Kalte Bequemlichkeit

Ich habe schon seit Langem einen Freund, Ron Marr, der einen Terrier namens Jack besitzt. Er hat vor Kurzem in einem Kommentar für das Magazin Missouri Life geschrieben, dass „Jack nicht im Mindesten an die globale Erwärmung glaubt; er glaubt nicht an die atmosphärischen Höllenfeuer durch Ozonlöcher oder Sprühdosen mit Staub oder riesige Kobolde mit großen Vergrößerungsgläsern. Wir teilen die Ansichten zu diesem Thema und sprechen oft darüber. Unserer übereinstimmenden Meinung nach ist dieser Schwall Unsinn der Tatsache geschuldet, dass – wissenschaftlich ausgedrückt – es Sommer ist und die Sonne heiß scheint.“
Am 3. Juli schrieb Seth Borenstein, ein Reporter für Associated Press, wo seit Jahrzehnten Lügen über die globale Erwärmung verbreitet werden: „Wenn Sie mal einige der schlimmsten Folgen der globalen Erwärmung erschnuppern wollen, schlagen Wissenschaftler vor, dass Sie sich mal das Wetter in den USA während der letzten Wochen anschauen“.
WIR HABEN SOMMER, SETH! IM SOMMER WIRD ES HEISS!
Die Hohepriester der globalen Erwärmung haben nicht lange gebraucht, das gegenwärtige WETTER als KLIMA zu bezeichnen. Da gibt es einen sehr großen Unterschied. Wetter ist etwas, das jetzt passiert, während Klima im Maßstab von Jahrhunderten gemessen wird. Es geht dabei um Trends und Zyklen.
Es war sicher ein heißer Sommer bisher. Reuters berichtete, dass „während der vergangenen Woche mehr als 2000 Temperaturrekorde erreicht oder gebrochen worden sind, und zwar im Zuge einer brutalen Hitzewelle, die weite Teile der USA erfasst hat“. Die Ankündigung wurde von der NOAA am 2. Juli gemacht.
Der Meteorologe Joe Bastardi stellte einen anderen Reporter zur Rede, der die Hitzewelle mit der globalen Erwärmung in Verbindung gebracht hatte, und wies ihn darauf hin, dass „die USA weniger als 10% der Fläche des Globus’ ausmachen“ und dass er ignoriert hätte, dass „es in Skandinavien den kältesten Juni seit Beginn von Aufzeichnungen gegeben und Australien einen schlimmen Winter erlebt hatte“.
Was uns inzwischen klar sein sollte: die Warmisten nutzen alle Tricks, um ihren Schwindel voranzutreiben.
Die simple Tatsache ist, dass Hitzewellen nichts Neues sind. Im Jahr 1936 gab es die schlimmste nordamerikanische Hitzewelle in der modernen Geschichte des Kontinents. Sie ereignete sich gerade mitten in der Großen Depression, tötete mehr als 5000 Amerikaner und vernichtete große Mengen der Ernte. Um die Perspektive gerade zu rücken, damals gab es keine Klimaanlagen. Die Leute waren von Ventilatoren abhängig, wenn sie Luft bewegen wollten.
Die Sonne ist sicher heiß, aber deren Hitze – Solarstrahlung – hat nicht ausgereicht, um zyklische Eiszeiten und kurze Perioden intensiver Kälte zu verhindern, weil die Sonne selbst Zyklen zunehmender und abnehmender Solarstrahlung durchläuft.
Zwischen 1550 und 1850 gab es die „Kleine Eiszeit”. Die Temperaturen gingen so stark zurück, dass die Themse in England zufror und man „Frostfeste“ darauf feierte. Sie war in Europa und in Teilen Nordamerikas spürbar.
Matt Ridley hat im Wall Street Journal angemerkt, dass es “während der letzten Millionen Jahre in weniger als 10% der Zeit so warm wie heute oder noch wärmer war, und zwar während 11 kurzer Perioden, die als Zwischeneiszeiten bekannt sind“. Er fügte hinzu, dass „diese Warmzeit bereits 11 600 Jahre dauert, und dass sie bei normalem Verlauf der Dinge zu Ende gehen muss“.
Die mittlere Länge einer Zwischeneiszeit beträgt 11 500 Jahre.
In den siebziger Jahren, noch vor dem Schwindel um die globale Erwärmung, waren viele Wissenschaftler davon überzeugt, dass eine neue Eiszeit begonnen hätte. Im Januar 2012 hat ein Mitglied der Russian Academy of Sciences, Habibullo Abdusamatov, vorhergesagt, dass die nächste Eiszeit im Jahre 2014 beginnen und mindestens zwei Jahrhunderte lang dauern wird. Hinsichtlich des Timings könnte er recht haben. Er könnte falsch liegen. Nur eines ist sicher. Eine neue Eiszeit auf der Erde ist überfällig.

Mein Freund Robert W. Felix, Autor des Buches „Not by Fire, But by Ice“, ist ein Experte für Eiszeiten und magnetische Umkehrungen [= Umpolungen?]. Es war Letzteres, was zum Massenaussterben wie z. B. den Dinosauriern und vieler anderer Spezies am Ende der Kreidezeit geführt hatte. Während der Eiszeiten verschwindet das Wasser der Erde nicht, sondern es wird zu Eis. Das gegenwärtige Wachstum der Gletscher des Planeten ist ein Indikator dessen, was tatsächlich vor sich geht.
Ein anderer Indikator ist natürlich die Sonne. Am 29. Januar 2012 schrieb David Rose in der Daily Mail in UK: „Der vermeintliche ‚Konsens’ zur anthropogen verursachten globalen Erwärmung steht nach der Veröffentlichung neuer Temperaturdaten vor einer unbequemen Herausforderung, zeigen diese doch, dass sich der Planet seit 15 Jahren nicht mehr erwärmt hat.
Nachdem die Sonne während des gesamten 20. Jahrhunderts auf einem ungewöhnlich hohen Energieniveau gestrahlt hatte, geht sie jetzt einem ‚großen Minimum’ entgegen, wodurch kühle Sommer, bitterkalte Winter und eine Verkürzung der Vegetationszeit für pflanzliche Nahrungsmittel drohen. Die Sonne durchläuft 11-Jahre-Zyklen, wobei zum Maximum die höchste Zahl an Sonnenflecken auftritt.
Derzeit sollten wir am Maximum dessen sein, was Wissenschaftler den ‚Zyklus 24’ nennen … aber die Anzahl der Sonnenflecken liegt bei weniger als der Hälfte von denen, die zu den Maxima im 20. Jahrhundert beobachtet worden waren“. So weit David Rose. Komischerweise gibt es trotz der offensichtlichen und dokumentierten Auswirkungen der Sonne auf die mittlere Temperatur des Planeten Wissenschaftler, die von deren wesentlicher Rolle nicht überzeugt sind. Nur relativ wenige verstehen überhaupt die Rolle magnetischer Umpolungen in der Geschichte des Planeten.
Tatsächlich war die kleiner werdende Anzahl der Sonnenflecken schon eine Weile bekannt. Im Juni 2010 hat Stuart Clark, der für die Zeitschrift The New Scientist schreibt, erkannt, dass „die Sonnenflecken während der vergangenen zwei Jahre gefehlt haben. Ihr Fehlen, die längste derartige Periode in fast einhundert Jahren, hat selbst erfahrene Sonnenbeobachter überrascht.“.
Das Offensichtliche kommt für die Leute oft überraschend. Die letzte Eiszeit hat sehr schnell Einzug gehalten, und die nächste wird das wahrscheinlich auch tun. Bis dahin wird die gegenwärtige Hitzewelle jedermanns Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
© Alan Caruba, 2012
Link: http://factsnotfantasy.blogspot.de/2012/07/cold-comfort.html und http://www.anxietycenter.com/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimaerwärmung dank Wärmeinseleffekt: Städte bedecken inzwischen eine Fläche die größer ist, als Frankreich, Spanien und Deutschland zusammen!

Ein Temperatur-Wärmerekord bedeutet nicht notwendigerweise einen Tag mit Rekordhitze
Am 29. Juni war die Temperatur am Reagan International Airport (DCA) in Washington* bis 104°F [ca. 40°C] gestiegen, was pflichtschuldigst von allen und jedem als der heißeste Junitag vermeldet worden ist. Typisch dafür war der Bericht in der Washington Post mit dem Titel „D.C. shatters all-time June record high, sizzles to 104” [sinngemäß: In Washington wurde der absolute Juni-Rekord gebrochen].
*Gemeint ist hier immer Washington D.C [District of Columbia], also die Hauptstadt am Atlantik und nicht der US-Bundesstaat am Pazifik. A. d. Übers.
Mark Richards, Wetterbeobachter am Reagan National Airport, sagt, dass die Temperatur um 14.48 Uhr Ortszeit bis 104°F [ca. 40°C] gestiegen war, was den alten Junirekord von 102°F [ca. 39°C] jeweils am 9. Juni 1874 und 2011 gebrochen hätte. Wir erleben derzeit die heißesten Juni-Temperaturen in Washington seit 142 Jahren.
Tatsächlich war diese 104°F die höchste Temperatur, die je im Juni in der Umgebung von Reagan National Airport gemessen worden war. Aber war es auch der jemals wärmste Tag in Washington?
So sieht es am Reagan National Airport aktuell aus:
 
Abbildung 1: Photo aus dem Jahr 2011. Links im Vordergrund erkennt man das Jefferson Monument. Dahinter auf der anderen Seite des Flusses mit dem abhebenden Flugzeug liegt der Reagan National Airport. Man beachte die Entwicklung der Kristallstadt [Crystal City] rechts, ebenfalls auf der anderen Seite des Flusses.
Und hier folgt eine Fotografie, die uns zeigt, wie es in diesem Gebiet vor einigen Jahrzehnten ausgesehen hat:
 
Abbildung 2: Dieses Bild aus dem Jahr 1942 zeigt das Jefferson Monument im Bau. Es gibt rechts weder eine Kristallstadt noch irgendeinen Reagan National Airport. Tatsächlich kann man erkennen, dass das Gebiet noch aufgefüllt werden musste. Im 19. Jahrhundert war das vom Memorial und dem umgebenden Land bedeckte Gebiet ebenfalls noch Wasser, da große Teile davon ebenfalls aufgefüllt worden sind.
Ganz klar ist es kein Vergleich von Äpfeln mit Äpfeln, wenn man die Temperaturmessungen aus dem Jahr 2012 mit denen während der letzten Jahrzehnte vergleicht. Die Daten sind nicht homogenisiert. Und ob die Behauptung, dass der 29. Juni 2012 der heißeste Juni-Tag in Washington seit 142 Jahren war (oder nicht) – diese Behauptung kann nicht durch das bloße Betrachten der Temperaturaufzeichnungen am Fluhhafen gestützt werden.
Die Differenz von zwei Grad zwischen den früheren Aufzeichnungen und denen vom 29. Juni könnte sehr gut sowohl am städtischen Wärmeinseleffekt als auch am „Flughafen-Wärmeinsel-Effekt“ liegen, ein viel zu wenig untersuchtes Phänomen (trotz der Tatsache, dass jeder, der mal auf Asphalt mitten im Sommer gelaufen ist, weiß, dass man den Eindruck hat, über glühende Kohlen zu laufen).
Indur M. Goklany
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/07/01/the-highest-temperature-reading-doesnt-necessarily-mean-a-record-hot-day/

Die Wärmeinseln der Städte in Texas kommen über Sie
Joe D’Aleo hat gerade vorgeschlagen, dass ich mir einmal einige der Daten von der Website des NCDC namens „US climate at a glance“ anschauen sollte. Diese Seite erlaubt Vergleiche der aktuellen Daten (nicht Anomalien), die im USHCN-Bodentemperatur-Netzwerk des NCDC verwendet werden. Die Website des NCDC gestattet den Vergleich der aktuellen USHCN-Daten nicht nur in den USA, sondern auch US-Bundesstaaten und Städte untereinander. D’Aleo interessierte sich für den städtischen Wärmeinseleffekt (UHI) in texanischen Städten. Zuerst schauen wir mal auf den Bundesstaat Texas selbst während der letzten 100 Jahre:

Quelle: http://www.ncdc.noaa.gov/oa/climate/research/cag3/tx.html
Wie man sieht, ist der Trend im Wesentlichen flach mit einem Wert von 0,01°F pro Dekade während der letzten 100 Jahre. Dieser Trend selbst ist interessant, aber es gibt noch viel mehr Interessantes, wenn man sich die Städte individuell anschaut.
Hier folgt eine Liste von Städten in Texas, geordnet nach Bevölkerungszahl (von Wikipedia):

Rank  Population  Place name
1 2,099,451 Houston
2 1,327,407 San Antonio
3 1,197,816 Dallas
4 790,390 Austin
5 741,206 Fort Worth
6 649,121 El Paso
7 365,438 Arlington
8 305,215 Corpus Christi
9 259,841 Plano
10 236,091 Laredo
11 229,573 Lubbock
12 226,876 Garland
13 216,290 Irving
14 190,695 Amarillo

Die drittgrößte Stadt in Texas hinsichtlich der Bevölkerungszahl ist natürlich Dallas. Unglücklicherweise liegen den NCDC-Seiten zufolge aus Dallas nur Daten bis 1948 zurück vor, die man vergleichen kann. Also nehmen wir mal das Jahr 1948 als Anfangspunkt des Vergleichs. Hier folgt zunächst der staatsweite Trend seit 1948:

Der dekadische Trend von 1948 bis 2011 ist 10 mal größer als der von 0,1°F pro Jahrzehnt der letzten 100 Jahre
Schauen wir jetzt auf die großen Städte in Texas, deren Werte auf der Site der NCDC-Städte verfügbar sind, zuerst Dallas:

Quelle: http://www.ncdc.noaa.gov/oa/climate/research/cag3/city.html
Der dekadische Trend in Dallas ist fast dreimal Größer als der des Bundesstaates Texas und beträgt 0,28°F pro Dekade.

Schauen wir uns jetzt die größte Stadt in Texas an, Houston:

Nun würde man erwarten, dass Houston als die größte Stadt einen stärkeren Trend als Dallas aufweist, allerdings muss man dabei beachten, dass Houston einem starken ozeanischen Einfluss vom Golf von Mexiko unterliegt. Also könnte man erwarten, dass der Trend im Vergleich zu einer Stadt landeinwärts gedämpft ist.
Corpus Christi ist eine andere texanische Stadt unter Ozean-Einfluss. Der dekadische Trend dort wird auch beim Vergleich irgendwie gedämpft:

Es ist auch eine deutlich kleinere Stadt mit weniger Wachstum:

San Antonio ist jedoch die zweitgrößte Stadt und liegt weitab des Ozeans landeinwärts – der Trend dort sieht so aus:

Mit 0,41°F pro Dekade ist der Trend viermal größer als der staatsweite Trend von 1948 bis 2011. Die [Entwicklung der] Bevölkerungszahl in San Antonio sieht aus wie ein Hockeyschläger, vor allem nach 1940:

San Antonio laut Wikipedia: „Es war die am schnellsten wachsende Stadt der 10 größten Städte in den USA von 2000 bis 2010 und die zweitschnellste von 1990 bis 2000“. Also denke ich, dass ein so großer Temperaturtrend im Vergleich zu anderen texanischen Städten und den Staat selbst keine Überraschung ist.
El Paso, Texas:

Wie Corpus Christi ist auch El Paso nicht sehr schnell gewachsen.
Amarillo:

In Amarillo gab es kein so wildes Wachstum wie in San Antonio.
Was können wir also aus all diesen Vergleichen schließen? Als Erstes möchte ich darauf hinweisen, dass dies kein definitiver Vergleich ist, da viele Städte in Texas fehlen. Die hier Genannten waren die Einzigen, deren Werte auf der NCDC-Site verfügbar waren.
Mit Sicherheit können wir aber folgern, dass alle (verfügbaren) Städte mit NCDC-Daten auf der Site „US climate at a glance” einen dekadischen Trend zeigen, der größer ist als der dekadische Trend des gesamten Bundesstaates Texas im gleichen Zeitraum. Natürlich gibt es in Texas in den weiten, offenen Gebieten viele USHCN-Stationen, die nicht in bevölkerungsreichen Gegenden liegen. Daher ist es keine Überraschung zu sehen, dass der Bundesstaat Texas einen sehr kleinen, die texanischen Städte jedoch einen deutlich stärkeren Trend aufweisen.
Dr. Roy Spencer hat mehr Beispiele eines UHI gefunden, und zwar hier. Er schreibt:

Unter dem Strich zeigen sich klare Beweise für einen UHI-Effekt auf Temperaturtrends des Stationsnetzwerkes in den USA. An dieser Stelle sollte ich darauf hinweisen, dass die meisten davon keine co-op-Stationen sind, sondern zum National Weather Service und der FAA gehören. Wie deren Ergebnisse zum Stationsnetzwerk des GHCN passen, die von der NOAA für das Klimamonitoring in den USA benutzt werden, kann ich aber nicht sagen.

Anthony Watts
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/06/28/the-uhis-of-texas-are-upon-you/
Bei Anthony Watts erschien wenig später noch ein Beitrag zu diesem Thema unter der Überschrift:

Beeinflussung von Temperaturmessungen durch Verstädterung

Dr. Roger Pielke Sr. Macht auf seiner Website auf diese interessante Presseerklärung des IGBP [International Geosphere Biosphere Programme] vom März 2012 aufmerksam, die wir offensichtlich bisher alle übersehen haben. Einer der bemerkenswerten Punkte ist, dass es vor einem Jahrhundert weniger als 20 Städte mit 1 Million Einwohnern oder mehr gab, heute sind es 450. Und doch tendieren die Bewahrer der Klimadaten dazu, diese Effekte bei der Temperaturmessung unberücksichtigt lassen.

In weniger als 20 Jahren haben sich Städte auf Gebiete ausgedehnt, die größer sind als Frankreich, Deutschland und Spanien zusammen..

Verstädterung stellt sich als fundamental für die Umwelt-Nachhaltigkeit heraus, sagen Experten; die viertägige Konferenz „Planet Under Pressure“ in London hat 2800 Teilnehmer angezogen. Solange sich die Entwicklungen nicht ändern, wird der menschliche Fußabdruck bis zum Jahr 2030 weitere 1,5 Millionen Quadratkilometer überdecken – vergleichbar mit der Gesamtfläche von Frankreich, Deutschland und Spanien, sagen Experten auf einem internationalen wissenschaftlichen Kongress, der gerade in London stattfindet.
Schätzungen der UN zeigen ein Bevölkerungswachstum von heute 7 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050 auf 9 Milliarden Menschen, oder etwa 1 Million Menschen pro Woche im Mittel während der nächsten 38 Jahre mit dem größten Teil dieses Zuwachses in städtischen Zentren. Und die stattfindende Zuwanderung aus ländlichen Gebieten in die Städte könnte zu einem zusätzlichen Anwachsen in den Städten um 1 Milliarde Menschen führen. Vorhersage der Gesamtzahl städtischer Bevölkerung im Jahr 2050: 6,3 Milliarden (heute 3,5 Milliarden).
Die Frage ist nicht, ob, sondern wie es zur Verstädterung kommt, sagt Dr. Michail Fragkias an der Arizona State University, einer der fast 3000 Teilnehmer an einer Konferenz zum Thema „Planet Under Pressure“. Unglücklicherweise, fügt er hinzu, ergeben sich beim derzeitigen Wachstum der Städte ernste Risiken für die Menschheit infolge von Umweltproblemen. Kompakte Städte, auf Effizienz getrimmt, bieten einen der vielversprechendsten Wege zu Nachhaltigkeit an, und Spezialisten der Verstädterung werden ihr vielfaches Wissen austauschen, um Lösungen voranzubringen.
Wie man die Verstädterung am besten steuern kann, ist Teil vieler „Optionen und Gelegenheiten“, die unter Spezialisten globaler Umweltveränderungen stattfand, und zwar am Tag 2 der viertägigen Konferenz vom 26. bis zum 29. März. Diese Konferenz zielte auf eine große Bandbreite von Herausforderungen bzgl. Nachhaltigkeit und zeigte Empfehlungen für den Erdgipfel „Rio+20“ im Juni.
Andere vordergründige, auf der Konferenz angesprochene Optionen und Gelegenheiten schließen grüne ökonomische Entwicklungen ein (Yvo de Boer, früher Generalsekretär des UNFCCC), außerdem die Sicherstellung der Nahrungs- und Wasserversorgung für die Ärmsten der Welt (Bina Agawal, Leiterin des Institute of Economic Growth, Delhi University, Inden) sowie planetarische Verantwortung: Risiken, Hindernisse und Gelegenheiten (Georgina Mace, Professorin, Imperial College, London). Die vollständige Liste der „Optionen und Gelegenheiten“ [„options and opportunities“] kann man auf der  Website der Konferenzexternal link, opens in new window einsehen.

Städte sind verantwortlich für 70% der CO2-Emissionen

Shobhakar Dhakal, geschäftsführender Direktor des Global Carbon Project in Tokyo sagt, dass Reformen in bestehenden Städten und eine bessere Planung neuer Städte unverhältnismäßig große umweltliche Vorteile im Vergleich mit anderen Optionen bieten.

 „Ein Strukturwandel der Städte wird für die globale Nachhaltigkeit dringend gebraucht“, sagt Dr. Dhakal und fügt hinzu, dass aufstrebende städtische Gebiete „den Vorteil des später Kommenden haben hinsichtlich von Erfahrung, nachhaltigem Denken und Technologie, um so fundamentale Dinge wie den anfallenden Müll und Transportmöglichkeiten zu managen“.

Über 70% der heutigen (antropogenen..Anm. des Übersetzers) CO2-Emissionen heute hängen mit den Erfordernissen in den Städten zusammen. Gemessen in Milliarden metrischer Tonnen werden die CO2-Emissionen aus Stadtgebieten mit etwa 15 im Jahr 1990 geschätzt und 25 im Jahr 2010; mit Vorhersagen bis 36,5 bis zum Jahr 2030, unter der Annahme, dass alles so weitergeht wie bisher.
Hinsichtlich der Klimaänderung ist es also erforderlich, sich auf städtische Effizienz zu konzentrieren, wie z. B. unter Berücksichtigung von Wetterbedingungen und tageszeitabhängige Maut-Systeme, um Verkehrsstockungen zu reduzieren. Die Verstopfung weltweit kostet die Wirtschaften geschätzt etwa 1 bis 3% des BIP – ein Problem, bei dem nicht nur Treibstoff verschwendet und die Luft verschmutzt, sondern auch Zeit verschwendet wird – geschätzte 4,2 Milliarden Stunden verlorener Produktivität pro Jahr allein in den USA.
Ein „Internet der Dinge” formiert sich, merkt er an – eine rasch wachsende Zahl künstlicher High-Tech-Intelligenz, mit dem Internet verbundener Autos, Anwendungen, Kameras, Straßen, Pipelines und mehr – insgesamt eine Trillion, die heutzutage weltweit verwendet werden.
High-Tech-Möglichkeiten, um die Effizienz städtischer Operationen sowie die menschliche Gesundheit und das Wohlergehen zu verbessern, enthalten:

  • 1) Schnelle Patientenuntersuchungen und Diagnosen mit digitalisierten Aufzeichnungen der Gesundheit,
  • 2) Energieverbrauchsmessungen und Sensoren, um die Kapazität der Stromerzeugung und der Netzwerke zu überwachen, um kontinuierlich Daten zum Angebot und zur Nachfrage von Strom zu gewinnen,
  • 3) Integrierte Informationen für Reisende und Mauterhebung, basierend auf Verkehr, Wetter und anderen Daten,
  • 4) Datensammlung und Rückkopplung von Stadtbewohnern, die mobile Telephone benutzen.

„Unser Schwerpunkt sollte darin liegen, die Qualität der Verstädterung zu verbessern – von den Räumen über die Infrastruktur, Form und Funktion zur Lebensart, der Energieauswahl und Effizienz“, sagt Dr. Dhakal.
Sorgfalt muss walten, fügt er hinzu, um unerwünschte potentielle Probleme dichter Bebauung einschließlich Verstopfungen, Verschmutzungen, der Kriminalität, der raschen Ausbreitung von Infektionskrankheiten und anderer gesellschaftlicher Probleme zu vermeiden – der Schwerpunkt von Gesundheits- und Sozialwissenschaftlern, die an prominenter Stelle auf der Konferenz auftreten.
Prof. Karen Seto an der Yale-University, die zusammen mit ihren Kollegen vier der 160 Sitzungen der Konferenz Planet Under Pressure vorbereitet, sagt: „Die Art und Weise, mit der Städte seit dem 2. Weltkrieg gewachsen sind, ist weder sozial noch umweltlich nachhaltig, und die Umweltschäden der gegenwärtigen Ausbreitung der Städte sind zu groß, als dass es einfach so weitergehen könnte.“
Aus diesen Gründen „kann der Planet es sich nicht leisten zu verstädtern“, sagt Seto. „Allerdings haben die Leute überall zunehmend den westlichen Architekturstil übernommen, der ressourcenintensiv und oftmals nicht an das lokale Klima angepasst ist. Die nordamerikanische Vorortkultur ist global geworden, und autoabhängige städtische Entwicklungen werden mehr und mehr zur Norm“.

Wie sich die Menschen verstädtern, um die kommenden Jahrzehnte zu meistern

Fragkias merkte an, während es vor einem Jahrhundert weniger als 20 Städte mit einer Einwohnerzahl von 1 Million oder mehr gegeben hatte, gibt es davon heute 450. Während städtische Gebiete weniger als 5 Prozent der Erdoberfläche überdecken, „ist der vergrößerte städtische Fußabdruck wesentlich signifikanter im Vergleich zu riesigen unbewohnbaren Gebieten in den Polarregionen Wüsten und Bergregionen; die Kornkammern der Welt und andere grundlegende landwirtschaftliche und geschützte Gebiete werden von der Berechnung subtrahiert“.

Die ganze Presseerklärung steht hier
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Dr. Pielke schreibt:
Dieser Landverbrauch beeinflusst nicht nur das lokale und regionale Klima, sondern führt auch zu einem zeitlich variablen Effekt auf die Temperaturmessungen, die das IPCC und Andere als das „Goldstandard“ der globalen Erwärmung verwenden. Wie wir in unserer Studie Montandon, L.M., S. Fall, R.A. Pielke Sr., and D. Niyogi, 2011: Distribution of landscape types in the Global Historical Climatology Network. Earth Interactions, 15:6, doi: 10.1175/2010EI371 dargelegt haben, sind die Daten der GHCNv.2-Stationen wegen zuvieler urbaner und landwirtschaftlich genutzter Gebiete verfälscht (mehr als 50% der Stationen beziehen sich auf  auf 18,4% des weltweiten Festlandes) sowie im vergangenen Jahrhundert landwirtschaftlich nutzbar gemachtes Land (35% der Stationen beziehen sich auf  3,4% des Festlandes)
Diese Verzerrung kann in den kommenden Jahren im Zuge der weiter wachsenden Ausdehnung urbaner Gebiete nur immer mehr zunehmen.
Vor Kurzem habe ich (A. Watts) einen Essay über die Ungleichheit der Erwärmung in Texas geschrieben [siehe oben „Die Wärmeinseln der Städte in Texas kommen über Sie!“], und diese Presseerklärung des IGBP zusammen mit Dr. Pielkes Kommentar verleiht meinen Ergebnissen Glaubwürdigkeit.
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/07/02/impact-on-temperature-measurement-cities-expand-by-area-equal-to-france-germany-and-spain-combined-in-less-than-20-years/
Alle Texte übersetzt von Chris Frey EIKE




Mein bevorzugter Textauszug – die 26 ethischen Betrügereien der Propagandisten

14. Juni 2012
Rt. Rev. Michael Langrish
Bishop of Exeter
The Bishop’s Office
The Palace
Exeter, UK
Sehr geehrter Herr Bischof Langrish,
Anfang dieser Woche habe ich gehört, was Sie sagten, nachdem die willkommene Entscheidung gefallen war, den Segen der Diözese zur Errichtung von Windturbinen in Devon zurückzuziehen. Ich sehe, dass Ihre Bemerkungen jetzt im Daily Telegraph veröffentlicht worden sind. Im Besonderen ist es beachtenswert, dass Sie sich überlegen, ob Sie und Ihre Mitarbeiter nicht Gegen­stand von Missbrauch durch Opponenten waren. Nun, ich war nicht daran beteiligt und möchte ‚schikanierende Taktiken’ [bullying tactics] nicht stillschweigend hinnehmen. Andererseits kann ich mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen – einen Kirchenmann und damit einen Bewahrer ethischer Standards – dass solche Taktiken eine absolute Routine-Komponente des dialektischen Arsenals sind, die von den Marktschreiern der Klimaänderung bevorzugt werden, wobei das Kapitel* im Vergleich zu allen anderen Konfessionen einen prominenten und diskreditierten Kader alarmistischer Partisanen eingesetzt hat. Dem entsprechend werde ich mich nicht erniedrigen, eine schmähende Sprache zu benutzen, und ich habe aus Ehrerbietung gegenüber ‚dem Tuch’ keinerlei Absicht, Löcher dort hinein zu stechen, wenn ich es mal so ausdrücken darf.
[*Original: prelatariat. Ich habe keine Übersetzung dieses Wortes gefunden und daher auf eine Bezeichnung der katholischen Kirche zurück gegriffen. Am entsprechendsten kam mir das Wort Kapitel, Domkapitel in den Sinn. A. d. Übers.]
Zufälligerweise fiel die Sache mit Ihren Windturbinen zeitlich zusammen mit jüngsten Ankündigungen des IPCC, unterstützt durch Parallel-Ankündigungen der NOAA, einer anderen globalen Alarmistenorganisation, in diesem Fall der amerikanischen Regierung. Diese veranlassten mich, an meinen lokalen Parlamentsabgeordneten George Eustice zu schreiben – wie Sie vermutlich wissen, ein ehemaliger Presseguru von David Cameron. Statt in meinem Brief das Rad neu zu erfinden, folgt hier der leicht veränderte Text dessen, was ich ihm vor zwei Tagen geschrieben habe; die Natur der Ankündigungen von IPCC und NOAA wird zum Ende deutlich werden:
Es ist immer wieder verblüffend zu bemerken, wie Menschen wie Sie, die diese Sache missionieren, unvermeidlich die Verallgemeinerung bevorzugen gegenüber der schwierigeren Aufgabe, Details anzusprechen; Yeo zum Beispiel könnte Hauptunterricht in Heuchelei erteilen. Dies hat Konsequenzen. In unmittelbarer Bedeutung macht es das schwierig zu entscheiden, ob Sie meine E-Mail vom 8 Juni, die diesen Austausch initiiert hatte, verstanden oder überhaupt gelesen haben.
Hauptrisiken der Klimaänderung: Welche denn? Es gibt nicht einen kleinen Fetzen eines empirischen Beweises für Ihre Aussage. Es gibt natürlich einen Ozean voller lügnerischer und betrügerischer Computermodelle, programmiert von Leuten mit großem Interesse, diesen Betrug weiterzuführen. Diese umfassen individuelle Wissenschaftler, zur immerwährenden Schande jeder Akademie, wissenschaftlicher Gesellschaften und Publikationen, den Kapiteln aller religiösen Konfessionen (‚Glaubensgemeinschaften’, ziemlich affektiert und geschwollen, wie wir sie wohl jetzt nennen müssen), NGOs, Beamte, Politiker, die Medien und eine Anzahl von Industrieunternehmen.
Sie stellen fest, dass Sie die ‚Stärke meiner Gefühle in dieser wichtigen Angelegenheit’ nicht unterschätzen. Mit allem Respekt, Sie sind weit weg von der Realität! Klimaänderung ist Bestandteil des Lebens und in dieser Hinsicht banal. Allerdings habe ich ein Vorurteil gegen eklatante Schikane und echte Schurkenstreiche. Sie fügen hinzu, dass Sie persönlich an den gefährlichen menschlichen Beitrag zur sog. Klimaänderung glauben. Um eine solche Aussage zu halten, müssen Sie akzeptieren, dass in Zusammenhang mit einem riesigen, chaotischen System wie der Atmosphäre kleine Änderungen der Konzentration eines lebenswichtigen Spurengases (lassen Sie mich Sie daran erinnern, die Gesamtkonzentration liegt unter 1/25stel eines einzigen Prozentpunktes) aus sich selbst heraus keine katastrophalen klimatischen Konsequenzen generieren können; in jeder gegebenen Antwort wollen Sie bitte vermeiden, dem Impuls nachzugeben und Wasserdampf zu nennen – für alarmistische Befürworter wie Sie ein sehr unsicheres, zweiseitiges Argument! Nein, erlauben Sie mir den Vorschlag, wieder mit allem Respekt, dass dies eine intellektuelle Konstruktion ist, die man nicht mit der Ehrlichkeit einer Absicht voran bringen kann. Und doch ist es diese riesige, inverse Pyramide, gebaut auf dem Gipfel einer Sanddüne, auf der diese unehrenhafte Regierung ebenso wie ihren beklagenswerten Vorgänger, die Energie- und Wirtschaftspolitik in UK aufbaut.
Außerdem ist das überhaupt keine wissenschaftliche Angelegenheit. Die Wissenschaft ist klar. Es gab und gibt keine besonderen Änderungen des globalen Klimas, die über die natürliche Variabilität hinausgehen. Es gab in jüngster Zeit keine Klimaphänomene, die nicht irgendwann Präzedenzfälle aufwiesen. CO2 hat mit der ganzen Sache nichts zu tun.
Andererseits ist dies eine ethische Sache. Die ethischen Überlegungen ergeben sich aus den Aktivitäten der Propagandisten, wenn:

  • sie danach trachten, jede Form der Frage oder abweichender Meinungen niederbrüllen.
  • sie bedrohliche Verunglimpfungen als propagandistisches Werkzeug verwenden
  • sie die Karrieren derjenigen beschädigen, die die Kühnheit haben, ihr Dogma in Frage zu stellen,
  • sie wissend und absichtlich Daten verdrehen,
  • sie wissend und absichtlich widersprechende Daten unterdrücken,
  • sie Daten als authentisch und sicher ausgeben, wenn diese in Wirklichkeit aus dem Propagandamaterial von Umweltpartisanen willkürlich heraus gepickt werden,
  • sie die wissenschaftliche Methode unterminieren, indem sie es ablehnen, Daten und Methodik öffentlich zu machen,
  • sie absichtlich selbst für ihr persönliches Fortkommen sorgen und sich erhöhen,
  • sie deswegen vertraute Foren wissenschaftlicher Diskussion untergraben,
  • sie die Unabhängigkeit von Begutachtungen als legitime Untersuchung und Ausgewogenheit untergraben
  • sie die Jungen mit abweichender ‚Wissenschaft’ indoktrinieren,
  • sie die Umwelt mit wertlosen und überaus teuren Maschinen (Wind-/Gezeitenkraftwerke) sowie anderen Methoden wie Photovoltaikzellen zerstören
  • sie die Armen unterdrücken, indem sie Ackerland zur Erzeugung von Nahrungsmitteln in unökonomische und ineffiziente Monokulturen zur Erzeugung sogenannter Biotreibstoffe umwandeln
  • sie absichtlich ihre persönlichen Dünkel und finanzielle Interessen mit massiven Umweltverschmutzungen in der Dritten Welt verbinden,
  • sie sich aus den gleichen Gründen mitschuldig machen an der Zerstörung des Regenwaldes und der Umwelt allgemein,
  • sie die finanzpolitischen Grundlagen ganzer Staaten auf der Basis nachweislicher Fälschungen manipulieren,
  • sie Lügen verbreiten, die darauf abzielen, weniger gebildete und/oder leichtgläubige Bevölkerungen einzuschüchtern
  • sie ökonomische Einsichten von sich geben, die auf falschen Vermutungen, falschen Daten und ausgesprochenen Lügen basieren,
  • sie große Dienststellen von Staaten benutzen, um Unwahrheiten und Angstmache zu verbreiten,
  • sie vermeintlich unabhängige Interessengruppen mit dem Ziel subventionieren, verstohlen die Lobbyarbeit Interessierter zu ermutigen,
  • sie Schurken und wissenschaftlichen Scharlatanen Hilfe und Unterstützung aus der Sicherheit privilegierter Positionen heraus leisten,
  • sie danach trachten, etwas zu unterbinden oder zu monopolisieren, was eine legitime Debatte über eine kontroverse wichtige Angelegenheit sein soll, wieder aus einer Position hinter den aus Privilegien errichteten Barrikaden,
  • sie ostentativ alles ignorieren, was irgendwie unbequem für ihr tendenziöses Paradigma ist, egal wie gebildet und glaubwürdig die Quellen sind,
  • sie dreiste Gaunereien weißwaschen
  • sie, um ihre Verlogenheit zu fördern, die normale akzeptierte Bedeutung der Sprache verzerren,
  • Sie die bisher vertrauenswürdigen Organen der Massenmedien unterwandern.

Es gibt wohl noch viele andere Punkte, glaube ich. Die Fragen lauten, wie man den Schaden begrenzen kann oder wie man diejenigen zur Verantwortung zieht, die dafür verantwortlich sind
Kurz nochmals zurück zu meinem Schriftwechsel vom 8. Juni. Der Punkt dieser E-Mail bestand darin, Ihre Aufmerksamkeit auf eine jüngere Ankündigung zu lenken – lassen Sie mich betonen, nicht von einer skeptischen Stimme, sondern vom IPCC, alles in allem Ihre einzige primäre Quelle der Information/der Weisheiten in dieser Sache, und gestützt von niemand anderem als der NOAA, einer weiteren wesentlichen Klimaalarm-Propagandisten. Und was haben diese beiden gesagt? Nun, dass Solarpaneele, eine Ihrer bevorzugten Mittel zur Linderung des CO2-Ausstoßes in Wirklichkeit als Nebenprodukt bei ihrer Herstellung ganze Größenordnungen mehr Treibhausgase in der Atmosphäre freisetzen, und zwar mit viel größerer Bösartigkeit als jeder vergleichbare Effekt durch Kohlendioxid, was ihrer erklärten Philosophie zufolge das primäre Schreckgespenst ist. Mehr noch, diese Gase sind im Gegensatz zum CO2 vollständig vom Menschen erzeugt und verbleiben auch viel länger in der Atmosphäre.
Wie ich zu Beginn dieses Briefes festgestellt habe, mir ist nicht klar, ob Sie verstanden haben, was gesagt worden ist. Wie auch immer, wenn Sie die Logik dieses wundersamen Beitrags zum Wohlergehen des Planeten, um die Geldströme nicht zu erwähnen, die zu deren Unterstützung fließen,erklären können, bin ich sehr an dieser Erklärung interessiert.
Während der vergangenen Tage wurden die Studien mit Einsprüchen der Kirche von England überflutet, ob Homosexuelle ‚heiraten’ sollten. Wie das Schicksal so spielt, in dieser Frage bin ich auf Ihrer Seite. Aber da ich auch einen Kirchenmann anspreche, springt einem die Referenz des Neuen Testaments zu Splitter und Balken ins Gedächtnis. Dieses Gleichnis richtet sich natürlich gegen die Scheinheiligkeit, doch geht es auch um das Verhältnis. Was dort erwähnt wird, ist die vergleichsweise kleine Angelegenheit eines persönlichen Verhaltens einerseits und andererseits die absichtliche Korrumpierung der größten Errungenschaft der Spezies, nämlich das Schmieden eines Instruments zur Erforschung der objektiven Wahrheit andererseits; damit meine ich natürlich die wissenschaftliche Methode. Vergleicht man ihre relative Wichtigkeit, sind diese beiden Alternativen so unverhältnismäßig, dass es fast lächerlich ist, diese in einem Atemzug zu nennen. Und doch zerbrechen Sie und Ihre Mitbrüder sich den Kopf über das Triviale und halten sich selbst für rechtschaffen, wenn Sie die ungleich größere Gefahr ignorieren – noch viel schlimmer, weil Sie wohl oder übel eine betrügerische, korrupte und massiv schädliche pseudowissenschaftliche Haltung übernehmen und fördern
Wie die Affäre um die Windturbinen klar zeigt, kann man natürlich Geld mit der Verfolgung der globalen Wärme-Mythologie machen und, wenn Sie religiös sind, nehme ich an, dass man eine Mythologie als so ziemlich das Gleiche wie eine andere Mythologie ansehen könnte. In jedem Falle bin ich sicher, dass Habgier in keiner Weise bei den ursprünglich fehlgeleiteten Bemühungen eine Rolle gespielt hat, den ‚Kohlenstoff-Fußabdruck’ der Diözese zu verringern.
Dieser Brief ist schon lang genug, also werde ich der Versuchung weiterer Kommentare widerstehen – nun, außer jedoch vielleicht noch zu erwähnen, dass mit einer leuchtenden Ausnahme, nämlich George Pell, Erzbischof von Sydney, die Position des Kapitels in der sogenannten Klimaänderungs-Kontroverse frei von moralischen Einsichten, aber reich an frömmelnder Aufgeblasenheit ist.
Ihre eigene jüngste Erklärung stimmt damit gut überein.
Yours sincerely, Mit freundlichen Grüßen
R. C. E. Wyndham
cc. an den Archbishop of Canterbury, den Bishop of London, den Archbishop of Westminster. As the spirit moves
Link: http://joannenova.com.au/2012/06/rupert-wyndhams-excellent-prose-to-bishop-langrish-the-26-ethical-flaws-of-propagandists/#more-22237
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Grüne Rebellen sind für Kernkraft, Fracking und Gentechnik!

Im März schrieb George Monbiot, der Erzgrüne und alte Kämpfer der Anti-Atomkraftbewegung, einen Artikel im „Guardian“, in dem er nach einer Renaissance der Atomkraft als einzigem Ausweg im Kampf gegen den Klimawechsel rief – sehr zum Entsetzen seiner grünen Mitstreiter und der meisten Leser dieses Blattes.
Schon zuvor hatten der Vorsitzende der Environment Agency Lord Smith of Finsbury, der Autor und Propagandist Mark Lynas, der Aktivist der Grünen Chris Goodall und der frühere Direktor von Greenpeace UK Stephen Tindale angekündigt, dass auch sie sich für die Atomkraft einsetzen werden.
Die Trendwende betrifft auch genveränderte Nahrungsmittel. Letzten Monat rief eine Organisation aus dem traditionellen Spektrum der Grünen namens „Take the Flour Back“ zu einer Demonstration vor dem Rothamsted Pflanzen-Forschungsinstitut in Hertfordshire auf. Ziemlich erfolglos.
Es lassen sich zwei Antriebsmomente erkennen: zum einen führt die alles überschattende Bedrohung des Klimawandels bei den eher technologisch orientierten Grünen dazu, dass sie die Atomkraft als das geringere zweier Übel einschätzen; kein perfektes Mittel, aber doch eine CO2-arme Alternative zu fossilen Brennstoffen, die eine schnellere und billigere Lösung der Klimawechselproblematik verspricht als der Wind oder die Wellen.
Zum anderen setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die beiden gehassten Technologien – Atomkraft und Gentechnik – sich als weit weniger gefährlich herausstellten als ursprünglich angenommen. Niemand wurde je durch gentechnisch veränderte Nahrung geschädigt. Im Fall der Atomkraft, hatte die atomare Katastrophe im letzte Jahr einen unerwarteten Effekt: viele ließen sich davon überzeugen, dass wir die Atomkraft lieben lernen müssen.
Monbiot drückt das so aus: „Das Ereignis, das mich zu einem Befürworter der Atomkraft machte, war paradoxerweise die Katastrophe in Fukushima. Ein vergammeltes altes Werk mit vorsintflutlichen Sicherheitsmerkmalen wurde von einem der größten Erdbeben sowie einem der größten jemals aufgezeichneten Tsunamis betroffen und nichtsdestotrotz wurde bisher niemand einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt.“
Auch setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass es die Grünen durch ihre Fixierung auf Atomkraft und genveränderte Lebensmittel zuließen, dass weit wichtigere Bedrohungen aus dem Blickfeld gerieten. „Wenn alle Anstrengungen, die der Gegnerschaft gegen die Atomkraft gewidmet wurden, auf den Kampf gegen den Verlust von Biotopen und den Rückgang der Artenvielfalt gerichtet worden wären“, sagt er, „hätten wir etwas erreichen können.“
Lynas, der früher zu den grünen Hardlinern gehörte, erläutert, dass er seine frühere Haltung nicht mehr verstehen kann. „Ich habe die orthodoxen Meinungen sowohl zur Gentechnik als auch zur Atomkraft während meiner Zeit als Aktivist nie in Frage gestellt“ meint er. „Vom Mainstream abzuweichen, wäre undenkbar gewesen. Das änderte sich bei mir erst, als ich das Umfeld der Aktivisten verließ und wissenschaftliche Bücher zu schreiben begann . . . Ich begann, nach Beweisen zur Untermauerung der Behauptungen zu fragen und ging auch den Literaturhinweisen nach.“
Tracey Brown, Geschäftsführer des Think Tanks “Sense about Science”, drückt es so aus: „An Lösungen für Probleme zu arbeiten führt unweigerlich dazu, die Welt – und zwar die reale Welt – so zu betrachten, wie sie wirklich ist und nicht so, wie man sie sich wünscht.“
Färbt dieses Techno-Grün jetzt auch auf die „Friends of the Earth“ ab, die größte Grünen-Organisation? Vor zehn Tagen ließ sich Mike Childs, die wissenschaftliche und politische Leitfigur dieser Organisation mit einer Äußerung vernehmen, die nahe legte, dass die Organisation nicht länger am Verbot von Atomkraftwerken in Großbritannien festhält. In einem in Lynas’ Blog veröffentlichten Interview kündigte er an, das die „Friends of the Earth“ ein Gutachten beim Tyndall Centre für Klimaforschung in Manchester in Auftrag gegeben haben, das als Grundlage für Entscheidungen zu ihrer Atompolitik dienen soll.
„Sie werden jetzt einen Prozess durchlaufen, bei dem die Argumente für und wider die Atomkraft, zu neuen Atomkraftwerken sowie der Erweiterung bestehender Kraftwerke und Ideen zum schnellen Brüter [einem Reaktortyp] auf den Tisch gelegt werden“, sagte er.
Obwohl sie zugeben, dass Childs korrekt zitiert wurde, streiten die „Friends of the Earth“ seither jedoch ab, dass es um einen Pro-Atom-Kurs geht und weisen darauf hin, dass nichts entschieden sei, dass die Organisation strikt „faktenorientiert“ sei und mit einer Neuausrichtung ihrer Politik warten will, bis der Tyndall-Report vorliegt.
Aber allein die Möglichkeit, dass die „Friends of the Earth“ im Vereinigten Königreich ihre Einstellung zur Nuklearenergie in Frage stellen, ist für viele ihrer Anhänger eine Horrorvorstellung.
In Großbritannien mag sich ja die grüne Tektonik verschieben, aber im Ausland ist alles starr wie eh und je. In Amerika ist die grüne Bewegung eine eher lokal aufgestellte Angelegenheit, die sich auf spezielle Lebensräume und Arten konzentriert. Obwohl Al Gore, der Propagandist des Klimawandels und frühere Vizepräsident seine „Skepsis“ der Nuklearenergie gegenüber zum Ausdruck brachte, bezieht sich diese mehr auf die Verbreitung von Kernwaffen als auf mögliche Umweltgefahren.
In Deutschland lässt sich die Macht der betonharten grünen Lobby daran ablesen, dass Kanzlerin Merkel – eine ausgebildete Physikerin – letztes Jahr das zivile Nuklearprogramm ihres Landes als Reaktion auf Fukushima einstellte. Dies, so wurde errechnet, wird zu einem Anstieg des CO2-Ausstoßes um mehr als 70 Millionen Tonnen pro Jahr führen.
Die grüne Bewegung in Frankreich sagt zum Thema Atomkraft fast gar nichts, kämpft aber erbittert gegen genveränderte Lebensmittel. Es scheint durchaus möglich, dass zur Befriedigung umweltlicher Sensibilitäten ein Deal gefunden wurde, der das französische Nuklearprogramm nicht in Frage stellt, aber gleichzeitig die „natürlichen“ französischen Lebensmittel und Anbaumethoden hochheilig hält. Viele der Protestler in Rothamsted letzten Monat kamen aus Frankreich.
In gewisser Weise ist das, was jetzt geschieht nicht neu. Obwohl die grüne Bewegung seit den Dreißigerjahren von Leuten dominiert wird, welche die moderne Welt und ihre Bequemlichkeiten ablehnten, gab es doch stets Dissidenten.
So hat der Mann, den viele als Oberpriester des modernen Umweltschutzes sehen, der neunzigjährige britische Wissenschaftler James Lovelock (der den Begriff „Gaia“ zur Beschreibung der Erde und ihrer Biosphäre prägte) die Atomkraft als die einzige Lösung gegen den Klimawandel gepriesen.
Vorige Woche befürwortete Lovelock das Fracking, ein umstrittener Prozess zur Förderung von Erdgas und ließ verlauten, dass Großbritannien zu schnell in die Entwicklung neuer Energiequellen eingestiegen sei, und zwar mit Konzepten, die „hoffnungslos ineffizient und unangenehm“ seien. Ironischerweise haben unsere Politiker trotz der Ansichten britischer Grüner wie Monbiot die CO2-Reduzierungsziele in Gesetze gegossen, so dass sich derartige Konzepte notwendigerweise verbreiten werden.
Die neue Generation der heterodoxen Grünen haben viel Arbeit vor sich, hängt doch ihr Heimatland nach wie vor den alten, romantischen orthodoxen Ideen nach. Häretiker hatten es noch nie leicht. Monbiot und Lynas bestätigen auch, dass sie „gute Freunde“ verloren haben, nachdem sie ihren Gesinnungswandel öffentlich machten.
Lynas drück das so aus: „Für einige Leute ist die grüne Ideologie eine so tiefe Identitätsfrage, dass sie diese nicht hinter sich zurücklassen können und sehr feindselig reagieren, was für mich und andere sehr schwierig war. Dieses anzusprechen war über Jahre hinweg eine große emotionale Belastung und manchmal auch sehr schmerzvoll.
Michael Hanlon, The Sunday Times, 24. Juni 2012
Übersetzt aus dem Englischen von Herbert Blaha




UN will mit CO2 Steuer 400 Mrd. kassieren!

Die Vereinten Nationen haben weltweite Öko- und Finanzsteuern zu Gunsten der Armen vorgeschlagen. Auf diese Weise könnten 400 Milliarden Dollar (322 Milliarden Euro) eingenommen und zugleich das Klima geschützt werden, heißt es in dem am Donnerstag in New York veröffentlichten Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Welt. Allein 250 Milliarden Dollar könnten in den Industrieländern durch eine Steuer auf Kohlendioxid von 25 Dollar pro Tonne eingenommen werden.

Weitere Milliarden seien durch eine „winzige Steuer“ auf Währungstransaktionen möglich. Die Experten schlagen 0,005 Prozent für die vier Hauptwährungen Dollar, Euro, Pfund und Yen vor und rechnen mit 40 Milliarden Dollar. Diese und weitere Maßnahmen seien „technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar“.

Mit dem Programm reagieren die UN auf das Aufkommen an Spenden- und Entwicklungshilfegeldern. Im vergangenen Jahr sei der Betrag zum ersten Mal seit vielen Jahren zurückgegangen. Die Verfasser des Gutachtens lobten ausdrücklich Deutschland, das Gelder zum Klimaschutz für internationale Programme bereitstelle.

Gefunden auf MM News mit Dank an Leser H. Haress

Anmerkung der Redaktion 

Jetzt fügt es sich: Denn, wie sagte der Vizechef des IPCC; Prof. Dr. Otmar Edenhofer der NZZ (NZZ  vom 14.11.2010 ) in Vorbereitung des erfolglosen Klima-Gipfels im mexikanischen Cancun:

„Zunächst mal haben wir Industrieländer die Atmosphäre der Weltgemeinschaft quasi enteignet. Aber man muss klar sagen: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.“

Egal auf welchem Wege, das Geld der westlichen Sparer muss her!