Die Grünen: Meister des guten Gewissens

Wir bringen Auszüge aus diesem Artikel

..Wo sind eigentlich die Mahnwachen vor der Parteizentrale der Grünen? Wo bleiben die Demonstranten, die nach der Ablösung von Jürgen Trittin und Renate Künast rufen und dazu Plakate mit dem Slogan „E 10 tötet“ hochhalten? Okay, das hört sich jetzt vielleicht etwas drastisch an, aber ernste Zeiten erfordern nun einmal drastische Maßnahmen. Erinnert sich noch jemand, was nach Fukushima vor dem Kanzleramt los war?

..Die Lage ist ernst, jedenfalls für all die Leute, deren größte Sorge nicht die Frage ist, wo der nächste Bioschlachter aufmacht, sondern wie sie bis zum Abend an einen Teller Reis kommen. Also etwa eine Milliarde Menschen. Innerhalb weniger Wochen sind die Getreidepreise um fast die Hälfte gestiegen, und daran ist, neben der Dürre in den Kornkammern Amerikas, zu einem nicht ganz unwesentlichen Teil der Boom der Bioenergie schuld, der es für viele Bauern sehr viel attraktiver macht, ihre Ernte in die Ethanolanlage zu fahren als auf den Großmarkt….

Mit deutschem Biogas für den Weltfrieden

…Wer nach den Verantwortlichen für diese Revolution der Agrotechnik fragt, bei der man vieles von dem, was man essen kann, nicht mehr verspeist, sondern lieber verbrennt, landet unweigerlich bei den Grünen, auch wenn diese davon heute nichts mehr wissen wollen. Keiner Bewegung verdankt die Biogasindustrie so viel wie dem parlamentarisch organisierten Umweltbewusstsein. Es ist nicht lange her, dass Jürgen Trittin den Biosprit als „Kraftstoff für unsere Zukunftsfähigkeit“ pries, da war er noch Bundesumweltminister und Herr über etliche Fördermillionen. „Der Acker wird zum Bohrloch des 21. Jahrhunderts, der Landwirt wird zum Energiewirt“, verkündete er im November 2005 auf dem Internationalen Fachkongress für Biokraftstoffe, unter dem Beifall der anwesenden Lobbyvertreter und sonstigen Nutznießer..

..So viel Enthusiasmus war selten, so viel Subvention ebenfalls. 2003 wurde reiner Biodiesel und reines Bioethanol von der Steuer befreit, ein Jahr später folgte die Steuerbegünstigung für die Mischung mit fossilen Brennstoffen. Dazu kamen der Technologiebonus, der Güllebonus, der Landschaftspflegebonus, was Strom aus Biomasse zum Teil noch teurer als Solarstrom macht.

…Jetzt ist die Bestürzung groß, am Tod afrikanischer Kinder will niemand schuld sein. Schon steht ein vorläufiger Verkaufsstopp des Biobenzins E 10 im Raum, so hat es jedenfalls Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel gefordert. Wer nun allerdings eine Entschuldigung der Verantwortlichen erwartet oder wenigstens ein Eingeständnis, dass man sich in seinem Bio-Optimismus übernommen habe, der kennt die Grünen schlecht. Gegen das immergrüne gute Gewissen kommt auch die härteste Wirklichkeit nicht an.

..Die Grünen wollen jetzt den Strom aus Wildkräutern stärker fördern

„Wir waren immer gegen E10“, ließ sich Frau Künast gerade im ARD-Morgenmagazin vernehmen. Das nennt man dann wohl Chuzpe, oder, um dieses schöne jiddische Wort nicht zu sehr zu missbrauchen, steindeutsche Dummdreistigkeit. Wenn es ein Ritterkreuz für notorische Selbstgerechtigkeit gäbe, die amtierende Fraktionschefin der Grünen hätte beste Aussicht, dieses verliehen zu bekommen.

….Eine gute Nachricht, immerhin, zum Schluss: Bärbel Höhn will jetzt den Strom aus Wildkräutern stärker fördern. „Blumenwiesen statt Mais“, lautet die neue Devise. Hoffen wir, dass dies nicht gleich wieder in ein staatliches Reformprogramm mündet. Sonst steht in naher Zukunft das Pflücken von Löwenzahn unter Strafe – wegen Verstoß gegen die Energiesicherheit der Bundesrepublik Deutschland.

von Jan Fleischhauer SPON;  Den ganzen Text hier lesen




Neue DENA Studie bestätigt: „Erneuerbare“ werden einfach nicht marktfähig!

Die Deutsche Energieagentur (Dena) hat sich in einer neuen, 300seitigen Studie kritisch zu den gegenwärtigen Ausbauzielen der Bundesregierung im Bereich der „Erneuerbaren“ Energien geäußert.

Beim jetzigen Aufbau des Strommarktes, der auf den variablen Betriebs- und Brennstoffkosten beruht, lasse sich das ehrgeizige Ziel, im Jahr 2050 etwa 80% der Deutschen Stromversorgung mit „Erneuerbaren“ zu decken, nicht erreichen. Dena- Chef Stephan Kohler prognostiziert zwar für den Jahresdurchschnitt 2050 etwa 80% Erzeugungsgrad aus „Erneuerbaren“. Wegen des volatilen Aufkommens( besonders bei Wind- und Solarstrom) können sie dann trotzdem aber nur etwa 24% der „gesicherten Leistung“ (Grundlast) gewährleisen. Diese müsse dann immer noch zu etwa 60%  durch konventionelle Kohle- und Gaskraftwerke gewährleistet werden, da auch weiterhin nicht mit effizienten Stromspeichermöglichkeiten zu rechnen sei und nur etwa 7% sichere Leistung aus dem Ausland bezogen werden können. Insgesamt, so ist in der Studie zu lesen, werde Deutschland 2050 etwa 22% seines Strombedarfs importieren. Und der Strom werde dann deutlich teurer sein, nicht nur wegen des sehr aufwendigen Netzausbaus und der Backup- Strom- und Gaskraftwerke, die erst alle noch gebaut und dann teuer vorgehalten werden müssen.  Die erneuerbaren Energien würden unter dem heutigen Marktdesign auch Mitte des 21. Jahrhunderts nicht marktfähig sein, was bedeutet, dass die Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien nicht komplett über den Verkaufspreis an der Strombörse gedeckt werden und daher die Differenzkosten auch weiterhin durch den Endverbraucher zu zahlen sind.

In diesen Aussagen steckt jede Menge politischer Sprengstoff, der sich schon im Oktober entladen könnte. Denn da wird bekanntgegeben, wie viel mehr wir Verbraucher im kommenden Jahr 2013 für den „Ök.o.- Strom“ zahlen dürfen. Wahrscheinlich kostet uns dann die „Ökostromförderung“ satte 50% mehr- solche horrenden Preissteigerungen gibt’s nicht mal an der ungeliebten Zapfsäule. Da hilft es nur, sich wie die mittlerweile verbotene Glühbirne zu verhalten: Mit Fassung tragen!

Stefan Kämpfe   für EIKE




Noch mehr Hype um das sommerliche Tauwetter in Grönland

Photo rechts: Satellitenbild eines dunkelblauen Schmelzsees (Photo: Wikipedia)

Vom City College of New York

Grönland-Schmelze bricht Rekord, vier Wochen vor Ende der Saison

Die Schmelze auf dem grönländischen Eisschild brach den jahreszeitlichen Rekord am 8. August – volle vier Wochen vor Ende der Schmelzsaison, berichtet Marco Tedesco, Assistenzprofessor für Erd- und Atmosphärenwissenschaft am City College of New York.

Die Schmelzsaison in Grönland dauert normalerweise von Juni – wenn die ersten Tauwetterpfützen auftauchen – bis Anfang September, wenn es wieder kälter wird. In diesem Jahr hat die Gesamtschmelze bereits in der ersten Augustwoche den Rekord von 2010 gebrochen, der während einer ganzen Saison aufgetreten war, jedenfalls nach der andauernden Analyse von Professor Tedesco.

„Mit der weiteren Schmelze im August dürfte die Gesamtschmelzrate in diesem Jahr weit unter die alten Rekordmarken fallen. Das ist ein Golitah-Jahr – die größte Eisschmelze seit dem Beginn von Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979“, sagte Professor Tedesco.

Dies bedeutet, dass sich das Aussehen vom Süden Grönlands ändern könnte, fügte er hinzu, mit der Verdünnung des Eisschildes an seinen Rändern und sich ausbreitenden Schmelzseen auf den Gletschern.

Professor Tedesco wies darauf hin, dass diese Änderungen mit den Vorhersagen der meisten Modelle übereinstimmen – der Unterschied besteht darin, wie schnell dies geschieht.

Um diese Änderungen zu quantifizieren, berechnete er Dauer und Ausmaß des Schmelzens während der gesamten Saison über dem gesamten Eisschild, und zwar mit Daten von Mikrowellen-Satellitensensoren*.

Dieser kumulative Schmelzindex’ kann als ein Maß für die ‚Stärke‘ der Schmelzsaison angesehen werden: Je höher der Index, desto mehr Schmelzen. (Der Index ist definiert als die Anzahl der Tage, an denen das Eis schmilzt multipliziert mit der gesamten zum Schmelzen zur Verfügung stehenden Fläche).

Dr. Thomas Mote, Geographieprofessor an der University of Georgia und Kollege von Professor Tedesco, bestätigte, dass die Gesamtschmelze im Jahr 2012 diejenige des Jahres 2010 gebrochen hat, als eine ähnliche Analyse durchgeführt worden war.

Der Rekord vom 8. August unterscheidet sich von der Verkündigung der NASA hinsichtlich eines noch nie da gewesenen Schmelzvorgangs Mitte Juli, berichteten Professor Tedesco und  andere Forscher. Sie hatte herausgefunden, dass es Tauwetter über 97% des gesamten Eisschildes gegeben hatte.

„Das Ereignis war außerordentlich in der Hinsicht, dass es ein extrem seltenes Ereignis ist“, sagte Professor Tedesco. „Stellen Sie sich Rio de Janeiro unter einer Schneedecke vor, dann verstehen Sie den Gedanken“.

Der Mitte Juli entdeckte extreme Schmelzvorgang erzeugte andererseits flüssiges Wasser, das nach einigen Tagen wieder gefroren ist. „Dies hat die physikalischen Eigenschaften der Schneedecke verändert – indem eine matschige Schicht entstand, die sich nach dem Wiedergefrieren in eine Eiskruste verwandelt hat – aber sehr wahrscheinlich hat dies keinen Beitrag zum Wassereintrag geleistet, der den Meeresspiegel steigen lässt“.

Der kumulative Schmelzindex steht andererseits für in den Ozean fließendes Wasser. Das gleiche Schmelzwasser kann die Dynamik des Eises beeinflussen, indem der Reibungswiderstand des fließenden Eises verringert wird, was zu einem beschleunigten Abfließen ins Meer führt.

In diesem Jahr kam es in fast allen Regionen zu extremem Schmelzen – im Westen, im Nordwesten und Nordosten – aber vor allem in höher gelegenen Gebieten. Meistens schmelzen Eis und Schnee in Hochlagen Südgrönlands höchstens an einigen Tagen. In diesem Jahr dauert es nun schon zwei Monate.

„Wir müssen vorsichtig mit Schlussfolgerungen sein, weil wir nur über ein paar Jahre sprechen, während die Geschichte Grönlands Millenien lang dauerte“, bremste Professor Tedesco. „Aber soweit wir heute wissen, ist die Erwärmung in der Arktis verantwortlich für die Auslösung von Prozessen, die das Schmelzen beschleunigen, und für die Rückkopplungs-Mechanismen, die es am Laufen halten. Schaut man auf die letzten paar Jahre, ist die Ausnahme zur Regel geworden“.

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*Das National Snow and Ice Data Center stellte Satellitendaten vom United States Air Force Defense Meteorological Satellite Program zur Verfügung.

Das NASA Cryospheric Sciences Program und die National Science Foundation (NSF) haben diese Forschungen gesponsert.

Online: Greenland Melting www.greenlandmelting.com

Profile http://www1.ccny.cuny.edu/prospective/gsoe/ese/directory/profile-record.cfm?customel_datapageid_1237265=1252241

Video: Zerstörung einer Brücke über den Watson River, Grönland, wahrscheinlich als Folge verstärkten Schmelzens. (Gefilmt von M.Tedesco) http://www.youtube.com/watch?v=kKjXKAatiIs

NASA Release: Satellites See Unprecedented Greenland Ice Sheet Surface Melt http://www.nasa.gov/topics/earth/features/greenland-melt.html

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Das Zitat „Das Ereignis war außerordentlich in der Hinsicht, dass es ein extrem seltenes Ereignis ist“, sagte Professor Tedesco. „Stellen Sie sich Rio de Janeiro unter einer Schneedecke vor, dann verstehen Sie den Gedanken“…

Neben diesem hier: „Das ist ein Golitah-Jahr – die größte Eisschmelze seit dem Beginn von Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979“…

… ist eines der lächerlichsten Zitate, die ich je gesehen habe.

Wie selten? Nun, Professor, zeigen Sie mir die Aufzeichnungen aus der Zeit vor der Überwachung mit Satelliten, dann könnten Sie einen Punkt haben. In Grönland schmilzt das Eis in jedem Sommer. In wie vielen Sommern der letzten 1000 Jahre gab es ähnliche Abschmelzraten? Ich glaube nicht, dass er uns das sagen kann. Ist ein einmal in 30 Jahren auftretendes Ereignis „selten“?

Ich denke mal, das hier passt dazu: ich zeige dieses Photo aus:

http://wattsupwiththat.com/2010/11/03/greenland-ground-zero-for-global-soot-warming/

 

Image from National Geographic online slide show – Photo: James Balog – click for more

Der Photograph Balog schreibt:

Im Winter akkumuliert sich eine riesige Menge Schnee auf dem Eis (2 bis 3 Meter, manchmal mehr), und wir reden nicht über 1 oder 2 Quadratmeilen, sondern über hunderttausende Quadratmeilen (bis zu 1 Million) auf der Westseite des Eisschildes und über ein ähnliches Bild auf der Ostseite… während der Schmelzsaison von April bis September … muss das Schmelzwasser irgendwohin fließen, und mit Sicherheit fließt es hangabwärts in großen Schmelzwasserströmen.

Das schwarze Zeug auf dem Grund der Seen sind Ruß- und Schmutzpartikel… aber nicht von einem Jahr, sondern vielen Jahrzehnten (die topographischen Gegebenheiten ändern sich nun mal nicht von Jahr zu Jahr). Auf einem Flug über die Eiskappe an einem klaren Tag kann man Hunderte riesiger Seen erkennen mit dem schwarzen Fleck auf dem Grund.

Dieses Experiment mit Ruß auf Schnee, durchgeführt von dem Meteorologen Michael Smith of WeatherData, wobei der Ruß einen gewaltigen Unterschied macht.

Antony Watts

Link: http://wattsupwiththat.com/2012/08/15/more-hype-on-greenlands-summer-melt/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Peter Altmaier versucht, über die Runden zu kommen

Dass Altmaier gerade am Tag vor der Verkündigung seiner 10 Punkte der Inbetriebnahme des größten und modernsten Braunkohle-Kraftwerks der Welt bei Grevenbroich-Neurath beiwohnte, spricht Bände! In der Tat hat die „Energiewende“ bislang genau das Gegenteil der erklärten Ziele bewirkt, nämlich eine Zunahme statt einer Drosselung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid, das im Verdacht steht, die globale Erderwärmung zu beschleunigen. Infolge des überstürzten „Atom-Ausstiegs“ ist die „schmutzige“ Braunkohle bei uns wieder zum wichtigsten Primärenergieträger geworden. Die Deutschen können froh sein, dass der Energiekonzern RWE, der das neue Kraftwerk betreibt, weiterhin auf die Braunkohle setzt. Denn die von der politischen Klasse über den grünen Klee gelobten „Zukunftsenergien“ Wind, Sonne und Biomasse haben uns bislang nur Ungemach bereitet.

Das beginnt mit der durch die 20-jährige Stromabnahmepreisgarantie des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ins Rollen gebrachte unkontrollierbare Kostenlawine. Die wiederholte Ankündigung von Senkungen beziehungsweise einer Deckelung der Einspeisevergütung hat zu einem Torschluss-Wettlauf beim Zubau von Photovoltaik-Kapazitäten geführt. Im kommenden Jahr soll die EEG-Umlage, die mittelständische Betriebe und Endkunden mit ihrer monatlichen Stromrechnung begleichen müssen, schon fünf Eurocent je Kilowattstunde betragen. Fachleute schätzen aber, dass aus den fünf Eurocent leicht auch sechs oder sieben werden können, weil die Zubau-Zahlen für das Jahr 2011 noch immer nicht veröffentlicht wurden. Die nationale Anti-EEG-Bewegung (NAEB e.V.) schätzt, dass allein der äußerst unzuverlässige Photovoltaik-Strom im Jahre 2011 durch die Stromkunden mit fast acht Milliarden Euro subventioniert wurde. Hinzu kamen schätzungsweise  4,3 Milliarden Euro für Wind- und  4,5 Milliarden Euro für Biogas-Strom. In diesem Jahr werden die gesamten EEG-Subventionen vermutlich über 20 Milliarden Euro liegen. Dazu kommen bald noch die unübersehbaren Haftungsrisiken der Netzanbindung der Offshore-Windparks, die nach einer politischen Übereinkunft mit den dort engagierten Firmen ebenfalls den Stromkunden aufgebrummt werden sollen.

Altmaier sieht richtig, dass diese Entwicklung sozialen Sprengstoff birgt. Wie das EEG um eine „soziale Komponente“ ergänzt werden könnte, deutet Altmaier aber nicht einmal an. Er bietet den „Einkommensschwachen“ lediglich eine kostenlose Energiesparberatung an. Damit überschreitet er die Grenze zum offenen Zynismus und bekräftigt gleichzeitig das mittlerweile in allen etablierten Parteien vorherrschende maternalistische Politikverständnis. Altmaier kündigt für Ende September einen „Verfahrensvorschlag zu einer grundlegenden Überarbeitung des EEG“ an. In Wirklichkeit lassen die bisherigen Erfahrungen nur einen Schluss zu: Das EEG muss weg. Die Produktion von subventioniertem Strom muss völlig eingestellt werden, damit der Strompreis wieder sinkt. Doch davor drückt sich Altmaier, weil er offenbar die EEG-Profiteure (schlaue Bauern, Zahnärzte, Oberstudienräte und sonstige gut verdienende Beamte und Freiberufler) vor der Bundestagswahl nicht verprellen will.

Altmaier sucht den „Konsens“ über den Zubau von Windkraft- und Biomasse-Kapazitäten und die dafür nötigen neuen Stromtrassen, deutet aber nicht einmal an, wie die Verspargelung, Vermaisung und Verkabelung der ganzen Republik mit den Anforderungen des Naturschutzes vereinbart werden könnte. Private Betriebe sollen „Energiemanagement-Systeme“ einführen und mithilfe von „Energie-Scouts“ für einen effizienteren Einsatz der immer teurer werdenden Energie sorgen. Um 30 Prozent könne dadurch der Strombedarf gesenkt werden. Ob das deutsche Firmen-Standorte in den Stand versetzen könnte, mit US-Standorten zu konkurrieren, die Strom und Gas für einen Bruchteil der in Deutschland verlangten Preise anbieten, fragt Altmaier nicht. Kurz: es geht Altmaier wohl hauptsächlich darum, die fundamentalen Widersprüche der „Energiewende“ bis zum Wahltermin zu verkitten. Aber schon eine Kältewelle im kommenden Winter könnte ihm einen Strich durch die Rechnung machen.

Edgar Gärtner EIKE zuerst erschienen auf Junge Freiheit




Klimaänderung: Die anti-industrielle Agenda (ewige Wachsamkeit erforderlich!)

Wenn Sie glauben, dass die globale Erwärmung zyklisch und zumeist natürlichen Ursprungs ist; der menschliche Beitrag gering und nicht gefährlich ist; und wenn Sie versuchen, den menschlichen Eingriff in Gestalt von Kürzungen der Kohlendioxidemissionen, die Billionen Dollar kosten, die Milliarden von Menschen in den Entwicklungsländern in Armut gefangen halten und daher mehr Schaden als Nutzen bringen – dann müssen Sie sich bewaffnen und darauf vorbereitet sein, in unseren politischen Zeiten aktiv zu werden.

Präsident Obama hat uns wirklich gewarnt durch seine Aussage: “the most important policy he could address in his second term is climate change.” [etwa: „Das Wichtigste in meiner zweiten Amtszeit wird die Klimaänderung sein!“]

Die vor uns liegende Herausforderung –  Herausforderung der Kirche des Umwelthypes/Alarmismus
Die andere Seite

  • Die evangelikale Climate Initiative, in den Ring geworfen mit einer Zuwendung in Höhe von 475 000 Dollar von der Hewlett Foundation, Befürworter von Bevölkerungskontrolle, posaunt weiterhin dessen alarmistische Sichtweise als die dominante evangelische Position in die Welt hinaus – obwohl die Cornwall Allianz deren Wissenschaft und Wirtschaftsansichten Punkt für Punkt widerlegt hat, und zwar hier.
  • Das Evangelical Environmental Network, stark unterstützt vom Rockefeller Brothers Fund und ebenfalls Befürworter von Bevölkerungskontrolle, hat die Unterstützung für Restriktionen bei der CO2-Emission mit „pro Leben“ gleichgesetzt, wobei es die wahre Bedeutung von „pro Leben“ verschleiert hat, mit der drohenden Spaltung der Pro-Leben-Bewegung und dem Risiko, dem Kongress die Kontrolle der Kräfte Pro-Abtreibung Jahrzehnte lang zu überlassen – obwohl die Cornwall Allianz den Artikel Protecting the Unborn and the Pro-Life Movement from a Misleading Environmentalist Tactic: A Joint Statement by Pro-Life Leaders verfasst hat, wobei ähnliche Behauptungen der EEN [?] hinsichtlich Quecksilber abgelehnt worden sind.
  • Der frühere Vizepräsident der National Association of Evangelicals und zuständig für Regierungsangelegenheiten Richard Cizik mit erheblichen finanziellen Zuwendungen vom Milliardär und Medienmogul und Befürworter der Bevölkerungskontrolle Ted Turner und seiner Organisation United Nations Foundation sowie vom Milliardär George Soros setzt sein Betreiben der Regierungsprogramme zur Familienplanung fort, und zwar als „sowohl göttlich als auch grün“ zum Kampf gegen die globale Erwärmung.
  • Der Sozialist Jim Wallis’s Sojourners, ebenfalls mit erheblicher Unterstützung durch Soros, hat in diesem Jahr einen Direktor für Kampagnen zur Klimaänderung eingestellt, um seinen Einfluss zu vergrößern.

„Klimaänderung” – was die Befürworter „globale Erwärmung” genannt haben, bis die Erde vor 17 Jahren aufgehört hat, sich zu erwärmen – wurde inzwischen zur Mutter aller Entschuldigungen für die Ausgabe von Trillionen Dollar, die Vernichtung von Millionen Arbeitsplätzen, die Fesselung von Milliarden Menschen in bitterer Armut in armen Ländern, die weiter um sich greifende Kontrolle der Regierung über unser Leben und die Bildung einer abgehobenen globalen Regierung, die niemandem Rechenschaft schuldig ist.

Der Professor für Klimaänderung und Marxist/Solzialist Mike Hulme von der University of East Anglia, ein eifernder Verfechter „post-normaler Wissenschaft”, schrieb in seinem Buch Why We Disagree about Climate Change:

„Ich schlage vor, dass das Problem der Klimaänderung nicht als ein Umweltphänomen geringer Bedeutung gelöst werden kann… Es geht wirklich nicht darum, das Klima-Chaos zu stoppen. Stattdessen müssen wir sehen, wie wir den Gedanken der Klimaänderung – die Matrix ökologischer Funktionen, Machtbeziehungen, kulturelle Reden und die Geldflüsse, die die Klimaänderung freisetzt – neu überdenken, um zu ergründen, wie wir unsere politischen, sozialen, ökonomischen und persönlichen Projekte über die kommenden Jahrzehnte weiterführen können…

Klimaänderung ist zu einem Phänomen geworden, das inzwischen bis weit über seine Ursprünge hinaus in der Naturwissenschaft Eingang gefunden hat… Klimaänderung ist zur ‚Mutter aller Dinge‘ geworden, das Schlüsselthema, innerhalb dessen die gesamte Umweltpolitik – von Global bis lokal – eingerahmt ist… Anstatt zu fragen ‚Wie können wir [das Problem der] Klimaänderung lösen?‘ müssen wir die Frage umdrehen und fragen: ‚Wie sehr verändert der Gedanke der Klimaänderung den Weg, auf dem wir unsere persönlichen Ziele erreichen…?“‘

Da ist es kein Wunder, dass bei meiner Teilnahme am UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen das Transparent, das ich am häufigsten gesehen habe und das von über 40 000 Protestierern durch die Straßen getragen worden ist (von denen die größten Gruppen die Internationale Sozialistische Jugendbewegung [the International Socialist Youth Movement] und die Community Party [?] waren) die Aufschrift trug ‚Systemveränderung, nicht Klimaänderung‘ – d. h. gib uns den globalen Sozialismus, keine freien globalen Märkte!“

Nach seinem Scheitern, das Cap-and-Trade-Gesetz durch den Kongress zu bringen, ließ Obama seine EPA uns drakonische Maßnahmen auferlegen, zuerst durch das „Ergebnis“, dass CO2 – undabdingbar für das Leben auf der Erde und das wir mit jedem Atemzug ausatmen – ein „gefährlicher Verschmutzer“ ist, weil es zur globalen Erwärmung führt; und dann durch das Festlegen von Restriktionen bei seiner Emission, zunächst von Fahrzeugen, dann von stationären Quellen wie Elektrizitätswerke.

Obwohl sie nicht über die wissenschaftlichen Verdienste zum Klimaalarmismus der EPA zu urteilen hatten, haben die Gerichte der Nation bisher jede juristische Auseinandersetzung mit den Aktionen der EPA abgelehnt. Falls diese Politik nicht durch den Kongress umgekehrt wird, wird das Ergebnis folglich zu einem Verlust von Trillionen Dollar durch verloren gehende ökonomische Produktion sowie zum Verlust von Millionen Arbeitsplätzen während der nächsten beiden Jahrzehnte führen; und – sehr bald schon – zu nach oben schießenden Strompreisen führen und damit konsequenterweise zu steigenden Preisen für alles, was mit Strom erzeugt und transportiert wird – was nahezu für alles gilt.

Im vorigen Monat erklärte eine dreiteilige Serie mit dem Titel „Evangelicals and Climate Change“ (June 12, June 20, and June 27) die Rolle der Cornwall-Allianz als führendes Organ für Evangelikale, die den Klimaalarmismus ablehnen und sich bemühen, die Armen der Welt vor schmerzhaften und nutzlosen Bemühungen des Kampfes gegen die globale Erwärmung zu beschützen.

Die Christian Post zitierte unsere Evangelische Erklärung zur globalen Erwärmung, die von Hunderten evangelischer Wissenschaftler, Ökonomen Theologen und anderen Führern abgesegnet worden ist und die auf unserer grundlegenden Studie , A Renewed Call to Truth, Prudence, and Protection of the Poor: An Evangelical Examination of the Theology, Science, and Economics of Global Warming basiert. Das repräsentiert nicht nur das Denken von Cornwall, sondern auch jenes vieler anderer Evangelikalen, einschließlich der Southern Baptist Convention, die größte Konfession in Amerika.

Aber wir stehen einem harten Kampf in der religiösen Gemeinschaft gegenüber. Der Klimaalarmismus hat mächtige, gut finanzierte Quellen, um die evangelikale Gemeinschaft zu beeinflussen. Man überlege sich, wem und was wir hier versuchen zu widerstehen:

Die Cornwall-Allianz hat ebenso wie viele andere Gruppen gesunder Wissenschaft und Wirtschaft viel Arbeit vor sich, um dem Klimaalarmismus und anderen Umwelthypes zu begegnen. Nicht nur das Verstehen der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik des Kampfes um die Klimaänderung, sondern auch das Unterlegen mit Weltanschauungen und ethischen Dingen ist unabdingbar, um diesen Kampf zu gewinnen und die Kirchen davon abzuhalten, ihre Botschaft und Mission durch eine Bewegung kompromittieren zu lassen, die ihren fundamentalen Glauben unterminiert.

E. Calvin Beisner

Link. http://www.masterresource.org/2012/07/climate-alarmism-challenge-remains/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Die Übersetzung dieses Textes war phasenweise sehr schwierig, weil es öfter Stilbrüche gab.  Wie auch immer, hier werden die massiven Probleme angesprochen, die beim Kampf gegen den Klimaalarmismus außerhalb von Politik und Wissenschaft auftreten. Deswegen habe ich diesen Artikel übersetzt.

Chris Frey