Was aus der Klimawandel-Krise wurde

Was aus der Klimawandel-Krise wurde

Von Andrew McKillop
In der Rückschau war der im Jahre 2009 gescheiterte Kopenhagener „Klimagipfel“ eine Geberkonferenz für die Klimawandel-Industrie: Auf mancherlei Weise hat sich diese Industrie aber nie mehr von dem massiven Schlag erholt, den ihr die Klimaskeptiker versetzten.
Mit Unschuldsmiene und im Reagieren auf jedes Grummeln aus dem Lager der Untergangspropheten hat damals hat die kleine Gruppe der politischen Elite der OECD-Länder, der Industrieführer, der Zaren der Mainstream-Presse und Medien ständig die Schrecken einer Klimakatastrophe an die Wand gemalt. Sie haben sich nun abgesetzt und das sinkende Schiff verlassen.
Klimawandel und Erderwärmung – das läuft auf das Gleiche hinaus – galt einst als Hauptbedrohung der Erde und unserer Zivilisation. Man predigte eine massive Veränderung des globalen Energiesystems, weg von den schmutzigen, gefährlichen und teuren fossilen Brennstoffen. In Mode waren: Kernkraft, Windfarmen, unterirdische Gasspeicherung, Sonnenenergie, E-Autos und Fahrräder. Neue große Geschäftsmöglichkeiten wurden in Allem gesehen, was kein Öl brauchte, oder zumindest den Anschein erweckte. Nicht Dutzende, nein Hunderte von Hedge Funds engagierten sich. Die meisten sind gescheitert.
In der Rückschau müssen wir uns fragen, warum diese Massen-Illusion, diese Illusion einer Transformation in eine “neue ökologische Zivilisation”, zusammengebrochen ist. Warum verschwand sie von den Telepromptern, aus den Schlagzeilen und den endlosen Berichten über aussterbende Eisbären und abbrechende Kanten von Gletschern ins Meer. Wie konnte das so rasch geschehen?

Es steckte nicht genug Geld drin.

Das Geschäft mit CO2-Zertifikaten war immer eine Zukunftsverheißung – sie erfüllte sich nicht. Heute erinnert sich kaum noch jemand an die in den USA freiwillige, in manchen Bundesstaaten aber gesetzlich vorgeschriebene CO2-Emissions-Regulierung, oder an den Börsen-Handelsplatz CCX in Chicago. Kurz vor der Schließung der CCX-Börse im Dezember 2010 fiel der Handelswert für eine Tonne CO2 auf 10 US-Cents.
Europäische regierungsamtliche Befürworter des Kohlenstoff-Handels und die Ölmultis haben seit 2005 die Vorstellung von stets steigenden CO2-Zertifikatspreisen in die Welt gesetzt. Noch heute darf das englische Regierungs- und Industrie-unterstützte Energy Technologies Institute behaupten, der Preis für die Emission von einer Tonne CO2 würde auf US $750 steigen, natürlich mit einem nicht näher bezeichneten Datum bis 2045. In der realen Welt des europäischen Zwangs-Handelssystems, dem ETS, dümpelt der Preis für ein CO2-Zertifikat um die $15 bis $20 herum. Die Tagesumsätze werden immer kleiner, die Überlebenswahrscheinlichkeit geringer.
Das CO2-Zertifikate-Geschäft, das zwischen 2009 und 2010 für etwas “Großartiges” gehalten wurde, wird immer kleiner: Das Hauptziel der noch verbliebenen Händler ist das Finden eines anderen Betätigungsfeldes. Einst – 2009 – sah der Ex-Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, diesen Markt in einer Größenordnung von „wenigstens $10 Billionen“. Dank eines Sammelsuriums von handelbaren, mit einem Abkürzungs-Salat bezeichneten Finanzderivaten sollte der geschätzte Umsatz an den weltweiten McDonald-Umsatz herankommen. Doch nach Abzug der üppigen Profite für die kleine Zahl der Finanzakteure war das, was elegant „Durchreiche“ zur Anlagenfinanzierung in alternative Energien genannt wurde, niedrig, erschreckend niedrig.
Zuerst wurde als Sündenbock das UNO-IPCC in die Medien geschoben und für den Gesichtsverlust der Firmenchefs und Politiker verantwortlich gemacht – nach der kurzen Periode phantastischer Selbstbeweihräucherung, wie es Fritz Vahrenholt in seinem Buch "Die Kalte Sonne" beschreibt. Es war die Zeit der Ruhe vor dem Sturm, als Rajendra Pachauri noch unangemeldet Besuche bei nationalen Parlamenten machen konnte mit einem freundlich lächelnden, aber ernsten Sir Paul McCartney im Schlepptau.
Aber die Klimaexperten des IPCC hatten die falschen Nachrichten in die Welt gesetzt und falsche Töne angeschlagen: es kam zu einem Skandal. Beschämung und Zweifel traten nun an die Stelle der früheren "Fast-Gewißheit", dass die globale Durchschnittstemperatur wenigstens um 5 – 6 Grad C bis etwa 2050 ansteigen würde. Ein Ding der Unmöglichkeit, es sei denn, die Erde würde durch eine unvorstellbare Katastrophe aus ihrer gegenwärtigen Bahn geworfen und näher an die Sonne geschoben!
Seit 2010 sitzt das IPCC in der Falle, es bedarf einer Reform, seine Öffentlichkeitsarbeit muss neu ausgerichtet werden. Die Jahresberichte, einst Futter für die Schlagzeilen der Tagesnachrichten in den regierungsfreundlichen Medien, rangieren nun hinter dem Fußball und dem Promi-Klatsch.
Ohne das schaurig-schöne Gefühl der herannahenden Katastrophe wurden die Ansichten und Meinungen von Hand-aufs-Herz Untergangspropheten wie James Lovelock im täglichen Nachrichtenstrom immer unwichtiger. Mit unvermeidlichen Einkommensverlusten in dem schwächelnden Geschäft. Die Industrie trieb wie eine steuerlose Titanic im Nordatlantik auf den Eisberg zu.

Die Industrie hat keine Chance, sie will sie dennoch nutzen

Die Tür zur Belebung der neuen großen Geschäftsmöglichkeiten zur „Rettung der Erde“ vor der Klimakatastrophe als dem beherrschenden gesellschaftlichen, politischen und industriellen Paradigma schloss sich seit 2009 immer mehr. Alle Versuche, die vor dem teuren Kopenhagener Klimagipfel völlig überzogenen Hoffnungen der Eliten wiederzubeleben, blieben erfolglos. So auch die „neuerlich bestätigte Wahrheit“ vom Klimawandel-Desaster. Sie verblasste immer mehr, schrumpfte und ist aus den Schlagzeilen heraus: Anderes, neues Sensationsfutter strömt in die Medien, wird dort übertrieben, verzerrt und erledigt.
Das unterstreicht umso mehr die Notwendigkeit, dass man sich kritisch allen Versuchen entgegen stellen muss, die das Thema wach halten wollen: Die große Lüge ist ja allgemein bekannt: Ehemals für „wasserdicht“ gehaltene Wahrheiten werden nicht mehr geglaubt. Sogar einer ihrer Hohen Priester, James Lovelock, hat sich im April 2012 von seinen eigenen Unwahrheiten und Übertreibungen verabschiedet. Es würde eines Wunders bedürfen, das Thema zu retten, oder in ökologischem Kauderwelsch, es zu „recyceln“. Politiker müssten sich erneut dazu bekennen: Im Umfeld einer anhaltenden Wirtschaftskrise, wo sogar die sichersten Wahrheiten – wie z. B. die von hohen Ölpreisen – angezweifelt werden, ist das sehr unwahrscheinlich.
Bis Dezember 2009 hatte das politische Klimawandel-Quartett – Obama, Merkel, Sarkozy und der bald danach abgewählte Brown – regelmäßig Interviews gegeben, in denen emotionale Schlüsselwörter wie „Katastrophe“ – „Rettung der Erde“ – „unsere letzte Chance“ ständig vorkamen. Auch Sarkozy ist nun weg, das Obama-Merkel-Duo zu schwach und zu wenig im jeweiligen Heimatland beliebt. Ihre Weltuntergangsrhetorik war so unglaubwürdig wie ihre kritiklos nachgebeteten Wortfetzen von den Hansens, Lovelocks, Gores. Man konnte sich kaum vorstellen, sie hätten auch nur einen Gedanken übrig gehabt für ihre den Bach hinuntergehenden Wirtschaften und für einen Stand an Arbeitslosigkeit, der sich auf die Höhe der 1930er Jahre zubewegte. Jetzt stehen sie vor der schieren Not, ihre eigenen Arbeitsplätze zu sichern und somit geht ihr Interesse an der Klimakatastrophe gegen Null.
Zum Beweis, wie absurd die Klimakatastrophen-Denke war, können die vom 2009er Klimawandel-Quartett vorgeschlagenen undurchdachten Alternativen dienen. Man glaute wirklich, dass eine ökologische und auf Grüner Energie beruhende Gesellschaft bis 2035 entstehen könnte. Aber man zog nicht in Betracht, dass im Laufe einer solchen märchenhaften Transformation auch der Absatz von BMW-Autos, Boeing-Flugzeugen und französischen Kernkraftwerken betroffen wäre. Gleichzeitig sollte natürlich die Tiefwasserförderung von Öl und die Erschließung von Teersänden weitergehen, ja noch zunehmen. Der CO2-Handel, oder zumindest die CO2-Besteuerung, würde selbstverständlich ausgeweitet. Dann aber, nach 25 Jahren, wäre die Fahrrad fahrende Öko-Gesellschaft da. In historischen Zeiträumen gedacht, wäre das in einem einzigen Augenblick geschehen. Wie könnte Derartiges zustande kommen? Durch eine Art von Pol-Pot-Revolution in gedankenlosen Konsumgesellschaften?
Es war vorauszusehen, dass sich die Politiker von diesem “Thema” verabschieden würden. Besonders leicht hatte es Gordon Brown, der Anfang 2011 Downing Street verlassen musste. Der Zusammenbruch des kürzlich noch so ganz neuen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Paradigmas ist überall zu besichtigen. Wer heute noch den „Klimawandel“ retten will, so meinen wir, tut sich so schwer wie jemand, der die globale Gier ausrotten will.

Neu-Interpretation der Vergangenheit

Sicher befinden sich die verbandelten Klimawandel-Gewinnler noch in der Schockstarre, wie sie dem tatsächlichen Zusammenbruch eines großen Geschäftsmodells folgt. Es muss schleunigst neu-interpretiert werden, mindestens auf dem Papier und für die Presse. Das Aufdröseln der Handels- und Investmentpositionen, das Neu-Adjustieren der Portfolios braucht Zeit, daher wird die Hochfinanz die CO2-Karte noch eine Weile ausspielen. In den Firmen arbeiten die Meinungsmacher mit Sicherheit bereits am Neu-Interpretieren der Vergangenheit, um das Abschreiben des Geschäfts mit dem Klimawandel verschweigen zu können.
Die einst herrschenden Geschäftsideen waren mühsam aufgebaut worden und haben viel Geld verschlungen. In das Prestige und das Gesicht der Industrie-Eliten war investiert worden, nicht zum Vergnügen. Jetzt muss auch noch der letzten Cent an Umsatz und Profit aus dem absterbenden Betrug geholt werden. Das ist die Aufgabe der Meinungsverdreher in den Firmen: Sie müssen glaubwürdige Legenden für die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Firmen erfinden. Das Thema „CO2-Sparen“ verschwindet allmählich aus den Firmenanzeigen. Dennoch wird das Geschäft mit Alternativen, Erneuerbaren, Grünen Energien vorangetrieben. Unaufhörliches Weltuntergangsgerede über abbrechende Gletscherränder und aussterbende Eisbären ist aber nicht mehr so förderlich.
Das gescheiterte Ingangsetzen des Klimawandelzugs kann bis 2009 zurückverfolgt und den Spin-Doktoren zugeschrieben werden. Die CO2-Korrektheit hatte eine neue Nord-Süd Teilung offenbart zwischen der Alten Welt, mit ihrer Massenarbeitslosigkeit à la 1930 und ihrem parasitären Kasinokapitalismus einerseits, und der Neuen Welt der wachsenden asiatischen Riesenwirtschaften andererseits. Dies führte zu einer offenen Pattsituationen auf dem berüchtigten Kopenhagener Gipfel zwischen dem Klimawandel-Quartett der OECD – nur noch zwei der ursprünglichen Vier sind noch in Amt und Würden – und den immer mächtiger werdenden Chinesen, Indern und anderen Wirtschaftsführern der Schwellenländer. Beim Betrachten der Vergangenheit zeigt sich, dass die IPCC-Experten zu weit gegangen waren, sie hatten sich in offensichtliche Lügen verstiegen, zumindest zu einer massiven Übertreibung und Verzerrung. Und sie hatten den Ungewißheitsfaktor in ihren Prognosen zur weiteren Entwicklung des Klimas nicht ausreichend quantifiziert und dargestellt.
Damals, 2008, verfing die Drohung mit der Ölknappheit noch bei den gierigen Spekulanten. Auch die größten Namen der Wall Street beteiligten sich, wie z. B. Goldmann Sachs – die waren beim Himmelhoch-Reden der Ölpreise dabei. Allerdings hat der große industrielle und technologische (aber nicht wirtschaftliche) Erfolg der Alternativen und Erneuerbaren das Gegenteil bewirkt – außer im Falle eines Krieges mit dem Iran oder der Widerlegung der hochgehaltenen und gängigen Thesen der Öl-Analysten. Die Gaspreise können heute nur noch fallen. Getrieben von der Rezession wächst die globale Ölnachfrage nicht mehr, sie ist deutlich im Rückgang. Auf der Angebotsseite drängen steigendes und massives Wachstum der Wind- und Sonnenenergie in die Bastionen der Öl-Bedarfsträger ein – wie es z. B. die asiatischen ölbefeuerten Kraftwerke sind. Voraussichtlich ist ein Rückkang im Ölverbrauch zu erwarten.
Die verbreitete Vorstellung einer Energiekrise wird allmählich so irreal wie die Vorstellung vom Klimawandel. Das sickert nur langsam in das träge politische Denkschema ein. Die Grundüberzeugung westlicher Politiker von einer bedrohlichen Öl- und Energiepreis-Explosion gilt immer noch. Doch dieses Hauptmotiv für die Predigt des Verzichts auf Öl und andere fossile Brennstoffe trägt nicht mehr. Eine Wende findet statt, weil die Erneuerbaren kostenlose „Brennstoffe“ ausbeuten, wie im Falle von Wind und Sonne, Geothermie und Meereswärme. Wasser, Wellen und Gezeitenenergie haben geringe Kosten. All das ist ein revolutionärer Unterschied.
Die Weltwirtschaft ist in die Rezession gerutscht, ohne dass hohe Ölpreise eine Rolle gespielt hätten. Und wenn sie aus der Rezession herauskommt, wird sie das auf dem Rücken eines vielfarbigen Grünen und Braunen Energieversorgungssystems tun: Die Öffentlichkeit muss nicht mehr mit einer weltweiten Klimawandel-Hysterie abgelenkt werden. Die reale Welt hat einen großen Sieg errungen. Dies vor allem, weil die politischen Triebkräfte und die ökonomischen Gründe für einen kräftigen Anschub der Grünen Energie im Norden, Süden, Osten und Westen immer verschieden waren: Die Rezession hat sie nur noch verschärft und verstärkt. Die hohen Öl- und Gaspreise als Antrieb und Ursache für die Entwicklung der Grünen Energie sind schon von 2009 bis 2011 gesunken. Heute scheinen die Unterschiede völlig zu verschwinden: wegen der Rezession, wegen großer neuer Gasfunde und einem großen Angebot. Hinzu kommen noch stark wachsende Grüne Energie-Angebote und die ständige Effizienzverbesserung beim Energieverbrauchs.
Die Ölkrise ist Vergangenheit.

Neu-Interpretation des Klimawandels

Schon bald wird der Klimwandel selbst umgeschrieben werden. Unsere Modelle waren falsch; das IPCC war unzuverlässig oder vorurteilsbefangen; andere Faktoren – wie kosmische Strahlung, Sonnenflecken, das Erdmagnetfel – sie alle wirken mit. Heute sind wir froh, dass wir über die Klimazukunft wenig wissen, die Durchschnittstemperaturen sind unsere geringsten Sorgen, egal, ob sie sich erhöhen, oder um Bruchteile eines Grades bis 2050 fallen werden.
Das IPCC kann reformiert und neu strukturiert werden, und wenn es auch nur wegen des massiven Gesichtsverlustes wäre, das es beim OECD-Klimaquartett verursacht hat. Die Vier haben in Kopenhagen mit einer unglaublichen Gewissheit nur von der Klimakatastrophe geredet.
Das IPCC kann in eine wissenschaftlichere und weniger kontroverse Betriebsart zurückversetzt und zu einem akzeptablen theoretischen und technischen Diskussionskreis umgestaltet werden. Dazu ist wahrlich kein Rajendra Pachauri nötig, der einst in einem Interview mit der Times of India sagte, dass er im Falle einer zweiten Amtszeit als IPCC-Chef jeglichen Anschein von Feigheit und Zurückhaltung ablegen würde, und das als seine Gelegenheit sähe, zu tun, was er für richtig hielte. In seiner zweiten Amtszeit würde er unbequemer für die Menschen werden.
Ein neuer Pachauri könnte zum Beispiel Sitar-Abende mit einem neuen und geläuterten Sir Paul McCartney veranstalten. Auch dieser kann kuscheliger werden mit viel weniger Angst vor dem Klimwawandel, falls es den überhaupt gibt.
Der Klimawandel hat keinen Bezug zum globalen wirtschaftlichen Kontext der überbordenden Staatsschulden und riesigen Haushaltsdefizite, massiver und steigender Arbeitslosigkeit, Verlust der nationalen Identitäten, und einer langen Liste weiterer finsterer und bedrohlicher Realitäten. Die Notwendigkeit einer massiven PR-Kampagne zum Erreichen einer raschen Transformation weg vom Öl ist noch schneller geschmolzen als Pachauris schmelzende Himalaja-Gletscher und sie wird durch den einfachen und wirtschaftlichen Vorteil des Vermeidens des Öleinsatzes ersetzt – eine einfache ökonomische Wahrheit.
Dem IPCC sollte erlaubt werden, einen langsamen Tod zu sterben. Seine Budgets schrumpfen schon und können noch weiter zusammengestrichen werden. Die Aufwertung zu einer echten UNO-Behörde sollte keine Thema mehr sein. Sicherlich werden die großen Mengen eindrucksvoller und einbildungsreicher Studien und Szenarien, die unter der IPCC-Aegide produziert wurden – einige waren das „Fleisch“ von Klimagate -, weiter in der Presse und den Medien durchgezogen werden, aber nur auf den Innenseiten, in Frauenzeitschriften und in TV-Dokumentationen für einschaltschwache Zeiten: Als neues und mächtiges gesellschaftliches Thema, das den Weg zu einer großen ökonomischen, finanziellen und industriellen Transformation öffnet, ist es von Gestern.
Das Thema ist erledigt.
Die Umschreibung kann auch in Vergessen übergehen – es sei denn, das IPCC und die sich mit ihm gemein machenden Energiezaren erhielten als Geschenk eine Ölpreis-Explosion und eine Menge von Klimakatastrophen serviert. Die Zeiten von 2006 sind lange vergangen, als ein „Jimbo“ Lovelock dümmlich schwafeln konnte: „Milliarden Menschen werden bis zum Ende diesen Jahrhunderts am Klimawandel sterben.“
Die Klimakrise ist vorbei.
Übersetzung: Helmut Jäger, EIKE
Original hier
Weitere Aufsätze von Andrew McKillop hier
oder hier
Daten zum Autor aus dieser Quelle:
(Wegen der vielen engl.-sprachigen Organisationsbezeichnungen im Original belassen)

Andrew McKillop is an energy economist and consultant. He has held posts in national and international energy, economic and administrative organizations and entities in Europe, Asia and North America. Professional experience includes: engineering and technology information management in the oil and petrochemicals industry (OAPEC, Kuwait and AREC Abu Dhabi); petrochemicals development and financing (AREC, Abu Dhabi); electricity, gas and road transport industry (British Columbia Hydro & Power Authority, Canada); energy infrastructure development and administration (Dept of Minerals & Energy, Govt of Papua NG); Policy analysis and policy development (Divn A – Policy, DG XVII-Energy, EC, Brussels).




Regierung: Abschied von den Klima-Klempnern!

Zur Entscheidung der Bundesregierung ist auf SPIEGEL-online zu lesen: (  ) :

"Absage ans Geo-Engineering: Regierung lehnt Klima-Operationen ab.
Soll das Klima mit Notoperationen gekühlt werden? Können CO2-Speicher, Schwefelwolken, künstliche Algenblüten die Energiewende begleiten? Nein, meint die Bundesregierung: Sie erteilt dem Geo-Engineering eine erstaunlich deutliche Absage. Die Folgen könnten beträchtlich sein."

Schon in früheren Jahren wurde das Thema pro+contra in den Medien diskutiert.
Die politischen und gesellschaftlichen Aspekte erörterte z.B. 2010 das im CUXland  erscheinende Kultur-Magazin Laufpass (hier die komplette Version)

"Die Frage, ob Klima etwas Konstantes sein kann, widerlegt die Natur seit Jahrtausenden. Warm- und Kaltzeiten lösen einander ab, Eis kommt, Eis geht, die Nordwestpassage ist mal frei, mal zugefroren und Grönland ist mal Grünland und mal eisbedeckt. Alles, was auf dem kurzen Zeitstrahl dazwischen als Ereignis aufscheint, ist schlussendlich Wetter und nicht Klima. Das verstehen viele schon heute nicht und sind geneigt, kurzfristige Ereignisse als fundamentale Veränderungen anzusehen und entsprechend zu reagieren. Wenn das Weltklima kaputt ist, dann müssen wir es eben reparieren. Die Werkzeuge dafür soll uns das Geo-Engineering oder neu: das Climate Engineering liefern. Die Devise: „Let’s hack the planet“ – als sei das Erdsystem ein Zahlenrätsel oder eine einfache Maschine."

Und weiter ist dort zu lesen:

"Bis zur Deklamierung der Klimakatastrophe galten Eingriffe in das Klima, in die Erdatmosphäre und in die Ozeane als völlig hirnrissig. Zu unwägbar sind die Risiken, zu dünn die Wissensbasis für derartige Versuche. Heute, in Erwartung des jüngsten Klimagerichtes, scheinen sich auch die absurdesten Experimente rechtfertigen zu lassen.

Im darauf folgenden Heft des o.a. LAUFPASS-Magazins erschien dann ein Übersichts-Artikel zu den Geophysikalischen Aspekten von Geo-Engineering (hier als pdf) 

"Der Weltklimarat ist in einer schweren Manipulations- und Vertrauens-Krise (ClimateGate);  die Global-Temperatur stagniert seit 10 Jahren, trotz ständigen CO2-Anstieges und … es ist unbewiesen, inwieweit die Erderwärmung des 20. Jahrhunderts um +0,7°C anteilig durch anthropogenes CO2 mit verursacht wurde, und diese Hypothese gerät weltweit zunehmend in die Kritik. Ausgerechnet in dieser Situation mehren sich Überlegungen und Spekulationen, durch vielerlei Eingriffe in den Planeten Erde eine angeblich “mensch-gemachte“ Klima-Katastrophe verhindern wollen: Geo-Engineering. Die Risiken sind unkalkulierbar. Daher gibt es weltweit Kritik und Widerstand".

Wenn nun die Bundesregierung sich aus vergleichbaren Überlegungen und Einsichten entschlossen hat, auf riskante, unkalkulierbare, teuere und auch u.E. unsinnige Experimente der Klima-Klempner zu verzichten, dann möchten wir unsere uneingeschränkte Zustimmung hier bei EIKE ausdrücklich positiv anmerken.
Klaus-Eckart Puls,  EIKE
Sie können die angeführten Artikel auch im Anhang als pdf herunterladen.

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Extremwetter ist integraler Bestandteil des Erdklimas

Extremwetter ist ein integraler Bestandteil des Erdklimas.
Während der gesamten Geschichte der Aufzeichnungen zum Erdklima gab es immer irgendwo extreme Wetterereignisse, die durch großräumige atmosphärische und ozeanische Strömungen verursacht werden sowie in Wechselwirkung mit lokalen/regionalen Klimabesonderheiten stehen. Eine Untersuchung des Klimas in Nordamerika während des 20. Jahrhunderts enthüllt, dass es in den zwanziger und dreißiger Jahren, bekannt als die „Staubschüsseljahre“, das vielleicht extremste Klima in den Großen Ebenen und anderswo gegeben hatte. Es gab wiederholt Dürren und Hitzewellen in den Prärien Kanadas und Amerikas.
In den Präriegebieten gab es während der zehner und zwanziger Jahre auch einige extrem kalte Winter – zum Beispiel in den Jahren 1907 und 1920. Wir Meteorologen verstehen noch nicht ganz, warum das Klima in Nordamerika in den zwanziger und dreißiger Jahren so anomal war.
Während der fünfziger und sechziger Jahre kam es in Kanada zu extrem kalten Wintern, vor allem in den Präriegebieten, wo Rekord-Tiefsttemperaturen registriert worden waren (Edmonton bis -45°C in den sechziger Jahren). In Ontario und Quebec waren kalte und schneereiche Winter in den sechziger und siebziger Jahren die Norm.
Teile der kanadischen Atlantikküste erlebten lange Winter mit sehr viel Schnee. Die Bildung von Eisbarrieren auf dem St. John-Fluss kamen in den sechziger und siebziger Jahren regelmäßig vor. In den achtziger und neunziger Jahren gab es in den meisten Gebieten von Nordamerika und weltweit ein milderes Klima.
Madhav Khandekar
Madhav Khandekar ist ein kanadischer Umweltwissenschaftler im Ruhestand mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Wetter- und Klimawissenschaft sowie ein Experten-Begutachter des IPCC-Berichtes 2007.
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Gordon Fulks kommentiert via E-Mail:
Hallo Madhav,
Ihr Op-Ed in der Zeitung ist exzellent! Vor allem mag ich Ihre Feststellung: „Extremwetter ist ein integraler Bestandteil des Erdklimas“.
Weil Klimaalarmisten Extremwetterereignisse selektiv nutzen, um eine Klimakatastrophe infolge Kohlendioxids zu verkaufen, ist es für uns sehr wichtig darauf hinzuweisen, dass „abnormales Wetter“ absolut normal ist. Als ich in Santa Barbara mit seinem milden ausgeglichenen Klima gewohnt habe, gab es Berichte über eine außerordentliche Hitzewelle Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Temperatur über 130°F [über 54°C] gestiegen sein soll. Es wird darüber gestritten, ob es wirklich so heiß geworden ist, aber es gab kaum Zweifel, dass es wirklich sehr heiß gewesen ist. Und zu jener Zeit befand sich der Globus als Ganzes noch in der „Kleinen Eiszeit“.
Genauso gab es substantielle Hitzewellen hier in Portland, Oregon, wo der Pazifik normalerweise unsere Temperaturen gemäßigt hält, genau wie in Santa Barbara. Eine dieser Hitzewellen ereignete sich vor einigen Jahren mit einer Temperatur bis 106°F [über 40°C] während mehrerer Tage im Juli. Alarmisten würden sagen, dass „dies konsistent mit der globalen Erwärmung ist“. Aber eine frühere und noch ungewöhnlichere Hitzewelle gab es Anfang Juli 1942 mit einer Temperatur von 107°F in der Innenstadt und 105°F am Flughafen [ca. 42°C bzw. 41°C]. Das war besonders ungewöhnlich, weil es dazu mehr als ein Monat vor dem im Mittel zu erwartenden sommerlichen Maximum gekommen war und zu einer Zeit, von der die Klimaalarmisten sagen, dass es auf unserer Welt damals kühler war als heute. Wie Sie sagen, natürlich war die Staubschüssel-Ära vermutlich extremer als unsere jüngste Warmzeit, die immer noch so vor sich hin dümpelt.
Diese Argumentation kann mit dem Gewicht der Extremisten im Journalismus nicht mithalten: http://www.guardian.co.uk/environment/2012/jul/10/extreme-weather-manmade-climate-change?newsfeed=true, wo Dinge wie diese gesagt werden:
Peter Stott vom UK Met. Office sagt: „wir vertrauen viel mehr darauf, (Wetterauswirkungen) mit der Klimaänderung zu verbinden. Dies alles addiert sich zu einem immer besseren Bild des menschlichen Einflusses auf das Klima!“
Aber die Forscher sagen auch, dass nicht jedes Extremwetterereignis mit der Klimaänderung in Verbindung gebracht werden kann. Zum Beispiel waren Veränderungen im System der Zirkulation in Atmosphäre und Ozean Ursache des extrem kalten Britischen Winters 2010/11 – auf krasse Weise sichtbar gemacht durch das Satellitenbild von UK und Irland, dass alle Gebiete zu Weihnachten schneebedeckt zeigte“.
Mit anderen Worten, extreme kaltes Wetter kann man wegen seiner natürlichen Ursachen getrost ignorieren, aber extrem heißes Wetter ist extrem signifikant und wahrscheinlich anthropogenen Ursprungs! Der britische Winter 2010/2011 war den 350 Jahre langen Aufzeichnungen in Zentralengland zufolge der zweitkälteste Winter in diesem Zeitraum.
Als Wissenschaftler mit exzellenten Referenzen können wir ganz einfach die von anderen Wissenschaftlern und ihren Medienalliierten kommende Dummheit aufzeigen. Aber wir werden niemals in der Lage sein, die Medien von der Notwendigkeit zu überzeugen, zunächst einmal die Logik der Wissenschaft zu verstehen, bevor man das Wort der Regierungswissenschaftler übernimmt, die einen Schwindel verkaufen wollen. Warum? Weil es fast unmöglich ist, Ignoranten davon zu überzeugen, dass sie ignorant sind.
Nochmals Dank für das Op-Ed und Dank an Professor Brian Patt an der University of Saskatchewan für den Vorschlag, das zu tun.
Gordon
Gordon J. Fulks, PhD (Physics)
Corbett, Oregon USA
P.S. an andere: Madhav Khandekar, PhD ist ein bekannter Meteorologe, der 25 Jahre lang für Environment Canada gearbeitet hat: http://www.fcpp.org/publication.php/2894
Ein ganz ähnlicher Artikel findet sich auf dem Blog von Judith Curry: http://judithcurry.com/2012/07/12/explaining-extreme-events-of-2011-from-a-climate-perspective/
Link zu diesem Artikel: http://wattsupwiththat.com/2012/07/10/extreme-weather-is-an-integral-part-of-the-earths-climate/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Energiereichtum Nordamerikas

Foto rechts: http://www.fotopedia.com/items/flickr-1392728191
Aber das Mantra der Energieknappheit in Nordamerika ist eine Fiktion: Wir sind nicht nur mit ausreichend Energie gesegnet, wir haben mehr Energie als die meisten Menschen sich überhaupt vorstellen können. Der Energiepolitik-Analyst Mark Mills benennt das Energiepotential Nordamerikas in einem neuen Bericht des Manhattan Institute.
Einige Schlüsselpunkte in dem Bericht lauten:
1) Die USA, Kanada und Mexiko schwimmen in Kohlenwasserstoff-Quellen: Öl, Erdgas und Kohle. Die gesamte Basis nordamerikanischen Kohlenwasserstoffs ist mehr als viermal größer als alle Ressourcen im Nahen Osten. Und die USA allein sind inzwischen die weltweit am schnellsten wachsende Erzeugernation von Öl und Erdgas.
2) Eine befürwortende Politik der Ausbeutung und des Exports für alle Kohlenwasserstoffe während der nächsten beiden Jahrzehnte könnte Werte bis zu 7 Billionen Dollar in die nordamerikanische Wirtschaft pumpen, wobei 5 Billionen Dollar davon auf die USA entfielen, einschließlich der Steuern in Höhe von 1 bis 2 Billionen Dollar für nationale und lokale Regierungen.
3) In Zusammenarbeit mit Kanada und Mexiko könnten – und sollten – die USA eine breit angelegte Politik für Entwicklung und Export starten, um uns die Vorteile unserer Kohlenwasserstoff-Ressourcen vor Augen zu führen. Eine solche Politik könnte dazu führen, dass Nordamerika bis zum Jahr 2030 zum größten Treibstoffversorger der Welt wird. Für die USA wäre die einzige effektivste Änderung der Politik die Nachahmung der kanadischen Lösung zur Erlaubnis für wesentliche Energieprojekte: nämlich die Gründung eines einheitlichen Portals einer einheitlichen staatsweiten Politik für alle Genehmigungen.
Natürlich könnte man nun darauf hinweisen, dass die Energiepolitik der USA, zumindest im nationalen Rahmen, seit einigen Jahren genau die entgegen gesetzte Richtung eingeschlagen hat, mit einer Verlangsamung der Produktion auf öffentlichen Ländereien und mit einer Verlangsamung der nordamerikanischen Energieintegration anstelle einer Beschleunigung von beidem – vielleicht die Keystone XL-Pipeline? Man kann nur hoffen, dass sich bald etwas ändert.
Kenneth P. Green
Link: http://www.aei-ideas.org/2012/07/north-americas-energy-wealth/
Hier folgt nun die Zusammenfassung (Executive Summary) des oben angesprochenen Berichtes:
Die USA, Kanada und Mexiko schwimmen in Kohlenwasserstoff-Quellen: Öl, Erdgas und Kohle. Die gesamte Basis nordamerikanischen Kohlenwasserstoffs ist mehr als viermal größer als alle Ressourcen im Nahen Osten. Und die USA allein sind inzwischen die weltweit am schnellsten wachsende Erzeugernation von Öl und Erdgas.
Das jüngste Wachstum bei der Kohlenwasserstoff-Erzeugung hat schon jetzt hunderttausende Arbeitsplätze und Milliarden Doller Steueraufkommen gebracht, und zwar indem man Milliarden Barrel Öl und Erdgas in den mit Kohlenwasserstoffaten angefüllten Schieferfeldern in Nord-Dakota, Ohio, Pennsylvania Texas und vielen anderen Staaten erschlossen hat – ebenso wie die kanadischen Ölsande.
Es ist an der Zeit, das atemberaubende Potential ökonomischer und geopolitischer Vorteile zu erkennen, die die Erschließung dieser Ressourcen den USA einbringen können. Es ist nicht übertrieben festzustellen, dass Arbeitsplätze im Zusammenhang mit Gewinnung, Transport und Handel mit Kohlenwasserstoff die USA aus ihrer ökonomischen Flaute aufwecken und Rendite erzielen kann, so dass die nationalen Bedürfnisse befriedigt werden können – einschließlich Erneuerung der Infrastruktur und Investitionen in wissenschaftliche Forschung.
Eine befürwortende Politik der Ausbeutung und des Exports für alle Kohlenwasserstoffe während der nächsten beiden Jahrzehnte könnte Werte bis zu 7 Billionen Dollar in die nordamerikanische Wirtschaft pumpen, wobei 5 Billionen Dollar davon auf die USA entfielen, einschließlich der Steuern in Höhe von 1 bis 2 Billionen Dollar für nationale und lokale Regierungen. Eine solche Politik würde auch in der gesamten Wirtschaft Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die erforderlichen substantiellen Investitionen würden allesamt aus dem privaten Sektor kommen.
Die der amerikanischen Energiepolitik zugrunde liegenden Paradigmen sowie regulatorische Strukturen wurzeln in dem Gedanken an Verknappung und Abhängigkeit von Importen. Eine vollständige Umkehr des Denkens ist erforderlich, um Nordamerika an die Fülle von Kohlenwasserstoffen zu gewöhnen – und an Exporte.
In Zusammenarbeit mit Kanada und Mexiko könnten – und sollten – die USA eine breit angelegte Politik für Entwicklung und Export starten, um uns die Vorteile unserer Kohlenwasserstoff-Ressourcen vor Augen zu führen. Eine solche Politik könnte dazu führen, dass Nordamerika bis zum Jahr 2030 zum größten Treibstoffversorger der Welt wird. Für die USA wäre die einzige effektivste Änderung der Politik die Nachahmung der kanadischen Lösung zur Erlaubnis für wesentliche Energieprojekte: nämlich die Gründung eines einheitlichen Portals einer einheitlichen staatsweiten Politik für alle Genehmigungen.
Die jüngste Beschäftigung mit Technologien zur Schaffung von Alternativen zu Kohlenwasserstoff übersieht, wie Technologie auch alternative Quellen von Kohlenwasserstoff selbst erschafft. Eine Anzahl detaillierter Analysen der neuen Kohlenwasserstoff-Realitäten ist aufgekommen, nicht zuletzt die die exzellenten Analysen von Citi, Wood Mackenzie, IHS und dem US-Chamber of Commerce.
Die Autoren des detaillierten Citi-Berichtes mit dem Titel „Energy 2020: North America, the New Middle East?” weisen darauf hin, dass „die wesentlichen Hindernisse, den Ölüberschuss in Nordamerika zu erschließen, eher politischer als geologischer oder technologischer Natur sind“.
Das projizierte Wachstum des gesamten Weltenergiebedarfs bis zum Jahr 2030 ist etwa gleich den Verbrauchswerten von zwei Amerikas. Jede glaubwürdige Vorhersage zeigt, dass Kohlenwasserstoffe wie schon in der Vergangenheit den größten Teil dieses Wachstums ausmachen werden. Obwohl alternative Energien rapide gewachsen sind, ist deren Gesamtbeitrag zum Energieverbrauch in den USA und weltweit minimal und bleibt es auch in jedem vernünftigen Zukunftsszenario.
Zweifellos wird es Opposition gegen den Gedanken an eine radikale Änderung der Politik und der Haltung gegenüber Kohlenwasserstoffen geben. Aber die Vorteile für die USA, das übrige Nordamerika und der Welt sind so dramatisch und wichtig, dass deren Verwerfen ohne ernste politische Diskussionen nicht hinnehmbar ist.
Mark P. Mills, The Manhattan Institute
Link: http://assets.nationaljournal.com/pdf/ManhattenInstitute_EnergyExportsJuly12.pdf
Beide Artikel übersetzt von Chris Frey EIKE
Lesenswerter Beitrag:
Auf den Punkt: Die gewaltigen Veränderungen am US-Energiemarkt lassen sich in einer einzigen Grafik darstellen




Die Klimakatastrophe ist abgesagt, die Energiewende bereits im Ansatz gescheitert

Die Kölnische Rundschau meldete dazu :

„Bei dem sogenannten 3. Petersberger Klimadialog soll vor allem die UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Katar vorbereitet werden. Im Dezember war bei der Konferenz im südafrikanischen Durban der Fahrplan für einen bis 2015 geplanten Weltklimavertrag beschlossen worden, der nun konkretisiert werden muss. Bei dem Treffen soll auch geprüft werden, ob sich mit bisherigen Klimaschutzzusagen überhaupt noch das gemeinsame Ziel erreichen lässt, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.“ 

Doch selbst der Jurist , Hobbykoch und ihr – nach einem Eklat um den Vorgänger Norbert Röttgen- erst jüngst ernannte Umweltminister ahnte schnell, dass mit dem sog. „Klimaschutz“ kein politischer  Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Vielleicht hat er, dank der Dauerberieselung mit Fakten auch von Websites, wie der von EIKE, inzwischen erkannt, dass die geringe Erwärmung trotz CO2 Anstieges ganz klar seit 15 Jahren zum Stillstand gekommen ist. Da macht es auch keinen Unterschied mehr, dass er – wie in der Tagesschau um 17:00 Uhr vom 16.7.12 vom

2 % Ziel

redete, dass es unbedingt einzuhalten gälte.
Denn tatsächlich begann er zuvor erste Rückzugsgefechte vorzubereiten:
„Altmaier zweifelt an Röttgens Energiewende-Zielen“ titelt die ergebenst links-grüne Süddeutsche Zeitung   und schreibt weiter:

"Da sind Fehler gemacht worden", die Bezahlbarkeit von Energie sei aus dem Auge verloren worden: Umweltminister Altmaier rechnet mit der Arbeit seines Vorgängers Röttgen ab und zweifelt daran, dass die Ziele der Energiewende erreicht werden können. Er befürchtet sogar soziale Probleme aufgrund steigender Strompreise. Es ist eine Ohrfeige für seinen Vorgänger: Bundesumweltminister Peter Altmaier zweifelt daran, alle Ziele der Energiewende erreichen zu können und wirft Norbert Röttgen – ohne seinen Namen zu nennen – schwere Versäumnisse vor."

Und im liberalen, etwas kritischeren FOCUS liest man seine Aussage so: „Es stelle sich die Frage, ob es wirklich gelingt, den Stromverbrauch wie vorgesehen bis zum Jahre 2020 um zehn Prozent zu senken, sagte Altmaier der „Bild am Sonntag“. „Wenn wir das noch irgendwie schaffen wollen, dann bedarf das riesiger Anstrengungen.“… 
Das ist auch verständlich, denn allen – selbst den chronisch linksgestrickten grünen Medien geht langsam auf, dass man die Naturgesetze -auch als Oberpolitiker- nicht so mir nichts Dir nichts außer Kraft setzen kann. Auch dann nicht , wenn alle Lobbyisten des Ökoindustriellen Komplexes einem dies einreden.
Unter der Überschrift „Im Gegenwind“ muss sogar die politische Redakteurin (studierte Geschichte und Germanistik) des Tagesspiegel und ehemals Sprecherin der Grünen in Baden Württemberg  Dagmar Dehmer einräumen :

„Die Energiewende ist ein ambitioniertes Projekt. Ob alle Teilziele erreichbar sind, bezweifelt selbst der Umweltminister. Wie ist das zu bewerten?

Und bewertete selbst gleich drauf los:

„Am Montag und Dienstag findet zum dritten Mal der „Petersberger Klimadialog“ statt, zu dem Umweltminister aus 35 Staaten nach Berlin reisen. Ein wichtiger Termin, um „Vertrauen aufzubauen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Das scheint auch im eigenen Land nötig zu sein. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) gestand ein, dass die Regierung die Schwierigkeiten auf dem Weg zur Energiewende vor einem Jahr ziemlich unterschätzt hat. In einem Interview mit „Bild am Sonntag“ sagte er: „Wir haben Fehler gemacht.“

Nun ja, die wirklichen Probleme vermochte sie – vermutlich mangels Fachwissens, oder aus ideologischer Blindheit, wer weiß das schon- auch nicht zu benennen: Die irren Kosten, die erzwungene Abnahme selbst größter Mengen, bei gleichzeitiger Zerstörung der energetischen Basis des Industrielandes Deutschland. Da ist die FAZ schon um einiges weiter. Dort titelt man:

„Solarausbau kostet Deutschland mehr als 110 Milliarden Euro“

und weiter liest man

„..Kaum positive Wirtschafts- und Klimaeffekte: Die Bilanz, die das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI zum Photovoltaik-Ausbau zieht, ist ernüchternd. Dabei werde er die Stromkunden mehr als 110 Milliarden Euro kosten, schreiben die Forscher in der Studie, die der F.A.Z. vorliegt. ….Der Ausbau der Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen wird Deutschlands Stromkunden mindestens 111 Milliarden Euro kosten. Das ergeben neue Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), die der F.A.Z. vorliegen. Allein der Ausbau bis zu dem neuen Förderdeckel von 52 Gigawatt (GW) Leistung wird trotz stark sinkender Einspeisevergütung noch Zahlungen von 11,8 Milliarden Euro auslösen…. Doch die Rechnung für den Sonnenstrom, dessen Abnahmepreis den Erzeugern für 20 Jahre garantiert ist, wird den Verbrauchern erst noch zugestellt. „Vor der Schlussfolgerung, dass wir das Schlimmste nun bald hinter uns hätten, muss man sehr warnen“, sagt RWI-Forscher Manuel Frondel. Allein für die in den vergangenen zwölf Jahren installierten PV-Anlagen müssten rund 100 Milliarden Euro aufgebracht werden, wovon aber erst 15 Milliarden Euro bezahlt sein. 85 Milliarden Euro stünden noch aus… Allerdings ist die Rechnung nicht vollständig. Sie enthält keine indirekten Kosten, die stark ansteigen dürften… Sein Kollege Georg Erdmann von der Technischen Universität Berlin hat die indirekten Kosten, unter anderem für den Ausbau der Stromübertragungs- und verteilnetze, auf 85 Milliarden Euro berechnet.“

Und SPON legt noch einmal nach:

Deutsche Energie-Panik: Merkels Energiewende-Pfusch birgt sozialen Sprengstoff

Merkels Energiepolitik könnte sich als Brandbeschleuniger einer fallenden Konjunktur entwickeln. Die sozialen Folgen wären verheerend. Das Riesenprojekt muss deshalb sofort gestoppt und komplett neu gedacht werden… Es droht der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen, und die Energiewende könnte sich zum Brandbeschleuniger einer fallenden Konjunktur entwickeln. Noch schlimmer: Es droht sozialer Sprengstoff. Die deutschen Privathaushalte werden zukünftig über 1.200 Euro jährlich alleine für die Stromrechnung zu zahlen haben. Dies ist für viele Familien mehr als ein Nettomonatseinkommen und ist damit nicht mehr verkraftbar. Deshalb werden jetzt auch die Sozialdemokraten endlich wach und kapieren langsam, dass sie sich völlig unkritisch der überstürzten Energiewende der Kanzlerin angeschlossen hatten. Und sie ahnen, dass sie bei den nächsten Wahlen wegen Nichtstun selbst Opfer der rein machtpolitischen Entscheidung der Bundesregierung werden könnten. Denn Arbeitsplätze in der Industrie sind in Gefahr.

Damit das noch teurer wird, hat die Bundesregierung als Partykönigin jedes Jahr aufs neue die Nehmerländer dieser Welt zum 3. Petersberger Energiedialog gebeten. Es sollen zwar nur 35 sein -und fast alles Entwicklungsländer –  aber bei so einer verfahrenen Kiste ist man auch schon mit wenigem zufrieden. Doch teuer wird´s auf jeden Fall. Transferunion übers Klima
Na denn, freuen wir uns schon mit diesen extrem hohen Kosten irgendwann in ferner Zukunft das Klima zu retten. Unsere Bundeskanzlerin und ihr Umweltminister werden es schon richten.
Sobald ein neues Klimaschutzabkommen da ist, wird die Welt gerettet sein, und alle Welt dankbar darüber, dass Deutschland sich geopfert hat. Amen! 
Michael Limburg EIKE
Weiterführende links:
Merkels Energiewende: Extrem teuer, aber direkt in die Sackgasse
Die Energiewende wirkt: Wieder eine Solarfirma pleite! EON erwägt Schließung von 3 Gaskraftwerksblöcken!
Das Ende der Klimakatastrophe und der Agenda 21: Lord Moncktons Bericht aus Rio
Die Klimakatastrophe – ein spektroskopisches Artefakt!