CO2 folgt der Temperatur „um höchstens ein paar hundert Jahre“ belegen neue Forschung in der Antarktis:

„Unsere Analysen von Eisbohrkernen aus dem Eisschild der Antarktis zeigen, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre dem Anstieg der Temperaturen in der Antarktis sehr eng folgt und höchstens um ein paar hundert Jahre versetzt ist“. – Sune Olander Rasmussen

Abbildung 2: Histogramme für die zwei Methoden der Bestimmung der Verzögerung, mit der das atmosphärische CO2 auf Temperaturänderungen in der Antarktis reagiert (direkte und abgeleitete Korrelation) unter Verwendung jedes einzelnen der beiden CO2-Datensätze (der Stationen Byrd und Siple Dome). Die grauen Hintergrund-Histogramme basieren auf dem vollständigen Komposit der Proxy-Temperatur, die gleiche wie in Abbildung 1b. Die überlagerten Kurven zeigen die korrespondierenden Verzögerungs-Histogramme, wenn man im Gegenzug jede der 5 Aufzeichnungen von der Proxy-Temperatur ausschließt: Ausschluss von Siple (rot), Ausschluss von Law Dome (grün), Ausschluss von Byrd (blau), Ausschluss von EDML (türkis) und Ausschluss von Talos Dome (violett)
Von der University of Copenhagen – Rise in temperatures and CO2 follow each other closely in climate change
Die größte Klimaänderung, die die Welt während der letzten 100 000 Jahre erlebt hat, war der Übergang von der Eiszeit zu einer warmen Zwischeneiszeit. Neue Forschungen am Niels Bohr Institut an der University of Copenhagen deuten darauf hin, dass im Gegensatz zu früheren Ansichten der Anstieg der Temperatur und der Anstieg des atmosphärischen CO2-Gehaltes zeitlich eng aufeinander folgen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Climate of the Past veröffentlicht.
In einem wärmeren Klima ist der atmosphärische CO2-Gehalt von Natur aus höher. Das Gas CO2 (Kohlendioxid) ist ein Treibhausgas, das die Wärmestrahlung vom Erdboden absorbiert und die Erde folglich warm hält. Bei Verschiebungen zwischen Eiszeiten und Zwischeneiszeiten hilft der atmosphärische CO2-Gehalt dabei, die natürlichen Klimavariationen zu verstärken.
Ursprünglich hatte man gedacht, dass – als die Temperatur am Ende der Eiszeit vor etwa 19 000 Jahren zu steigen begann – die Zunahme des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre mit einer Verspätung bis zu 1000 Jahren erfolgt.
„Unsere Analysen von Eisbohrkernen aus dem Eisschild der Antarktis zeigen, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre dem Anstieg der Temperaturen in der Antarktis sehr eng folgt und höchstens um ein paar hundert Jahre versetzt ist“, erklärt Sune Olander Rasmussen, Assistenzprofessor und Koordinator am Centre for Ice and Climate at the Niels Bohr Institute at the University of Copenhagen.
 
Ein Eisbohrkern aus der Tiefbohrung durch den Eisschild in Law Dome in der Antarktis.
Die wichtige Rolle der Tiefsee
Die Forschungen, die in Zusammenarbeit mit Forschern von der University of Tasmania in Australien durchgeführt worden sind, basieren auf Messungen von Eisbohrkernen aus fünf Bohrlöchern durch den Eisschild in der Antarktis. Der Eisschild bildete sich aus Schnee, der nicht mehr abschmolz, sondern Jahr für Jahr weiter anwuchs, wodurch das Ganze allmählich zu einer Kilometer dicken Eisschicht zusammen gepresst worden ist. Während dieser Kompression wurden Luftbläschen zwischen den Schneeflocken eingeschlossen, so dass das Eis als Folge davon winzige Bestandteile der historischen Atmosphäre enthält. Die Zusammensetzung des Eises gibt auch Aufschluss über die Temperatur zum Zeitpunkt des Schneefalls, so dass das Eis ein Archiv für vergangene Klimate und die Zusammensetzung der Atmosphäre ist.
„Die Eisbohrkerne zeigen eine fast synchrone Beziehung zwischen der Temperatur in der Antarktis und dem atmosphärischen CO2-Gehalt, und dies legt nahe, dass die Prozesse in der Tiefsee um die Antarktis eine wichtige Rolle bei der CO2-Zunahme spielen“, erklärt Sune Olander Rasmussen.

Abbildung 1: Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre der Temperatur in der Antarktis eng folgt, und zwar während der gesamten Verschiebung von der Eis- zur Zwischeneiszeit während der Periode vor 19 000 bis 11 000 Jahren vor heute. Die grüne Kurve zeigt die Temperatur aus Messungen von den 5 in der Karte markierten Eisbohrkernen. Die rote und blaue Kurve zeigen den atmosphärischen CO2-Gehalt in den Luftblasen innerhalb der Bohrkerne der beiden Bohrungen in Siple Dome (rot) und Byrd (blau). Die Analyse zeigt, dass die CO2-Konzentration der Temperaturzunahme mit einer Verzögerung von nicht mehr als einigen hundert Jahren folgt. Dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre der antarktischen Temperatur so eng nachfolgt bedeutet, dass Prozesse im Ozean rund um die Antarktis eine wichtige Rolle beim CO2-Anstieg spielen.
Rasmussen erklärt: eine der Theorien lautet, dass es bei einer Erwärmung der Antarktis stärkere Winde über dem Südlichen Ozean gibt und dass diese Winde mehr Wasser aus tiefen Schichten im Ozean an die Oberfläche befördert, und zwar aus Tiefen, in denen es einen hohen CO2-Gehalt gibt infolge all der kleinen Organismen, die absterben, auf den Meeresboden absinken und verrotten. Starke Winde über den Südlichen Ozeanen bringt die Zirkulation im Ozean mehr dieses CO2-angereicherten Tiefenwassers an die Oberfläche, und ein Teil davon entweicht in die Atmosphäre. Dieser Prozess ist das Bindeglied zwischen Temperatur und CO2, und die neuen Ergebnisse zeigen, dass diese Verbindung viel enger als gedacht ist und schneller als früher geglaubt erfolgt.
Einfluss auf das Klima
Die globale Temperatur hat sich aus natürlichen Gründen geändert, und zwar infolge sich verändernder Solarstrahlung aufgrund der Variationen der Erdumlaufbahn um die Sonne sowie der Neigung und Orientierung der Erdachse. Diese sind als die Milankovich-Zyklen bekannt und ereignen sich etwa alle 100 000, 42 0000 und 22 000 Jahre. Dies sind die Zyklen, die dafür sorgen, dass das Erdklima zwischen langen Eiszeiten von etwa 100 000 Jahren und warmen Zwischeneiszeiten von etwa 10 000 bis 15 000 Jahren hin und her pendelt. Die natürliche Erwärmung des Klimas wurde durch den zunehmenden CO2-Gehalt verstärkt.
„Heute beobachten wir, dass die Menschheit dafür gesorgt hat, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre während der letzten 150 Jahre genau so stark gestiegen ist wie in den 8000 Jahren während des Übergangs von der letzten Eiszeit in die gegenwärtige Zwischeneiszeit, und das kann das Erdklima aus dem Gleichgewicht bringen“, erklärt Sune Olander Rasmussen und fügt hinzu: „Darum ist es sogar noch wichtiger, dass wir besser verstehen, welche Prozesse für Klimaänderungen in der Vergangenheit sorgten, weil die gleichen Prozesse auch heute zusätzlich zu den anthropogenen Prozessen wirken können, die wir heute erleben. In dieser Hinsicht hilft uns das Klima der Vergangenheit zu verstehen, wie die verschiedenen Teilaspekte des Klimasystems miteinander wechselwirken und was wir in Zukunft erwarten können“.

Verstärkte Bedingungen für die Zeitverzögerung zwischen der antarktischen Temperatur und CO2 ausgangs der letzten Eiszeit
J. B. Pedro1,2, S. O. Rasmussen3, and T. D. van Ommen2,4
1Antarctic Climate & Ecosystems Cooperative Research Centre, University of Tasmania, Hobart, Tasmania, Australia
2Institute of Marine and Antarctic Studies, University of Tasmania, Hobart, Tasmania, Australia
3Centre for Ice and Climate, University of Copenhagen, Copenhagen, Denmark
4Australian Antarctic Division, Kingston, Tasmania, Australia
Abstract: Antarktische Eisbohrkerne liefern klare Beweise für eine enge Kopplung zwischen Variationen der antarktischen Temperatur und der atmosphärischen CO2-Konzentration während der Eis-/Zwischeneiszeitzyklen seit mindestens 8000 Jahren. Präzise Informationen des Timings zwischen CO2- und Temperaturänderungen können dabei helfen, unser Verständnis der dieser Kopplung zugrunde liegenden Prozesse zu vertiefen. Hier konzentrieren wir uns auf das Ende der letzten Eiszeit vor 19 000 bis 11 000 Jahren, einem Zeitraum, in dem die CO2-Konzentrationen um etwa 80 ppmv und die antarktische Temperatur um etwa 10°C gestiegen ist. Schöpft man einen kürzlich entwickelte Proxy für die regionale Temperatur der Antarktis aus, abgeleitet aus fünf Bohrkernen nahe der Küste und zwei Bohrkernen mit hoher Präzision bei der Datierung des CO2-Gehaltes, zeigen wir, dass die CO2-Zunahme wahrscheinlich der Zunahme der antarktischen Temperatur um weniger als 400 Jahre hinterher lief und dass sogar ein kurzes Vorauseilen der CO2-Zunahme gegenüber der Temperaturzunahme nicht ausgeschlossen werden kann. Dieses Ergebnis, das für beide CO2-Aufzeichnungen gilt, impliziert eine schnellere Kopplung zwischen Temperatur und CO2 als ursprünglich geschätzt, war man doch von einer Verschiebung bis zu einem Millenium ausgegangen.
Final Revised Paper (PDF, 463 KB)   Discussion Paper (CPD)
Citation: Pedro, J. B., Rasmussen, S. O., and van Ommen, T. D.: Tightened constraints on the time-lag between Antarctic temperature and CO2 during the last deglaciation, Clim. Past, 8, 1213-1221, doi:10.5194/cp-8-1213-2012, 2012.
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/07/23/new-research-in-antarctica-shows-co2-follows-temperature-by-a-few-hundred-years-at-most/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




„Nachhaltige Gerechtigkeit” = Umverteilung des Mangels

Gerade diese Woche hat die Civil Society Reflection Group on Global Development Perspectives [etwa: Gruppe der zivilisierten Gesellschaft zu globalen Entwicklungsperspektiven] einen neuen Bericht zum Rio+20-Erdgipfel zur Nachhaltigen Entwicklung veröffentlicht. Die Kurzdarstellung von No Future Without Justice [Keine Zukunft ohne Gerechtigkeit] beginnt mit der Feststellung „Die Welt braucht eine fundamentale Veränderung“. Das Dokument bietet dann „Lösungen“ an, darunter einen „universellen fiskalischen Ausgleich“ und ein „massives und absolutes Abkoppeln des Wohlergehens von Ausbeutung und Verbrauch von Ressourcen“.
In der 18-köpfigen Gruppe sind keine Amerikaner – aber sie verdammt die USA und andere Regierungen wegen ihrer Verpflichtung gegenüber wirtschaftlichem Wachstum und nicht so sehr der Umverteilung von Wohlstand. Die Gruppe verlangt, dass die Regierungen eine Schlüsselrolle bei der Förderung von „Nachhaltigkeit“ und Wohlergehen spielen. Sie besteht darauf, dass alle Regierungen den universellen Zugang zur öffentlichen Gesundheitsvorsorge anbieten sowie garantierte staatliche Zuwendungen für jedes Kind, garantierte staatliche Unterstützung für Arbeitslose und Unterbeschäftigte und grundlegende universelle Pensionen sowie universelle soziale Sicherheit.
Kurz gesagt, sie wollen den totalen Bevormundungsstaat – aber ohne jede Ausbeutung von Ressourcen und ökonomisches Wachstum. Mit anderen Worten, das garantiert nachhaltige Ungerechtigkeit und die Umverteilung zunehmenden Mangels.
Die Gruppe räumt ein, dass die menschliche Zivilisation „immer noch irgendeine Art Wachstum in weiten Teilen der Welt braucht, um die Grenzen der maximal verfügbaren Ressourcen für arme Länder auszudehnen“. Allerdings werden die massiven Investitionen, die für den Übergang zu einer vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Wirtschaft notwendig sind, eine „massive Schrumpfung der Produktion, der Abteilungen und der Aktivitäten erfordern, die den Nachhaltigkeitstest nicht bestehen“ – nach Festlegungen von ihnen sowie mit ihnen verbundener Organisationen und das Umweltprogramm der UN UNEP.
Finanzielle Schlüsselaspekte zum Anschub hin zu „Nachhaltigkeit“ schließt ein „grüneres“ und „fortschrittlicheres“ Steuersystem ein, darunter eine finanzielle Transaktionssteuer, Aufhebung sämtlicher Subventionen mit Ausnahme für erneuerbare Energie, Kürzung der Militärausgaben und gleichzeitig einen dramatisch zunehmenden „Stimulus“, ein Kompensationssystem, um „Klimaschulden“ bei vermeintlich durch den kohlenwasserstoff-getriebenen Klimawandel abzuzahlen, ein neues Rahmenwerk zur Regulierung finanzieller Märkte, eine Sicherheitskommission bzgl. finanzieller Produkte und noch mehr Regulierungen für Hedgefonds und privates Kapital. Die Gruppe verlangt auch eine öffentliche Kontrolle von Rating-Agenturen und die Übernahme von internationalen Bilanzrichtlinien durch die Regierungen.
Um sicherzustellen, dass die „nachhaltige Entwicklung” auch wirklich jeden Aspekt der Gesellschaft durchdringt, schlug die Gruppe die Einsetzung eines „Sherpas“ für Nachhaltigkeit vor (im Rang eines Ministers), ein parlamentarisches Komitee zur Überwachung der Politik, ja an der Nachhaltigkeit festzuhalten, einen UN-Nachhaltigkeitsrat, eine universelle periodische Begutachtung zur Nachhaltigkeit und einen Ombudsmann für Gerechtigkeit zwischen den Generationen und zukünftigen Generationen vor. Sie befürwortet auch einen zwischenstaatlichen Rat zur Nachhaltigkeit (International Panel on Sustainability), der auf dem „Erfolg“ des IPCC aufbauen soll.
Natürlich würden alle diese Fäden bei der Ersten politischen Institution der Welt und der Bastion für Freiheit, Fairness, Demokratie und Menschenrechte zusammen laufen – dem Generalsekretariat der UN.
Um diese „fundamentale” Verschiebung hin zum Nachhaltigkeits-Paradigma zu lenken, hat die Gruppe acht Prinzipien festgelegt – wobei das „Vorsorgeprinzip“ der Schlüssel ist. Dieses verbietet jede Aktivität, die ein Risiko darstellen oder „schädlich“ sein könnte. Die eigenen Rezepte zur Nachhaltigkeit sind natürlich von jeder Begutachtung nach dem Vorsorgeprinzip ausgenommen.
Die Objektive muss es sein, stellen sie fest, Ökonomien zu schaffen, die die Kohlenstoffemissionen, den Energieverbrauch, die Ausbeutung primärer Ressourcen, die Wegwerfgesellschaft sowie Luft- und Wasserverschmutzung drastisch begrenzen. Die Gesellschaft muss auch den vermeintlichen und von Computern modellierten Verlust von Spezies sowie den Ruin von Ökosystemen beenden.
Dies alles erfordert natürlich die Pflicht, das Verbraucherverhalten und den Lebensstil zu ändern (zumindest für das gemeine Volk) und die Erkenntnis, dass Arbeit (anders als Kapital) kein Produktionsfaktor ist. Tatsächlich ist Arbeit der Gruppe zufolge nicht einmal eine Handelsware. Mehr noch, nur „vernünftige“ Arbeit qualifiziert sich für das Nachhaltigkeits-Paradigma. (Wobei „vernünftige Arbeit“ nirgends definiert ist, darunter versteht man vermutlich rückenschädliche Landwirtschaft für den Eigenbedarf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Dies wird nach der Agenda der Gruppe als „traditionelle“ oder „organische“ Landwirtschaft bezeichnet und nicht durch moderne mechanisierte Agrikultur ersetzt).
Woher kommt all dies Geschwafel? Aus der Agenda 21, dem Mittelpunkt des ursprünglichen Erdgipfels in Rio – welche in Parallelveranstaltungen in Belo Horizonte, Brasilien, immer wieder verlängert, verändert und wieder verändert wird, während die wesentlichen Diskussionen zur Nachhaltigkeit in Rio stattfinden.
In der Agenda 21 heißt es zum Beispiel, dass „es zum Erreichen der Ziele der Umweltqualität und der nachhaltigen Entwicklung … Änderungen des Verbraucherverhaltens bedarf“. Dies würde ebenfalls unter UN-Aufsicht erfolgen, weil, wie es der Gründer des Erdgipfels Maurice Strong ausdrückte, die Tage der nationalen Souveränität vorbei sind und die Welt ein System des Transfers von Wohlstand braucht, um die Umweltsicherheit zu gewährleisten.
Kurz gesagt, „nachhaltige Entwicklung” ist ein System, dass nach einer Neudefinition von Geschäftsaktivitäten verlangt, weg vom Streben nach persönlichem Profit – und von Aktivitäten der Regierung, weg vom Streben nach individuellem Glück und Gerechtigkeit – hin zum Streben nach gesellschaftlicher Güte, wie sie von Aktivisten und den UN definiert wird.
Einfach gesagt, wie es Brian Sussman in seinem neuen Buch Eco-Tyranny schreibt, ist es das ultimative Ziel der das Nachhaltigkeits-Paradigma Anbetenden, „die wertvollsten“ Rechte, die in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung stehen, zu löschen: „Alle Menschen sind gleich, sie wurden von ihrem Schöpfer mit gewissen unveränderlichen Rechten ausgestattet, darunter Leben, Freiheit und Streben nach Glück – um diese Rechte zu sichern, werden unter den Menschen Regierungen eingerichtet, die ihre Vollmachten direkt vom Einverständnis der Regierten ableiten“.
Die Agenda 21 und das Nachhaltigkeits-Paradigma bekämpfen und unterminieren auch Adam Smiths Glaube, dass das natürliche Streben der Menschheit nach Selbstverwirklichung, Profit und Verbesserung zu größerem Wohlstand, Gesundheit und Gerechtigkeit für alle führt.
Alles in allem ist die Vision der UN/Maurice Strong/Civil Society Reflection-Gruppe nichts weiter als die jüngste Verkörperung von Platos Republik. Den Thesen Platos zufolge agiert eine gebildete, elitäre, aber wohlwollende und mythische Klasse in dem Glauben, dass ihre selbst ernannten Könige der Philosophie alle richtigen Antworten haben und die Zustimmung der Regierten nicht erforderlich ist. Der Rest der Menschheit muss im Gleichschritt folgen oder die Konsequenzen tragen; egal wie exemplarisch die Ergebnisse sind.
Wie Alexander Hamilton beobachtet hat, sind die Menschen unglücklicherweise keine Engel. Mehr noch, es fordert Erfahrung und den gesunden Menschenverstand heraus anzunehmen, dass die elitären UN, UNEP sowie die Gemeinschaft der Umweltaktivisten jemals Weisheit losgelöst von leidenschaftlicher Ideologie an den Tag legen werden – oder Wohlwollen für die Menschen, die sie regieren wollen.
Paul Driessen and Duggan Flanakin
Bemerkung von Anthony Watts hierzu: Die Rio+20-Agenda der UN bedeutet jeweils weniger Freiheit, Glück, wirkliche Gerechtigkeit und Fortschritte hinsichtlich der Menschenrechte.
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Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org and www.CFACT.tv) and author of Eco-Imperialism: Green power – Black death. Duggan Flanakin is director of research and international programs for CFACT.
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/06/19/sustainable-justice-redistribution-of-scarcity/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Prognosen des Meeresspiegelanstiegs und was sie wert sind

 

Abbildung 1: BILD benutzte die Veröffentlichungen zum prognostizierten Meeresspiegelanstieg um 3 m und mehr, für einen wohl scherzhaften Aufmacher. Holland geht also wieder einmal unter, wie im bereits wiederlegten IPCC-Bericht, dass die Niederlande unter Wasser lägen.

Da Klimacomputerspiele in der Öffentlichkeit offensichtlich an Glanz verloren haben, ist das PIK dazu übergegangen, seiner Studie einen vermeintlichen Wahrheitscharakter dadurch mitzugeben, dass sich ihre Studie auf tatsächliche Beobachtungen der letzten tausend Jahre stützt: “Erstmals bietet diese Studie damit eine umfassende Projektion für einen derart langen Zeitraum. Sie stützt sich dabei auf den tatsächlich beobachteten Meeresspiegelanstieg im vergangenen Jahrtausend sowie auf Szenarien für künftige Treibhausgasemissionen“ und weiter “Die neue Studie verwendet einen so genannten semi-empirischen Ansatz, der auf dem Zusammenhang zwischen beobachteter Temperatur und Meeresspiegel während der vergangenen Jahrhunderte basiert, um daraus Schätzungen für einen Meeresspiegelanstieg in Szenarien künftiger globaler Erwärmung abzuleiten und zu berechnen.“

Donnerwetter! Wenn das nichts ist, tausend Jahre tatsächlicher Meeresspiegelanstieg als Datenbasis und „semi-empirischer Ansatz“. Klingt wirklich gut! Man beachte tausend Jahre und “tatsächlich“. Wie der Meeresspiegelanstieg seiner Meinung nach in den letzten tausend Jahren aussieht, hat das PIK bereits am 20.06.2011 veröffentlicht (Abbildung 2).

 

Abbildung 2 zeigt den Meeresspiegelanstieg nach PIK, Quelle: PIK, Sea levels rising at fastest rate in 2000 years“ vom 20.06.2011.

Man beachte in Abbildung 2:

·         von 1000 – 1380 = +0,6 mm/a

·         von 1380 – 1900 = -0,1 mm/a

·         von 1900 – 2010 = +2,1 mm/a

In Summe ergibt die PIK`sche Datenbasis einen mittleren Meeresspiegelanstieg von weniger als 0,4 mm/a über die letzten 1000 Jahre, die Rahmstorf und Co angeblich für ihre Prognose von 3 m Meeresspiegel bis zum Jahr 2300 als Basis herangezogen haben. Wird der prognostizierte Anstieg von 3 m, der nach Aussage von Rahmstorf auf tausend Jahre und “tatsächlich“ beruht, aufs Jahr umgerechnet, so ergibt sich ein Meeresspiegelanstieg von mehr als 10 mm/a und zwar ab sofort ! Ein wahrlich abenteuerlicher Prognosewert, anhand der gezeigten PIK´schen Datenbasis für die letzten 1000 Jahre.

Abbildung 3 zeigt den sich tatsächlich entwickelten Meeresspiegelanstieg über die letzten Jahre.

  

Abbildung 3: Entwicklung des Meeresspiegels über die letzten Jahre. Deutlich ist zu sehen, dass dieser nicht zusehends steigt, sondern, zusehends fällt, Quelle

Das gleiche Bild zeigt Abbildung 4

 

Abbildung 4 zeigt die Anstiegsraten pro Jahr über die letzten 20 Jahre. Der Anstieg des Meeresspiegels hat sich deutlich verlangsamt. Von einem beschleunigten Anstieg kann demnach keine Rede sein, Quelle: WUWT, “Sea Level Rise and Solar Activity“.

Wie auf einer Datenbasis von weniger als 0,4 mm/a für die letzten 1000 Jahre oder der gegenwärtigen Anstiegsrate von 1,5 mm/a ein Meeresspiegelanstieg von 3 m (10 mm/a ab sofort) erreicht werden soll, wissen wohl nur die Seher vom PIK. Obwohl, tausend Jahre, da war doch mal was. Haben die „Forscher“ etwa diese Datenbasis für ihre Studie genommen? Müsste man beim PIK einmal nachfragen.

Was bei der Verwendung von Modelrechnungen im Vergleich zur Realität herauskommt, kann z.B. in den ACIA-Berichten bestaunt werden, woraus die folgenden Abbildungen entnommen sind. Exemplarisch die Prognosemodelle zum Wolkenbedeckungsgrad, der essenziell für die Klimabewertung ist, der solaren Einstrahlung, die z.B. für die Kenntnisse der Energieflüsse (Trenberth) Voraussetzung ist und der Niederschlagsentwicklung.

 

Abbildung 5 zeigt nach diversen Modellberechnungen (alle mit Hochleistungsrechnern, sog. Supercomputern durchgeführt) der Wolkenbedeckung (links) und der solaren Einstrahlung (rechts) im Zeitraum von 1981 – 2000 von 70° – 90° nördlicher Breite. “TOVS“ zeigt die mittels Satellit aufgenommenen Vergleichsdaten beim Bedeckungsgrad und “Langley“ die Beobachtungsdaten der solaren Einstrahlung. „Bemerkenswert“ ist die Übereinstimmung der solaren Einstrahlung für die Monate November bis Februar. Diese kommt indes einzig dadurch zustande, dass die solare Einstrahlung im Winter in den Polargebieten bekanntermaßen gleich Null ist.

Gleiches Durcheinander der Modellbetrachtungen und Ergebnisse beim Niederschlag.

 

Abbildung 6 zeigt den gemessenen Niederschlag (Observed), zu dem berechneten nach Klimamodellen für die Kontrollperiode von 1921 – 1950 nach Hellström et al., 2001. Wie deutlicher nicht zu sehen, besteht zwischen Realität und Berechnung keine Übereinstimmung. Die Unterschiede sind erheblich. Die Differenz zur Realität beträgt teilweise über 100%.

Das Tohuwabohu der Ergebnisse, die unterschiedlicher nicht sein können, braucht daher nicht weiter betont zu werden. Erstaunliche Übereinkunft in den verschiedenen und übrigens anerkannten Klimacomputermodellen zueinander und zur Realität zeigt sich einzig in der solaren Einstrahlung im Zeitraum von Oktober – Februar (Abbildung 5 rechts). Die Polarnacht können die Klimamodelle und die Supercomputer demnach exakt vorher bestimmen. Ob hierzu allerdings Supercomputer und aufwendige Klimamodelle diverser Institute notwendig sind, wagt der Autor zu bezweifeln.

Prof. Marotzke, Direktor des Max Planck Instituts für Meteorologie sagte auf dem 4. ExtremWetterKonkress in Bremerhaven “Wenn die Erde zum Eisball wird“ zu den Klimamodellen:

“Unsere Arbeiten zeigen zum ersten Mal mit einem umfassenden gekoppelten Klimamodell, dass die Erde bei heutiger Sonneneinstrahlung und heutiger Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre sowohl den heutigen Klimazustand als auch den Eisballzustand annehmen kann.“ Der Volksmund kennt hierzu eine treffende Aussage: “Außer Spesen, nichts gewesen.“

Bereits in seinem letzten EIKE-Beitrag „Climate change is pseudoscience“ fügte der Autor an (da dies so wichtig ist, soll es an dieser Stelle wiederholt und ergänzt werden):

Die angesprochene Pseudowissenschaft mittels Klimamodellen wäre nicht so tragisch, würden durch die Spielzeuge (z.B. Computerspiele, dort Klimamodelle genannt) und Spielplätze (hier der Meeresspiegelanstieg) nicht Unsummen von Geldern, unsere Steuergelder verschleudert. Von den hunderten von Milliarden, die durch daran ansetzende Maßnahmen, Abgaben und falscher Wegrichtungen, buchstäblich in den Wind geschrieben, bzw. Solargöttern geopfert werden, ganz zu schweigen.

Insofern bewegen sich diverse Regierungen/politische Programme und deren (pseudo)wissenschaftliche Helfer, auf einer Stufe mit der Weltanschauung der Maya-Kultur und die diversen Klimaprognosen auf derselben Ebene wie die Vorhersagen der keltisch/germanischen Druiden oder der antiken Orakel. Unsere Vorfahren benutzten die Innereien von Tieren, um die Zukunft zu ergründen. Gänseleber und Krötenblasen waren sehr beliebt. Heute werden wieder Innereien benutzt, um in die Zukunft zu blicken. Es sind die BYTES und FLOPS der Supercomputer – mit demselben Ergebnis.

 

Raimund Leistenschneider – EIKE




Über die überwältigende Zahl von 97% bis 98% der Wissenschaftler, die da meinen, es gebe einen Klimakonsens…

Um die Rate der Antworten zu maximieren war die Befragung so angelegt, dass sie in weniger als 2 Minuten ausgefüllt werden konnte, und sie wurde von einer professionellen Online-Site überwacht (www.questionpro.com), die eine einmalige Beteiligung aller derjenigen ermöglichte, denen die Fragen vorgelegt wurden.
Ich glaube, es ist lächerlich, dass sich so wenige Leute, die diese Umfrage als „Beweis“ eines Konsens’ anführen, genauer mit dieser Umfrage und den mickrigen Antwortzahlen befassen. Also habe ich mich entschlossen, diese Daten graphisch darzustellen, um eine dringend gewünschte Perspektive zu bieten. Offensichtlich befand es die Mehrheit der befragten AGU-Mitglieder für überflüssig, diese Umfrage zur Klimaänderung einer Antwort zu würdigen. – Anthony

Dieser wissenschaftliche Konsens zur globalen Erwärmung … nein! – Forbes

Larry Bell

Wo also kommt diese berühmte „Konsens”-Behauptung her, dass „98% aller Wissenschaftler an die globale Erwärmung glauben“? Sie stammt von einem endlos wiederholten Bericht aus dem Jahr 2009 von der American Geophysical Union (AGU) über eine Befragung, die absichtlich kurz gehalten war und aus zwei Fragen bestand, und von zwei Forschern an der University of Illinois online an 10257 Erdwissenschaftler versandt worden ist. Von den 3000 Personen, die darauf geantwortet haben, sagten 82% „ja“ zur zweiten Frage, die die meisten Leute, die ich kenne, wie die erste Frage ebenfalls bejaht hätten.
Von diesen 3000 wurde nur eine kleine Teilmenge von 77 Personen für die Auswertung der Befragung ausgesucht. Bei diesen 77 Personen handelt es sich um diejenigen, die mehr als die Hälfte ihrer Studien erfolgreich in klimawissenschaftlichen Journalen untergebracht hatten. Diese „98% aller Wissenschaftler“ bezieht sich auf die lächerlich winzige Zahl von 75 der 77 Personen, die mit „ja“ geantwortet haben.
In der Befragung, die alles Mögliche, aber nicht wissenschaftlich war, wurden zwei Fragen gestellt. Die erste: „Glauben Sie, dass die mittlere globale Temperatur im Vergleich mit dem Niveau vor 1800 allgemein gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist?“ Man würde nur von wenigen erwarten, dass sie darüber diskutieren… der Planet tauchte Mitte des 19. Jahrhunderts aus der „Kleinen Eiszeit“ auf, die der industriellen Revolution voraus gegangen war. (Das war die kälteste Zeit seit Ende der letzten realen Eiszeit, die grob geschätzt vor etwa 10000 Jahren zu Ende gegangen war).
Die zweite Frage lautete: „Glauben Sie, dass menschliche Aktivitäten ein wesentlicher Faktor sind, die zur Änderung der mittleren globalen Temperatur beitragen?” Was aber bedeutet „wesentlich“? Schließt der Begriff „Änderung“ sowohl Erwärmung als auch Abkühlung ein… und was ist „schlimmer“, was ist „besser“? Und was die Beiträge betrifft… schließt das Veränderungen der Landschafsnutzung ein wie etwa Landwirtschaft oder Entwaldung?
Der ganze Artikel steht hier: That Scientific Global Warming Consensus…Not! – Forbes
In EOS erschien diese Befragung folgendermaßen:
EOS, TRANSACTIONS AMERICAN GEOPHYSICAL UNION, VOL. 90, NO. 3, PAGE 22, 2009 doi:10.1029/2009EO030002

KURZBERICHT

Untersuchung zum wissenschaftlichen Konsens zur Klimaänderung

Peter T. Doran, Earth and Environmental Sciences, University of Illinois, Chicago
Maggie Kendall Zimmerman,  Earth and Environmental Sciences, University of Illinois, Chicago
52% aller Amerikaner glauben, dass die meisten Wissenschaftler darin überein stimmen, dass sich die Erde während der letzten Jahre erwärmt hat, und 47% glauben, dass es unter den Klimawissenschaftlern einen Konsens gibt, dass menschliche Aktivitäten ein wesentlicher Grund für dieser Erwärmung sind; jedenfalls einer kürzlichen Umfrage zufolge (siehe http://www.pollingreport.com/enviro.htm). Allerdings sind Versuche, diesen wissenschaftlichen Konsens zur anthropogenen Erwärmung zu quantifizieren, stark kritisiert worden. Zum Beispiel begutachtete Oreskes (2004) 928 Abstracts von wissenschaftlich begutachteten Forschungspapieren und fand heraus, dass mehr als 75% den Konsens, dass das Erdklima durch menschliche Aktivitäten beeinflusst wird, explizit oder implizit akzeptiert haben. Und doch wurde Oreskes Untersuchung dafür kritisiert, dass er das Niveau der Akzeptanz des Konsens’ unter diesen Abstracts überbetont (Peiser 2005) und nicht das gesamte Meinungsspektrum der wissenschaftlichen Meinung abgedeckt habe (Pielke 2005). Eine Übersicht über frühere Versuche, den Konsens und die Kritik zu quantifizieren, wird von Kendall Zimmerman (2008) vorgenommen. Ziel der hier präsentierten Studie ist es, den wissenschaftlichen Konsens zur Klimaänderung durch eine unverzerrte Übersicht über eine große und vielfältige Gruppe von Erdwissenschaftlern zu untersuchen.
…und hier die Studie mit den Daten:  http://tigger.uic.edu/~pdoran/012009_Doran_final.pdf
Aktualisierung: Der ursprüngliche Artikel von Larry Bell nannte 98%, aber die genaue Zahl beträgt 97,4%. Im Web bezog man sich auf beide Angaben in den individuellen Artikeln, ebenso wie auf die Bandbreite 97% bis 98%. Ich habe die Überschrift entsprechend der Bandbreite angepasst. – Anthony Watts
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/07/18/about-that-overwhelming-98-number-of-scientists-consensus/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Grüner Wohlstand, Grüne Steuern, Grüne Armut

Aber die Räuber bildeten Banden, die sich Greenpeace, der Sierra Club oder Natural Resources Defense Fund oder Friends of Earth (hierzulande der BUND) nannten, die Ihren Lebensstandard angreifen. Die Che-Guevara-Demokraten erwarten, dass Sie sie mit offenen Armen aufnehmen und ihnen glücklich Ihr Bargeld übergeben, bis Ihre Alterssicherung verschwunden ist und Ihr Lebensstandard auf das von Argentinien gesunken ist.
Dieses Dritte-Welt-Land ist es, wohin Obamas „grüne Energie“-Strategie Amerika bringt, während er uns die ganze Zeit süße Märchen darüber erzählt, dass dieser Weg die Straße zu Wohlstand im 21. Jahrhundert ist.

Flower Power

Eine einfallsreiche politische Propaganda hat uns glauben gemacht, dass erneuerbare, alternative Treibstoffe die modernen Energiequellen der Zukunft sind. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Robert Bryce erklärt in seinem Buch Power Hungry The Myths of "Green" Energy and the Real Fuels of the Future [etwa: machthungrig: Die Mythen „grüner“ Energie und die wirklichen Treibstoffe der Zukunft]:
Jahrtausende lang verließen sich die Menschen fast vollständig auf erneuerbare Energie. Sonnenenergie stellte die Futtermittel für Tiere zur Verfügung, die dann als Nahrung sowie für Transporte und Zugtiere benutzt werden konnten. Reisen… wurde durch Windkraft möglich, durch Muskelkraft von Mensch und Tier. Und obwohl die heutigen Windturbinen als der letzte Schrei technologischer Entwicklung angesehen werden, gab es die Gewinnung von Windenergie an Land während der gesamten Menschheitsepoche.
Tatsächlich enthält die klassische Version einer Ansiedlung im Wilden Westen Amerikas eine verfallende hölzerne Windmühle. Bryce fährt fort: „Die Nutzung von Wasserkraft ist ebenfalls schon uralt. Die antiken Griechen verwendeten Wassermühlen; ebenso die Römer, von denen der Gebrauch von Wassermühlen bereits im 1. Jahrhundert vor Christus belegt wurde. Der Gebrauch von Wasserkraft setzte sich bis zum Beginn der industriellen Revolution fort“.
Mehr noch, „nach Gründung der Kolonie Plymouth durch die Pilgrims war Holz 265 Jahre lang, nach der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung 109 Jahre lang die Hauptenergiequelle in Amerika.“ Die Kohle überholte das Holz im Jahr 1885. Das Öl überholte die Kohle im Jahr 1950. Der Gebrauch von Erdgas erlebt heute eine Renaissance.
Die Welt schwenkte von Energie durch Wind, Sonne und Biomasse zu Öl, Kohle, Erdgas und Kernkraft, und zwar aus guten physikalischen und mathematischen Gründen. An erster und wichtigster Stelle steht die Energiedichte. Kohlenwasserstoffe und Kernkraft enthalten erhebliche Konzentrationen davon. Sonne und Wind sind sehr weiträumig und diffus in der Atmosphäre verteilt, so dass es mehr als herkulische Kräfte braucht, deren Kraft zu sammeln und in brauchbare Formate umzuwandeln. Folglich sehen wir Solarpaneele und meterhohe Windturbinen, die sich über viele Quadratkilometer verteilen – und doch leisten sie kaum einen Beitrag.
Das Kernkraftwerk Südtexas erzeugt 300 Pferdestärken Energie pro Acre [1 Acre = ca. 4047 m²] Landverbrauch, etwa ebensoviel wie Erdgas, dicht gefolgt von Öl. Windkraft erzeugt 6,4 Pferdestärken pro Acre, Photovoltaik 36, Biomasse 2,1 PS pro Acre. Ethanol aus Mais erfordert etwa 1150 mal so viel Land wie Kernkraft, um die gleiche Energiemenge zu erzeugen.
Der Milford Wind Corridor ist ein 300-Megawatt-Windprojekt in Utah mit 139 Windturbinen, verteilt über 40 Quadratmeilen [ca. 104 km²]. Die Herstellung des Betons zu deren Errichtung verbrauchte 14,3 Millionen Gallonen Wasser [ca. 54 Millionen Liter], um 44344 Kubikmeter Beton herzustellen. Das bedeutet „jedes Megawatt Windkapazität erfordert 870 Kubikmeter Beton und 460 Tonnen Stahl“. Das ist 32 mal so viel Beton und 139 mal so viel Stahl wie für ein Megawatt durch Erdgas.
Das Diffusionsproblem besteht hauptsächlich durch die hohe Variabilität von Wind und Sonne für die Energieerzeugung. Bryce schreibt: „Wir wollen die Möglichkeit haben, Dinge an- und abzuschalten, wann immer wir das wollen. Dieser Wunsch schließt Wind und Sonne als wesentlichen Bestandteil unseres Energiemix’ aus, weil wir Wind und Sonne nicht kontrollieren können. Ein Gewitter oder eine Hochdruckzone kann Wind- und Solarsysteme von voller Leistung auf Null Leistung innerhalb weniger Minuten bringen. Das Ergebnis: wir können nicht zuverlässig die Energie aus diesen Quellen zu der Zeit bekommen oder liefern, zu der wir sie brauchen“.
Dann gibt es da noch das Problem, Wind- und Solarenergie zu speichern. „Erneuerbare Energie ist wertlos, solange sie nicht zu erneuerbarem Strom wird, das heißt, dass Strom zu speziellen Zeiten unserer Wahl abgeschaltet werden kann… Und trotz Jahrzehnte langer Bemühungen haben wir bis jetzt keinen wirtschaftlichen Weg gefunden, große Mengen Energie aus Wind und Sonne zu speichern, so dass wir sie auf Wunsch in Strom umwandeln können“.
Nach all dem kommt der Electric Reliability Council of Texas [etwa: Rat für zuverlässige Elektrizität] zu der Schlussfolgerung, dass man auf „lediglich 8,7% der installierten Windkapazität als abhängige Kapazität während der Spitzennachfrage zählen kann“ und dass „die konventionelle Erzeugung verfügbar sein muss, um die verbleibende Kapazität zu sichern, die gebraucht wird, um vorhergesagte Lasten und Reserve-Erfordernisse stemmen zu können“. Mit konventionellen Energiequellen, die man kurzfristig als Backup braucht, bieten Wind und Sonne wirklich nur Wohlfahrtsversorgung, damit sich die verschwenderischen Reichen wohl fühlen.
Das sind die Gründe, warum sich die Welt verändert hat, und es geht nicht rückwärts. Wie Bryce erklärt, „vor der industriellen Revolution spielten Kohle, Öl und Erdgas keine Rolle, Sonne, Wind und Wasserkraft waren ausreichend. Kohlenwasserstoffe stellten eine gewaltige Zunahme der verfügbaren Energie dar, was es den Menschen erlaubte, von diffusen und geographisch verstreuten Energiequellen zu solchen zu wechseln, die konzentriert und frei von speziellen geographischen Erfordernissen waren. Kohlenwasserstoffe waren billig, konnten transportiert werden und, am wichtigsten, besaßen eine viel größere Energiedichte. Diese zunehmende Verfügbarkeit von Energie hat es uns ermöglicht, immer mehr Arbeiten in immer weniger Zeit zu schaffen“. In der Folge verbreiten sich die industrielle Revolution und moderner Wohlstand jetzt weltweit.

Energie, wirtschaftliches Wachstum und moderner Wohlstand

Rund um den Globus korreliert moderner Wohlstand sehr gut mit dem Energie- und Stromverbrauch. Bryce schreibt: „Die einfache, unvermeidliche Wahrheit ist, dass uns der Gebrauch von Öl reich macht. Sollte Öl tatsächlich nicht existent sein, hätten wir es erfinden müssen… Mit der Zunahme des Ölverbrauchs nimmt auch der Wohlstand zu. Und der Zusammenhang ist so eindeutig, dass er unbestreitbar ist.“
Die OECD-Nationen, vor allem die blühenden, entwickelten Länder des Westens, erzeugen allgemein ein BIP pro Kopf von etwa 25 000 bis 30 000 Dollar und verbrauchen 14 bis 16 Barrel Öl pro Kopf und Jahr. Im Jahr 2008 betrug das BIP der USA 48 100 Dollar und der Ölverbrauch 23 Barrel pro Kopf. Im Gegensatz dazu erzeugen die Nicht-OECD-Staaten ein BIP von 7000 bis 10 000 Dollar pro Kopf und verbrauchen 3 bis 5 Barrel Öl pro Person. Die Länder Asiens und Afrikas erzeugen ein BIP von 2000 bis 4000 Dollar pro Kopf und verbrauchen 1 bis 2 Barrel Öl pro Person.
Das ist kein Zufall. Wie Bryce schreibt: „Dank seiner hohen Energiedichte ist Öl der fast perfekte Treibstoff für alle Fahrzeugtypen, von Booten und Flugzeugen bis hin zu Autos und Motorrädern. Ob man sie nun durch Gewicht oder durch Volumen misst, raffinierte Ölprodukte stellen mehr Energie zur Verfügung als praktisch jede andere allgemein verfügbare Substanz, und sie stellen sie in einer Form zur Verfügung, die leicht zu handhaben, relativ billig und relativ sauber ist“. Mehr noch, Öl ist der einzige Treibstoff, der die modernen Maschinen ökonomischen Gedeihens antreiben kann, die Diesel- und die Jet-Turbine.
Neben dem Öl wird Wohlstand in der Welt heute durch Strom befeuert. Und gerade jetzt bedeutet das Kohle, obwohl die Zukunft dem Erdgas und der Kernkraft gehören könnte. Während unter den großen Ländern nur Kanada einen höheren Pro-Kopf-Stromverbrauch hat als Amerika, sind die Länder mit dem niedrigsten Stromverbrauch Gaza, Tschad, Burundi, die Zentralafrikanische Republik und Ruanda.
Das können Sie in ihrem eigenen Haushalt sehen. Vor dreißig Jahren enthielt die amerikanische Küche einen Kühlschrank, einen Herd und einen Toaster. Aber heute, schreibt Bryce, enthält die gleiche Küche auch noch „eine Mikrowelle, eine Kaffeemaschine, einen Entsafter, einen Umluftherd, einen Geschirrspüler und eine Küchenmaschine. Ein paar Schritte weiter, wo es einst nur einen kleinen Schwarzweiß-Fernseher gegeben hatte, stehen heute ein riesiger TV-Bildschirm, ein DVD-Spieler und ein Digital-Videorekorder, ebenso wie ein Labtop und ein Tintenstrahldrucker. Im Jahr 1980 verfügte jeder US-Haushalt im Mittel über drei elektronische Apparate. Heute sind es etwa 25.“
Kohle erzeugt heute 41 Prozent der Weltstromversorgung, gefolgt von Erdgas mit 20 Prozent, Wasserkraft (geographisch begrenzt) mit 16 Prozent und Kernkraft mit 15 Prozent. Öl ist mit 6 Prozent (altmodisch zur Stromerzeugung) immer noch dreimal „anders“ bei 2 Prozent [Original: ,Oil at 6 percent (old-fashioned for electricity production) is still 3 times "other" at 2 percent.’]
Jeder Erwachsene außerhalb von Greenpeace, dem Natural Defense Council, dem Sierra Club und der modernen Che Guevara-Demokraten-Partei versteht, was das bedeutet. Bryce schreibt: „Die Entwicklungsländer der Welt verbrauchen ihre Kohle zur Stromerzeugung, und dieser Strom fördert ökonomisches Wachstum in der ganzen Welt, vor allem in sich rasant entwickelnden Ländern wie China, Indonesien und Malaysia. Zwischen 1990 und 2008 ist die Stromerzeugung in diesen drei Ländern um mehr als 300 Prozent nach oben gesprungen.“ Ergebnis: Allein die Zunahme des weltweiten Kohleverbrauchs von 2007 bis 2008 erzeugte 25 mal so viel Energie als alle Windturbinen und Solarpaneele in Amerika im Jahr 2008.
Tatsächlich zeigt Bryce, dass lediglich eine moderne Kohlemine in Kentucky, der Größe nach an 35. Stelle in Amerika, fast genauso viel Energie erzeugt wie alle Wind- und Sonnenkraftwerke in den USA zusammen. Und die Erdgasproduktion von nur einem US-Bundesstaat, Oklahoma, erzeugt deutlich über 9 mal so viel Energie als alle Wind- und Solaranlagen in den USA.
Bryce fügt hinzu: „Wenn wir den Entwicklungsländern dabei helfen wollen, die Armut zu bekämpfen, müssen wir ihnen helfen, die Menge an Strom zu vergrößern, den sie erzeugen und verteilen“. Und das heißt noch mehr Kohle, ebenso wie Erdgas und Kernkraft.
Die Flower Power der Linken wie Wind, Sonne und Biotreibstoffe sind die Energiequellen des Römischen Reiches und erzeugen den gleichen Lebensstandard wie im Römischen Reich. Bryce zeigt die kärgliche Existenz jener, die auf den alten Wegen stecken geblieben sind: „Die am meisten verarmten Menschen haben keine Wahl, ihr Essen zu kochen und ihre Wohnung zu heizen, als mit Treibstoffen mit geringer Energiedichte, wie Stroh, Dung, Reisig, Holz und Blätter. In ihrem Überlebenskampf tragen sie die Biomasse der Landschaft ab. Aber weil sie das tun, tragen sie auch zur Entwaldung bei und zur Erzeugung von Ruß in der Luft.“ Der Verbrauch dieser veralteten Energiequellen „resultiert oftmals in Lebensbereichen, die mit einer Vielzahl giftiger Verschmutzer angefüllt sind, darunter Russpartikel, Kohlenmonoxid, Benzol, Formaldehyd und sogar Dioxin“.
Bryce folgert: “Mehr Ölverbrauch unter den Armen würde helfen, in jedem Jahr das Leben hunderttausender verarmter Menschen zu retten, die wegen der Verschmutzung der Raumluft durch das Verbrennen von Biomasse frühzeitig sterben.“ Tatsächlich sind dies die Gründe, warum „Öl grüner ist als jede der alternativen Energieformen, die es ersetzen könnten. Egal ob der Ersatz durch Ethanol aus Mais, Biomasse – wie Holz, Stroh oder Dung – oder Biotreibstoffe erfolgt… das Ergebnis ist offensichtlich. Öl (und, falls verfügbar, Erdgas) ist einfach nichts ebenbürtig. Öl versorgt die Verbraucher mit einer hohen Energiedichte… und die Verbrauchsmöglichkeiten dafür sind nahezu grenzenlos.“

Die Straße zur Hölle: gepflastert mit grünen Absichten

Es hat sich herausgestellt, dass die geologische Formation Bakken in Nord-Dakota viel, viel mehr Öl enthält als der US-Geological Survey gedacht hat, tatsächlich 25 mal oder 2400 Prozent mehr. Das sind Trillionen Barrel Öl, die selbst Saudi-Arabien in den Schatten stellen. Als Ergebnis beträgt die offizielle Arbeitslosenrate in Nord-Dakota 3,5 Prozent, mit fast 20 000 Arbeitsplätzen, wobei 60 000 bis 80 000 Dollar pro Jahr wegen des Mangels ausreichend ausgebildeter Bewerber verloren gehen. Die Einkünfte des Staates aus diesem boomenden Wachstum spülen der Regierung von Nord-Dakota soviel Geld in die Kassen, dass sich der Staat nach 7 aufeinander folgenden Steuerkürzungen einer mit vielen Milliarden Dollar gefüllten Sparbüchse erfreut, obwohl der ganze Staatshaushalt nur 2 Milliarden Dollar beträgt. Obwohl die Wähler in Nord-Dakota es jüngst abgelehnt haben, Eigentumssteuern abzuschaffen, würde es zu einem permanenten Antrieb seiner Wirtschaft kommen, wenn der Staat stattdessen die staatliche Einkommensteuer abschaffen würde, woran man sich in Texas, Florida und 7 anderen Staaten erfreut.
Wie Newt Gingrich in einer sehr aufschlussreichen Rede im Rahmen der Kampagne sagte: „Aber wenn Nord-Dakota selbst so viel Energie besitzt, wie viel glauben wir überall sonst zu haben? Es stellt sich heraus, dass wir in den USA heute mehr Reserven haben unter der Voraussetzung neuer Wissenschaft und Technologie, als wir seit 1870 insgesamt gefördert haben. Tatsächlich beläuft sich eine Schätzung darauf, dass wir über drei mal so viel Öl verfügen wie Saudi-Arabien“. Oder als es in Saudi-Arabien jemals gegeben hat.
Zusätzlich zum Bakken-Feld gibt es noch die Green-River-Formation im Grenzgebiet der US-Bundesstaaten Colorado, Utah und Wyoming. Auch hier wird geschätzt, dass dieses Feld ebenfalls mehr förderbares Öl enthält als die weltweit nachgewiesenen Reserven zusammen; der GAO zufolge sind es 3 Billionen Barrel, von dem mindestens die Hälfte der Rand Corporation zufolge sofort förderbar ist. Das ist doppelt so viel Öl wie im gesamten Nahen Osten und reicht aus, um den gesamten Verbrauch in den USA 200 Jahre lang zu decken.
Dann gibt es noch die Parallel-Revolution beim Erdgas. Es war schon lange bekannt, welch große Mengen Erdgas in Schiefer eingeschlossen waren, aber wir wussten nicht, wie wir da herankommen können. Noch im Jahr 2000 dachten die Leute, dass wir noch Gasvorräte für sieben Jahre in den USA hätten. US-Investoren haben damit begonnen, umfangreiche Fonds einzurichten, um Einrichtungen zur Einfuhr verflüssigten Erdgases aus dem Nahen Osten zu schaffen.
Aber dann begannen die Unternehmer, Techniken für horizontale Bohrungen, entwickelt für das Bohren im Tiefwasser, auf die Schieferformationen anzuwenden, wobei das Meiste aus einem einzigen Loch durch das Bohren in alle Richtungen geholt werden muss. Kombiniert man das mit der schon lange bekannten Technik des Fracking, bei dem das Schiefergestein mit Dampf, Wasser und Sand aufgebrochen wird (was die „Umweltaktivisten“ vermutlich so ängstigt), führt dies Gingrich zufolge dazu, das wir jetzt über ungeheure Mengen förderbaren Erdgases verfügen. In einem kurzen Jahrzehnt sprangen wir von 7 Jahren weiterer Versorgung auf über einhundert Jahre, weil sich Wissenschaft und Technik so stark verbessert haben. Mehr noch, anstatt verflüssigtes Gas aus dem Nahen Osten einzuführen gibt es jetzt ernsthafte Gespräche darüber, die Einrichtungen in Houston zu errichten… um verflüssigtes Erdgas nach China zu verschiffen.
Aber das alles ist nur der Anfang, weil es, wie Gingrich hinzufügt, „an Stellen wie dem Marcellus-Feld im westlichen Pennsylvania, im östlichen Ohio und ganz entlang der Appalachen bis hinunter nach Dallas eine Formation nach der anderen gibt.“
Was das bedeutet, habe ich bereits in meinem Buch America’s Ticking Bankruptcy Bomb [etwa: Die tickende Bombe des Bankrotts von Amerika] beschrieben. Amerika hat die Reserven, um der größte Öl-, der größte Erdgas-, der größte Kohle-, der größte Kernenergieerzeuger, ja selbst der größte Erzeuger alternativer Energie in der Welt zu sein. Und all das addiert sich zu den wahrhaft gewaltigen wirtschaftlichen Möglichkeiten für Amerika.
Diese wieder erwachten, explosiv wachsenden Energieindustrien selbst bedeuten eine boomende Wirtschaft, indem die Bedingungen von Nord-Dakota auf das ganze Land übertragen werden. Das bedeutet definitiv Millionen hoch bezahlter Arbeitsplätze allein in der boomenden Energieindustrie und damit verbundener Industrien selbst. Es bedeutet aber auch Milliarden Dollar für Landbesitzer, Landwirte und andere, die diese Energiereserven auf ihrem Land besitzen.
Und es bedeutet explodierende Steuereinkünfte für unsere bankrotten Regierungen durch die enormen Profite der revitalisierten Energieindustrien, auf die sie explosionsartig steigende Steuern zahlen. Tatsächlich dürften die explodierenden Einkünfte nur aus dem Öl- und Gasboom während der nächsten Generation ausreichen, unsere gesamten nationalen Schulden zu begleichen. Dies ist der Grund dafür, dass im Zuge des neuen Gedeihens in Amerika Garanten des freien Marktes gewählt werden müssen, damit dieser sturzbachartige Reichtum nicht durch weiter steigende Ausgaben verschwendet wird.
Außerdem bedeutet viel billige Energie auch einen ökonomischen Boom in größerem Umfang. Der sich ergebende rapide Preisverfall bei Energie ist eine mächtige Steuerreduzierung für die gesamte Wirtschaft. Dies bedeutet im Besonderen ein Wiederaufleben energieintensiver Produktion. Es bedeutet auch Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze, höhere Löhne und immer noch mehr Steuereinnahmen zum Ausgleich des Budgets und der Rückzahlung der nationalen Schulden, wenn Amerika wieder an die Arbeit geht.
Barack Obama versucht uns zu erzählen, dass die zunehmende Bohrtätigkeit keine Auswirkung auf die hohen Öl- und Benzinpreise haben werde. Aber beachten Sie, dass mit dem stürmisch zunehmenden Schiefergas-Boom die Preise für Erdgas seit dem Jahr 2008 um 90% nach unten geschossen sind. Sinkende Energiepreise bedeuten niedrigere Preise für alles, was gleichbedeutend mit weiteren Steuerrückgängen für jedermann ist, was die Wirtschaft sogar noch zusätzlich ankurbelt.
Aber unter Obamas Wassermelonen-Politik [außen grün, innen rot] grüner Energie bekommt Amerika nichts davon. Anstatt das alles zu unterstützen werden die Steuern zahlenden Kohle-, Öl- und Gasindustrien von der EPA ausgebremst. Sie werden ersetzt durch Wind, Sonne und Biokraftstoffe; ganze Industrien überleben nur durch öffentliche Förderung auf Kosten der Steuerzahler.
Infolge der Probleme dieser diffusen und unzuverlässigen Energie dieser unzeitgemäßen Quellen wie oben besprochen, sind diese Energiequellen inhärent drastisch teurer. Offiziellen Angaben der US-Regierung zufolge ist Festlands-Windstrom 2 bis 3 mal, Windstrom auf See 4 bis 5 mal so teuer wie traditionelle Treibstoffquellen. Thermische Sonnenenergie ist 5 bis 6 mal so teuer, Photovoltaik fast 10 mal. Die Notwendigkeit, traditionelle Energiequellen in Reserve zu halten, wenn der Wind einmal nicht weht und die Sonne nicht scheint, lässt die Kosten sogar noch weiter zunehmen.
All das ist das genaue Gegenteil von dem, was der Markt uns anbietet: diese höheren Energiepreise sind im Endeffekt eine weitere gewaltige Steuererhöhung für unsere Wirtschaft, die immer neue Arbeitsplätze vernichtet, die Arbeitslosigkeit steigen lässt und Amerika immer weiter in die Rezension rutschen lässt. Die riesigen erforderlichen Aufwendungen, um dieser alternativen Industrien am Leben zu halten, sind eine weitere Belastung unserer Wirtschaft. Obamas Cap-and-Trade-Politik der EPA repräsentiert im Endeffekt billionenfach  steigende Steuern, was die Wirtschaft immer weiter nach unten drückt. Anstatt den Weg für eine Renaissance der amerikanischen Wirtschaft durch billige Treibstoffkosten zu ebnen, sorgt Obamas Politik der teuren Energie für einen weiteren Rückgang der Industrieproduktion in Amerika.
Die Rhetorik hinsichtlich grüner Arbeitsplätze ist nichts als ein PR-Slogan, um die Amerikaner aus ihrem traditionellen weltweit führenden Wohlstand zu drängen, welchen Präsident Obama und seine Linksaußen-Basis als unmoralisch und unfair gegenüber der restlichen Welt empfindet. Die Realität wurde bereits in Europa ausprobiert und ist gescheitert, wo Studien gezeigt haben, dass die Subventionen für grüne Energie für jeden geschaffenen grünen Arbeitsplatz 2 bis 9 normale Arbeitsplätze vernichtet haben. Die Realität beweist sich bereits in UK, wo die hirnrissige Hingabe an Windmühlen, um eine moderne Volkswirtschaft mit Energie zu versorgen, zu Energiearmut der halben Nation geführt hat, bei der definitionsgemäß mehr als 10 Prozent des Einkommens durch hohe Energiepreise allein aufgewendet werden müssen.
Also ist die Wahl für die Amerikaner in diesem Jahr klar. Sie können sich für den weiteren Verfall Amerikas mit Präsident Obama entscheiden. Oder sie können sich für das Wiederaufleben des amerikanischen Wohlstands und die Wiedereinführung des amerikanischen Traums entscheiden, indem sie Präsident Obama in die Wüste nach links außen senden.
Peter Ferrara
Link: http://spectator.org/archives/2012/06/13/green-welfare-green-taxes-gree/
Übersetzt von Chris Frey für EIKE