Das IPCC sinkt auf einen neuen Tiefststand

[In der Mail heißt es weiter:] „Um Ihre Anforderung klarer zu machen, können Sie im Detail den oder die vermuteten Fehler auflisten, von denen Sie wollen, dass wir sie uns noch einmal anschauen?“

Da meine Anfrage an Field informeller Natur war und ich nie eine Antwort erwartet hatte, schien es mir, dass das IPCC mit diesem Beginn von Kontakten eine Kurve genommen hatte und wissenschaftliche Genauigkeit bzgl. Katastrophen und Klimaänderung ernster nimmt. Also bereitete ich eine knappe und präzise Antwort auf Fields Anfrage vor. Heute kam eine Antwort vom IPCC. Die Antwort ist lächerlich und zeigt, dass das IPCC mehr daran interessiert ist, Spielchen zu spielen als nach wissenschaftlicher Genauigkeit zu streben. Nichts von dem, was unten steht, ist kompliziert oder nuanciert.

Hier folgen die Details aus der Antwort, die mir das IPCC heute gesandt hat, versehen mit meinen Kommentaren. In dem unten stehenden Material unter „Text von Roger Pielke Jr“ steht das, was ich Chris Field als Antwort auf seine Mail vom Mai geschrieben habe. Unter jedem Absatz habe ich die Antwort des IPCC auf meine Angaben gesetzt mit dem Titel „CLA-Ergebnisse“. Darunter stehen meine heutigen Kommentare zu jeder der vier Antworten.

Damit wollen wir mal schauen…

Vermutete Fehler in der Abhandlung über Katastrophen-Trends in Kapitel 1, WG II, AR4

CLA-Antwort von Cynthia Rosenzweig und Gino Casassa

23. August 2012

Vermuteter Fehler Nr. 1

Text von Roger Pielke, Jr. Fehler Nr. 1: IPCC S. 110: „Diese früheren Verhältnisse in den USA ebenso wie normalisierte Hurrikan-Schäden in Kuba (Pielke et al. 2003) zeigen keinen signifikant steigenden Trend mit der Zeit, aber dies war so vor den bemerkenswerten Hurrikan-Schäden der Jahre 2004 und 2005“.

FACHLICH FALSCH: Abbildung 5 in der folgenden Studie, gedruckt vor Redaktionsschluss des IPCC-AR4 zeigt eindeutig, dass die Addition der Verluste der Jahre 2004 und 2005 nicht den langzeitlichen Trend der Schäden durch Hurrikane verändert:

Pielke, Jr., R. A. (2006), Disasters, Death, and Destruction: Making Sense of Recent
Calamities. Oceanography 19 138-147.
http://sciencepolicy.colorado.edu/admin/publication_files/resource-2449-2006.02.pdf

Diese gleiche Information fand sich auch im Bericht des Hohenkammer-Workshops zu Klimaänderung und Verlusten durch Katastrophen im Jahr 2006, die im AR4 genannt wird: http://cstpr.colorado.edu/sparc/research/projects/extreme_events/munich_workshop/pielke.pdf

GEFORDERTE KORREKTUR: „Diese früheren Verhältnisse in den USA ebenso wie normalisierte Hurrikan-Schäden in Kuba (Pielke et al. 2003) zeigen keinen signifikant steigenden Trend mit der Zeit, und das bleibt nach den bemerkenswerten Hurrikan-Schäden der Jahre 2004 und 2005 so“.

Erwiderung von CLA:
Es gibt keinen Fehler in dem Statement. Eine Korrektur ist nicht erforderlich, und der Text kann so stehen bleiben.
Begründung:

Die Formulierung über die veröffentlichten Analysen vor der jeweiligen Hurrikan-Saison der Jahre 2004 und 2005 ist eine Tatsachenfeststellung über die Zeitlinie und nicht eine Feststellung, dass die Ergebnisse nach Einbeziehung der Jahre 2004 und 2005 unterschiedlich waren. Aus dem Statement lässt sich nicht schließen, dass die Gesamtverteilung der Verluste unterschiedlich sein würde; stattdessen wird gesagt, dass die Jahre 2004 und 2005 bemerkenswert waren hinsichtlich der Hurrikan-Schäden, was sie in der Tat auch waren.

Antwort von Pielke am 13. September: Dies ist verwirrend. Die Zeitlinie war so gewählt, dass veröffentlichte Analysen (ich habe 2 zur Verfügung gestellt!), auf die das IPCC beim Entwurf des AR 4 hätte zugreifen können. Sie schlossen die Jahre 2004 und 2005 mit ein. Dass IPCC sagt, dass oben unten ist, und das ohne eine Miene zu verziehen. Haben sie meine Eingabe nicht einmal gelesen?

Aktualisierung: Hier steht, die das IPCC hiermit im Begutachtungsprozess des AR4 im Jahre 2007 umgegangen ist.

Vermuteter Fehler Nr. 2 (Text von Roger Pielke Jr.)

Fehler Nr. 2:

„Globale Schäden enthüllen die rapide steigenden Kosten durch Ereignisse im Zusammenhang mit extremem Wetter seit den siebziger Jahren. Eine Studie kam zu dem Ergebnis: während das dominante Signal weiterhin eine signifikante Zunahme der Risiken zeigt, verbleibt dennoch ein zugrunde liegender steigender Trend, wenn man das Ausgesetztsein gegenüber diesem Risiko normalisiert“.

Bei dieser „einen Studie“ handelt es sich um Muir-Wood et al. (2006), ein Weißbuch vorbereitet als Input in einen Workshop, den ich organisiert habe.

FACHLICH FALSCH: (a) Im ersten Satz sollte es „fünfziger“, nicht „siebziger“ Jahre heißen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt der Datensatz der Münchner Rück, auf den man sich bezieht. (b) Viele verschiedene Studien zur Normalisierung (nicht nur „eine Studie“) waren zu der Zeit verfügbar, als in den AR4 geschrieben worden ist, dass ein Datensatz, der im Jahr 1970 beginnt und 2005 endet, eine jährliche Rate der Zunahme zeigen wird, einschließlich der neben Muir-Wood et al. (2006) auf dem Workshop in Hohenkammer präsentierten Studien, ebenso wie der IPCC-TAR und Münchner Rück (2000). Alle diese Studien finden keinen Beweis für einen „zugrunde liegenden steigenden Trend“ über längere Zeiträume.

GEFORDERTE KORREKTUR:  „Globale Schäden enthüllen die rapide steigenden Kosten durch Ereignisse im Zusammenhang mit extremem Wetter seit mindestens den fünfziger Jahren. Viele verschiedene Analysen zeigten eine Zunahme der normalisierten Schäden seit 1970, durchweg durch Hurrikane in den USA, aber diese Studien stimmen darin überein, dass kein solcher Trend über längere Zeiträume gefunden werden kann (global seit 1950 und bezogen auf US-Hurrikane seit 1900)“. Außerdem sollte der volle Text dieses Abschnitts zwischen diesen Zeilen klarer dargestellt werden.

Erwiderung von CLA:
Es gibt keinen Fehler in dem Statement. Eine Korrektur ist nicht erforderlich, und der Text kann so stehen bleiben.
Begründung:

In der Analyse von Muir-Wood 2006 wurde das Jahr 1970 betrachtet. Man benutzte einen Datensatz mit Informationen, die bis 1950 zurück reichten, aber man hat sich entschlossen, die Periode vor 1970 auszulassen, weil sie unvollständig war. Die von Pielke vorgeschlagene „Korrektur“ erkennt an, dass Analysen, die im Jahr 1970 beginnen, einen zunehmenden Trend zeigen, und nichts anderes steht im Text. Der Vermerk über die „eine Studie“, die einen Trend dokumentiert, zeigt das begrenzte Fundament der Schlussfolgerung im Zusammenhang mit anderen Studien, die die große Bedeutung der Trends beim Ausgesetztsein dokumentieren.

Antwort von Pielke am 13. September: Wieder sagt das IPCC, das oben unten ist. Viele Studien zeigten, dass die Verluste seit 1970 zugenommen haben (ich habe sie auf viele davon hingewiesen, einschließlich dem IPCC-TAR). Der Grund dafür ist einfach: geringe Hurrikanschäden in den siebziger und achtziger Jahren. Eine Studie hervorzuheben und dann zu behaupten, dass man dies getan habe, um zu zeigen, dass die Schlussfolgerung wacklig ist, lässt das IPCC völlig ahnungslos erscheinen. Das IPCC pickte sich ein Einzelereignis heraus, um eine suggestive Behauptung aufzustellen und ignoriert widersprechende Daten. Das ist nicht gut. Die Aufklärung ist schlimmer als das Verbrechen.

Vermuteter Fehler Nr. 3 (Text von Roger Pielke Jr.)

Fehler Nr.3:  IPCC S. SM 1-4: Abbildung SM-1.1 und Bildunterschrift: „Ein Beispiel aus einer Studie, die die Kosten analysiert von normalisierten wetterbedingten Katastrophen im Vergleich mit der globalen Temperatur. Daten geglättet über ±4 Jahre = 9 Jahre bis 2001 (Muir Wood et al. 2006)“

FACHLICH FALSCH: Weder die Abbildung noch die zugrunde liegenden Daten erscheinen zu irgendeiner Zeit in der wissenschaftlichen Literatur (ob begutachtet oder nicht). Die Abbildung wurde von Robert Muir-Wood erstellt und in den Bericht aufgenommen, zusammen mit einer absichtlich falschen Erwähnung, um den Redaktionsschluss des IPCC bzgl. der Veröffentlichung zu umgehen. Das hat Muir-Wood selbst zugegeben (eine Aufzeichnung seines Geständnisses ist auf der Website der Royal Institution in London verfügbar und wird von meinem Blog verlinkt:
http://rogerpielkejr.blogspot.com/2010/02/ipcc-mystery-graph-solved.html).

Er glaubte offenbar, dass die Abbildung in einer künftigen Studie erscheinen werde – das war nicht der Fall, und diese künftige Studie, die schließlich 2008 veröffentlicht wurde, fand keine Beziehung zwischen der Temperatur und Unwetterschäden.

GEFORDERTE KORREKTUR: Die Abbildung und die Bildunterschrift sollten ebenso wie der Bezug dazu im Text entfernt werden.

Erwiderung von CLA:

Nachträgliche Berichtigung der Bildunterschrift von Abbildung SM-1.1, um die Datenquelle der Abbildung deutlicher zu machen.

Begründung:

Die Abbildung zeigt eine Neuabbildung der Daten, die für die Analyse von Muir-Wood et al. (2006) verwendet worden sind. Diese Daten kombinieren die Temperaturdaten der CRU mit Datenbasis der Schäden, die in Muir-Wood et al. gesammelt und beschrieben wurden. Da Muir-Wood die CRU nicht erwähnt haben, wäre die Bildunterschrift genauer, wenn man sie folgendermaßen modifiziert:

Abbildung SM-1.1: Zeitliche Entwicklung der Kosten wetterbedingter Katastrophen im Vergleich mit der globalen Temperatur. Daten geglättet über ± 4 Jahre =9 Jahre bis 2001. Grundlage ist der von Muir-Wood et al. (2006) benutzte Datensatz und die Temperaturdaten der CRU 2006*.

*Man füge CRU den Referenzen für das unterstützende Material hinzu.

(Climatic Research Unit (CRU) (2006).University of East Anglia, Norwich.
www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/#sciref.)

Antwort von Pielke am 13. September: Das ist die Höhe. Absolut bemerkenswert. Der Graph wurde von Robert Muir-Wood aus dem Hut gezaubert, basierend auf Daten in seinem Besitz, er hat die Analyse absichtlich falsch zitiert, und es gibt keine wissenschaftliche Basis für einen Vergleich von Schäden und Temperatur. Keine. Die Antwort des IPCC hierzu bedeutet, dass ihr gefälschter Graph, obwohl nicht vollständig belegt, aber trotzdem genehmigt, eine Verunglimpfung aller Wissenschaftler und eine Verhöhnung des IPCC-Prozesses ist. Ich kann dies nicht stark genug betonen. Das IPCC hat demonstriert, dass es vollkommen unfähig ist, selbst die ungeheuerlichsten Verletzungen seiner Standards zu korrigieren.

Vermuteter Fehler Nr. 4 (Text von Roger Pielke Jr.)

Fehler Nr. 4: Die irrige IPCC-Pressemitteilung vom 25. Januar 2010: (a) „eine Studie entdeckte eine Zunahme der ökonomischen Schäden, korrigiert um die Werte, die im Risiko stehen, aber andere Studien haben einen solchen Trend nicht gefunden“, und (b) „Beim Schreiben, Begutachten und Editieren dieses Abschnitts wurden die IPCC-Prozeduren sorgfältig befolgt, um eine politikrelevante Beschreibung zu erzeugen, wie es dem Mandat des IPCC entspricht“.

FACHLICH FALSCH: (a) Wie schon bei Fehler Nr. 2 dokumentiert, haben viele Studien eine Zunahme wirtschaftlicher Schäden seit 1970 erkannt (aber nicht von früheren Startzeitpunkten), und (b) wie oben bei Fehler Nr. 3 dokumentiert, wurden die IPCC-Prozeduren nicht sorgfältig befolgt, sondern verletzt.

GEFORDERTE KORREKTUR: Das IPCC sollte seine Presseerklärung vom 25. Januar 2010 zurückziehen und eine andere Pressemitteilung erstellen, in der die Ungenauigkeiten sowohl im Bericht als auch bei der Veröffentlichung bekannt gemacht werden.

Das IPCC-Statement vom 25. Januar 2010 ist nicht Bestandteil eines IPCC-Berichtes, und das Protokoll zur Korrektur von Fehlern daher nicht relevant.

Antwort von Pielke am 13. September: Nicht, dass das IPCC eine Verpflichtung zu Genauigkeit gezeigt hat, aber hier verlässt es sich auf einen bürokratischen Trick, die falschen Informationen zu ignorieren und diese stattdessen in einer Presseerklärung in die Welt zu setzen. Das ist nicht gut.

Posted by Roger Pielke, Jr. at 9/13/2012 01:18:00 PM

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Link: http://rogerpielkejr.blogspot.co.uk/2012/09/ipcc-sinks-to-new-low.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Deutsche Energiewende erfreut die Konkurrenz

Der so genannte Verbund wird hier getestet. Der Schiefergas-Boom in den USA zeitigt für Tochterunternehmen wie Dow Chemical Co. (DOW) und DuPont Co. (DD) eine Profitsteigerung um 8 Prozent, weil sie weniger für Erdgas bezahlen, schätzt Jeremy Redenius, ein Analyst bei Sanford Bernstein Ltd.

Während die beiden BASF-Töchter vom billigen Treibstoff profitieren, steht das Flaggschiff im Rheinland unter Druck. Der leitende Direktor Kurt Bock steht an der Spitze der Reaktionen, da er die Ausweitung zu Hause evaluiert. BASF, das genauso viel durch Gas erzeugte Energie verbraucht wie Dänemark, begutachtet die Orte für Projekte, sagte Vorstandsmitglied Harald Schwager.

„Wir pressen wirklich alles aus jedem Tropfen Öl”, sagte Bock gestern auf einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer in Frankfurt. „Schiefergas in den USA bedeutet, dass wir bzgl. Energie einen Nachteil haben. Aber wir werden in der Lage sein, damit umzugehen“.

Schiefergas, zu dessen Gewinnung Wasser und Chemikalien in einem Fracking genannten Prozess in den Untergrund gepresst werden, läutet dem leitenden Direktor (CEO) Andrew Liveris zufolge eine Wiederbelebung der Produktion in Amerika ein, da die Energiepreise fallen und Firmen Rohmaterialien zu billigeren Kosten beschaffen können. Dow hat in diesem Jahr ein neues Ethylen-Projekt genehmigt, das durch Ethan vor Ort angetrieben wird.

Änderung der Spielregeln

Dow steht nicht allein. Chevron Phillips Chemical Co. zahlt 5 Milliarden Dollar für ein neues Ethylen-Werk in Texas sowie zwei Polyethylen-Plastikwerke. Es wird geschätzt, dass die Industrie 30 Milliarden Dollar für Fabriken ausgeben könnte, um von dem billigen Gas zu profitieren. BASF selbst fügt seinen Werken in Port Arthur, Texas und Geismar, Louisiana,  einen zehnten Hochofen zu.

Einige der chemischen Erzeugnisse werden nach Asien exportiert, und gegenwärtig verschifft die Huntsman Corp. einige Kunstharze nach China.

„Wenn wir uns gegenwärtig in der Welt umschauen, sind die USA weiterhin ein Markt, dem ich aus Sicht eines Herstellers und wegen der billigen  Rohstoffe höchst optimistisch gegenüber stehe“, sagte der leitende Direktor der Huntsman Corp. (HUN) Peter Huntsman am 11. September. “Das bleibt hier so. Es findet eine echte Änderung der Spielregeln auf dem petrochemischen Markt in Nordamerika statt“.

Der Vorteil der USA zeigt sich bereits an den Gewinnen. Der Zweig Chemie von BASF zeigte einen Rückgang des Betriebsgewinns (operating profit) um 35% [operating profit decline 35 percent] im zweiten Quartal, herabgezogen durch Investitionskosten. Dow zahlte eine Milliarde weniger für seine Ausgangsmaterialien und Energie. Schiefergas und Investitionen an der US-Golfküste haben das Potential, die Gewinne um 2 Milliarden pro Jahr bis zum Jahr 2017 steigen zu lassen, wird vorhergesagt.

BASF legte an der Frankfurter Börse bis 10 Uhr um 2,4 Prozent auf 66,55 Euro zu.

Umwelthindernisse

[Die Förderung von] Schiefergas erfordert Millionen Gallonen Wasser, angereichert mit Säuren und anderen Zusätzen, und Umweltgruppen wie Food & Water Watch sowie Greenpeace haben aus Sorge vor einer Verseuchung von Trinkwasser gefordert, das Fracking zu verbieten.

Dem Leiter der Finanzabteilung Hans-Ulrich Engel zufolge spielen Umweltbedenken in Europa eine größere Rolle als in den USA. Die Bevölkerungsdichte in Europa erforderte die Notwendigkeit, mehr Bohrungen zur Erkundung von Schiefergas durchzuführen als die Erzeugung konventioneller Treibstoffe zu behindern.

Für BASF wird die Beschaffung von Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen in den kommenden Jahren ausschlaggebend sein, schrieb Vorstandsmitglied Schwager in E-Mail-Antworten auf Fragen. Energie macht einen Großteil der Kosten für manche Produkte aus und beeinflusst Entscheidungen bzgl. Investitionen, und BASF in Europa zahlt vier bis fünf mal mehr für Energie als Konkurrenten in den USA, sagte er.

Drohende Gefahren

Selbst der Verbund von BASF hinsichtlich Energie in Ludwigshafen [?] kann das nicht völlig kompensieren, sagte Schwager. Von einem einzelnen Kraftwerk erzeugte Wärme wird zu einem benachbarten Kraftwerk geleitet, was zu einer Ersparnis von 200 Millionen Euro pro Jahr führt. Die Wintershall Unit von BASF versorgt die Firma mit Treibstoff, der aus der Nordsee und Russland stammt, und zwar mittels einer Pipeline und einem Handels-Venture mit Gazprom OAO (GAZP), bekannt unter dem Namen Wingas.

Der US-Schiefergas-Vorteil hat größere Implikationen als [lediglich] die heutigen Energiepreise, sagte Oliver Schwarz, ein Analyst von Chemikalien bei Warburg Research GmbH in Hamburg.

„Was BASF mehr schmerzen wird als die Energiekomponente ist, dass die Gaspreise in Amerika zu neuen chemischen Produktions-Kapazitäten führen können, die während der nächsten Jahrzehnte entstehen“, sagte er. „Die nächste Generation von Anlagen, die wegen der Gaspreise errichtet werden, werden mit Sicherheit zu einer Gefahr für BASF. Die Antwort von BASF kann nur sein, den Kampf aufzunehmen und in technologisch höherwertige Materialien zu investieren, bei denen man einen Vorteil erringen kann …“, sagte Bock.

Die beschleunigte Entwicklung hin zu Service-orientierten Spezialprodukten in größerer Menge ist die beste Verteidigung von BASF, sagte Schwarz und empfiehlt Investoren, Anteile der deutschen Firma zu kaufen.

Änderung des Paradigmas

„BASF durchläuft eine Änderung des Paradigmas”, sagte Schwarz. „Es stehen stahlharte ökonomische Überlegungen dahinter, und es ist der beste Schutz für sie. Je mehr sie auf der Wertekette nach oben steigen, umso mehr zusätzliche Wertestufen fügen sie hinzu, und je höher die Service-Komponente ist, umso weniger Vorteile haben Anbieter von billigen Rohstoffen und Energiepreisen“.

BASF investiert immer noch in Ludwigshafen. Margret Suckale, verantwortliches Vorstandsmitglied der Anlage, leitete die Eröffnungsfeier für drei neue Container-Kräne am 7. September. Einen Tag zuvor sagte BASF, es würde ein Werk bauen zur Fabrikation spezieller Zeolithe [?], die in Dieselkatalysatoren gebraucht werden.

Ludwigshafen mit seinen 160 Fabriken und 1709 Meilen [ca. 2750 km] Pipelines sicherte sich im vorigen Jahr eine Investition von 1 Milliarde Euro in die Produktion von Diisocyanaten für Polyurethan-Schäume, die in Autositzen verbraucht werden. Es ist geplant, dass die Firma Ende nächsten Jahres die Produktion aufnehmen soll.

Der Rhein sticht die Wüste aus

„Es könnte für manche Leute eine Überraschung gewesen sein, die geglaubt haben, dass wir dieses Geld irgendwo in der Wüste investiert hätten“, sagte Bock am 5. September auf einer Informationsveranstaltung in London. „Ich darf Ihnen versichern, dass alle unsere Berechnungen ergeben haben, dass diese Investitionen zu deutlich vertretbaren Kosten in Deutschland zu machen sind, wenn man die Gesamtkosten berücksichtigt“.

Im Gegensatz dazu ist BASF aus dem Styren-Geschäft ausgestiegen und hat eine Nitrodünger-Fabrik verkauft. BASF hat Geschäfte für 15 Milliarden Euro angekauft, um im Bereich Chemikalien für den persönlichen Gebrauch, Nahrung und Elektronik zu expandieren. Außerdem machte es Vorstöße in Richtung Enzyme und Biotechnologie.

Die deutsche Ablehnung von Energie aus Kernkraft kann die Probleme von BASF verschärfen, sagte Redenius von Bernstein. Die Entscheidung, Kernkraftwerke abzuschalten, könnte einer Studie der Technischen Universität Berlin zufolge bis zum Jahr 2030 Kosten in Höhe von 335 Milliarden Euro verursachen. Tuomo Hatakka, dem Leiter der Europa-Abteilung beim schwedischen Energieerzeuger Vattenfall zufolge könnten die Energiepreise für Privatverbraucher bis zum Jahr 2020 bis zu 30% steigen.

„Es ist ein doppeltes Unglück für BASF, dass die Herstellungskosten in Europa verglichen mit den USA steigen”, sagte Redenius.

Ein Sturzacker

Dies ist nicht das erste Mal, dass BASF einem Sturzacker gegenüber steht. Die Firma verschob ihre Forschungstätigkeit bzgl. genetisch veränderter Pflanzen im Januar nach North Carolina, und zwar nach jahrelangem Widerstand in Deutschland durch die Öffentlichkeit und den Gesetzgeber.

Das Aufgeben von 160 Fabriken kann hart sein. Die Förderung von Schiefergas in der europäischen Landschaft läuft ebenfalls in Probleme bei der öffentlichen Akzeptanz, sagte Dieter Franke, einer der Autoren einer Studie zum Gas in Deutschland, die von der Regierung in Auftrag gegeben worden war.

„Die Menge an vorhandenem Schiefergas bedeutet, dass man gut über eine Förderung nachdenken sollte”, sagte Franke in einem Telephoninterview am 4. September. „Der nächste Schritt muss eine öffentliche Diskussion sein, für wie wertvoll wir eine heimische Förderung halten. Die Akzeptanz fehlt momentan“.

Wenn man dem Autor schreiben will: Sheenagh Matthews in Frankfurt at smatthews6@bloomberg.net

To contact the editor responsible for this story: Benedikt Kammel at bkammel@bloomberg.net

Link: http://www.bloomberg.com/news/2012-09-13/basf-mothership-under-siege-as-shale-forces-bock-to-fight-back.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Wahrheit hinter der schrumpfenden Eiskappe in der Arktis – die Fakten zeichnen ein anderes Bild

Wie man sieht, räume ich den Rückzug des arktischen Meereises ein, aber die Frage lautet: Warum ist das so?

Die Antwort findet sich in natürlichen Vorgängen. Ein Blick auf die globale Wassertemperatur der Ozeane während der vergangenen 15 Jahre, oder seit der maximalen El-Niño-Spitze in den Jahren 1997 und 1998, zeigt die Antwort. Am 1. September 1997 waren die Ozeane der Nordhemisphäre überwiegend zu warm, die der Südhemisphäre kühler, wie die folgende Abbildung zeigt:

(link)

Dies ist ein Beispiel für die zusammen fallenden Warmphasen der pazifischen dekadischen Oszillation und der atlantischen multidekadischen Oszillation. Ein ungeheurer Wärmeeintrag (Ozeane haben eine 1000 mal höhere Wärmekapazität als Luft) in die Atmosphäre muss zu einem Anstieg der globalen Temperatur führen, die in den neunziger Jahren auch gut belegt ist.

Aber man erkennt auch eine kompensierende Abkühlung in großen Teilen der Ozeane auf der Südhemisphäre.

Da sich trockene Luft über Land starker erwärmt als über den Ozeanen, überkompensierte die Erwärmung an Land, wenn die erwärmte Luft von den Ozeanen dorthin strömt, die Abkühlung über den südlichen Ozeanen. Daher scheint es so, als erwärme sich die Erde. Hat man aber viel mehr Fälle von Erwärmung als Abkühlung, muss die Schlussfolgerung natürlich Erwärmung lauten, oder? Gibt es jedoch eine Änderung der Gesamtwärmebilanz der Erde? Falls nein, muss eine Erwärmung durch eine Abkühlung kompensiert werden. Die Temperatur der Erde stieg im Zuge des sich erwärmenden Pazifik, was zum Beginn des Abschmelzens der nordpolaren Eiskappe führte. Da derzeit sich auch der Atlantik in seiner Warmphase befindet, wird die Eiskappe also auch aus dieser Richtung angegriffen. Kommt der Atlantik erst einmal in 10 bis 15 Jahren aus dieser Warmphase heraus, wird sich die Eiskappe wieder ausdehnen.

Hier folgen Darstellungen, die belegen, dass es im Pazifik zu einer Umkehrung gekommen ist:

Im Jahr 2002

Im Jahr 2007 und

Im Jahr 2012 zum Höhepunkt von La Niña

Die gegenwärtige Anomalie der Wassertemperatur zeigt sehr warmes Wasser im [westlichen] Nordatlantik, eine Folge der Warmphase des atlantischen Zyklus’ ähnlich dem in den fünfziger Jahren, in dem wir uns befinden, und dies setzt der Eiskappe weiter zu.

Aber ist dieses zeitweilige Fehlen von Eis ungewöhnlich? Offensichtlich nicht, wie das folgende Bild eines Unterseebootes zeigt:

 

Es tauchte u.a. am 17.3.1959 am Nordpol auf – ein Zeitpunkt in einer weiteren Warmphase ähnlich der, in der wir uns derzeit befinden. (Das Foto zeigt die USS Skate während einer Fahrt durch die Arktis). Zitat: “the Skate found open water both in the summer and following winter. We surfaced near the North Pole in the winter through thin ice less than 2 feet thick. …On both trips we were able to find open water. We were not able to surface through ice thicker than 3 feet.”

Noch beeindruckender fand ich jedoch das Bild oben rechts, dass große Flächen offenen Wassers am Nordpol im Mai 1987 zeigt, wo gleich drei U-Boote aufgetaucht waren.

Wind und Sturm können ebenfalls Auswirkungen auf das arktische Eis haben, was jüngst der Fall war. Ein heftiger Sturm brach eine Menge Eis und trieb viel davon nach Südosten in das Zentrum der Eiskappe. Aber wenn man sich diesen 30-Tage-Loop der Arktis anschaut, kann man erkennen, wie schnell die Erholung jeweils nach dem Minimum während der letzten 30 Jahre erfolgt ist, mit einem Schrumpfen wegen des Sturms und einer raschen Erholung des Eises.

Die jüngste Verkündung der schnellsten jemals registrierten Schmelzperiode des Grönlandeises ist ein weiteres Beispiel der Leugnung tatsächlicher Fakten und mit objektiven Gedanken zu kommen. Mehr dazu gibt es hier einen schönen Link [auch wiederholt auf Deutsch bei EIKE, zuletzt hier].

Der Grund für all dies liegt in einer Verzerrung der globalen Temperaturverteilung während der letzten 30 Jahre infolge der Warmphase im Pazifik, welche zu einer ersten Erwärmung der Nordhemisphäre führte, die dann durch die Warmphase im Atlantik noch verstärkt wurde. Das Ergebnis war über dem Festland ausgeprägter, weil trockene Luft dort einfacher erwärmt werden kann. Wie können wir diese Theorie testen, außer das wir auf die Folgen warten, wenn sich der Atlantik wieder abkühlt? Nun, es gibt einen Hinweis, und der liegt in der Südhemisphäre. Schließlich müssen wir global denken, oder? Denn das ist es, was wir ständig hören: GLOBALE Erwärmung. Also sollte auch [das Eis um den Südpol] schrumpfen, wenn das stimmt und meine Hypothese falsch ist.

Das wollen wir einmal evaluieren. Während der letzten 30 Jahre gab es bei der südlichen Eiskappe eine Zunahme! Das würde man bei der ganzen Hysterie über die Eiskappe am Nordpol oder einige wenige Stellen in der Antarktis, an denen es ebenfalls wärmer als normal war, nie erfahren (es kann nicht überall gleichzeitig kalt sein).

Zu diesem Thema habe ich auf der Heartland-Konferenz ICCC7 einen Vortrag gehalten. Weil die antarktische Eiskappe von einem Ozean umgeben ist, besteht die Implikation einer sich ausdehnenden antarktischen Eiskappe, obwohl sie kleiner zu sein scheint als das Schrumpfen am Nordpol, darin, dass es keine Änderung der Gesamtwärmekapazität des ganzen Systems Ozean/Atmosphäre gibt. Tatsächlich ist die Eiszunahme im Süden ziemlich bemerkenswert, weil es eines größeren Energieverlustes bedarf, das Wasser um die Eiskappe im Süden abzukühlen, als der Energiegewinn ist, um die warme kältere Luft über dem Festland rings um die Eiskappe der Arktis zu erwärmen. Die Erwärmung dieser Luft in Kombination mit der immer noch bestehenden Warmphase im Atlantik bedeutet, dass die arktische Eiskappe schrumpfen müsste. Damit habe ich ein weiteres Mal die AGW-Gemeinschaft herausgefordert: Der Gedanke ist, dass die globale Temperatur, objektiv gemessen durch Satelliten, bis zum Jahr 2030 auf das Niveau Ende der siebziger Jahre zurückkehren wird. Dann wird die arktische Eiskappe das auch tun. Um die Wahrheit zu sagen, wir würden in ernste Schwierigkeiten geraten, wenn es bis dahin keine kompensierende Erwärmung in der Südhemisphäre und ein Schrumpfen der antarktischen Eiskappe geben würde. Dieser Gedanke ist viel besorglicher als der, dass die Erde verbrennt. Eis, nicht Feuer, sollte unsere Sorge sein, besonders wenn man die solaren Zyklen und die Temperatur betrachtet, ebenso wie die ökonomischen und sozialen Auswirkungen eines kälteren Planeten. Hier gibt es eine aktuelle Studie hinsichtlich Sonnenflecken und globaler Temperatur.

Als Nation müssen wir gebrauchen, was uns so erfolgreich den Fortschritt gebracht hat. Die Begrenzung von Energievorräten aufgrund falscher Gedanken und Halbwahrheiten hat inzwischen zu einer Schwächung unseres Landes und zunehmender Armut unserer Bevölkerung geführt. Beispiel: Benzin kostet derzeit 4 Dollar pro Gallone (ca. 4 Liter), und es ist eine Schande, dass es keinen Grund gibt, nichts dagegen zu tun. Dies eliminiert hunderte Milliarden Dollar aus unserer Wirtschaft und verteilt sie anderswo. Regulationen, die auf Sorgen vor Dingen beruhen, die von Natur aus zyklisch und basierend auf dem Gesamtbild und den Beweisen sind, entfernt weitere hunderte Milliarden Dollar aus unserer Wirtschaft.

Die traurige Wahrheit ist: Eine Nation, die auf dem Fundament von Freiheiten ruht, mit der Realität umzugehen, wird nicht überleben, wenn sie durch eine Politik erschüttert wird, die utopische Geister jagt.

Die Geschichte von der Eiskappe ist ein hervorstechendes Beispiel dafür.

Joe Bastardi

ist in dritter Generation Meteorologe und Mitinhaber der Fa. Weatherbell. Zuvor war er 32 Jahre für die Firma Accuweather.com als Meteorologe tätig.

© Copyright 2012 The Patriot Post

Link: http://patriotpost.us/opinion/14736

Lesen Sie auch hier einen interessanten Beitrag auf die Kalte Sonne zum Thema arktische Eisschmelze:

NABU: „Bis zu 50 Prozent der Erwärmung in der Arktis sind auf den Einfluss von Rußpartikeln zurückzuführen“

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die völlige Verzweiflung der Klima-Alarmisten

In einer kürzlichen Anhörung vor dem Senatskomitee für Environment and Public Works hat Dr. John Christy, Klimatologe beim US-Bundesstaat Alabama, ein Professor der atmosphärischen Wissenschaft und Direktor des Earth System Science Center an der University of Alabama in Huntsville, gesagt: „Es ist wieder populär zu behaupten, dass extreme Ereignisse wie etwa die Dürre dieses Jahres in den zentralen USA der Beweis für eine vom Menschen verursachte Klimaänderung seien. Tatsächlich ist die Erde sehr groß, das Wetter ist sehr dynamisch, und Extremwetterereignisse wird es weiterhin irgendwo geben, jedes Jahr, ganz natürlich. Die jüngsten ‚Extreme’ sind in früheren Jahrzehnten noch übertroffen worden“.

Unter den aktuellen Beispielen der Warmisten, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die Erde in Gefahr ist, befinden sich die Meinung des Präsidenten des radikalen Environmental Defense Fund, Fred Krupp im Wall Street Journal sowie ein Fernsehbericht im Sender PBS, in der Dr. James Hansen eine Statistik präsentierte, die genauso gefälscht war wie in seiner Aussage aus dem Jahr 1988, dass die globale Erwärmung vom Menschen verursacht ist und uns töten wird, wenn wir nicht durch die Kriminalisierung von CO2-Emissionen unsere Wirtschaft abwürgen.

Der bekannte Meteorologe Anthony Watts, dessen Website eine Schatzkammer wirklicher Klimawissenschaft ist, hat Hansens PBS-Präsentation von Glockenkurven widerlegt, mit denen er seine Behauptung, dass die gegenwärtigen Dürreerscheinungen ein Beweis der globalen Erwärmung sind, untermauern wollte. „Diese Glockenkurve beweist gar nichts“, sagte Watts. „Das ist nichts weiter als ein politischer Trick eines Mannes, der jede Art von professioneller Wissenschaft zugunsten von Aktivismus aufgegeben hat“. Watts Forschungen haben gezeigt, wie korrupt viele Thermometermessungen waren infolge der Lokationen, an denen die Thermometer aufgestellt worden sind oder weil Messungen aus Gebieten stammen sollten, in denen es gar keine Thermometer gab.

Im Wall Street Journal verfasste Krupp einen neuen Appell für  “einen neuen Klimakonsens.” Man erinnere sich, dass sich der Komplex des Schwindels der globalen Erwärmung in Gestalt des IPCC manifestiert hat, und dass jahrelang behauptet worden ist, dass ein „Konsens“ unter Wissenschaftlern weltweit besteht, dass die globale Erwärmung real ist. Die Daten, auf denen diese IPCC-Behauptung basiert, wurden im Jahr 2009 bekannt, als E-Mails zwischen den beteiligten Wissenschaftlern deren Panik enthüllten über Anzeichen, dass im Jahr 1998 ein globaler Abkühlungszyklus begonnen hat. Seitdem hat sich die Erde abgekühlt.

Wissenschaft wird nicht durch Konsens betrieben. Sie wird betrieben durch rigoroses Austesten von Hypothesen und Theorien. Selbst Krupp merkte an, dass „ein heißer Sommer keine Bestätigung dafür ist, dass die Klimaänderung real ist; ebenso wie eine Weiße Weihnacht kein Beweis dafür ist, dass sie ein Schwindel ist“. Das stimmt. Jedoch wird sie auch nicht realer durch die Jahr für Jahr durch unsere eigene Regierung sorgfältig verworfenen „Daten“. Habe ich schon erwähnt, dass Dr. Hansen Direktor des Goddard Institute for Space Studies der NASA ist?

So ziemlich die einzige Wahrheit, die Krupp äußerte, war, dass „einige vorgeschlagene Lösungen des Klimaproblems, wenn sie nicht gut durchdacht oder vernünftig implementiert werden, unsere Wirtschaft schädigen können und kurzfristiges Wachstum verhindern“. Oder jegliches Wachstum.

Während ich dies schreibe, versucht die Environmental Protection Agency, drakonische Grenzen für CO2-Emissionen einzuführen, und zwar für jede einzelne Körperschaft der US-Wirtschaft, von großen Kompanien bis zu kleinen Geschäften. Trotz noch für Jahrhunderte ausreichender Kohlereserven in den USA war die EPA emsig damit beschäftigt, den Kohlebergbau und Kohlekraftwerke, die unseren Strom erzeugen, außer Betrieb zu setzen.

Steven Goddard hat schnell reagiert und in der Ausgabe von Real Science vom 6. August darauf hingewiesen, dass „während der dreißiger Jahre doppelt so viele Tagestemperaturrekorde verzeichnet worden sind wie im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends, zumindest an USHCN-Stationen, die in beiden Jahrzehnten in Betrieb waren. Deswegen fängt Hansen mit seinen (im PBS-Fernsehen gezeigten) Statistiken erst in den fünfziger Jahren an“.

Weder Krupps netten Worte des Ansporns für die Skeptiker der globalen Erwärmung noch die Lügen von Dr. Hansen ändern etwas an der Tatsache, dass es keine globale Erwärmung gibt und dass sie nur in den Köpfen jener existiert, die danach trachten, Profite aus dem Verkauf von „Kohlenstoffzertifikaten“ an Industrien und Individuen zu verkaufen, die sich damit die Erlaubnis weiterer CO2-Emissionen aus welchen Gründen auch immer einkaufen wollten.

Es sollte eine Graphik geben, auf der dargestellt ist, wie die Lügen zur globalen Erwärmung mit jedem Wetterereignis oder mit jeder neuen Enthüllung von wissenschaftlichen Fakten, die den Schwindel offensichtlich machen, steigen oder fallen.

© Alan Caruba, 2012

Link: http://www.anxietycenter.com/ vom 8. August 2012

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Latif will nicht mit Vahrenholt diskutieren: Dann eben hier !

Klimaforscher Mojib Latif, der ebenfalls beim VKU zu Gast ist, will nicht mit Ihnen reden. Ein Vorwurf: Sie bilanzierten kurzfristige Temperaturentwicklung, nicht langfristige Klimatrends. Berechtigte Kritik?

Zur Kurzsichtigkeit: Vor zwölf Jahren hat Herr Latif gesagt, Winter mit starkem Frost und viel Schnee wird es in unseren Breiten nicht mehr geben. Wissenschaftlich hat er publiziert, dass wir in der zweiten Dekade eine Abkühlung bekommen. Da hat er recht! Fakt ist, dass es seit 1998 nicht wärmer geworden ist. Nur weil dies erst seit 14 Jahren der Fall ist, wird gesagt, das habe mit Klima nichts zu tun. Schauen Sie sich doch mal die CO2-Kurve an: Seit 1998 sind jedes Jahr rund drei Prozent mehr CO2 ausgestoßen worden; dennoch ist es nicht wärmer geworden. Dafür gibt es doch Gründe. Da müssen die traditionellen Klimaforscher mal erläutern, woran das liegt. Es hat damit zu tun, dass wir ozeanische Zyklen haben, die für 20 bis 30 Jahre zur Abkühlung führen. Hinzu kommt als Ursache die sich abschwächende Sonne. All das kann man doch nicht ignorieren.

Gegen Sie richtet sich der Vorwurf, Sie seien Strommanager, aber kein Klimaforscher. Publiziert in einem Fachmagazin hätten Sie auch noch nicht. Warum eigentlich?

Der Vorwurf ist doch an den Haaren herbeigezogen. Herr Pachauri, immerhin der Vorsitzende des Weltklimarats IPCC, ist Eisenbahningenieur. Warum darf der uns allein erzählen, wie er Klimaforschungsergebnisse interpretiert? Ich bin zwar kein Klimaforscher, aber doch Chemieprofessor und nehme das gleiche Recht in Anspruch.

Forscher widersprechen Ihrer These der sich abschwächenden Sonne. Die Sonne habe lediglich einen Kühleffekt von 0,06 bis maximal 0,3 Grad Celsius. Was entgegnen Sie?

Diese Forscher sollten uns dann mal erklären, wie die Kleine Eiszeit vor 350 Jahren und wie die kalte, dunkle Zeit der Völkerwanderung entstanden ist. Wodurch ist denn einst eine Abkühlung von ein bis zwei Grad ausgelöst worden – und das alle tausend Jahre, und zwar weltweit? Ohne dass die Sonne damit etwas zu tun hat? Wer soll das denn sonst gewesen sein? Das CO2 kann ja nicht die Ursache gewesen sein. Die Behauptung, erst der Mensch mit seinem CO2-Ausstoß sei entscheidend für die Erderwärmung, soll den Einfluss der Natur auf den Klimawandel verschleiern. Bester Beleg ist doch die E-Mail-Affäre vor drei Jahren. Was habe ich von Forschern zu halten, die für die Öffentlichkeit Teilergebnisse so hinbiegen, damit daraus eine politische Botschaft konstruiert werden kann?

Empfinden Sie noch Groll gegen die Universität Osnabrück, die Sie Anfang des Jahres ausgeladen hat?

Ich komme gerne nach Osnabrück und finde es schön, dass der Verband kommunaler Unternehmen mich jetzt eingeladen hat. Denn dann kann sich jeder selbst ein Bild von meinen Thesen machen. Ich fand das damals seitens der Uni Osnabrück schon ein starkes Stück, dass eine deutsche Universität mich zunächst einlädt, um die Thesen vorzutragen, dann aber auf Druck kneift und mich auslädt. Dafür werde ich dann eingeladen an die Universität Oslo, die Royal Society in London, nach Wien oder Bern. Mit dem Denken und Handeln der Universitätsleitung in Osnabrück hätten sich die Erkenntnisse eines Alfred Wegener nie durchgesetzt. Er wurde verlacht, verschrien, ausgeladen. Leider erst nach seinem Tod ist seine Theorie der Kontinentalverschiebung anerkannt worden. Ich hoffe, dass ich noch so lange lebe, bis die Universität sich für diesen Maulkorb entschuldigt.

Einen Tag später bekam dann Mojib Latif in derselben Zeitung die Möglichkeit zur Gegenrede (Interview vom 12.9.2012). Dies ist zu begrüßen, da es die Möglichkeit der Diskussion eröffnet. In seinem Beitrag sagt Latif u.a. einige sehr vernünftige Dinge (z.B. „Biosprit E10 ist Blödsinn“). Gerne wollen wir die Gelegenheit nutzen und die Diskussion an dieser Stelle fortführen. Denn einige von Latifs Äußerungen können so nicht unkommentiert stehenbleiben. Im Folgenden bringen wir Auszüge aus Latifs Interview (linke Spalte der Tabelle), auf die wir genauer eingehen wollen (rechte Spalte).

Ergänzung: 

Video eines interessanten Streitgespräches zwischen Prof. Stocker IPCC Leitautor und Chef des Klimainstitutes der Universität Zürich und Prof. F. Vahrenholt. Mit Dank an R. Hoffmann für die Bearbeitung.

Zur Glaubwürdigkeit des IPCC und seiner "vielen tausend" Wissenschaftler die Prof. Stocker im Interview so ausgiebig verteidigt finden Sie Details hier, hier und (in englisch) hier und hier

Weiter im Interview – Kommentar.

Mit  Dank an Kalte Sonne und R. Hoffmann.

Bei der Übernahme mussten wir, um zweispaltig zu bleiben, Bilder aus dem Original-Text machen. Deswegen kommen die eingefügten Links nicht rüber. Das Original mit allen Links finden Sie hier. Wir bitten um Verständnis.