Attac Ableger Campact will Deutschland noch grüner und ärmer! Selbst ernannte Klimaretter sollen EEG retten

Siehe auch Update unten: Griechenland, Italien & Spanien streichen die Solarförderung ersatzlos.

…Im Vorstand dieser ominösen Kampf-Organisation im beschaulichen Verden sitzt u.a. der "Politikwissenschaftler" Felix Kolb. 

Felix Kolb

Felix KolbDr. Felix Kolb, Jahrgang 1973, ist Politikwissenschaftler. Er promovierte an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Nach der Beendigung seines Studiums beteiligte er sich als Pressesprecher am Aufbau vonAttac. Zusammen mit Christoph Bautz gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung. 

Über ihn, den mitfühlenden Politikwissenschaftler, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung (wer sonst?) in ihrem kaum gelesenen Magazin Fluter 

Felix Kolb kommt aus einem gutbürgerlichen Haus. Geld, sagt er, sei einfach immer da gewesen, nichts, worüber er sich Gedanken machen musste. Das änderte sich, als der heute 33-Jährige in der Schulzeit politisch aktiv wurde. "Politische Arbeit kostet Geld,und es war für mich eine neue Erfahrung:dass etwas an Geld scheitern kann", sagt er. Seitdem war er stets auf der Suche nach Geld für die gute Sache – seine Eltern waren eher zurückhaltend darin,ihren Sohn dabei finanziell zu unterstützen. Kolb gehörte zu den Mitgründern von Attac, war ihr Sprecher. Im Umfeld von Attac war es auch,wo sich junge,reiche Erben zusammenfanden, die ihr Geld nicht nur für den eigenen Gewinn,sondern für Reformen arbeiten lassen wollten.Daher gründeten sie die "Bewegungsstiftung". Felix Kolb war einer von ihnen.

Natürlich ist mit vollen Hosen gut stinken. Geld war eben einfach immer da. Da kümmert´s wenig, wenn schon heute hunderttausende von Haushalten ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Angetrieben durch das unselige EEG. Da kümmert es offensichtlich noch weniger, dass durch den programmierten Wegfall von bis zu 1 Million wertschöpfender Arbeitsplätze durch den Weggang der energieintensiven Industrien, dank der "Energiewende", aus diesen hunderttausenden bald mehrere Millionen werden. Wir haben ja die "Erneuerbaren"! Mit ihren nachhaltigen Arbeitsplätzen mit Subventionen von bis zu 250.000 € pro Arbeitsplatz

Und offensichtlich war Kolb auch bei der Geldbeschaffung von den anderen reichen Erben sehr erfolgreich. Denn "das Team" diese Gruppe besteht aus immerhin 18 ( in Worten: Achtzehn!) Leuten, die wohl die Redaktion bilden. Eine mögliche Quelle dafür wurde schon genannt: Die Bundeszentrale für politische Bildung. Der Rest soll von den Unterstützern und Stiftungen kommen.

Mit von der Partie bei Campact ist auch ein Günter Metzges, ebenfalls "Politikwissenschaftler" aber zudem noch "Erwachsenen Pädagoge". 

Er ist – wie anders – auch Autor der TAZ. Tritt dort aber als Journalist auf. Über ihn schreibt seine eigene Organisation: 

Günter Metzges ist Initiator von Campact und arbeitet vollzeit für die Organisation. Er ist 33 Jahre alt, Politikwissenschaftler und Erwachsenenpäda­goge. Seit langen Jahren ist er insbesondere in der Jugendumweltbewegung und der Anti-Atom Bewegung aktiv. In verschiedenen Projekten und Kampagnen hat er sich vor allem mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Strategie­entwicklung beschäftigt und dabei lange Jahre als Trainer für die Moderationsmethode, Zukunftswerkstätten, Pressearbeit und Rhetorik gearbeitet. An der Universität Bremen hat er Erwachsenenpädagogik und Politik studiert. Parallel dazu das Ökologische Zentrum in Verden gegründet und aufgebaut. Das Verdener Ökozentrum ist ein Gründungszentrum für selbstverwaltete Betriebe und politische Initiativen. Nach Abschluss des Studiums hat Günter Metzges in den vergangenen dreieinhalb Jahren am Institut für Internationale und Interkulturelle Studien (InIIS) an der Universität Bremen an der Erstellung einer Doktorarbeit zu Einflussmöglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen auf internationale Verhandlungen gearbeitet. Seit Januar 2005 arbeitet er vollzeit für Campact.

Günter Metzges

Dr. Günter Metzges, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Erwachsenenpäda­goge. Parallel zum Studium: Gründung des Ökologischen Zentrums in Verden/Aller und Mitwirkung in verschiedenen politischen Kampagnen. Das VerdenerÖkozentrum ist ein Gründungszentrum für selbstverwaltete Betriebe und politische Initiativen. 2000-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale und Interkulturelle Studien (InIIS) an der Universität Bremen.2003-2004 Marie-Curie-Fellowship an der University of Warwick (GB). Dissertation: „NGO-Kampagnen und ihr Einfluss auf internationale Verhandlungen“ (Nomos Verlag, 2006).

Von ähnlichem Zuschnitt und Kaliber sind auch die anderen Mitglieder des Teams. 

Aber, ihre Aktion gegen den vermeintlichen Anschlag auf das EEG durch Herrn Rösler ist erfolgreich. Fast jeder Grüne mit Internetanschluss hat bisher dafür gestimmt. Bis jetzt haben sich -nach eigenen Angaben- schon 56.000 dieser kühnen Rettungsaktion angeschlossen. Wozu diese dienen soll steht auch in der Einladungsemail: 

Lieber Klimaretter,

auf dem Papier ist die Energiewende beschlossen. Doch Wirtschaftsminister Rösler blockiert sie ausgerechnet dort, wo sie sich entscheidet: beim effizienten Einsatz von Energie. In Brüssel will er im Namen der Bundesregierung den mutigen Vorschlag der EU-Kommission für eine verbindliche Energieeffizienz-Richtlinie bis zur Unkenntlichkeit verwässern. Doch wenn es jetzt nicht gelingt, Energie sparsamer einzusetzen, dann droht uns schon in wenigen Jahren erneut eine Debatte, ob alle AKWs wie geplant abgeschaltet werden können.

Da ist es nur ein schwacher Trost, dass zumindest drei Länder in Europa jetzt aus diesem Irrsinn aussteigen. Es sind die arg gebeutelten Spanier und das nicht minder gebeutelte Italien (mit Dank an die Leser Laburda & Ranseyer). Denn sie stoppen die Subventionierung der Photovoltaik. Soeben wird auch von Griechenland gemeldet, dass es seine "Förderung" stoppt.

Offensichtlich muss ein Land erst mal so klamm werden wie Spanien oder Italien oder gar Griechenland. Erst dann wird man feststellen, dass Wind und Sonne Horrorrechnungen stellen, die unsere verwöhnten Klimaretter aber nicht bezahlen müssen. Sondern wir! 

Michael Limburg EIKE




Pflichtlektüre für Kandidaten

Anthony Watts, Betreiber von WATTSUPWITHTHAT, schreibt:

Wieder einmal etwas Aufsehen Erregendes! Sechzehn Wissenschaftler, darunter Richard Lindzen, William Kininmonth, Wil Happer, Nir Shaviv, dazu der Ingenieur Burt Rutan, der Apollo-17-Astronaut Dr. Harrison Schmidt, haben ans Wall Street Journal einen geradezu häretischen Aufsatz geschrieben mit dem Thema, dass der Klimawandel völlig übertrieben sei, dass die Erwärmung im letzten Jahrzehnt aufgehört hat, und dass nun im Schwarzer-Peter-Spiel auf der Suche nach der Erwärmung die Wettererereignisse herhalten müssen. Zusätzlich erhalten wir eine Lektion in Wissenschaftsgeschichte. Die Wissenschaftler verweisen auf den Lyssenkoismus und zeigen, was dieser mit dem heutigen Alarmismus wegen des Klimawandels zu tun hat.

 Die Wissenschaftler schreiben:

„Nur keine Panik wegen Klimawandel!“

Wer sich als Kandidat für ein öffentliches Amt in heutigen Demokratien bewirbt, muss sich eine Meinung zur Frage bilden, ob und was gegen den „Klimawandel“ zu unternehmen ist. Die Kandidaten sollten aber wissen, dass die stetig wiederholte Aufforderung von seiten nahezu aller Wissenschaftler, etwas Dramatisches gegen den Klimawandel zu tun, eine Unwahrheit birgt: Tatsächlich hält nämlich eine immer größere Zahl von herausragenden Wissenschaftlern und Ingenieuren ein drastisches Handeln gegen die Erwärmung für unnötig.

Im September hat der Physiker und Nobelpreisträger Ivar Giaever, während der letzten Wahl ein Anhänger von Präsident Obama, öffentlich seinen Austritt aus der American Physical Society (APS) erklärt mit einem Schreiben, das wie folgt beginnt:

„Ich habe [meine Mitgliedschaft] nicht erneuert, weil ich diese Aussage [zur Position der American Physical Society] überhaupt nicht teile:
‚Die Beweislage ist unumstößlich: Der Klimawandel ist im Gange. Ohne Abschwächungsmaßnahmen werden wahrscheinlich deutliche Einschnitte bei den physikalischen und ökologischen Systemen, den Sozialsystemen, der Sicherheit und der menschlichen Gesundheit erfolgen. Wir müssen sofort mit der Verminderung der Treibhausgasemissionen beginnen.‘

Trotz einer jahrzehntelangen internationalen Kampagne zur Verbreitung der Botschaft von der Zerstörung der Zivilisation durch den zunehmenden Anteil des „umweltverschmutzenden“ Kohlendioxids in der Atmosphäre, teilt eine große Zahl von Wissenschaftlern, darunter viele herausragende, die Ansichten von Dr. Giaever. Auch steigt die Zahl der wissenschaftlichen „Häretiker“ mit jedem Jahr. Der Grund liegt in der Ansammlung von harten wissenschaftlichen Fakten.

Die vielleicht unangenehmste Tatsache [für die Klima-Alarmisten] ist das Ausbleiben der globalen Erwärmung seit mehr als 10 Jahren. Die Erwärmungsapostel wissen das, wie man aus der 2009er „Climategate“-E-mail des Klimatologen Kevin Trenberth ersehen kann:

„Tatsache ist, dass wir das Ausbleiben der Erwärmung nicht erklären können und das ist schlimm.“

Aber das Ausbleiben einer Erwärmung hat nur Bedeutung, wenn man an Computermodelle glaubt, wo sogenannte Rückkopplungen von Wolken und Wasserdampf die geringe Auswirkung des CO2 ungemein verstärken.

Das Ausbleiben einer Erwärmung seit mehr als einem Jahrzehnt – in der Tat: geringer als vorhergesagt in den 22 Jahren, seit das UN-Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) mit seinen Vorhersagen begonnen hat – legt nahe, dass die Computermodelle grob übertrieben haben, wie viel Erwärmung von zusätzlichem CO2 verursacht wird. Angesichts dieser Blamage haben die Alarmschläger ihr Feurio-Geschrei von der Erwärmung auf die Wetter-Extrema verlegt mit dem Ziel, alles außergewöhnliche Geschehen in unserem chaotischen Klima dem CO2 anzulasten.

Tatsächlich ist CO2 kein Umweltverschmutzer. CO2 ist ein farb- und geruchloses Gas, das in hoher Konzentration von jedermann ausgeatmet wird und eine Schlüsselkomponente im Lebenszyklus der Biosphäre ist. Pflanzen geht es mit mehr CO2 besser. Die Besitzer von Treibhäusern erhöhen häufig die CO2-Konzentration um den Faktor drei oder vier, um besseres Wachstum zu erzielen. Das ist keine Überraschung, denn Pflanzen und Tiere sind entstanden, als die CO2-Konzentration etwa 10 mal höher als heute war. Höhere Pflanzenvielfalt, Kunstdünger und Ackerbaumanagement haben zum hohen Anstieg der landwirtschaftlichen Erträge im vergangenen Jahrhundert beigetragen, aber ein Teil davon geht mit Sicherheit auch auf das Konto von zusätzlichem CO2 in der Atmosphäre.

 

Unser blauer Planet und seine am linken Rand erkennbare Atmosphäre

Die Zahl der öffentlich widersprechenden Wissenschaftler steigt. Auch Nachwuchswissenschaftler sagen heimlich, dass sie aus Angst vor Karriereknicks oder vor noch Schlimmerem ihre Meinung nicht laut sagen könnten, obwohl sie ernsthafte Zweifel an der Botschaft von der globalen Erwärmung hätten. Sie haben allen Grund dazu. Im Jahre 2003 wagte Dr. Chris de Freitas, Herausgeber des Journal Climate Research, die Veröffentlichung eines fachbegutachteten Artikels mit der politisch inkorrekten (aber faktisch richtigen) Schlussfolgerung, dass die jüngste Erwärmung nicht ungewöhnlich im Kontext der Klimaveränderungen während der vergangenen tausend Jahre gewesen wäre. Das internationale Erwärmungs-Establishment hat rasch eine entschiedene Kampagne losgetreten, um Dr. de Freitas von seinem Herausgeberjob und aus seiner Universitätsposition zu entfernen. Glücklicherweise konnte Dr. de Freitas seinen Universitätsjob behalten.

So darf es nicht weitergehen. So etwas hat es früher schon einmal gegeben, z. B. während der schrecklichen Zeit, als Trofim Lyssenko die Biologie in der Sowjetunion beherrschte. Sowjetische Biologen, die erkennen ließen, dass sie an Gene glaubten, die Lyssenko für eine bourgeoise Phantasie erklärte, wurden aus ihren Positionen entfernt. Viele kamen in den GULAG, einige wurden sogar zum Tode verurteilt.

Warum gehen die Leidenschaften um die globale Erwärmung so hoch, warum wurde diese Angelegenheit so quälend, dass sich die American Physical Society, von der sich Dr. Giaever vor einigen Monaten verabschiedet hat, weigerte, eine anscheinend so vernünftige Forderung der Mitglieder auf Entfernung des Wortes „unumstößlich“ aus ihrer wissenschaftlichen Positionsbeschreibung zu entfernen? Es gibt mehrere Gründe, ein guter Anfang ist die alte Frage „CUI BONO?„, oder in moderner Form: „Verfolge die Geldströme.“

Klima-Alarmismus birgt große Vorteile für Viele, er sichert Regierungsfinanzierung für wissenschaftliche Forschung und liefert einen Grund für Bürokratiewachstum. Alarmismus liefert den Regierungen auch Begründungen für Steuererhöhungen, für Zuschüsse auf Steuerzahlerkosten zu Geschäftsmodellen, die verstehen, das politische System für ihre Zwecke zu nutzen. Er verführt zu großen Spenden an wohltätige Stiftungen, die versprechen, die Welt zu retten. Lyssenko und seine Anhänger lebten sehr gut, und sie verteidigten ihr Dogma mit Klauen und Zähnen und die damit verbundenen Privilegien.

Allen Kandidaten für öffentliche Ämter möchten wir namens vieler Wissenschaftler und Ingenieure, die sich sorgfältig und unabhängig voneinander mit der Klimawissenschaft beschäftigt haben, diese Botschaft zurufen: Es gibt kein zwingendes wissenschaftliches Argument für drastische Handlungen zur „Dekarbonisierung“ der Weltwirtschaft. Selbst wenn man die aufgeblasenen Klimavorhersagen des IPCC akzeptieren würde, wäre eine aggressive Politik zur Steuerung der Treibhausgase wirtschaftlich nicht gerechtfertigt.

Eine kürzliche Studie des Yale-Wirtschaftsprofessors William Nordhaus zu einem breiten Fächer von Politik-Optionen zeigte, dass das nahezu höchste Nutzen/Kosten-Verhältnis durch eine Politik erzielt wird, die mehr als 50 Jahre ungehindertes Wachstum erlaubt, ohne Behinderungen durch Treibhausgasbegrenzungen. Eine derartige Politik wäre besonders günstig für die weniger entwickelte Welt, die gerne an den erreichten Vorteilen der voll entwickelten Welt beim materiellen Wohlstand, beim Gesundheitswesen und bei der Lebenserwartung teilhaben möchte. Viele andere politische Antworten führen zu negativen wirtschaftlichen Ergebnissen. Wahrscheinlich wäre mehr CO2 und eine damit verbundene geringe Erwärmung insgesamt eine Wohltat für die Erde.

Wenn die Amtsträger unbedingt “etwas wegen des Klimas zu unternehmen” möchten, empfehlen wir die ausgezeichneten Wissenschaftler zu fördern, die unser Verständnis vom Klima vertiefen, indem sie die gut entworfenen Mess-Instrumente an Bord von Satelliten, in den Weltmeeren und an Land benutzen und Beobachtungsdaten analysieren. Je besser wir das Klima verstehen, umso eher können wir mit seiner immerwährenden Veränderung umgehen, mit der sich der Mensch während seiner gesamten Geschichte plagen musste. Viele der riesigen privaten und regierungsseitigen Investitionen ins Klima bedürfen allerdings dringend einer kritischen Überprüfung.

Jeder Kandidat sollte vernünftige Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung unserer Umwelt unterstützen, aber es ist völlig unsinnig, auf teure Programme zu setzen, die Ressourcen vom tatsächlichem Bedarf abziehen, und die auf alarmierenden aber unhaltbaren Behauptungen von “unumstößlichen” Beweisen beruhen.

Die Unterzeichner:
Claude Allegre, former director of the Institute for the Study of the Earth, University of Paris; J. Scott Armstrong, cofounder of the Journal of Forecasting and the International Journal of Forecasting; Jan Breslow, head of the Laboratory of Biochemical Genetics and Metabolism, Rockefeller University; Roger Cohen, fellow, American Physical Society; Edward David, member, National Academy of Engineering and National Academy of Sciences; William Happer, professor of physics, Princeton; Michael Kelly, professor of technology, University of Cambridge, U.K.; William Kininmonth, former head of climate research at the Australian Bureau of Meteorology; Richard Lindzen, professor of atmospheric sciences, MIT; James McGrath, professor of chemistry, Virginia Technical University; Rodney Nichols, former president and CEO of the New York Academy of Sciences; Burt Rutan, aerospace engineer, designer of Voyager and SpaceShipOne; Harrison H. Schmitt, Apollo 17 astronaut and former U.S. senator; Nir Shaviv, professor of astrophysics, Hebrew University, Jerusalem; Henk Tennekes, former director, Royal Dutch Meteorological Service; Antonio Zichichi, president of the World Federation of Scientists, Geneva.

Übersetzung: Helmut Jäger, EIKE
Hervorhebungen [fett] vom Übersetzer

Original hier




Vergangen oder aktuell? Der SPIEGEL warnte 1974 und 1977 vor einer drohenden Kaltzeitkatastrophe

So ist es erheiternd – schließlich ist momentan Narrenzeit – zwei ehemalige Berichte des SPIEGEL über eine drohende globale Abkühlungskatastrophe zu lesen. Sie sind im Internet abgreifbar hier und hier. Man genieße diese Artikel, auf die uns unser Leser Winfried Klein aufmerksam machte.
Aber: ist nicht schließlich die Wissenschaft heute viel weiter als vor 40 Jahren? Schaut man sich den Zustand der aktuellen Klimaforschung an, die inzwischen bekanntlich das platte Gegenteil der damaligen Abkühlungsbefürchtungen vertritt, entstehen Zweifel. Die im Folgenden skizzierten beiden Hauptmerkmale der modernen Klimaforschung – Zyniker sprechen von „postmoderner Forschung“ – sprechen für sich.
An erster Stelle ist eine bereits als grenzenlos zu bezeichnende Modellhörigkeit zu nennen. Ist diese ein Akt der Verzweiflung, weil der unsere Atmosphäre erwärmende Einfluss des anthropogenen CO2 nicht direkt messbar ist? Erwärmung durch zunehmendes CO2 muss es zwar aus guten physikalischen Gründen geben (auch Dr. Link zusammen mit dem Autor haben hierüber publiziert), aber insbesondere in Temperaturreihen der Atmosphäre ist dieser zu schwache Effekt bis heute partout nicht aufzufinden.
Dieser für die Katastrophenanhänger höchst ärgerliche Sachverhalt, den man zwar den Medien, nicht aber den Fachleuten vorenthalten kann, wird in der Fachliteratur als das „attribution and detection problem“ bezeichnet – eine Formulierung, die für sich spricht. Auch der Autor, zusammen mit Dr. Link und Prof. Ewert haben sich an diesem „Attribution und Detection-Problem“ versucht, aber außer einem relativ schwachen, unnatürlichen Erwärmungstrend unbekannter Ursache keine „smoking gun“ auffinden können.
Für Wissenschaftler sind solche „Negativergebnisse“ Normalität, für die berichtende Presse aber unbefriedigend. Doch zurück zu den Klimamodellen. Sie sind zweifellos wertvolle Hilfsmittel für Detailfragen. Man tut ihnen indes Unrecht, mehr zu verlangen. Sie können weder die großen dekadalen Oszillationen, noch den El Nino vorhersagen, sie können ohne massive Korrekturen die Klimavergangenheit nicht beschreiben und sie wissen nichts über den Feedback-Faktor. Auf solchen Modellen und Vorhersagen „erster und zweiter Art“ beruht also das so viele Menschen ängstigende Drohgebäude einer gefährlichen globalen Erwärmung. Zweifellos gibt es konkretere Gefahren für die Menschheit!
An zweiter Stelle endlich ist der desaströse Zustand der heutigen Klimaforschung zu nennen. Von einer objektiven Geisteshaltung, sachlichen Beurteilung oder gar fairen wissenschaftlichen Diskussion ist sie inzwischen meilenweit weit entfernt. Die Szene ist vielmehr dominiert von Advocacy-Klimatologen, die grob gegen die wissenschaftliche Ethik und das Ockham-Prinzip verstoßen. Über den Skandal der durchgesickerten CRU-Mails wurde vielfach berichtet. Offiziell gab es bislang nur „Freisprüche“, was sich aber noch ändern kann, denn der Fundus an belastendem Material scheint noch nicht ausgeschöpft. Wir wollen auf diese unerfreulichen Vorgänge hier nicht weiter eingehen. Entscheidend ist, dass einflussreiche Forscher eine von der Politik offenbar gewünschte Linie in einer Weise unterstützen, die mit wertfreier Forschung nichts mehr gemein hat. Neben offensichtlichen Betrügern gibt es noch die Advocacy-Forscher, die konsequent das Ockham-Prinzip ignorieren. Dieses für die moderne Naturwissenschaft wichtigste Paradigma besagt, dass zur Erklärung eines Naturphänomens zuerst einmal die bekannten Gesetzmäßigkeiten heranzuziehen sind, bevor man eine (unnötige) neue Theorie aufstellt oder ein fragwürdiges Modell verwendet.
Zwei stellvertretende Beispiele: Die Eisbohrkern-Analysen der Vostok-Station in der Antarktis zeigen einen engen Zusammenhang zwischen globalen Mitteltemperaturen und CO2-Konzentrationen. Hat daher in der Vergangenheit das CO2 die Globaltemperaturen gesteuert? Bei besserer Zeitauflösung der Reihe klärt sich das Rätsel: die CO2-Konzentrationen hinken den Temperaturen grob um 1000 Jahre hinterher (hier und hier). Dem Prinzip von Ockham fogend findet man: Bei zunehmender Erwärmung wird aus den Weltmeeren mehr CO2 ausgegast, und da ein Weltmeer grob 1000 Jahre braucht, um sich vollständig umzuwälzen – ist der Nachhinken-Effekt bestens erklärt. Nicht für die wissenschaftlichen Anhänger der CO2-Katastrophe! Hier werden verwickelte Rückkoppelungs-Klimmzüge gemacht, um in umgekehrter Richtung einen maßgebenden CO2-Einfluss zu „retten“. Da dies im beschriebenen Fall kaum möglich ist, ignoriert man schließlich das einfachste Argument.
Ein weiteres Anschauungsbeispiel bot sich dem Autor kürzlich beim Autoradio hören. Eine Reporterin berichtete sichtlich besorgt, dass infolge des Klimawandels die Starkregenfälle in Deutschland zunehmen würden. Ein bekanntes deutsches Klimainstitut (leider ist der Name des Instituts beim Autofahren untergegangen, der Autor meint das AWI oder das Kieler Institut gehört zu haben) hätte es zweifelsfrei an Hand von Modellrechnungen belegt. Das besagte Institut erarbeite nunmehr an Hand seiner Modelle Szenarien und Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungsereignisse an deutschen Flüssen, Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen sind immer gut, den Kollegen sei dieses Zubrot gegönnt. Ist aber auch die wissenschaftliche Begründung gut? Der Laie als Hörer ist vielleicht beeindruckt, auch der Fachmann?
Immerhin belegt inzwischen sogar das IPCC in seinem jüngsten Extremwetterbericht von 2011 keine Extremwetteränderungen, die über die bisher als natürlich beobachtete Variabilität hinausgehen. Nur – schon wieder Modelle! – in fernerer Zukunft gäbe es eine vermutete Zunahme, es wird die Jahreszahl 2100 genannt. Lassen wir diese unrealistischen Modellspielereien jetzt besser beiseite!
Es gibt aber auch von kompetenter Stelle Entwarnung. Die Persistenzanalyse von Niederschlagsreihen zeigt für weltweit alle Messungen, dass diese Reihen „kein Gedächtnis“ haben. Im Klartext: Ihr Auftreten und ihre Heftigkeit ist zufällig. Gäbe es im 20. Jahrhundert infolge irgendeines anthropogenen Effekts eine Veränderung dieses Zustands, hätte man es in den unzähligen Autokorrelationsanalyse von Niederschlagsreihen sehen müssen. Nichts! Die Wissenschaftler des hier in Rede stehenden Instituts haben in ihrer Modellbegeisterung diese grundlegende Arbeit übersehen, EIKE leistet daher Hilfestellung. Auf S. 83 der grundlegenden Arbeit von Kantelhardt findet sich das zugehörige Kapitel über die Autokorrelation von Niederschlagsreihen.
Die modellhörigen Forscher hätten sich aber auch nur in der Vergangenheit kundig zu machen brauchen. Aus der mittelalterlichen Warmzeit sind keine ungewöhnlichen Niederschlagsereignisse tradiert. Im Gegenteil: in den heissen Sommers dieser Zeit waren Rhein und Donau fast ausgetrocknet. So konnte die  Regensburger Steinbrücke in der trockenen Donau gebaut werden und zu Köln überquerten die Leute zu Fuss den Rhein. Es wäre daher interessant zu erfahren, was die modernen Modelle zu den damaligen Zuständen sagen.
Für den an Details weniger interessierten Leser zum Abschluss eine Zusammenfassung:
Der Unterschied zwischen CO2 als katastrophaler Gefahr oder einem für das Pflanzenwachstum wünschenswerten Naturgas der Photosynthese, dessen geringfügige anthropogene Erwärmungswirkung für die Menschheit erwünscht ist, liegt ausschließlich in fragwürdige Klimamodellen. Nur wenn man diesen glaubt, sind kostspielige Vermeidungsmaßnahmen erforderlich, deren Kosten dann dem wirklichen Naturschutz verloren sind. Politik und die sie unterstützenden Advocacy-Wissenschaftler sind für eine Entscheidung keine Hilfe. So wurde von einem wissenschaftlichen Institut, dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ein 2 °C Ziel „erfunden“, das die Fachliteratur nicht kennt und ausschließlich politischer Natur ist. Der Direktor dieses Instituts (Prof. Schellnhuber) gibt Zeitungsinterviews, die mit den Resultaten seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen – um es vorsichtig auszudrücken – nur schwer in Zusammenhang zu bringen sind (im summary der Arbeit nachzulesen). Statt den Messungen und der Klimahistorie Priorität einzuräumen, greift man zu fragwürdigen Modellen, die ihre Zuverlässigkeitsnachweis bislang schuldig geblieben sind.
Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
EIKE-Pressesprecher




Windräder produzieren Atommüll! Greenpeace muss eingreifen

Nicht ganz, denn die Vereinfachung zwingt zu anderen Generatoren. In konventionellen Windrädern mit Getriebe wird der Strom durch einen Elektromagneten erzeugt, dessen Drehgeschwindigkeit dank des Getriebes sehr hoch ist. Ohne Getriebe laufen die Generatoren dagegen mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Rotoren. Unter diesen Bedingungen benötigt man Ringgeneratoren. Auch hier kann man Elektromagnete einsetzen, handelt sich damit aber wieder Nachteile in Form von Größe und Gewicht sowie von Verschleißteilen (Schleifringe) ein. Viele Hersteller setzen daher statt eines Elektromagneten Permanentmagnete ein, die ein so starkes Magnetfeld erzeugen, dass eine nur 1,5 cm dicke Permanentmagnetscheibe eine 10-15 cm lange Kupferspule ersetzen kann.
Einer Studie des Marktforschungsunternehmens trend:research zufolge hatten 2009 40% der neu installierten Anlagen ein Getriebe, aber weil die große Mehrheit der Hersteller an getriebelosen Anlagenkonzepten arbeitet, geht die Studie für Deutschland von einem drastischen Rückgang der Anlagen mit Getriebe aus. 2020 werden ca. 55% aller dann vorhandene Anlagen einen Direktantrieb haben. Bis auf einen Hersteller – Enercon – setzen derzeit alle auf Direktantriebe mit Permanentmagneten.
Um solche starken Permanentmagneten zu erzeugen, sind Metalle der so genannten Seltenen Erden nötig, vor allem Neodym, das zum Aufbau von starken Neodym-Eisen-Bor-Magneten genutzt wird. Als Faustregel gilt: pro Megawatt Leistung benötigt ein Direktantrieb ca. 200 kg Neodym. Für eine 5MW-Anlage, wie sie etwa in im alpha ventus Windpark vor Borkum eingesetzt wird, wird also eine Tonne Neodym benötigt. Neodym aber ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls nicht zu haben, denn es kommt nur in chemischen Verbindungen vergesellschaftet mit anderen sog. Lanthanoiden vor – und mit radioaktiven Elementen,  z. B. Thorium oder Uran.
Hier fangen die Probleme an: bei der Abtrennung vom Gestein entstehen giftige Abfallprodukte; bei der Aufkonzentrierung mittels Flotation entstehen Flotationsberge in Absinkbecken, von denen wiederum Schwermetalle, Giftstoffe und radioaktive Stoffe wie Uran und Thorium in gelöster Form ins Grundwasser oder als Stäube in die Luft gelangen können. Dammbrüche dieser Becken hätten katastrophale Folgen für die Umgebung. Auch aus dem Abraum können Schwermetalle sowie radioaktive Begleitstoffe ins Grundwasser gelangen.
Da das radioaktive Thorium derzeit nicht verwendet wird, häuft es sich rund um die chinesischen Minen, aus denen derzeit 97% der Weltproduktion an Neodym stammt, in riesigen Mengen unter freiem Himmel an: allein rund um den „See der seltenen Erden“ (40.632324, 109.685440), einem riesigen Auffangbecken für die wässrigen Abfallprodukte des Abbaus nahe der mongolischen Stadt Baotou, lagern bereits jetzt ca. 90.000 Tonnen Thorium. Chinesische Blogger berichten, dass Seltene Erden nicht nur in den bekannten Minen um Bayan Obo und Baotou, sondern in großem Stil und illegal in etwa 4.000 Abbaustätten rund um Ganzhou der Provinz Jiangxi abgebaut wird. Aus Bayan Obu stammt etwa die Hälfte des in China produzierten Neodyms. Hinzu kommt, dass die Arbeitsbedingungen in den Minen größtenteils katastrophal, d.h. gefährlich und extrem gesundheitsschädigend sind.
China ist Lieferant für ca. 97% des weltweit verbrauchten Neodyms, von dem bereits 2006 etwa 55% für den Bau von Windrädern und zu einem geringeren Teil für Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge verbraucht wurden. Neodym findet sich darüber hinaus in Kleinelektronik (Festplatten, Lautsprecher) und medizinischen Geräten (Kernspintomographen). Die Weltproduktion belief sich 2006 auf 137.000 Tonnen, aber China reduzierte die Verfügbarkeit auf dem Markt, so dass 2008 nur ca. 17.000 Tonnen verfügbar waren. Der Jahresbedarf wird für 2014 auf 200.000 Tonnen geschätzt. Die Preise entwickelten sich entsprechend, sie stiegen von $42 pro kg im April 2010 zu $334 pro kg im Juli 2011.
Um sich von der chinesischen Monopolstellung unabhängig zu machen, wird derzeit in Australien ebenso wie in Kalifornien und Grönland darüber nachgedacht, vor Jahren still gelegte Minen in Gebieten mit Vorkommen von Seltenen Erden wieder zu eröffnen. Auch wenn Arbeitsschutz- und Umweltstandards in diesen Minen besser sind als in China, regt sich in einigen Ländern bereits jetzt Widerstand von Umweltgruppen gegen die Wiederaufnahme der Förderung. Murphy&Spitz Research, das Unternehmen auf Nachhaltigkeit analysiert und bewertet, kommt Mitte 2011 zu dem Urteil, dass es derzeit auf dem Weltmarkt kein nachhaltig gewonnenes und aufbereitetes Neodym am Markt gibt.
Von Greenpeace, das ja auch und gerne Ökostrom aus Windkraftanlagen verkauft, hört man in dieser Sache nichts. Während sonst auch noch die kleinste Lötstelle eines neuen Smartphones von den Regenbogenkriegern auf nachhaltige Produktion und Ökostandards geprüft wird und Hersteller, die als Sünder überführt werden, gnadenlos an den Pranger kommen, drückt man bei tausenden von Tonnen Neodym beide Augen zu – ist ja für eine gute Sache. Da beschweigt man lieber, dass der saubere Windstrom eine schmutzige Seite hat und versichert treuherzig:  „Wir liefern Strom, der aus Ökokraftwerken kommt – garantiert ohne Kohle und Atom“. Bislang hat sich kein Greenpeace-Aktivist an einem Neodym-haltigen Windrad angekettet. Kommentare auf dem Greenpeace-Blog, die sich auf Neodym-Verwendung in Windkraftanlagen beziehen, bleiben unbeantwortet. Im Greenpeace-Magazin, dass sich in Heft 2/2011 im Rahmen der Serie „Wieso, weshalb, warum?“ mit „Seltenen Erden“ beschäftigt, wird auf einer Infografik unter dem schönen Titel „Seltene Erden – knapp und unverzichtbar“ zwar angerissen, dass bei deren Abbau „radioaktive Rückstände“ anfallen. Aber, so lautet die frohe Kunde: „China gibt an, den Export aus Umweltschutzgründen zu begrenzen.“
Dr.Ludger Weß; zuerst erschienen auf ACHGUT

Update 1.2.12

Auch der Daily Mail online berichtet umfassend über die radiaktive Verseuchung in China durch Windräder in Europa. "In China, the true cost of Britain’s clean, green wind power experiment: Pollution on a disastrous scale"




Neue Kernreaktor Konzepte: Der CANDU Reaktor

CANDU (Canadian Deuterium Uranium) Reaktor ist ein in Europa weitgehend unbeachtetes Reaktorkonzept. Dieses Reaktorkonzept wurde in Kanada entwickelt und gebaut. Indien hat das Know-How erworben und baut zahlreiche Reaktoren in Indien. Weltweit befinden sich 47 dieser Reaktoren in Betrieb und 4 weitere befinden sich im Bau. Wenn man dieses Konzept näher betrachtet so entdeckt man ein ganz eigenes Konzept mit erheblichem Entwicklungspotential.
Der beste Moderator (abbremsen der Neutronen) für einen Kernreaktor ist schweres Wasser.

Absorbtionsquerschnitt H2O 0,664 barn; D2O, 0,00118b

Schweres Wasser hat die geringste Neutronenabsorbtion, das heißt es gehen am wenigsten Neutronen beim Abbremsen verloren. Dadurch kann man mit derartigen Reaktoren Brennstoff mit einem sehr geringen Anteil an spaltbarem Material verwenden. Die Brutrate kann beim CANDU Reaktors 0,8 (für jedes gespaltene 235U Atom werden 0,8 spaltbare 239Pu Atome erbrütet), betragen. Andererseits ist der Abbrems(Stoss)querschnitt des Schweren Wassers viel geringer als der des leichten Wassers.

Stoßquerschnitt H2O 105 barn, D2O 14,5 barn

In der Konsequenz ist ein Schwerwasserreaktor kernphysikalisch optimal, erfordert jedoch ein größeres Reaktorvolumen als ein Leichtwasserreaktor.

 

 

Letztlich hat der mit schwerem Wasser betriebene Candu Reaktor 4 große Vorzüge gegenüber dem Leichtwasserreaktor:

Ø  Aufgrund der Verwendung des optimalen Moderators, schweres Wasser, kann dieser Reaktor mit Natururan als Brennstoff betrieben werden, oder mit den abgebrannten Brennelementen eines Leichtwasserreaktors.

Ersteres  half beispielsweise Indien, welches mit kleinen eigenen Uranvorkommen gesegnet ist, den Sanktionen der USA und anderer Länder im Zuge des Kernwaffenbaus die Wirkung zu nehmen.
Die Nutzung abgebrannten Kernbrennstoffs aus Leichtwasserreaktoren in CANDU Reaktoren ermöglicht es den vorhandenen Brennstoff besser zu nutzen. Ein Kernbrennstoff  der im Leichtwasserreaktor 55 MWd/Kg  abgebrannt wurde kann z.B. im Candu Reaktor um weitere 10 – 12 MWd/Kg abgebrannt werden. Entsprechende Tests werden aktuell gefahren, Erläuterung g

Ø  Die Verwendung von Schwerem Wasser ermöglicht einen höheren Brutfaktor, etwa 0,8 bei der Verwendung von Uran als Brennstoff, verglichen mit dem Brutfaktor des Leichtwasserreaktors von 0,5 -0,6. Bei der Nutzung von Thorium anstelle von Uran (kleineres Verhältnis zwischen Neutroneneinfang- und Spaltquerschnitt, es werden weniger Transurane gebildet) kann man  einen Brutfaktor von etwas unter 1 erreichen (h). Versuche zur Nutzung von Thorium sind in Indien unter Beteiligung von AECL (Reaktorbauer aus Kanada) geplant.
Ø  Der Reaktor benötigt keinen technisch aufwendigen Reaktordruckbehälter und kann auch von Ländern mit einer weniger entwickelten Technologie gebaut werden.
Ø Die Brennelemente können während des Betriebes gewechselt werden. Es entfällt der jährliche mehrwöchige Stillstand zum Brennelementwechsel. Dadurch ergibt sich eine höhere Betriebszuverlässigkeit. Das Wechseln von Brennelementen während des Betriebs erlaubt es solche nur kurz zu bestrahlen und damit Bombenplutonium zu erbrüten (Erläuterung f). Aus den oben genannten Gründen hat vor allem Indien auf diese Reaktorlinie gesetzt und zahlreiche Reaktoren dieses Typs nachgebaut. Indien ist Atommacht geworden.

Daneben gibt es einige gewichtige Nachteile gegenüber dem Leichtwasserreaktor:

Ø  Die reinen Baukosten liegen bei einem Candu KKW etwa 1/5 höher als bei einem Leichtwasserreaktor.
Ø  Hinzu kommen die Kosten für Schweres Wasser. Ein Candu-6 Reaktor enthält 457to (20) davon, es addieren sich 274 Mio. Euro zu den Investitionskosten. Insgesamt ist der Candu Reaktor damit 1/3 teurer als ein Leichtwasserreaktor gleicher Nennleistung. Der jährliche Verbrauch an schwerem Wasser dürfte bei etwa 5to zu 600$/Kg (21) liegen, entsprechend 3 Mio. $/a. Sofern man eine Anlage zur Umarbeitung des abgebrannten Kernbrennstoffs aus Leichtwasserreaktoren baut, kann sich je nach Anlagenkosten und Betriebskosten eine Ersparnis durch die Nutzung der abgebrannten Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren geben. Der Reaktor muss nicht zu einem mehrwöchigen Brennstoffwechsel stillgelegt werden.

Ø  Nach etwa 30 – 35 jährigem Betrieb benötigen die CANDU Reaktoren eine mehrjährige Generalüberholung die einige zig% der Baukosten eines neuen Kernkraftwerks kostet.

Insgesamt ergibt sich ein  wirtschaftlicher Nachteil gegenüber dem Leichtwasserreaktor. Der Vorteil liegt in der Verwendung von Natururan als Brennstoff und der Möglichkeit waffenfähiges Plutonium zu erbrüten. Der Candu Reaktor wird wohl auch künftig nur in Nischen erfolgreich sein.
 
Die Nachteile der Verwendung superkritischen Wassers und dem Verzicht auf einen Sekundärkreislauf liegen darin, dass dann die Turbinen mit dem radioaktiven Wasser des Primärkreislaufs gespeist werden und analog der Siedewasserreaktoren Teil des nuklearen Teils des Kraftwerks sind. Die Dichte des superkritischen Wassers sinkt mit steigenden Temperaturen stark was wiederum ggf. zu einem komplexeren Reaktoraufbau führt. Weiterhin müssten die Brennstabhüllen aus Edelstahl anstelle von Zirkonium gefertigt werden, wodurch sich die Neutronenabsorbtion erhöht.
Der ACR1000 und insbesondere die Variante mit superkritischem Wasser ist eine wenig beachtete, wettbewerbsfähige Reaktoralternative mit erheblichem Zukunftspotential.

Erläuterungen:

f.  Die Frage, ob es als Vorteil empfunden wird wenn Länder zu Atommächten werden können, ist eine Frage der Sicht. Analog eines Jugendlichen der sich einen Gettoblaster kauft und damit sein Umfeld beschallt, wird dies vom Jugendlichen und dem Hersteller des Geräts als Vorteil empfunden, vom Umfeld eher als Nachteil gesehen. Aus der Sicht des Staates in dem ein solcher Reaktor steht ist dies zumindest ein potentieller Vorteil, aus der Sicht anderer Staaten sicherlich nicht.
g. Für den DUPIC Prozess, der Nutzung abgebrannten Kernbrennstoffs aus Leichtwasserreaktoren in CANDU Reaktoren, ergeben sich 3 Optionen:

·       Die genutzten hochradioaktiven Brennelemente werden zerlegt, die Brennstäbe in 50cm lange Stücke geschnitten und wiederum verschlossen. (25) Üblicherweise enthalten die Brennstäbe eine Feder um die Brennstofftabletten im Brennstab zu positionieren und ein Spaltgasplenum um einen Überdruck zu vermeiden. Somit erscheint mir fraglich ob dieser Prozess so funktioniert. Dieser Prozess, obwohl einfach, erfordert aber auch Investition in eine geeignete Anlage. 
·       Die genutzten Brennelemente werden zerlegt, der hochradioaktive Brennstoff von den Brennstabhüllen befreit, zu Pulver gemahlen, mit Sauerstoff erhitzt um einen Teil der Spaltprodukte zu entfernen und wiederum zu Tabletten gepresst, in Brennstäbe gefüllt und daraus Brennelemente gefertigt. Dieser Prozess wird in einer Zusammenarbeit von AECL Kanada und der Ukraine entwickelt. (12) Der Prozess erfordert Investitionen in eine geeignete Anlage.
·       Die genutzten Brennelemente werden in einer Wiederaufbereitungsanlage in kochender Salpetersäure zersägt, der Brennstoff löst sich in Salpetersäure auf. Uran und Plutonium werden in TBT gebunden und der von Spaltprodukten befreite Brennstoff zur Fertigung von neuen Brennelementen genutzt. Auf die Trennung von Pu und Uran, wie im Purex Verfahren üblich, kann verzichtet werden. Dieser Wiederaufbereitungsprozess ist erprobt, jedoch sehr teuer!  (s. Artikel Wiederaufbereitung!)

h. Verwendung von Thorium im Candu Reaktor
Um einen Brutfaktor von etwas unter 1 real zu erreichen müssen die Thorium Brennstäbe wiederaufbereitet werden. Die Wiederaufbereitung von Thorium ist schwierig da Thoriumoxid chemisch sehr stabil ist. Es existiert weltweit auch keine Wiederaufbereitungsanlage für Thorium. Deshalb ist dieses Konzept auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich.
 Horst Trummler; Vandale
Quellen:
1. Homepage AECL http://www.aecl.ca/Default.aspx
20. ACR-1000 Technical Summary www.aecl.ca , AECL 2007, S13,  Zugriff am 30.06.09 Candu -6  D2O Inventar 457to
21. Iran and the nuclear nightmare, Martin Baker Schaffer, Armed Forces Journal http://www.afji.com/2008/02/3608391, Zugriff 30.06.09 1 Kg D2O 600$ 2008