Beginn der nächsten Eiszeit

Alle diese Trends kehren sich gegenwärtig um. Aber es wird noch viel schlimmer werden als das. Die nächste Vereisung wird viele Länder auslöschen, und nichts wird das aufhalten. Zum Beispiel dürfte es in UK so aussehen wie in Lappland. Nehmen Sie als Indiz dafür, wie schlimm es werden wird, dass es an den Stränden von Schottland aus Norwegen stammende Findlinge gibt, die von dort über eine gefrorene Nordsee hinweg dorthin transportiert worden sind. Als Wissenschaftler ist es unsere Aufgabe, den Beginn der nächsten Vereisung vorherzusagen.

Der Beginn von Zwischeneiszeiten wird durch die Einstrahlung auf 65°N angetrieben. Dort sind Landmassen entweder das ganze Jahr über schneebedeckt oder nicht. Es scheint, dass eine Einstrahlung über 510 Watt/m² eine Eiszeit beendet. Für das Ende einer Zwischeneiszeit müssen die Ozeane Wärmegehalt verlieren, so dass sich eine Schneedecke bis in den Sommer hinein hält und die Albedo der Erde zunehmen lässt. Dank der Lage unserer Kontinente könnte unsere gegenwärtige Eiszeit noch Millionen Jahre dauern. Abgeleitet aus den Milankovitch-Daten zeigt diese Graphik die Einstrahlung bei 65°N von 50 000 vor bis 50 000 nach unserer Zeitrechnung:

Der grüne Kasten lässt das Holozän 3000 Jahre nach dem Beginn unserer Zeitrechnung enden – eine beliebige Wahl. Die Einstrahlung ist schon jetzt gering genug, um den Beginn einer Eiszeit auszulösen. Während der letzten 8000 Jahre hat sich die Erde um 0,25°C pro tausend Jahre abgekühlt, also verlieren die Ozeane Wärme. Wir müssen lediglich noch den Auslösepunkt erreichen, bei dem sich Schnee im Nordsommer hält. Der Sonnenzyklus 25 könnte dafür schon ausreichen. Am Ende dieses Jahrzehnts werden wir den Daten des Rutger Global Snow Lab immer mehr Aufmerksamkeit schenken.

Auszug aus http://most-likely.blogspot.com/2012/03/milankovitch-cycles-and-glaciations.html:

Der Modellinput ist unredlich, und der Modelloutput ist die inverse δ¹⁸O-Aufzeichnung [?], mit dem Mittelwert Null während des Pleistozäns, nach Lisiecki und Raymo 2004 sowie Huybers 2007. Lisiecki und Raymo verwenden orbitale Einstellungen, um das Alter der benthonischen [?] Ablagerungen zu begrenzen, während Huybers dies explizit vermeidet. Konsequenterweise sind beide Datensätze außer Phase, aber allgemein in guter Übereinstimmung, vor allem im späten Pleistozän.

Als eine Fitness-Funktion nehmen wir das Produkt aus der Summe der quadratischen Fehler zwischen den Modellen und den beiden Referenz-Aufzeichnungen von 2580 Jahren vor heute in Zeitschritten von 1000 Jahren.

Für die längerfristige Perspektive folgt hier eine Kombination beider Datensätze (um eine fortgesetzte Zeitfolge zu erzeugen) aus der Vorhersage der Milankovitch-Daten.

Die hier gezeigte Zeitspanne reicht von 450 000 Jahren vor bis 330 000 Jahre nach unserer Zeitrechnung. Die Skala der vertikalen Achse zeigt die Veränderung des O18-Gehaltes. Das Ganze passt sehr gut zum bisherigen Verlauf, wie die Arbeiten von Lisiecke et al. 2005 und Huybers 2007 gezeigt haben. Die nächste Vereisung wird in 55 000 bis 60 000 Jahren ihren Höhepunkt erreichen mit der nächsten Zwischeneiszeit noch einmal 20 000 Jahre später.

David Archibald

References

Huybers, P., 2007, Glacial variability over the last 2Ma: an extended depth-derived age model, continuous obliquity pacing, and the Pleistocene progression, Quaternary Science Reviews 26, 37-55.

Lisiecki, L. E., and M. E. Raymo, 2005, A Pliocene-Pleistocene stack of 57 globally distributed benthic d18O records Paleoceanography, 20, PA1003, doi:10.1029/2004PA001071.

Source Data: Download the consolidated data, including orbital parameters, insolation calculations, reference data and model output: Milankovitch.xlsx

Link: http://wattsupwiththat.com/2012/09/16/onset-of-the-next-glaciation/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Die hier genannten Zeiträume übersteigen das menschliche Anschauungsvermögen außerordentlich weit. Weil ich aber das 2. Bild sehr interessant fand, habe ich das hier übersetzt.

C. F.




Anthropogener Treibhauseffekt: zu schwach für Klimakatastrophe!

Die großen Unterschiede tauchen erst auf, wenn das Ergebnis für die Atmosphäre auf die Erdoberfläche übertragen wird. Unterschiedliche Interpretationen der Rückkopplungsprozesse führen dann zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.
Hier wird eine Berechnungsmethode der globalen Erwärmung vorgestellt, die auf der Bilanzierung der Energieflüsse direkt an der Erdoberfläche beruht. Das Ergebnis ist eindeutig und liefert keinen Ansatz für unterschiedliche Interpretationen. Die erhöhte Wärmelast durch den anthropogenen Treibhauseffekt wird an der Erdoberfläche vor allem durch die dominante Verdunstungskühlung von Wasserdampf kompensiert. Die Wirkung von Wasserdampf als Kühlmedium ist so stark, dass lediglich 0,58 Grad Celsius Erwärmung genügen, um eine verdoppelte Kohlendioxid Konzentration zu kompensieren.
Der vollständige Bericht ist als pdf herunterladbar.
Dr. Wolfgang Burkel
EIKE

Related Files




Energiewende wirkt! EU-Energieeffizienz-Richtline soll Verbrauch um 1,5 % jährlich senken-unprofitable konventionelle Kraftwerke dürfen bald nicht mehr abgeschaltet werden

EU-Energie-Effizienzrichtlinie.

Ursprünglich war dieser Vorschlag im März 2009 im schwarz-roten Kabinett der Regierung der großen Koalition vom damaligen Bundesumweltminister Siegmar Gabriel vorgeschlagen worden. Er wollte die nächsten Schritte zur, zuerst vom PIK & später dem WBUG vorgeschlagene, großen Transformation gehen. Da man sich aber sicher war, dass dieses Gesetz im Lande auf erheblichen Widerstand stoßen würde, beschloss man dieses Gesetz über die Bande nach Brüssel zu spielen und von dort als EU-Richtlinie beschließen zu lassen. Im Falle des Falles läge dann dort der schwarze Peter.

Das Medienportal für Europa Nachrichten "Euractiv" schreibt dazu

Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben dem Kompromiss zur EU-Energieeffizienz-Richtlinie mit großer Mehrheit zugestimmt – und lassen damit den EU-Staaten bei der Erfüllung des Einsparziels von 1,5 Prozent pro Jahr weitgehend freie Hand. EurActiv.de zeigt die Reaktionen., schreibt das Portal Euractiv

und meint weiter:

Künftig soll in jedem EU-Staat der Energieverbrauch der Endkunden jährlich um 1,5 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig wird es den Mitgliedsstaaten aber freigestellt, ob sie Einsparverpflichtungen für Energieversorger einführen oder alternative Maßnahmen, zum Beispiel Förderprogramme zur Erreichung dieser Quote ergreifen. Zusätzlich wird Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eingeräumt, Ausnahmeregelungen bis zu einer Höhe von 20 Prozent des Einsparziels einzuführen. 

Viele Parlamentarier loben dieses Vorhaben als beispielhaft aber als zu schwach bezeichnet

"Da die freiwillige Selbstverpflichtung der Mitgliedsstaaten bislang bedauerlicherweise zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt hat, war es höchste Zeit, eine Gesetzgebung auf den Weg zu bringen. Um die Energiewende zu schaffen, müssen wir neben der Förderung der Erneuerbaren Energien auch unseren Verbrauch effizienter gestalten", erklärte der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange. 

Und  der grüne Europaabgeordnete und Verhandlungsführer des EU-Parlaments bei der Richtlinie, Claude Turmes, erklärte: "Die EU hat heute bewiesen, dass sie zu zukunftsweisender Klimaschutz- und Energiepolitik entschlossen ist. Die neue Richtlinie ist ein wichtiger Beitrag zur Ankurbelung unserer Wirtschaft und entscheidend, um unsere Abhängigkeit von Energieeinfuhren zu reduzieren und Energie langfristig erschwinglich zu halten. Energieimporte machten im Jahre 2011 rund 500 Milliarden Euro aus, vier Prozent des BIP der EU. Besonders die Krisenstaaten sind durch hohe Energieimporte in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gelähmt.

Nur der liberale Abgeordnete Holger Krahmer im Europaparlamanent hält ein wenig dagegen und meint,  dass man sich die Regelung hätte sparen können: "Die Effizienz- und Energiesparvorgaben der EU-Kommission waren von Anfang an stark umstritten und sind daher in den Verhandlungen bis zur Unkenntlichkeit verwässert worden. Die Regelung wird das Ziel europaweit einheitlicher Energieeinsparungen in der anfangs gewünschten Höhe nicht erreichen."

Der Versuch, Energieeffizienz und Energiesparen mit einem Gesetz für Mitgliedsstaaten zu regeln, sei unsinnig. "Das ist das Ergebnis dieser Debatte. Wie es besser funktioniert zeigt die deutsche Industrie: Der Kostendruck des internationalen Wettbewerbs, sorgt dafür dass die Unternehmen beim sparsamen Umgang im Energie keine Nachhilfestunden aus Brüssel brauchen", so Krahmer.

Rationierung von Energie ist vorprogrammiert

Beim vorhersehbaren Scheitern der Richtlinie, die vorsieht die verlangten Einsparungen erstmal auf "freiwilliger Basis zu erreichen, ist die umfassende Rationierung von Energie für jeden Einzelnen vorprogrammiert.

Oder wie soll man es sich vorstellen, dass die Lieferanten von Energie fossiler oder elektrischer Herkunft, beim Erreichen von 98,5 % des Vorjahresumsatzes einfach die Lieferung verweigern? Hamsterkäufe bei den hamsterbaren Energieträgern wären die unmittelbare Folge. Mit allen Konsequenzen wie Vetternwirtschaft, Bestechung und drastischen Verteilungskämpfen. Eben allen Folgen einer Mangelwirtschaft.

Da Elektrizität nicht in großem Maße gespeichert werden kann, wird bei dieser Energieform den Kunden eben einfach der Strom abgedreht. Auch das führt unvermeidlich zu Verteilungskämpfen sowie Bevorzugungen wie Benachteiligungen. Beides zusammen lässt sich nur durch Rationierung beherrschen. Die große Transformation hätte ihren erste große Bewährungsprobe bestanden.

Abschaltverbot für unrentable (fossile) Kraftwerke

übernommen von Science Sceptical 

Das war abzusehen. Nachdem der durch das EEG vorrangig ins Netz einzuspeisende Strom aus Wind und Sonne dafür gesorgt hat, dass häufig vor allem zur Mittagszeit Strom im Überfluss vorhanden ist, lohnt vor allem für die Betreiber von Gaskraftwerken deren Betrieb nicht mehr. Was noch hinzu kommt ist, dass diese Kraftwerke zunehmend nur noch als Lückenbüßer einspringen sollen, immer dann wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Das führt zu einer Verringerung der Auslastung und zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch, weil die Kraftwerke, wenn Sie denn produzieren, dies oftmals nur im Teillastbetrieb können.

Das führt dazu, dass die Betreiber zunehmend  mit dem Gedanken spielen, diese unrentabel gewordenen Kraftwerke vom Netz zu nehmen. Für die Energieversorgung in Deutschland wäre das fatal. Schließlich werden diese Erzeuger vor allem im Winter dringend gebraucht, wenn der Verbrauch besonders groß, die Produktion von Photovoltaikstrom aber verschwindend gering ist. Um aus diesem Dilemma zu entkommen plant die Bundesregierung jetzt offenbar, die Betreiber zu verpflichten, auch in unrentabel gewordenen Kraftwerken weiter bei Bedarf Strom zu produzieren. Man darf annehmen, dass es der Regierung ernst ist mit dieser Idee. Schließlich steht die Sicherheit der Stromversorgung auf dem Spiel. Und es ist ebenfalls anzunehmen, dass als Ausgleich dafür “Anreize” geschaffen werden. Soll heißen, der Stromverbraucher wird für die Mehrkosten von Kraftwerken aufkommen müssen, die einen großen Teil der Zeit unproduktiv im Stand-By Modus gehalten werden.n-tv meldet dazu heute:

Stromengpässe im Winter?
Regierung baut vor

Gegner der Energiewende warnen gerne vor der Blackout-Gefahr. Nun könnte die Lage im Winter aber tatsächlich ernst werden. Der günstige Ökostrom verdirbt älteren Kraftwerken das Geschäft. Die Regierung lässt die Muskeln spielen, um sie dennoch am Netz zu halten.

Die Bundesregierung droht Betreibern, die ihre Gas- oder Kohlekraftwerke in Kürze vom Netz nehmen wollen, mit einem vorübergehenden Abschalt-Verbot. Es gebe für den Winter womöglich eine Lücke von mehreren hundert Megawatt, um eine sichere Versorgung zu garantieren, hieß es in Koalitionskreisen. Da die stetig steigende Ökostrom-Produktion ältere fossile Kraftwerke unrentabel mache, könnten bis zum Winter mehr Anlagen vom Netz gehen als erwartet.

Da es keine Meldepflicht gibt für Abschaltungen, sei die Lage derzeit ungewiss und das Problem womöglich nicht auf freiwilliger Basis zu lösen. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, das Ministerium setze auf freiwillige Selbstvereinbarungen der Betreiber. Oberste Priorität habe aber die Versorgungssicherheit in Deutschland. “Vor diesem Hintergrund ist das Bundeswirtschaftsministerium jederzeit in der Lage, durch schnelle gesetzliche Änderungen die Versorgung sicher zu stellen.”

Autoren:

Energieeffizienz-Richtlinie: Michael Limburg EIKE

Abschaltverbot: Rudolf Kipp

Weiterführende Links:

ARCELOR Mittal fürchtet Werksschließungen in Deutschland wg. "Energiewende"

WAZ: Regierung will Konzerne zu Kraftwerksreserven zwingen




Klimamodelle von NASA und IPCC: Jüngste Temperaturdaten bestätigen, dass ihnen jede Prognosefähigkeit fehlt

Die beiden Bilder sind Repräsentationen der Klimamodellvorhersagen nach NASA/Hansen und IPCC, aktualisiert mit globalen Temperaturdaten bis Juni 2012.

Beide Bilder enthüllen die trostlosen Vorhersagefähigkeiten dieser teuren, mächtigen und komplexen Computermodelle. Eindeutig haben die Modelle auf der Basis der bestehenden ‚Business as Usual’-CO2-Emissionen eine signifikante globale Erwärmung vorhergesagt, die nicht eingetreten ist. Ganz allgemein lagen die Modelle über einen ausgedehnten Zeitraum völlig falsch. (Die schwarzen gestrichelten/gepunkteten Linien in den beiden Graphiken zeigen, was diese Modelle für den Zeitraum 2011-2012 vorhergesagt haben).

Diese Modelle, bei denen das CO2 im Mittelpunkt steht, leiden unter einigen fundamentalen Programmierfehlern, die auf falschen Hypothesen einer grün-aktivistischen Agenda beruhen. Vor allem wurden diese Computersimulationen dahingehend programmiert, dass sie eine sehr hohe Sensitivität für das CO2-Niveau aufweisen. Diese Modelle nehmen an, dass die globale Temperatur durch die Zunahme des CO2-Niveaus durch menschliche CO2-Emissionen „beschleunigt“ rapide steigt. Diese grüne „wissenschaftliche“ Schlüsselhypothese zusammen mit dem daraus resultierenden Fehler bei der Programmierung der Klimasensitivität erzeugt folglich fast unter Garantie falsche Vorhersagen für künftige Klimaszenarien.

Im Gegensatz dazu zeigt die Graphik rechts oben eine neuere Annäherung durch Klimamodelle, die auf harmonischer Analyse basiert. Diese scheinen Vorhersagen zu erzeugen, die viel eher mit der bekannten Klimarealität in Einklang zu bringen sind. Die meisten der jüngsten globalen Temperaturtrends und –variationen bewegen sich gut innerhalb der Projektionen dieser Modelle.

Das ‚harmonische’ Modell ignoriert im Wesentlichen CO2-Niveaus und –emissionen und konzentriert sich stattdessen auf astronomische Kräfte, hauptsächlich Planetenbewegungen im Sonnensystem.

Ergebnis: Das harmonische Modell passt viel besser zu den bekannten dekadischen und multidekadischen Oszillationen, die die globalen Klimavariationen erzeugen und die während der gesamten Historie gut dokumentiert sind. Die CO2-zentrierten Modelle sind vollständig unfähig, das auch zu tun. Offensichtlich wird nur die Zeit sagen, ob diese unterschiedlichen Vorgehensweisen der Klimamodellierung auch weiterhin akzeptable Vorhersagefähigkeiten haben.

Zusätzliche climate-model Beiträge. Modern, regional, historical und fabricating-fake Temperaturkarten.

C3 Headlines

Das Original finden Sie hier

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ist die gegenwärtige globale Erwärmung ein natürlicher Zyklus?

Die öffentlichen Medien in den USA, einschließlich National Public Radio (NPR) haben die Bedeutung dieser Entdeckung rasch erkannt. Die vergangenen Erwärmungsereignisse, von denen Mulvaney et al. berichten, sind hinsichtlich Amplitude und Dauer ähnlich dem gegenwärtigen Erwärmungssignal, obwohl jene Ereignisse lange vor der industriellen Revolution stattfanden und nicht durch anthropogene Treibhausgase verursacht worden sein können. Der gegenwärtige Zyklus globaler Erwärmung liegt innerhalb des Bereiches dieser natürlichen Warmzyklen der Vergangenheit. Das legt nahe, dass der gegenwärtige globale Erwärmungszyklus natürlichen Ursprungs sein kann und nicht durch menschliche Aktivitäten verursacht wird – wie es die Klimaskeptiker schon seit Langem erklären.

Vor einigen Jahren haben wir eine ähnliche, aber extensivere Analyse der historischen Temperaturaufzeichnungen aus Eiskerndaten durchgeführt, die aus dem Gebiet um Wostok in der Antarktis stammen, nicht weit von der Stelle, von der die in der jüngsten, in Nature veröffentlichten Studie von Mulvaney et al. analysierten Eiskerne herkommen. Wir haben ein natürliches Warmereignis (a Natural Warming Event, NWE) als eine monotone Zunahme der Temperatur definiert, die mindestens drei aufeinanderfolgende Temperaturdatenpunkte bei Wostok umfassen und bestimmt wird durch mindestens einen Temperaturdatenpunkt weniger als die Spitze während des NWE. Wir haben 342 NWEs gefunden, die zu dieser Definition passen, verteilt über die letzten 250 000 Jahre in scheinbar unregelmäßigen Intervallen (allerdings haben wir die feinen Regelmäßigkeiten nicht analysiert, die es geben dürfte). Die von uns mit dieser Methode identifizierten 342 NWEs erinnern an die zwei jüngeren NWEs, um die es in der Mulvaney-Studie geht.

Abbildung: Zeitreihen der Temperaturanomalie (Temperaturunterschied der jüngeren Vergangenheit) während des letzten Abschnitts der Eiskernaufzeichnung aus Wostok (dem Holozän), während der nebeneinander Proxy-Temperaturen und Kohlendioxidmessungen verfügbar sind. Jeder Pfeil zeigt auf die maximale Temperatur, die während eines NWE erreicht worden ist. Blaue Pfeile nebst Beschriftung identifizieren die Spitzen der Erwärmungsereignisse mit geringer Erwärmungsrate (LRWEs; < 0,74°/Jahrhundert), während rote Pfeile und deren Beschriftung die Spitzen von Erwärmungen mit starker Erwärmung kennzeichnen (HRWEs; > 0,74°C/Jahrhundert). In jedem Fall bedeutet die erste Zahl an jedem Pfeil das genaue Jahr vor unserer Zeit (Year Before Present, YBP), in dem das indizierte NWE begann, und das Symbol # bestimmt die Reihenfolge des NWE in aufsteigend chronologisch. Dies gestattet Vergleiche von jeder Spitze mit den korrespondierenden Daten in der begleitenden Tabelle.

Die im Eiskern aus Wostok enthaltenen 342 NWEs werden eingeteilt in Erwärmungsereignisse mit geringer Rate (LRWEs; y 0,74°C/Jahrhundert) und mit hoher Rate (≥ 0,74°C/Jahrhundert), siehe Abbildung. Die Erwärmungsraten der NWEs wurden berechnet als Quotient aus der maximalen Temperatur geteilt durch die Dauer (Jahrhunderte). Der Schwellenwert für HRWEs  von 0,74°C pro Jahrhundert ist nützlich, weil diese dem IPCC zufolge der geschätzten Erwärmungsrate des gegenwärtigen Erwärmungsereignisses entspricht. Von den 342 NWEs im Wostok-Eiskern sind 46 HRWEs. Die mittlere Erwärmungsrate dieser wiederkehrenden HRWEs beträgt etwa 1,2°C pro Jahrhundert, die mittlere Amplitude beträgt 1,62°C, und die mittlere Dauer dieser Warmphasen beträgt 143,8 Jahre. Zum Vergleich, die gegenwärtige, vom IPCC geschätzte Erwärmungsrate liegt bei 0,74°C pro Jahrhundert, die gegenwärtige Amplitude beträgt bislang 1°C und die Dauer bis heute 197 Jahre. Das gegenwärtige globale Erwärmungssignal ist also das geringste und unter den kleinsten im Vergleich mit allen HRWEs im Wostok-Eiskern, obwohl das gegenwärtige Erwärmungssignal in den kommenden Jahrzehnten hinsichtlich einiger Parameter das Niveau vergangener HRWEs noch erreichen kann. Die Abbildung zeigt die 16 jüngsten HRWEs in den Eiskerndaten aus Wostok während des Holozäns, unterbrochen mit einer Anzahl von LRWEs. Man beachte, dass die höchste Erwärmungsrate vor 8226 Jahren eingesetzt hat, zu Beginn der agrikulturellen Revolution (unter Berücksichtigung der hemisphärischen Phasen Nord-Süd oder Klimaschwankungen).

Jedes der in der 400 000 Jahre umfassenden Temperaturaufzeichnung aus Wostok enthaltenen 46 HRWEs ist in der Tabelle aufgelistet, zusammen mit dessen zeitlichem Beginn, der größten Amplitude, der Dauer und der mittleren Erwärmungsrate. Die 16 in der Abbildung gezeigten HRWEs können mit den korrespondierenden Einträgen in der Tabelle verglichen werden unter Verwendung der Dauer des Eintretens des HRWE. Die originalen Temperaturdaten von Wostok kann sich jeder mit Anschluss an das Internet ansehen, und sie können frei herunter geladen werden von der Website des World Paleoclimatology Data Center, das von der NOAA betrieben wird. Der leichteste und schnellste Weg, unsere Daten zu bestätigen ist, in der Tabelle irgendein HRWE herauszusuchen, die korrespondierende Zeit in der veröffentlichten Wostok-Temperaturaufzeichnung zu lokalisieren und die anschließende Erwärmung zu messen unter Verwendung der operationellen Definition der NWEs, die wir übernommen haben. Dieses Vorgehen zeigt solche Bestätigungen für die jüngsten 16 HRWEs.

Tabelle: Zusammenstellung der HRWEs in den Wostok-Temperaturaufzeichnungen in chronologischer Reihenfolge. Ein natürliches Erwärmungsereignis (NWE) wird definiert durch eine Temperaturzunahme von mindestens 0,38°C aus mindestens zwei aufeinanderfolgenden Zunahmen der Temperatur, die von mindestens einem Rückgang der Temperatur nach Erreichen der Spitzen gefolgt wird.

Natural Warming Event # (HRWE)

Time of Onset(Years Before Present)

Amplitude (oC)

Duration (Years)

Warming Rate(oC/century)

1

234,984

4.99

573

0.871

2

131,506

2.60

256

1.016

3

129,486

3.09

162

1.907

4

126,851

1.33

102

1.304

5

122,064

0.96

113

0.850

6

119,221

0.89

120

0.742

7

118,796

1.46

120

1.217

8

103,205

1.17

132

0.886

9

102,942

1.22

130

0.938

10

102,117

0.89

65

1.369

11

98,712

1.24

140

0.886

12

97,439

1.11

145

0.766

13

94,164

1.72

138

1.246

14

93,615

1.17

147

0.796

15

92,897

1.14

138

0.826

16

90,128

1.99

155

1.284

17

87,482

1.37

140

0.979

18

82,352

2.31

139

1.662

19

81,381

1.16

141

0.823

20

80,173

2.72

153

1.778

21

79,557

1.17

155

0.755

22

78,437

2.97

160

1.856

23

74,651

2.18

167

1.305

24

71,905

1.32

162

0.815

25

45,315

1.47

176

0.835

26

44,800

1.29

166

0.777

27

43,619

1.26

155

0.813

28

28,420

1.33

173

0.769

29

24,363

1.52

177

0.859

30

12,323

1.41

179

0.788

31

12,087

0.90

114

0.789

32

10,315

1.82

97

1.88

33

9,782

1.36

147

0.93

34

9,396

1.08

144

0.75

35

8,811

1.15

95

1.21

36

8,226

2.93

91

3.22

37

6,823

1.65

146

1.13

38

6,385

1.87

98

1.91

39

6,004

1.18

95

1.24

40

4,880

1.39

94

1.48

41

3,778

1.28

132

0.97

42

3,511

1.13

89

1.27

43

3,289

0.76

88

0.86

44

2,980

1.99

133

1.50

45

2,760

1.95

90

2.17

46

1,585

1.66

84

1.98

Wir haben diese Ergebnisse folgerichtig an Science Magazine, Nature, and Nature Climate Change übermittelt. Der Herausgeber von Science Magazine antwortete, dass die Ergebnisse nicht ausreichend dem öffentlichen Interesse entsprechen. Er schlug vor, dass wir die Arbeit bei einer Fachzeitschrift einreichen und lehnte die weitere externe wissenschaftliche Begutachtung ab. Nature lehnte die Studie ohne externe Begutachtung ebenfalls ab, und zwar aus Gründen, die uns vorgeschoben vorkommen. Nature Climate Change hat die Studie ursprünglich ebenfalls zurückgewiesen, sie jedoch nach einigen Diskussionen an einen leitenden Redakteur übergeben. Außerdem wurde sie von zwei anonymen Begutachtern unter die Lupe genommen.  Dem Kontext ihrer Kommentare nach schienen beide Begutachter Klimamodellierer zu sein.

Die Begutachter von Nature Climate Change schlossen, dass die natürlichen Erwärmungszyklen, die wir in den Wostok-Aufzeichnungen identifiziert hatten, unmöglich real oder signifikant sein können, sondern stattdessen als irrelevanter statistischer „Lärm“ in den Temperaturaufzeichnungen anzusehen seien. Wir erwiderten mit allem Respekt, dass die von uns entdeckten und vermessenen Erwärmungsereignisse ähnlich groß oder größer seien als viele weithin akzeptierte Temperaturfluktuationen in Eisbohrkernen, einschließlich von Dansgaard-Oeschger-Oszillationen, Heinrich-Ereignissen [?] und antarktischer Temperaturmaxima. Tatsächlich sind die Wostok-HRWEs gleich groß wie oder größer als das gegenwärtige globale Erwärmungssignal. Diese Argumente wurden jedoch von den Begutachtern ignoriert, und die Studie wurde vom leitenden Redakteur von Nature Climate Change abgelehnt.

Wie wir in unserer abgelehnten Studie vor zwei Jahren schon geschrieben hatten, falls das gegenwärtige globale Erwärmungsereignis den gleichen zugrunde liegenden Mechanismus aufweist wie die 342 ähnlichen NWEs verteilt über die letzten 250 000 Jahre – und wir können keinen offensichtlichen wissenschaftlichen Grund erkennen, warum das anders sein sollte – wird sich das gegenwärtige Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von 68% bis zum Jahr 2032 und mit einer solchen von 95% bis zum Jahr 2105 umkehren. Dies basiert auf den statistischen Eigenschaften aller natürlichen Erwärmungsereignisse in der Wostok-Aufzeichnung. Falls die gegenwärtige Erwärmung einem HRWE gleicht, sind die klimatische Umkehrung und die globale Abkühlung bereits überfällig. In unserer abgelehnten Studie haben wir das so dargestellt:

„…die geschätzte Rate der gegenwärtigen globalen Erwärmung (0,74°C/Jahrhundert) liegt deutlich innerhalb der Bandbreite von Temperaturzunahmen, wie sie die NWEs in den paläoklimatischen Aufzeichnungen von Wostok aufweisen. Mehr als 13% dieser Wostok-NWEs wiesen eine noch stärkere Erwärmungsrate auf. Die mittlere Erwärmungsrate aller Wostok-HRWEs (1,195°C/Jahrhundert; siehe Tabelle) übertraf das geschätzte gegenwärtige Erwärmungssignal um zwei Drittel (61,5%), während die höchste Rate natürlicher Erwärmung (3,22°C pro Jahrhundert vor 8226 bis 8135 Jahren) die gegenwärtige Erwärmungsrate um 345% übertroffen hat. Die meisten HRWEs ereigneten sich während jüngerer Warmzeiten, als die Temperatur ähnlich hoch lag wie derzeit. Folglich sind die Eigenschaften des gegenwärtigen globalen Erwärmungssignals konsistent mit einer natürlichen Klimavariation ähnlich den Wostok-HRWEs. In diesem Fall und unter der Annahme, dass die gegenwärtige globale Erwärmung im Jahre 1815 begann, wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Spitze und nachfolgende Abkühlung im Jahr 2032 eintritt, mit 68,2% errechnet (1815 Jahre + mittlere HRWE-Dauer von 144 Jahren + 1 s [?] von 73 Jahren, Tabelle; Vertrauensgrenze im Zusammenhang mit 1 s). Die Wahrscheinlichkeit, dass dies bis zum Jahr 2105 passiert, beträgt 95,4% (1815 + mittlere HRWE-Dauer + 2 s, Tabelle; das Vertrauenslimit ist mit 2 s assoziiert).

Mitten im Zuge der Begutachtung durch Nature Climate Change hat der für unsere Studie zuständige leitende Redakteur abrupt und unerklärlicherweise die Arbeit für das Journal eingestellt. Uns wurde dies bekannt als eine automatische Antwort auf eine Routine-e-Mail von uns: „arbeitet hier nicht mehr“. Später teilte man uns mit, dass die Zuständigkeit für unsere Studie an den Chefredakteur übertragen worden war, der die endgültige Ablehnung ausgab. Einige Wochen später schrieb der Klimajournalist Christopher Booker einen Meinungsartikel in der Sunday Times in London, in dem er zur Sprache brachte, dass das Magazin Nature weiterhin die Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse ablehnt, wenn diese der vorherrschenden Hypothese des AGW widersprechen. Wir hatten keine Möglichkeit herauszufinden, ob und wie das Ausscheiden des Redakteurs bei Nature Climate Change mit der Zurückweisung unserer Studie zusammenhing.

Wir beeilen uns zu erklären, dass es beim Hauptthema unserer Studie um die Klimasensitivität (Temperatur) in Beziehung zum atmosphärischen CO2-Gehalt ging, und nicht um natürliche Erwärmungszyklen, die wir einfach nur als Mittel verwendet haben, die Klimasensitivität zu erkunden. Wir haben eine neue Methode entwickelt zur Analyse der Klimasensitivität (Temperatur) auf den CO2-Gehalt mit Hilfe der Analyse von NWEs und ihren Reaktionen auf sich natürlich verändernde CO2-Niveaus in der Atmosphäre. Dabei haben wir entdeckt, dass die Klimasensitivität (Temperatur) weitaus weniger stark auf den atmosphärischen CO2-Gehalt reagiert, wie es in jüngsten anerkannten Schätzungen der Fall war. Die Begutachter bei Nature Climate Change haben diese Schlussfolgerungen jedoch aus dem gleichen Grund wie oben zurückgewiesen, nämlich mit der Behauptung, dass die von uns identifizierten NWEs irrelevanter klimatischer „Lärm“ waren.

Es ist ermutigend, dass angesichts der Studie von Mulvaney et al. die Redakteure und Begutachter der Nature Publishing Group diese natürlichen Erwärmungen in den Aufzeichnungen von Eisbohrkernen nun offenbar nicht länger als irrelevanten „Lärm“ betrachten. Neben anderen Implikationen eröffnet diese Änderung der redaktionellen Interpretation und Praxis einen neuen Weg der Analyse von Eisbohrkernen sowie eine neue Methode, um zu zeigen, dass der gegenwärtige globale Erwärmungszyklus alles andere als außerordentlich ist. Es scheint uns so, dass das jetzige globale Erwärmungssignal gut innerhalb der natürlichen Grenzen liegt. In diesem Falle scheint es uns schwierig, die Behauptung aufrecht zu erhalten, dass das gegenwärtige globale Erwärmungssignal das Ergebnis menschlicher Aktivitäten ist.

W. Jackson Davis and Peter Taylor

Dr. Davis is Emeritus Professor of Biology, University of California at Santa Cruz, Emeritus Professor and founding director of the International Environmental Policy Program at the Monterey Institute of International Studies, and President and Chief Executive Officer of the Environmental Studies Institute, a charitable organization headquartered in Boulder, Colorado, U.S.A.

Peter Taylor is senior science and policy analyst for the charitable organization Ethos and author of “Chill: A reassessment of global warming theory.”

This paper is also available in PDF form here: Davis and Taylor WUWT submission

Link: http://wattsupwiththat.com/2012/09/05/is-the-current-global-warming-a-natural-cycle/

Übersetzt von Chris Frey EIKE