Sehr geehrter Herr Dr. Röttgen,

bei dem vom MdB Herrn Bareiß ausgerichteten „Energiepolitischen Dialog der CDU /CSU Bun­destags­fraktion“ hielten Sie das Grundsatzreferat. Die Beteiligung mit geschätzten 250 bis 300 Teilnehmern war vorzüglich. Wir, Professor F.-K. Ewert und der Rechts-Unterzeichner, durften eben­falls teilnehmen. Leider kam dann der angekündigte und erhoffte Dialog, durch Ihren plötzlichen Abgang sehr zu kurz. Insgesamt konnten daher nur 10 – 12 der Teilnehmer ihre Fragen und An­merkungen loswerden, weitere Anfrage­wünsche, so auch meine, blieben leider unberücksichtigt. Selbstverständlich akzeptieren wir, dass ein Bundesminister, zumal in der jetzigen Zeit, viel zu tun hat. Deswegen möchten wir Ihnen schriftlich diese Stellung­nahme (nun ausführlicher)  zu­kommen lassen, mit der Bitte, sie so bald wie möglich in ei­nem persönlichen Gespräch vertiefen zu können. Bitte nennen Sie uns dazu einen Ihnen passenden Ter­min. Da es nicht das erste Mal ist, dass wir um einen Termin1 bitten,  hoffen wir, dass er diesmal nicht abgelehnt wird.

Die Lage ist wirklich ernst. Jeder Mensch der eine große Operation plant, wird vernünftiger­weise zuvor mindestens eine zweite Meinung einholen, jeder Mensch der eine große Anschaf­fung plant, holt we­nigstens zwei Angebote ein. Warum kann nicht auch die Bundesregierung bei die­sem existenziellen Thema so handeln? Bitte sprechen Sie mit uns.

Sie führten in Ihrem Einführungsreferat die Ziele, Gründe und Mittel auf, die Sie zur Leitlinie Ihres Handelns im Energiebereich machen. Zusammengefasst (nach meinen Notizen) sind dies die Ziele:

1.     Deutschland solle Industrieland bleiben!

2.     Der CO2 Ausstoß soll, bezogen auf 1990, bis 2020 um 40% und bis 2050 gar um 90 % abge­senkt werden.

3.     Die Umstellung auf sog. Erneuerbare Energien soll so schnell wie möglich erfolgen.

Begründet werden diese Ziele 2. und 3. mit der Notwendigkeit

1.    des Klimaschutzes

2.    des Vorsorgeprinzips wg. der (vermuteten) Endlichkeit der fossilen Brennstoffe.

Diese Komplexe werden im folgenden diskutiert.

„Klimaschutz“.

Wir dürfen Ihnen vorab mitteilen, dass wir die Anmerkung unseres Geologen Prof. Ewert (EIKE) voll teilen, der in einer kürzlich fertiggestellten und in Kürze publizierten Untersu­chung von 775 Temperaturkurven der NASA aus allen Regionen der Welt, die um 1880 be­ginnen, kei­nen Hinweis auf eine anthropogen ver­ursachte globale Erwärmung feststellen konnte. Dies be­stätigen auch die weltweiten Messungen mittels Wetterballons und Satelliten. Nur wenige der landgestützten Temperaturmessstationen zeigen überhaupt eine Erwärmung an, wie selbst Prof. Schellnhuber, Chef des PIK,  in einer wissenschaftlichen Arbeit2 fest­stellte.

Die Trendlinien, die uns hingegen das IPCC als Beweis vorlegt, zeigen nur die geringe Er­wär­mung von 0,7 °C in 100 Jahren an. Selbst diese Rate ist falsch, denn die Daten basieren für die letzten 20 Jahre auf mani­pulierten Datensätzen: D’Aleo + Watts3 haben nachgewiesen, dass seit Ende der 1980er Jahre nicht mehr die Daten aller 6000 Stationen weltweit berück­sichtigt wur­den, sondern nur noch die von 1500 Stationen, und dass von der Aussonderung der Stationen überproportional solche auf kalten Standorten betroffen waren. Auf die Be­deutung des unbe­strittenen städtischen Wärme-Insel-Effektes, der infolge der angestie­genen Weltbevölkerung von 1,5 Milliarden um 1900 auf heute 6,7 Milliarden, eine große Bedeutung hat, weil inzwischen davon ca. 50 % in Städten leben, soll nur am Rande hingewiesen wer­den.

Der hierzulande kaum beachtete ClimateGate Skandal4 der Climate Research Unit der Univer­sity of East Anglia (CRU), dem Hauptlieferanten der IPCC Temperaturdaten, entlarvte die Arbeitser­gebnisse des IPCC und seiner Top-Autoren, als nicht mehr zuverlässig. Obwohl die Forschung mit Milliardenbeträgen sub­ventioniert wurde, ließ sich kein überzeugender Beweis für die anthropogene Wirkung des Spurengases CO2 finden, dessen Anteil an der Atmosphäre gegen­wärtig nur 0,038 % beträgt, und der in früheren Epo­chen, also im vorindustriellen Zeit­alter über lange Zeiten schon wesentlich höher war. Beispielsweise betrug er 0,12 %, war also mehr als drei mal so groß, als in einer früheren Eiszeit die Gletscher bis zum heutigen Südspanien reich­ten. Für Sachverständige ist das keine Über­raschung, denn die physikalischen Grundlagen lassen nichts anderes erwarten. Dies ergeben auch die eigens dafür entwickelten Modelle, wie IPCC Leitautoren zugeben (5).

Wie wenig schon Modellen viel geringerer Komplexität zugetraut werden kann, hat uns die an­dauernde Finanzkrise vor Augen ge­führt. Wenige Augenblicke vor dem Fall von Lehman Brot­hers orderten sie noch im großen Stil faule Pa­piere.

Das Problem einer vom anthropogenen CO2 induzierten globalen (und dazu noch: gefährlichen!) Erwär­mung existiert einfach nicht, wie viele 1000 Forscherkollegen weltweit bestätigen. Es ist ein No-Problem. Die Literatur darüber ist meterlang6. Eindrucksvoll wurde diese Tatsache jüngst wieder durch den großen internationalen Klimakongress mit über 700 Wissenschaftlern vom Mai 2010 in Chicago untermauert.

Vorsorge

Auch dieses Prinzip greift bei mangelndem Wissen um Alternativen und Prozesse hier nicht. Ein erschre­ckendes Beispiel für übereilt angewendetes Vorsorgeprinzip ist die Behandlung der jüngsten „Schweinegrip­pe-Pandemie“, weitere Beispiele wären das Waldsterben oder der Rin­derwahnsinn. Nur ist der mit dem Vorsorgeprinzip begründete Ausstieg aus den fossilen Brenn­stoffen noch um mehrere Größenordnungen schlimmer und auch unumkehrbar teuer. In meinem „Großen Brockhaus“ von 1928 steht, dass die Erdölvorräte noch 40 Jahre reichen. Seitdem sind über 80 Jahre vergangen, der Verbrauch auf nie für möglich gehaltene Höhen gestiegen und noch immer wird gesagt, dass die Erdölvorräte noch 40 Jahre reichen. Gleichzeitig mit dem Verbrauch sind jedoch die Reserven noch schneller gestiegen. Es werden immer wieder neue bedeutende Erdöl- und Erdgasfelder (häufig Offshore) entdeckt. Und dabei wurde gerade erst an­gefangen, sowohl in bisher versiegelten Landflächen (USA) als auch auf See (ca. 70 % der Erdoberfläche sind Ozeane) zu suchen. Daran wird auch das schreckliche Ölunglück im Golf von Mexiko nichts ändern, wohl aber werden die Sicher­heitsvorkehrungen auf diesem Gebiet deutlich ver­bessert werden. Tatsache ist jedenfalls, dass, nach allen Schätzungen über die Reichweite der Energieträger Öl und Gas, noch deutlich über 1000 Jahre für Öl und bei Gas über 200 Jahre zur Verfügung stehen (7).

 

Bei Nutzung von Aquiferen sogar noch > 1000 Jahre. Für Kohle und Uran/Thorium gilt dies ebenfalls. Selbst wenn durch massiven Mehrver­brauch Öl und Gas nur noch für 100 bis 200 Jahre verfügbar sein sollte, er­möglicht es die technisch längst beherrschte Umwandlung von Kohle in Benzin (Fischer/Tropsch Verfahren) zu konkurrenzfähigen Kosten die Versorgung mit Benzin und Heizgas zu gewähr­leisten8. (Der Breake­ven liegt bei < 50 $/Barrel beim Abbau im Tiefbau und bei < 30 $ im Tage­bau, wie die Fa. Sasol in Südafri­ka täg­lich vormacht).  Für „Erneuerbare“ ist auch aus der Sicht der Vorsorge daher kein Bedarf. (Übri­gens wären bei strikter Anwendung des Vorsorge­prinzips durch unsere Vorfahren weder das Feuer, noch das Rad, noch das Schiff und schon gar nicht die Eisen­bahn, das Auto und das Flug­zeug zugelassen worden).

Nach dem Vorsorgeprinzip ist die Politik zur Abwendung potentieller großer Gefahren gezwun­gen. Das ist bei Naturkatastrophen grundsätzlich problematisch: Vulkanausbrüche oder episo­disch und plötzlich auftretende extreme Wetterlagen sind nicht vorhersehbar, Temperatur­schwankungen geringen Ausmaßes gibt es ständig, wirkliche Klimaänderungen erfolgen lang­sam und erfordern keine Sofortmaßnahmen, denn sie sind erst nach Jahrzehnten erkennbar und es dauert noch länger, bis sie sich auszuwirken beginnen. Die WMO hat das Klima deshalb auch als den statistischen Mittelwert des Wetters von 30 Jahren definiert. Einen Klimawandel kann man folglich erst erkennen, wenn nach den 30 Jahren des zweiten Zeitabschnittes für diesen deutlich andere Mittelwerte festgestellt worden sind. Das ist für den vom IPCC angeblich er­kannten globalen Klimawandel eindeutig nicht der Fall: Die Phase zwischen 1946 und 1976 war durch eine deutliche Abkühlung gekennzeichnet. Statt nun bis etwa 2005 das Ende des nächsten Zeitintervalls von 30 Jahren abzuwarten, reichten schon wenige relativ wärmere Jahre bis etwa 1985 aus, den IPCC zu gründen und einen angeblich globalen Klimawandel festzustellen. Das für Klimaänderungen zwingende Gebot der fachlich kompetenten Langzeitbetrachtung wurde missachtet, und weder eine zweckfremde Motivation noch ein unvollständigen Wissen können es rechtfertigen, für Langzeitprozesse teure Sofortmaßnahmen zu beschließen, die lediglich auf Szenarien basieren, die man mit Modellrechnungen erhält. Bei einer Berücksichtigung der realen Temperaturmes­sungen aus den vergangenen Jahrhunderten wäre erkannt worden, dass ein globaler Klimawandel nicht vorliegt. Die Menschheitsgeschichte spricht überzeugend dafür, dass die Anpassung an das Kommende immer die effizientes­te und auch billigste Vorgehensweise9 war und sein wird, um für Langzeitänderungen vorzusorgen.

Absenkung des CO2 Ausstoßes bis 2020 um 40% bis 2050 um 90 %, bezogen auf 1990

Dieses u.E.n. Extremvorhaben wird weder durch die Beobachtungen zum Klimawandel noch durch irgend­welche hehren Vorsorgegedanken zur Abwendung höchst unwahrscheinlicher Ge­fahren gedeckt. Es wür­de, wenn es denn erfolgreich umgesetzt werden könnte, lediglich zu mas­siver Verarmung der gesamten Be­völkerung auf das Niveau der vorindustriellen Zeit führen. Diese Bevölkerung – selbst wenn Sie den Ver­lautbarungen des IPCC weiterhin glauben sollte, wonach es weniger und weniger aussieht, wie jüngste Umfragen belegen – würde dies jedoch freiwillig nicht zulassen. Deswegen ist 2009 von interessierter Seite schon scheinheilig die Frage öffentlich (und mit Steuergeldern ausgerichtet) auf dem Essener Kongress zur “Grossen Trans­formation“ 10 gestellt worden, ob denn die Demokratie zur Durchsetzung dieser Forderung, die richtige Lösung sei, d.h. ob nicht autoritäre Strukturen vorzuziehen seien. Nordkorea sollte mit seinem – wenn auch aus profane­ren Gründen – geringen CO2 Ausstoß für alle, die dies an­streben, ein abschreckendes Beispiel sein.

Selbst das unter Gouverneur Schwarzenegger kräftig „ergrünte Vorreiterland“ Kalifornien, Spit­zenreiter bei allen möglichen grünen Technologien, ist inzwischen ein Sanierungsfall, wie „Die Welt“ vom 11.6. süffisant feststellt. Tägliche Stromausfälle gehören dort inzwischen zum prakti­schen Lebensalltag. Kanada hat dies offensichtlich erkannt (wie u.a. Spiegel Online11 überrascht verkündet) und verabschiedet sich vom Kyoto­prokoll. Zum Schutz der Wirtschaft, wie Premier Harper selbstbewusst verkündete.

Schließlich ist an eine Tatsache zu erinnern, die weitgehend unbekannt zu sein scheint, die aber für das Leben auf der Erde entscheidend ist: Neben H2O ist CO2 ist ein unverzichtbarer Baustoff der Photosynthese. Aus dem dabei entstehenden Traubenzucker bilden sich alle weiteren Nah­rungsmittel – d.h. CO2 ist die Grundlage des Lebens:

6CO2 + 6H2O à C6H12O6 + 6O2

Das impliziert zumindest drei Aspekte:

·       Mit dem gegenwärtigen Gehalt der Atmosphäre von 385 ppm sind längst nicht alle Pflan­zen opti­mal versorgt. Beispielsweise ist mit einem CO2-Gehalt von 1000 ppm beim Wei­zen ein um ca. 30% größerer Ertrage zu erzielen.

·      In Anbetracht der weiter wachsenden Bevölkerung und dem entsprechend größeren Be­darf an Nahrungsmitteln ist es vermutlich eher kontraproduktiv, den Ausstoß an anthro­pogenem CO2 derart zu begrenzen.

·      Die klimaforschenden Physiker  scheinen in ihren Modellrechnungen zur Entwicklung der  atmosphärischen Konzentration außer acht lassen, dass auch die Biosphäre der Oze­ane und der Landflächen diese Konzentration mitbestimmt: eine wachsende CO2-Kon­zentration der Atmosphäre regt die Bio­sphäre zu stärkerem Wachstum an, und verringert damit den CO2-Gehalt.

Umstellung auf sog. Erneuerbare Energien so schnell wie möglich 

„Auch ein Begriff muss bei dem Worte sein“, sagt Goethe, und deshalb ist die Feststellung er­forderlich, dass es nach dem Gesetz von der Erhaltung der Energie tatsächlich keine erneuerbare oder regenerative Energie gibt. Unser Hauptenergielieferant ist die Sonne, und wenn wir sie nut­zen wollen, müssen wir ihre Energie umwandeln – egal, ob sie in der geologischen Vergangen­heit auf der Erde als Gas, Öl oder Kohle gespeichert wurde oder ob sie täglich frisch eintrifft. Die Umwandlung erfordert technische Prozesse, und dafür sind Installationen und folglich In­vestitionen erforderlich. Der Aufwand für die Installation je Kilo­wattstunde ist um ein Vielfa­ches größer, wenn frische Sonnenenergie umgewandelt werden soll.

Koalitionsvertrag hin oder her – er ist kein in Stein gemeißeltes Gesetzbuch und wird laufend an anderen wichtigen Stellen in Frage gestellt oder schlicht nicht angewendet. Die sog. „Erneuerba­ren“ erfüllen keine der Anforderungen, die eine moderne Industriegesellschaft stellen muss. Sie sind irrwitzig teuer12, nicht verfügbar wenn sie gebraucht werden, und dazu hoch fluktuativ und in schnellster Zeit schwankend. Ihr systemischer Nachteil (um einen beliebten Begriff zu ver­wenden) liegt in der extrem geringen Ener­giedichte. Dies macht das „Ernten“ sehr aufwendig und teuer und kann auch von keiner Technologie der Welt ausgeglichen werden. Die Nutzungs­grade sind systembedingt verschwindend gering (sie liegen bei Onshore Windanlagen bei weni­ger als 20 %, bei Offshore hofft man auf ca. 30 %; bei Photovoltaik sind es ca. 8 %, nur bei Biomasse ist er höher, jedoch ist diese noch aufwendiger herzustellen und extrem land­schafts­verbrauchend, und konkurriert mit Nahrungspflanzen). D.h. die weitaus meiste Zeit im Jahr steht diese Stromfabrik still. Keine der Eigenschaften, welche die Verbraucher benötigen, wie Wirt­schaftlichkeit, Verfügbarkeit, Stetig­keit und Umweltverträglichkeit wird von diesen Energiearten gewährleistet.

Die produzierte kWh kostet bei Wind an Land ca. 9 ct, bei Offshore ca. 15 ct, bei PV ca. 40 ct.13 . Im Vergleich dazu liegt der Preis bei Kernenergie und Braunkohle bei 2,4 ct, bei Steinkohle und Gas bei ca. 4-5 ct.

Wie Frau Müller richtig ausführte und von Herrn Klinkert,  Vattenfall, mit Daten bestätigt wurde, ist allein die zwingend erforderliche großtechnische Speicherfrage weder in unserem Land noch irgendwo sonst in Europa zufriedenstellend beantwortet. Wegen der schnellen Schwankung in Se­kundenbruchteilen bei der Erzeu­gung sind Pumpspeicherwerke die einzig be­kannte, aber technisch sehr aufwendige Lösung, um die zwin­gend erforderliche Phasen- und Spannungskonstanz zu gewährleisten. Das größte deutsche (und eines der größten in Europa) Pumpspeicherwerk ist Goldisthal in Thüringen. Es hat eine Speicherkapazität von 8 GWh,  d.h. es kann 1 GW 8 Stun­den lang liefern. Dann ist es leer und muss wieder befüllt werden. Seine Planungs- und Bauzeit betrug 30 Jahre, die reine Bauzeit 11 Jahre. Die Kosten beliefen sich auf 600 Mill.€. Wenn – wie dieser Tage – nur eine 3 tägige Flaute herrscht, bräuchte man zum Aus­gleich für die heute in­stallierten Windkraftanlagen (ca. 22.000 Stck.) über 250 Pumpspeicher­werke vom Typ Gol­disthal. Die Kos­ten beliefen sich auf knapp 150 Mrd. €. Weder sind dafür in Europa irgendwo die geografischen Voraus­setzungen zu finden noch sind die benötigten Instal­lationen zu bezah­len (14).

Herr Minister, Sie haben auch die gewünschte Unabhängigkeit von Importen als eines der Unter­ziele ge­nannt. Wegen des unstetigen, stark fluktuierenden Angebotes an Strom muss jedoch jede installierte kW in „Erneuerbare“ mit einer kW von konventionellen Kraftwerken gepuffert wer­den, die im teuren Teillast­betrieb mitlaufen müssen. Kohle- und Kernkraftwerke sind dazu kaum in der Lage, stattdessen müssen (neue) Gaskraftwerke eingesetzt werden. Mit Gas betrieben, das wir importieren. Im Gegensatz zum Ziel erhöhen wir mit den Erneuerbaren also unsere Import-Abhängigkeit. Bis heute wurde – und so wird es bleiben – wg. der mangelnden Verfügbarkeit von „Erneuerbarer Energie“ noch kein konventionelles Kraftwerk stillgelegt. Im Gegenteil es kommen neue hinzu, nur für unwirtschaftliche und teure Puffer­zwecke.

Schaffung neuer, moderner Arbeitsplätze

Somit ist auch klar, dass die durch die massive Zwangssubventionierung von „Erneuerbaren“ u.a. durch das unsägliche EEG, das Arbeitsplatzargument weder betriebswirtschaftlich noch volkswirtschaftlich trägt. Wie Studien des RWI, aber in jüngster Zeit besonders spanische und italienische Studien 15, 16 zei­gen, vernichtet jeder „erneuerbare Arbeitsplatz“ zwischen 2,2 bis 6 konventionelle Arbeitsplätze. Die von Ihnen erwähnte genannte „Erfolgsbilanz“ von 300.000 „erneuerbaren Arbeitsplätzen“ in Deutschland ver­kehrt sich dadurch nachhaltig in ihr Gegenteil. Mindestens 600.000 konventionelle Arbeitsplätze sind da­her bisher dauerhaft vernichtet worden.

Weitere 800.000 – nämlich die in der energieintensiven Grund­stoffindustrie und ihrer Zulieferer  werden bald folgen. Für immer! Hinzu kommt, dass nach diesen Stu­dien ca. 60 % der Erneuer­baren -Arbeitsplätze in der Montage entstanden sind. Die sind nur dann nach­haltig, wenn die extrem teure Subventionierung – direkt oder indirekt –   dauerhaft erhalten bleibt. Mit un­ausweichlicher Vernichtung von weiteren Arbeitsplätzen.

Deutschland solle Industrieland bleiben!

Somit bleibt das an vorderster Stelle von Ihnen genannte Wunschziel „Deutschland solle In­dustrieland bleiben“ nach unserem Eindruck, ein dialektischer Kunstgriff, da Sie nach unserer festen Überzeugung – geteilt von vielen Anwesenden im Saal, wie wir durch Gespräche erfuh­ren –  durch Ihr Handeln (und das vieler anderer im Lande) das genaue Gegenteil bewirken. In echter Sorge verbleiben wir mit freundlichen Grüßen Ihre

Dr. Holger Thuss Michael Limburg

Präsident EIKE Vizepräsident EIKE

 

Fußnoten

1   Siehe auch unser Schreiben an Sie vom 20.1.2010,  Seite 1 von 5

2 Eichner, Koscielny-Bunde, Bunde, Havlin und Schellnhuber„Power-law persistence and trends in the at mos phere: A detailed study of long temperature records“, erschienen in Physical Review E 68, 046133 (2003) wird auf S. 5 unter Punkt (iii)

3  Surface Temperature Records Policy Driven Reception? Joe D´aleo & Anthony Watts SPPI 2010

4 Vertrauen in Welt-Klima-Rat im freien Fall: Die Irrungen, Wirrungen und Manipulationen des IPCC! Ein Up date!,  http:// www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/vertrauen-in-welt-klima-rat-im-freien-fall-die-irrungen-wirrungen-und-manipulationen des-ipcc-ein-update/

5  “It is only possible to attribute 20th Century warming to human interference using numerical models of the climate system.” John Mitchell, Julia Slingo, David S. Lee, Jason Lowe & Vicky Pope: ‘CLIMATE CHANGE Response to Carter et al.’, World Eco nomics, 8 (1): 221228.

6 Beispielsweise diese Auflistung; 700 Peer-Reviewed Papers Supporting Skepticism of „Man-Made“ Global Warming Alarm, http:// www.populartechnology.net/2009/10/peer-reviewed-papers-supporting.html

7  Nach Einschätzung der BGR Hannover, Basis 2001

8 Details mit ausführliche Quellen dazu u.a. im Buch „Die Klimahysterie – was ist dran?“ (S97 ff) von ISBN 978-3-940431-10-3

9 Siehe z.B. hier: What to Do about Climate Change, by Indur M. Goklany Policy Analysis No. 609 February 5, 2008

10 Kommentar hierzu und Website des Kongresses The Great Transformation http://www.greattransformation.eu/

11  Kanada reduziert Klimaziele drastisch http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,698888,00.html

12 s, z.B. hier eine vorsichtige Abschätzung des 1. Zieles von Meseberg 2007 (Kosten bis 2020 allein daraus ca. 900 Mrd. €) Die gigantischen Kosten der Meseberger Beschlüsse http://www.eike-klima-ener­gie.eu/fileadmin/user_upload/Bilder_Dateien/WCMSAlt/Kosten_Meeseber­ger_Beschl__sse_Niemann_801.pdf

13 Details mit ausführliche Quellen dazu u.a. im Buch „Die Klimahysterie – was ist dran?“ (S97 ff) von ISBN 978-3-940431-10 3 Kapitel „Erneuerbare“ Energien sind keine Lösung sondern vergrößern die Abhängigkeit.

14 Energy is the Key: Renewable Energy Problems in Germany: „Renewable“ Energies are not a Solution Rather They Increase Foreign Depend ency.: http://multi-science.metapress.com/content/51236465258m7747/

15 Calzada Studie : http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Calzada-Study-090327-employment-public-aid-renewable.pdf

16 Stagnaro Studie: Saubere Arbeitsplätze, teure Arbeitsplätze? Warum Italien sich keine „Grüne Ökonomie“ leisten kann

P.S. Wir haben uns erlaubt, dem Initiator des Dialogs Herrn Bareiß und anderen,  unsere Sorgen mit zuteilen.

Eine Kurzfassung der Studie die Prof. Ewert vorstellte finden Sie im Dateianhang!

Related Files

image_pdfBeitrag als PDF speichernimage_printBeitrag drucken