter reichen“ würde, wenn man sie in die Graphik integrieren würde.
Der gesamte Bericht bei Climate Audit steht hier.
Das Team versucht weiterhin, dieses Zeug zu vergraben, und Climate Audit gräbt es weiterhin wieder aus:

Anthony Watts
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/06/12/the-longest-most-high-resolution-most-inconvenient-paleoclimate-data-that-hasnt-been-published/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




NASA Top-Klima-Forscher: James Hansen – Prognosen von 1988! Ein Vergleich!

–A : Zunahme der CO2-Emissionen um 1.5% pro Jahr

–B: Konstante Zunahme der CO2-Emissionen nach dem Jahr 2000

–C: Keine Zunahme der CO2-Emissions nach dem Jahr 2000
Die CO2-Emissionen sind seit dem Jahr 2000 um jährlich etwa 2,5 Prozent angestiegen, so dass wir gemäß dem Hansen-Paper einen Temperaturanstieg erwarten würden, der stärker als in Modell A ausfallen sollte. In Abbildung 1 sind die drei Hansen-Szenarien sowie die real gemessene globalen Temperaturkurve dargestellt. Der über Szenario A hinausragende Pfeil stellt den Temperaturwert dar, den das Hansen-Team auf Basis einer CO2-Erhöhung um 2,5% vorhergesagt hätte. Laut der Hansen-Prognose müsste die Temperatur gegenüber dem Vergleichsniveau in den 1970er Jahren um 1,5°C angestiegen sein. In Wahrheit hat sich die Temperatur jedoch lediglich um 0,6°C erhöht. 
Es ist ersichtlich, dass die von der Hansen-Gruppe 1988 modellierte Temperaturvorhersage um etwa 150% danebenliegt. Es ist überaus bedauerlich, dass genau diese Art von Modellierungen von unseren Politikern noch immer als verlässliche Klimavorhersage angesehen wird.
 
 
Abbildung 1: Temperaturprognose der Hansen-Gruppe aus dem Jahr 1988. Die verschiedenen Szenarien gehen von 1,5% CO2-Zunahme (blau), konstanter Zunahme der CO2-Emissionen (grün) und stagnierenden CO2-Emissionen (rot) aus. In der Realität stiegen die CO2-Emissionen um sogar 2,5% an, was einem Szenario oberhalb der blauen Kurve entsprechen würde. Die schwarze Kurve gibt die letztendlich real gemessen Temperatur an (gleitendes 5-Jahresmittel). Die Hansen-Modellierung überschätzt die Temperatur um 1,9°C und liegt damit um satte 150% daneben. Abbildung ergänzt nach Hansen et al. (1988).
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English original version of the article:
James Hansen´s predictions versus observations
One of the most important papers in the history of the climate alarm is published by J. Hansen and collaborators in Journal of Geophysical Research (1988). The title is ”Global Climate Changes as Forecast by Goddard Institute for Space Studies”.
In this paper they present the GISS model II to simulate the global climate effects of time-dependent  variations of atmospheric trace gases and aerosols.  They demonstrate the effect of 3 scenarios:
–          A : Increase of 1.5% CO2 emissions per year
–          B: Approximate constant increase of CO2 emissions after 2000
–          C: No increase in CO2 emissions after the year 2000 
The CO2 emissions have since 2000 increased with 2.5%, which means that we should expect a more drastic temperature increase than in model A.   In the figure three scenarios are shown together with the observed  global temperature curve – all shown as 5 year running mean.  
The arrow above scenario A is what they may have predicted with a 2.5 % CO2 increase which is observed, instead of the 1.5% in scenario A. However, the observed temperature increase is about 0.6C, while the predicted increase is about 1.5C. 
We must conclude that the simulations of 1988 have failed 150%. The sorry state of affairs is that these simulations  are believed to be a true forecast by our politicians. 
Jan-Erik Solheim                                                      Oslo, Norway, June 10, 2012
Professor(emeritus)
zuerst veröffentlicht bei "Die kalte Sonne"




Über den Wahnsinn und die Gefahren des Europäischen Systems zur Kontrolle von Kohlenstoffemissionen

Während sich die selbst auferlegte Sparsamkeit in den europäischen Lebensstandard frisst und bei den Wahlen Revolten auslöst, ist „Wachstum“ zum Mantra der Politiker geworden. Aber um wettbewerbsfähig zu sein, benötigt Europa eine sichere, ausreichende Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen. So lange Europa seine Besessenheit hinsichtlich der Kohlendioxid-Emissionen sowie die daraus sich ergebende Politik hin zu anti-fossilen Energieträgern nicht radikal überdenkt, wird Wachstum höchstwahrscheinlich flüchtig bleiben.
Die Gesetze der Europäischen Union legen fest, dass die 27 Mitgliedstaaten ihre CO2-Emissionen bis 2020 im Mittel um 20% kürzen müssen, verglichen mit dem Niveau von 1990. Das weitere Ziel ist eine Reduktion zwischen 80 und 95% bis zum Jahr 2050. Im Mai 2010 schätzte eine Studie des Energiekommissariats der EU, dass sich die Kosten für die Reduktion um 20% auf 48 Milliarden Euro pro Jahr belaufen würden. Der Entwurf der Energie-Roadmap dieses Kommissariats spricht Klartext: „Es gibt einen Zielkonflikt zwischen der Politik zur Klimaänderung und der Wettbewerbsfähigkeit.“
Den gibt es in der Tat. Das Beratungsbüro Verso Economics hat die Alternativkosten des Subventionssystems in UK für die Erneuerbaren berechnet und kam zu dem Ergebnis von 10 000 Arbeitsplätzen nur zwischen 2009 und 2010. Ein Bericht der Energy Intensive Users Group (EIUG, welche die energieintensiven britischen Industrien repräsentiert) und des Trades Union Congress nannte die Stahl- und Papierindustrie, Keramik, Zement, Klebstoff, Aluminium und basische anorganische Chemikalien, auf die bis zum Jahr 2020 bis zu 140% zusätzliche Kosten zukommen dürften, und zwar als Folge der Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen. Der Direktor der EIUG, Jeremy Nicholson merkt an, dass „die gegenwärtige Politik anscheinend darauf abzielt, einen Markt für Wettbewerber aus Übersee zu kreieren.“
Die emissionsfreie Solar- und Windenergie, auf die sich UK seinen Plänen zufolge immer mehr verlassen will, sind teuer. Die Regierung schätzt, dass ein geplanter Offshore-Windpark 140 Milliarden Pfund [ca. 164 Mrd. Euro] oder 5600 Pfund [ca. knapp 7000 Euro] für jeden einzelnen Haushalt kosten würde. Konventionelle Energie könnte die gleiche Menge an Energie zu einem Preis bieten, der nur 5% davon ausmacht.
Das Department of Energy and Climate Change in UK hat einen Bericht in Auftrag gegeben (unter Leitung von Prof. John Hills von der London School of Economics), das Thema „Energiearmut“ zu untersuchen, die definitionsgemäß vorliegt, wenn mehr als 10% das Haushaltseinkommens für Energie aufgewendet werden muss. Es wurden vier Millionen von Englands 21,5 Millionen Haushalten gefunden, die in diese Kategorie fallen, und diese Zahl könnte sich noch auf 9,2 Millionen bis zum Jahr 2016 erhöhen (43% aller Haushalte in England). Einige der Schlüsselfaktoren sind grüne Steuern und Abgaben, die die Rechnungen bis zum Jahr 2020 um 200 Pfund [ca. 240 Euro] erhöhen dürften.
Die spanischen Erfahrungen mit der Subventionierung der Erneuerbaren waren schmerzhaft. Eine Studie der Universidad Rey Juan Carlos kam im Jahr 2009 zu dem Ergebnis, dass die Subventionen 3,45% der Steuerlast aller spanischen Haushalte ausmachten und zu einem Verlust von 110 500 Arbeitsplätzen führten. Eine interne Untersuchung der Regierung Zapatero war genauso düster. Darin wurde festgestellt, dass der Strompreis die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Industrie bestimmt, und der Preis war auf 17% über den europäischen Mittelwert gestiegen. Hauptgrund: die Subventionen der Regierung für Erneuerbare, die zwischen 2004 und 2010 um das Fünffache gestiegen sind.
Während die Solar-Investitionsblase in Spanien inzwischen geplatzt ist, fahren andere mit schlecht durchdachten Plänen fort. Dänemark hat jetzt schon die höchsten Energiepreise in Europa. Und doch hat die kürzlich gewählte dänische Regierung ihr Ziel zur CO2-Reduktion auf 40% bis zum Jahr 2020 angehoben und sich das weitere Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ganz von fossilen Energieträgern loszukommen.
Das Subventionssystem in Italien hat das Preisniveau für Windenergie um das Dreifache über das Marktniveau gehoben. Eine Studie des italienischen Instituto Bruno Leoni fand heraus, dass das Kapital zur Schaffung eines grünen Arbeitsplatzes ausgereicht hätte, um 6,9 Arbeitsplätze in der Industrie zu schaffen.
Selbst Deutschland, Europas gesündeste Wirtschaft, könnte vor einigen rüden Überraschungen stehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 verlangt von allen Stromversorgern die Einspeisung von Erneuerbaren zu festgesetzten, exorbitanten Preisen, die für 20 Jahre garantiert sind. Eine deutsche Versorgungsinstitution hat festgestellt, dass die [Erzeugung von] Sonnenenergie in Deutschland etwa so sinnvoll ist wie der Anbau von Ananas in Grönland. Trotzdem verfügt Deutschland inzwischen über die Hälfte der weltweiten Photovoltaik-Kapazität.
Fritz Vahrenholt, der scheidende Leiter der Abteilung Erneuerbare Energie bei RWE Innogy und ein früherer Held der deutschen Umweltbewegung, sagt jetzt: „Wir zerstören die Grundlagen unseres Wohlstands. Wir stellen die Autoindustrie in Deutschland zur Disposition, die Stahl-, Kupfer-, Silikon- und chemische Industrie, was immer Sie wollen!“
In Frankreich gibt es wegen des großen Anteils der Kernkraft keine Emissionsprobleme. Aber der neue Präsident Francois Hollande hat versprochen, die Kernkraft um ein Drittel zu kürzen. Seine geschlagene sozialistische Rivalin Maxine Aubry hat versprochen, die Kernkraft insgesamt abzuschalten.
Ist die Energiequelle billig und reichlich vorhanden – und noch dazu mit geringem CO2-Ausstoß – möchte der größte Teil Europas davon nichts haben. Obwohl es in Europa riesige Schiefergas-Vorkommen gibt, hat Deutschland zur Ausbeutung von Schiefergas ein Moratorium verfügt, was in Frankreich bereits per Gesetz verboten ist.
Täglich gibt es immer mehr Beweise dafür, dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung eine verlogene Apokalypse ist, aber seine Auswirkung hinsichtlich der Beeinträchtigung des Lebensstandards ist nur zu real.
N. N.
Link: http://www.icecap.us/ vom 7. Juni, Spalte 1 „What’s New & Cool“
Übersetzt von Chris Frey EIKE