Ein Blick auf das Gesamtbild der „Erdtemperatur“ in Bildern

Helligkeits-TemperaturanomalieGlobale Temperatur:
Wenn sie sich auf die Erwärmung des „Erdklimas“ beziehen, meinen die Vertreter des CAGW (Catastrophical Anthropogenic Global Warming) die Temperatur an der Erdoberfläche, z. B. „Globale Erwärmung ist die ungewöhnlich rasche Zunahme der mittleren Temperatur an der Erdoberfläche während des vergangenen Jahrhunderts, hauptsächlich wegen des Ausstoßes von Treibhausgasen als Folge der Verbrennung fossiler Treibstoffe“. NASA Earth Observatory
Als solches folgt hier die monatliche mittlere Temperaturanomalie von NASA GISS – von 1996 bis zur Gegenwart…

…die jährliche globale mittlere Temperaturanomalie über Land und See vom NCDC – 1880 bis zur Gegenwart…

…die jährliche globale Temperaturanomalie über Land vom UK Met Office (HadCRU) – 1850 bis zur Gegenwart…

…und die monatliche globale Mitteltemperatur über Land vom HadCRU – 1850 bis zur Gegenwart:

Abhängig vom Zeitrahmen sieht es tatsächlich so aus, als hätte die Temperatur auf der Erdoberfläche zugenommen, obwohl es nicht nach einer „rapiden Erwärmung“ aussieht und es auch keine Hinweise auf einen „immer steiler werdenden Anstieg“ gibt. Außerdem sind die Temperaturaufzeichnungen fragwürdig wegen ihrer lokalen Position, Änderungen der Umgebung, Änderungen der Ausrüstung, Änderungen der Anzahl von Messpunkten, Modellwerte zum Auffüllen von Datenlücken, Korrekturen für fehlende, fehlerhafte oder verzerrte Messungen und der städtische Wärmeinseleffekt. Folglich hilft es sehr, über den Tellerrand zu schauen, wenn man sich ein Gesamtbild der Temperatur auf der Erde machen will.
Atmosphärische Temperaturen:
Seit 1979 wurde die Temperatur des „Klimas“ auf der Erde auch mit Satelliten vermessen. Die NASA sagt dazu: „Die Temperaturmessungen aus den All werden durch zwei direkte Methoden unabhängig voneinander verifiziert. Die erste Methode besteht in direkten Messungen der unteren Troposphäre auf der Basis von Ballonaufstiegen. Die zweite Methode verwendet Vergleiche von identischen Messungen von unterschiedlichen Plattformen im Orbit und deren Kalibrierung untereinander. Als Ergebnis sind die Temperaturmessungen der Satelliten auf drei Hundertstel Grad Celsius genau (0,03°C), wenn man sie vergleicht mit Ballonen, die vom Boden aufgelassen werden und gleichzeitig Messungen in der gleichen Höhe der Atmosphäre vornehmen“.
Die folgenden 4 Abbildungen sind Ausdrucke aus den Remote Sensing Systemen (RSS), wobei jede mit der Höhe zunimmt, wie man hier erkennen kann:
RSS-Temperatur der unteren Troposphäre (TLT) – Helligkeits-Temperaturanomalie – 1979 bis zur Gegenwart…

…RSS-Temperatur der mittleren Troposphäre (TMT) – Helligkeits-Temperaturanomalie – 1979 bis zur Gegenwart…

…RSS-Temperatur der Troposphäre/Stratosphäre (TTS) – Helligkeits-Temperaturanomalie (Brightness Temperature Anomly??)– 1979 bis zur Gegenwart…

…RSS-Temperatur der unteren Stratosphäre (TLS) – Helligkeits-Temperaturanomalie – 1979 bis zur Gegenwart:

Den Fernerkundungssystemen zufolge „werden die Zeitreihen der Anomalien in den Kanälen (TLT) (untere Troposphäre) und (TMT) (mittlere Troposphäre) durch ENSO-Ereignisse und eine langsame troposphärische Erwärmung dominiert. Die drei wesentlichen El Niño-Ereignisse während der letzten 20 Jahre zeichnen sich klar durch Spitzen in den Zeitreihen aus, und zwar 1982-83, 1987-83 und 1997-98, wobei der letzte auch der stärkste war”, meint RSS dazu.
Auch das El Niño-Ereignis von 2009-10 zeichnet sich ab in dieser Helligkeits-Temperaturanomalie von 1979 bis zur Gegenwart (RSS Latitudinal Temperature Lower Troposphere (TLT)…

…und das El Niño-Ereignis von 1998 zusammen mit der troposphärischen Abkühlung aufgrund des Ausbruchs des Pinatubo im Jahr 1991 zeichnet sich in den Temperaturanomalien der unteren Atmosphäre von der University of Alabama – Hunstville (UAH) ab – 1979 bis zur Gegenwart:

University of Alabama – Huntsville (UAH) – Dr. Roy Spencer
Man beachte, dass die Temperaturanomalie der unteren Atmosphäre im November um 0,12 °C über dem 30-jährigen Mittel lag, und dass die RSS Lower Troposphere Brightness Temperature um 0,033°C über dem 30-jährigen Mittel lag. Erinnern Sie sich daran, wenn Sie lesen, dass jüngste Wetterereignisse durch die Globale Erwärmung verursacht worden sind.
Außerdem fiel die Temperatur in der mittleren Troposphäre, die einem ähnlichen, wenngleich auch flacheren Trend wie in der unteren Troposphäre folgt, vor Kurzem unter die 30-jährige Trendlinie, d. h. die Helligkeits-Temperaturanomalie von RSS in der mittleren Troposphäre (TMT) – 1979 bis zur Gegenwart:

Remote Sensing Systems (RSS) – Microwave Sounding Units (MSU)
Es gibt auch regionale Variationen in der unteren Troposphäre, die in Nuancen zum Bild beitragen. Zum Beispiel die RSS-Temperatur im Nordpolargebiet der unteren Troposphäre (TLT) Helligkeits-Temperaturanomalie…

Remote Sensing Systems (RSS) – Microwave Sounding Units (MSU) 
…zeigt eine Zunahme um 0,338 K/C pro Dekade, während die gleiche Anomalie im Südpolargebiet eine Abnahme um 0,007 K/C pro Dekade zeigt.

Remote Sensing Systems (RSS) – Microwave Sounding Units (MSU)
Ich kenne keine überzeugende Erklärung für die signifikante Divergenz der Temperaturtrends an den Polen.
Die Satellitenaufzeichnungen scheinen eine langsame Erwärmung der unteren und mittleren Troposphäre zu zeigen, überlagert mit den ENSO-Zyklen einschließlich vier vergleichsweise starker El Niño-Ereignisse. Die Temperaturen der unteren Troposphäre scheinen nach dem großen El Niño von 1998 nicht mehr gestiegen zu sein und bieten keinerlei Hinweis auf eine „beschleunigte“ Erwärmung.
Geht man höher hinauf in der Atmosphäre, erkennt man, dass die RSS- Temperatur in der Troposphäre/Stratosphäre (TTS) – Helligkeits-Temperaturanomalie – von 1987 bis zur Gegenwart…

…nach diesem Ereignis unglaublich gerade verlief, mit einem Trend von lediglich -0,004 K/C pro Jahrzehnt. Die El Niño-Ereignisse von 1997/98 und 2009/10 erscheinen klar in dem Ausdruck abgebildet, ebenso wie eine Spitze durch den Ausbruch des Pinatubo 1991. Man beachte, dass die Auswirkung des Pinatubo-Ausbruchs in der unteren und  mittleren Troposphäre einerseits und der Troposphäre/Stratosphäre andererseits entgegengesetzt verläuft. „Große Vulkanausbrüche blasen Schwefelgase bis in die Stratosphäre; die Gase verwandeln sich zu Aerosolen mit einer Verweildauer von etwa einem Jahr. Die Reaktion des Klimas auf große Ausbrüche (in der Historie) dauerte etwa 2 bis 3 Jahre. Die Aerosolwolke führt zur Abkühlung an der Erdoberfläche und zur Erwärmung in der Stratosphäre“. – Ellen Thomas, PHD Wesleyan University
Es ist interessant, dass die Temperaturen in der Troposphäre/Stratosphäre (TTS) ziemlich stabil geblieben sind, trotz der Einwirkung dreier signifikanter Antriebe auf der Erdoberfläche. Allerdings gibt es auch hier Nuancen.
Die RSS-Temperatur in der Troposphäre/Stratosphäre über der Nordhemisphäre (TTS) – Helligkeits-Temperaturanomalie – von 1987 bis zur Gegenwart…

…hat um 0,54 K/C pro Dekade zugenommen, während sie über der Südhemisphäre…
…um -0,62 K/C pro Dekade abgenommen hat.
Geht man noch höher hinauf in der Atmosphäre, sieht man, dass

die RSS-Temperatur der unteren Stratosphäre (TLS) – Helligkeits-Temperaturanomalie – von 1979 bis zur Gegenwart…

„…von einer stratosphärischen Abkühlung dominiert werden, punktförmig unterbrochen durch dramatische Erwärmungen durch die Ausbrüche des El Chichon (1982) und Pinatubo (1991)“ RSS
Die Eruptionen des El Chichon und des Pinatubo bilden sich auch deutlich ab in der Strahlungsdurchlässigkeit der Atmosphäre, gemessen auf dem Mauna Loa in Hawaii:

National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) – Earth System Research Laboratory (ESRL)
„Im Gegensatz zur Troposphäre” … „wird die Stratosphäre erwärmt, und zwar als Folge einer Absorption von Sonnenenergie im nahen Infrarot an der Obergrenze der Aerosolwolke und verstärkter Infrarot-Absorption langwelliger Strahlung von der Erdoberfläche.
Die stratosphärische Erwärmung in der Umgebung der stratosphärischen Wolke lässt den breitenabhängigen Temperaturgradienten in niedrigen Breiten nach einer Eruption zunehmen. Das stört die troposphärisch-stratosphärische Zirkulation und lässt die Differenz der Höhe der Troposphäre zwischen hohen und niedrigen Breiten zunehmen. Damit verstärkt sich die Stärke des Strahlstromes (und des Polarwirbels, vor allem in der Nordhemisphäre.) Dies wiederum führt zu einer Milderung im Winter der Nordhemisphäre nach einer Eruption in den Tropen, und dieser Erwärmungseffekt tendiert dazu, stärker zu sein als der oben beschriebene Abkühlungseffekt“. Ellen Thomas, PHD Wesleyan University
Die untere Stratosphäre war Schauplatz eines „dramatischen Erwärmungsereignisses durch die Ausbrüche des El Chichon (1982) und des Pinatubo (1991)“. RSS „Die langfristige globale mittlere Abkühlung der unteren Stratosphäre stammt von zwei Abwärtsschritten der Temperatur, die beide mit der Beendigung der kurzlebigen Erwärmung durch die beiden Ausbrüche parallel laufen.“ … „Hier zeigen wir Analysen aus Beobachtungen, die neue Einsicht in drei Schlüsselaspekte der jüngsten stratosphärischen Klimaänderung gewähren. Erstens führen wir den Beweis, dass das ungewöhnliche stufenartige Verhalten der globalen stratosphärischen Mitteltemperatur nicht nur vom Trend abhängt, sondern auch auf der temporären Variabilität der globalen mittleren Ozonverteilung nach Vulkanausbrüchen. Zweitens zeigen wir, dass die Verteilung von Erwärmung und Abkühlung der globalen Mitteltemperatur nach starken Vulkanausbrüchen konsistent ist mit den gleichzeitigen radiativen und chemischen Folgen von Vulkanausbrüchen auf die Temperatur und das Ozon in der Stratosphäre. Drittens enthüllen wir die entgegen gesetzten breitenabhängigen Strukturen jüngster Temperaturtrends in der Stratosphäre, und Ozontrends sind konsistent mit der großräumigen Zunahme der stratosphärischen sich überschlagenen Brewer-Dobson-Zirkulation [?]“. – David W. J. Thompson Colorado State University
Über der Stratosphäre liegen noch die Mesosphäre und die Thermosphäre, und ich habe von keinem der beiden jüngere Temperaturreihen gefunden, aber bemerkenswert ist, dass es am „15. Juli 2010“ „zu einem verwirrenden Zusammenbruch der oberen Erdatmosphäre“ gekommen ist, als „hoch über der Erdoberfläche an der Obergrenze der Atmosphäre eine selten gefundene Gasschicht, die ‚Thermosphäre‘ vor kurzem zusammengebrochen ist und sich jetzt wieder erholt.
Dies ist die größte Kontraktion der Thermosphäre während der letzte 43 Jahre”, sagt John Emmert vom Maval Research Lab, Leitautor einer Studie, in der er diese Entdeckung in der Ausgabe der Geophysical Research Letters (GRL) vom 19. Juni bekannt machte. „Das ist ein Rekord im Weltraumzeitalter“.
Der Kollaps ereignete sich während des tiefen solaren Minimums von 2008 bis 2009 – ein Umstand, der eine kleine Überraschung für die Forscher war. Die Thermosphäre kontrahiert und kühlt sich ab, wenn die Sonnenaktivität gering ist. In diesem Falle jedoch war die Größenordnung des Kollaps‘ zwei bis drei mal größer als die geringe Sonnenaktivität hergibt.
 „Es geschieht etwas, das wir nicht verstehen”, sagt Emmert.
Die Thermosphäre befindet sich in einer Höhe von 90 bis 600+ km. Sie ist der Bereich von Meteoren, von Polarlichtern und Satelliten, welche bei ihren Erdumläufen die Thermosphäre berühren. Sie ist auch der Bereich, wo die Solarstrahlung erstmals in Kontakt mit unserem Planeten kommt. Die Thermosphäre bremst extreme ultraviolette (EUV) Photonen von der Sonne, bevor sie die Erdoberfläche erreichen können. Ist die solare Aktivität hoch, wärmen solare EUV die Thermosphäre, wodurch sie sich aufbläht wie ein Marshmallow, das man in ein Campingfeuer hält. (Diese Erwärmung kann die Temperatur bis 1400 K steigen lassen – daher der Name Thermosphäre). Ist die solare Aktivität gering, passiert das Gegenteil“. NASA
Zusammenfassend: Die untere und mittlere Troposphäre der Erde scheinen sich langsam erwärmt zu haben, überlagert vom ENSO – Zyklus, einschließlich vier vergleichsweise starken El Niño-Ereignissen und abgeschwächt durch die abkühlenden Auswirkungen der Ausbrüche von El Chichon (1982) und Pinatubo (1991). Seit dem Super-El Niño von 1998 scheint sich die Temperatur in der unteren und mittleren Troposphäre nicht mehr wesentlich zu verändern und zeigt keinerlei Hinweise auf eine „beschleunigte” Erwärmung. Troposphärische/stratosphärische Temperaturen scheinen beeinflusst von mindestens drei Erwärmungsereignissen, getrieben von Vorgängen auf der Erdoberfläche, nämlich den ElNiño von 1997/98 sowie den Eruptionen der beiden Vulkane. Aber alles in allem zeigen sie eine stabile Trajektorie. Die Temperaturen in der Stratosphäre scheinen zwei „dramatische Erwärmungen durch die beiden Vulkanausbrüche durchlaufen zu haben“ sowie eine „ungewöhnliches stufenartiges Verhalten des globalen stratosphärischen Temperaturmittels“, welches zu einer signifikanten Abkühlung in der Stratosphäre geführt hat, und zwar während der letzten 30 Jahre. Schließlich erfolgte „während des großen solaren Minimums von 2008 bis 2009 die größte Kontraktion der Thermosphäre der letzten 43 Jahre“, und „die Größenordnung dieses Kollaps‘ war zwei bis dreimal größer als die solare Aktivität erklären könnte“.
Wassertemperaturen:
„Die Ozeane können viel mehr Wärme zurückhalten als die Atmosphäre. Schon die obersten 3,2 Meter des Ozeans enthalten genauso viel Wärme wie die Luft der gesamten Welt“. Commonwealth of Australia – Parliamentary Library
Änderungen der ozeanischen Oszillationen und der ozeanische Wärmegehalt als solche sind entscheidend, um die „Temperaturen der Erde“ zu verstehen. Hier folgen Darstellungen des NODC globalen ozeanischen Wärmegehaltes von 0 bis 700 m – von 1955 bis zur Gegenwart…

… und hier das Gleiche von der wertvollen Klimadaten-Website Climate4you.com von Ole Humlum, der NODC globale ozeanische Wärmegehalt von 0 bis 700 m – 1979 bis zur Gegenwart.

Aus den obigen Abbildungen scheint hervorzugehen, dass der globale Wärmegehalt der Ozeane seit mehreren Jahrzehnten zugenommen hat. Allerdings sieht es nicht so aus, als würde sich der globale Wärmegehalt „rapide erwärmen“. Außerdem gibt es keine Basis für die Behauptung, dass die Erwärmung mit „einer beschleunigten Rate“ erfolgt. Der Begriff Abschwächung würde es viel besser treffen.
Eis:
Ein Proxy, auf den bei der  Messung der “Temperatur der Erde” oft verwiesen wird, ist die Menge des Eises auf der Erde. Dem United States Geographical Survey (USGS) zufolge „liegt die übergroße Mehrheit des irdischen Eises in der Antarktis, nämlich fast 90%. Grönland enthält lediglich 10% der globalen Gesamteismenge“. Allerdings gibt es derzeit keine allgemein akzeptierte Messung des Eisvolumens, da [der Satellit] Cryosat immer noch gewartet und die Genauigkeit der Messungen von GRACE immer noch in Frage gestellt wird.
Daher sind die gegenwärtig verfügbaren globalen Messungen des Eises begrenzt. Hier folgt die 20-jährige Schneebedeckung der Nordhemisphäre mit einer Klimatologie von 1995 bis 2009…

…und hier die winterliche Ausdehnung der Schneedecke in der Nordhemisphäre von 1967 bis zur Gegenwart:

Während keiner dieser Abbildungen eine globale Perspektive zeigt, scheint es beim Blick auf die Nordhemisphäre hier eine leichte Zunahme der Schneebedeckung und der winterlichen Ausdehnung der Schneedecke über den betrachteten Zeitraum gegeben zu haben.
Eine andere, auf dem Eis basierende Variable, die oft als Proxy für die “Temperatur der Erde herangezogen wird, ist die Meereisbedeckung, allerdings gibt es signifikante Beweise, dass der wesentliche Faktor von Änderungen des Meereises tatsächlich der Wind und atmosphärische Oszillationen sind. Vor diesem Hintergrund folgen hier die globale, die arktische und die antarktische Meereisbedeckung von 1979 bis zur Gegenwart…

… die Anomalie der Meereisbedeckung von 1979 bis zur Gegenwart…

…die Anomalie der Meereisbedeckung in der Südhemiphäre…

…und die globale Anomalie der Meereisbedeckung von 1979 bis zur Gegenwart:

Es scheint einen negativen Trend hinsichtlich der Meereisausdehnung auf der Nordhemisphäre zu geben, allerdings scheint gleichzeitig ein positiver Trend auf der Südhalbkugel vorzuliegen. Im globalen Maßstab scheint die Gesamtbedeckung mit Meereis leicht negativ zu sein mit keiner offensichtlichen Beschleunigung. Aufgrund der begrenzt verfügbaren Messungen der globalen Eisbedeckung und des fragwürdigen Wertes der Meereisbedeckung als Proxy für die Temperatur kann man diesen Messungen nicht sehr viel entnehmen. Allerdings scheint es keinerlei Beweis bei den Messungen des Eises für eine rapide und/oder sich beschleunigende Erwärmung zu geben.
Schlussfolgerung:
Die „Temperatur der Erde” scheint während der letzten Dekaden gestiegen zu sein, aber es gibt keine Beweise dafür, dass sich die Erde „rapide erwärmt“. Außerdem gibt es keine Anzeichen, dass die Erwärmung „mit steigender Rate“ erfolgt.
Zusätzliche Informationen zur „Temperatur der Erde” können gefunden werden auf den WUWT Reference Pages, einschließlich der Global Temperature Page und Global Climatic History Page
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/01/01/a-big-picture-look-at-earths-temperature/
Übersetzt von Chris Frey für EIKE
Hinweis des Übersetzers: jede der zahlreichen Abbildungen hier kann durch Anklicken im Original vergrößert werden. Außerdem stehen dort nähere Angaben zur Quelle der Bilder




Klimawandel: Ein Vortrag provoziert – Professor Knut Löschke forderte die Rückkehr zur Vernunft

Update 31.1.12:

1. Universität Osnabrück sagte Vortrag von Prof Vahrenholt ab, Begründung: nur mit Begleitung eines Klimalarmisten zulässig, der könne aber nicht. 

2. Clara Schumann Schule Bonn sagte geplante Vortragsveranstaltung im Februar mit Prof. Ewert über den Klimawandel ab, mit der Begründung, man könne den Schülern keine Informationen zumuten, die anders seien als in den Schulbüchern dargestellt. 

Der Vortrag von Prof. Dr. Löschke und die Folien sind hier abrufbar  (hier klicken)

….Am Ende des Vortrags verglich Professor Löschke das „internationale Klimaregime“, wie sich die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in einer EU-Broschüre selbst nennt, mit den sozialistischen Regimen in Deutschland. Sein Fazit: „Principiis obsta – Wehret den Anfängen!“ Dieser Vergleich ist nun vornehmlich in Kreisen wie der Grünen-Hochschulgruppe und im AStA/SprecherInnenRat umstritten. Die Thesen des DDR-erfahrenen Physikers Löschke bezüglich des letzten Vortragsteils „Gesellschaft“ lassen sich wie folgt zusammenfassen:

„Weltklimarat ist eine sozialistische Veranstaltung“

Wie kann es sein, dass bereits an Kindergärten und Grundschulen Kindern der Glaube an die Hypothese vom menschengemachten Klimaweltuntergang eingebleut wird, gleichzeitig aber kein Experiment vorliegt, das dies belegt? Wie kann es sein, dass eine über die Politik finanzierte Institution wie der „Weltklimarat“ IPCC nicht einmal vorläufig gesichertes Wissen als alleingültigen Maßstab verbreitet? Gleichzeitig geben deutsche Bildungsministerien Broschüren für Pädagogen heraus, die bilderbuchartig zeigen, wie Kritiker des menschengemachten Klimawandels wortwörtlich als „Skeptiker“ verunglimpft werden sollen. Die Methode, dass Kinder ihre Eltern beeinflussen, wird darüber hinaus als gewünscht empfohlen. Herr Professor Löschke kennt diese Methoden aus eigener Erfahrung im einst real existierenden DDR-Sozialismus. Deshalb hat er auf die Analogien und Tendenzen im Vergleich zu einstigen diktatorischen Systemen hingewiesen.

Menschengemachte Klimawandelhypothese ist nicht belegt

Der menschengemachte Klimawandel als Hypothese ist schließlich durch kein einziges Experiment belegt und steht nicht im Einklang mit bereits existierender physikalischer Theorie. Trotzdem wird diese Hypothese in reale Politik umgesetzt. Auch vor Betrug und Fälschungen schrecken Vertreter des IPCC nicht zurück, um ihren politischen Auftrag zu erfüllen: Zu zeigen, dass der Mensch das Weltklima beeinflusst. Dies beweisen der Climategate-Skandal und auch ein besonders krasses Fälschungsbeispiel, das Professor Löschke in seinen Präsentationsunterlagen vorstellte. Bei der Verbreitung der Hypothese des menschengemachten Klimawandels und den „Lösungsvorschlägen“ zur weltweiten „Klimakontrolle“ sind längst gefährliche Grenzen jenseits bloßer Lächerlichkeit überschritten. Diese rote Linie sieht auch der Physiker Löschke überschritten und engagiert sich darum ehrenamtlich für ein Umdenken in der Klima-Debatte.

Raubbau an den Ressourcen durch CO2-Vermeidungshysterie

Natürlich steht es jedem frei, Hypothesen in die Welt zu setzen und diese logisch und durch Experimente zu überprüfen. Die Politik macht jedoch die nicht belegte Hypothese vom menschengemachten Klimawandel zur Staatsreligion, die als gesichertes Wissen gepredigt und  aus der absurde politische Handlungen abgeleitet werden. Die CO2-Vermeidungshysterie erzeugt Mehrkosten in der Energieproduktion. Die so verursachten ineffizienten Energieerzeugungsprozesse treiben die Preise auf dem Weltmarkt nach oben. Und dies nicht nur, weil Nahrungsmittel direkt verheizt oder der Vergärung zu Biogas zugeführt werden. Es wird allgemein auf knappe Produktionsmittel zugegriffen. Dadurch verteuert sich der Lebensunterhalt generell und weltweit. Wir in Deutschland können uns diesen Luxus vielleicht noch leisten. Anderswo auf der Welt verhungern Menschen. Darum ist es dringend notwendig, vernünftig über Hypothesen nachzudenken, statt sie blind anzuwenden.

Sind Vergleiche mit sozialistischen Regimen anstößig?

Ein Vergleich bedeutet, Gleiches und Ungleiches aufzuzählen, und ist für jede wissenschaftliche Analyse denknotwendig. Inhaltlich ist darum prinzipiell jeder Vergleich  zulässig. Nichts anderes tat Professor Löschke. Eine Gleichsetzung der IPCC-Tagung mit den Parteitagen sozialistischer Regime in Deutschland, so wie linke Hochschulgruppen es während der Veranstaltung durch Zwischenrufe unterstellten, fand nicht statt. Professor Löschkes Vergleich unter dem Motto „Wehret den Anfängen“ mag wohl die Gefühle mancher verletzt haben. Aber hat dieser Vergleich nicht wachgerüttelt?

Linke Hochschulgruppierungen rufen zur Empörung auf   

„Der Vortrag hatte nichts mit Wissenschaft zu tun, es war plumpe Polemik und hat mich sehr schockiert“,  empört sich Karin Bugow, studentische Senatorin an der Uni Passau nun über das Sprachrohr des AStA-SprecherInnenRates im Internetblog. Überdies steht seitens des AStA der Vorwurf „weitestgehend ungenügender Quellenangaben“ im Raum. Die Quellen sind jedoch in den Vortragsfolien enthalten. Genaue Seitenangaben können auf Rückfrage an Professor Löschke eingeholt werden. Herr Löschke stellte für den weiteren Dialog in den Vortragsunterlagen extra seine private E-Mail-Adresse zur Verfügung. Felix Speidel, studentischer Senator der Universität Passau, schließt die AStA-„Pressemitteilung“ mit: „Ich bin entsetzt, dass Herr Löschke auf dieser Ebene argumentiert und Gegenmeinungen als faschistisch darstellt.“ Es wurden jedoch alle Fragen und auch Zwischenfragen zugelassen, auch die nicht aufgerufenen in lautem Tonfall. Gegenmeinungen als Hypothesen wurden, wie das Redemanuskript beweist, als nützlich und notwendig dargestellt. An den Methoden der linken Gruppierungen jedoch haftet offensichtlich, was sie selbst nicht über sich hören wollen. Ist die Empörung darum so groß? Dürfen extreme Minderheiten den öffentlichen Raum durch derart repressive Methoden besetzen?
Die sächsischen Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz und Jana Pinka, die der Linkspartei angehören, fordern jetzt bereits den Rücktritt von Professor Löschke aus dem Innovationsrat der Staatsregierung, weil dieser den Neosozialismus als unmenschlich anprangerte. Der Vorfall zeigt, dass die Werte der Aufklärung wie Wahrheit, Vernunft und Dialog nicht ins Hintertreffen geraten dürfen und verteidigt werden müssen. Es bleibt also dabei: „Wehret den Anfängen!“
Ralph Bärligea
zuerst erschienen auf eigentümlich frei

Anmerkungen der Redaktion:

Dass den vermeintlichen Weltbeglückern aus der Ökoszene die ganze Richtung nicht passt, zeigt dieser -nur ohnmächtige Häme verbreitende Artikel- aus der früher mal angesehenen Zeit, über RWE Manager Vahrenholt, EIKE und den Klimawandel.
Links:

SüddeutscheZeitung: Gipfel mit Nazi-Fotos

Passauer Neue Presse: Referent provoziert an Uni

Rücktrittsforderungen durch die Linkspartei

Internetseite des Hayek-Club Passau




Deutscher Städtetag ist williger Helfer des WWF: Aufruf zur Klimaaktion Earthday 2012

auf seiner Homepage liest man:

Der Deutsche Städtetag

  • nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung – durch Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Gespräche mit Parlament und Regierung sowie durch Öffentlichkeitsarbeit, 
  • fördert eine moderne Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert,  
  • erarbeitet mit den Städten Konzepte für neue kommunalpolitische Herausforderungen.  

  • Wie diese Einflußnahme aussehen kann zeigt der hier veröffentlichte Brief

in der dazughörigen Email dazu schreibt ein/eine Handan Aktas-Ewert
Betreff: Weltweite Klimaaktion "Earth Hour 2012" des WWF am 31. März 2012
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,wir möchten Sie mit diesen Rundschreiben auf o. g. Aktion hinweisen.Mit freundlichen GrüßenIm AuftragHandan Aktas-EwertDeutscher StädtetagDezernat für Umwelt und WirtschaftBrand- und KatastrophenschutzHausvogteipaltz 110117 BerlinTel. +49 30 37711-601Fax +49 30 37711-609mailto:handan.aktas@staedtetag.de
dann folgt das Anschreiben:

Weltweite Klimaaktion „Earth Hour 2012“ des WWF am 31. März 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Earth Hour ist die wohl größte Klima-Aktion der Welt: Tausende Städte auf der ganzen Welt löschen während einer Stunde die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen – als Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz. Auch 2012 wird es wieder eine Earth Hour geben, und zwar am 31. März 2012 um 20:30 Uhr Lokalzeit.
Alle interessierten Städte sind herzlich eingeladen, sich aktiv an dieser globalen Aktion zu beteiligen. Der WWF würde gerne die Teilnahme der Städte auch schon zum Auftakt der Earth Hour Kampagne Mitte Februar 2012 verkünden, hierfür ist eine Zusage bis zum 31.01.2012 erforderlich.
Im Info-Blatt (Anlage) erfahren Sie mehr über die Earth Hour und wie Sie sich 2012 beteiligen können. Für Anmeldungen zur Earth Hour oder falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich an Anila Preis, WWF Deutschland, Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin, Tel.: 030 311777-464, Fax: 030 308741-199, anila.preis@wwf.de wenden.
Mit freundlichen Grüßen In Vertretung
Detlef Raphael
E-Mail detlef.raphael@staedtetag.de
Die zugehörigen Anlagen können Sie hier als pdf Datei abrufen

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Klimawahn und Energiezukunft der Menschheit

Sinn und Sensitivität II

By Christopher Monckton of Brenchley
Joel Shore, der wie jeder gute Skeptiker meine Rechnungen zur Klimasensitivität anzweifelte, hat freundlicherweise auf meine Bitte hin eine Referenz zu einem Papier von Dr. Andrew Lacis et al. vom Goddard Institute of Space Studies (GISS) genannt, um seine Behauptung zu untermauern, dass der CO2-Anteil mit ungefähr 75% zum Strahlungsantrieb aller Treibhausgase beitrüge. Wasserdampf dagegen, wegen seiner hohen Konzentration in der Atmosphäre das wichtigste Treibhausgas, kondensiere rasch aus, während die nicht-kondensierenden Gase, wie  CO2, jahrelang in der Atmosphäre verblieben.
Dr. Lacis erläutert sein eigenes Papier: “Während die nicht-kondensierenden Treibhausgase mit 25% zum gesamten Treibhauseffekt beitragen, sind es die kondensierenden Treibhausgase, die tatsächlich die Stärke des irdischen Treibhauseffekts steuern, weil sich die Beiträge des Wasserdampfs und der Wolken-Rückkopplung nicht selbst aufrechterhalten und deshalb nur eine Verstärkung darstellen.”
Dr. Lacis’ Argument ist, dass der Strahlungsantrieb des Wasserdampfes als eine Rückkopplung behandelt werden sollte, weil, selbst wenn alle Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernt würden, der Großteil des jetzt in the Atmosphäre befindlichen Wasserdampfes kondensieren oder innerhalb von zehn Jahren abregnen würde, und innerhalb von 50 Jahren wäre die Globaltemperatur dann um etwa 21 K kälter als heute.
Zu diesem Papier habe ich viele Einwände, da es u. a. nicht der Tatsache Rechnung trägt, dass die Verdampfung von der Erdoberfläche dreimal so stark ist, wie in den Computer-Modellen abgebildet (Wentz et al., 2007). Deshalb ist viel mehr Wasserdampf in der Atmosphäre als von den Modellen unterstellt, selbst ohne Treibhausgase.
Im Papier wird auch behauptet, die Verweildauer von CO2 in der Atmosphäre wäre “nach Tausenden von Jahren zu bemessen”. Selbst das zur Übertreibung neigende IPCC setzt die Verweildauer nur auf 50 – 200 Jahre. Auf Anforderung kann ich drei Dutzend Papiere nennen, die bis auf Revelle in den 1950ern zurückgehen, welche die CO2-Verweildauer mit gerade mal sieben Jahren angeben, auch wenn Professor Lindzen sagt, dass aus vielerlei Gründen 40 Jahre eine gute Schätzung wäre.
Darüberhinaus ist fraglich, ob der rein politische Schlussabsatz des Papiers in einer angeblich unparteiischen wissenschaftlichen Analyse stehen sollte. Zu behaupten und keine Beweise anzuführen, dass jenseits einer CO2-Konzentration von über 300-350 ppmv “eine gefährliche anthropogene Beeinflussung des Klimasystems durch Überschreitung der 25% Risiko-Toleranz-Grenze einträte mit einer damit verbundenen Verschlechterung der Land- und Meeres-Ökosysteme, einem Meereshöhenanstieg [derzeit gerade mal knapp 5 cm pro Jahrhundert im Verlauf der letzten 8 Jahre, gemäß Envisat], einer unvermeidbaren Störung der sozioökonomischen und nahrungsmittelerzeugenden Infrastruktur” ist überhaupt nicht belegt und daher unwissenschaftlich: Das ist widerlich politisch.
Man merkt, dass viele Wissenschaftler am GISS einer gewissen politischen Strömung angehören, und dass mindestens einer von ihnen regelmäßige substanzielle Zuwendungen für Al Gores Wiederwahl-Kampagnen machte, wissenschaftliche Zeitschriften sind aber nicht der Ort für politische Linksausleger.
Mein Haupteinwand ist, dass das zentrale Argument im Papier eigentlich eine petitio principii ist, ein Zirkelschluss und daher ein ungültiges Argument: eine der Prämissen ist auch die Schlussfolgerung: eine starke netto-positive Rückkopplungswirkung verstärkt die vom Strahlungsantrieb hervorgerufene Erwärmung.
Das Papier beruht nicht auf Messungen, Beobachtungen und der Anwendung bewährter Theorie. Es kommt zu dem Ergebnis, – man ahnt es schon –, dass es mit einem berüchtigten Computer-Klima-Modell herumspielt: dem GISS ModelE. Dieses Modell unterstellt in der Tat sehr starke netto-positive Rückkopplungen, für welche es ziemlich wenig verläßliche empirische oder theoretische Indizien gibt.
Als Dr. Lacis’ Papier geschrieben wurde, enthielt das ModelE “flux adjustments” (auf gut Deutsch: Schummelfaktoren), die bis zu 50 Watt/Quadratmeter betrugen, ein Mehrfaches der Größenordnung des ziemlich kleinen Antriebs, den wir auf das Klima ausüben können.
Dr. Lacis sagt, das ModelE beruhe auf gut verstandenen physikalischen Prozessen. Wenn das wahr wäre, wären keine so großen Schummelfaktoren notwendig (wie im Betriebshandbuch des Modells erwähnt und quantifiziert).
Auch würde man bei der Vorhersagefähigkeit dieses und anderer Modelle eine viel größere Treffsicherheit erwarten, als sich gezeigt hat. Wie der große Dr. John Christy von der NASA kürzlich schrieb: Im Zeitalter der Satelliten (es fällt zum größten Teil mit der von der Pacific Decadal Oscillation herrührenden natürlichen Erwärmungsphase zusammen) sind die Temperaturen nur um ein Viertel bis zur Hälfte angestiegen, verglichen mit der von Modellen wie dem ModelE vorhergesagten Temperaturerhöhung.
An dieser Stelle kann ein wenig grundlegende Klimaphysik helfen. Es ist nicht besonders schwierig (sonst würde ich es nicht verstehen). Ich möchte die IPCC/GISS-Schätzungen des Antriebs, der Rückkopplungen und Erwärmung auf das anwenden, was seit 1750 tatsächlich beobachtet oder daraus abgeleitet worden ist.
Beginnen wir mit den Antrieben. Dr. Blasing und seine Kollegen vom Carbon Dioxide Information and Analysis Center haben kürzlich den Anteil der gesamten Treibhausgas-Antriebe seit 1750 mit 3,1 Watt/Quadratmeter bestimmt.
Bei Anwendung der Antriebstabelle des IPCC müssen wir davon 35%, oder 1,1 Watt/Quadratmeter abziehen, um negative anthropogene Antriebe zu berücksichtigen, besonders die Rußpartikel, die wie kleine Schirme gegen die Sonne wirken. Die netto-anthropogenen Antriebe seit 1750 betragen daher 2 Watt/Quadratmeter.
Wir multiplizieren 2 Watt/Quadratmeter mit dem Klima-Sensitivitäts-Parameter (vor der Rückkopplung) von 0.313 Kelvin pro Watt/Quadratmeter. Wir erhalten eine Erwärmung von 0,6 K, bevor irgendwelche Rückkopplungen wirken.
Dann wenden wir den impliziten, auf einen Jahrhundertmaßstab bezogenen IPCC-Rückkopplungsfaktor von 1,6 an (nicht den Gleichgewichtsfaktor von 2,8, weil das Gleichgewicht Tausende von Jahre entfernt ist: Solomon et al., 2009).
Nachdem alle Rückkopplungen über die gesamte Zeitspanne gewirkt haben, beträgt demnach die vom ModelE und anderen vom IPCC bevorzugten Modellen vorhergesagte Schätzung der Erwärmung 1,0 K.
We verfizieren, dass der (IPCC-implizite) jahrhundert-maßstäbliche Rückkopplungsfaktor von 1,6 richtig ist, weil wir sehen, dass 1 K Erwärmung geteilt durch 2 Watt/Quadratmeter des ursprünglichen Antriebs nun 0,5 Kelvin per Watt/Quadratmeter ergibt. Das ist tatsächlich der implizite transiente Sensitivitätsparameter für jahrhundert-maßstäbliche Analysen, der in allen sechs CO2-Emissionsszenarien des IPCC steckt, und auch in dessen Mittelwertbildung. (Der Faktor wird nicht explizit genannt: Es hat den Anschein, als ob man nicht möchte, dass wir die Dinge überprüfen.)
Dr. Lacis Papier sagt tatsächlich, dass 80% der Antriebe von allen Treibhausgasen dem CO2 zugerechnet werden müssen. Die jetzige implizite zentrale IPCC-Schätzung in allen sechs Szenarien und deren Durchschnitt ist von gleicher Größenordnung, um die 70%.
Beim Ansatz der IPCC-eigenen Antriebsfunktion für CO2: 5,35 * natürlicher Logarithmus von (390 ppmv / 280 ppmv) unter Berücksichtigung der gestörten und ungestörten Konzentrationen von CO2 über die Betrachtungsperiode, ergeben sich 1,8 Watt/Quadratmeter.
Bei dessen Multiplikation mit dem transienten Sensitivitätsfaktor des IPCC von 0,5 erhält man 0,9 K – das aber ist die gesamte jetzige Erwärmung seit 1750. Wo bleiben die ungefähr 20-30% Erwärmung, die von den anderen Treibhausgasen stammen? Das ist ein Anzeichen dafür, dass der CO2-Antrieb doch ziemlich übertrieben worden ist.
Das IPCC sagt in seinem 2007er Bericht nur, dass seit 1950 die gesamte Erwärmung zur Hälfte bis zum Gesamtbetrag beobachtet wurde (also seit 1750), und dass dies dem Menschen zugerechnet werden müsste. Daher wären 0,45 – 0,9 K der beobachteten Erwärmung auf uns zurückzuführen. Selbst bei Annahme des höheren Wertes und unter Annahme der IPCC/GISS-Parameterwerte und Methoden gingen auf das Konto des CO2 nicht 70-80% der beobachteten Erwärmung für den Zeitraum, sondern die gesamte Erwärmung.
Als Antwort auf Argumente wie dieses, erhebt der schon müde DEUS EX MACHINA der vielleicht allzu gutgläubigen IPPC-Anhänger mühsam sein Haupt und sagt, dass die fehlende Erwärmung mit uns Versteck spiele, heimlich auf dem Meeresgrund lauere bis sie zuschlüge.
Elementare Betrachtungen der Thermodynamik belegen aber, dass solche Vorstellungen Unsinn sind.
Nichts kann uns sagen, wie groß die Rückkopplungen wirklich sind – vor allem nicht, wie sie in der Einbildung des IPCC bestehen. Ohne die Unterstellung einer hohen netto-positive Rückkopplung kann man kein Klimaproblem erschaffen. Doch selbst mit der vom IPCC angenommenen, unrealistisch hohen Rückkopplung gibt es überhaupt kein Klimaproblem, wie ich jetzt zeigen werde.
Obwohl das IPCC seine Schätzung des Gleichgewichts-Parameters für die Klimasensitivität explizit nennt (wenn auch nur in der konfusen Fußnote 631 des 2007er Berichts), macht es den transienten Sensitivitäts-Parameter nicht explizit – es ist der Letztere, nicht der Vorhergehende, der für die nächsten paar Jahrhunderte politisch relevant ist.
Während wir also genügend Verdachtsgründe finden für eine nicht unbeträchtliche Übertreibung der vorhergesagten Erwärmung in den IPCC-Vorhersagen (oder “Projektionen”, wie sie vorsichtigerweise genannt werden) und für eine noch größere Übertreibung im GISS ModelE, wollen wir die zentralen Schätzungen erst einmal anwenden, ohne gleich auf das  einzugehen, was uns angeblich in diesem Jahrhundert erwartet.
Dem IPCC zufolge besitzen alle sechs Emissionsszenarien gleiche Gültigkeit. Daraus folgt, dass wir sie mitteln können. Das machen wir. Danach soll die CO2-Konzentration im Jahre 2100 bei 712 ppmv liegen im Vergleich zur den 392 ppmv von heute. Der CO2-Antrieb wird demzufolge 5,35 ln(712/392) betragen, oder 3,2 Watt/Quadratmeter. Wir teilen durch 0,75 (Durchschnitt der GISS- und IPCC-Schätzungen vom CO2-Anteil an den gesamten Treibhausgas-Antrieben), um die anderen Treibhausgase zu berücksichtigen. Wir erhalten 4,25 Watt/Quadratmeter.
Diesen Wert vermindern wir um 35%, um die negativen Antriebe aus unseren Ruß-Abschirmungen usw. zu berücksichtigen. Wir erhalten 2,75 Watt/Quadratmeter netto-anthropogenen Antrieb zwischen heute und 2100.
Jetzt folgt die Multiplikation mit dem jahrhundert-maßstäblichen transienten Sensitivitätsparameter 0,5 Kelvin pro Watt/Quadratmeter. Damit erhalten wir eine vernünftige zentrale Schätzung der bis 2100 zu erwartenden Erwärmung, wenn wir die IPCC- und GISS-Methoden und Werte durchgängig anwenden. Wie hoch ist nun die in diesem Jahrhundert zu erwartende Erwärmung, wenn wir alles so gemacht haben? Aha, es sind nicht ganz 1,4 K.
Nun kommen wir auf die zuvor bemerkte Diskrepanz zurück. Das IPCC sagt, dass zwischen der Hälfte bis zur Gänze der gesamten Erwärmung seit 1950 auf uns zurückginge, und nun scheinen die IPCC-eigenen Methoden und Parameterwerte eine Übertreibung um die 20-30% zu zeigen, selbst wenn wir annehmen, dass die gesamte Erwärmung seit 1950 auf uns zurückginge. Die Übertreibung wäre noch viel größer, wenn nur die Hälfte der Erwärmung von uns gekommen wäre.
Wenn man diese Übertreibung berücksichtigt, wird die anthropogene Erwärmung in diesem Jahrhundert auf kaum mehr als 1 K zurückgeschoben – das ist ein Drittel der 3-4 K, von denen wir so oft hören.
Man beachte, wie geschickt diese Verdreifachung der wahren Erwärmungsrate erzeugt wurde: Durch eine Reihe von kleinen Übertreibungen, die sich alle zusammengenommen zu einem Knaller auswirken. Es ist sehr schwierig, diese Übertreibungen ausfindig zu machen, nicht nur weil die meisten von ihnen gar nicht groß sind, sondern auch, weil nur so wenige der notwendigen Parameterwerte explizit in den IPCC-Berichten genannt werden, so dass jedermann bemerken könnte, was da vorgeht.
Der Stern-Bericht von 2006 übernahm die zentrale IPCC-Schätzung von 3 K Erwärmung im 20.  Jahrhundert und meinte, dass die Kosten der Nicht-Vermeidung dieser Erwärmung 3% des Bruttosozialprodukts des 21. Jahrhunderts betrügen. Das GDP tendiert aber zu einer Zunahme von 3% pro Jahr; also, selbst wenn das IPCC mit 3 K Erwärmung recht hätte, wäre alles, was wir im gesamten Jahrhundert verlören, sogar angesichts der von Stern stark übertriebenen Kostenschätzungen (dafür wurde Stern in der Zeitschrift World Economics kritisiert; er ist dort selbst Mitglied des Beraterstabs), wäre das Äquivalent eines Bruttosozialprodukt-Wachstums nur das im vielleicht einzigen Jahr 2100 zu erwartende. Mehr nicht.
Um die Dinge noch schlimmer zu machen, hat Stern einen künstlich niedrigen Abzinsungssatz für den Vergleich der Kosten zwischen den Generationen angenommen, sein Büro teilte ihn mir mit: 0,1%. Als er wegen dieses zu niedrigen Abzinsungssatzes im fachbegutachteten Wirschaftsjournal World Economics auseinandergenommen wurde, sagte er, die ihn kritisierenden Wirtschaftswissenschaftler wären "konfus", er hätte tatsächlich 1.4% angesetzt. William Nordhaus, der viele fachbegutachtete kritische Artikel zu Stern geschrieben hat, meint, dass es ganz unmöglich wäre, auch nur ein Stück von Sterns Arbeit zu verifizieren oder zu replizieren, weil kaum etwas von seiner Methode explizit und zugänglich wäre.
Wie oft wir das schon gehört haben! Anscheinend will man nicht, dass die Dinge nachgeprüft werden.
Der absolute minimale wirtschaftlich vernünftige Abzinsungssatz ist mindestens so hoch wie das reale Ergebnis auf das Kapital, d.h. 5%. Tun wir Stern den Gefallen und nehmen wir an, dass er einen Abzinsungssatz von 1,4% benutzte und nicht die 0,1% von denen sein Büro sprach.
Selbst wenn das IPCC recht hätte mit seiner Behauptung – entgegen der obigen Analyse von nur 1 K menschengemachter Erwärmung in diesem Jahrhundert –, dass die Menschheit 3 K Erwärmung um 2100 erleben würde (Zunahme im ersten Neuntel des Jahrhunderts: 0 K), würden sich die Kosten des Nichtstuns, abgezinst mit 5%, auf nur 0,5% des globalen Bruttosozialprodukts im 21. Jahrhundert belaufen, anstelle von Sterns 3%.
Nicht überraschend ergibt sich daher, dass die Kosten einer Vermeidung der
3 K – Erwärmung um mindestens eine Größenordnung höher wären, als die Kosten der klimabezogenen Schäden, die aus dem Nichtstun entstehen könnten, wenn wir uns nur anpassen würden, was unsere Spezies so gut kann.
Wenn aber die von uns verursachte Erwärmung im Jahre 2100 sich nur als 1 K herausstellt, dann wird in den meisten Analysen diese sanfte Erwärmung nicht nur als harmlos, sondern sogar als günstig angesehen. Es werden überhaupt keine Netto-Kosten entstehen. Ganz im Gegenteil: ein wirtschaftlicher Nutzen wird daraus folgen.
Deswegen und auf den Punkt gebracht, sollten die Regierungen das UNFCCC und das IPCC auflösen, die Klimazuwendungen mindestens um neun Zehntel vermindern, nur noch zwei bis drei Klima-Computer-Modelle bezahlen und sich um die wirklichen Probleme der Welt kümmern – wie z. B. um die heraufziehende Energieknappheit in England und Amerika, weil die Klima-Extremisten und ihr künstlich erzeugter Unsinn fatalerweise den Neubau von kohle- und atomar befeuerten Kraftwerken verhindert haben, die nun dringend gebraucht werden.
Wir müssen wieder Boden unter die Füße bekommen und unsere fossilen Brennstoffe nutzen, Schiefergas und so, um den Milliarden von Menschen Elektrizität zu geben, die noch keine haben: das nämlich ist der schnellste Weg, sie aus der Armut zu befreien und schmerzlos die Weltbevölkerung zu stabilisieren. Das würde echte Vorteile für die Umwelt bringen.
Sie wissen nun auch, warum der Zubau von vielen neuen Kraftwerken dem Klima nicht weh tut, und weil, selbst wenn ein reales Risiko einer 3 K Erwärmung in diesem Jahrhundert existieren würde, es um ein Vielfaches kosteneffektiver wäre, sich anzupassen, als zu versuchen, die Erwärmung aufzuhalten.
Wie man bei Lloyds in London zu sagen pflegt, “Wenn der Preis der Prämie die Kosten des Risikos übersteigt, versichere dich nicht.” – Selbst wenn dieser Merkspruch unterstellt, dass es ein Risiko gibt – welches in unserem Falle gar nicht existiert.
Viscount Monckton of Brenchley
Original hier
Übersetzung: Helmut Jäger, EIKE




Ein neuer GISS-Datensatz erwärmt die Arktis


Jetzt sieht es so aus, als ob es in den dreißiger und vierziger Jahren deutlich kühler war als heute:
 
http://data.giss.nasa.gov/
Diese neue Technik nennt sich „Entfernung verdächtiger Aufzeichnungen” – d. h. aller Aufzeichnungen, die nicht in die Theorie passen.
Hansen scheint eine generelle Strategie übernommen zu haben, die gegenwärtige Abkühlung durch eine Abkühlung der dreißiger und vierziger Jahre zu erwärmen:



Es gibt nichts Verdächtiges über Aufzeichnungen, die eine große Erwärmung in der Arktis vor 1940 zeigen. Die ist nämlich sehr gut dokumentiert!

The Argus, (Melbourne, Vic.: 1848-1956) 31. Mai 1947
DIE ARKTIS SCHMILZT, SAGT EIN WISSENSCHAFTLER
Los Angeles (AAP) – Eine mysteriöse Erwärmung des arktischen Klimas zeigt sich allmählich immer deutlicher, sagte Dr. Hans Ahlmann, schwedischer Geophysiker an der University of California gestern.
Sollten sich die vergletscherten Gebiete der Antarktis und die grönländische Haupteiskappe sich weiterhin mit der gegenwärtigen Geschwindigkeit verringern, sagte er, würde sich der Meeresspiegel katastrophal erhöhen. Die Menschen in den flachen Küstengebieten würden ertrinken. Die Temperaturen haben sich seit 1900 um 10°F [ca. 5°C] erhöht, ein „enormer“ Anstieg aus wissenschaftlicher Sicht. Der Meeresspiegel im Gebiet um Spitzbergen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1 bis 1½ Millimeter pro Jahr.
Quelle: http://trove.nla.gov.au/

The Mercury (Hobart, Tas.: 1860-1954) – 18. Februar 1952
SCHMELZENDES POLAREIS GEFAHR FÜR SEEHÄFEN
Cleveland (AAP) – Dr. William S. Carlson, ein Arktisexperte, sagte gestern Abend, dass die polaren Eiskappen mit überraschender und unerwarteter Stärke schmelzen, und dass dadurch Seehäfen durch einen steigenden Meeresspiegel überschwemmt werden könnten.
Dr. Carlson, Präsident der University of Vermont, sagte der Cleveland Medical Library Association, dass es Hunderte von Jahren dauern würde, bis dieser Effekt einträte, aber die Schmelzrate während des letzten halben Jahrhunderts war außerordentlich hoch.
„Die Gletscher in Norwegen und Alaska“, sagte er, „sind nur noch halb so groß wie vor 50 Jahren. Die Temperatur um Spitzbergen hat sich so stark erhöht, dass sich die Schiffbarkeit von drei auf acht Monate im Jahr verlängert hat“.
Dr. Carlson hat viele Jahre in Grönland als Meteorologe und Geologe verbracht.
Quelle: http://trove.nla.gov.au/
Der Courier-Mail von Montag, dem 6. Mai 1940
Die weitaus größte Zahl lokaler Gletscher im Nordosten von Grönland hat sich während der letzten Jahrzehnte erheblich zurückgezogen, und es ist keine Übertreibung zu sagen, dass sich diese Gletscher einer Katastrophe nähern.
Quelle: http://trove.nla.gov.au/
The Sydney Morning Herald  Friday 13 January 1939

Eisrückzug – Geologen rätseln immer noch
Canberra, Donnerstag – Eines der Rätsel, dass Geologen weltweit Kopfzerbrechen bereitet, ist der fortgesetzte Rückzug der Gletscher. Deutet dieses Phänomen darauf hin, dass die Sonne heißer wird, wie einige Astronomen glauben, oder hängt es von vergleichsweise unbedeutenden Änderungen der Erdatmosphäre ab?
Überlegungen wie diese stellt auch Professor R. Speight an, früher Professor der Geologie am Canterbury College, Christchurch, Neuseeland, und jetzt Kurator des Canterbury-Museums, und zwar in seiner präsidialen Ansprache vor dem Bereich Geologie des Science Congress to-day. Sein Thema lautete „Einige Aspekte der Vergletscherung in Neuseeland“.
Der stetige Rückzug der Gletscher in Neuseeland, sagte er, wurde während der letzten 70 Jahre beobachtet. Photos, die 1896 und 1935 gemacht wurden zeigen, dass sich viele Gletscher zurückgezogen haben, und zwar um 100 m bis eine halbe Meile (ca. 800 m) innerhalb von 40 Jahren.
Weltweites Phänomen
Das Phänomen tritt jedoch weltweit auf. Ähnlich eindrucksvolle Bilder gibt es aus der Schweiz, aus Skandinavien, Island und den USA. Es waren Versuche unternommen worden, diese Beobachtungen in Zusammenhang zu bringen mit dem Bruckner-Zyklus von Klimaänderungen alle 35 Jahre. Prof. Speight sagte dazu, dass es dabei jedoch so viele Diskrepanzen gibt, dass seiner Meinung nach eine präzise Synchronisation mit dieser Periode nicht akzeptiert werden kann.
In Alaska haben sich die Gletscher von 100 bis 200 Jahren zurückgezogen, das ist eine mittlere Rate von etwa 50 Fuß [ca. 15 m] pro Jahr. Der antarktische Eisschild zeigt ebenfalls Zeichen eines kürzlichen Rückzugs.
„Tatsächlich“, sagte Prof. Speight, „gibt es in keiner Region der Welt derzeit Aufzeichnungen über ein Vordringen [von Gletschern]“. Das steht ziemlich außerhalb des generellen Rückzugs seit dem Pleistozän und könnte vielleicht nur eine vorübergehende Phase sein. Die genaue Bedeutung des Phänomens kann nur durch fortgesetzte Beobachtungen bestimmt werden.
http://trove.nla.gov.au/
 
Worker (Brisbane, Qld.: 1890-1955) – Montag, 15. Oktober 1951
DIE WELT WIRD WÄRMER – Gletscher schmelzen
Spotten Sie nicht, wenn Sie einen Oldtimer sagen hören: „Die Sommer sind heißer als gewöhnlich!“ Solche Äußerungen wurden früher in einer Klasse mit Äußerungen wie „Stufen sind steiler als gewöhnlich“ oder „Junge Leute sind heutzutage wilder als zu der Zeit, als ich ein Junge war“. Aber heute ist eine eindrucksvolle Reihe von Wissenschaftlern, alte und junge, davon überzeugt, dass die Oldtimer recht haben, schreibt Gavin Sauter im „Sydney Morning Herald“ von Sonnabend.
Und weiter:
ALTE FARMEN TAUCHEN AUF: Das grönländische Eis schmilzt, und die Reste mittelalterlicher Bauernhäuser, die Jahrhunderte unter dem Eis verborgen waren, sind schon zum Vorschein gekommen. In Spitzbergen ist die jährliche Mitteltemperatur seit 1912 um 4 Grad gestiegen. Schiffe durchkreuzen das Weiße Meer und den Bottnischen Meerbusen drei bis vier Wochen länger als zuvor. In Island und den höheren Breiten von Norwegen bauen Landwirte Gerste in Gebieten an, in denen die Erde früher sieben Monate lang gefroren war. Aber die Ankunft des neuen Klimas ist noch bemerkenswerter, unabhängig von der Schneegrenze. Gletscher zeigen den überzeugendsten Beweis. Der amerikanische Geograph F. E. Matthes berichtete, dass ‚sich Gletscher in fast allen Gebieten der Welt während der letzten 60 Jahre regelmäßig zurückgezogen haben, aber besonders schnell in der Dekade von 1930 bis 1940‘.
SCHRUMPFENDE GLETSCHER: Alle untersuchten Gletscher von Grönland über Skandinavien bis nach Europa schrumpfen. Die Schrumpfung ist nicht auf höhere Breiten begrenzt. Einige Gletscher in den Alpen sind komplett verschwunden. In Ostafrika haben sich die Gletscher auf drei Vulkanen – Kilimandscharo, Mt. Kenia und Ruwenzori – zurückgezogen, seit sie im Jahre 1880 zum ersten Mal gesehen worden sind. Der riesige Muir-Gletscher in Alaska hat sich seit 1902 um volle 14 Meilen [ca. 22 km]  zurückgezogen.
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The Queenslander (Brisbane), Qld.: 1866-1939 – Donnerstag, 21. Juli 1932
Eine wärmere Welt
Eine weltweit bedeutende Änderung findet auf dem Antarktischen Kontinent statt. Seine Gletscher schrumpfen. Commander L. A. Bernacci, der das Südpolargebiet vor 30 Jahren besucht hatte, sagte, dass die Große Eisbarriere, welche den Kontinent durch eine Eismauer mit einer Länge von 250 Meilen [ca. 400 km] schützte, sich mindestens um 30 Meilen [ca. 48 km] zurückgezogen hatte, seit sie zum ersten Mal gesehen und vermessen worden ist.
Sir James Ross, Leiter der ersten Antarktis-Expedition im 19. Jahrhundert, sowie jene, die ihm nachfolgten, hinterließen klare Beschreibungen dieser gewaltigen Eisbarriere und seiner Lage. Es war wie eine Klippe, 150 ft [ca. 45 m] hoch und 1000 ft [ca. 300 m] dick. Aber jetzt scheint der schon seit einem Jahrhundert andauernde Schrumpfungsprozess weiterzugehen, und dieser Prozess könnte schon seit Jahrhunderten im Gange gewesen sein.
Das könnte darauf hinweisen – sofern nicht eine Eiszunahme in anderen, weniger erkundeten Gebieten der Antarktis dies überkompensiert – dass das Klima des Südpols sich ändert und wärmer wird.
Das Schrumpfen der alpinen Gletscher in Europa ist eine wohlbekannte und gut dokumentierte Tatsache. Professor Buchanan aus Edinburgh hatte schon vor zwanzig Jahren darauf aufmerksam gemacht, und zeigte anhand alter und genauer Zeichnungen des Grindelwald-, des Rhone- und des Morteratsch-Gletschers, dass sich diese rapide zurückzogen.
Dies führte zu einer kontinuierlichen Überwachung der Schweizer Gletscher und auch zu Untersuchungen anderer Gletscher auf der Nordhemisphäre, in Grönland, Alaska und anderswo. Aus diesen Messungen schlossen viele Geologen, dass sich der Nordteil des Globus‘ immer noch von der letzten seiner Eiszeiten erholte, von der die mehr südlich gelegenen Gletscher in Europa ein Relikt sind.
Sollten alle Gletscher der Südhemisphäre und auch die auf der Nordhemisphäre schrumpfen, würden die Geologen ein neues Problem zu untersuchen haben, nämlich anstatt der Beobachtungen von Bewegungen von Kälte und Eis zu beobachten, ob sich nicht der gesamte Globus erwärmt. Selbst wenn man das beweisen könnte, könnte sich die Änderung als nur vorübergehender Natur entpuppen.
http://trove.nla.gov.au/


Die sich ändernde Arktis
(Den folgenden Bericht hat am 10. Oktober 1922 der amerikanischen Konsul in Bergen, Norwegen, an das State Department in Washington D. C. weitergeleitet.)
Die Arktis scheint sich zu erwärmen. Berichte von Fischern, Seehundjägern und Entdeckern, die im Meer um Spitzbergen und in der östlichen Arktis kreuzen, deuten allesamt auf eine radikale Änderung der Klimabedingungen hin, ebenso wie bislang noch nie aufgezeichnete hohe Temperaturen in diesem Teil der Erdoberfläche.
Im August 1922 sandte das norwegische Department of Commerce eine Expedition nach Spitzbergen und zur Bäreninsel unter der Leitung von Dr. Adolf Hoel, Dozent an der University of Christiania. Das Ziel der Expedition war es, die Gebiete um die norwegischen Minen auf diesen Inseln zu vermessen und zu kartographieren, die benachbarten Gewässer zu vermessen und andere ozeanographische Beobachtungen durchzuführen.
Dr. Hoel, der gerade zurückgekehrt ist, berichtete von bislang unbekannten Kohlelagerstätten an den Ostküsten der Advent Bay – Lagerstätten riesigen Ausmaßes und hervorragender Qualität. Dies wird mit allerhöchster Wichtigkeit betrachtet, da bisher die dort abgebaute Kohle nicht von bester Qualität war.
Die ozeanographischen Beobachtungen waren nun jedoch noch interessanter. Die Eisbedingungen waren außerordentlich. Tatsächlich wurde noch nie so wenig Eis angetroffen. Die Expedition stellte nichts Geringeres als einen neuen Rekord auf, als sie bis zu einer Breite von 81°29‘ in eisfreiem Wasser fahren konnte. Dies ist der nördlichste jemals mit ozeanographischer Ausrüstung erreichte Punkt.
Die Eigenschaften der Gewässer im Großen Polaren Becken waren bislang praktisch unbekannt. Dr. Hoel berichtet, dass er einen Querschnitt durch den Golfstrom auf einer Breite von 81° angefertigt und das Wasser bis zu einer Tiefe von 3100 Metern vermessen hatte. Diese Messungen zeigten, wie warm der Golfstrom war, und er konnte ihn als Oberflächenströmung noch bis jenseits des 81. Breitengrades verfolgen. Die Wärme des Wassers macht es möglich, dass die günstigen Eisbedingungen noch eine Weile fortbestehen.
Später fertige man einen Querschnitt durch den Golfstrom bei der Bäreninsel und dem Isfjord sowie einen solchen durch die kalte Strömung, die entlang der Westküste von Spitzbergen in der Nähe des Südkaps fließt.
Im Zusammenhang mit dem Bericht von Dr. Hoel ist es von Interesse, den ungewöhnlich warmen Sommer im arktischen Teil Norwegens zu betrachten sowie die Beobachtungen von Capt. Martin Ingebrigtsen, der in den östlichen arktischen Seegebieten seit 54 Jahren segelt. Er sagte, dass er 1918 zum ersten Mal wärmere Bedingungen beobachtet hatte, und dass es seitdem stetig wärmer geworden ist, und dass die arktischen Gebiete dieser Region nicht wiederzuerkennen sind, wenn man sie mit dem Zeitraum von 1868 bis 1917 vergleicht.
Viele alte Landmarken haben sich so verändert, dass sie praktisch nicht wiedererkennbar sind. Wo es früher große Eismassen gab, findet man heute nur noch Moränen und Ansammlungen von Erde und Steinen. An vielen Stellen sind Gletscher, die sich einst bis weit in das Meer erstreckten, vollständig verschwunden.
Die Temperaturänderung, sagt Capt. Ingebrigtsen, führte auch zu großen Veränderungen der Flora und Fauna in der Arktis. In diesem Sommer suchte er nach Weißfischen in den Gewässern um Spitzbergen. Früher wurden dort große Schwärme von ihnen gefunden. Dieses Jahr hat er noch keinen einzigen gesichtet, obwohl er alle bekannten Fischgebiete abgesucht hatte.
Es gab nur wenige Seelöwen in den Gewässern um Spitzbergen in diesem Jahr, der Fang war weit hinter dem Mittel zurück geblieben. Dies jedoch war für den Kapitän keine Überraschung. Er wies darauf hin, dass die Gewässer um Spitzbergen früher auch im Sommer nicht wärmer als 3°C waren. In diesem Jahr hatte er Temperaturen bis zu 15°C gemessen, und im vergangenen Winter ist der Ozean nicht gefroren, selbst an der Nordküste von Spitzbergen nicht.
Mit dem Verschwinden der Weißfische und der Seelöwen kamen andere Spezies in diese Gewässer. In diesem Jahr gab es entlang der Westküste von Spitzbergen große Heringsschwärme. Auch Stint-Schwärmet wurden angetroffen.
Stephen Goddard
http://docs.lib.noaa.gov/rescue/mwr/050/mwr-050-11-0589a.pdf
Link: http://www.real-science.com/new-giss-data-set-heating-arctic
Übersetzt von Chris Frey für EIKE
Hinweis des Übersetzers: Die Originalartikel wurden zum Vergleich stehen gelassen. Man darf gespannt sein, wie man die Existenz all dieser Berichte künftig leugnen will.